Türkische Gruppen:
Flugschriften von Bolsevik Partizan

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, Mai 2015

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"Bolsevik Partizan" (BP) war eine Abspaltung der "Türkischen Kommunistischen Partei/Marxisten-Leninisten (TKP/ML)", vermutlich Anfang 1981. Die Gruppe arbeitete eine Zeitlang mit "WBK", "GDS" und "MLPÖ" (bis etwa 1984) zusammen. "Bolsevik Partizan" war möglicherweise noch bis ca. 1987 in der BRD aktiv.

"Bolsevik Partizan" gab die Zeitung "Bolsevik Partizan. Marxistisch-Leninistische Zeitung aus der Türkei" (manchmal auch nur "Partizan") heraus. Aktiv war "Bolsevik Partizan" nach dem vorliegenden Material in der BRD u. a. in West-Berlin, Köln, Nürnberg, Duisburg und Stuttgart. Für die Auslandspublikationen zeichnete einige Zeit Walter Hofmann, Frankfurt/M. (GDS) verantwortlich, der auch zeitweise den Druck besorgte.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Oktober 1980:
Vermutlich noch im Oktober 1980 erscheint von "Sympathisanten der marxistisch-leninistischen Zeitschrift aus der Türkei 'Partizan' in Westdeutschland" und von "Gegen die Strömung" (GBS) das gemeinsame Flugblatt: "Faschistischer Militärputsch in der Türkei - Faschistisches Attentat in München - Der Kampf gegen den Faschismus darf nicht vom Kampf gegen den Imperialismus getrennt werden!".

Behandelte Themen sind:
- "Welche Ziele verfolgt der Hungerstreik von Antifaschisten aus der Türkei in Westdeutschland und in Westberlin?"
- "Was zeigt die freundliche Haltung der westdeutschen Imperialisten zur faschistischen Militärjunta in der Türkei?"
- "Was zeigt die passive Haltung der westdeutschen Imperialisten bei der Suche nach den Attentätern des faschistischen Anschlags in München?"
- "Faschismus und Imperialismus widersprechen sich nicht, vielmehr dient der Faschismus den Interessen des Imperialismus"
Q: Sympathisanten von Partizan / Gegen die Strömung: Faschistischer Militärputsch in der Türkei - Faschistisches Attentat in München - Der Kampf gegen den Faschismus darf nicht vom Kampf gegen den Imperialismus getrennt werden!, Frankfurt/M., o. J. (1980).

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April 1981:
Die erste deutsche Übersetzung der türkischen TKP/ML(B) ('Bolsevik Partizan' - BP), einer Abspaltung der TKP/ML (Bolschewiki bzw. B), erscheint: "Dokumente der TKP/ML(Bolschewiki) zur Spaltung der Partei". Für die Herausgabe der Übersetzung ist der 'GDS'-Redakteur Walter Hofmann in Frankfurt/M. verantwortlich.
Quelle: BP: Dokumente der TKP/ML(Bolschewiki) zur Spaltung der Partei, Frankfurt, April 1981.

01.05.1982:
Zum 1. Mai 1982 erscheint von "Bolsevik Partizan" in türkischer Sprache: "Bolsevik Partizan". Aufgerufen wird zur 1.-Mai-Demonstration in Duisburg-Hamborn.
Q: Bolsevik Partizan: Bolsevik Partizan, Frankfurt/M., 1982.

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26.03.1983:
Laut "Gegen die Strömung" (GDS) beginnt eine zweitägige gemeinsame Veranstaltung von MLPÖ, GDS und WBK mit "Bolsevik Partizan" (BP) in Frankfurt/M. Diese Veranstaltung fand statt, "um in der revolutionären Öffentlichkeit zu begründen, warum ein Abbruch der Beziehungen zu dem ZK der TKP/ML(B) aufgrund seiner Linie und seiner Methoden unbedingt nötig geworden war. So machten wir in unseren Redebeiträgen auf dieser Veranstaltung und in den zu dieser Veranstaltung rechtzeitig erschienenen vier Nummern der 'Internationalen Informationen' unsere grundsätzliche Kritik am Revisionismus des ZK der TKP/ML(B) deutlich und zwar in der Frage der Prinzipien des proletarischen Internationalismus, der prinzipiellen Fragen der Revolution in der Türkei und der Rolle der Prinzipien überhaupt und zuletzt in der Frage des Aufbaus der marxistisch-leninistischen Partei des Proletariats…

Die Auswertung dieser Veranstaltung ergibt, dass die Lage nicht nur bei den offiziellen Rednern von 'Bolsevik Partizan', sondern ebenso bei den Anhängern noch wesentlich schlimmer ist, als wir zum Teil erwartet hatten. So wurde ganz extrem auf dieser Veranstaltung deutlich, dass das wesentliche Mittel des ideologischen Kampfes - wenn man das überhaupt noch so nennen kann - die Hauptargumente der Redner auf der Linie des ZK der TKP/ML(B) mittlerweile die Lüge, die Verleumdung, die Entstellung unserer Positionen sind …

Am Ende der Versammlung war klar, dass das ideologisch bankrotte ZK der TKP/ML (B) nur einen Mangel der 'Debatte', über die richtige prinzipielle Kritik von GDS, MLPÖ und WBK an dessen revisionistischer und chauvinistischer Theorie und Praxis kennt, nämlich den Weg der systematischen Störung und Sprengung, den Weg der Provokation.

Der Abbruch der Beziehungen zum ZK der TKP/ML(B) musste nach all dem sowohl rational als auch emotional als unerlässlich und zwingende Konsequenz aus der Theorie und Praxis des ZK der TKPML(B) und seinen Anhängern am Ende dieser Veranstaltung stehen."

Dazu liegt auch eine 8-seitige gemeinsame Erklärung von MLPÖ, GDS und WBK vor: "Bekämpft alle Versuche der 'Bolsevik Partizan'-Führung, die Verhandlungsbeschlüsse von BP mit MLPÖ, GDS und WBK umzuwerfen und sich davonzuschleichen!". Die Konferenz beginnt am 26.3. und soll am 27.3. enden.
Q: GDS, MLPÖ, WBK: Dokumente zur Debatte von GDS, MLPÖ, WBK mit der TKP/ML(B), Wortprotokoll der Veranstaltung von MLPÖ, GDS, WBK mit Bolsevik Partizan am 26./27.3.1983 in Frankfurt, Frankfurt/M 1983; MLPÖ, GDS und WBK: Bekämpft alle Versuche der 'Bolsevik Partizan'-Führung, die Verhandlungsbeschlüsse von BP mit MLPÖ, GDS und WBK umzuwerfen und sich davonzuschleichen!, Frankfurt/M. 1983.

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30.06.1984:
"Bolsevik Partizan" ruft in dem Flugblatt "Nur die demokratische Volksrevolution kann der Folter, der faschistischen Unterdrückung ein Ende setzen!" zum 30.6. zu einer Solidaritäts- Demonstration "mit den Todesfastenden und Hungerstreikenden in Istanbul" in West-Berlin auf, die sich gegen die sich gegen die "faschistische Unterdrückung" in der Türkei richtet. Berichtet wird über einen Hungerstreik "in den Knästen Metris und Sagmalcilar in Istanbul". Dort hätten Häftlinge ihren Streik in ein "Todesfasten" umgewandelt. Dabei seien am 18. Juni Gefangene ums Leben gekommen. Forderungen von jetzt noch einsitzenden Gefangenen sind u. a.:
- "Anerkennung als politische Gefangene"
- "Schluss mit Folter, Prügelstrafe und Unterdrückung"
- "Erfüllung der humanitären Forderungen wie Gewährung von Besuchender Anwälte und Verwandten"

Parolen sind u. a.:
- "Nieder mit den faschistischen Mördern der gefallenen Revolutionäre!"
- "Nieder mit dem Imperialismus, Sozialimperialismus und jeglicher Reaktion!"
- "Es lebe die proletarische Weltrevolution!"
Q: Bolsevik Partizan: Nur die demokratische Volksrevolution kann der Folter, der faschistischen Unterdrückung ein Ende setzen, o. O., o. J. (West-Berlin, Juni 1984).

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29.12.1984:
Von "Bolsevik Partizan" erscheint in türkischer und deutscher Sprache das Flugblatt: "Sozialimperialistische russische Besatzer raus aus Afghanistan! Tod dem Imperialismus, Sozialimperialismus und jeglicher Reaktion! Die heutige sozialimperialistische Sowjetunion hat nichts gemeinsam mit der sozialistischen Sowjetunion unter Führung Lenins und Stalins! Der einzige Weg zur Schaffung eines unabhängigen demokratischen Afghanistan ist die demokratische Volksrevolution unter Führung des Proletariats! Es lebe der proletarische Internationalismus!". Aufgerufen wird zur Demo gegen die "russischen Besatzer und ihre Lakaien" am 29.12. in Köln.
Q: Bolsevik Partizan: Sozialimperialistische russische Besatzer raus aus Afghanistan! Tod dem Imperialismus, Sozialimperialismus und jeglicher Reaktion! Die heutige sozialimperialistische Sowjetunion hat nichts gemeinsam mit der sozialistischen Sowjetunion unter Führung Lenins und Stalins! Der einzige Weg zur Schaffung eines unabhängigen demokratischen Afghanistan ist die demokratische Volksrevolution unter Führung des Proletariats! Es lebe der proletarische Internationalismus, London o. J. (1984).

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1985:
"Bolsevik Partizan" verfasst zur Änderung des Arbeitsförderungsgesetzes (Paragraph 116) das Flugblatt: "Selbstvertrauen auf die eigene Kraft! Unversöhnlicher Klassenkampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung - statt Klassenversöhnung von DGB mit Staat und Kapital!". Agitiert wird u. a. auch gegen die DKP, MLPD, KPD/ML-GIM, die "im reformistischen Sumpf des DGB steckenbleiben".
Parolen sind u. a.:
- "Nein zur Veränderung des Paragraphen 116!"
- "Revolutionärer Klassenkampf für vollständiges Streikrecht!"
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront!"
Q: Bolsevik Partizan: Selbstvertrauen auf die eigene Kraft! Unversöhnlicher Klassenkampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung - statt Klassenversöhnung von DGB mit Staat und Kapital!, London o. J. (1985).

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1985:
Vermutlich 1985 erscheint von "Bolsevik Partizan (marxistisch-leninistische Zeitung aus der Türkei)" und "Sympathisanten von GUAFS (Generalunion der Afghanen und afghanischen Studenten im Ausland) in Westberlin" herausgegeben: "Nicht 'Reformen', nicht 'Wirtschaftsboykott durch die imperialistischen Brötchengeber des Apartheid-Regimes, nicht 'gewaltfreier ziviler Ungehorsam' werden der Unterdrückung der Völker ein Ende bereiten, sondern nur: Die bewaffnete, gewaltsame Revolution des Volkes Südafrikas aller Rassen und Nationalitäten gegen jeglichen Imperialismus und gegen die herrschenden Klassen Südafrikas."

Agitiert wird gegen das südafrikanische Apartheid-Regime, gegen die "westlichen imperialistischen Gr0ßmächte", deren Manöver "alle nur der Erhaltung des herrschenden Systems in Südafrika" dienen. Auch der "russische Sozialimperialismus" sind keine Freunde, "sondern Todfeinde der unterdrückten Völker Südafrikas". Auch unter dem ANC der "auch die Machtfrage stellt", würde die "Macht der Bourgeoisie und des Imperialismus" nicht brechen können. Aufgerufen wird dazu, keine "Aktionseinheit mit Konterrevolutionären im Namen des Kampfes gegen die Apartheid" einzugehen.
Q: Bolsevik Partizan (marxistisch-leninistische Zeitung aus der Türkei) / Sympathisanten von GUAFS (Generalunion der Afghanen und afghanischen Studenten im Ausland) in Westberlin: Nicht 'Reformen', nicht 'Wirtschaftsboykott durch die imperialistischen Brötchengeber des Apartheid-Regimes, nicht 'gewaltfreier ziviler Ungehorsam' werden der Unterdrückung der Völker ein Ende bereiten, sondern nur: Die bewaffnete, gewaltsame Revolution des Volkes Südafrikas aller Rassen und Nationalitäten gegen jeglichen Imperialismus und gegen die herrschenden Klassen Südafrikas, London o. J. (1985).

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März 1985:
Von Sympathisanten von Bolsevik Partizan in West-Berlin erscheint in türkischer und deutscher Sprache zu den Abgeordnetenhauswahlen in West-Berlin am 10. März 1985 das Flugblatt: "Nein zum reformistischen Sumpf!". Agitiert wird u. a. gegen die Nichtzulassung von "Ausländern verschiedener Nationalitäten" zu den Wahlen. Das sei die "Politik … des westdeutschen Imperialismus".
Gefordert wird u. a.:
- "Wahlrecht für Ausländer!"
- "Nieder mit dem westdeutschen Imperialismus!"
- "Deutsche und ausländische Arbeiter in einer Kampffront gegen den westdeutschen Imperialismus, das Hauptziel der sozialistischen Revolution in der BRD und West-Berlin!"
Q: Sympathisanten von Bolsevik Partizan in West-Berlin: Nein zum reformistischen Sumpf! (Flugblatt), London o. J. (1985).

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21.09.1985:
"Bolsevik Partizan (marxistisch-leninistische Zeitung aus der Türkei)" und "Sympathisanten von GUAFS (Generalunion der Afghanen und afghanischen Studenten im Ausland e. V.) in Westberlin" verfassen zur Demonstration am 21.9. in West-Berlin das Flugblatt: "Die kämpfenden Völker Südafrikas brauchen die Unterstützung aller Antiimperialisten, Revolutionäre und Marxisten-Leninisten für die bewaffnete Revolution zur Zerschlagung des rassistischen Staates gegen alle imperialistischen Mächte!"

Das Flugblatt ist u. a. gegen das südafrikanische "Apartheide-Regime" gerichtet, richtet sich aber auch gegen die Organisatoren der Demo, die u. a. von der SPD LV West-Berlin, AL, SEW organisiert worden war. Aufgerufen wird dazu, der Demo fernzubleiben, da diese eine "proimperialistische, reformistische" sei.

Parolen sind:
- "Es lebe der bewaffnete Befreiungskampf der Völker Südafrikas!"
- "Es lebe der proletarische Internationalismus!"
Q: Bolsevik Partizan (marxistisch-leninistische Zeitung aus der Türkei) / Sympathisanten von GUAFS (Generalunion der Afghanen und afghanischen Studenten im Ausland) in Westberlin: Die kämpfenden Völker Südafrikas brauchen die Unterstützung aller Antiimperialisten, Revolutionäre und Marxisten-Leninisten für die bewaffnete Revolution zur Zerschlagung des rassistischen Staates gegen alle imperialistischen Mächte, London, o. J. (1985).

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20.04.1986:
Von "Bolsevik Partizan" erscheint zum 1. Mai das Flugblatt: "Gegen den reformistisch-imperialistischen 1. Mai des DGB! Für einen klassenkämpferischen, internationalistischen, revolutionären 1. Mai! Beteiligt Euch an der revolutionären 1. Mai Demonstration!". Agitiert wird u. a. gegen die Illusionspolitik des DGB, gegen die "chauvinistische Anbiederung des DGB". Die "Zukunft des 1. Mai sei eine "ohne Ausbeutung und Unterdrückung". Aufgerufen wird zur Demonstration in Stuttgart, u. a. unter den Parolen:
- "Proletarier aller Länder vereinigt Euch!"
- "Proletarier aller Länder und unterdrückter Völker vereinigt Euch!
Q: Bolsevik Partizan: Gegen den reformistisch-imperialistischen 1. Mai des DGB! Für einen klassenkämpferischen, internationalistischen, revolutionären 1. Mai! Beteiligt Euch an der revolutionären 1. Mai Demonstration, London, 20.4.1986.

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01.05.1987:
"Bolsevik Partizan" ruft in türkischer und deutscher Sprache in einem Flugblatt "Wer den Menschen achtet, kämpft für die Zerschlagung des imperialistischen Weltsystems!" zu einer Demonstration zum 1. Mai in Nürnberg auf. Das Flugblatt richtet sich auch gegen das Motto des DGB zum 1. Mai: "Achtet den Menschen - Ächtet die Aussperrung." Parolen sind u. a.:
- "Tod dem westdeutschen Imperialismus!"
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront!"
Q: Bolsevik Partizan: Wer den Menschen achtet, kämpft für die Zerschlagung des imperialistischen Weltsystems!, London (1987).

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23.08.1987:
Von "Bolsevik Partizan" erscheint das Flugblatt: "Der Schlüssel zum Frieden liegt nicht in den Händen Gorbatschows, Reagans, Kohls, Mitterand, Thatchers, Nakasones etc., sondern in den Händen des internationalen Proletariats und der unterdrückten Völker!". Es richtet sich u. a. gegen die sog. "Abrüstungs-, Friedens- und Sicherheitskonferenzen", gegen die Mittelstreckenraketen und die sog. "Null-Lösung", gegen den imperialistischen Krieg. Zum Anti-Kriegstag wird auch gegen den DGB agitiert.

Parolen sind u. a.:
- "Das internationale Proletariat und unterdrückte Völker, bewaffnet Euch zur Entwaffnung aller Imperialisten, Sozialimperialisten und Reaktionäre!"
- "Beteiligt Euch im Kampf für die Versiegung der Quelle der Kriege, damit es nie wieder Krieg wird!"
- "Es lebe der revolutionäre Krieg!"
Q: Bolsevik Partizan: Der Schlüssel zum Frieden liegt nicht in den Händen Gorbatschows, Reagans, Kohls, Mitterand, Thatchers, Nakasones etc., sondern in den Händen des internationalen Proletariats und der unterdrückten Völker, Leeds, 23. August 1987.

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24.09.1987:
"Bolsevik Partizan" ruft in dem Flugblatt "Der Faschist Turgut Özal, Vertreter der Imperialisten und ihrer Lakaien, Todfeind der Arbeiterklasse und Bauern der Türkei der verschiedenen Nationalitäten, Todfeind der kurdischen Nation und der Unterdrückten Nationalitäten in der Türkei, kommt nach West-Berlin!" zum 24.9. zu einer Demonstration in West-Berlin gegen Turgut Özal auf. Er komme zwischen dem 24. und 26.9. nach West-Berlin, als Premier sei er Vertretet des "faschistischen türkischen Staates".
Parolen sind u. a.:
- "Tod dem faschistischen türkischen Staat!"
- "Tod dem westdeutschen Imperialismus!"
- "Nieder mit dem Revisionismus und jeglicher Art Opportunismus!"
- "Es lebe der proletarische Internationalismus!"
- "Der Bolschewismus wird siegen!"
Q: Bolsevik Partizan: Der Faschist Turgut Özal, Vertreter der Imperialisten und ihrer Lakaien, Todfeind der Arbeiterklasse und Bauern der Türkei der verschiedenen Nationalitäten, Todfeind der kurdischen Nation und der Unterdrückten Nationalitäten in der Türkei, kommt nach West-Berlin, Leeds (1987).

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1987:
Vermutlich 1987 erscheint von "Bolsevik Partizan" das Flugblatt: "Die Völker Irans und Iraks werden seit sieben Jahren in einem reaktionären Krieg geschlachtet! Tod dem islamitischen faschistischen Khomeini-Regime! Tod dem faschistischen irakischen Regime! Tod dem Imperialismus!"

Agitiert wird u. a. gegen das Khomeini-Regime, gegen Saddam Hussein, gegen die Massaker in Basra zwischen dem Januar und September des Jahres. Und der "westdeutsche Imperialismus" sei immer dabei. Die "Quelle des imperialistischen Krieges" sei "das imperialistische Weltsystem". "Der richtige Kampf gegen den reaktionären Krieg in Iran-Irak heute ist die Propaganda und der Kampf für die Vorbereitung des revolutionären Kriegs, für die Zerschlagung des religiös-faschistischen Mullah-Regimes im Iran und für die Zerschlagung des faschistischen Baaths-Regimes im Irak durch die volksdemokratische Revolution. Die Aufgabe der iranischen und irakischen Kommunisten im heutigen reaktionären Krieg ist der revolutionäre Defätismus."

Parolen sind u. a.:
- "Tod dem blutsaugerischen religiös-faschistischen Mullah-Regime!"
- "Tod dem faschistischen irakischen Baath-Regime!"
- "Iran, Irak, Afghanistan, Nicaragua, Chile, Türkei, bei jede Schweinerei ist der westdeutsche Imperialismus dabei …"
- "Deutsche Waffen, deutsche Gewehre morden überall in der Welt!"
Q: Bolsevik Partizan: Die Völker Irans und Iraks werden seit sieben Jahren in einem reaktionären Krieg geschlachtet. Tod dem islamitischen faschistischen Khomeini-Regime! Tod dem faschistischen irakischen Regime! Tod dem Imperialismus, London (1987).

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Letzte Änderung: 28.08.2015

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