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Thailand

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 24.5.2006


Materiallage

Hier werden nur einige wenige Dokumente des APO-Archivs vorgestellt.

Die Organisationen

Aus Thailand selbst tritt neben der KP Thailands allein die Thailändische Patriotische Front (FTP) auf. Aus der Bundesrepublik Deutschland berichten vor allem die KPD und die KPD/ML-ZB sowie der KBW.

Wichtige Themen und Ereignisse

Diese Darstellung beginnt mit der Eingliederung Thailands in das US-amerikanische Bündnissystem (vgl. 1945, 1951), u.a. mit Hilfe der SEATO (vgl. 8.9.1954), aber auch der ökonomischen Infiltration (vgl. 1957, Jan. 1959, 1960). Es folgt die Errichtung von US-Militärbasen (vgl. 1964, 1968), die zum Widerstand führt (vgl. 1965). Die USA dehnen ihre Investitionen aus (vgl. 1967), Thailand aber ist damals offenbar noch Zufluchtsort für den USA durchaus unbequeme Personen (vgl. 3.1.1967), die USA sehen sich aber auch der japanischen Konkurrenz gegenüber (vgl. 1969).

Auch thailändische Truppen beteiligen sich auf amerikanischer Seite am Krieg in Vietnam (vgl. 1.8.1968), die KP Thailand und die FTP scheinen mit der KP Chinas befreundet (vgl. Sept. 1969).

Nicht nur als Komplize und Stützpunkt im Vietnam- bzw. Indochinakrieg aber scheint Thailand interessant, gibt es dort doch scheinbar Bodenschätze in Form von Öl (vgl. 11.11.1969, 28.12.1970).

Auch in Thailand regt sich bewaffneter Widerstand gegen die USA und ihre Verbündeten (vgl. Mai 1970), die Rote Opel-Betriebsgruppe der KPD/ML entwickelt in Antwort auf die US-Ideologie eine ganz eigene Dominotheorie (vgl. 11.5.1970).

Thailändische Truppen lassen sich, wollen wir den Quellen Glauben schenken, von den USA aushalten (vgl. 29.6.1970) und durch den SEATO-Vertrag auch zur Invasion in Kambodscha bewegen (vgl. 6.7.1970), obwohl zahlreiche SEATO-Bündnispartner scheinbar anders handeln.

Innenpolitisch kommt es in Thailand ebenfalls zur Krise (vgl. 8.7.1970), was aber die thailändische Luftwaffe nicht von Kriegshandlungen in Kambodscha abzubringen vermag (vgl. 11.7.1970), die sich aber offenbar auch teilweise gegen die heimische Opposition richten, die sich in Kambodscha verschanzt hat (vgl. 13.7.1970), während zahlreiche Kambodschaner sich in Thailand befinden, dort als Soldaten rekrutiert werden (vgl. 13.7.1970). Die KPD/ML-ZB analysiert die Bedeutung Thailands für die Weltherrschaft der USA (vgl. 22.7.1970), berichtet von der engen Zusammenarbeit zwischen Kambodscha und Thailand (vgl. 27.7.1970).

Der Pathet Lao lässt den thailändischen Truppen den gleichen rang bei der Beteiligung am Krieg zukommen, wie den südvietnamesischen (vgl. 10.8.1970), was auf die wichtige Rolle dieser im Grenzgebiet zu Laos hindeutet.

Über die ideologisch-politischen Grundlagen des thailändischen Regimes, welches offenbar vor allem auf Zuwendungen – egal von wem - aus ist, informiert die KPD/ML-ZB (vgl. 12.8.1970). Allerdings ist der teilweise Rückzug der US-Truppen keineswegs gleichbedeutend mit einer Aufgabe von Ansprüchen der USA auf die Region, diese sollen fortan offenbar lediglich eher mit einheimischem Personal durchgesetzt werden (vgl. 29.8.1970).

Thailand ist Partner des Lon-Nol-Regimes in Kambodscha (vgl. 7.12.1970), die KPD berichtet vom Erstarken der KP Thailands (1971), die KPD/ML-ZB (vgl. 2.5.1917) und ihr KJVD (vgl. Feb. 1971) berichten von den bundesdeutschen Waffenlieferungen, die vermutlich auch bei der Invasion thailändischer Truppen in Laos (vgl. 1.2.1971, 5.2.1971) nützlich sind. Auch Thailändische Söldner (vgl. 11.2.1971) ergänzen in Laos offenbar die Aktionen der thailändischen Truppen (vgl. 14.2.1971).

Die KPD berichtet von der Stützpunktfunktion Thailands für die USA (vgl. 9.8.1971) und vom Putsch in Thailand (vgl. Nov. 1971), die KG (NRF) berichtet Einzelheiten über den Anteil Thailands an der Bombardierung Nordvietnams (vgl. 25.12.1971) und dem Krieg in Laos (vgl. 27.12.1971).

Die KPD kündet vom thailändischen Widerstand (vgl. 10.1.1972, 5.2.1972, 14.2.1972) und der engen Zusammenarbeit des thailändischen Regimes mit dem Lon-Nol-Regime in Kambodscha (vgl. 19.1.1972) und den USA (vgl. 24.2.1972).

Auch Marxisten-Leninisten in NRW zählen auf das thailändische Volk in ihrem Sehnen nach der Weltrevolution (vgl. Apr. 1972), die LgdI der KPD stellt dagegen, ebenso wie das Nationale Vietnamkomitee (NVK) der KPD (vgl. 1.7.1972) und diese selbst (vgl. 26.7.1972), die enge Einbindung Thailands in den Truppenaufmarsch der USA in Südostasien dar (vgl. 5.6.1972, 1.7.1972).

Aus Dortmund erfahren wir vom Inhalt des SEATO-Vertrags (vgl. Jan. 1973), die ML Dortmund betonen die Bedeutung Thailands für die Aufrechterhaltung der US-amerikanischen Präsenz in Südostasien (vgl. 27.1.1973), das Regensburger Vietnamkomitee für Frieden und Befreiungskampf (VKfFuB) ist ganz ähnlicher Ansicht (vgl. 2.3.1973), ebenso die KPD (vgl. 23.3.1973) und der Pathet Lao (vgl. 24.3.1973).

Der kambodschanische Prinz Sihanouk ist zuversichtlich bzgl. Thailands (vgl. 16.4.1973), die KPD stellt weiter die Einbindung Thailands in die US-amerikanische Kriegsmaschinerie dar (vgl. 26.4.1973), ihre Freunde an Dortmunder Gymnasien schulen sich über Thailand (vgl. 3.5.1973, 10.5.1973), in Bochum (vgl. 13.8.1973) und auch bundesweit (vgl. 16.8.1973) wird die thailändische Unterstützung für Lon-Nol angeprangert.

Der KBW berichtet von demokratischen Bestrebungen in Thailand (vgl. 13.10.1973), die KPD berichtet wiederholt über Thailand (vgl. 17.10.1973, 9.1.1974, 16.1.1974), verfügt in München offenbar auch über Kontakte zu Thailändern (vgl. 25.2.1974).

In Bonn berichten die freunde der KPD von den japanischen Kriegsverbrechen in Thailand (vgl. 14.10.1974), in Frankfurt geben sich die Frankfurter ML (vgl. 20.4.1975) bzgl. Thailands ebenso siegesgewiß wie die Freunde der KPD in NRW (vgl. 29.9.1975). Die KPD berichtet wiederholt aus Thailand (vgl. 2.12.1975, 17.3.1976, 13.10.1976), ist offenbar mit der KP Thailand befreundet (vgl. 22.12.1976, 19.1.1977). Diese aber zeigt sich scheinbar bzgl. ihrer China-Treue zunächst eher halbherzig (vgl. 16.5.1977, Jan. 1980).

Aus München wird eine erste eigenständige Solidaritätsaktion mit Thailand dokumentiert (vgl. 8.7.1977). Im Gefolge der Auseinandersetzungen um die Massenmorde der Roten Khmer in Kambodscha wird Thailand seitens der Apolegeten der Roten Khmer als eigentlicher Urheber der Meldungen über Greueltaten dargestellt (vgl. 30.1.1978). In Bochum wird abschließend für diese Darstellung über die KP Thailands diskutiert (vgl. 6.7.1984).


Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

1945:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1951):"
Als nach der Niederlage des japanischen Konkurrenten 1945 der US-Imperialismus seine große Expansion in ganz Asien durchführte, war Thailand eines seiner Hauptzielgebiete. ...

Sofort nach 1945 begannen die US-Imperialisten, Thailand zu einem ihrer wichtigsten militärischen Stützpunkte in Asien auszubauen."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

1951:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1945, 1957):"
Als einziges Land in Asien war Thailand nie eine Kolonie nach klassischem Muster. Der Einfall kolonialer Truppen war nicht nötig, da die Feudalherren und Militärmachthaber das Land freiwillig den imperialistischen Großmächten auslieferten. So hat sich in Thailand nie die Tradition des antikolonialen Kampfes wie in den umliegenden asiatischen Ländern herausgebildet. Als nach der Niederlage des japanischen Konkurrenten 1945 der US-Imperialismus seine große Expansion in ganz Asien durchführte, war Thailand eines seiner Hauptzielgebiete. Die wirtschaftliche Ausplünderung des Landes wurde, da es als 'politisch stabil' galt, in großem Stil betrieben. Die 'Hilfen' und Anleihen, die die US-Regierung nach Thailand hereinschaffte, beliefen sich in den Jahren 1951 bis Anfang 1959 auf 1,83 Milliarden US-Dollar.

Wenn man in Rechnung stellt, daß diese Anleihen nur zweckgebunden zum Ankauf amerikanischer Waren oder für Aufträge an amerikanische Firmen vergeben werden, erklärt sich, woher die US-Imperialisten über den 'normalen' Profitsatz von 1,53 US-Dollar pro 'geliehenen' Dollar ihre zusätzlichen Gewinne beziehen."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

08.09.1954:  Aus Vietnam berichtet Horst Szeponik (vgl. Aug. 1954, 29.9.1954):"
Gründung des von Washington inspirierten aggressiven Südostasienpaktes (SEATO), dem die USA, Großbritannien, Frankreich, Neuseeland, Australien, Pakistan, Thailand und die Philippinen angehören. Südvietnam, Laos und Kambodscha werden zur 'Schutzzone' der SEATO erklärt."

Eine Arbeitsgruppe an der PH Dortmund berichtet:"
Der Vertrag legte fest, daß die Unterzeichnerstaaten ihr Verteidigungspotential erhöhen sollten, um jeglichen Angriff und jegliche Subversion auf ihre Gebiete zu bekämpfen. In einem weiteren Zusatz wurde der Geltungsbereich des Vertrages auf Kambodscha, Laos und Vietnam ausgedehnt, ohne daß die Regierungen gefragt worden wären. Laut New York Herald Tribune vom 17.9.1954 erklärten die USA zusätzlich, sie würden den Vertrag nur erfüllen, wenn es sich um eine kommunistische Aggression handelte. Dadurch wurden die asiatischen Vertragspartner geradezu aufgefordert, jeden Aufstand als kommunistische Aggression auszugeben. Schon damals bezeichnete der indische Verteidigungsminister Krishna Menen den SEATO-Pakt als ersten Bruch des Genfer Abkommens."
=Horizont Nr.46,Berlin (DDR) 2. Novemberwoche 1972,S.25f;
Arbeitsgruppe des Seminars Marxismus und Psychoanalyse an der PH Dortmund:Die Entstehung des Vietnam-Kriegs,Dortmund o.J. (1973)


1957:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1951, 1.1.1959):"
Seit Kriegsende stieg der Export von Privatkapital durch die großen US-Konzerne nach Thailand bedeutend. Der Gesamtwert der Warenexporte belief sich 1957 auf 164 Mio. Dollar."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

Januar 1959:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1957, 1960):"
Die 'Hilfen' und Anleihen, die die US-Regierung nach Thailand hereinschaffte, beliefen sich in den Jahren 1951 bis Anfang 1959 auf 1,83 Milliarden US- Dollar."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

1960:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1.1.1959, 1964):"
Von 25 Millionen US-Dollar 1960 wurden die Investitionen auf 110 Millionen im Jahre 1967 gesteigert."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

1964:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1960, 1967):"
Als die US-Imperialisten 1964 bis 1968 ihre großen Stützpunkte errichteten und erweiterten, gab es die ersten großen Widerstandsaktionen."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

1965:  Die Patriotische Front Thailands (FTP) wird gegründet.
=Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.10

1967:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1964, 1968):"
Von 25 Millionen US-Dollar 1960 wurden die Investitionen auf 110 Millionen im Jahre 1967 gesteigert."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

31.10.1967:  Aus Vietnam berichtet Horst Szeponik (vgl. 23.9.1967, 21.11.1967), daß Nguyen van Thieu sein Amt als Marionette der USA antritt.

Die KPD/ML-ZB (vgl. 31.7.1971) berichtet von weiteren Wahlen (vgl. 16.7.1971, 3.10.1971) sowie der Vorbereitung dieser:"
Ein Beispiel für eine 'demokratische' Wahl in Südvietnam ist die Präsidentschaftswahl 1967.

Thieu und Ky waren die Hauptkandidaten, da General Minh, der im thailändischen Exil lebte, die Einreise zur Wahl verweigert wurde."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.57,Bochum 31.7.1971,S.10;
Horizont Nr.46,Berlin (DDR) 2. Novemberwoche 1972,S.25f


1968:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1967, 1969):"
Um den Bau ihrer Militärobjekte durchzusetzen, entrissen die US-Imperialisten den Bauern Thailands Grund und Boden von mehr als einer Million Rai (1 Rai gleich 1 600 qm). Dadurch wurden viele Bauern obdachlos und mittellos. Ihre Häuser wurden zerstört und ihre Familienangehörigen wurden vertrieben oder kamen um."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

01.08.1968:  Aus Vietnam berichtet Horst Szeponik (vgl. 27.6.1968, 31.10.1968):"
Die Zahl der US-Aggressoren in Südvietnam beträgt 540 000 zuzüglich etwa 65 000 Mann 'alliierte' Truppen aus Südkorea, Australien, Neuseeland, Thailand und den Philippinen."
=Horizont Nr.46,Berlin (DDR) 2. Novemberwoche 1972,S.25f

1969:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1968, Mai 1970):"
Wie in ganz Asien macht sich auch auf dem thailändischen Markt die Konkurrenz der japanischen Monopole bemerkbar. Bereits 1969 schafften die japanischen Konzerne Waren im Werte von 433 Millionen Dollar nach Thailand und überflügelten damit die amerikanische Konkurrenz."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

April 1969:  In der Aprilausgabe des 'Roten Morgens' der KPD/ML (vgl. März 1969, Mai 1969) wird u.a. eingegangen auch auf den 9.Parteitag der KP Chinas, an den u.a. folgende Gruppen Grüße sandten:
- KP Thailand,
- Thailändische Patriotische Front.
=Roter Morgen,Hamburg Apr. 1969

September 1969:  Die Septemberausgabe des 'Roten Morgens' der KPD/ML (vgl. Aug. 1969, Okt. 1969) erscheint.
Im Artikel "Zerschlagt die imperialistischen Blitzkriegspläne", wird darauf verwiesen, "daß nach den imperialistischen Überfällen Israels auf 5 arabische Länder und der Sowjetunion auf die Tschechoslowakei unter den reaktionären Kräften, der Blitzkrieg unter den reaktionären Kräften in der Welt neues Ansehen gewonnen hat." Selbst die US-Imperialisten haben "durch ihre schweren Niederlagen in Vietnam, Laos und Thailand begriffen, daß sie trotz ihrer materiellen Überlegenheit nicht allmächtig sind, sondern selbst von kleinen Völkern schwer angeschlagen werden können."
=Roter Morgen,Hamburg Sept. 1969

11.11.1969:  Die KPD/ML-ZB berichtet aus Thailand bzw. den USA über die Ölsuche:"
Der US-Botschafter in Thailand, Unger, erklärte am 11.11.1969 vor einem Senatsausschuß: 'Es handelt sich um eine ganz große Sache, die zur Zeit im Golf von Thailand betrieben wird... 6 Gesellschaften, davon 5 amerikanische sind damit beschäftigt; sie haben gute Hoffnung, etwas zu finden. Wenn es wirklich klappt, gäbe es eine neue wichtige, wichtige Quelle für amerikanische Investitionen.' Es handelt sich um die Gesellschaften Tenneco, Standard Oil of California, Gulf, Continental, Union Oil of California und British Petroleum. Zusammen haben sie ca. 40 Mio. DM in die Suche investiert."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.3,Bochum 13.1.1971,S.10

Mai 1970:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1969, 1971) vermutlich u.a. aus dem Mai über die Folgen der US-Invasion in Laos vom 30.4.1970:"
In dem Maße, wie die US-Imperialisten ihren Aggressionskrieg auf ganz Indochina ausdehnten und Thailand zum Hauptstützpunkt für den Krieg in Laos und die B-52 Luftflotte machten, richteten die Arbeiter und Bauern im Zeichen der internationalen Solidarität ihren Kampf gegen die Ausdehnung des Krieges aus. Als im April 1970 die US-Imperialisten ihre Invasion in Kambodscha durchführten, griffen bewaffnete Kämpfer des thailändischen Volkes in den an Laos und Kambodscha angrenzenden Gebieten die Nachschublinien der US-Armee und ihrer thailändischen Marionetten an und zerstörten Brücken, Landstraßen und Nachschubkonvois."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

11.05.1970:  Die Rote Opel-Betriebsgruppe der KPD/ML bzw. später KPD/ML-ZK Bochum gibt vermutlich in dieser Woche eine Sonderausgabe ihrer 'Zündkerze' (vgl. 13.4.1970, 26.5.1970) für Bochumer Betriebe heraus:"
NIXON, KAMBODSCHA UND WIR
'WAS GEHT UNS KAMBODSCHA AN?'
...
'SIND DENN EIGENTLICH ÜBERALL VIETCONG?'

- Das fragen zu recht viele Kollegen, wenn sie Adolf Nixon nun plötzlich reden hören, ganz Kambodscha stecke voller Vietcongs. Nixon hält die Volksmassen wirklich für dumm: gestern erzählte er ihnen, in Südvietnam gäbe es gar keine Vietcong, sondern nur 'infiltrierte Nordvietnamesen'. Also: in Südvietnam gibt es nur Nordvietnamesen, aber in Kambodscha gibt es Südvietnamesen (Vietcong)! Morgen wird Adolf Nixon uns erzählen, in Thailand steckten rote Kambodschaner und übermorgen, in Indien würde es nur so von roten Thailändern wimmeln."
=Zündkerze Sdr.ausg. für Bochumer Betriebe,Bochum Mai 1970

29.06.1970:  Aus Kambodscha wird vermutlich aus dieser Woche von der KPD/ML-ZB berichtet, daß die südvietnamesischen Truppen, die ursprünglich gemeinsam mit den US-Truppen, die schon abgezogen seien, das Land hätten verlassen sollen, nun noch auf unbefristete Zeit bleiben würden. Auch Thailand würde nun Truppen nach Kambodscha schicken, wofür die USA das Geld bereitstellen wollten.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.11,Bochum 2.7.1970,S.*

06.07.1970:  In Manila auf den Philippinen sprechen sich vermutlich in dieser Woche die Außenminister der SEATO-Länder für eine 'politische' Lösung zur Wahrung der Neutralität Kambodschas aus. Dies wird von der KPD/ML-ZB als Verschleierung der aggressiven Absichten des US-Imperialismus interpretiert.

Später wird von der SEATO-Konferenz in Manila berichtet, daß Pakistan das Kommunique nicht unterzeichnet habe und die anderen Staaten mit der Entsendung von Truppen nach Kambodscha zögerten, weil sie den Zorn ihrer Völker fürchteten. Thailand allerdings, welches auch mit 10 000 -12 000 Soldaten in Vietnam vertreten sei, habe mittlerweile drei Bataillone nach Kambodscha entsandt.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.13 und 14,Bochum 9.7.1970 bzw. 13.7.1970

08.07.1970:  In Thailand werden, laut KPD/ML-ZB, Polizei und Armee in Alarmbereitschaft versetzt, um des immer stärker werdenden Widerstandes des Volkes gegen die steigenden Lebenshaltungskosten und die Steuererhöhungen Herr zu werden. Die reaktionäre Regierung sei durch den Widerstand so in Angst und Schrecken versetzt worden, daß sie den Führer der KP Thailands und zehn weitere KP-Mitglieder verhaftet habe.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.14,Bochum 13.7.1970

11.07.1970:  Die thailändische Luftwaffe beginnt, laut KPD/ML-ZB, die sich wiederum auf Offiziere des kambodschanischen Lon Nol-Regimes beruft, mit einer Serie von Angriffen auf die Stellungen der Volksbefreiungsstreitkräfte Kambodschas in der Nähe der Ruine von Angkor.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.17,Bochum 22.7.1970

13.07.1970:  Die KPD/ML-ZB berichtet aus Thailand, die Luftwaffe habe diese Woche Angriffe gegen Stützpunkte thailändischer Rebellen in Kambodscha geflogen.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.17,Bochum 22.7.1970

13.07.1970:  Die reaktionären Regierungen von Thailand und Südvietnam haben, laut KPD/ML-ZB, vermutlich in dieser Woche eine engere Zusammenarbeit vereinbart, die u.a. die militärische Ausbildung von 10 000 in Thailand lebenden Kambodschanern in Südvietnam umfasse.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.16,Bochum 18.7.1970

22.07.1970:  Die Nr.17 des 'KND' der KPD/ML-ZB (vgl. 18.7.1970, 25.7.1970) erscheint.
Was Indochina angeht, so widmet sich dieser 'KND' besonders der Lage in Thailand, welches, laut KPD/ML-ZB, eine Schlüsselstellung für die Region besitzt. Von daher sei es klar, daß die US-Imperialisten es unter Kontrolle halten wollten. Aufstandsbekämpfung werde sowohl auf ideologischem Gebiet durch die Advanced Research Project Agency (ARPA), an der die Universitäten Stanford und Cornell beteiligt sind, als auch in technischer Hinsicht, z.B. durch Entwicklung von Flugzeugen, die Körperwärme registrieren können betrieben. Allerdings habe sich auch in Thailand, ebenso wie in Laos, Vietnam und Kambodscha eine Volksbefreiungsbewegung gebildet, die der reaktionären Clique mächtige Schläge versetze (vgl 13.7.1970).
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.17,Bochum 22.7.1970

27.07.1970:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche über den Besuch Lon Nols von Kambodscha in Thailand, wo u.a. der Austausch von Geheimdienstberichten vereinbart worden sei.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.20,Bochum 1.8.1970

10.08.1970:  Die KPD/ML-ZB berichtet aus Laos vom Pathet Lao (vgl. 16.5.1970, 1.2.1971):"
Am 10.8.1970 veröffentlichte der Pathet-Lao eine weitere Meldung. Danach haben Einheiten der südvietnamesischen Marionettentruppen in der befreiten Zone der Provinz Sarvane 'Säuberungsaktionen' und andere Vernichtungsaktionen durchgeführt. Schon damals erklärte das ZK der Befreiungsfront: ' Diese neue Steigerung des Krieges durch die US-Imperialisten und ihre Lakaien ist ein Teil ihres Planes, die Truppen ihrer Marionetten in Bangkok (in Thailand, d.Vf.) und Saigon zu benutzen, um ihren Aggressionskrieg auf Laos auszudehnen.'"
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.10,Bochum 6.2.1971,S.11

12.08.1970:  Die Nr.23 des 'KND' (vgl. 8.8.1970, 15.8.1970) erscheint.
Der Sprecher der DRV bei den Pariser Verhandlungen habe die Ankündigung, bis Ende 1972, bis auf 20 000 Militärberater, alle US-Truppen abzuziehen, als Teil des US-Wahlkampfes bezeichnet. Die thailändische Regierung habe für den Fall des Disengagements der USA bereits Kontakte zur SU aufgenommen, um durch Handelsverträge den Wegfall der US-Militärhilfe kompensieren zu können. Der Vertrag müsse nur noch unterzeichnet werden.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.23,Bochum 12.8.1970

29.08.1970:  Die Nr.28 des 'KND' (vgl. 26.8.1970, 1.9.1970) erscheint.
Der US-Vizepräsident Spiro Agnew sei auf einer neuntägigen Rundreise durch Südkorea, Taiwan, Thailand, Südvietnam und Kambodscha, wo er den Regierungen die neue US-Taktik, Asiaten gegen Asiaten kämpfen zu lassen, schmackhaft machen solle.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.28,Bochum 29.8.1970

07.12.1970:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
KAMBODSCHA
...
Neben den USA und Südvietnam hatten bisher Japan, Thailand, Australien und Südkorea den Kampf der Lon-Nol-Clique gegen das kambodschanische Volk unterstützt."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.58,Bochum 12.12.1970,S.12

28.12.1970:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
US-ÖLMONOPOLE IN SÜDOSTASIEN
...
Auch entlang der thailändischen und der kambodschanischen Küste scheinen Ölkonzerne auf günstige Quellen gestoßen zu sein (vgl. 11.11.1969,d.Vf.). ... Im Auftrag der UNO Kommission für Asien und den Fernen Osten wurde das gesamte Gebiet von Thailand über Südvietnam bis hin ins chinesische Meer, die Landenge von Taiwan und nach Japan geologisch untersucht. Es wurde festgestellt, daß in dem Küstensockel dieses Gebietes vermutlich die größten bisher bekannten Ergas- und Erdölvorräte lagern. Sie übertreffen die Vorräte der arabischen Halbinsel weit. Zudem zeichnen sich die bisher in diesem Gebiet gefundenen Quellen durch einen besonders geringen Schwefelanteil aus, was die Raffineriekosten senkt. Die Geologen der US-Monopole, die dort arbeiten schätzen, daß die Öllager von Thailand, Südvietnam und im chinesischen Meer innerhalb von 5 Jahren eine Tageskapazität von 60 Mio. To. fördern können. Das ist mehr, als die derzeitige Kapazität aller im Besitz westlicher Monopole befindlicher Quellen zusammen.

Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich die Anstrengungen, die die US-Imperialisten unternehmen, den Freiheitskampf der Völker in Südostasien zu unterdrücken, gut einschätzen. Wie sein Vorgänger Johnson ist auch Präsident Nixon den Ölmonopolen eng verbunden. Der beste Kunde seiner Anwaltskanzlei in New York ist die Monopolgruppe El Paso Natural Gas.

Die US-Imperialisten sind umso mehr an den Ölquellen im südostasiatischen Küstensockel interessiert, als ihr Bedarf an Rohöl ständig steigt. 1980 werden sie pro Tag ca. 4 Mio. to. verbrauchen, sie produzieren im eigenen Land aber 1 Mio. to. pro Tag. Öl aus Südostasien ist schon allein aufgrund der Transportkosten billiger als arabisches. Die USA werden also gezwungen sein, immer größere Mengen von Rohöl zu importieren.

Die Verkündung des Erdölgesetzes durch das Marionettenparlament von Saigon, die Verhandlungen, die die thailändische und kambodschanische Kompradorenclique mit US-Monopolen führen, die Sucharbeiten der UNO-Kommission und die Investitionen die japanische Monopole ist Südostasien tätigen, fügen sich in die Bedürfnisse der US-Imperialisten und der japanischen Militaristen genau ein. Ihr Bedarf an billigen und sicheren Ölquellen steigt ständig. Die derzeit ausgebeuteten Quellen können diesen Bedarf ohne riesige Zusatzinvestitionen nicht decken. Der südostasiatische Küstensockel kann riesige Mengen billigen Erdöls liefern.

Die Suchtätigkeit der US-Monopole spekuliert darauf, daß es den US-Imperialisten gelingen könnte, den Kampf der Völker Südostasiens erfolgreich zu unterdrücken. Der Kampf der Völker Südvietnams, Kambodschas, Laos und Thailands zeigt, daß das nicht möglich ist."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.3 und 12,Bochum 13.1.1971 bzw. 13.2.1971,S.9f bzw. S.11

1971:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. Mai 1970, Nov. 1971):"
'Wo es Unterdrückung gibt, da gibt es Widerstand.' Unter diesem Wahlspruch beteiligten sich allein im vergangenen Jahr 320 000 Bauern an verschiedenartigen Kampfaktionen. Angeleitet wurden sie dabei von der Kommunistischen Partei Thailands (KPTh,d.Vf.), die sich innerhalb weniger Jahre zur führenden Kraft im Kampf des thailändischen Volkes gegen die US-Imperialisten und ihre örtlichen Marionetten herausgebildet hat. Die Zentren der revolutionären Bewegung befinden sich in den nordöstlichen Provinzen und im Süden des Landes.

Aus den Reihen der armen Bauern, Land- und Industriearbeiter sowie einiger Gruppen revolutionärer Intellektueller wurde die Nationale Befreiungsarmee Thailands gebildet, die in diesen Regionen bereits Stützpunktgebiete errichtet hat. Selbst wenn der Kampf in Thailand in seiner Stärke noch nicht die Ausmaße der revolutionären Bewegung in Indochina angenommen hat, hat er doch bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen.

Im vergangenen Jahr dehnten sich die Kämpfe auf mehr als 170 Distrikte in 38 Provinzen aus. Beim Zurückschlagen mehrerer 'Einkreisungs- und Vernichtungsfeldzüge' wurden 1 700 Mann feindlicher Truppen vernichtet, 55 Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört und dabei große Mengen an Munition und anderen Versorgungsgütern erbeutet. Die Kommunistische Partei Thailands bemüht sich, den Widerstand auch in den von den Marionetten kontrollierten Gebieten zu organisieren. Mehr als 20 000 Arbeiter beteiligten sich 1971 an 80 Streikkämpfen für Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

25.01.1971:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
THAILAND

Die thailändische Kompradorenklasse bereitet sich auf den immer schärfer werdenden Kampf gegen das thailändische Volk vor.
Die westdeutsche Firma Heckler und Koch aus Oberndorf bei Nürnberg (tatsächlich in Baden-Württemberg,d.Vf.) wird für 20 Mio. DM Ausrüstungsmaschinen für eine Waffenfabrik liefern. In der Fabrik sollen Schnellfeuergewehre hergestellt werden. Binnen 2 Jahren will die thailändische Kompradorenklasse eine eigene Rüstungsindustrie aufgebaut haben."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.9,Bochum 3.2.1971,S.11

Februar 1971:  Der KJVD der KPD/ML-ZB (vgl. März 1971) berichtet vermutlich aus dem Februar:"
BRD-KAPITALISTEN UNTERSTÜTZEN US-AGGRESSOREN

Die westdeutsche Firma Heckler und Koch aus Oberndorf bei Nürnberg wird über 20 Millionen DM Ausrüstungsmaschinen für eine Waffenfabrik in Thailand liefern. In der Fabrik sollen Schnellfeuergewehre hergestellt werden. Die thailändischen Freunde der US-Imperialisten wollen in zwei Jahren eine eigene Rüstungsindustrie aufgebaut haben.

Die westdeutschen Imperialisten unterstützen sie dabei nach Kräften."
=Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.3,Bochum März 1971,S.7

01.02.1971:  Die KPD/ML-ZB (vgl. 6.2.1971) berichtet:"
ÜBERFALL AUF LAOS

Nach Berichten einer japanischen Nachrichtenagentur haben am Morgen des 1.2. etwa 5 000 südvietnamesische Fallschirmjäger einen Überfall auf das Territorium von Laos begonnen. Sie wurden von mehreren hundert thailändischen Soldaten und durch Artillerie und Luftwaffe der USA unterstützt. ...
Durch die Bildung der politisch-militärischen Achse Vientiane-Saigon-Bangkok-Phnom Penh und durch die Basen in Thailand und die noch besetzten Gebiete in Südvietnam, Kambodscha und Laos, wird der US-Imperialismus versuchen (den Krieg,d.Vf.) in Südostasien zu verlängern.

Gleichzeitig versucht er, die Nixon-Doktrin zu verwirklichen, die darin besteht, Indochinesen gegen Indochinesen zu hetzen.'

Trotz der wachsenden militärischen Aggression wendete sich die Situation immer eindeutiger zugunsten der Befreiungsfront.

Sie gab an, bis 1970 30 000 feindliche Soldaten außer Gefecht gesetzt zu haben.

Unter diesen Soldaten waren 310 thailändische und 160 vietnamesische Söldner."

Der KJVD der KPD/ML-ZB (vgl. März 1971) berichtet u.a. über heute:"
LAOS: SIEGE DER BEFREIUNGSARMEE

Am 1.2.1971 befahl Nixon einen neuen Angriff gegen die Völker Indochinas. 5 000 südvietnamesische Fallschirmjäger landeten in den befreiten Gebieten von Laos. Sie wurden unterstützt von mehreren hundert thailändischen Soldaten und durch Nixons Luftwaffe und Artillerie."
=Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.3,Bochum März 1971,S.7;
Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.10,Bochum 6.2.1971,S.10f


05.02.1971:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich von heute:"
In Laos setzen die patriotischen Kräfte ihren Vormarsch fort und fügen den reaktionären Truppen der Vientianer Clique, die umfangreich von der amerikanischen Luftwaffen und von den thailändischen Truppen unterstützt werden, erhebliche Verluste bei."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.11,Bochum 10.2.1971,S.2

11.02.1971:  Die KPD/ML-ZB berichtet:"
Seit dem Jahr 1963 befinden sich US-'Militärberater' in Laos, deren Zahl bis 1970 auf etwa 10 000 stieg. Diese Berater haben eine eigene Armee von ca. 40 000 Mann aufgebaut, die sie aus südvietnamesischen, thailändischen 'Freiwilligen' sowie aus Angehörigen der rassischen Minoritäten der Meo- und Yao-Stämme rekrutiert. Diese Streitmacht wird direkt aus den USA bezahlt und ausgerüstet. Sie wird von Funktionären des US-Geheimdienstes CIA geführt."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.13,Bochum 17.2.1971,S.10

14.02.1971:  Die KPD/ML-ZB berichtet:"
LAGE IN LAOS
...
Im Gebiet um Long Cheng stehen auch zwei thailändische Batterien, die dort für die Interessen der US-Imperialisten kämpfen."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.14,Bochum 20.2.1971,S.10

09.08.1971:  Die KPD gibt vermutlich in dieser Woche ihre erste 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) bei Hoesch Dortmund (vgl. 6.9.1971) heraus. Der dritte und letzte Artikel lautet:"
DER SIEGREICHE KAMPF DES VIETNAMESISCHEN VOLKES
DIE AUFGABEN DER BETRIEBSZELLE HOESCH UND IHRER BETRIEBSZEITUNG, DER KOMMUNISTISCHEN ARBEITERPRESSE
...
Schon seit langem hatten der US-Imperialismus und die Monopolkapitalisten Amerikas ihren Arm nach Indonesien, Thailand, Burma und Malaya ausgestreckt und betreiben das schmutzige Geschäft der Ausplünderung von Rohstoffen und billigen Arbeitskräften.

Thailand und Burma und Indonesien sind für den US-Imperialismus militärische Stützpunkte, von denen er durch Bombereinsätze schon während des Vietnam-Krieges seine Angriffe startet.
...
Aber der heldenhafte Kampf des vietnamesischen Volkes hat auch die Reihen der Volksmassen in Indonesien, Burma, Thailand und Malaya fester zusammengeschlossen und sie in den aktiven Kampf gegen den US-Imperialismus geführt."
=Rote Fahne Nr.23,Berlin 13.8.1971,S.4

November 1971:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1971, 10.1.1972):"
Dem Aufschwung der revolutionären Bewegung versucht das Bangkoker Regime mit verschärften Maßnahmen zu begegnen. Im November 1971 wurden kurzerhand durch einen Militärputsch die Überreste des Parlaments beiseitegeschoben und eine Militärregierung unter 'Feldmarschall' Thanom Kittikachorn errichtet. Damit hat das Regime für die US-Imperialisten den gleichen Status erlangt wie Südvietnam, Südkorea oder Indonesien."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

25.12.1971:  Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet:"
US-OFFENSIVE IN INDOCHINA

'Fest zusammenstehen an allen Fronten und jeden Versuch der Aggression der USA zerschlagen' - das war die gemeinsame Parole, mit der die Bevölkerung von Nordvietnam die amerikanischen Luftangriffe auf militärische Einrichtungen, Versorgungszentren, Krankenhäuser, Städte und Dörfer des Landes abwehrte.

Zwischen dem 25. und dem 30.Dezember 1971 hat die amerikanische Luftwaffe das Gebiet der Volksrepublik Nordvietnam in weit über 1 000 Einsätzen bombardiert. Der Einsatz der Phantom-Jäger und der B 52-Bomber wurde über ein besonderes Sender-Empfänger-System von Thailand aus ferngesteuert. Es wurden Bomben abgeworfen, die bei der Explosion eine Druckwelle erzeugen. Diese Druckwelle walzt alles glatt im Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Sie ist also zu vergleichen mit jenen Druckwellen, die bei der Explosion von Atombomben entstehen."
=Arbeiter-Zeitung Nr.1,Mannheim/Heidelberg Jan. 1972,S.7f

27.12.1971:  Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet u.a. von heute aus Indochina (vgl. 25.12.1971):"
Die US-Regierung hat die Verschärfung des Luftkrieges angeordnet, nachdem in ganz Indochina seit Beginn der Trockenperiode die Befreiungsarmeen den US-Imperialismus und seine Marionetteregime in Südvietnam, Laos und Kambodscha entscheidend zurückgeschlagen haben. Vor allem in Laos kann sich das vom amerikanischen Geheimdienst CIA geführte Sammelsurium an thailändischen und regierungstreuen Truppen nur in und um die Hauptstadt Vientiane herum halten. Vientiane ist von den Truppen der Befreiungsbewegung Pathet Lao seit Anfang des Jahres eingeschlossen" (vgl. 1.1.1972,d.Vf.).
=Arbeiter-Zeitung Nr.1,Mannheim/Heidelberg Jan. 1972,S.7f

10.01.1972:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. Nov. 1971, 19.1.1972):"
Am 10.Januar 1971 unternahm ein Kommando der Nationalen Befreiungsarmee Thailands einen Angriff auf die Luftwaffenbasis Utapao. Obwohl dieser Stützpunkt von Sondereinheiten der thailändischen Armee und US-Luftwaffe bewacht wird, gelang es, drei Maschinen vom Typ B-52 zu zerstören oder zu beschädigen. Diese Unternehmung wurde erfolgreich als Vergeltungsangriff für die Luftüberfälle auf Vietnam durchgeführt."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

19.01.1972:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 10.1.1972, 14.2.1972):"
Am 19.Januar unterzeichneten Vertreter des Lon-Nol-Regimes (Kambodscha) mit der thailändischen Militärregierung ein Abkommen, nach dem künftig Truppen beider Regierungen das Recht haben, bei der Verfolgung 'umstürzlerischer Terroristen' die Landesgrenzen in beiden Richtungen zu überschreiten. In diesem Abkommen, das ohnehin nur einen bestehenden Zustand legalisiert, liegt das stillschweigende Eingeständnis, daß die Militärregierung der breiten antiimperialistischen Aufstandsbewegung des thailändischen Volkes mit verharmlosenden Presseerklärungen nicht mehr Herr wird."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

05.02.1972:  Die KPD (vgl. 11.2.1972) berichtet von ihrer heute und morgen angeblich in Berlin stattfindenden vierten Parteikonferenz (vgl. Nov. 1970). In der 'RF' heißt es am 19.4.1972:"
RECHENSCHAFTSBERICHT DES 3.ZK AN DIE 4.PARTEIKONFERENZ
...
6. Gegen den USA-Imperialismus und den japanischen Imperialismus haben sich die asiatischen Völker zu einer Einheitsfront zusammengeschlossen, deren Kern die Volksrepublik China, die Koreanische Volksdemokratische Republik, die Demokratische Republik Vietnam, die Provisorische Revolutionäre Regierung Südvietnams (VR China, KVDR, DRV bzw. PRR,d.Vf.) sowie die nationalen Befreiungsfronten von Laos, Kambodscha und Thailand bilden."
=Rote Fahne Nr.36,Berlin 11.2.1972

14.02.1972:  Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet aus Thailand (vgl. 1945, 19.1.1972) u.a. vermutlich spätestens aus dieser Woche:"
DER KAMPF DES THAILÄNDISCHEN VOLKES!
...
Durch das Senken der Rohstoffpreise und das Einschleusen von Billigwaren haben die ausländischen Imperialisten dem thailändischen Volk schweren Schaden zugefügt. Durch den Export von US-Getreide verloren die reisexportierenden Länder ihre traditionellen Märkte. Dadurch wurde in Thailand die landwirtschaftliche Produktion ruiniert. Der durch die Kontrolle des Rohstoffmarktes und die Zerstörung des traditionellen handwerklichen, industriellen und landwirtschaftlichen Produktion entstandene Schaden wird für Thailand auf etwa 5 Milliarden US-Dollar geschätzt. ...

In Bangkok befindet sich das Hauptquartier des SEATO. Im Rahmen der Einkreisungsstrategie gegen die sozialistischen Länder Asiens und die nationalen Befreiungsbewegungen zwangen die US-Imperialisten ihre südostasiatischen Marionetten in dieses Militärbündnis.

Das Pentagon hat in Thailand ein breites Netz militärischer Stützpunkte errichtet. Es wurden mehr als 60 wichtige militärische Anlagen erbaut, darunter 6 Flugbasen, 30 Reserveflugplätze, 11 Armeekasernen, 4 Raketenbasen sowie dazugehörige Radarstationen, 10 Marinebasen und -kasernen. Darüberhinaus haben die USA die thailändische Armee mit modernsten Waffen und Kriegsmaterial im Werte von 1 Milliarde US-Dollar ausgerüstet.

In Thailand sind gegenwärtig zehntausende amerikanischer Soldaten stationiert. Davon befindet sich der größte Teil auf den Luftstützpunkten der US-Atombomberflotte, deren wichtigste, Utapao und Udorn, 200 km südöstlich bzw. 500 km nordöstlich von Bangkok gelegen sind. Von diesen Basen werden etwa 80% der Luftangriffe auf Vietnam, Laos und seit kurzem auch auf den Nordosten Thailands geflogen.

Die US-Imperialisten haben ihre thailändischen Marionetten bereits ganz in ihren Aggressionskrieg in Indochina hereingezogen. Während in Südvietnam zeitweilig bis zu 10 000 Mann thailändischer Truppen im Einsatz waren, wurden kürzlich in großen Truppenbewegungen thailändische Söldner nach Laos eingeschleust, um das vom Zusammenbruch bedrohte Souvanna Phouma-Regime zu stützen. Dabei rechneten die US-Imperialisten damit, daß der Einsatz asiatischer Truppen weniger Aufsehen erregen wird als eine erneute offene Aggression mit amerikanischen Bodentruppen.

Doch im ehemals 'politisch stabilen' Thailand trauen die US-Imperialisten ihren Marionetten nicht mehr so recht über den Weg. Der 'Beraterstab' der US-Armee in Thailand vergrößert sich ständig. Er hat gegenwärtig einen Stand erreicht wie in Südvietnam 1964. In der amerikanischen Botschaft wurde ein besonderes Büro eingerichtet, um Pläne für die Unterdrückung des um sich greifenden bewaffneten Aufstandes auszuarbeiten. ...
DAS THAILÄNDISCHE VOLK HAT SICH ENDGÜLTIG IN DIE KAMPFFRONT DER VÖLKER ASIENS GEGEN DEN US-IMPERIALISMUS EINGEREIHT.

Der revolutionäre Aufschwung in Thailand zwingt den US-Imperialismus, seine Kräfte noch stärker als bisher aufzusplittern. So tut er zwangsweise einen weiteren Schritt hin zu seiner endgültigen Niederlage. Gegenwärtig schlagen die lokalen Streitkräfte der NBA mit Erfolg eine 'Einkreisungs- und Vernichtungsaktion' des Militärregimes unter dem Kommando amerikanischer 'Berater' zurück. Obwohl dieses Unternehmen mit 15 000 Mann und Luftunterstützung vorgetragen wird, gelang es den Marionettentruppen nicht, in das Stützpunktgebiet in der Loei-Provinz einzudringen. So müssen die US-Imperialisten einmal mehr den Beweis dafür hinnehmen, daß gegen das Volk, wenn es entschlossen unter Führung der KP gegen die in- und ausländischen Unterdrücker kämpft, auch die waffentechnische Überlegenheit versagt."
=Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.4

24.02.1972:  Die KPD (vgl. 10.3.1972) berichtet:"
DER WÜRGER ALS FRIEDENSENGEL: RICHARD NIXON
...
Niemals können sich die USA-Imperialisten damit abfinden, ihre Interessen einfach an ihrer Landesgrenze zu verteidigen. Der Ausbau der amerikanischen Basen in Guam, den Philippinen, in Thailand ist abgeschlossen, der japanische Militarismus steht bereit, die Rolle des US-Imperialismus in Südkorea einzunehmen. Okinawa ist weiterhin USA-imperialistischer Stützpunkt.

DAS VERSTEHEN DIE USA-IMPERIALISTEN UNTER FREIHEIT VON HEGEMONIE UND INTERVENTION!"
=Rote Fahne Nr. 38,Berlin 10.3.1972,S.2

April 1972:  Vermutlich spätestens im April erscheint eine Broschüre des Aktionsausschusses Marxistisch-Leninistischer Gruppen in NRW zum 1. Mai 1972: "Aufruf der Marxisten-Leninisten zum ROTEN 1. MAI 72 - Im Kampf gegen imperialistische Unterdrückung und revisionistischen Verrat die Kommunistische Partei schaffen!", in dem es u.a. heißt:"
Der bewaffnete Kampf, der auf den Philippinen, in Indonesien, Malaysia, Thailand, Birma und Indien geführt wird, schürt das Feuer des Volkskrieges und mobilisiert werktätige Massen auf dem Weg der Revolution."
=Aktionsausschuss Marxistisch-Leninistischer Gruppen in NRW:Aufruf der Marxisten-Leninisten zum ROTEN 1. MAI 72 - Im Kampf gegen imperialistische Unterdrückung und revisionistischen Verrat die Kommunistische Partei schaffen!,Dortmund o.J. (1972)

05.06.1972:  Vermutlich erscheint zum Wochenbeginn ein Flugblatt der LgdI OG Dortmund der KPD:"
LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS - ORTSGRUPPE DORTMUND

Seit mehreren Monaten dauert die Offensive der Volksbefreiungsstreitkräfte in Südvietnam unvermindert an. Das vietnamesische Volk führt seit Jahren den Kampf gegen eine militärisch und technisch weit überlegene Macht: den USA-Imperialismus. US-Präsident Nixon, der immer von einer 'friedlichen Lösung' redet und den Abzug der US-Truppen aus Vietnam ankündigt, verschärft in letzter Zeit die Eskalation des Krieges wie nie zuvor:
- die 7. US-Flotte wird durch neue Flugzeugträger verstärkt,
- weitere 70 Phantom F-4-Jagdflugzeuge werden in Thailand stationiert,
- die Zahl der Kampf- und Jagdbomber wurde von 260 auf 560 erhöht,
- die B 52-Bomber von 454 auf 176 Maschinen gesteigert,
- die US-Truppen in Thailand stiegen von 10 000 auf 42 000 Mann,
- die US-Marinetruppen von 13 000 auf 40 000 Mann."
=LgdI-OG Dortmund:Liga gegen den Imperialismus - Ortsgruppe Dortmund,Dortmund o.J. (1972)

01.07.1972:  Das ZK der KPD verabschiedet für das NVK den folgenden:"
AUFRUF
...
Die USA haben in Thailand, Japan, Guam, den Philippinen usw. die größte Kriegsmaschine zusammengezogen und setzen sie konzentriert gegen das vietnamesische Volk ein."
=Rote Fahne Nr.50,Dortmund 5.7.1972,S.1

01.07.1972:  Die LgdI der KPD (vgl. 19.6.1972) berichtet u.a. über heute:"
NIXONS LÜGE VOM TRUPPENABZUG
WEITERE 'TRUPPENABZÜGE' DER USA-IMPERIALISTEN

Mehrere Geschwader der amerikanischen Luftwaffe und der Marineluftwaffe mit zusammen 8 000 Mann sollen von Da Nang in Südvietnam auf Stützpunkte in Thailand verlegt werden. Wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington mitteilte, sollen die Verbände weiterhin für Kampfeinsätze für Südvietnam zur Verfügung stehen (!). Mit der Verlegung der Luftflotte aus Da Nang wird sich die Stärke des US-Truppenkontingents in Südvietnam bis zum 1. Juli plangemäß von gegenwärtig 61 900 Soldaten auf 49 000 verringern (!).

In der offiziellen Zählung des Pentagon sind lediglich die direkt in Südvietnam stationierten amerikanischen Truppen aufgeführt. Im Operationsbereich des Kriegsschauplatzes bleiben jedoch, militärischen Angaben zufolge, etwa 48 000 Soldaten in Thailand, 42 000 bei den Einheiten der 7.US-Flotte im Golf von Tonking, sowie zwischen 5 000 und 10 000 auf der Pazifikinsel Guam, die als Basis für die Langstreckenbomber dient. Im Golf von Tonking befinden sich gegenwärtig 66 amerikanische Kriegsschiffe, die größte Kriegsflotte seit dem 2.Weltkrieg.

Soweit der Bericht der bürgerlichen Presse, dem zur Vollständigkeit eigentlich nur noch die auf den Philippinen und den japanischen Inseln, trotz der 'Rückgabe' weiterhin besonders auf Okinawa stationierten USA-Luftwaffen und Marine-Einheiten fehlen. Angesichts dieser ungeheuren Truppenmassierung ist das Gerede von irgendwelchen 'Truppenabzügen' der USA-Imperialisten, mit denen sie ihre Verständigungsbereitschaft zeigten, reiner Hohn. Es handelt sich lediglich um TruppenVERLAGERUNGEN nach strategisch günstiger gelegenen Basen, wobei einzelne Kampfeinheiten zu weiteren Aggressionshandlungen schnellstens wieder nach Südvietnam transportiert werden, gleichwohl aber ebenfalls nicht unter das 'offizielle Truppenkontingent' gezählt werden.

Aber nicht nur die Taschenspielertricks mit taktischer Verlagerung oder 'zeitwilliger' Verlegung von Marinesoldaten von Okinawa oder den Philippinen nach Südvietnam, nicht nur die von Okinawa, Guam, Thailand oder den Philippinen startenden Langstreckenbomber, nicht nur die Konzentration von Flugzeugträgern und mit großkalibrigen Geschützen ausgestatteten Schiffen in den Gewässern vor Vietnam zeigen, daß der 'Truppenabzug' des Kriegsverbrechers Nixon nur in seinen Reden besteht. Im Gegenteil werden die Kampfeinheiten rings um Vietnam ständig verstärkt, die Aggression ständig ausgeweitet und verschärft. So haben die USA-Imperialisten mit ihren thailändischen Marionetten einen 'Vertrag' abgeschlossen, wonach sie fortan auch den Luftwaffenstützpunkt Nam Phong für ihre Bombenangriffe über Indochina benutzen. Damit verfügt die US-amerikanische Luftwaffe nun offiziell (!) über insgesamt sieben Stützpunkte in Thailand."
=Internationale Solidarität Nr.5,Berlin 1972,S.8f

26.07.1972:  Die Nr.53 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 19.7.1972, 2.8.1972) berichtet u.a. über die USA in Thailand.
=Rote Fahne Nr.53,Dortmund 26.7.1972

Januar 1973:  Von einer Arbeitsgruppe des Seminars Marxismus und Psychoanalyse an der PH Dortmund herausgegeben, erscheint vermutlich im Januar ein vierseitiges Flugblatt:"
DIE ENTSTEHUNG DES VIETNAM-KRIEGES
...
Auf Betreiben der USA wurde im September 1954 die SEATO gegründet, ein Verteidigungspakt, dem Australien, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Pakistan, die Philippinen, Thailand und die USA angehören. Der Vertrag legte fest, daß die Unterzeichnerstaaten ihr Verteidigungspotential erhöhen sollten, um jeglichen Angriff und jegliche Subversion auf ihre Gebiete zu bekämpfen."
=Arbeitsgruppe des Seminars Marxismus und Psychoanalyse an der PH Dortmund: Die Entstehung des Vietnam-Kriegs,Dortmund o.J. (1973)

27.01.1973:  Für die Marxisten-Leninisten (ML) Dortmund (vgl. 6.2.1973) berichtet Michael E.:"
9-PUNKTE-ABKOMMEN UNTERZEICHNET
...
Ebenso wie das Genfer Indochina-Abkommen (vgl. 20.7.1954,d.Vf.) von der Diem-Clique in Südvietnam gebrochen wurde, die mit US-Unterstützung freie Wahlen 1956 verhinderte, so werden die USA und Thieu auch jetzt auf eine für sie günstige Situation warten, um die vertraglich vereinbarten freien Wahlen zu verhindern und die befreiten Gebiete zurückerobern zu können. Hierzu wurde die Marionettenarmee stark aufgerüstet, bleiben weiter US-Bomber in Thailand stationiert."
=Die Rote Front Nr.3,Dortmund Feb. 1973,S.1 und 3

02.03.1973:  In Regensburg will das Vietnamkomitee für Frieden und Befreiungskampf (VKfFuB) eine Filmveranstaltung "Unser Weg zur Front" um 20 Uhr im Augustiner durchführen.
In einem Aufrufflugblatt heißt es u.a.:"
Aber noch fliegt die US-Luftwaffe ihre mörderischen Angriffe auf Kambodscha. Und die US-Imperialisten bauen jetzt Thailand zu ihrer gefährlichsten Kriegsbastion in ganz Asien aus."
=VKfFuB Regensburg:Vietnamkomitee für Frieden und Befreiungskampf. Mit der Unterzeichnung des ...,Regensburg o.J. (1973)

23.03.1973:  Die KPD berichtet aus Kambodscha (vgl. 19.3.1973, 26.3.1973) u.a. über heute:"
KAMBODSCHA: KEIN ENTRINNEN FÜR DIE LON NOL-CLIQUE!
...
Drei Jahre nachdem die Verbrecherbande der Imperialistenknechte Lon Nol und Sirik Matak mit einem Staatsstreich die Macht an sich reißen wollte, sind die Kräfte des Imperialismus fast vollständig geschlagen, neun Zehntel des Landes befreit, in denen 80 Prozent der kambodschanischen Bevölkerung leben. der Schlupfwinkel der Imperialistenknechte, Pnom Penh, ist von den Befreiungsstreitkräften umzingelt, die Lon Nol-Clique kann sich nur noch halten, weil die USA-Imperialisten von ihren Militärstützpunkten in Thailand aus Tag für Tag Bombeneinsätze mit B 52 gegen das Volk von Kambodscha fliegen - angeblich auf Bitten der Regierung von Kambodscha, auf Bitten ihrer eigenen Kreaturen."
=Rote Fahne Nr.15,Dortmund 11.4.1973,S.6

24.03.1973:  Sowohl vom Meeting als auch der Demonstration berichtet die KPD:"...
AUS DER ANSPRACHE DER LAOTISCHEN GENOSSEN:
...
Nur zwei Tage nach Unterzeichnung des Abkommens haben die USA-Imperialisten fieberhaft die Marionettenarmee zu verstärken begonnen. Sie haben die Basen in Thailand und in Laos ausgebaut, die als Sprungbretter für künftige Überfälle dienen. ... Die USA fliegen täglich von ihren Basen in Thailand aus Angriffe gegen die Volksstreitkräfte der Khmer..."
=Rote Fahne Nr.12 und 13,Dortmund 21.3.1973 bzw. 28.3.1973,S.1 bzw. S.1 und 6

16.04.1973:  Die KPD berichtet vermutlich aus dieser Woche:"*
KAMBODSCHA: DIE USA VERSCHÄRFEN IHRE AGGRESSION!
...
AUSZÜGE AUS DEM INTERVIEW SIHANOUKS MIT LE MONDE:
'WIR WERDEN NIEMALS MIT DER CLIQUE IN PNOM PENH VERHANDELN!'
...
Die Khmer-Revolution ist klein an Zahl, aber ihr Sieg wird die Vereinigten Staaten in große Schwierigkeiten stürzen. Bedenken sie die Konsequenzen. Wenn wir gewinnen, werden die Vietnamesen ermutigt sein, den Prozeß ihrer Wiedervereinigung in Gang zu setzen, der im Augenblick aufgehalten ist. Thailand wird seine Politik überdenken müssen, sich zur Neutralität bekennen und vielleicht ähnlich dem Japan Tanakas ein Kommunique mit Tschou En-Lai in Peking unterzeichnen. Eins ist klar: Nixon wird geschlagen werden. Weil wir nicht industrialisiert sind in diesem Kampf zwischen den 'Überentwickelten' und den 'Unterentwickelten' ist der Ausgang offensichtlich: Die 'Unterentwickelten' werden den Sieg davontragen.'"
=Rote Fahne Nr.17,Dortmund 25.4.1973,S.6

26.04.1973:  Die KPD berichtet (vgl. 24.4.1970):"
KÄMPFERISCHE VERSAMMLUNG ZUM 3.JAHRESTAG DER GIPFELKONFERENZ DER VÖLKER INDOCHINAS:
...
Vientiane und die Amerikaner setzen immer die B 52-Bomber ein und kümmern sich nicht um die Protokolle, die schon unterschrieben sind und sabotieren eine Regierung der nationalen Eintracht. Große Flugzeugansammlungen sind auf thailändischem Territorium in Bangkok und operieren von dort aus. Zusammen mit der Regierung von Pnom Penh ermorden die Amerikaner die Bevölkerung der Städte, die noch besetzt sind.

Wir sind gegen die Verletzung des Pariser Abkommens für die Befreiung der politischen Gefangenen, gegen die blutige Unterdrückung durch die Verwaltung von Pnom Penh. Wir wollen, daß die Pariser Vietnamabkommen eingehalten werden, und wir wollen, daß die amerikanischen Flugzeuge nicht mehr die DRV überfliegen. Für Laos fordern wir die Respektierung aller Punkte des Abkommens von Vientiane, den Abzug der thailändischen Söldner, den Rückzug der Spezialtruppen des CIA."
=Rote Fahne Nr.18,Dortmund 2.5.1973,S.6

03.05.1973:  In Dortmund findet eine Sitzung des Vietnamausschuß Dortmunder Oberschüler (vgl. 23.4.1973, 10.5.1973) des NVK der KPD statt. Im Protokoll wird ausgeführt:"
Tagesordnung: ...
Zu 7: Schulung.
Als Schulungsthemen für die nächste VA-Sitzung beschlossen wir:
1. Zur Lage in Thailand und in Burma."
=VA Dortmunder Oberschüler:Protokoll der Sitzung vom 3.5.1973,Dortmund o.J. (1973)

10.05.1973:  Es findet eine Sitzung des Vietnamausschuß (VA) Dortmunder Oberschüler des NVK der KPD statt (vgl. 3.5.1973). Das Protokoll führt dazu u.a. aus:"
Ein Mitglied berichtete uns über die Lage in Thailand und in Burma. Während Thailand von den US-Imperialisten abhängig ist, ist Burma von den sowjetischen Sozialimperialisten abhängig. Die Lage in Burma darf nicht mit der Lage in Kambodscha (gemeint ist hier das von Lon-Nol beherrschte Gebiet) verglichen werden, da Lon-Nol völlig abhängig von den USA-Imperialisten ist, während Burma von den sowjetischen Sozialimperialisten nur 'unterstützt' wird."
=VA Dortmunder Oberschüler:Protokoll der Sitzung vom 10.5.1973,Dortmund o.J.(1973)

13.08.1973:  In Bochum geben die LgdI und der KSV der KPD vermutlich in dieser Woche das folgende Flugblatt heraus:"
KAMBODSCHA: ALLES FÜR DEN SIEG!
...
Auf die Versprechen der Imperialisten ist nicht der geringste Verlaß; und erst vor ein paar Tagen (vgl. **.*.1973,d.Vf.) war in den Zeitungen zu lesen, daß die Marionettenregimes von Süd-Vietnam und Thailand nach Beendigung des Luftkrieges militärische Hilfe für die Lon-Nol-Clique angekündigt haben."
=KSV, LgdI:Kambodscha: Alles für den Sieg,o.O. (Bochum) o.J. (1973)

16.08.1973:  Der Ständige Ausschuß (StA) des ZK des KBW richtet anläßlich der gestrigen Einstellung der Bombardierung Kambodschas durch die USA intern das Wort an die Genossen. Der beiliegende Flugblattext lautet u.a.:"
Jedem Versuch der USA, die Terrorangriffe wieder aufzunehmen oder südvietnamesische und thailändische Söldner in Kambodscha einmarschieren zu lassen, muß entschieden entgegengetreten werden."
=KBW-ZK-StA:Rundbrief,o.O. 16.8.1973,S.1ff

13.10.1973:  Für den KBW berichtet J.W. vermutlich u.a. über heute:"
AUFRUHR IN THAILAND
DEMONSTRATIONEN FÜR UNABHÄNGIGKEIT

Am Samstag vor acht Tagen demonstrierten in Bangkok über 200 000 Studenten, buddhistische Mönche, Bauern und Arbeiter. Der unmittelbare Anlaß war die Inhaftierung von dreizehn Studenten, die demokratische Freiheiten und eine neue Verfassung gefordert hatten.

Die Demonstranten verlangten die Absetzung und Hinrichtung des faschistischen Präsidenten Thanom Kittikachorn, seines Stellvertreters Praphas Arsasthien und seines Polizeichefs. Nach blutigen Straßenschlachten, bei denen etwa 300 Menschen den Tod fanden, wurde der Rektor der Universität für Politische Wissenschaften zum neuen Regierungschef ernannt. Ein Teil der Studentenführer und der Führer der Mönche rief zur Unterstützung der neuen Regierung auf und erklärte, für die Ausschreitungen seien separate Gruppen verantwortlich (FR,16.10.), die das Polizeipräsidium und einige Polizeistationen angezündet hatten. Kittikachorn ist jetzt nach den USA abgehauen.

Kittikachorn setzte 1971 die Verfassung außer Kraft und konzentrierte die Zentralgewalt in einem sogenannten 'revolutionären Rat'.

Dieser sogenannte revolutionäre Rat bestand ausschließlich aus Militärs. Thailand wird von den US-Imperialisten und zunehmend von den japanischen Imperialisten beherrscht. Die USA haben Thailand zu ihrer wichtigsten Militärbasis ausgebaut. Von hier aus wurden die Bombenangriffe auf Vietnam, Laos und Kambodscha gestartet. Auf neun Stützpunkten sind 500 Kampfflugzeuge und über 50 000 US-Söldner stationiert. Der amerikanische Geheimdienst CIA hat außerdem eine aus Einheimischen gebildete Spezialtruppe aufgebaut mit einer Stärke von 30 000 Mann. Diese Einheiten werden in Kambodscha und Laos gegen die Volksbefreiungsstreitkräfte eingesetzt.

Von dem Dollarstrom, der nach Thailand fließt, profitiert nur eine kleine Schicht von Militärs und Geschäftemachern. Die Lage der breiten Volksmassen verschlechtert sich dagegen immer mehr und die thailändische nationale Bourgeoisie steht vor dem Bankrott.

Dagegen entfaltete sich schon seit Jahren ein breiter Widerstand. Im ganzen Land wurden Boykottaktionen ausländischer Waren durchgeführt und Maßnahmen zur Sicherung der nationalen Wirtschaft verlangt. Im Zusammenhang mit dem Kampf für nationale Unabhängigkeit tritt das thailändische Volk für den Abzug aller ausländischen Streitkräfte von seinem Territorium ein. Auch Teile der nationalen Bourgeoisie sind für eine 'Revision von Thailands Außenpolitik nach dem Ende des Vietnamkrieges'. Die Studenten führten an vielen Plätzen Ausstellungen, die die US-Aggression in Thailand und Indochina verurteilten, und Kriegsverbrechertribunale durch.

Der konsequenteste Teil der thailändischen national-demokratischen Bewegung organisiert sich in der Patriotischen Front Thailands (FTP). Sie wurde 1965 gegründet, und ihre bewaffneten Streitkräfte haben bereits Gebiete im Norden und Nordosten befreit."
=Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.10

17.10.1973:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.42 (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973) heraus. Eingegangen wird u.a. auf Thailand.
=Rote Fahne Nr.42,Dortmund 17.10.1973

09.01.1974:  In der Nr.2 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 3.1.1974, 16.1.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem US-Imperialismus in Thailand.
=Rote Fahne Nr.2,Dortmund 9.1.1974

16.01.1974:  In der Nr.3 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 9.1.1974, 23.1.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit Kambodscha und Thailand.
=Rote Fahne Nr.3,Dortmund 16.1.1974

25.02.1974:  In München führt die aus dem Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) hervorgegangene KPD-Sympathisantengruppe, nach eigenen Angaben, vermutlich in dieser Woche ein Fest im Rahmen der 'Rote Fahne' Kampagne mit 400 Besuchern, u.a. aus Thailand durch.
=Rote Fahne Nr.10,Dortmund 6.3.1974

14.10.1974:  In Bonn verfassen die KPD, der KSV, die LgdI und die RH e.V. den folgenden Text, der uns als Flugblatt vorlag, evtl. auf der heutigen Pressekonferenz der Angeklagten verteilt wurde:"
ERKLÄRUNG ZUM BONNER JAPAN-PROZESS
...
Die Ermordung von 50 Millionen Asiaten aus den überfallenen Ländern Indonesien, Burma, Thailand, Malaysia und ganz Indochina, die bestialischen medizinischen Versuche in den Konzentrationslagern (KZ,d.Vf.) im Stile der deutschen SS-Folterspezialisten, das faschistische Terrorregime in Japan selbst - das ist die Blutspur, die Hirohito in der Weltgeschichte zurückgelassen hat!"
=KPD, KSV, LgdI, RH e.V.:Erklärung zum Bonner Japan-Prozeß,Bonn 14.10.1974

20.04.1975:  Die Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML - vgl. 20.4.1975) berichten, unterstützt u.a. von den ML Aachen und den ML Bochum, spätestens heute:"
GANZ KAMBODSCHA IST BEFREIT!
LERNT VON DEN VÖLKERN INDOCHINAS!

Täglich kann die Nachricht eintreffen: Ganz Vietnam ist befreit! - der Wiedervereinigung Vietnams steht nichts mehr im Wege. Das TESTAMENT HO-CHI-MINHS wird verwirklicht sein: GANZ VIETNAM ZU BEFREIEN UND WIEDERZUVEREINIGEN.

Der Kampf in Laos geht weiter und in Thailand hat er begonnen."
=Frankfurter Marxisten-Leninisten:Marxisten-Leninisten zum 1. und 8.Mai 1975,Bochum 1975,S.1 und 13

29.09.1975:  In NRW (vgl. 29.9.1975) geben Indochinahilfe, KPD, KJVD, KSV, KOV, LgdI und RH e.V. vermutlich in dieser Woche das folgende Flugblatt heraus:"
LAOS GANZ BEFREIT - SPENDET FÜR DEN WIEDERAUFBAU
...
Die INDOCHINAHILFE ruft alle Antiimperialisten in unserem Land dazu auf, den Wiederaufbau in Indochina zu unterstützen, für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker und Staaten Indochinas einzutreten! Denn trotz seiner Niederlagen hat der USA-Imperialismus sein Ziel keineswegs aufgegeben. Er droht offen mit militärischer Intervention in Korea, hat weiterhin Stützpunkte in Thailand und den Philippinen. ...
Aber die Völker und Staaten in Asien haben die Hegemoniebestrebungen der Supermächte durchschaut und schließen sich dagegen immer enger zusammen: In Thailand, Philippinen, Indonesien und Burma kämpfen Volksbefreiungsarmeen für die Unabhängigkeit."
=Indochinahilfe, KPD, KJVD, KSV, KOV, LgdI, RH e.V.:Laos ganz befreit - Spendet für den Wiederaufbau,Bochum o.J. (1975)

02.12.1975:  Die KPD gibt ihren 'Roten Fahne Pressedienst' (RFPD) Nr.4 (vgl. 25.11.1975, 9.12.1975) heraus. Auslandsmeldungen behandeln u.a. die Beziehungen zwischen Thailand und Kambodscha.
=Rote Fahne Pressedienst Nr.4,Köln 2.12.1975

17.03.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.11 (vgl. 10.3.1976, 24.3.1976) heraus, in der sie u.a. aus Thailand berichtet.
=Rote Fahne Nr.11,Köln 17.3.1976

13.10.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.41 (vgl. 6.10.1976, 20.10.1976) heraus, in der sie u.a. aus Thailand berichtet.
=Rote Fahne Nr.41,Köln 13.10.1976

22.12.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) als Doppelnummer 51/52 (vgl. 15.12.1976, 5.1.1977) heraus. Auslandsmeldungen behandeln u.a. die KP Thailands.
=Rote Fahne Nr.51/52,Köln 22.12.1976

19.01.1977:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.3 (vgl. 12.1.1977, 26.1.1971) heraus. Auslandsmeldungen behandeln u.a. die KP Thailands.
=Rote Fahne Nr.3,Köln 19.1.1977

16.05.1977:  Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr.104 (vgl. 29.4.1977, 31.5.1977) heraus. Der Artikel "ML-Internationale: Ein totgeborenes Kind!" berichtet von der Spaltung der ML-Weltbewegung in China- bzw. Albanien-Freunde. Eine Sonderstellung soll der "Block asiatischer Parteien" einnehmen. Zu ihnen soll u.a. gehören die KP Thailands.
=Arbeiterkampf Nr.104,Hamburg 16.5.1977

08.07.1977:  In München findet, laut und mit AB, die erste größere Veranstaltung des vor kurzem gegründeten Thailand Informations- und Solidaritätskomitees (TISK) statt.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.117/118,München 26.7.1977

30.01.1978:  Vermutlich im heutigen 'Spiegel' erscheint ein Bild aus Kambodscha. Die KPD (vgl. 1.2.1978) schreibt dazu:"
DIE GREUELPROPAGANDA GEGEN DAS DEMOKRATISCHE KAMPUCHEA ENTLARVEN!
GEFÄLSCHTE BILDER
...
Es handelte sich um Bilder, Berichte und 'Zeugen'aussagen von der thailändisch-kampucheanischen Grenze. In den meisten dieser Fälle konnte eindeutig bewiesen werden, daß es sich um Fälschungen oder Provokationen der thailändischen seite oder des CIA handelte. Dafür einige Beispiele:
Der 'Stern' vom April 1976 (vgl. Apr. 1976,d.Vf.) druckte ein Bild, das angeblich 'Zwangsarbeit' in Kampuchea zeigen sollte. Dieses Bild druckte der 'Spiegel' in seiner letzten Ausgabe nach. Zu diesem Bild ist zu sagen:
- Es wurde vielen westlichen Zeitungen angeboten und von den meisten abgedruckt. Eine thailändische Zeitung, die keineswegs kampucheafreundliche 'Bangkok Post', lehnte den Abdruck ab, 'weil', wie sie schrieb, 'Ursprung und Echtheit der Bilder zweifelhaft waren', vor allem 'wegen der Art, in der die angeblichen roten Khmer-Soldaten und die als Bauern Abgebildeten angezogen sind. Beobachter meinten, daß diese Bilder in Thailand aufgenommen sein könnten.' (International Bulletin, Berkeley, 25.April 1977)
- Ein kampucheanischer Flüchtling, Peang Sophi, erklärte, er habe in den Flüchtlingslagern in Thailand selbst erlebt, wie Fotos von angeblichen Grausamkeiten in Kampuchea gestellt wurden. (Journal of Contemporary Asia,4/77)
...
'FLÜCHTLINGSBERICHTE'

Diese Greuelberichte stammen von solchen Flüchtlingen, die mit dem Lon-Nol-Regime kollaborierten und aus den Kompradorenschichten stammen. Wie solche 'Flüchtlingsberichte' zusammenkommen, schreibt das 'Indochina Ressource Center' in einem Brief an das 'Wallstreet Journal': 'Im Falle der kampucheanischen Flüchtlinge kommt ein Moment hinzu, das uns die Greuelgeschichten mit Vorsicht genießen lassen sollte. Die meisten von ihnen in Thailand wollen in die USA, weil die Bedingungen in den Lagern so furchtbar sind und die US-Botschaft hat deshalb die meisten Flüchtlinge registriert und eine große Zahl von ihnen Befragungen unterzogen.
...
800 000 Kampucheaner starben durch den amerikanischen Aggressionskrieg.

Die 1,2 Millionen, die nach der Befreiung gestorben sein sollen, sind unbewiesen. Diese Zahl stammt aus der thailändischen Zeitung 'Prachachat'. Diese wiederum geben als Quellen an: Katholische Organisationen und westliche Botschaften, darunter die US-Botschaft, in Bangkok. (Francois Ponchaud, Cambodge annee zero, Paris 1977)

GRENZZWISCHENFÄLLE

Weitere Greuelmärchen betreffen die angeblichen Überfälle der 'Roten Khmer' auf Grenzdörfer in Thailand in der Gegend um Aranyaprathet. Von dort kamen immer wieder Berichte, sogar mit Farbfoto-Serien wie im 'Stern', über Massaker an Zivilbevölkerung und Bauern durch kampucheanische Übergriffe. Einige westliche Journalisten, die nicht jegliches Gefühl für Wahrheit verloren haben, haben sich nach einem dieser 'Überfälle' in der betreffenden Gegend umgesehen. R. P. Paringaux schrieb in der 'Le Monde' am 28.7.1977 über einen dieser Überfälle: 'Einige Dorfbewohner erzählten uns: 'Sie sprachen Khmer und auch Thai... Sie betraten die Häuser nicht. Sie riefen einige Personen mit ihren Namen, die sie töteten und deren Häuser sie in Brand steckten.'' Paringaux stellte fest, daß trotz angeblich langen Kampfes eine Reihe von Häusern unversehrt geblieben waren. Er schließt aus den Berichten, daß es sich bei den Angreifern um Leute handelte, die sich gut in dem Dorf auskannten und die Leute dort kannten. Hans-Ulrich Luther gab am 6.Mai in der 'Süddeutschen' (SZ,d.Vf.) die gleiche Version dieses Zwischenfalls und schrieb:
'Das Gebiet, zu dem die betroffenen Dörfer zählen, gehört seit langem zum etablierten Einflußbereich der sogenannten Khmer Serai, einer 2 000 Mann starken exilkambodschanischen Untergrundorganisation, der gute Beziehungen zum thailändischen Militär und zu einflußreichen kambodschanischen Geschäftsleuten im Ausland nachgesagt werden. Im ausgeweiteten Vietnamkrieg haben Khmer Serai auf US-Seite mitgekämpft.

Überlebende von den Massakern berichten, daß die Angreifer Thai und Khmer sprachen, was auf Anwohner der Grenzbezirke hindeutet. Sie trugen grüne Uniformen (im Gegensatz zu den schwarzen Kampfanzügen der Roten Khmer) und besaßen zum Teil amerikanische Ausrüstungsgegenstände.'"
=Rote Fahne Nr.5,Köln 1.2.1978

Oktober 1980:  Die indische 'Marxist Review' berichtet über die KP Thailand u.a., daß diese die KP Chinas als Bruderpartei betrachte.
=The Marxist Review Nr.4,Neu Delhi Okt. 1980

06.07.1984:  Das Bochumer Forum lädt zu einer Veranstaltung mit dem Thema "Aspekte der neueren Entwicklung kommunistischer Parteien in Südostasien (Philipinen, Thailand)" ein.
=Bochumer Forum:Das Bochumer Forum lädt ein,Bochum 1984

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