Afrika-Komitee: Afrika kämpft
Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 23.6.2017


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Ab Juni 1972 erschien in West-Berlin die Zeitung: "Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus". Ab der Nr. 23 vom März/April 1976 erschien sie mit dem Zusatz: gegen "Imperialismus und Hegemoniestreben", was darauf zurückzuführen war, dass die KPD und ihre Unterorganisationen etwa ab dieser Zeit den "sowjetischen Sozialimperialismus" als Hauptfeind der afrikanischen Völker und der Völker der Welt ausgemacht hatten. Dazu hieß es in der Nr. 27 für November/Dezember 1976: "Dennoch ist der sowjetische Sozialimperialismus unzweifelhaft in Afrika heute die gefährlichere der beiden imperialistischen Supermächte." Und verallgemeinernd in der Nr. 30 für Mai/Juli 1977: "Afrika kämpft gegen den Sozialimperialismus!"

"Afrika kämpft" wurde vom "Afrika-Komitee", das in enger Verbindung zur Liga gegen den Imperialismus und der KPD stand, herausgegeben. Das "Afrika-Komitee" war aus der ehemaligen, seit 1968 bestehenden "Projektgruppe Afrika", die u .a. durch die Veröffentlichung "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique", erschienen im Oberbaum-Verlag, bekannt geworden war, hervorgegangen. Das Komitee konstituierte sich am 13. März 1972 in West-Berlin.

Das Programm des "Afrika-Komitees" wurde in der Roten Presse-Korrespondenz Nr. 162 vom 7. April 1972 veröffentlicht. Dort hieß es u. a.: "Programm des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus (Afrika-Komitee): Die Projektgruppe Afrika hat in Westberlin und in der Bundesrepublik seit mehreren Jahren in kontinuierlicher Arbeit die politisch-propagandistische und materielle Unterstützung der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques und ihrer Befreiungsorganisationen, der MPLA, der PAIGC und der FRELIMO vorangetrieben. Sie hat unter anderem zahlreiche Beiträge in der RPK veröffentlicht. Das Buch der Projektgruppe Afrika über den revolutionären Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique ist in zwei Auflagen erschienen und wird im Mai zum dritten Mal aufgelegt.

Das Afrika-Komitee wird die Arbeit der Projektgruppe Afrika auf einer neuen Ebene fortsetzen. Diese neue Ebene besteht zum einen darin, dass das Afrika-Komitee seine Arbeit auf der Grundlage eines klaren antiimperialistischen Programms aufnimmt, das die Linie seiner praktischen Arbeit bestimmt und den Rahmen seiner Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, die die Befreiungsbewegungen in den portugiesischen Kolonien unterstützen politisch eindeutig absteckt. Zum anderen hat sich das Afrika-Komitee auf seiner Gründungsversammlung bei Wahrung der organisatorischen Selbständigkeit auf die enge politische Zusammenarbeit mit der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS verpflichtet. Durch diese Zusammenarbeit ist gewährleistet, dass die Zielsetzungen des Afrika-Komitees in unvergleichbar größeren Maße als es der Projektgruppe ja möglich war, zum festen Bestandteil des antiimperialistischen Kampfes in der Bundesrepublik und in West-Berlin werden, dass ihre Aktivitäten zur Stärkung der Solidarität mit den kämpfenden Völkern Afrikas zugleich die Stärkung der antiimperialistischen Einheitsfront in der BRD und West-Berlin mit vorantreibt …

Gegenüber allen reformistischen und revisionistischen Illusionen hält das Solidaritätskomitee daran fest, dass nur der konsequente antiimperialistische Kampf, der sich an den Interessen der Arbeiterklasse orientiert, eine wirksame Unterstützung für die unterdrückten Völker in ihrem nationalen Befreiungskampf bedeutet."

Aktuell wäre es in der BRD besonders die Sozialdemokratie, die sich als "Vorkämpfer für die imperialistische 'Entwicklungshilfe' mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit … herauskristallisiert" habe. "All denjenigen Organisationen und Gruppen, die scheinbar ähnliche Ziele wie das Solidaritätskomitee haben, in Wirklichkeit aber offen oder verdeckt mit dem Imperialismus und seinen Agenturen kollaborieren, werden wir entschieden entgegentreten. Dabei geht es nicht darum, die materielle Hilfe dieser Organisationen an die Befreiungsbewegungen zu verhindern. Das Solidaritätskomitee sieht es aber als einen Teil seiner Aufgabe an, immer wieder klar zu machen, dass die politische Perspektive, die solche Organisationen den für nationale Befreiung kämpfenden Völkern aufdrängen wollen, ihnen nur wieder Unterdrückung und Ausbeutung unter der Herrschaft des Neokolonialismus bringt.

Denjenigen, die glauben, den imperialistischen Staatsapparat für eine Politik gegen den Imperialismus überlisten zu können, werden wir die Aussichtslosigkeit solcher Versuche aufzeigen und ihnen klarmachen, dass ihre Zusammenarbeit mit imperialistischen Agenturen nur dazu dienen kann, diesen den Schein von Fortschrittlichkeit zu verleihen und ihnen bei ihren vergeblichen Versuchen zu helfen, die antiimperialistischen Bewegungen zu korrumpieren.

Das Solidaritätskomitee betrachtet es als eine wichtige politische Unterstützung des antiimperialistischen Kampfes der Völker Afrikas, allen fortschrittlichen Menschen die Illusionen über 'Entwicklungshilfe' zu rauben und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich in die weltweite Front gegen den Imperialismus einzureihen. Mit dem Ziel, eine möglichst breite materielle und politisch-propagandistische Unterstützung für den antiimperialistischen Kampf, besonders der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques, in der BRD und Westberlin zu erreichen, wird das Solidaritätskomitee mit Organisationen mit gleichen oder ähnlichen Zielsetzungen die Zusammenarbeit anstreben. Es fordert alle fortschrittlichen Menschen in der BRD und Westberlin auf, seine Aktivitäten in der einen oder anderen Form zu unterstützen. Westberlin, den 13.3.1972" (Rote Presse-Korrespondenz, Nr. 162 vom 7. April 1972).

Mit der Ausgabe 22 vom Januar/Februar 1976 fiel der Untertitel ("Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus") auf der Titelseite weg.

"Afrika kämpft" verklärte, wie fast alle maoistischen Gruppen, die sich dem Kampf gegen Kolonialismus und Rassismus verpflichtet hatten, die afrikanischen Verhältnisse und zeichnete ein mehr romantisches Bild von den Kämpfen der verschiedenen Befreiungsbewegungen (vgl. etwa Nr. 9/1973, 19/1975, 26/1976).

Selbige waren eher ein Ideologiefundus, die stets als Produkt von sozialen Umwälzungen verkauft wurden. Dabei fällt auf, dass der "Afrikanische Nationalkongress" (ANC), eine der führenden Bürgerrechtsbewegungen gegen das rassistische weiße Apartheitsregime in Südafrika, in der Zeitung stets am Rande wabert. Und die emphatische Identifikation mit ihnen war dann auch gleich ein gefundenes Fressen, um mit dem "ideologischen Kampf gegen Reformismus und Revisionismus" in den eigenen Reihen, in anderen Solidaritätskomitees zu beginnen, die in "Wirklichkeit aber offen oder verdeckt mit dem Imperialismus und seinen Agenturen kollaborieren" (Programm des Komitees).

Der "antiimperialistischen Kampf, besonders der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques" sollte auch die BRD und West-Berlin erreichen, umso gleich auch "Solidaritätskomitees" aufzubauen und ihn vor allem mit materieller Hilfe zu unterstützen.

Von der Vielzahl der untereinander konkurrierenden Befreiungsbewegungen in Afrika waren es stets die FRELIMO, MPLA unter Agostinho Neto und PAIGC, die Erwähnung in der Zeitung fanden. Damit die Mär von der revolutionären Stoßkraft, etwa der MPLA, erhalten werden konnte, wurden ideologische Fraktionierungen und Veränderungen in den politischen Positionen schnell unter den Tisch gekehrt und in einer revolutionären Färbung gezeichnet.

Die MPLA, ursprünglich marxistisch-leninistisch orientiert, konnte sich zwar im Bruderkonflikt behaupten, bekämpfte aber die FNLA und die UNITA. Die UNITA hatte dann auch längst in "Afrika kämpft" ausgespielt und ihr "konterrevolutionäre Charakter" war schon früh offensichtlich (vgl. Nr. 6, April 1973).

Die Zeitung, die sich auf die Darstellung der Situation in den und Berichte über die afrikanischen Gebiete von Angola, Guinea-Bissao und Mozambique konzentrierte, konnte zu keiner Zeit mit den sog. "Befreiungskriegen", die wie im Falle von Angola im Bürgerkrieg endeten, etwas anfangen. Stattdessen wurde die Parteinahme mit ihnen eingefordert und als Codewörter für die "Internationale Solidarität" verkauft und missbraucht.

Das alles lief nicht ohne die Verteidigung von Solidaritätserklärungen ab. Diejenigen, die die politischen Verhältnisse in den afrikanischen Ländern in einem anderen Licht sahen, wie etwa der KBW und ein Teil seiner Komitees, waren dann auch schnell katalogisiert, denn die "richtige politische Linie ist der entscheidende Garant für den Erfolg unserer Solidaritätsaktivitäten". Jene hatte der KBW natürlich nicht und in seinen Komitees würde der "blanke Reformismus" grassieren (Nr. 15, Oktober 1974).

Dass "Afrika kämpft" immer wieder dazu aufrief, vor allem die Befreiungsbewegungen materiell zu unterstützen, ist eher ein Hinweis darauf, dass mit gospelartigen Fürbitte-Gebeten die anti-imperialistische Kampffront in den eigenen Reihen hochgehalten werden sollte. Ob die Geldsegnungen dazu beitragen konnten, dem afrikanischen Volk zu helfen, dürfte eher fraglich sein; denn die marxistisch-leninistische "Entwicklungshilfe" hatte sich schon seit den ersten Tagen als Bumerang und kaum nützlich erwiesen.

1978 erschien mit der Nr. 35 oder 36 wohl die letzte Ausgabe der Zeitung.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

13.03.1972:
In Berlin wird das Solidaritätskomitee zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus (Afrika-Komitee) gegründet. Das Afrika-Komitee geht hervor aus der ehemaligen, seit 1968 bestehenden Projektgruppe Afrika, die u. a. durch die Veröffentlichung: 'Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique', erschienen im Oberbaum-Verlag, bekannt wurde. Das Programm des Komitees wird in der 'Roten Presse Korrespondenz' vom 7.4.1972 abgedruckt. Es hat seinen Sitz in Westberlin und arbeitet mit der Liga gegen den Imperialismus (LgdI) der KPD eng zusammen.
Quellen: LgdI-ZV: Rundbrief Nr. 9,Berlin 13.4.1972,S.3f; Rote Presse Korrespondenz Nr.162, Berlin 7.4.1972,S.10f.

Juni 1972:
Die Nr. 1 der Zeitschrift: "Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus" erscheint in West-Berlin. Die Zeitung wird vom "Afrika-Komitee" herausgegeben. Zum Erscheinen des Bulletins wird ausgeführt: "'Afrika kämpft': Unter diesem Titel wird das Afrika-Komitee in Zukunft regelmäßig (zunächst alle zwei Monate) das vorliegende Bulletin herausgeben. Es enthält eigene Ausarbeitungen des Komitees, Dokumente der Befreiungsbewegungen und wichtige, aktuelle Nachrichten. Entsprechend unserem in dieser Nummer abgedrucktem Programm soll das Bulletin der politisch-propagandistischen und materiellen Unterstützung der Kämpfe der Völker Afrikas dienen, die Teil des weltweiten revolutionären Kampfes gegen den Imperialismus und damit Schritte auf dem Weg zu nationaler Unabhängigkeit und zum Sozialismus sind.

Wir werden uns besonders mit dem Kampf der Völker im Süden Afrikas befassen, werden den Stand dieser Kämpfe, ihre Bedingungen und Ziele analysieren und darlegen. Das schließt ein, dass wir die Rolle des Imperialismus in Afrika, besonders des USA-Imperialismus, des BRD-Imperialismus und des südafrikanischen Imperialismus analysieren und entlarven. Das bedeutet auch, die Rolle des Sozialimperialismus in seiner Politik gegenüber den Afrikanischen Befreiungsbewegungen und den neokolonialen Staaten Afrikas zu untersuchen und aufzudecken.

Der ideologische Kampf gegen alle reformistischen und revisionistischen Illusionen wird einen wesentlichen Teil der Arbeit des Afrika-Komitees und seiner Publikationen im Bulletin ausmachen, da wir - wie auch in unserem Programm dargelegt - davon ausgehen, dass nur der konsequente antiimperialistische Kampf, der sich an den Interessen der Arbeiterklasse orientiert, eine wirksame Unterstützung für die vom Imperialismus unterdrückten Völker in ihrem nationalen Befreiungskampf darstellt. Also nicht bloße Dokumentation und Neutralität der Berichterstattung, sondern Parteilichkeit der auf der Basis des wissenschaftlichen Sozialismus erarbeiteten Analysen, Entlarvung des Imperialismus, propagandistische Unterstützung des Kampfes der kolonial und neokolonial unterdrückten Völker Afrikas, Entschiedenheit im Kampf gegen bürgerliche Ideologien im antiimperialistischen Kampf werden die Beiträge des Afrika-Komitees in seinem Bulletin kennzeichnen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Programm des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus (Afrika-Komitee)"
- "Die Ausweitung des Befreiungskampfes in Angola"
- "Dokument: Einige Aspekte des Befreiungskampfes (Interview mit Agostino Neto)"
- "Die Interessen des BRD-Imperialismus in Tanzania"
- "Bedeutung der Entwicklungshilfe und Rolle der SPD"
- "Madagaskar: Aufstands gegen den französischen Imperialismus"

Im "Programm des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus (Afrika-Komitee)" wird u. a. ausgeführt: "Das Afrika-Komitee setzt sich zum Ziel, alle Kämpfe der Völker Afrikas politisch-propagandistisch und materiell zu unterstützen, die Teil dieses weltweiten revolutionären Kampfes gegen den Imperialismus und damit Schritte auf dem Weg zu nationaler Unabhängigkeit und Sozialismus sind … Das Afrika-Komitee wird die verbrecherische Kriegspolitik der portugiesischen Kolonialisten anhand konkreter Fälle enthüllen. Es wird besonders die Interessen der US- und BRD-Imperialisten an der Aufrechterhaltung von Rassismus und Kolonialismus im Süden Afrikas aufzeigen. Dabei wird das Komitee besonderes Gewicht darauf legen, die Machenschaften des BRD- Imperialismus sowohl in seiner Kumpanei mit den Reaktionären Südafrikas, Rhodesiens und Portugals als auch in den neokolonialen Ländern zu entlarven."

Das Komitee will weiter mithelfen, das Gesundheitswesen zu verbessern und "Sammlungen von Geld, Medikamenten und anderen Sachspenden organisieren". "Ebenso wird das Komitee die wachsende Bewegung antikolonialistischer und antifaschistischer Kräfte in Portugal selbst propagieren, die durch ihren mutigen Kampf gegen das reaktionäre portugiesische Regime den Kampf der unterdrückten Völker in den Kolonien wirksam unterstützen. Der Erfolg ihres Kampfes wiederum steht in enger Wechselbeziehung zur weiteren erfolgreichen Entfaltung des revolutionären Befreiungskampfes der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques unter der Führung der MPLA, der PAIGC und der FRELIMO … Gegenüber allen reformistischen und revisionistischen Illusionen hält das Afrika-Komitee daran fest, dass nur der konsequente anti-imperialistische Kampf, der sich an den Interessen der Arbeiterklasse orientiert, eine wirksame Unterstützung für die unterdrückten Völker in ihrem nationalen Befreiungskampf bedeutet. All denjenigen Organisationen und Gruppen, die scheinbar ähnliche Ziele wie das Afrika-Komitee haben, in Wirklichkeit aber offen oder verdeckt mit dem Imperialismus und seinen Agenturen kollaborieren, werden wir entschieden entgegentreten. Dabei geht es nicht darum, die materielle Hilfe dieser Organisationen an die Befreiungsbewegungen zu verhindern. Das Afrika-Komitee sieht es aber als einen Teil seiner Aufgabe an, immer wieder klar zu machen, dass die politische Perspektive, die solche Organisationen den für nationale Befreiung kämpfenden Völkern aufdrängen wollen, ihnen nur wieder Unterdrückung und Ausbeutung unter der Herrschaft des Neokolonialismus bringt …

Das Afrika-Komitee betrachtet es als eine wichtige politische Unterstützung des anti- imperialistischen Kampfes der Völker Afrikas, allen fortschrittlichen Menschen die Illusionen über 'Entwicklungshilfe' zu rauben und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich in die weltweite Front gegen den Imperialismus einzureihen. Mit dem Ziel, eine möglichst breite materielle und politisch-propagandistische Unterstützung für den anti-imperialistischen Kampf, besonders der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques, in der BRD und Westberlin zu erreichen, wird das Afrika-Komitee mit Organisationen mit gleichen oder ähnlichen Zielsetzungen die Zusammenarbeit anstreben. Es fordert alle fortschrittlichen Menschen in der BRD und Westberlin auf, seine Aktivitäten in der einen oder anderen Form zu unterstützen …

Die Völker Angolas, Guinea- Bissaos und Mozambiques haben die ersten Schritte getan, um den Hort der Konterrevolution in Afrika, den weißen rassistischen Block aufzubrechen. Sie sind gegenwärtig die Vorhut der anti-imperialistischen Bewegung in Afrika und brauchen die Unterstützung aller fortschrittlichen Menschen. Das Afrika-Komitee wird vor allem den Kampf dieser Völker in der BRD und Westberlin propagieren. Westberlin, den 13. März 1972".

Geworben wird für die "Internationale Buch- und Zeitschriftenhandlung" in West-Berlin, Knesebeckstraße und für Broschüren und Zeitschriften der Liga gegen den Imperialismus.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 1. Jg., Nr. 1, West-Berlin, Juni 1972.

August 1972:
Es erscheint die Nr. 2 der Zeitschrift: "Afrika kämpft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Eindrucksvolle Anti-Imperialistische Demonstration zur Olympiade-Eröffnung"
- "Olympia 72: Bundesregierung im Komplott mit den Rassisten Rhodesiens"
- "Dokument: Frelimo: Die Entwicklung der politischen Linie im Befreiungskampf"
- "Der Aufbau des Erziehungswesens in den befreiten Gebieten von Angola, Guinea-Bissao und Mozambique"
- "Portugal: 4 Jahre nach Caetanos Machtantritt"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "EWG-Lösung für Portugal großzügig")

Berichtet wird über die antiimperialistische Demonstration des "Nationalen Vietnamkomitees" in West-Berlin und München und über "Olympia 72". Geworben wird für "Schulungs- und Agitationshefte der Liga", u. a.: "Der japanische Imperialismus", für die Schrift: "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique" (Projektgruppe Afrika, neu herausgegeben vom Afrika-Komitee ) und für die Internationale Buch- und Zeitschriftenhandlung in West-Berlin, Knesebeckstr.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 1. Jg., Nr. 2, West-Berlin, August 1972.

Oktober 1972:
Es erscheint die Nr. 3 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Verstärken wir unsere Unterstützung des Befreiungskampfes der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Verstärken wir unsere Unterstützung des Befreiungskampfes der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique!"
- "Entwicklung des Volksaufstandes im Cunenedistrikt"
- "Frelimo eröffnet die vierte Front"
- "Dokument: Diskussion mit A. Cabral, dem Generalsekretär der PAIGC"
- "Neokolonialismus in Uganda"
- "Für den vollständigen Sieg der vietnamesischen Revolution"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen (u. a. "UN- Mitglieder bedrängen Portugal")

Berichtet wird über die Frelimo, die im September/Oktober 1972 eine "vierte Front" eröffnet hat, und über 2 Demonstrationen des NVK in Frankfurt/M. und West-Berlin zur Unterstützung des vietnamesischen Volkes am 28. Oktober. Hauptparolen: "Alles für den Sieg des kämpfenden vietnamesischen Volkes!", "Sieg im Volkskrieg!", "Es lebe der gerechte Kampf des vietnamesischen Volkes!"

Geworben wird für die Schrift: "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique", hrsg. Von der Projektgruppe Afrika, erschienen im Oberbaum-Verlag (West-Berlin), und für die Internationale Buch- und Zeitschriftenhandlung in West-Berlin, Knesebeckstr.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 1. Jg., Nr. 3, West-Berlin, Oktober 1972.

Dezember 1972:
Es erscheint die Nr. 4 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Vorwärts zum 4. Februar, dem Jahrestag des Befreiungskampfes in Angola! MPLA: Der Sieg ist gewiss!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nach dem Besuch des Genossen Condesse von der MPLA: Vorwärts zum 4. Februar, dem Jahrestag des Befreiungskampfes in Angola!"
- "Stellungnahme des Afrika-Komitee s zum Kongress: 'Freiheit für Angola, Guinea- Bissao und Mozambique"
- "Guinea Bissao auf dem Weg zur nationalen Unabhängigkeit"
- "MPLA: Der Sieg ist gewiss. Interview des Afrika-Komitee s mit Jose Condesse von der MPLA"
- "Befreiungsfront von Mozambique (Frelimo): Kriegs-Kommunique (20. November 1972)"
- "Ein portugiesischer Soldat entkommt Caetanos Krieg"
- "Die Friedrich- Ebert Stiftung: Eine Agentur der imperialistischen Politik der SPD/FDP- Regierung"
- "Einreiseverbot für MPLA-Arzt"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Ausdehnung der NATO- Aktivität auf den Südatlantik gefordert")

Berichtet wird über den Kongress: "Freiheit für Angola, Guinea- Bissao und Mozambique", der am 14.1. in Dortmund stattfinden soll. Erklärt wird u. a.: "Das Afrika-Komitee hat in Zusammenarbeit mit der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS diese Aufgabe bereits verstärkt in Angriff genommen. In einer breit angelegten Kampagne haben wir die Solidaritätsbewegung mit den Afrikanischen Befreiungsbewegungen durch die Arbeit der Ortsgruppen der LI GA und lokaler anti-imperialistischer Komitees in viele Teile der BRD hineingetragen. Einen ersten Höhepunkt erreichten diese Aktivitäten in regionalen Solidaritätsveranstaltungen mit einem offiziellen Vertreter der MPLA, die wir im Dezember 1972 in Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart und West-Berlin durchgeführt haben. In der Festlegung der politischen Stoßrichtung, mit der wir unsere Solidarität mit den Völkern in den portugiesischen Kolonien entfalten müssen, gab der Vertreter der MPLA auf unseren Veranstaltungen die Grundlinie an, die auch die Grundlinie der Arbeit der anti-imperialistischen Kräfte in der BRD und West-Berlin ist, als er ausführte: 'Wir führen einen gemeinsamen Kampf. Der Imperialismus ist ein Koloss, der sich über die ganze Welt auszubreiten sucht. Das angolanische Volk kämpft dort, wo sich die Arme des Imperialismus befinden, das deutsche Volk kämpft dort, wo sein Kopf ist.'

Diese Grundlinie des gemeinsamen weltweiten antiimperialistischen Kampfes bestimmt unsere gesamte Arbeit, d. h. auch unsere Einschätzung des Kongresses 'Freiheit für Angola, Guinea- Bissao und Mozambique'. Wir befinden uns an zwei entscheidenden Punkten im Widerspruch zu den Vorstellungen der Träger dieses Kongresses:
1. Wir können es nicht akzeptieren, dass der Kampf der anti-imperialistischen Kräfte in der BRD und West-Berlin auf Lobby-Tätigkeit beschränkt wird …
2. Wonach wir fragen müssen, ist: Was beabsichtigt die Bundesregierung mit diesen Vorstößen? Sie versucht, die Befreiungsbewegungen zu korrumpieren, um sie ihren imperialistischen Interessen gefügig zu machen, und ihnen so die Perspektive des Neokolonialismus aufzuzwingen. Daher können wir es ebenso wenig akzeptieren, dass die Träger dieses Kongresses gerade die Frage nach den Interessen der Bundesregierung peinlichst vermeiden …

Die maßgeblichen Initiatoren und Träger dieses Kongresses sind der SPD nahestehende Gruppen, wie das Bonner 'AGM-Komitee', sowie revisionistische Organisationen wie die SDAJ und das Marburger 'Antiimperialistische Informationsbulletin' Zur Einschätzung der Revisionisten reicht der Hinweis, dass sie nicht davor zurückschrecken, das heroisch kämpfende vietnamesische Volk zu diffamieren, indem sie einem Vertreter dieses Volks den Ausspruch in den Mund legen, die Parole: 'Sieg im Volkskrieg sei spalterisch.' …

Mit ihrem Kongress wollen diese Gruppen und Organisationen vielmehr versuchen, der Solidaritätsbewegung mit dem Befreiungskampf der Völker Angolas, Guinea-Bissaos und Mozambiques in der BRD und West-Berlin die anti-imperialistische Stoßrichtung zu nehmen. Mehrere Gruppen haben deswegen auch ihre Ablehnung der Grundlinie des Kongresses zum Ausdruck gebracht …"

Geworben wird für die Schrift: "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique", hrsg. Von der Projektgruppe Afrika. erschienen im Oberbaum-Verlag (West-Berlin), und für die Internationale Buch- und Zeitschriftenhandlung in West-Berlin, Knesebeckstr.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 1. Jg., Nr. 4, West-Berlin, Dezember 1972.

01.12.1972:
Vermutlich Anfang Dezember erscheint eine Ausgabe von "Afrika kämpft", hier mit dem Zusatz: "Info des Afrika-Komitees in Zusammenarbeit mit der Liga gegen den Imperialismus zum nationalen Befreiungskampf in den portugiesischen Kolonien in Afrika". Aufgerufen wird zur "Solidarität mit dem Befreiungskampf der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique!" und zur "Solidaritätsveranstaltung zum Befreiungskampf der Völker von Angola, Guinea-Bissao und Mozambique mit einem Vertreter der Volksbewegung für die Befreiung Angolas (MPLA) im Audimax der TU (Berlin) am 8.12.1972.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Die militärische Unterstützung des portugiesischen Kolonialkriegs durch den BRD-Imperialismus"
- "Die Beteiligung westdeutscher Monopole am Cabora-Bassa Projekt"
- "Cabora Bassa und Cunene Govo: Zwei imperialistische Staudamm-Projekte"
- "Der Beginn des Befreiungskampfes der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique"
- "Der nationale Wiederaufbau in den befreiten Gebieten"
- "Unsere Solidarität mit den Kämpfen der Völker Angolas, Guinea-Bissao und Mozambique"

Verwiesen wird noch auf weiterführende Literatur, u. a.: "Kampf dem BRD-Imperialismus. Schulungs- und Agitationshefte der Liga gegen den Imperialismus" und "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique", neu herausgegeben vom Afrika-Komitee .
Q: Afrika-Komitee: Info des Afrika-Komitees in Zusammenarbeit mit der Liga gegen den Imperialismus zum nationalen Befreiungskampf in den portugiesischen Kolonien in Afrika, 1. Jg., West-Berlin (1. Dezember 1972).

Februar 1973:
Es erscheint die Nr. 5 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "A Luta Continua. Der Kampf geht weiter".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Für die weitere Verbreiterung der Solidaritätsfront mit den kämpfenden Völkern Afrikas"
- "Solidaritätsresolution an die PAIGC und das Volk von Guinea-Bissao und der Kapverden"
- "Voran zur Afrika-Solidaritätswoche Ende Mai!"
- "Amilcar Cabral. Trotz des feigen Mordes an Amilcar Cabral das Volk von Guinea-Bissao wird siegen!"
- "Amilcar Cabral: Es gibt nur eine Lösung: Nationale Unabhängigkeit"
- "Bericht von den Afrika-Aktivitäten der Ortsgruppe Nürnberg der Liga gegen den Imperialismus"
- "Materielle Hilfe: Ein wichtiger Teil unserer Solidarität mit den kämpfenden Völkern Afrikas. Konferenzbericht"
- "Der Befreiungskampf des Volkes von Eritrea. Redebeitrag eines Sprechers der Generalunion eritreanischer Studenten auf dem Meeting des Afrika-Komitees und der Liga gegen den Imperialismus am 2. Februar"
- "Zimbabwe. Entwicklung des Befreiungskampfes"
- "Der Wirtschaftskrieg zwischen Rhodesien und Zambia"
- "Nachtrag zum Dortmunder Kongress"
- "Zur Propagandaoffensive des portugiesischen Kolonialregimes und seiner Komplicen in der BRD"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen ("Mehr Lohn für schwarze Arbeiter", "Sambia ruft den Sicherheitsrat an")

Berichtet wird über die Solidaritätsdemo zum 4. Februar, "dem Jahrestag des Beginns des Befreiungskampfes in Angola". Demos des Komitees und der Liga gegen den Imperialismus fanden dazu statt in Braunschweig, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Trier und West-Berlin. Berichtet wird weiter über die "Solidaritätsresolution an die PAIGC und das Volk von Guinea-Bissao und der Kapverden", die am 2. Februar 1973 bei einer Solidaritätsveranstaltung in West-Berlin am 2. Februar 1973 einstimmig angenommen wurde. Parolen sind hierzu u. a.: "Solidarität mit dem Befreiungskampf der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique!", "Kampf dem BRD- Imperialismus und seiner SPD/FDP-Regierung!", "Es lebe der Sieg im Volkskrieg!, über Amilcar Cabral, der am 20.1.1973 ermordet worden war, über die Afrika-Ortsgruppe Nürnberg der Liga, über die "Konferenz für materielle Unterstützung der Afrikanischen Befreiungsbewegungen", die in Amsterdam vom 16.-19. 2. stattfand, an der Vertreter des "Afrika-Komitees" teilnahmen, über den Dortmunder Kongress "Freiheit für Angola, Guinea- Bissao und Mozambique" am 13./14.1. in Dortmund und den Kampf zweier Linien "in der Unterstützung der Völker Afrikas". Aufgerufen wird zur Unterstützung des Befreiungskampfes der MPLA, der PAIGC und der FRELIMO.

Geworben wird für die Reihe der Liga: "Schulungs- und Agitationshefte", für "Die internationale Solidarität" und "Der revolutionäre Befreiungskrieg" (Oberbaum-Verlag).
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr. 5, West-Berlin, Februar 1973.

April 1973:
Es erscheint die Nr. 6 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Unterstützt die Aktivitäten des Afrika-Komitees und der Liga gegen den Imperialismus in der Afrikawoche vom 25.5. bis 1.6.1973".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Vorwärts zur Afrikasolidaritätswoche vom 25.5.-1.6".
- "FRELIMO. Erfolg in der UNO. Aber der bewaffnete Kampf geht weiter"
- "Communique"
- "Die Ohnmacht der UNO in Namibia"
- "OAU: Afrikanische Einheit vor nationaler Revolution?"
- "Äthiopien: Haile Selassie, Herrscher von Gottes und der Imperialisten Gnaden"
- "Das Recht Eritreas auf nationale Unabhängigkeit"
- "Verbessern wir die Organisierung unserer materiellen Hilfe"
- "Angola: Der konterrevolutionäre Charakter der UNITA"

Aufgerufen wird zur "Afrikasolidaritätswoche", die vom 25.5.-1.6. mit dem Afrika-Komitee und der Liga" stattfinden soll. Durch diese Aktivitäten würde die "anti-imperialistische Kampffront in der BRD und West-Berlin verbreitert". Den Völkern "in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique unter Führung der MPLA, der PAIGC uns der Frelimo" gilt "unsere Solidarität". Parolen sind u. a.: "Solidarität mit dem Befreiungskampf der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique!", "Kampf dem BRD-Imperialismus und seiner SPD/FDP-Regierung!", "Sieg im Volkskrieg!", "Hoch die internationale Solidarität!" Berichtet wird über das Kommunique von A. Pereira, Mitglied der PAIGC zum Mord an Cabral. Aufgerufen wird zu Spenden für den Befreiungskampf der Völker Afrikas.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr. 6, West-Berlin, April 1973.

Juni 1973:
Es erscheint die Nr. 7 der Zeitschrift "Afrika kämpft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Bericht über die Afrika-Solidaritätswoche"
- "Braunschweig: Bericht von der Agitation und Propaganda in der Afrika-Woche"
- "Die imperialistische Politik der SPD- Regierung: Expansion nach außen- Terror nach innen"
- "Communique"
- "Interview der Liga mit Saydi Mingas"
- "Imperialismus ist Reaktion auf der ganzen Linie"
- "MPLA- Dokument: Caetanos: Reformismus. Alter Wein in neuen Schläuchen"
- "Die gegenwärtigen Kämpfe der südafrikanischen Arbeiterklasse"
- "Faschistischer Terror der portugiesischen Kolonialisten"

Berichtet wird über die "Afrika-Solidaritätswoche" am 2. Juni, die Demo am gleichen Tag und die Aktivitäten der Solibewegung vor dem Siemens-Wernerwerk. Berichtet wird weiter über die OG Braunschweig der LIGA und ihre Aktivitäten zur Afrika-Solidaritätswoche, über das "Kommunique" von A. Pereira der PAIGC, das zum Inhalt den Abschuss zweier Düsenjäger (Type FIAT G 91-NATO R4). Geworben wird für die Broschüre der LIGA: "Angola, Guinea-Bissao, Mozambique: Der Sieg im Volkskrieg ist gewiss", für "Angola in Arms".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr. 7, West-Berlin, Juni 1973.

August 1973:
Es erscheint die Nr. 8 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "FRELIMO. Der Kampf des Volkes von Mozambique schreitet siegreich voran".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Wiriyamu: Die scheinheilige Empörung soll den Neokolonialismus vorbereiten"
- "Solidaritätsadresse der MPLA an die Liga gegen den Imperialismus"
- "Presseerklärung der FRELIMO"
- "Kriegskommunique Manica e Sofala"
- "Die Eröffnung der Front in Manica e Sofala. Die FRELIMO dringt in das Herz des weißen Afrika ein"
- "Die DEG. Beispiele aus der Arbeit einer imperialistischen Agentur"
- "Guinea Bissao: Nach der Ermordung Cabrals erkämpft das Volk große Siege"
- "Hungersnot in Westafrika. Folge kolonialer und imperialistischer Ausplünderung"
- "Die EWG-Assoziierung: Musterbeispiel eines neokolonialen Vertrages"

Berichtet wird über die "Solidaritätsadresse der MPLA an die Liga gegen den Imperialismus". Die Adresse der MPLA führt u. a. aus: "Wir schätzen Eure Arbeit, den Befreiungskampf der Völker von Angola unter Führung der MPLA, zu propagieren und zu unterstützen, hoch ein. Wir betrachten Eure Aktivitäten als Ausdruck der wahren internationalen Solidarität, die, indem sie unserem Volk zeigt, dass unser Kampf sogar Freunde in den imperialistischen Ländern hat, die die wichtigsten und stärksten Verbündeten des portugiesischen Kolonialismus sind, uns in unserem Kampf um nationale Befreiung stärkt". Weiter wird berichtet über die FRELIMO und ihre militärische Organisation und die "Eröffnung der Front in Manica e Sofala". Geworben wird für "Angola in Arms" und für die "Internationale Solidarität".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr.8, West-Berlin, August 1973.

Oktober 1973:
Es erscheint die Nr. 9 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Sofortige Anerkennung der unabhängigen Republik Guinea-Bissao durch die SPD-Regierung!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Es lebe der siegreiche Kampf des Volkes von Guinea- Bissao und der Kapverden"
- "Solidaritätsresolution an die PAIGC"
- "Die Entwicklung des Befreiungskampfes in Guinea- Bissao bis zur Unabhängigkeit"
- "Imperialistisches Komplott gegen die MPLA und den Befreiungskampf in Angola"
- "Interview mit Agostino Neto, Präsident der MPLA"
- "Unabhängigkeit in Guinea- Bissao. Faschismus in Chile. Redebeitrag der Liga gegen den Imperialismus"
- "Dos Santos: Die SPD respektiert nicht unser Recht auf Selbstbestimmung"
- "Hungernot in Äthiopien"

Berichtet wird über Veranstaltungen des Afrika-Komitees und der Liga in West-Berlin zur Unterstützung des Kampfes des Volkes von Guinea Bissao und der Kapverden, über die "Solidaritätsresolution an die PAIGC", die auf der Soli- Veranstaltung in West-Berlin am 3.10. verabschiedet wurde. Parolen sind u. a.: "Sofortige Anerkennung der unabhängigen Republik Guinea- Bissao durch die SPD- Regierung!", "Sofortiger Abzug aller portugiesischen Truppen aus Guinea- Bissao!", "Kampf dem BRD-Imperialismus und seiner Unterstützung der rassistischen und kolonialistischen Regime in Afrika!" und über einen Redebeitrag der Liga auf der West-Berliner Veranstaltung.

Geworben wird für "Angola in Arms", das Organ der FRELIMO: "Mozambique Revolution" und für die Schrift des "Afrika-Komitees": "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten. Die Unabhängigkeit Guinea Bissao", die im November im "Oberbaum-Verlag" erscheinen soll.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr. 9, West-Berlin, Oktober 1973.

Dezember 1973:
Es erscheint die Nr. 10 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Es lebe der Befreiungskampf des Volkes von Guinea-Bissao und der Kapverden!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Sofortige Anerkennung der unabhängigen Republik Guinea-Bissao durch die SPD-Regierung"
- "Erklärung des Afrika-Komitees"
- "Die Bedeutung der ausländischen Unterstützung für den Befreiungskampf in Guinea-Bissao"
- "Das Geschäft des BRD- Imperialismus mit der Hungersnot in Äthiopien"
- "Imperialistische Entwicklungshilfe für Haile Selassie- Hungersnot für das Volk"
- "Französisches Territorium der Afar und Issa. Brückenkopf des französischen Imperialismus am Roten Meer"
- "Tansam-Bahn. Beispielhafte Entwicklungshilfe der VR China"
- "Die Jagd der Imperialisten nach Ölquellen in Afrika"
- "Zimbabwe: Portugal und Rhodesien schließen Militärpakt"
- "Namibia: Wahlschwindel der Imperialisten in Ovamboland entlarvt"
- "Spendenbericht"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen

Berichtet wird über die Unabhängigkeit Guinea-Bissaos am 24.9. Dazu erscheint die "Erklärung des Afrika-Komitees", aus der hervorgeht, "dass die Unabhängigkeit" ein großer Erfolg für die Völker in den portugiesischen Kolonien in Afrika in ihrem Kampf für Unabhängigkeit und Freiheit ist. Gefordert wird: "Sofortige Anerkennung der Republik Guinea-Bissaos durch die Brandt-Regierung!" und: "Sofortiger und bedingungsloser Abzug aller portugiesischen Truppen aus Guinea-Bissao!" Im "Spendenbericht" wird erklärt, dass sie "wichtiger Bestandteil der Arbeit des Afrika-Komitees" sind. Die "materielle Unterstützung der Befreiungskämpfe" seien beispielhaft für die "Solidaritätsfront mit dem Befreiungskampf der Völker Angolas, Guinea Bissao und Mozambique". Spendenergebnis (Februar-Dezember: 13.184 DM).

Geworben wird für das Plakat des Komitees: "Sofortige Anerkennung der unabhängigen Republik Guinea-Bissao durch die Brandt-Regierung!", für "Mozambique Revolution", für "Angola in Arms" und die Broschüre des Komitees: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten. Die Unabhängigkeit Guinea Bissao".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 2. Jg., Nr. 10, West-Berlin, Dezember 1973.

Februar 1974:
Es erscheint die Nr. 11 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Die Rolle der Frau im nationalen Befreiungskampf". In der "Redaktionellen Vorbemerkung" wird u. a. ausgeführt: "Seit dem Erscheinen der ersten Nummer von 'Afrika kämpft' im Juni 1972 hat die Solidaritätsbewegung mit den kämpfenden Völkern Afrikas in der BRD und Westberlin sich beträchtlich erweitert. Über diese Entwicklung haben wir in zahlreichen Artikeln über die Aktivitäten des Afrika-Komitees regelmäßig berichtet. Diese Entwicklung hat darüber hinaus auch in einer Reihe von Artikeln ihren Niederschlag gefunden, in denen Ortsgruppen der Liga gegen den Imperialismus über ihre Agitproparbeit zur Unterstützung der kämpfenden Völker in Angola, Guinea- Bissao und Mozambique berichtet haben - so die OG Nürnberg in Nr. 5, die OG Braunschweig in Nr. 7 und die OG Wedding (Westberlin) in dieser Nummer. In diese Reihe von Berichten aus der Massenarbeit gehört auch der Artikel über das Amilcar Cabral Haus in Westberlin, wo sich eine gute Zusammenarbeit zwischen der anti-imperialistischen Arbeitsgruppe, die sich in diesem Studentenwohnheim gebildet hat, und dem Afrika-Komitee entwickelt hat.

Wir wollen in Zukunft noch regelmäßiger solche Berichte veröffentlichen und möchten daher Gruppen, die an dieser Front Aktivitäten durchführen, auffordern, uns kurze Berichte darüber zu schicken. Die Veröffentlichung dieser Berichte wird es anderen Gruppen ermöglichen, Erfahrungen und Anregungen in ihre eigene Arbeit einzubeziehen, und trägt so zur Stärkung der Solidaritätsbewegung insgesamt bei.

Der wichtigste Punkt der Arbeit des Afrika-Komitees und zahlreicher anderer Gruppen in den kommenden Wochen wird die verstärkte Unterstützung des Befreiungskampfes des Volkes von Guinea- Bissao und den Kapverden unter der zentralen Forderung: SOFORTIGE ANERKENNUNG DER REPUBLIK GUINEABissao DURCH DIE BRANDT-REGIERUNG!"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Amilcar Cabral Haus: Westberliner Studenten benennen ihr Wohnheim um"
- "PAIGC- Communique"
- "Portugiesische Terrorbanden als Frelimo-Guerillas getarnt"
- "Den Kampf gegen das imperialistische Cabora-Bassa-Projekt auch in den Betrieben führen"
- "Dokument der MPLA: Streik in Luanda: Kampffront gegen den Kolonialismus erweitert"
- "Die Rolle der Frau im nationalen Befreiungskampf"
- "Dokument der PAIGC: Bericht über die politische, soziale und ökonomische Rolle der Frau in Guinea- Bissao und den Kapverden"
- "26. Januar: Internationaler Vietnamtag in West-Berlin"
- "Grußbotschaft der Organisation portugiesischer Arbeiter (MTPE)"
- "Die Weltbank: Internationale Koordinierungsstelle für die USA- Imperialisten"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a. "Portugal rechnet mit der afrikanischen Ölbasis")

Berichtet wird über die Afrika-Aktivitäten der Ortsgruppe West-Berlin der Liga, die im Oktober 1973 vor AEG- Brunnenstraße, die die "Rote Fahne" verkauften und über das Afrika- Aktiv der OG Wedding, die die "Internationale Solidarität" verkauften. Berichtet wird auch über den "Internationalen Vietnamtag" in West-Berlin, der unter der Forderung: "Strikte Einhaltung des Friedensabkommens durch die USA-Imperialisten und das Thieu-Regime, Punkt für Punkt!"

Geworben wird für: "Mozambique Revolution" der Frelimo, die "Internationale Solidarität" der Liga und die Broschüre des Afrika-Komitees: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten. Die Unabhängigkeit Guinea-Bissao".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 11, West-Berlin, Februar 1974.

April 1974:
Es erscheint die Nr. 12 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Cabora Bassa. Zur Hälfte fertiggestellt - seiner Bestimmung entfernter denn je"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aktivitäten zur Unterstützung des Befreiungskampfes in Guinea-Bissao"
- "Silvino da Luz (PAIGC): Die Anerkennung der Republik Guinea Bissao ist vor allem eine politische Frage"
- "Fordern wir die Brandt-Regierung auf, die unabhängige Republik Guinea- Bissao anzuerkennen!"
- "Der imperialistische Cabora Bassa Staudamm: Zur Hälfte fertig gestellt- Von seiner Bestimmung entfernter denn je"
- "Saydi Mingas (MPLA) zum Einsatz von AEG- Monteuren in Cabora Bassa"
- "Saydi Mingas (MPLA): Keine Chance für die neokolonialistischen Machenschaften der SPD"
- "Spinolas Reformismus vorerst auf Eis gelegt"
- "Äthiopien: Haile Selassies Feudalregime zerbricht"
- "Die Weltbank und der Sturz Nkrumahs in Ghana"
- "Bericht von der Oster- Konferenz in Oxford (England)"
- "Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Meuterer erzwingen Rücktritt eines Generals")"

Berichtet wird von einem Treffen am 1. und 2. März in Frankfurt/M., das die PAIGC einberufen hatte. Das Afrika-Komitee und die Liga haben daran teilgenommen. Geworben wird für: "Mozambique Revolution", für "Al Tahrir - Befreiung. Zeitschrift des Komitees zur Unterstützung der kämpfenden Völker im Nahen und Mittleren Osten", für die "Internationale Solidarität" der Liga und für die Schrift des Afrika-Komitees: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten. Die Unabhängigkeit Guinea Bissaos".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 12, West-Berlin, April 1974.

April 1974:
Es erscheint ein "Index der bisher erschienenen Artikel in Afrika kämpft Nr. 1 bis Nr. 10". Vermutlich war es auch eine Beilage zur Nr. 12.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Index Nr. 1 bis Nr. 10, West-Berlin, April 1974.

16.05.1974:
Es erscheint ein "Sonderdruck" von "Afrika kämpft", der die "Gemeinsame Erklärung des Afrika-Komitees und der Liga gegen den Imperialismus zur Lage in Portugal: Verstärken wir unsere Unterstützung des Kampfes des portugiesischen Volkes und der Völker in Angola, Guinea-Bissao und Mozambique" enthält. Parolen sind u. a.: "Sofortige Anerkennung der unabhängigen Republik Guinea-Bissao!", "Für die vollständige Unabhängigkeit von Angola und Mozambique!", "Es lebe der Kampf des portugiesischen Volkes!", "Hoch die internationale Solidarität!"
Geworben wird für die "Internationale Solidarität" der Liga.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Sonderdruck, West-Berlin, 16. Mai 1974.

Juni 1974:
Es erscheint die Nr. 13 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Der Druck der Volksmassen auf die Junta Spinolas lässt nicht nach!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Portugal und Afrika: Die Fronten klären sich"
- "MPLA Communique: Die Machtübernahme in Portugal durch eine Militärjunta unter der Führung von General Spinola"
- "PAIGC: Communique"
- "Frelimo Communique: Stellungnahme des Exekutivkomitees zu den Ereignissen in Portugal"
- "Sao Tome und Principe: Die 4. Kolonne Portugals in Afrika"
- "Solidaritätsaktivitäten"
- "Bericht der Ortsgruppe Frankfurt/M. der Liga"
- "Zur Frage von Aktionsbündnissen"
- "Südafrika: Wahlen für die Weißen: Apartheid für die Afrikaner"
- "Tschad: Geiselnahme zeigt Stärke der Befreiungsbewegung"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Rhodesiens Farbige lehnen Vorschläge von Smith ab")

Berichtet wird über eine Reihe von Veranstaltungen der Liga u. a. in Köln, Hamburg und Frankfurt/M. mit einem Vertreter der MTPE vom 17.-19.5. sowie über zahlreiche Veranstaltungen gegen das Spinola-Regimes., u. a. in Stuttgart, Reutlingen und Trier. Berichtet wird auch über eine Veranstaltung der Liga mit Vertretern der PAIGC in Frankfurt/M am 1.4.74 und über die OG Kempten der Liga, die am 26. Mai eine Veranstaltung mit Vertretern der PAIGC und MPLA durchführte. In "Zur Frage von Aktionsbündnissen" heißt es u. a.: "Für Samstag, den 25.Mai 1974, hatte die Vereinigung Internationaler Kulturaustausch e.V. (VIK) zu einer Afrika- Tagung eingeladen, deren Ziel laut Einladungsschreiben, die Förderung einer 'Zusammenarbeit im Interesse einer breiten und wirkungsvollen Solidaritätsbewegung' sein sollte. Ob dies tatsächlich das Ziel der VIK war, das war am Ende des Treffens mehr als fragwürdig.

Die merkwürdigen Ereignisse begannen schon an der Eingangstür. Das Afrika-Komitee hatte sich zu der Tagung angemeldet und auch die LIGA von dem Vorschlag der VIK informiert, ein Aktionsbündnis zur Unterstützung des kulturellen Rechts der Völker zu bilden. Dem Genossen der LIGA wurde jedoch der Zutritt verweigert mit Argumenten wie: zu späte Anmeldung, LIGA macht nichts zu Afrika und weiteren ähnlicher Gründe. Im Saal setzte sich die VIK über die breite Verwunderung und einige Wortmeldungen zugunsten der LIGA hinweg und verkündete: wir sind die Veranstalter; wer teilnimmt, bestimmen wir! Die LIGA blieb von der Teilnahme ausgeschlossen.

Schon hier wurde deutlich, dass die VIK keineswegs so unpolitisch- unparteilich ist, wie sie unentwegt zu sein vorgibt. Denn dass sie mit der LIGA, die einen klaren Standpunkt im anti-imperialistischen Kampf vertritt, nichts zu tun haben wollte, das blieb niemandem im Saal verborgen. Noch peinlicher wurde es jedoch, als es um die Plattform des Aktionsbündnisses ging. Über sie war schon auf einer vorangegangenen Tagung in Stuttgart beraten worden. Obwohl kaum eine der anwesenden Gruppen daran teilgenommen hatte, lehnte die VIK eine inhaltliche Diskussion der Plattform ab. Als das Afrika-Komitee den Wunsch vorbrachte, die Plattform inhaltlich zu präzisieren und mit einer klareren Stoßrichtung zu versehen, mussten wir uns gar den Vorwurf der VIK gefallen lassen, wir würden anderen immer unsere Meinung aufzwingen wollen …

Dass es auch an dieser Front in erster Linie den Befreiungskampf der Völker zu unterstützen gilt, dessen Erfolg erst die revolutionäre Kultur zu neuer Blüte verhelfen wird, und zu unterstützen gilt gegen die SPD/FDP-Regierung unseres Landes, die zu den ärgsten Feinden der Völker Afrikas zählt, das fällt in der Plattform der VIK am Ende ganz heraus. Auf diese Perspektive zu verzichten, bedeutet aber, was die Veranstaltungen der VIK leider auch bereits zeigen, das Eintreten für das kulturelle Recht der Völker als anti-imperialistisch aufgemachten Exotismus zu betreiben. Ob z.B. die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba, die die VIK einladen möchte, auf einer Veranstaltung der VIK auftritt oder unter der Regie der Konzertdirektion XYZ, das ist dann kein Unterschied mehr. Der bürgerliche Kulturbetrieb hat die Folklore, auch kämpferische Folklore der Völker der 3. Welt schon längst entdeckt.

Das Afrika-Komitee fand den Beifall fast aller anwesenden Gruppen und einer Reihe von VIK-Mitgliedern, als wir erklärten, dass wir aus den genannten inhaltlichen Gründen die Plattform nicht unterschrieben, aber auch aufgrund der jedermann erkennbaren mangelnden Bereitschaft der VIK zur Zusammenarbeit, dass wir aber ihren fortschrittlichen Anspruch durch Angebote zu Aktionsbündnissen bei unseren zukünftigen Aktivitäten aufgreifen werden … Die VIK selbst sah sich am Ende der Tagung, isoliert, wie sie war, zu einer versöhnlichen Geste gezwungen: sie werde die LIGA zu ihrem regelmäßigen Informationstreffen einladen, erklärte sie.

Für uns bleibt die Bedingung für das Eingehen eines Aktionsbündnisses mit anderen fortschrittlichen Gruppen, dass dadurch an einem Punkt die Solidaritätsfront in der BRD und Westberlin zur Unterstützung der kämpfenden Völker Afrikas verstärkt wird. Alle Fragen von den Interessen und dem Kampf der Volksmassen herstellen und lösen, das ist die Leitlinie, die zur Stärkung der Solidaritätsbewegung führt".

Aufgerufen wird zu Spenden für den Kampf der Völker Afrikas und für Agit-Prop-Material des Afrika-Komitees.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 13, West-Berlin, Juni 1974.

August 1974:
Es erscheint die Nr. 14 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Mozambique. 25. September 1974: 10 Years of Peoples War. Afrika-Solidaritätswoche vom 23.-28. September".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Solidaritätswoche vom 23-28. September"
- "Sofortige und vollständige Unabhängigkeit für alle portugiesischen Kolonien!"
- "Guinea-Bissao - 137. Mitglied der UNO"
- "Frelimo: Zur Eröffnung der 5. Front in Sambesia"
- "Der Verrat der UNITA in Angola. Ein vernichtendes Dokument"
- "Portugal: Das Ende der Revolution mit der Blume im Gewehr"
- "Zimbabwe: Terror des Smith- Regimes. Der Widerstand des Volkes wächst"
- "Korrespondenz aus Hamburg: 'Afrika kämpft'. Lesekreis gegründet"
- "Kirchliche Mitarbeiter unterstützen den Befreiungskampf in Guinea- Bissao"
- "Reisebericht aus Guinea- Bissao"
- "Die strategische Bedeutung der französischen Kolonie Djibouti"
- "Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Massaker in Namibia")"

Geworben wird für "Agit-Prop-Materialien" des Afrika-Komitees, u. a.: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten". Berichtet wird über die "Afrika-Solidaritätswoche" in Salzburg vom 22. und 23. 6. Im Artikel "Der Verrat der UNITA in Angola", wird ihr angekreidet, dass sie einen "kleinbürgerlichen Nationalismus" vertreten würde.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 14, West-Berlin, August 1974.

Oktober 1974:
Es erscheint die Nr. 15 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Es lebe die Einheit von Guinea-Bissao und den Kapverden".
Artikel der Ausgab sind:
- "In eigener Sache"
- "A Luta Continua - Der Kampf geht weiter. Berichte und Dokumente von der Afrika-Solidaritätswoche"
- "Überblick über die Afrika-Solidaritätswoche"
- "Grußresolution an die PAIGC"
- "Grußadresse des Casa de Angola"
- "Spendenaufruf: Eine Ambulanz für die Republik Guinea-Bissao"
- "Korda Skrabu - Steh auf, Sklave" Agitpropstück der kapverdianischen Kulturgruppe Kaoguiamo"
- "Kampf zweier Linien in der Solidaritätsbewegung. Der KBW und die Massen"
- "Spinola unter dem Druck der Volksmassen zurückgetreten (Reisebericht aus Portugal)"
- "Mozambique: Ein Sieg des Volkes"
- "Brief aus Lourenco Marques"
- "Propagandaschau der südafrikanischen Rassisten verhindert!"
- "Südafrika: Die medizinische Versorgung der Wanderarbeiter. Reisebericht"
- "Äthiopien: Das Militär ergreift die Macht"

In: "in eigener Sache" wird dazu aufgerufen, die Zeitung zu abonnieren, zu diskutieren und an sie zu schreiben. Zudem habe das Komitee ab Oktober 1974 ein "gesondertes Spendenkonto zur Unterstützung der kämpfenden Völker Afrikas" eingerichtet. Berichtet wird über die "Afrika-Solidaritätswoche". Die Abschlussveranstaltungen fanden am 28.9. in Köln und Bonn statt. Auf der Oster-Konferenz in Oslo hatten Gruppen aus der ganzen Welt beschlossen, "zum Jahrestag der Gründung der Republik Guinea-Bissao am 24.9. und zum Jahrestag des Beginns des bewaffneten Kampfes in Mozambique am 25.9. eine Solidaritätswoche im internationalen Rahmen auf möglichst breiter Front durchzuführen". Dazu hatte eine Vorbereitungskonferenz in Frankfurt/M. vom 31.8.-1.9. stattgefunden. Es wurde auch eine Plattform verabschiedet. Die Woche der Solidarität wurde in West-Berlin eröffnet. Zentrale Parole: "Sofortige und völlige Unabhängigkeit für alle portugiesischen Kolonien in Afrika!" Aufgerufen wird auch für eine Ambulanz für die Republik Guinea-Bissao zu spenden.

Im Artikel: "Kampf zweier Linien in der Solidaritätsbewegung. Der KBW und die Massen" wird der KBW kritisiert. Dazu heißt es: "Die richtige politische Linie ist der entscheidende Garant für den Erfolg unserer Solidaritätsaktivitäten. Sie wird in der lebendigen Verbindung von Theorie und Praxis entwickelt. Der ideologische Kampf um die politische Linie muss deshalb ein ständiger Bestandteil unserer Solidaritätsarbeit sein. Die Afrika- Solidaritätswoche hat diese Notwendigkeit erneut deutlich gemacht.

Die Reformisten des Bonner AGM-Komitees und die Revisionisten des AIB Marburg fielen bei der Vorbereitung und Durchführung der Solidaritätswoche nicht weiter auf. Allerdings wühlten die Lakaien der SPD im AGM-Komitee in gewohnter Weise im Dunkel von Intrige und Pressionen. Mit den primitivsten Mitteln der Einschüchterung versuchten sie einige Gruppen, die an der Frankfurter Vorbereitungskonferenz zur Afrika-Solidaritätswoche, die auf Initiative des Afrika-Komitees stattfand, teilgenommen hatten, von der Unterstützung der Solidaritätswoche abzuhalten.

Der Kampf zweier Linien muss innerhalb der Solidaritätsbewegung gegen die Kräfte geführt werden, die aufgrund ihrer schwankenden und rechtsopportunistischen Positionen den Reformisten und Revisionisten in die Hände spielen. Seit der internationalen Konferenz in England zu Ostern (s. Afrika kämpft, Nr. 12; S. 26) stand die Vorbereitung der Afrika-Solidaritätswoche vom 23.-28.9. auf der Tagesordnung. Die Politik des Komitee Südliches Afrika Heidelberg (KSA) war in dieser ganzen Zeit gekennzeichnet von einem schrittweisen Zurückweichen vor den Erfordernissen des anti-imperialistischen Kampfes an dieser Front und damit nicht genug, vom Versuch, die anti-imperialistischen Kräfte auf ihre ständig wechselnden rückschrittlichen Positionen mit zurückzuzerren …

Als das Afrika-Komitee die Initiative für eine nationale Vorbereitungskonferenz ergriff, wich das KSA jedoch noch einen Schritt zurück. Nun erkläre es plötzlich, es bestehe 'keine Notwendigkeit für eine gemeinsame Aktion' und daher "'für uns also kein Grund, an der Frankfurter Konferenz teilzunehmen' (Rundbrief des KSA vom 4.8.) Für das KSA kam nun lediglich eine lokal bornierte Durchführung der Solidaritätswoche in Frage … Diese Haltung hinderte das KSA jedoch nicht, auf der Frankfurter Konferenz zu erscheinen, um die teilnehmenden Gruppen und Organisationen auf seine Position zurückzuzerren und ein, nationales Aktionsbündnis für die Afrika-Solidaritätswoche zu verhindern. Was dem KSA gelang, war seine opportunistische Politik gründlich zu entlarven. Der Plattformentwurf des Afrika-Komitees wurde als Grundlage des nationalen Aktionsbündnisses verabschiedet. Das KSA zog vorzeitig und unverrichteter Dinge ab …

In Frankfurt wurde zwar ein Aktionsbündnis geschlossen, da sich aber das KSA nicht daran beteiligt hat, ist 'bedauerlicherweise (!) eine Aktionseinheit nicht zustande gekommen". (Rundbrief des KSA vom 5.9.) Das ist Logik aus der kleinbürgerlichen Froschperspektive. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Was sich hinter dieser Politik prinzipienloser Taktiererei an politischer Linie verbirgt, das brachte der KBW in den lokalen Aktionsbündnisverhandlungen zur Solidaritätswoche deutlich zu Tage …

In der Plattform für die Solidaritätswoche wollte der KBW überall, wo 'SPD/FDP-Regierung' stand 'Bundesregierung' setzen … Worauf es dem KBW ankommt, ist, die Tür für Jusos und SPDler offen zu halten. Das tut er nicht, indem er den Massen vorangeht in der Entlarvung der reaktionären Politik der SPD/FDP-Regierung, um sie für den antiimperialistischen Standpunkt zu gewinnen. Vielmehr weicht er vor der Tatsache zurück, dass es noch große Teile der Bevölkerung gibt, die den Charakter der SPD noch nicht voll durchschaut haben, erklärt deren Auffassung einfach zu der Auffassung der Massen und hängt sich daran. Fehlendes Vertrauen in die revolutionäre Kraft der Massen kennzeichnet seit jeher den kleinbürgerlich-opportunistischen Standpunkt …

Das Schwanken des KBW in der Frage der Unterstützung des Volksbefreiungskampfes in Angola unter Führung der MPLA macht ebenfalls sein vom antiimperialistischen Kampf abgehobenes, empirisches Verhältnis zu den Massen deutlich … Das Stellungnahmen der MPLA und der FNLA gegen die einseitige Bildung einer provisorischen Regierung in Angola in der Peking Rundschau (Nr. 35/1974) abgedruckt wurden und dass die Regierung von Zaire ebenso wie die FNLA einen riesigen propagandistischen Aufwand mit der materiellen Hilfe machen, die die FNLA seit einigen Monaten (wie die MPLA schon seit Jahren) von der VR China erhält, löst für den KBW alle Fragen … Auch hier wieder das ängstliche Zurückweichen hinter die wirklichen Interessen der Massen. Gegen die sofortige Unabhängigkeit haben sich sonst nur die Kolonialherren ausgesprochen mit dem Argument, das Volk sei noch nicht 'reif' für die Unabhängigkeit. Darüber sollten der KBW und das KSA gründlich nachdenken, bevor sie sich noch mehr von den Massen isolieren".

Geworben wird für Agit-Prop-Material des Komitees, u. a.: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 15, West-Berlin, Oktober 1974.

Dezember 1974:
Es erscheint die Nr. 16 der Zeitschrift: "Afrika kämpft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nationaler Aufbau ist politischer Kampf"
- "Angola: Der Kampf für ein unabhängiges und geeintes Angola"
- "Mozambique: Die Reaktion formiert sich"
- "Sao Tome und Principe auf dem Weg zur Unabhängigkeit"
- "Lenelotte: 'Ich könnte nichts anderes sagen': Die doppelzüngige Politik der SPD/FDP-Regierung in Namibia"
- "Die südafrikanischen Rassisten sind isoliert"
- "Kenia: 40 Wahllokale für 12,5 Millionen Einwohner"
- "Bericht der OG Reutlingen der Liga"
- "Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Entspannungsbemühungen in Südafrika erlitten Rückschlag")"

Im Artikel "Nationaler Aufbau ist politischer Kampf" heißt es u. a.: "Die Entwicklung in Angola noch vor der Bildung einer Übergangsregierung ebenso wie die Formierung der Reaktion in Mozambique, die wir in dieser Nummer von Afrika kämpft darstellen, machen jedoch eines ganz unmissverständlich deutlich: Unsere Unterstützung der Völker in Angola, Guinea- Bissao und den Kapverden, Mozambique und Sao Tome und Principe sowie ihrer revolutionären Befreiungsbewegungen darf nach Erringung der staatlichen Unabhängigkeit nicht nachlassen! …

Nationaler Aufbau ist in erster Linie politischer Kampf für die Vollendung der national-demokratischen Revolution. Und so müssen wir auch unsere anhaltende politische und materielle Unterstützung begreifen. Das Afrika Komitee ruft alle fortschrittlichen Menschen auf, weiterhin Spendensammlungen zur Bekämpfung der Hungersnot auf den Kapverden zu organisieren. bzw. selbst zu spenden …. Zum 4. Februar, dem Jahrestag des Befreiungskampfes in Angola, werden wir unsere Kräfte auf die Unterstützung des Befreiungskampfes in Angola unter Führung der MPLA konzentrieren. Um eine breite Diskussion mit den Lesern unseres Bulletins über die Kämpfe der Völker Afrikas zu ermöglichen und gemeinsame Aktivitäten durchzuführen, haben wir in Westberlin einen 'Afrika- Kämpft- Leserkreis' initiiert …"

Geworben wird für Agit-Prop-Material des Komitees.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 3. Jg., Nr. 16, West-Berlin, Dezember 1974.

Februar 1975:
Es erscheint die Nr. 17 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Angola: Die letzte Phase des Unabhängigkeitskampfes".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Der KBW und die Massen (2. Teil)"
- "Mozambique: Nationale Einheit und politische Linie2
- "Angola: In der letzten Phase des Unabhängigkeits- Kampfes"
- "Interview mit Agostino Neto, Präsident der MPLA"
- "Das Abkommen von Alvor zwischen der portugiesischen Regierung, der FNLA, der MPLA und der UNITA"
- "Kapverden: Keine Chance für die Reaktionäre"
- "Spendenbericht 1974"
- "Zimbabwe: Die Linie des bewaffneten Befreiungskampfs setzt sich durch"
- "Erklärung zur Vereinigung von ANC, FROLIZI, ZANU in Lusaka, Republik Zambia, 7. Dezember 1974"
- "Eritrea: Die einzige Lösung ist nationale Unabhängigkeit"
- "Bericht der Ortsgruppe Frankfurt- Nordend der Liga gegen den Imperialismus"

Im Artikel "Der KBW und die Massen" (2. Teil)" wird u. a. zum KBW ausgeführt: "In der KVZ Nr. 3/1975 zieht ein Herr J.S. mit gespielter moralischer Empörung vom Leder. Ihm missfällt, dass das Afrika-Komitee in verschiedenen Stellungnahmen - so auch in dieser Afrika kämpft - den Beitrag der nationalistischen Organisationen Angolas, MPLA, FNLA und UNITA zum Befreiungskampf eingeschätzt und ihre klassenmäßige Basis untersucht hat. Dass wir dabei die MPLA als die Organisation benennen, die sich im lang andauernden bewaffneten Kampf als legitimer Vertreter des angolanischen Volkes erwiesen hat, missfällt ihm besonders. Dies geißelt er als 'Diffamierung der FNLA und UNITA' und 'direkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Volkes von Angola.'

Als Beleg führt er die Einigung zwischen MPLA, FNLA und UNITA vom 5. Januar an und die erfolgreichen gemeinsamen Verhandlungen mit Portugal, die zur Bildung einer Übergangsregierung in Angola geführt haben. Aber dies, werter Herr J.S., beweist nun gerade das Gegenteil. Denn die Bildung der Übergangsregierung in Angola ist nicht zustande gekommen, weil die MPLA mit den Händen im Schoß zugesehen hat, wie die Imperialisten und einheimischen Reaktionäre in Angola ihr neokolonialistisches Treiben veranstalten und sich dabei auch der FNLA und der UNITA bedient haben. Sie ist zustande gekommen, weil die MPLA mit dem Ziel der sofortigen Unabhängigkeit und der nationalen Einheit dagegen den Kampf geführt hat und dabei auch die Abhängigkeiten von FNLA und UNITA wiederholt aufgedeckt hat, sie 'diffamiert' hat, um die Sprache des Herrn J.S. zu benutzen …

In diesem Zusammenhang legen wir dem KBW die gründliche Lektüre der Rede von Samora Machel, Präsident der FRELIMO, die wir in dieser Nummer (S. 3ff) abdrucken und in der er die richtige politische Linie als entscheidende Bedingung der nationalen Einheit benennt, ganz besonders ans Herz. Heute, wo mit der Bildung der gemeinsamen Übergangsregierung eine neue Phase des Befreiungskampfes in Angola begonnen hat, in der die Vorbereitung und Sicherung des Übergangs zur politischen Unabhängigkeit am 11. November die Hauptaufgabe ist, frohlockt J.S., der KBW habe ja schon immer die harmonische Einheit von MPLA, FNLA und UNITA propagiert …

NUR DIE RICHTIGE POLITISCHE LINIE KANN EIN VOLK VEREINEN
Der erste und entscheidende Faktor für den Sieg, die treibende Kraft hinter allem Fortschritt, der Schöpfer der Geschichte ist das vereinte und organisierte Volk. Was es dem Kolonialismus möglich machte, den Widerstand zu brechen und sich in unseren Ländern festzusetzen, war die Spaltung zwischen unseren Vorfahren, die Unfähigkeit, ihre Stammeskonflikte und Rivalitäten zu überwinden.

Ohne Einheit kämpfen wir untereinander: ohne Einheit sind sogar unsere Freunde und Verbündete nicht in der Lage, uns zu helfen, weil sie nicht wissen, wen sie unterstützen sollen. Darüber hinaus führt eine Spaltung zwischen uns zur Spaltung zwischen unseren Freunden und Verbündeten, die ihre Solidarität Gruppen erweisen und nicht dem Volk. Vor allem erlauben solche Spaltungen dem Feind, unter uns Ziele für seine Verbrechen und Morde auszuspionieren. Einheit des Volkes ist die unabdingbare Voraussetzung für den Sieg in jedem Kampf. Aber nur eine richtige politische Linie kann ein Volk vereinen. Indem diese Linie die fundamentalen Interessen der ausgebeuteten und unterdrückten arbeitenden Massen ausdrückt, bestimmt sie das zu erreichende Ziel, den zu bekämpfenden Feind und die zu befolgenden Methoden".

Der "Spendenbericht 1974" führt die Spenden für Angola/Guinea-Bissao und Mozambique auf. Zudem gibt man eine Übersicht über die Spenden für die Ambulanz für die Republik Guinea-Bissao und die Hungerhilfe für die Kapverden. Aufgerufen wird zu Spenden für den Kampf der PAIGC "gegen die Hungernsnot auf den Kapverden". Das Komitee ruft dazu auf, den Aufbau der Solidaritätsbewegung "zur Gründung einer Amilcar-Cabral Gesellschaft" zu unterstützen.

Geworben wird für Agit-Prop-Material des Komitees, u. a. "10 Jahre Volkskrieg", für die "Internationale Solidarität" und für "Al Tahrir Befreiung. Zeitschrift des Komitees zur Unterstützung der kämpfenden Völker im Nahen und Mittleren Osten".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 4. Jg., Nr. 17, West-Berlin, Februar 1975.

April 1975:
Es erscheint die Nr. 18 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit den Schlagzeilen: "Reisbericht aus Guinea-Bissao und den Kapverden. Reisebericht aus Eritrea".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Vorwärts zur Afrika- Woche im Mai"
- "Aufruf der Initiative zur Gründung der Amilcar Cabral Gesellschaft"
- "Brief von Luis Cabral an die Delegation der initiative"
- "Mit der PAIGC das Land wieder aufbauen. Reisebericht"
- "Kampf für die Volksmacht und die Einheit Angloas"
- "Mit der Befreiungsfront in Eritrea (Reisbericht, 1. Teil)"
- "Bericht der OG Stuttgart der Liga"
- "Portugal: Offensive der Sozialimperialisten"
- "Die Konvention von Lome. Wichtiger Schritt im Kampf gegen di e Supermächte"
- "Zimbabwe: Die Rassisten setzten auf Spaltung"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Weiße Regime bleiben der Hauptfeind Afrikas")

Aufgerufen wird dazu, die Afrika-Woche im Mai zu unterstützen. Dazu heißt es: "Zusammen mit fortschrittlichen Menschen und Organisationen in der ganzen Welt nimmt das Afrika-Komitee diesen Tag (25. Mai, der Tag der Afrikanischen Einheit- OAE, d. Verf.) zum Anlass, zu einer Solidaritätswoche mit dem Befreiungskampf der Völker Afrikas zu unterstützen". Parolen sind u. a.: "Afrika kämpft, Afrika siegt- Der Imperialismus unterliegt!", Unterstützen wir den Aufbau der Amicar Cabral Gesellschaft!"

Berichtet wird über eine Demonstration der OG Stuttgart der Liga gegen den Imperialismus "zur Unterstützung des Kampfes für die vollständige Unabhängigkeit Eritreas". Geworben wird u. a. für die "Internationale Solidarität" der Liga und für Agit-Prop-Material des Komitees.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 4. Jg., Nr. 18, West-Berlin, April 1975.

Juli 1975:
Es erscheint als Juni/Juli-Ausgabe die Nr. 19 der Zeitschrift: "Afrika kämpft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Wir beglückwünschen die Völker von Mozambique, den Kapverden, Sao Tome und Pricipe zur staatlichen Unabhängigkeit"
- "MPLA - Vorkämpfer für die Verwirklichung des Unabhängigkeitsabkommens von Alvor"
- "Eritrea: Die Befreiungsfront packt den nationalen Aufbau entschlossen an. Reisbericht 2. Teil"
- "Amicar-Cabral-Gesellschaft gegründet"
- "Commandante Nino: 'In der Unterstützung nicht nachlassen"
- "Schlussresolution der 2. Nationalen Volksversammlung der Republik Guinea-Bissao"
- "Bahr's neue Konzeption: Entwicklungshilfe zur Rohstoffsicherung"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Polizei bewacht Negerviertel")

Berichtet wird über die Gründung der "Amilcar-Cabral-Gesellschaft" in Münster am 25. Mai, "dem Tag der Afrikanischen Einheit". Die Gesellschaft soll als "Mitgliederorganisation aufgebaut" werden. Ihre Hauptaufgabe soll sein, "möglichst viele neue Menschen zu gewinnen, die bisher den Befreiungskampf der Völker noch nicht aktiv unterstützt haben". Ein Programm und ein Statut wurden verabschiedet. Weiter heißt es: "So heißt es im Programm: 'Die Struktur der AMILCAR-CABRAL-GESELLSCHAFT beruht auf Einzelmitgliedschaft. Sie schließt zu Erfüllung der oben genannten konkreten Aufgaben Menschen zusammen, sie bereit sind, diese Ziele zu unterstützen. Auf dieser Grundlage sucht die AMILCAR-CABRAL-GESELLSCHAFT die Zusammenarbeit mit politischen Organisationen und Gruppen, die ihre Ziele befürworten …

Auf dieser Grundlage wurden die Schwerpunkte der anstehenden Aktivitäten der Gesellschaft diskutiert. Danach soll die vordringliche Aufgabe der Stärkung der schon bestehenden Ortsgruppeninitiativen und des Aufbaus neuer Ortsgruppen verbunden werden mit einer Geldsammlung zur Unterstützung des 'Kapverdianischen Instituts für Solidarität' im Kampf gegen die Hungersnot und die Gewinnung von Ärzten und medizinischen Personals für den Einsatz auf den Kapverden.

Diese beiden Aufgaben bilden den Schwerpunkt der materiellen Unterstützung für den neudemokratischen Aufbau in Guinea- Bissao und auf den Kapverden. Als weitere Schwerpunkte wurden Geld- und Materialsammlungen für den Aufbau einer Lehrerbildungsanstalt auf San Vicente, für die Ausrüstung einer Reparaturwerkstatt auf Santiago, für die Unterstützung des Filmclubs in Praia, eine Geldsammlung für den Kauf einer Ambulanz für die Republik Guinea-Bissao und die Sammlung von Spielzeug für das 'Instituto Amizade' in Bissao genannt …

Diese Vorschläge wurden der Gründungsversammlung von einer Delegation des Initiativausschusses unterbreitet. Zum Abschluss der Gründungsversammlung wurde von den Teilnehmern auf Vorschlag des Initiativausschusses ein Vorstand gewählt, der seine Arbeit auf der Grundlage des verabschiedeten Programms zur Verwirklichung der beschlossenen Aufgaben unverzüglich in Angriff nahm. Das AFR IKA-Komitee hat den Aufbau der AMILCAR -CABRAL-GESELLSCHAFT bisher aktiv unterstützt und wird das auch weiterhin tun. Der Aufbau dieser Gesellschaft ist Ausdruck einer neuen Stufe unserer Solidarität die der neuen Phase des Kampfes in den ehemaligen portugiesischen Kolonien entspricht …"

Geworben wird für Agit-Prop-Material des Komitees und "Lieder der Kaoguiamo", die "die Geschichte der Unterdrückung und des Widerstandes der von Kolonialisten und Imperialisten ausgebeuteten Völker von Guinea-Bissao und den Kapverden" und die "Internationale Solidarität" der Liga.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 4. Jg., Nr. 19, West-Berlin, Juni-Juli 1975.

September 1975:
Es erscheint als August/September-Ausgabe die Nr. 20 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Die feste Einheit der Völker und Staaten Afrikas: Speerspitze gegen die Rassistenregimes von Vorster und Smith".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionelle Vorbemerkung"
- "Angola: im Kampf für Einheit und Unabhängigkeit"
- "Zimbabwe: Geschlossene Front gegen das Smith- Regime"
- "OAE: Gipfelkonferenz in Uganda"
- "Mozambique: A Luta Continua"
- "Reisebericht von den Kapverden: Unabhängigkeit im Zeichen der Einheit Afrikas"
- "Der sowjetische Sozialimperialismus in Ostafrika"
- "8. Gymästrada in West-Berlin: Kampf gegen die Beteiligung der südafrikanischen Rassisten"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen (u. a. "Rohstoffprobleme im Vordergrund")

In der "Redaktionellen Vorbemerkung" heißt es u. a.: "Mit dem Angola-Artikel korrigieren wir in dieser Nummer die politische Linie, die wir in der letzten Ausgabe von 'Afrika kämpft' zur Unterstützung des Unabhängigkeitskampfes des angolanischen Volkes in seiner jetzigen Phase entwickelt haben. Seit der Unterzeichnung des Unabhängigkeitsabkommens von Alvor haben wir die Einhaltung und Verwirklichung der darin von Portugal und den drei angolanischen Befreiungsorganisationen, FNLA, MPLA und UNITA, erzielten Einigung zur Grundlage unserer Unterstützung des Befreiungskampfes in Angola in seiner jetzigen Phase gemacht. Von dieser Grundlage, die nach wie vor richtig ist, sind wir in den politischen Konsequenzen, die wir aus der Analyse der Lage in Angola in 'Afrika kämpft' Nr. 19 gezogen haben, abgewichen.

Obwohl wir weiter von der Verwirklichung des Abkommens von Alvor gesprochen haben, stellten wir die Unterstützung der MP LA in den Vordergrund und drängten damit zwangsläufig die nationale Einheit in den Hintergrund. Entscheidend bei der Korrektur unserer Linie zu Angola war es, uns erneut vor Augen zu fuhren, dass der Unabhängigkeitskampf in Angola nicht ein rein nationaler Kampf, sondern ein internationaler ist. Vor allem das unübersehbare Interesse der beiden imperialistischen Supermächte, SU und USA, den Konflikt zwischen den angolanischen Befreiungsorganisationen weiter zu schüren, um selbst davon zu profitieren, machen deutlich, dass die größte Bedrohung der Einheit und Unabhängigkeit Angolas von diesen beiden größten Ausbeutern und Unterdrückern unserer Zeit ausgeht. Im Kampf gegen diese Gefahr muss daher die einheitliche Front aller patriotischen Kräfte Angolas errichtet werden. Ebenso muss unsere Unterstützung des Unabhängigkeitskampfes in Angola, wie in der ganzen Welt, auf die Schaffung dieser anti-hegemonialen Front ausgerichtet werden.

Es gibt Kräfte in unserem Land, die die Linie der Schaffung der nationalen Einheit in Angola demagogisch mit der Sabotage des Kampfes der MPLA gleichsetzen (vgl. Arbeiterkampf Nr. 65). Die Tatsache, dass die MPLA selbst oft genug erklärt hat, dass sie den Kampf für nationale Einheit und Unabhängigkeit führt, macht am besten die Demagogie dieser Behauptung deutlich. Was dahinter steht, entpuppt sich schnell. Es ist das Interesse der sowjetischen Sozialimperialisten, die Einheitsfront in Angola zu spalten, um seine aggressiven Ziele dort durchzusetzen. Der KB-Nord kommt da schnell zur Sache, um jede Entlarvung und jeden Angriff auf die Sozialimperialisten als Lüge zu bezeichnen oder sonst wie zu 'widerlegen'. Eine ganze Seite widmete er in der erwähnten Nummer seiner Zeitung dem kläglichen Versuch, den sowjetischen militärischen Aufbau in Somalia zu leugnen. Ebenso entspricht es den Interessen der Sozialimperialisten, wenn der KB-Nord - hier wie an anderen Punkten offener und unverblümter als seine revisionistischen Stichwortgeber selbst - an gleicher Stelle die Einheitsbemühungen der OAE auf ihrer jüngsten Konferenz mit Hohn und Spott überzieht.

Dagegen halten wir: Was die Länder Afrikas und der Dritten Welt in ihren Kämpfen gegen die Weltherrschaftspläne der beiden Supermächte stark macht, ist vor allem ihre Einheit und ihr Zusammenschluss. Ob Angola, Somalia oder die OAE - dies gilt für jedes Land und für jede einzelne Kampffront. Auf die Unterstützung der Völker und Staaten Afrikas bei der Verwirklichung dieser Linie müssen wir auch die antiimperialistischen und fortschrittlichen Kräfte unseres Landes konzentrieren. Stärken wir die internationale Kampffront gegen die beiden imperialistischen Supermächte SU und USA!"

Geworben wird für Agit-Prop-Material des Komitees und "Lieder der Kaoguiamo", die "die Geschichte der Unterdrückung und des Widerstandes der von Kolonialisten und Imperialisten ausgebeuteten Völker von Guinea-Bissao und den Kapverden" wiedergeben und die "Internationale Solidarität" der Liga.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 4. Jg., Nr. 20, West-Berlin, August-September 1975.

Dezember 1975:
Es erscheint als November/Dezember-Ausgabe die Nr. 21 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Die Unabhängigkeit Angolas - Ende des portugiesischen Kolonialismus in Afrika. Der Kampf gegen Kolonialismus und Hegemoniestreben geht weiter".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Einheit im Kampf gegen die Supermächte. Garant der Unabhängigkeit Angolas"
- "BRD - Südafrika: Kollaborationskurs gerät in Bedrängnis"
- "Zimbabwe. Versuche der Rassisten die Kampffront des Volkes zu spalten"
- "Die Forderung der dritten Welt für eine neue Wirtschaftsordnung"
- "Nieder mit Rassismus und Imperialismus in Südafrika. Freiheit und Unabhängigkeit für die Völker im südlichen Afrika!"
- "Die Theorie des nichtkapitalistischen Entwicklungswegs"
- "Sowjetische Einmischung im Sudan"
- "Kenia: Land der dritten Welt"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a. "Marokko rüstet zum Marsch der 350.000")

Berichtet wird u. a. über die Unabhängigkeit Angolas am11.11. Geworben wird u. a. für "Lieder der Kaoguiamo", die "die Geschichte der Unterdrückung und des Widerstandes der von Kolonialisten und Imperialisten ausgebeuteten Völker von Guinea- Bissao und den Kapverden" wiedergeben.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 4. Jg., Nr. 21, West-Berlin, November-Dezember 1975.

Februar 1976:
Es erscheint für Januar-Februar die Nr. 22 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Schluss mit der Einmischung der Supermächte, Sowjetunion und USA und ihrer Helfershelfer in Angola!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Frankfurter Rundschau im Dienste des Sozialimperialismus"
- "Sowjetunion und USA: Hände weg von Angola!"
- "Für das Selbstbestimmungsrecht des sahaurischen Volkes!"
- "Die Tansam-Bahn: Beitrag zur Unabhängigkeit und Freiheit Afrikas"
- "Unsere Aufgabe ist die Befreiung Zimbabwes durch den bewaffneten Kampf. Interview mit Elton Razemba (ANC)"
- "Das 13. Strafrechtsänderungsgesetz. Im Geist der Terrorgesetze der südafrikanischen Rassisten"
- "Schliss mit der illegalen Besetzung Namibias durch Südafrika!"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Von Moskau bestochen")

Berichtet wird über einen Artikel in der "Frankfurter Rundschau" vom 2.1.1976, der die Zusammenarbeit Savimbis mit Portugal belegen soll. Kritisiert wird, dass hier ein Artikel aus dem "Berliner Extradienst" neu aufgewärmt wird. Die "Amilcar Cabral Gesellschaft e. V". ruft für den 17./18. Januar zum Kongress: "Gesundheitswesen für das Volk" in West-Berlin auf.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 22, West-Berlin, Januar-Februar 1976.

April 1976:
Es erscheint für März-April die Nr. 23 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Angola, Djibouti, Westsahara. Aus den Trümmern des Kolonialismus suchen die Sozialimperialisten sich ein neues Kolonialreich in Afrika aufzubauen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Sozialimperialisten raus aus Angola"
- "Spaltung im Dienst der Sozialimperialisten. Die Haltung Trotzkis zu Angola"
- "Somora Machel: Der Klassenkampf in unserem Land spitzt sich zu"
- "Marokko bietet Vorwand für die Einmischung der Supermächte"
- "Unabhängigkeit Djiboutis"
- "Gemeinsamer Kampf gegen Rassismus und Imperialismus. Erfolgreiche Veranstaltung der 'South African Students Union Germany' (SASUG) in West-Berlin)"
- " … von allen Menschenrechten ist uns keines so teuer wie das Recht auf Selbstbestimmung …"
- "Ein Staat will Unabhängigkeit. Reisebericht aus der VR Kongo-Brazzaville"
- Artikel aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Von Moskau bestochen")

Berichtet wird über die Haltung der Trotzkisten zu Angola, die "jedes Bündnis der Länder der Dritten Welt ablehnen" würden. Sie seien "Wasserträger des sowjetischen Sozialimperialismus". Weiterhin wird berichtet über eine Veranstaltung der SASUG in West-Berlin. Geworben wird u. a. für Agit-Prop-Material des Komitees, u. a. zu Namibia: "Ein veruntreutes Pfand. Bericht der Vereinten Nationen, New York 1975)".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 23, West-Berlin, März-April 1976.

Juni 1976:
Es erscheint für Mai-Juni die Nr. 24 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Unterstützt die VR Mozambique, das revolutionäre Hinterland für die Befreiung des südlichen Afrika".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aus der Arbeit des Komitees"
- "Mozambique: Die Grenzschließung zu Rhodesien festigt die nationale Unabhängigkeit und trifft die Rassisten"
- "Samora Machel Interview: Das Volk wird die Rassisten aus eigener Kraft besiegen"
- "Das namibische Volk verstärkt den bewaffneten Kampf"
- "Sozialimperialistische Wühlarbeit in Südafrika"
- "Manila- Deklaration. Einheit der Staaten der Dritten Welt auf der 4. Welthandelskonferenz in Nairobi"
- "Die F. Polisario setzt den Kampf um nationale Unabhängigkeit fort"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Zusammenarbeit Israel - Südafrika")

Berichtet wird "Aus der Arbeit des Komitees". Dazu wird u. a. ausgeführt: "Das Afrika-Komitee unterstützt den Kampf der Völker und Staaten Afrikas gegen Kolonialismus, Rassismus, Neokolonialismus, Imperialismus und die Weltherrschaftsbestrebungen der beiden imperialistischen Supermächte Sowjetunion und USA. Es propagiert und kämpft für den Aufbau einer weltweiten Einheitsfront der Völker und Staaten der dritten und der zweiten Welt mit der dritten Welt als Hauptkraft gegen die beiden imperialistischen Supermächte, die beiden größten Ausbeuter und Kriegstreiber unserer Zeit.

Der antiimperialistische und antihegemoniale Kampf, den das Afrika-Komitee propagiert und führt, ist Teil des Kampfes der breiten Volksmassen in der BRD und Westberlin gegen ihre äußeren und inneren Feinde, die beiden imperialistischen Supermächte, insbesondere den sowjetischen Sozialimperialismus, und die westdeutsche imperialistische Monopolbourgeoisie. Zusammen mit anderen fortschrittlichen und antiimperialistischen Organisationen organisiert das Komitee die politische und materielle Solidarität mit dem Befreiungskampf für nationale Unabhängigkeit der Afrikanischen Völker und ihrer Befreiungsbewegungen.

Als ein Ergebnis unserer langjährigen Solidaritätsarbeit an diesem Abschnitt beteiligten wir uns im vergangenen Jahr an der Gründung der AmiIcar-Cabral-Gesellschaft, einer Freundschaftsgesellschaft zwischen dem deutschen Volk und den Völkern von Guinea Bissao und den Kapverden … Anlässlich gemeinsamer Beratungen am 23.1. in Westberlin übergaben wir den Genossinnen 2.000,- DM aus dem materiellen Hilfefond des Afrika-Komitee für den weiteren Aufbau der Frauenorganisation der PAIGC auf den Kapverden.

Wir rufen alle Leser von Afrika kämpft auf, den neudemokratischen Aufbau in Guinea- Bissao und den Kapverden und den Kampf um die Festigung der nationalen Unabhängigkeit tatkräftig zu unterstützen.
ARBEITET ZU DIESEM ZWECK MIT IN DER AMILCAR-CABRAL-GESELLSCHAFT!

Während mehrere opportunistische Organisationen, angefangen vom KBW beeinflussten Komitees über das OK (Organisationskomitee), Freiheit für Angola, Guinea-Bissao, Mozambique) bis zu den überwiegend sozialdemokratisch und revisionistisch geführten Organisationen wie AGM-Komitee (Angola, Guinea-Bissao. Mozambique) und AAB (Anti-Apartheid-Bewegung) die sich heute von Guinea-Bissao und den Kapverden, Mozambique und Angola abwenden und sich 'publikumswirksameren' Kampfplätzen der Afrikanischen Völker im Kampf gegen Rassismus und Imperialismus für nationale Unabhängigkeit annehmen, sich auflösen (AGM-Komitee), ihre Namen ändern wollen (OK) und entsprechende Teile ihrer Satzung streichen (AAB), halten wir es für die selbstverständliche Pflicht aller wirklichen Antiimperialisten, die materielle und politische Unterstützung des Kampfes gerade der Völker von Guinea- Bissao, Mozambique und Angola zur Festigung und endgültigen Erringung ihrer Unabhängigkeit und zum Aufbau neudemokratischer Gesellschaften fortzusetzen …

Zusammen mit anderen fortschrittlichen Organisationen nehmen wir den Aufruf Samara Machels an alle Anti-Imperialisten in der Welt auf, eine Initiative zur Unterstützung des Volkes von Mozambique zu entfalten … Wir rufen alle Leser von Afrika kämpft auf:
SPENDET FÜR DEN NEUDEMOKRATISCHEN AUFBAU UND DIE FESTIGUNG DER NATIONALEN UNABHÄNGIGKEIT VON MOZAMBIQUE UND MOBILISIERT WEITERE SPENDER!"

Berichtet wird noch über die "Manila-Deklaration", die auf der 3. Manila-Konferenz, die vom 26.1. bis 2.2. in Manila tagte, angenommen wurde. U. a. enthält sie Forderungen der Dritten Welt "für eine gerechte Wirtschaftsordnung".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 24, West-Berlin, Mai-Juni 1976.

August 1976:
Es erscheint für Juli-August die Nr. 25 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Zimbabwe, Azania, Namibia. Sieg im Volkskrieg"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Zionistischer Piratenakt gegen Uganda"
- "Zimbabwe: Wir sind unsere eigenen Befreier"
- "Rede des Genossen Zvova von der ZANU"
- "Azania: die Lunte wird kürzer und kürzer"
- "Weg mit den Todesurteilen gegen Aaron Mushimba und Hendrik Shikongo"
- "Die 3. Welt kommt zur Sache. Der Verlauf der Welthandelskonferenz in Nairobi UNCTAD IV"
- "Aus der Entschließung der UN- Konferenz von Nairobi"
- "Djibouti: Das Pariser Abkommen. Ein Schritt voran zur vollständigen Unabhängigkeit"
- "Mozambique, Kapverden. 1 Jahr unabhängig!"
- "Amilcar-Cabral-Gesellschaft: 1 Jahr im Dienste der Freundschaft mit den Völkern von Guinea, Bissao und den Kapverden"

Berichtet wird über den Aufbau einer Kampffront gegen die Todesurteile von Aaron Mushimba und Hendrik Shikongo. In Zusammenarbeit mit der Liga und der KPD habe man am 17.5. in West-Berlin auf einer Großveranstaltung eine Protestresolution verabschiedet, die von ca. 2.000 Teilnehmern angenommen wurde.

Berichtet wird noch über die Amilcar-Cabral-Gesellschaft und ihre Aktivitäten. Dazu heißt es u. a.: "Die Arbeit der ACG im vergangenen Jahr hat darüber hinaus gezeigt, dass das auf der Gründungsversammlung verabschiedete Programm eine gute Grundlage für die Arbeit darstellt. Auf der Grundlage der im Programm enthaltenen Prinzipien ist es gelungen, Menschen unterschiedlicher politischer Auffassung zusammenzuschließen, unabhängig von weitergehenden Vorstellungen. Schädlich für diesen breiten Zusammenschluss sind alle Versuche, bestimmte politische Positionen aus den Diskussionen in der ACG auszuschließen … STÄRKT DIE AMILCAR CABRAL GESELLSCHAFT!", "ES LEBE DIE FREUNDSCHAFT ZWISCHEN DEM DEUTSCHEN VOLK UND DEN VÖLKERN VON GUINEA-Bissao UND DEN KAPVERDEN!"

Geworben wird für "Brennpunkt Afrika Nr. 5" zu Azania und "Brennpunkt Afrika 4" zu den Kapverden.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 25, West-Berlin, Juli-August 1976.

Oktober 1976:
Es erscheint für September-Oktober die Nr. 26 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Azania: Der Widerstand ist ungebrochen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Ewiger Ruhm dem Genossen Mao Tsetung"
- "Azania: Der Widerstand ist ungebrochen"
- "Unabhängigkeit der Transkei: Weg mit dem Ghettostaat"
- "Überfall der rhodesischen Rassisten auf Mozambique"
- "Die 5. Gipfelkonferenz der Blockfreien in Colombo. Kollektive Selbständigkeit gegen Imperialismus und Hegemonismus"
- "Kenia-Uganda: Unruhe stiften, scheitern … Die Logik der Supermächte"
- "Die Tansam-Bahm feierlich eröffnet: Eine Waffe der Freiheit für Sambia, für Tansania, für Zimbabwe und Südafrika"
- "Kein Berufsverbot für Konrad Melchers"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Neuer Putschversuch in Äthiopien")

Berichtet wird über die 5. Gipfelkonferenz der Blockfreien in Colombo, die vom 16.-20. August tagte. Die Konferenz stand "im Zeichen des wachsenden Zusammenschlusses der Staaten der 3. Welt". Zudem wird berichtet über das Berufsverbot gegen K. Melchers, Mitglied des Afrika-Komitees. Aufgerufen wird dazu, "den Kampf für die sofortige Einstellung von Konrad Melchers" unter den Parolen: "Kampf dem Abbau der demokratischen Rechte des Volkes und der faschistischen Gefahr!, Kampf der politischen Unterdrückung in der BRD und der DDR" zu führen. Geworben wird für "Brennpunkt Afrika Nr. 5" zu Azania und "Brennpunkt Afrika 4" zu den Kapverden.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 26, West-Berlin, September-Oktober 1976.

Dezember 1976:
Es erscheint für November-Dezember die Nr. 27 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Der bewaffnete Kampf muss intensiviert werden, ob wir Gespräche führen oder nicht".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aus der Arbeit des Komitees"
- "Delegation des Afrika-Komitee s: Zurück aus der der VR- Mozambique"
- "Der bewaffnete Kampf muss intensiviert werden, ob wir Gespräche führen oder nicht"
- "Sofortige Übergabe der Macht an das Volk von Zimbabwe"
- "Solange wir vereint bleiben, werden die imperialistischen Kräfte schließlich unterliegen"
- "Rede Ian Smith's zum Kissinger- Plan"
- "Weg mit dem Ghettostaat Transkei. Es lebe der Kampf des Volkes von Azania! Nieder mit dem südafrikanischen Rassistenregime!"
- "Dokumente zur Nichtanerkennung der Transkei"
- "Moskaus 'Freundschaft': Honig im Mund, Galle im Herzen'"
- "Vertrag über die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und der Volksrepublik Angola"
- "Guinea-Bissao und Kapverden: Die Hungernot verhindern! Die Natur besiegen! Die Unabhängigkeit stärken!"
- "20. Jahrestag der PAIGC"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Militärputsch in Burundi")

Im Artikel "Aus der Arbeit des Komitees" wird u. a. ausgeführt: "Seit den hektischen Aktivitäten Kissingers und mit Beginn der Genfer 'Rhodesien-Konferenz' hat die bürgerliche Weltpresse nun nicht mehr länger verheimlichen können, dass die Woge des nationalen Befreiungskampfes im südlichen Afrika weit vorangerollt ist. Diese siegreiche Entwicklung des Befreiungskampfes hat dazu geführt, dass auch in unserem Land immer mehr Menschen, begeistert durch die Siege der Völker von Azania, Namibia und Zimbabwe, diesen Kampf unterstützen.

Deutlich zeigt sich auch, dass die Befreiungsbewegungen und die Afrikanischen Staaten eine Ausweitung der Einmischung der beiden imperialistischen Supermächte und der Okkupation durch sozialimperialistische Söldnertruppen nicht länger dulden und diesen Bestrebungen insbesondere in Zimbabwe eine entschiedene Abfuhr erteilen. Auch in der ältesten Befreiungsbewegung Azanias, dem ANC, verstärkt sich nach dem Putsch der pro-sozialimperialistischen Kräfte vor einem Jahr und dem unrechtmäßigen Ausschluss führender Nationalisten der Widerstand gegen den neuen Weltgendarmen.

Dennoch ist der sowjetische Sozialimperialismus unzweifelhaft in Afrika heute die gefährlichere der beiden imperialistischen Supermächte … Angespornt von diesen großen Erfolgen im nationalen Befreiungskampf hat das Afrika-Komitee in den letzten Monaten seine Solidaritätsarbeit mit dem Kam Kampf der Völker im südlichen Afrika verstärkt. Zusammen mit der Liga gegen den Imperialismus führten wir zum FRELIMO- Tag am 25.9. eine Veranstaltung durch. Im Anschluss an die Veranstaltung bildeten die Versammelten einen kämpferischen Demonstrationszug zu einem Galadiner der rassistischen Deutsch-Südafrikanischen Gesellschaft in ihrem Nobelrestaurant am Kurfürstendamm, um ihnen auch bei uns den Appetit zu verderben. Im Oktober beteiligten wir uns an einer ähnlichen Aktion gegen einen Vortrag des Vorsitzenden dieses Rassistenvereins …

Ende November/Anfang Dezember planen wir einen Höhepunkt der Solidaritätsarbeit mit dem Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe unter Führung der ZANU … Er ist Teil der Arbeit des Afrika-Komitees zur Stärkung der Freundschaft zwischen dem deutschen und dem mozambiquanischen Volk beizutragen …"

Aufgerufen wird zu einer Solidaritätsveranstaltung der Liga gegen den Imperialismus Ende November/Anfang Dezember mit einem Vertreter der ZANU, die u. a. auch in West-Berlin stattfinden soll. Geworben wird für Schallplatten der "Neuen Welt" und für "Brennpunkt Afrika Nr. 5" zu Azania und "Brennpunkt Afrika 4" zu den Kapverden.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 5. Jg., Nr. 27, West-Berlin, November-Dezember 1976.

April 1977:
Es erscheint für März-April die Nr. 29 der Zeitschrift: "Afrika kämpft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Tanzania: Reisebericht: 10 Jahre Arusha-Deklaration und Gründung der Chama Cha Mapinduzi"
- "Angola: Lügen haben kurze Beine. Rechtfertigungsversuche der sozialimperialistischen Invasion in Angola"
- "Kairoer Erklärung über Afro- Arabische Zusammenarbeit"
- "Vorwärts mit der Solidaritätsbewegung, mit dem Kampf des Volkes vom Zimbabwe"
- "Musami: Massaker der rhodesischen Rassisten"
- "Die Sozialimperialisten blasen zum Sturm auf das Horn von Afrika"
- "Entstehung und Bedeutung der 'Black Conscousness' Bewegung"
- "Quer durch Afrika (u. a.: "Wahlen in Guinea- Bissao" "Zaire: Imperialistische Intervention", "Mauritius: Erdrutsch bei den Wahlen)"
- Berichte aus bürgerlichen Zeitungen (u. a.: "Entwicklungshelfer fordern neue Südafrika-Politik", "Präsident der Volksrepublik Kongo erlag einem Mordanschlag")

Eingeladen wird zum "Seminar des Afrika-Komitees über die politische Lage am Horn von Afrika", das im Juni stattfinden soll. Geworben wird für Schriften aus dem "Oberbaum-Verlag", u. a.: Richard Lohmann: "Südafrika. Reportage eines Arztes" und für die Reihe: "Liga aktuell". Erschienen ist die Nr. 8: "Interview und Dokumente der ZANU … und der ZIPA … zur Genfer Konferenz".
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 6. Jg., Nr. 29, West-Berlin, März-April 1977.

Juli 1977:
Es erscheint für Mai-Juli die Nr. 30 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Afrika kämpft gegen den Sozialimperialismus!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Podgorny v. Castro in Afrika: Ein Schritt vorwärts, wie viele zurück?"
- "Zimbabwe: Wir werden Großmächten nicht erlauben, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen"
- "Zaire: Sozialimperialistisches Abenteuer in Afrika gescheitert"
- "Auszug aus einem Brief zairischer Marxisten-Leninisten"
- "Äthiopien: Der Widerstand gegen den neuen Oberherren wächst"
- "Erklärung der ELF: Äthiopien bereitet eine neue Invasion gegen Eritrea vor"
- "Interview mit einem EPRP- Sympathisanten"
- "Dokumente: Reisebericht aus dem befreiten Eritrea"
- "Ein Jahr nach dem Massaker von Soweto: Der Kampf geht weiter!"
- "OCA: Gegen die Abhängigkeit Angolas von der UdSSR"
- "Kapverden: Kampf gegen die Hungersnot. Kampf für die Unabhängigkeit"
- "Der Feind wird neue Formen annehmen"
- "Neue Weltwirtschaftsordnung: Eine Waffe der Staaten der Dritten Welt gegen die Supermächte"
- "AAB: Breite Solidarität mit den Völkern des südlichen Afrika. Keine Filiale Moskaus"
- "Quer durch Afrika" (u. a.: "Azania: Rassisten in arger Bedrängnis", "Angola: Fische für Moskau")

Einleitend heißt es: "Die Offensive des sowjetischen Sozialimperialismus am Horn und im südlichen Afrika ist der Schwerpunkt dieser Ausgabe der Afrika KAMPFT. Kurz vor ihrer Drucklegung haben sich neue wichtige Ereignisse in kurzer Folge ergeben. In Angola wurden die 100%igen, sozialfaschistischen Agenten der Sowjetunion um den ehemaligen Innenminister Nito Alves ausgeschaltet und ihr Putschversuch vereitelt. Die Invasion der sozialimperialistischen Söldner in Zaire ist endgültig zurückgeschlagen. Somalia steht kurz vor dem Bruch mit Moskau. Aus Guinea Bissao und den Kapverden werden die sozialimperialistischen 'Experten' Zug um Zug nach Hause geschickt … Dies alles zusammengenommen zeigt, dass der Sozialimperialismus dort, wo er die Rolle des neuen imperialistischen Oberherren übernommen hat, sehr schnell auf breiten Widerstand stößt … Es wäre aber ein großer Irrtum, aus den jüngsten Niederlagen des Sozialimperialismus in Afrika und auch in Indien den Schluss zu ziehen, dass die Sowjetunion dadurch einsichtig und friedliebend wurde. Im Gegenteil. Um den Widerstand der Afrikanischen Völker zu brechen, wird der Sozialimperialismus sein aggressives Vorgehen weiter beschleunigen …

Zu der Einschätzung, dass der sowjetische Sozialimperialismus zu einer immer gefährlicheren imperialistischen Supermacht geworden ist, kam auch die Internationale Konferenz zum Thema 'Die Sowjetunion heute- Eine imperialistische Supermacht', die von der Redaktion der Zeitschrift 'BEFREIUNG' vom 25.-29. Mai 1977 in Berlin durchgeführt wurde. Das Afrika Komitee nahm an dieser Konferenz teil und konnte dabei wichtige Einsichten sammeln und Kontakte knüpfen. Hervorheben wollen wir hier den Kontakt mit der Zeitschrift "IKWEZI", der einzigen Afrikanischen Zeitschrift mit einer festen Linie gegen die beiden imperialistischen Supermächte UdSSR und USA. Wir möchten hiermit anregen, IKWEZI als wichtige Informationsquelle über den Befreiungskampf der Afrikanischen Völker, vor allem im südlichen Afrika zu abonnieren und IKWEZI einem weiteren Leserkreis bekannt zu machen …".

Aufgerufen wird dazu, "den Kampf des zimbabwischen Volks auch materiell zu unterstützen". Berichtet wird über zairische Marxisten-Leninisten und eine "Solidaritätsresolution" zur "brutalen Unterdrückungs- und Liquidationsmethoden des Mengistu-Regimes" und "gegen Nationalitäten in Äthiopien". Unterzeichner sind u. a.: EKKE, AASP, Rote Hilfe, VSK, Arbeitersportverein Solidarität, Sozialistischer Bund Lehrer und Erzieher. Aufgerufen wird dazu, "Afrika kämpft" zu abonnieren. Geworben wird für Broschüren des IKWEZI.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 6. Jg., Nr. 30, West-Berlin, Mai-Juli 1977.

Oktober 1977:
Es erscheint für September-Oktober die Nr. 31 der Zeitschrift: "Afrika kämpft" mit der Schlagzeile: "Die Sowjetunion schürt den Konflikt zwischen Äthiopien - Somalia".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Unterstützt die azanische Zeitschrift IKZWI!"
- "Äthiopien-Somalia: Die Sowjetunion versucht auf 2 Pferden gleichzeitig zu reiten"
- "Interview: Die Einnahme der Stadt Tessanei"
- "Dokument: Wir wollen nicht in die Rivalitäten und Strategien der Supermächte hineingezogen werden"
- "Die internationale Lage und ihre Auswirkung auf die Innen- und Außenpolitik von Guinea und den Kapverden"
- "1.9.1961 - 1.9.1977: 16 Jahre bewaffneter Befreiungskampf des eritreanischen Volkes"
- "Der sowjetische Sozialimperialismus und die Dritte Welt"
- "Zimbabwe: Auch der jüngste Anglo- amerikanische 'Friedensplan' muss scheitern"
- "Quer durch Afrika (u. a.: "Zur Entwicklung in Namibia")"
- "Aus der Solidaritätsbewegung (u. a.: "Koordinationstreffen entwicklungspolitischer Gruppen wird vorbereitet")"

Aufgerufen wird dazu, die Zeitschrift "IKWEZ" zu abonnieren und zum "Seminar zur politischen Lage am Horn von Afrika", das vom 14.-16.10. in West-Berlin stattfinden soll, zu kommen.
Q: Afrika-Komitee: Afrika kämpft. Bulletin des Solidaritätskomitees zur Unterstützung der Völker Afrikas im Kampf gegen Rassismus, Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus, 6. Jg., Nr. 31, West-Berlin, September-Oktober 1977.

Letzte Änderung: 28.06.2017