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Roter Morgen
Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML)

(Juni 1970 bis Oktober 1986)

Materialien zur Analyse von Opposition

Erstellt von D. Berger, Berlin


Von Juli 1967 bis einschließlich Mai 1970 erschien der „Rote Morgen“ (RM) im Format DIN A4; ab Juni 1970 erschien er im Zeitungsformat. Nachfolgend dokumentieren wir die ersten Jahrgänge des Zentralorgans der „Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten“ (KPD/ML) im neuen Format.

Ab August 1970 (Nr. 7) erschien der RM monatlich; ab 13. September 1971 (Nr. 9) vierzehntäglich. Bis einschließlich Nummer 14/1972 (17. Juli) erschien er, von Ausnahmen, Beilagen, Sondernummern und Extrablättern abgesehen, mit 8, ab Nummer 15/1972 (31. Juli) mit 12 Seiten. Als Herausgeber war im gesamten Zeitraum das „ZK der KPD/ML“ angegeben. „Verantwortlicher Redakteur“ war immer Ernst Aust. Redaktion, Verlag, Druck und Vertrieb wechselten.

Im Jahr 1973 (Nr. 1 bis 51) erschien der RM wöchentlich mit jeweils acht Seiten, darüber hinaus mit einer Sondernummer zum 1. Mai sowie mehreren Beilagen und Extrablättern. „Verantwortlicher Redakteur“ war ab Nr. 36 (15. September) aus "presserechtlichen und juristischen Gründen", wie es hieß, Dieter Stoll, Duisburg. Vermutlich war der damals laufende Prozeß gegen Ernst Aust der Grund.

Auch 1974 (Nr. 1 bis 52) erschien der RM wöchentlich mit in der Regel acht Seiten, darüber hinaus mit einer Sondernummer zum 1. Mai sowie mehreren Beilagen und Extrablättern. „Verantwortlicher Redakteur“ wurde ab Nr. 27 (6. Juli) Karin Wagner, Duisburg (später Dortmund). Anlass des Redakteurswechsels waren vermutlich die Beschlagnahmeaktionen gegen den RM infolge der Ereignisse um den Tod von Günter Routhier (vgl. Nr. 25ff.). Ab Nr. 49 (7. Dezember) war Gernot Schubert, Bochum der „Verantwortliche Redakteur“.

1975 (Nr. 1 bis 52) erschien der RM bis Mitte September mit in der Regel zehn, ab Nr. 38 (20. September) dann mit zwölf Seiten. Weiterhin erschienen eine Sondernummer zum 1. Mai sowie mehrere Beilagen und Extrablätter. Ab April lag dem RM einmal im Monat „Die Rote Garde“, Zeitung der Jugendorganisation der KPD/ML, bei, die wir gesondert dokumentieren. Verantwortlicher Redakteur war das ganze Jahr Gernot Schubert, Bochum.

1976 (Nr. 1 bis Doppelnr. 52/53) erschien der RM weiterhin wöchentlich mit in der Regel zwölf Seiten und der monatlichen Jugendbeilage „Die Rote Garde“. Hinzu kamen ein Extrablatt zum 1. Mai sowie mehrere Beilagen. Verleger und verantwortlicher Redakteur war zuerst Gernot Schubert, Bochum; ab Nr. 16 (17. April) erschien die Zeitung im Verlag G. Schneider, Dortmund, verantwortliche Redakteurin war Renate Bäthies, Hamburg (später Dortmund). Hintergrund des Verlags- und Redakteurswechsels war wahrscheinlich der bis dahin umfangreichste Prozess gegen das Zentralorgan der KPD/ML (vgl. u. a. RM 18/76, S. 5, RM 19/76, S. 1 u. 7, RM 21/76, S. 1 u. 10).

1977 (Nr. 1 bis Doppelnr. 51/52) erschien der RM wöchentlich mit in der Regel zwölf Seiten und der monatlichen Jugendbeilage „Die Rote Garde“ sowie weiteren Beilagen. Verantwortliche Redakteurin war zuerst weiterhin Renate Bäthies, Dortmund, ab Nr. 12 (18. März) dann Renate Schneider, Dortmund.

1978 (Nr. 1 bis Doppelnr. 51/52) erschien der RM wöchentlich freitags mit in der Regel zwölf Seiten; ab Mai erschien eine Ausgabe pro Monat mit 16 Seiten. Im Januar, Februar und März erschien weiterhin die monatliche Jugendbeilage „Die Rote Garde“ ; danach bekam die Jugendorganisation der KPD/ML ein eigenständiges Jugendmagazin namens „Roter Rebell“. Ansonsten wurden zwei weitere Beilagen ausgewiesen. Ab Juli erschien der RM im Verlag Roter Morgen, Dortmund (vorher Verlag Gertrud Schneider). Verantwortliche Redakteurin war das ganze Jahr hindurch Renate Schneider, Dortmund.

Die Jahrgänge 13 (1979) bis 19 (1985) fehlen leider noch.

1986 (Nr. 1/2 bis Nr. 23) erschien der RM mit 20 Ausgaben (davon drei Doppelnummern), die zuerst 14 und später in der Regel 16 Seiten umfassten. Bis zur Nr. 6 (7. Februar) erschien der RM wöchentlich freitags im bekannten Layout; ab der Nr. 7 (21. Februar) erschien er auf Beschluss des 6. Parteitages aus finanziellen Gründen nur noch zweiwöchentlich freitags mit stark geändertem Layout. Auch die Unterzeile des RM lautete nun nicht mehr „Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands“, sondern nur noch „Zeitung der KPD“. Erscheinungsort des RM war nach wie vor Dortmund; Verantwortlicher Redakteur war auch 1986 Detlef Schneider, Dortmund.

Viermal im Jahr lag dem RM die „Gemeinsame Beilage zu den Publikationen von AAU, BWK, FAU-HD(A), FAU-R, GIM, KG(NHT), KPD, PA“ bei. Alle anderen Ausgaben enthielten jetzt ein RM-Extra, „immer mit eigenem Kopf, immer zu einem Thema und auch immer gesondert zu bestellen“.

Im Oktober 1986 vereinigten sich die KPD/ML (die sich seit 1980 KPD nannte) und die trotzkistische „Gruppe Internationale Marxisten“ (GIM) zur „Vereinigten Sozialistischen Partei“ (VSP). An die Stelle des „Roten Morgen“ und der „was tun“ (Organ der GIM) trat die „Sozialistische Zeitung“ (SoZ).

Ausgewertet wurde der „Rote Morgen“ für die Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“, die eine umfangreiche Chronik vor allem der maoistischen Bewegung in Deutschland beinhaltet, erst in Teilen. Da Datenbank und Scan-Archiv jedoch nicht nur uns, sondern auch anderen Interessierten als Basis der Erforschung der K-Gruppen dienen sollen, veröffentlichen wir einige Jahrgänge des RM hier schon mal unkommentiert.

Weitere Beiträge zur Geschichte der KPD/ML und ihres Umfeldes findet mensch in der Linkliste: Zur Geschichte der KPD/ML.

Noch ein Hinweis: Wem die Scans zu groß sind, kann sie mit der Zoom-Funktion des Browsers verkleinern. Das funktioniert in der Regel mit der Tastenkombination [Strg]+[-]. Vergrößern entsprechend mit [Strg]+[+].


1. bis 4. Jahrgang

4. Jahrgang, ab Juni 1970

5. Jahrgang, 1971

6. Jahrgang, 1972

7. Jahrgang, 1973

8. Jahrgang, 1974

Inhaltsverzeichnis

9. Jahrgang, 1975

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10. Jahrgang, 1976

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11. Jahrgang, 1977

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12. Jahrgang, 1978

Inhaltsverzeichnis

20. (letzter) Jahrgang, 1986

Inhaltsverzeichnis

Letzte Änderungen: 1.2.2014

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