"Permanente Revolution"
Zentralorgan der Internationalen Kommunistischen Liga (Österreich)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 17.11.2017


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Im Mai 1976 erscheint in Wien (Österreich) die Nr. 1 der Zeitung "Permanente Revolution - Zentralorgan der Internationalen Kommunistischen Liga", die von der IKL, Sektion Österreich, mit dem Zusatz "Für den Wiederaufbau der IV. Internationale!" herausgegeben wird. Ab Herbst 1976 erscheint die Zeitung monatlich.

Zur Herausgabe wird einleitend erklärt, dass die IKL aus "einer Fusion zwischen den Genossen des 'Kommunistischen Kollektivs' und 'Spartacus/Wien'" zu Ostern 1976 entstanden sei. Dem ging die "Klärung der Programmatik, nun mit dem Aufbau einer revolutionären Partei in Österreich, als Teil einer revolutionären internationalen Tendenz zu beginnen voraus". Die "Gründungserklärung" wird dann in der Ausgabe 2/1976 der "Permanenten Revolution" veröffentlicht.

Das Ziel der IKL sei der "Aufbau einer revolutionären Partei in Österreich, als Teil einer revolutionären Organisation". Dieser stehe "auf dem Boden des trotzkistischen Programms". Weiter: "Aufbau eines revolutionären Kaders, der für eine Umgruppierung innerhalb der Arbeiterbewegung kämpf, der die verschütteten Traditionen der Kommunistischen Internationale wieder lebendig macht, der dafür kämpft, dass die programmatischen Inhalte des trotzkistischen Übergangsprogramms zur materiellen Gewalt werden."

Die IKL spricht sich gegen den Maoismus aus: "Die chinesisch-stalinistische Bürokratie steht heute - de facto - genauso wie die sowjetische - auf der Seite des Imperialismus."

Agitiert wird in der ersten Ausgabe gegen den "Kommunistischen Bund Wien", der nichts anderes darstellen würde, "als eine kleine jüngere KPÖ" zu sein. Der KB Wien sei "reformistisch" und habe seine Wurzeln "in den nationalbornierten Interessen der jeweiligen stalinistischen Bürokratie".

Die IKL will alle Strömungen bekämpfen, die im "Lager des Reformismus gelandet sind". Dazu gehöre auch das "Vereinigte Sekretariat". "Die politische Methode dieser internationalen Strömung - der Pablismus … bedeutet in jedem Falle Kapitulation vor dem radikalen Kleinbürgertum … Deshalb unsere Forderung nach dem Wiederaufbau der IV. Internationale, deshalb unsere gemeinsame internationale Initiative (mit dem 'Spartacusbund' und der italienischen FMR), die einen ersten Schritt in diese Richtung darstellt." (Vgl. Permanente Revolution, 1/1976).

In der Ausgabe 2/1976 wird gegen nationalistische Strömungen in Österreich agitiert. Genannt werden die KPÖ, der KB Wien und GRM (österreichische Sektion des "Vereinigten Sekretariats"), deren Gemeinsamkeiten "Nationalismus, Sektierertum und Opportunismus" seien. Zudem seien sie "Feinde der IV. Internationale". In der Zeitung der GRM, "Rotfront", würden sich diese Positionen deutlich herausschälen. Darin würde sich die "Verwandtschaft des Zentrismus mit dem Reformismus zeigen". (Vgl. Permanente Revolution, 2/1976).

Zur "Gründung der IKL" wird ausgeführt: "Nach einer mehrmonatigen Diskussionsperiode zwischen dem 'Kommunistischen Kollektiv' und 'Spartacus Wien' wurde zu Ostern 1976 die Fusion beider Gruppierungen zur 'Internationalen Kommunistischen Liga' mit dem Zentralorgan 'Permanente Revolution' vollzogen. Die IKL - die Anfang Herbst ihre programmatischen Grundlagen in Form einer 'politischen Erklärung' vorlegen wird - versteht sich als eine befreundete Organisation des deutschen Spartacusbundes, mit dem sie programmatisch und organisatorisch auf das Engste verbunden ist …

Von Beginn ihres Bestehens an, wird die IKL mit allen ihren verfügbaren Kräften für den Aufbau einer internationalen trotzkistischen Tendenz arbeiten. Daraus folgt, dass die IKL jedes Konzept des Parteiaufbaues, wonach zuerst 'starke' nationale Organisationen aufzubauen wären und erst danach an eine internationale Orientierung gedacht werden kann, entschieden ablehnt. Die Rekonstruktion des marxistischen Programms und der Wiederaufbau der IV. Internationale sind untrennbar mit einer internationalen Organisierung der Revolutionäre verbunden …

Mit der Verabschiedung der 'notwendigen internationalen Initiative', gemeinsam mit dem Spartacusbund und der italienischen FMR, wurde bereits ein erster konkreter Schritt in die Richtung des Wiederaufbaues der IV. Internationale gesetzt. Diese 'Initiative' ist mehr als ein Stück Papier zur abstrakten Diskussion. Mit dieser 'Initiative' werden die genannten Organisationen an verschiedene Gruppen herantreten, die sich auf den Trotzkismus berufen und deren Stellung zu den aufgeworfenen Punkten einen Diskussionsprozess notwendig und sinnvoll erscheinen lässt."

"Die IKL versteht sich als eine Propagandagruppe, deren Hauptaufgabe darin besteht, durch die Anwendung der Taktik der Umgruppierung zentristisch und reformistische Barrieren für den Aufbau der Partei politisch zu zerstören … Eine der Hauptaufgaben der IKL besteht ohne Zweifel darin, aufzuzeigen, dass der Anspruch der verschiedenen Strömungen, die sich auf den Trotzkismus berufen, absolut ungerechtfertigt ist. Das bedeutet konkret in Österreich einen politischen Kampf gegen die GRM, die österreichische Sektion des 'Vereinigten Sekretariats' …" (Vgl. Permanente Revolution, 2/1976).

Mit der Ausgabe 3/4 1976 heißt die Zeitung nun: "Permanente Revolution" - Zentralorgan der Internationalen Kommunistischen Liga. Für den Wiederaufbau der IV. Internationale". Eine explizite Begründung für die Änderung gibt es nicht, jedoch wird aus der Propaganda deutlich, dass auch die IKL als eine von den vielen und verzweigten trotzkistischen Strömungen an einer Gründungslegende versus "Wiederaufbau der IV. Internationale" festhielt.

In der Ausgabe wird zum aktuellen Kurs der GRM Stellung bezogen, die 1974 in "eine organisatorische Krise" geriet. Vor diesem Hintergrund sei eine neue Opposition entstanden, die "Tendenz Neuer Kurs", die sich politisch am deutschen Kompass orientieren würde.

Zum "Kompass" wird ausgeführt: "Der 'Kompass' war neben der italienischen TMR (Tendenzia Marxista Revoluzionario, heutige FMR) und der französischen Contre le Courrant einer der Hauptvertreter der 'dritten' Tendenzen, die sich gegen die internationale Mehrheitstendenz und die LTF (Leninistisch-Trotzkistische Fraktion) konstituierten und für die Dauer des zehnten Weltkongresses zur 'Meshrayonka' vereinigten. Basis dieser Tendenz war die Ablehnung der NMA sowie ein Lateinamerikadokument, welches die guerillistische Politik der Mehrheit und den Legalismus der LTF verurteilte und ein Gegenbericht zur politischen Lage. Die ultralinke Sozialdemokratiekonzeption des 'Kompass' wurde später von der TNK und der TMR übernommen. Spätere Vereinigungsversuche dieser dritten Tendenzen zu einer internationalen Tendenz scheiterten vor allem aufgrund des nationalbornierten Charakters des 'Kompass' als stärkster Tendenz. Die FMR und der Großteil der TNK brachen mit dem VS, der Rest degenerierte vollständig und ging Bündnisse mit Mehrheit oder LTF ein." (Vgl. Permanente Revolution, 3/4 1976)

Auch die deutsche GIM, der in Österreich die GRM angehört, kommt nicht ungeschoren davon. In der gleichen Ausgabe heißt es im Artikel: "MAO - Ein Mythos ist erloschen": "Es ist blanker Opportunismus, der sie zum Kniefall vor jenem Manne treibt, dessen Regime die chinesischen Trotzkisten mit Tod und Gefängnis verfolgte … Davon steht kein Wort im Nachruf dieser 'Trotzkisten'. Der Zentrismus greift zur Not zur Selbstverleugnung und ist blind für seine eigene Herkunft … MAO ist tot. Der Maoismus muss geschlagen werden" (ebd.). Ein weiterer Artikel zum Maoismus beschäftigt sich mit der "Shanghaier Linken", Deng Hsiao-ping, dem Sturz Lin Biaos und agitiert gegen die Positionen des VS, etwa zur Kulturrevolution. (Vgl. Permanente Revolution, 5/1976).

Die "Sondernummer" 1 von 1977 beschäftigt sich mit der Frage: "Was will die IKL?" "Die sozialistische Revolution ist vom Fernziel zur unmittelbaren Aufgabe geworden … Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der einheitlichen proletarischen Weltpartei - die Internationale. Diese kann heute nur eine trotzkistische Internationale sein." Die "Sondernummer" enthält die "Programmatische Erklärung der Internationalen Kommunistischen Liga" mit den "Thesen zum Wiederaufbau der IV. Internationale" und den "Thesen zur Methodik des Übergangsprogramms".

Darin wird u. a. erklärt, dass man "das Konzept des 'Pablismus' ablehnt. Es stammt aus der Tradition der IK-Organisation … Das VS konnte sich seit 1968 organisatorisch stärken und organisiert heute die Mehrheit der sich auf den Trotzkismus berufenden Genossen in der ganzen Welt … Doch die Geschichte hat unmissverständlich den zentristischen Charakter der Führung des VS bewiesen. Damit ist der Zentrismus … zum gegeben Zeitpunkt das Haupthindernis für die Herausbildung einer revolutionären internationalen Tendenz …" Der Aufbau einer IV. Internationale sei unumgänglich. Ein Ergebnis sei "die Bildung einer internationalen demokratisch-zentralistischen Tendenz … Diese Tendenz werden die ersten Schritte auf den Weg zur IV. Internationale in scharfer Konkurrenz zum VS" sein (ebd.)

Die Februar/März-Ausgabe 1977 berichtet von der Gründung eines "Lenin-Klubs", der als Diskussionsalternative (zu GRM und Maoisten) geplant sei. Er wolle die "Auseinandersetzung innerhalb der Arbeiterbewegung" führen. Er werde von der IKL organisiert und solle der Rahmen sein, "in dem eine freie und offene Konfrontation politischer Standpunke" möglich sei. Ein erstes Treffen sei für den 16.3. geplant. (Vgl. Permanente Revolution, 6-7/1977).

Zur "Politischen Repression" in der BRD veröffentlicht die "Permanente Revolution" Auszüge aus "Spartacus"-Schriften und einer KB-Broschüre, die zum "Radikalenerlass" Stellung beziehen und spricht sich in diesem Zusammenhang für ein "österreichisches Unterstützungskomitee des Russell-Tribunals" aus (vgl. Permanente Revolution, 8/1977).

Die Nr. 10/1977 ruft zur "aktiven Solidarität mit der BRD- Linken auf". Der Artikel "Aktive Solidarität mit der BRD-Linken! Russell Tribunal und Anti-Repressionsarbeit!" erklärt sich zur "internationalen Kampagne gegen das Modell Deutschland" und führt aus, dass diese von der französischen PSU ausgegangen sei. Auch die Differenzen zwischen den einzelnen Gruppen werden deutlich gemacht. Im Komitee würden der KB und auch Spartacus mitarbeiten. Jene Gruppen, die das Russell-Tribunal zur reinen "Verteidigung der politischen Gefangenen" umfunktionieren würden, hätten im Komitee keinen Platz. Jedoch sei auch der Kampf gegen die DKP wichtig, da sie "grundsätzlich jede Solidarität mit vom Berufsverbot betroffenen 'Chaoten' ablehnt". So würden auch die GIM und das SB "keinen Kampf gegen diese Politik führen". Richtig sei es aber auch, dass sich der Kampf gegen die politische Repression "nicht mit den Berufsverboten abdecken lässt".

Die Ausgabe berichtet auch über die 1. Konferenz der IKL. So habe man beschlossen, das Zeitungsformat umzustellen und die programmatische Arbeit zu intensivieren. So wolle man aktueller sein, um schneller auf Entwicklungen reagieren (zu) können" (vgl. Permanente Revolution, 10/1977).

Für Österreich ist die Bildung einer "Arbeitsgruppe Repression in Betrieb und Gewerkschaft" geplant. Diese soll im "Rahmen des österreichischen Unterstützungskomitees der Russell-Initiative" zunächst "Material der Fälle von Repression in Betrieben sammeln". Auch soll eine "Plattform" erarbeitet werden. Die IKL würde sich verpflichten, "den Druck des Bulletins zu besorgen und dieses im Rahmen ihrer Möglichkeiten öffentlich zu vertreiben". Die AG würde sich erstmals am 26.10. treffen. Die IKL legt mit dieser Ausgabe einen Vorschlag vor, der sich: "Politische und organisatorische Grundlagen der Arbeit des österreichischen Unterstützungskomitees des Russell-Tribunals" nennt. Das Komitee zur "Unterstützung des Russell-Tribunals" führte am 2.12. eine Veranstaltung in Wien durch, auf der auch der Verteidiger von Verena Becker, Heinz Funke, sprach und auf die "Märchen von Stammheim" einging. (Vgl. Permanente Revolution, 12/1977).

Eine 1. Ausgabe von "Informationsbulletin des österreichischen Unterstützungskomitees für ein Russell-Tribunal über die 'Repression in der BRD" erscheint dann im Mai 1978. Es folgen in den Ausgaben 15 und 16 Berichte über das "Russell-Tribunal", u. a. mit einer Einschätzung über die Gruppendifferenzen bei den Vorbereitungsgesprächen, die Bildung des "Sekretariats" und der ersten Sitzung des Tribunals (vgl. Permanente Revolution, 15 und 16/1978).

Aktivitäten des Komitees sollen u. a. sein: "Der Wille aktive Solidarität mit den von der politischen Repression in der BRD und in Österreich Betroffenen zu üben". Das Komitee wolle sich alsdann bemühen "Aktionseinheiten" auf breiter Ebene herzustellen. Man müsse sich "Klarheit über die Ursachen und Zusammenhänge gesellschaftlicher Repression" verschaffen. In der Ausgabe 11 wird über die Sitzungen des Komitees berichtet. Und man wolle neben der Situation in österreichischen Betrieben "einen deutlichen Bezug zur Situation in der BRD herstellen. Gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse des DGB muss auch in Österreich aufgetreten werden" (vgl. Permanente Revolution, 11/1977).

"Stammheim und die Folgen" heißt der Leitartikel der Ausgabe 11 vom November 1977. Unter den Fotos von Baader, Ensslin, Raspe und Meinhof ist der Schriftzug "Wir trauern um die Genossen" zu lesen. Eine von der GRM vorgelegte Resolution zum "Arsenal der Repressionsmittel" wird von der IKL unterstützt. Zu den Vorgängen um die Zusammenhänge über die Entführung Schleyers "und die Ermordung der politischen Gefangenen in Stammheim" soll eine Veranstaltung der IKL am 18.11.1977 stattfinden, an der u. a. auch die österreichische Sektion der CISNU, GRM, APG und RMF teilnehmen. Hier gehe es darum, "Solidarität" einzufordern.

Der Artikel "Die Wunder von Stammheim" aus der Ausgabe 15/1978 geht davon aus, dass die "Selbstmordthese in sich zusammenfällt" und zitiert dazu F. J. Strauß: "Wenn Allende ermordet worden ist, sind Ensslin, Baader und Raspe ebenfalls ermordet worden, der Wahrheitsgehalt ist der gleiche." Die Zeitung erklärt sich auch zur Verurteilung von Claus Croissant, der wegen "Unterstützung einer kriminellen Vereinigung" "zu zweieinhalb Jahre Gefängnis und vier Jahren Berufsverbot verurteilt" wurde. (Vgl. Permanente Revolution, 11/1977, 5/1978, 26/1979).

In der Auseinandersetzung mit dem "SOAK-Info" der Wiener Gruppe "Sozialistische Aktion" geht es u. a. um die RAF, die Schleyer-Entführung und die Stellungnahme zu einem "praktischen Anti-Repressionsbündnis". Aufgerufen wird dazu, am "Russell-Tribunal" teilzunehmen (vgl. Permanente Revolution, 12/1977).

Auf den "Offenen Brief von GRM und SOAK", die die Linke und eine revolutionäre Partei betreffen, antwortet die IKL mit einem Gesprächsangebot "an alle Strömungen der Linken". Die Debatten sollen dann in einem gemeinsamen "Bulletin" veröffentlicht werden (vgl. Permanente Revolution, 13-14/1978).

Der Mai-Aufruf der IKL aus 1978 ("Für die sozialistische Revolution") geht auch auf die deutschen politischen Verhältnisse ein: "Die Hafen-, Drucker- und Metallarbeiter der BRD traten in bundesweite Streiks ein, in denen sie ansatzweise aus den ideologischen Zwangsjacken der Kapitalisten und Sozialdemokraten schlüpften."

Klar ist auch die Haltung zum bundesdeutschen "Spartacusbund": "Die Krise der proletarischen Führung zu lösen, bedeutet für uns heute einen Kern für eine internationale Tendenz aufzubauen. Erstes Zwischenziel dabei ist die Fusion mit dem deutschen SPARTACUSBUND." Die gemeinsame Arbeit mit ihm wird dann mit der "Sondernummer 3" vom Juni 1978 forciert vorangetrieben. Das Ergebnis gipfelt in der gemeinsamen Herausgabe der "Ergebnisse & Perspektiven".

Hauptaufgabe sei es, durch die Rekonstruktion des revolutionären Programms - ausgehend vom Übergangsprogramm 1938 - die Voraussetzungen für eine Umgruppierung innerhalb der Arbeiterbewegung zu schaffen. Organisatorischer Ausdruck davon ist der Wiederaufbau der IV. Internationale." Aufgerufen wird zur Mitarbeit in folgenden AGs der IKL:

Bekannt gemacht wird in der gleichen Ausgabe, dass sich die Gruppe "Querschläger", eine Gruppe aus der FÖJ und der SOAK nahestehend, mit der gleichnamigen Zeitung ,Anfang des Jahres gespalten habe (ebd.).

Der Aufruf zur Solidarität mit den bundesdeutschen "AGIT-Druckern" zielt auch darauf ab, einen knappen Überblick über die linke Szene in der BRD zu geben: genannt werden u. a. der KB, der Spartacusbund, der KBW, aber auch undogmatische Gruppen wie das INFO-BUG. Nicht nur die Drucker, sondern auch "die gesamte westdeutsche Linke sei ein Opfer der direktesten Angriffe des bürgerlichen Staates auf die demokratischen Rechte, der Meinungs- und Pressefreiheit". Die Anklage "terroristische Vereinigung", mit der die Drucker verfolgt werden und verhaftet worden sind, müsse sofort fallengelassen werden. Daher: "Sofortige Freilassung der AGIT Drucker!", "Niederschlagung aller Verfahre!", "Für uneingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit!" (Vgl. Permanente Revolution, 16-17/1978).

Zum 17. Juni 1978 berichtet die "Permanente Revolution" von einem NPD-Treffen in Frankfurt/M. Agitiert wird gegen ein "reformistisches Bündnis" aus VVN, DKP, Jusos und SB und ihrer Ablehnung einer Aktionseinheit mit GAD, KB, SAG, Rote Panther und Spartacusbund. Zu Rudolf Bahro erscheint ein Artikel aus "Was tun": "Bahros Echo"; ein weiterer über die Fahndung nach Till Meyer, Gabriele Rollnick, Gudrun Stürmer und Angelika Goder in Bulgarien. Berichtet wird auch über die Beschlagnahmung des KB-Buches "Nach Schleyer: Sonderkommandos in der BRD. Zügiger Ausbau der neuen Gestapo". (Vgl. Permanente Revolution, 19-20/1978).

Immerhin signalisieren die österreichischen Gruppen SOAK und "Commune" ihre Bereitschaft, die geplante "Diskussionsinitiative" zu unterstützen. Doch zur Unterzeichnung einer "Gemeinsamen Erklärung" zu aktuellen politischen Fragen bei gleichzeitigem Abbau von "programmatischen Differenzen" sei es nicht gekommen. Auch eine "Fusionsinitiative" wird von der IKL als "unseriös und absurd" bezeichnet.

Die IKL, so der Artikel "An die Leser", gibt bekannt, dass seit geraumer Zeit auch "deutsche Genossen" an der "Permanenten Revolution" beteiligt seien, indem sie Artikel zu den Ausgaben besteuern würden. Auch eine Veränderung der Aufmachung der Zeitung solle in den kommenden Wochen stattfinden. Veränderungen solle es auch im Hinblick auf eine englischsprachige Zeitschrift geben, die noch "in diesem Jahr erscheinen" solle. Dadurch wolle man die internationalistische Arbeit stärken. (Vgl. Permanente Revolution, 21/1978 und 30/1979).

Veröffentlicht wird in der Ausgabe 22/1978 eine Anzeige des "Komitees für die Freilassung von Rudolf Bahro", das zum "Bahro-Kongress" vom 16.-19. November in West-Berlin aufruft (vgl. Permanente Revolution, 22/1978).

Zur Unterstützung der "kämpfenden persischen Massen" veröffentlicht die IKL eine "Prinzipienerklärung". Zur Demo am 22.11.1978 unter der übergreifenden Losung "Sturz des Schah-Regimes" wird eine Aktionseinheit aus GRM, SOAK und IKL gebildet. Dazu heißt es: "Wir, die unterzeichneten Organisationen, befürworten eine offene politische Diskussion innerhalb der linken Bewegung … Wir werden einen eigenen linken Block in der Demonstration bilden, in dem das Prinzip der Agitations- und Propagandafreiheit voll akzeptiert wird!" Ein Bericht von der Frankfurter CISNU-Demonstration vom 25.11. in Frankfurt/M. wird ergänzend hinzugefügt. (Vgl. Permanente Revolution, 23/1978).

Zum Prozess gegen den KB und den "Arbeiterkampf" veröffentlicht die "Permanente Revolution" den Artikel: "Klassenjustiz und politische Unterdrückung. BRD: Prozesslawine gegen den Kommunistischen Bund". Die Berichterstattung über den Prozess gegen den KB, wird in den Ausgaben 26 und 28/29 fortgesetzt. (Vgl. Permanente Revolution, 23/1978, 26/1979, 28-29/1979).

Die Doppelnummer 24/25 veröffentlicht einen Artikel aus "Spartacus" zur Situation in der Eisen- und Stahlindustrie der BRD und die dort stattfindenden Streiks. Die Metallarbeiter hätten eine "Niederlage" erlitten. Der Kampf müsse "international" geführt werden. Daher ziele man auf die "Enteignung" und die "Arbeiterkontrolle" ab. (Vgl. Permanente Revolution, 24-25/1979).

Berichtet wird im April darüber, dass sich die IKL als "Partei angemeldet" habe. Einer der Gründe sei, dass sie "rechtlich viel schwerer verboten und in ihrer Tätigkeit eingeschränkt werden kann". Mit der Veröffentlichung einer "Satzung der IKL" sei die "Parteigründung rechtlich abgeschlossen". Unklar bleibt, ob die IKL ihren Organisationstypus tatsächlich im Sinne der trotzkistischen Konfession manifestiert hat oder ob die formale Ausrufung der Partei nur dazu diente, sich vor Verfolgung und Unterdrückung zu schützen. (Vgl. Permanente Revolution, 27/1979).

Zum November 1979 kündigt die IKL eine "Marxismus-Schulung" an, die bis zum Sommer 1980 dauern soll. U. a. sollen geschult werden: Marx/Engels: "Kommunistisches Manifest", Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg", Trotzki: "Die Permanente Revolution". (Vgl. Permanente Revolution, 31/1979).

Im Artikel "Zwei Jahre deutscher Herbst!" wird die Situation der Linken in der BRD analysiert: "Massiver staatlicher Terror, Einschüchterung, Bespitzelung auf der einen, hektische und zum nicht unerheblichen Teil ratlose Suche nach dem politischen Standort auf der anderen Seite, bestimmen das politische Bild." Wichtig war natürlich die "Fusion zwischen IKL und Spartacusbund", worauf schon seit geraumer Zeit hingearbeitet worden war. Die Konferenz findet im Juli 1979 statt. Die Ergebnisse der Debatte werden in "Ergebnisse & Perspektiven. Theoretisches Organ von Spartakusbund (BRD), Internationale Kommunistische Liga (Österreich)" veröffentlich. Im Mittelpunkt der Fusionskonferenz stehen die Punkte: "Volksfront/Arbeiterregierung … die Methode des Übergangsprogramms, … die Frage der IV. Internationale und Reformismus/Eurokommunismus". (Vgl. Permanente Revolution, 31/1979).

In einem "Offenen Brief an die Wiener Linke" schlägt die IKL vor, die Möglichkeit einer gemeinsamen Demonstration "Solidarität mit dem Iran" zu erörtern. Die Demo solle der "aktiven Solidarität mit den Massen des Iran dienen". (Vgl. Permanente Revolution, 31/1979).

Über "Türkische Faschisten in der BRD" berichtet die Ausgabe 33-34 aus dem Jahr 1980 - und fügt einen Bericht von der Spartacusgruppe West-Berlin hinzu, in dem dazu aufgefordert wird, die "Grauen Wölfe" (faschistische türkische Organisation der MHP, d. Verf.) zu zerschlagen und eine Aktionseinheit zu bilden (ebd.).

Zuletzt gibt es noch einen Kommentar über die Spaltung der "IV Internationale." Sie wird als "ein Sieg des Rechtstrotzkismus" und als "Rechtsentwicklung des Vereinigten Sekretariats" bezeichnet (ebd.).

Schlussbemerkung:

Es fällt auf, dass im Berichtszeitraum keine Auseinandersetzung mit der MLPÖ und ihrer "Roten Fahne" geführt wird. Andererseits wird in verschiedenen Ausgaben gegen den KB Österreich gewettert, der sich ja im August 1976 mit anderen Kommunistischen Bünden vereinigte. Allgemein wird er (und andere) als "die MAOISTEN" bezeichnet, mit denen man keine Auseinandersetzungen führen könne.

Versucht wurde immer wieder mal, eine Aktionseinheit mit ihnen anzustreben (auch mit SOAK, GRM und der Gruppe Querschläger), etwa zum 1. Mai, zu Zwentendorf oder zu den österreichischen Nationalratswahlen, die allerdings nicht zu großartigen Erfolgen führten.

Ansonsten unterscheiden sich die Propaganda und die politischen Debatten nur in Nuancen von anderen linken Gruppen in Österreich. Relevante Themen waren hierbei u. a.: die Auseinandersetzungen mit den AKW-Gegnern, Iran/Irak, Südamerika, Spanien, Portugal, die Entwicklung in China (Tod Maos, Kulturrevolution, Hua etc.), Palästina, Naher Osten, Osteuropa, Afrika, Wehrgesetze und Wahlen in Österreich, die KPÖ, Debatten mit dem frühen KB Wien (und dann mit dem KBÖ), Frauenfrage, die Frontstellung zur westdeutschen GIM, Harrisburg, Arbeiterkammerwahlen und die Linke, NATO, Antifaschismus und der 1. Mai.

Die Berichterstattung aus der politischen Szene der BRD dürfte man möglicherweise in dieser Form in keinem anderen österreichischen Organ der Linken finden, was natürlich zwangsläufig mit der engen Bindung zum "Spartacusbund" zu tun hat: etwa über den Bahro-Kongress in West-Berlin, Russell Tribunal und sein Ableger in Österreich, Stammheim (und die Folgen für die Linken), den KB, SB und RAF, den KBW, Sponti-Gruppen, politische Prozesse (AGIT-Drucker), die beginnende Entwicklung der Grünen über die AKW-Proteste, K. H. Roth oder die Berichte aus "Spartacus". Ablehnend steht man der bundesdeutschen GIM gegenüber, die für die IKL nichts anderes als ein Wurmfortsatz des "Vereinigten Sekretariats" ist.

In "Permanente Revolution" sind Artikel über die russische Oktoberrevolution ("60 Jahre russischer Oktober"), die Rolle Trotzkis und Bucharins immer wieder wichtige Themen. Aber auch Artikel wie "Leo Trotzki: Zum 100. Geburtstag", "Trotzkis Schriften zum imperialistischen Krieg" zeigen in gewisser Weise den Versuch, viele der relevanten trotzkistischen Themen zu behandeln.

Wichtige theoretische Fragen, die letztlich zum Zusammenschluss des BRD-Spartacusbundes mit der IKL im Juli 1979 führen, finden sich als Ergebnisse in dem gemeinsamen theoretischen Organ "Ergebnisse & Perspektiven. Theoretisches Organ von Spartakusbund (BRD), Internationale Kommunistische Liga (Österreich)" wieder. Auf der Konferenz vom Juli werden dann die, für den Trotzkismus wichtig Fragen, etwa: "Übergangsprogramm", "IV. Internationale", "Spaltung" "Rechtsentwicklung" etc., debattiert.

Ein wichtiger Meilenstein ist natürlich die "Programmatische Erklärung der IKL", die in der Januarausgabe 1977 der "Permanenten Revolution" veröffentlicht wird. Hier sind es vor allem die Thesen zum "Wiederaufbau der Vierten Internationale", in denen die Programmatik der IKL deutlich wird, wo es sozusagen um die Erneuerung der IV. Internationale in Abgrenzung zu anderen trotzkistischen Strömungen, etwa "Pablismus" oder dem Zentrismus des "Vereinigten Sekretariats", geht. Das Programm der IV. Internationale müsse auch neue geschrieben werden. Die Schnittstelle liege hier bei 1940. Und der revolutionäre Marxismus müsse von dort aus neu definiert werden. Dem soll sicherlich auch die Einführung eines "Lesezirkel der "Permanenten Revolution" dienen, der im Juni 1979 unter dem Schlagwort: "Zeitgeschichte und Marxismus" eingerichtet wird.

Kritisch muss angemerkt werden, dass gerade auch der österreichische Trotzkismus in der Form IKL eigentlich nur aus einem Arsenal von Artikeln aus dem Nachlass von Trotzki bestand. Mit seinen Veröffentlichungen versuchte die IKL in gewisser Weise Halt in der linken Wiener und österreichischen Bewegung zu finden, was letztlich in dem Versuch einmündete, eine gemeinsame Demonstration aller Linker gegen die "Hetze im Iran" (vgl. "Offener Brief", Permanente Revolution, 32/1979) zu organisieren. Dass aber die IKL auch in Österreich in den Dimensionen von Fraktionierungen und Spaltungen lebte und gegen die GRM, der österreichische Sektion des "Vereinigten Sekretariats", lebhaft agitierte und ihren "neuen Kurs" ideologisch abstrafte (vgl. Permanente Revolution, 3-4/1976), sollte erwähnt werden.

Zu befreundeten trotzkistischen Organisationen gibt es wenige Informationen. Aus den Zentralorganen einiger trotzkistischer Gruppen, die als Anzeige in "Permanente Revolution" veröffentlicht wurden, lässt sich schließen, dass neben den Kontakten und der Zusammenarbeit mit dem befreundeten bundesrepublikanischen "Spartacusbund" auch eine Verbindung zur italienischen "FMR", der "Liga Communista" (Italien) und "Workers International" (England) bestand.

Kontaktaufnahmen gab es, laut "Permanente Revolution", 32/1979, auch zum westdeutschen "Komitee zur Verteidigung der arabischen Revolution", das eine erste Nummer der Zeitung "Palästina" (wohl im Oktober/November 1979) herausgab. Aufgerufen wurde dazu, im österreichischen Komitee mitzuarbeiten. Ein Treffen war für den 12. Dezember in Wien anberaumt.

Verantwortlicher Herausgeber der Zeitung war Karl Reitter, Wien. Interessant wäre auf jeden Fall, die Entwicklung der IKL und der "Permanenten Revolution" bis 1988 weiter fortzuschreiben, da bis zum Ende 1979/Anfang 1980 die Theorie vertreten wurde, dass es aktuell nur "kleine trotzkistische Kerne gibt, die anknüpfen an die Methode der IV. Internationale bis 1940". Es müsse ein "internationales Programm" erstellt werden, "dass der Nachkriegsentwicklung Rechnung trägt", um auf "dieser Grundlage die IV. Internationale wieder aufzubauen" (Programmatische Erklärung).

Mit der Ausgabe 59/1986 wurde, laut Österreichischer Nationalbibliothek, die Herausgabe der Zeitung eingestellt. Später erschien dann (wohl ab ca. 1987) der "Klassenkampf - Zeitung der Revolutionär-Kommunistischen Liga", vermutlich eine Fusion aus SOAK und IKL.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Mai 1976:
Es erscheint die Nr. 1 der Zeitung: "Permanente Revolution - Zentralorgan der Internationalen Kommunistischen Liga" (IKL) mit der Schlagzeile: "Mai-Aufruf der 'Internationalen Kommunistischen Liga". Die Zeitung wird in Wien herausgegeben.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Krise des Kapitalismus und die Antworten der Revolutionäre!", über den Sozialdemokratismus, den Stalinismus, den Maoismus, die Erfahrungen der Arbeiterbewegung, die KPÖ und über ein "Übergangsprogramm"
- "Für den Sieg der sozialistischen Revolution in Portugal und Spanien - Beginn der europäischen Revolution!", über die "portugiesische Revolution"
- "Für den Wiederaufbau der Vierten Internationale!", über den Zerfall von trotzkistischen Strömungen

Aufgerufen wird zum 1. Mai in Wien. Parolen sind: "Reiht Euch am 1. Mai in den Block der IKL ein!", "Organisiert Euch in der IKL!" Geworben wird für: "Schriften zum Programm", "Ergebnisse & Perspektiven. Theoretisches Organ des Spartacusbundes (Sonderausgabe)" und Leo Trotzki: "Verratene Revolution".
Quelle: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 1, Wien, Mai 1976.

Juni 1976:
Es erscheint die Nr. 2 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Portugal: Gegen Reformismus - Ein Programm der Revolution".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Feinde der IV. Internationale", über "Rotfront" der GRM und die sog. "IV. Internationale", die "heute einen föderativen Block darstellt"
- "Der 1. Mai in Wien", über die 1. Mai Demonstration des KBW- Wien
- "Für proletarische Demokratie!", über die GRM und die 1. Mai Veranstaltung der Maoisten
- "Kampf der bürgerlichen Klassenjustiz. Offener Brief an alle Organisationen der Arbeiterbewegung", über eine "Einheitsfront der verschiedenen Organisationen" zu verschiedenen Anlässen
- "Wehrgesetznovelle: Aufrüstung gegen die Arbeiterklasse!", über die Wehrzeitverkürzung in Österreich, die Heeresreform, den "Nationalismus" und das "Sektierertum" von KPÖ, KB- Wien und GRM
- "Gründung der IKL", über die Fusion "zwischen dem Kommunistischen Kollektiv und Spartacus Wien" zur IKL mit dem Organ: "Permanente Revolution" zu Ostern 1976
- "Eine notwendige Internationale Initiative!", über die Rolle der zentristischen Gruppen, Portugal und ein "Übergangsprogramm"
- "Argentinien: Bankrott von Reformismus und Zentrismus!", über die "Erklärung der KP Argentiniens nach dem Militärputsch"

Geworben wird für: "Ergebnisse & Perspektiven. Theoretisches Organ des Spartacusbundes", "Schriften zum Programm", Trotzki: "Verratene Revolution" und Literatur, die über das Wiener Postfach der IKL zu bestellen ist.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 2, Wien, Juni 1976.

Oktober 1976:
Es erscheint die Doppelnummer 3/4 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Die Linke und Slowenien. Solidarität ohne revolutionäre Perspektive!" Die Zeitung erscheint nun mit dem Zusatz: "Für den Wiederaufbau der IV. Internationale!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Arena: Insel der Seligen?", über die Besetzung des Schlachthofes zu St. Marx.
- "Südafrika vor der Revolution", über die Befreiungsbewegungen in Südafrika, FNLA; UNIZA und SWAPO, über die "Interessen der Imperialisten in Südafrika"
- "Trotzkis Brief nach Südafrika", über die deutsche Übersetzung von Trotzkis Brief vom November 1944
- "Gespräch mit einem angolanischen Genossen", über Angola, die Dritte Welt, den Bürgerkrieg und die Niederlage der Linken
- "Libanon: Triumph der Konterrevolution", über Wirtschaftskrise im Libanon, Syrien, das Assad- Regime, die Rolle Israels, die Palästinenser und die SU"
- "Ungarn 1956: Stalinismus oder Sozialismus. 20. Jahrestag der ungarischen Revolution. 1. Teil", über den ungarischen 23. Oktober 1956
- "Der neue Kurs der GRM", über den Kurswechsel der GRM, die gegenwärtige Etappe des Parteiaufbau und die Rechtwendung des VS
- "MAO - Ein Mythos ist erloschen", über den Tod Maos und diverse Nachrufe
- "Kampf der Klassenjustiz", über die ÖBL, die jüngsten Ereignisse in der BRD und den Versuch, eine Aktionseinheit zu politischen Prozessen herzustellen

Eine Anzeige wird für die Zeitung: "Roter Dialog. Für den Aufbau einer Kommunistischen Gewerkschaftsfraktion. Zeitung des Spartacusbundes für die Kollegen im öffentlichen Dienst" geschaltet. Geworben wird für die: "Programmatische Erklärung der IKL", für "Ergebnisse & Perspektiven", für "Ungarn 1956. Sozialismus oder Stalinismus!", Gruppe Revolucao Socialista: "MPLA und revolutionäre Arbeiterbewegung in Angola", "Wohin geht Frankreich?" und für den wohl neuen Verlag in der BRD (Essen): "Ergebnisse & Perspektiven. Verlags- und Vertriebs-GMBH, wo es u. a. die "Spartacus-Flugschriften", "Ergebnisse & Perspektiven" und Schriften von Leo Trotzki gibt.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 3/4, Wien, Oktober 1976.

Dezember 1976:
Es erscheint die Nummer 5 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "China nach Maos Tod: Seltsames und Ungeheuerliches".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Schluss mit den Verleumdungen gegen Hansen, Novack und Varga!", über Angriffe der britischen WRP, die von G. Healy geführt wird, die gegen Genossen der trotzkistischen Bewegung vorgeht
- "Rechtsopportunist Peng Shu-Tse?", über den chinesischen Trotzkisten Peng Shu-Tse, der im VS organisiert ist
- "Chronik der chinesischen Revolution", über eine Chronik von 1911- 1949
- "Nach Berufsverbot: Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert!", über die Ausbürgerung Biermanns
- "Vor vierzig Jahren: Lenins Partei auf der Anklagebank!", über die Schauprozesse gegen Trotzki, Sinowjew, Kamenew, Tomski, Bucharin u. a.
- "I-CL der notwendigen internationalen Initiative beigetreten", über die britische "International- Communist League", die der '"Notwendigen Internationalen Initiative" beigetreten ist
- "Italien: Gründung der Lega Communista", über die italienische PMR
- "Bankrott der Minderheitsfeststellung", über die KPÖ und die Linken
- "Kampf der Klassenjustiz", über die "Iberia- Angeklagten"
- "Transkei: Ein Gefängnis im Gefängnis!", über die Transkei in Südafrika
- "Ungarn 1956: Stalinismus oder Sozialismus? 20. Jahrestag der ungarischen Revolution, 2. Teil", über den Ungarn-Aufstand von 1956

Geworben wird für den Essener Verlag "Ergebnisse & Perspektiven", "Schriften zum Programm", für den "Spartacusbund" und seine Schrift: "Unser Kampfprogramm gegen die Krise", "Stalinismus oder Sozialismus. Zum 20 Jahrestag der ungarischen Revolution".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 5, Wien, Dezember 1976.

Januar 1977:
Es erscheint die "Sondernummer 1" der "Permanenten Revolution" der IKL, die die "Programmatische Erklärung der Internationalen Kommunistischen Liga" enthält. In der Einleitung wird neben einer Einschätzung der weltpolitischen Lage u. a. festgehalten: "Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der einheitlichen proletarischen Weltpartei - der Internationale. Diese kann heute nur eine trotzkistische Internationale sein. Der Trotzkismus stellt die einzige politische Strömung dar, die in der revolutionären Tradition der kommunistischen Internationale steht, deren ersten vier Kongresse, d. h. ihre wesentlichsten Ergebnisse, auch heute zu unseren programmatischen Grundlagen gehören …

Mit diesem Dokument legt die IKL ihre programmatischen Grundlagen vor. Die einzelnen Dokumente standen im Mittelpunkt der Diskussion zwischen 'Spartacus/Wien' und dem 'Kommunistischen Kollektiv' welche schließlich zum Zusammenschluss der beiden Gruppierungen zur IKL führte. Der Abschnitt über die Krise der Vierten Internationale schließlich ist das vorläufige Ergebnis der internationalen Diskussion, die zwischen der IKL, dem deutschen Spartacusbund und der italienischen FMR geführt wird. Das erste konkrete Ergebnis dieser Diskussion war die gemeinsame Unterzeichnung der 'notwendigen internationalen Initiative', die in den Organen der drei Organisationen abgedruckt wurde (siehe 'permanente Revolution' Nr. 2). Anhand der Aktualität der Entwicklung der portugiesischen Revolution wurde die Dringlichkeit des Aufbaues einer revolutionären Klassenführung aufgezeigt …"

Mit diesem Dokument traten die Unterzeichnenden an eine Reihe von Organisationen in den verschiedensten Ländern heran, um sie aufzufordern, in die Diskussion einzugreifen, unabhängig davon, ob sie die 'internationale Initiative' sofort unterschreiben können oder. nicht.

Das Ziel dieses Rahmens ist der Aufbau einer internationalen trotzkistischen Tendenz. Mit der Erstellung des Dokumentes wurde der erste praktische Schritt in die Richtung dieses Zieles gesetzt. Die bereits begonnene Diskussion zu den am Schluss der 'Initiative' genannten sechs Punkten, d. h. die Ergebnisse dieser Diskussion wird den beteiligten Organisationen die Möglichkeit geben international als programmatische Alternative zu den Zentristen und Sektierern, die vorgeben das revolutionäre Programm und die Kontinuität der 1938 gegründeten IV. Internationale zu vertreten, aufzutreten, auch wenn sie über wenige Kader verfügen.

Die IKL ist eine internationalistische Organisation, für die Internationalismus nicht bedeutet Solidaritätsadressen an unterdrückte Massen abzusenden oder an Solidaritätsdemonstrationen. teilzunehmen. Das alles tun die nationalbornierten Zentristen und Reformisten auch. Nein! Internationalismus bedeutet für uns von Anbeginn unserer organisatorischen Existenz an, aktiv am Aufbau einer internationalen Organisation zu arbeiten,- die eine gemeinsame Führung, ein gemeinsames Zentrum und eine gemeinsame Disziplin hat. Einzig der Aufbau einer internationalen Partei •-• sei sie anfangs auch schwach und kaum in der Arbeiterklasse verankert - wird uns als Revolutionäre bestehen lassen. Aber diese internationale Partei kann nicht einfach als das Ergebnis des Zusammenschlusses einiger Organisationen verstanden werden. Voraussetzung für ihren Aufbau, für ihren Bestand ist die programmatische Diskussion, die internationale theoretische Auseinandersetzung. Der Aufbau der Organisation im nationalen Rahmen, die Entwicklung der revolutionären Programmatik ist damit in einen internationalen Rahmen gestellt …"

Der Wert der vorliegenden 'programmatischen Erklärung" liege darin, "dass die Kader der IKL in der Auseinandersetzung mit Reformisten und Zentristen über klare Richtlinien verfügen, dass jeder der sich als Revolutionäre begreift, damit unsere Stellung zu wesentlichen programmatischen Fragen prüfen kann. Und nicht zuletzt dient dieses Dokument dazu, unsere Positionen in die internationale Diskussion zu tragen und diese damit zu beschleunigen und zu erleichtern. Diese *programmatische Erklärung' gibt den Stand der Kader wider, die sich Anfang 1976 zur IKL zusammengeschlossen haben".

Artikel der "Sondernummer" sind:
"1. Einleitung: Was will die IKL?"
Revolutionäre Propagandagruppe und Umgruppierung
Der Reformismus - Bürgerliche Politik innerhalb der Arbeiterbewegung
A. Die Sozialdemokratie
B. Der Stalinismus
1. Die Degeneration der Sowjetunion und der Komintern
2. Die Volksfrontpolitik. Bürokratischer Reflex auf die Niederlage in Deutschland
3. Die deformierten Arbeiterstaaten
Arbeiterregierung und Einheitsfront
Alle Macht den Sowjets
Übergangsprogramm: Einheitsfront und Arbeiterregierung
Arbeiterregierung oder Diktatur des Proletariats
Thesen zum Wiederaufbau der IV. Internationale
Thesen zur Methodik des Übergangsprogramms
Zur Gewerkschaftsfrage
Zur nationalen Frage".

Geworben wird für: Peng-Shu-Tse: "Die chinesische Revolution. Erster Teil", "Ungarn 1956: Stalinismus oder Sozialismus!", "Ergebnisse & Perspektiven", "Revolution und Konterrevolution in Spanien".
Q: Permanente Revolution- Zentralorgan der IKL, Sondernummer 1, Wien, Januar 1977.

Februar 1977:
Es erscheint die Doppelnummer 6/7 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Spanien an der Wende!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Gründung des Lenin-Clubs", über eine Initiative der IKL"
- "Die Nebel lichten sich", über die Vorgänge in China
- "Der Prozess gegen den VSM- Salzburg", über Prozesse wegen sog. "Ehrenbeleidigung"
- "Die Entstehung des chinesischen Arbeiterstaates", über die Gründung der VR China und die Machtübernahme Maos
- "Peng-Shu-tse zu den Ereignissen in China", über Peng Shu- tse, Gründungsmitglied der KP China und der chinesischen trotzkistischen Bewegung
- "Die Charta 77 und die Opposition", über das "Manifest der Charta 77"
- "die Dokumente der Revolutionären Sozialisten", über die "Revolutionäre Sozialistische Partei"
- "Brief oppositioneller SED-Genossen an Biermann", über Briefe an Biermann
- "Biermanns Ausbürgerung und der Opportunismus", über Biermann und den Euro-Kommunismus
- "Zum Prozess gegen W. Boock", über einen österreichischen Prozess
- "Zynische Polit-Show in London", über eine öffentliche Veranstaltung des VS in London
- "Ungarn 1956: Stalinismus oder Sozialismus. 20. Jahrestag der ungarischen Revolution. 3. Teil", über Ungarn 1956 in Fortsetzung
- "Schleichende Volksfront in Italien", über das italienische Wahlergebnis vom 20. Juni 1976

Geworben wird für die Schrift von Felix Morrow: "Revolution und Konterrevolution in Spanien", die "Programmatische Erklärung der IKL" und "Schriften zum Programm".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 6/7, Wien, Februar/März 1977.

Mai 1977:
Es erscheint die Nr. 8 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Kampf dem Faschismus".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Sofortige Einstellung des Verfahrens gegen W. Pühringer!", über eine Verhaftung nach einer antifaschistischen Kundgebung
- "Wie gegen den Faschismus kämpfen?", über Strategien und Taktiken
- "Von der Aktionseinheit", über eine Aktionseinheitssitzung vom 16. April
- "PCI gegen italienische Studenten", über die OC und Lotta Continua
- "Universita Rossa - Für eine autonome antikapitalistische Studentenbewegung", über die "Liga Communista"
- "Die Situation an den Hochschulen", über Wahlen zur österreichischen Hochschülerschaft
- "Leserbriefe", u. a.: "Stalinismus kontra Arbeiterdemokratie"
- "Politische Repression in der BRD", über die Linke in der BRD und den Radikalenerlass
- "Für ein österreichisches Unterstützungskomitee des Russell- Tribunals!", über ein österreichisches Tribunal
- "60 Jahre russische Revolution. 1. Teil", über den 17. Februar 1917
- "Aufruf der IKL zum 1. Mai", über eine 1. Mai- Demo in Österreich

Geworben wird für die Schrift von Felix Morrow: "Revolution und Konterrevolution in Spanien" und für die "Programmatische Erklärung der IKL".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 8, Wien, Mai 1977.

Oktober 1977:
Es erscheint die Nr. 10 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Aktive Solidarität mit der BRD-Linken! Russell-Tribunal und Anti-Repressionsarbeit!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Russell-Initiative und Anti-Repressionsarbeit"
- "Die Entwicklung in der BRD …"
- "Die aktuellen Vorgänge"
- "… und in Österreich"
- "Aufruf zur Bildung der Arbeitsgruppe 'Repression in Betreib und Gewerkschaft' im Rahmen des österreichischen Unterstützungskomitees der Russell- Initiative"
- "Politische und organisatorische Grundlagen der Arbeit des österreichischen Unterstützungskomitees des Russell- Tribunals. Vorschlag der IKL"

Geworben wird für "Schriften zum Programm", für die "Verratene Revolution", "Ergebnisse & Perspektiven" und Flugschriften des "Spartacus".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 10, Wien, Oktober 1977.

November 1977:
Es erscheint die Nr. 11 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Stammheim und die Folgen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Erklärung der Anwälte von Irmgard Möller", über eine Anwaltserklärung
- "Ein seltsames Paar!", über eine Aktionseinheitssitzung mit GRM, SOAK, CISNU, APG, RMF zur Solidarität mit der BRD-Linken
- "Wenn's der Wahrheitsfindung dient", über die öffentliche Meinung zu Stammheim
- "Leserbriefe"
- "Zur Entwicklung in Portugal", über die politische Situation
- "Eindrücke von der Beerdigung", über einen Bericht zur Beerdigung der RAFler
- "Bahros Alternative. Analyse und Kritik", über das Bahro-Buch

Geworben wird für "Schriften zum Programm" und "Ergebnisse & Perspektiven".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 11, Wien, November 1977.

November 1977:
Von der "Permanenten Revolution" der IKL erscheint das Extra: "Zur Eisenbahnerwahl", in dem es u. a. um die "Personalvertreterwahlen" am 29./30. November geht. Aufgerufen wird dazu, am 25.11. zu einem Treffen zu kommen, bei dem es um die Diskussion zu den Wahlen geht.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Extra zur Eisenbahnerwahl, Wien, November 1977.

Dezember 1977:
Es erscheint die Nr. 12 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Wer bezahlt die Krise?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Heinz Funke in Wien", über die österreichische Veranstaltung des "Komitees zur Unterstützung des Russell-Tribunals über die Repression in der BRD", an der Vertreter des KB und der Verteidiger von Verenas Becker, Heinz Funke teilnahmen
- "Eine Alternative namens KPÖ", über die "Volksstimme" der KPÖ
- "Verteidigt R. Pitsch!", über einen politischen Gefangenen
- "Ein Wort an die SOAK", über die Erklärung der SOAK vom 1. Dezember, in der es um die Entwicklung der österreichischen Linken geht
- "Spanien: Historischer Kompromiss", über die PSP und verschiedenen Organisationen zu einer Regierung der "nationalen Einheit"
- "Bahros "Alternative. 2. Teil. Analyse und Kritik", über das Buch von Bahro

Geworben wird für: "Schriften zum Programm", Felix Morrow: "Revolution und Konterrevolution in Spanien" und für die "Verratene Revolution".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 12, Wien, Dezember 1977.

Januar 1978:
Es erscheint die Doppelnummer 13/14 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Naher Osten: Imperialistische Lösung kommt ins Stocken" und "Kein Rückzug vor den Angriffen der Kapitalisten".
Artikel der Ausgabe sind:
- "An die Leser", über das Buch von Peng-Shu-tse: "Die chinesische Revolution"
- "Der 23. Parteitag der KPÖ", über den Parteitag, die letzten Wahlergebnisse und das "Zehnpunkteprogramm"
- "Ein rasches Ende der LilI", über die Entwicklung einer Linken Liste seit dem September 1977
- "Welches Ziel?", über eine "Antwort auf die Offenen Briefe von GRM und SOAK"
- "Russell Tribunal und Kampf gegen die Repression", über das österreichische Russell- Tribunal
- "Politische Prozesse", über den Prozess gegen einen österreichischen Antifaschisten
- "Die Hetze zeigt Wirkung", über das Berufsverbot des Verteidigers Funke, der Verena Becker verteidigt
- "Sofortige Aufhebung des Aufenthaltsverbots für Erol Server!", über einen türkischen Arbeiter, dem die Aufenthaltserlaubnis entzogen werden soll
- "Koalition gegen die Arbeiterklasse", über die spanische PS unter Soares, die PCP, die PCP (R) die UPD, die MES und die LCI (Sektion der VS)
- "Bruderkrieg in Indochina?", über Vietnam, die USA und die Zukunft Indochinas
- "DDR- Manifest: Opposition oder obskur?", über das sog. "Manifest der ersten organisierten Opposition in der DDR"

Geworben wird für Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg", für die eigene Zeitung, für "Spartacus", für "Peng-Shu-Tse: Die chinesische Revolution", für die "Ergebnisse & Perspektiven" und die "Verratene Revolution" von Trotzki. Aufgerufen wird zu Spenden für die "Permanente Revolution" und die IKL. Hintergrund ist ein politischer Prozess nach § 282.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 13/14, Wien, Januar/Februar 1978.

März 1978:
Es erscheint die Nr. 15 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Frankreich vor der Wende?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Russell-Komitee und Kampf gegen die Repression. Geheimdokument über das Russell-Tribunal", über ein geheimes Papier des BND Innenministeriums zum Tribunal
- "Das Wunder von Stammheim", über die Ereignisse in Stuttgart-Stammheim
- "Geldstrafe für Gegner des Vorster Regimes", über eine Ausgabe der Zeitung "revolutionäres Afrika"
- "Südafrika: Unterdrücker unter Druck", über die politische Situation in Südafrika, den Kapitalismus. Strategien der Unterdrückungsform. Den ANC und anderer Befreiungsorganisationen
- "Marxismus und Volksabstimmung", über die österreichische AKW-Bewegung und den Ruf nach "Volksabstimmung"

Geworben wird für Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg", "Spartacus".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 15, Wien, März 1978.

April 1978:
Es erscheint die Doppelnummer 16/17 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "KPI für Polizeistaat!", "'Endlösung' der 'Palästinenserfrage'?", "'Volksabstimmung' über AKW? … Eine Antwort an die "rotfront".
Artikel der Ausgabe sind:
- "In den Spuren Berlinguers …", über die KPI
- "Mai-Aufruf der IKL: Für die sozialistische Revolution!", über den 1. Mai in Wien
- "Wildgewordene Maoisten", über den österreichischen KB
- "Das Elend der Handwerkelei. Spaltung des 'Querschläger'", über die Abspaltung einer Gruppe, "die zumeist der FÖJ und der SOAK nahestehen"
- "Frankreich nach den Wahlen", über die Wahlen in Frankreich und die Übernahme eines Artikels aus "Spartacus"
- "Russell-Komitee und Kampf gegen die Repression. Bilanz und Perspektive", über die Sitzungsperiode des Komitees
- "2 Prozesse gegen Antifaschisten!", über die Verurteilung eines österreichischen Antifaschisten
- "Solidarität mit den AGIT- Druckern", über die Solidarität mit den westdeutschen Agit-Druckern
- "Erklärung von Jutta Werth", über eine persönliche Erklärung (Unterstützung einer 'terroristischen Vereinigung')
- "Prozess gegen den Spartacusbund!", über eine Anklage wegen der Veröffentlichung des Buback-Nachrufs

Geworben wird für Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg" und die "Verratene Revolution".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 16/17, Wien, April/Mai 1978.

Juni 1978:
Es erscheint die "Sondernummer 3" der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Individueller Terror und politische Unterdrückung", "Russische Revolution", "Bilanz Frankreich" und "Feminismus - Frauenfrage".

In der Einleitung zur "Sondernummer" heißt es u. a.: "Die Herausgabe von Sondernummern der 'permanenten Revolution' war eigentlich nicht als ein Ersatz für ein theoretisches Organ unserer Organisation gedacht, sondern als Mittel, um abgeschlossene programmatische Dokumente und Standpunkte herauszugeben. Ein gemeinsames Theoretisches Organ mit dem Spartacusbund war schon lange im Gespräch, doch hinderte die Politik der ehemaligen Führung des Spartacusbundes, die mehr im Reden und Planen bestand, als im Handeln, sowie die Tendenzauseinandersetzungen in den beiden Organisationen das Zustandekommen dieses Projekts. Wir hatten ursprünglich geplant, eine eigene Sondernummer herauszugeben, die allein eine Kritik an der Theorie und Praxis des österreichischen Maoismus zum Inhalt haben sollte, sowie eine, die als umfassende Kritik an den 'Geschichtchen der IV. Internationale' von P. Frank gedacht war … Es wird vielmehr notwendig sein, dass wir gemeinsam mit dem Spartacusbund einen umfassenden 'Anti- Pierre Frank' herausgeben, schon deswegen, weil dessen Geschichtsfälschungen ihresgleichen nur in den verschiedenen Publikationen der französischen Lambertisten und der englischen Healyisten hat.

Im Rahmen des nun endlich zustande gekommenen gemeinsamen Theoretischen Organs mit dem Spartacusbund, welches weiter 'Ergebnisse & Perspektiven' heißen wird und ab der Nr. 5 gemeinsam herausgegeben wird, werden wir auch Artikel zum österreichischen Maoismus, dessen Praxis und Theorie, veröffentlichen.

Der lang angekündigte und sein Erscheinen leider immer wieder hinauszögernde Peng Shu-tse war ursprünglich als Broschüre … gedacht gewesen, musste aber wegen eines technischen Fehlers unsererseits nun als Sondernummer der 'permanenten Revolution' herausgegeben werden, was auch mit dem 1. Teil schon geschehen ist. Der zweite, umfangreichere Teil (er wird vor allem die Kulturrevolution behandeln) wird im April, als Sondernummer 5, erscheinen, deren Herausgabe damit abgeschlossen wird … Die erste Ausgabe (d.h. die Nr. 5) wird im April erscheinen und ist auch schon inhaltlich abgestimmt. Neben den erweiterten Thesen des Spartacusbundes zur Repression, einem Artikel zu 'Menschenrechte und Marxismus', wird es einen Artikel zur österreichischen AKW-Bewegung und die Fortsetzung der Serie '60 Jahre Russische Revolution' (Kriegskommunismus und NEP) enthalten.
Die vorliegende Sondernummer 3 stellt insofern eine Ausnahme dar, als sie nicht ein abgeschlossenes Thema behandelt, sondern mehr den Charakter eines Theoretischen Organs aufweist. Ihr Inhalt ist zum Teil bestimmt durch die Beschlüsse der 1. Konferenz unserer Organisation, sowie durch die Praxis der IKL …

Die Fusion unserer Organisation mit dem Spartacusbund wird nun endlich gezielt vorangetrieben und im Sommer mit einer gemeinsamen Konferenz, sowie im September mit der eigentlichen Fusionskonferenz abgeschlossen … Dies gilt vor allem für die Aufgabe des Aufbaus der internationalen Tendenz. Die in dieser Ausgabe enthaltene Fusionsresolution wurde im Dezember des vergangenen Jahres von den beiden Organisationen beschlossen …"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Ergebnisse & Perspektiven - Theoretisches Organ des Spartacusbundes: Übergangsprogramm, Frauenbewegung, Frauenfrage, über einen Artikel aus dem TO
- "Fusion IKL/Spartacusbund", über die kommende Fusion beider Organisationen
- "Gespräche über die Frauenfrage", über eine Diskussion zur Frauenfrage
- "Die Unterdrückung der Frau im Kapitalismus", über Auszüge aus "Revolutionary Communist"
- "Frankreich: Einem neuen Mai entgegen?", über die französischen Wahlen zur Nationalversammlung
- "60 Jahre Russische Revolution. 3. Teil: Demokratische oder sozialistische Revolution", über die Fortsetzung der Artikelserie
- "Individueller Terror und politische Unterdrückung", über die westdeutsche Linke nach der Schleyer- Entführung und die politische Unterdrückung

Geworben wird für Trotzkis Schriften zum "Imperialistischen Krieg" und "Spartacus".
Q: Permanente Revolution- Zentralorgan der IKL, Sondernummer 3, Wien, Juni 1978.

Juli 1978:
Es erscheint die Doppelnummer 19/20 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Freiheit für Rudolf Bahro!" und: "LKW-Blockade: Reaktionäre Stoßrichtung!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Zur Entwicklung der Diskussionsinitiative", übereilen Zwischenbilanz nach 2 erschienenen Bulletins und einer Veranstaltung
- "Die Spendenkampagne geht weiter!", über die Unterstützung von verurteilten Antifaschisten
- "AKW Volksabstimmung: Ein Sieg der Massenbewegung?", über die Volksabstimmung "über die Inbetriebnahme von Zwentendorf" (AKW)
- "Protest gegen Stammheim- Geldstrafe!", über eine Kundgebung für Stammheimer in Wien
- "Antifaschistischer Kampf: Lernen wir aus den Erfahrungen!", über den antifaschistischen Kampf
- "Floridsdorf-Jedlersdorf. Gewerkschaftlicher Linksblock", über die Gewerkschaftsorganisation der KPÖ
- "Bahros Echo", aus einem Artikel von "Was tun?"
- "NATO raus aus Afrika!", über die politische Situation in Afrika
- "Diskussion: Die SOAK zum Nahen Osten: Die unbeantwortete Frage nach einer Perspektive", über die SOAK und ihre Positionen
- "Interview mit K. H. Roth", über Karl-Heinz Roth
- "Zielfahndung in Bulgarien: Fast besser noch als mit den Bayern", über die Fahndung nach Mayer, Rollnick und Stürmer
- "KB-Buch in der BRD beschlagnahmt!", über das KB-Buch: "Nach Schleyer: Sonderkommandos in der BRD. Zügiger Ausbau der neuen Gestapo"

Geworben wird für: "Ergebnisse & Perspektiven. Theoretisches Organ von Spartacusbund (BRD) - Internationale Kommunistische Liga (Österreich".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 19/20, Wien, Juli/August 1978.

Oktober 1978:
Es erscheint die Nr. 21 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Nicaragua: Eine Nation kämpft!", "Zur Situation im Iran".
Artikel der Ausgabe sind:
- "8. Oktober. Wahlen in Wien", über bürgerlich-parlamentarische Wahlen
- "Von der Diskussion- zur Fusionsinitiative?", über den gegenwärtigen Stand der "Diskussionsinitiative"
- "Weg mit dem Verfahren gegen den KBÖ ", über den KBÖ, der wegen Sammlungen (u. a. Spendenaufruf zur ZANU) aufgrund des "Tiroler Sammlungsgesetzes" verfolgt wird
- "Die Arbeitsgruppen arbeiten weiter!", über die "Arbeitsgruppe Faschismus!"
- "Kittner kontra Bahro", über den Kabarettisten und Rudolf Bahro
- "Prozess gegen IKL: Ein Versehen ausgebessert?", über den Prozess gegen einen presserechtlich Verantwortlichen der IKL
- "Antifaschist wieder vor Gericht!", über den Prozess gegen einen Antifaschisten
- "Leserbriefe"
- "CSSR: 10 Jahre danach", über den 2Prager Frühling"
- "Regierungskrise in Portugal", über die Soares- Minderheitsregierung
- "Spanien: Aufruhr im Baskenland", über die Baskenfrage
- "Hua besucht Freund", über den KBÖ, der sich für Hua entschieden hat
- "KBÖ und KPÖ zum Iran", u. a. über die "Volksstimme" und die deutsche "UZ"

Aufgerufen wird zu Spenden für "Presse- und Anwaltskosten". Geworben wird für Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 21, Wien, Oktober 1978.

Oktober 1978:
Von der "Permanenten Revolution" der IKL erscheint ein "Offener Brief an die linken Aktivisten in der Anti-AKW- Bewegung". U. a. wird erklärt, dass sich die "Anti-AKW-Bewegung in eine Sackgasse" geraten sei, dass sie eine "idyllische Gemeinschaft" sei. Die Anti-AKW-Bewegung würde keine "systematische (und) antikapitalistische Propaganda vor und in den Betrieben und in der Arbeiterbewegung" machen. Eine "Volksabstimmung" sei als "ein formal-demokratischer Akt völlig unzureichend". Und: "Der Kampf gegen die Atomenergie ist kein antikapitalistischer Kampf … Die Aufgabe der Linken würde gerade darin bestehen, durch entsprechende Inhalte und organisatorische Formen, der Bewegung eine antikapitalistische Stoßrichtung zu geben".

Eingeladen wird zur Diskussion zum Thema: "Der Kampf gegen die kapitalistische Energiepolitik und Volksabstimmung", am 31.10. in Wien. Parole: "Kampf der kapitalistischen Umwelt und Energiepolitik! Nein zu Zwentendorf!", "Boykott der Volksabstimmung!" Weitere Diskussionsveranstaltungen der IKL: "Zur Situation im Iran" (8.11.), "Zum Prager Frühling" (22.11.)
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Offener Brief an die linken Aktivisten in der AKW-Bewegung, Wien, Oktober 1978.

November 1978:
Es erscheint die Nr. 22 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Der Nahe Osten nach Camp David: Der Imperialismus auf dem Vormarsch!" und: "Peru nach den Wahlen". Zudem enthält die Nummer eine Beilage zu Zwentendorf. (Diese liegt uns leider nicht vor.)
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nach dem 8. Oktober: Unruhe in der SP", über die Wahlen in Österreich und den KBÖ
- "Aus einem Interview mit Blanco", über einen Auszug aus der "Intercontinental Presse"
- "KB Mitglied droht mit Ohrfeigen", über den "personellen und politischen Niedergang des KB"
- "Faschismus in England", über die faschistische Bewegung in England
- "Terror-Urteil in Tunesien!", über Anklagen in Tunesien
- "Gespräch mit einem iranischen Genossen, 2. Teil", über einen iranischen Diskussionsbeitrag
- "Zur Situation im Iran. Kommentar zu einem Gespräch", über die Solidarität mit der iranischen Linken
- "Chile: 5 Jahre Konterrevolution!", über den 11. September 1973
- "Prozess gegen G.W"., über das Berufungsverfahren eines Antifaschisten
- "Bahro-Kongress in West-Berlin", über den Kongress vom 16.-19. November 1978
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 22, Wien, November 1978.

Dezember 1978:
Es erscheint die Nr. 23 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Iran: Weiter zur sozialistischen Revolution!" und: "Der österreichische Weg: Kündigungen bei Eumig, Steyr, …!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kurz kommentiert", über Spanien
- "Diskussion mit iranischen Genossen", über die Fortsetzung der Gespräche
- "Prinzipienerklärung von GRM, SOAK und IKL", über eine Soli- Veranstaltung am 22.11.
- "25. November in Frankfurt", über den Polizeieinsatz in Frankfurt/M.
- "22. November: KPÖ und Polizei gegen die Linke'!", über eine Demo in Österreich
- "Offener Brief zu den Vorfällen auf der Iran-Solidaritätsdemonstration am 22. November in Wien", über die Demo: "Solidaritätsdemonstration mit dem Kampf der iranischen Massen" in Wien und die Aktionen der Polizei sowie Auseinandersetzungen um politische Differenzen zwischen einzelnen Gruppen
- "Internationale Nachrichten", u. a. über England, Nordirland
- "Eine Antwort an die 'rotfront': Sprachlos schon", über die 'rotfront' zur Volksabstimmung
- "Kurz kommentiert", u. a. über Berufsverbote in Österreich
- "Antifaschist freigesprochen", über die Verhandlung gegen einen Antifaschisten
- "Gegenpol: Erfolge und Probleme", über die Broschüre: "Kampf dem Faschismus"
- "Klassenjustiz und politische Unterdrückung", über den Prozess gegen den westdeutschen KB
- "Zum Ausgang der Volksabstimmung: Welch ein Sieg …", über die österreichische AKW-Volksabstimmung

Geworben wird für "Spartacus", "Ergebnisse & Perspektiven" sowie Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 23, Wien, Dezember 1978.

Januar 1979:
Es erscheint die Doppelnummer 24/25 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Khomeini vor seiner Stunde der Wahrheit", "Indochina: Die bittere Frucht des Stalinismus!", "BRD: Niederlage der Metallarbeiter".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Internationale Nachrichten", u. a. über Polen, Frankreich, USA, Polen
- "Die Entfaltung der iranischen Revolution", über die iranische Situation, die Aufgaben der iranischen Trotzkisten und die Parole: "Für eine Arbeiter- und Bauernrepublik"
- "Eine Revolution, die auf halben Wege stehen bleibt ist verloren!", u. a. über den Faktor der Religion im Iran
- "Türkische Faschisten wittern Morgenluft", über den Faschismus in der Türkei
- "Bericht über ein Gespräch mit einem bolivianischen Genossen", über Bolivien und die Parolen: "Internationale Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter und Bauern in Bolivien!", "Kampf der Volksfrontillusion!"
- "Sozialistische Alternative der GRM: An der Realität vorbei …", über die GRM und ihre Erklärung: "Weder Grün noch Bunt - Für eine sozialistische Initiative"
- "Stalinismus und Arbeiterdemokratie", über Differenzen und Diffamierungen und den Vorfall vom 22.1.
- "Auswirkung des HUA- Besuches im Iran: Diskussion im Klassenkampf", über den Besuch HUAs und die Reaktion darüber im "Klassenkampf" des KBÖ
- "Die ganze Broschüre hätte unter Anklage gehört", über die RAF und die Ereignisse im Herbst 1977
- "Solidarität mit H. N.!", über eine sozialistische Jugendzeitung
- "Irland … schlimmer als Tiere!", über Nordirland und Belfast
- "Die englische Arbeiterklasse kämpft", über eine Streikwelle in England

Geworben wird für die "Verratene Revolution" von Leo Trotzki sowie den "Buchladen für linke Literatur".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 24/25, Wien, Januar/Februar 1979.

März 1979:
Von der "Permanenten Revolution" der IKL erscheint vermutlich im März die Flugschrift: "Hungerstreik von PITSCH, GRATT und KEPPLINGER!!" Sie richtet sich gegen die Verurteilung der Angeklagten, die sich im Hungerstreik befinden. Parolen sind: "Solidarität mit GRATT, PITSCH UND KEPPLINGER!", "Freiheit für die politischen Gefangenen!"
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Flugschrift (Solidarität mit GRATT, PITSCH UND KEPPLINGER!!, Wien, o. J. (März 1979).

März 1979:
Es erscheint die Nr. 26 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Die chinesische und vietnamesische Revolution: Bürokratie sind der Hauptfeind er Massen!", "Iran: Nein zum Referendum. Für die Arbeiter- und Bauernrepublik!", "Frankreich: Die Metallarbeiter zeigen den Weg!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kommentar", über den Einmarsch von Truppen der VR China in Vietnam
- "Film: Messer im Kopf. Die Gemeinsamkeit der Angst", über eine Filmrezension
- "Spanien: Stabilisierung der Bourgeoisie", über Löhne, Lebenshaltungskosten, die Arbeitslosigkeit und die Suarez- Regierung
- "Dengs später Sieg!", über Dengs Reise nach Japan und die Distanzierung der Deng/Hua- Führung von der chinesischen Kulturrevolution
- "Resolution einer Soldatenversammlung vom 15. Februar", über Angehörige der iranischen Streitkräfte
- "Klassenjustiz in der BRD: Croissant verurteilt", über den RAF- Verteidiger Klaus Croissant
- "Kampagne zur Rehabilitierung Bucharins", über Bucharin, der mit anderen 1938 zum Tode verurteilt wurden war und eine neue Kampagne zu seiner Rehabilitierung
- "Die SOAK zum indochinesischen Konflikt: Verworrenes aus der Studierstube", über die Positionen der SOAK zu Vietnam
- "Internationale Nachrichten", u. a. aus der SU, Polen. Nicaragua
- "Klassenjustiz in der BRD", über einen Prozess gegen den KB
- "Kurz notiert: KPÖ: Rotweißrot", überdies Kommunistische Partei Österreichs
- "Palmers- Prozess: Verurteilung nach Plan!", über die Entführung des Industriellen Palmers

Aufgerufen wird zum Abonnement der "Permanenten Revolution" der IKL und des TO. Geworben wird für das "Rotbuch", für die "Verratene Revolution".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 26, Wien, März 1979.

April 1979:
Es erscheint die Nr. 27 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Am 6. Mai: Nein zu den Bürgerlichen! Nein zum Reformismus!", Iran: "Die Revolution in Gefahr!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Manifest von SOAK und IKL", über die innenpolitische Situation in Österreich vor den Wahlen und eine Diskussionsveranstaltung am 5. Mai
- "Arbeitskreis der IKL", über den AK, der Zugang zum Marxismus schaffen will
- "Kommentar: Harrisburg: Die unvorhersehbare Gasblase …", über den Atomunfall
- "IKL als Partei angemeldet", über die Parteianmeldung der IKL und ihre Satzung
- "Hungerstreik v. GRATT, PITSCH und KEPPLINGER beendet!", über die Beendigung des Hungerstreiks politisch Verfolgter
- "Am 1. Mai mit der IKL", über die Demo am 1. Mai und die Losungen (u. a.): "Kampf dem Faschismus - Keine Illusion in die bürgerliche Demokratie!", "Sturz der Bürokratien in Moskau, Peking und Hanoi - Sieg der sozialistischen Revolution!", "Nein zu den Bürgerlichen!", "Nein zum Reformismus!", "Stimmt ungültig am 6. Mai!"
- "Arbeitslosigkeit in Österreich!", über die Arbeitslosigkeit in Österreich, "das Problem aller "Werktätigen"
- "Vor den Hochschulwahlen!", über Situation an den österreichischen Hochschulen
- "Internationale Nachrichten", u. a. über den Nahen Osten, über Polen und Peru
- "Der Kampf der iranischen Frauen", über eine Demonstration von iranischen Frauen
- "Bilanz des peruanischen Generalstreiks", über den Gewerkschaftsdachverband CGTP
- "Interview mit einem Vertreter der polnischen Opposition", über die polnische Arbeiterklasse
- "Spanien nach den Wahlen", über die UCD
- "Trotzkis Schriften zum imperialistischen Krieg", über das Buch von Trotzki
- "Der Nahe Osten vor der Befriedung?", u. a. über den Sturz des Schah-Regimes, das Westjordanland
- "Internationale Nachrichten", u. a. über Polen, Peru, Rumänien
- "Mandel in Wien: Weiter in den alten Gleisen …", über eine Veranstaltung im März mit Mandel
- "Wecker für jedermann", über den Liedermacher
- "Frankreich: Die Regierung droht den Arbeitern!", über die Metallarbeiter in Frankreich

Geworben wird für: "Schriften zum Programm", für Morrows: "Revolution & Konterrevolution in Spanien", die "Verratene Revolution" und Trotzkis "Schriften zum imperialistischen Krieg", wozu es eine Rezension gibt.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 27, Wien, April 1979.

Mai 1979:
Es erscheint die Doppelnummer 28/29 der "Permanenten Revolution" der IKL mit den Schlagzeilen: "Arbeiterkammerwahlen: Fernab von der realen Politik!", "Frankreich: Die entscheidende Kraftprobe steht bevor!", "Iran: Die Reaktion marschiert weiter!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kommentar: Über den "faschistischen Kaderkern ANR", die GRM und die KPÖ
- " Miniaturvolksfront oder antifaschistischer Kampf", über die Situation an den Hochschulen und den Verein ANR
- "Zum Ausgang der Nationalratswahlen: Für Sicherheit und sozialen Frieden", über die österreichischen Nationalratswahlen
- "Die Linke und die Wahlen", über die Wahlempfehlungen der Linken
- "Zum Ausgang der ÖH- Wahlen", über die Hochschulwahlen am 16./17. Mai
- "Diskussionsinitiative: Manöverbilanz", über die 2Diskussionsinitiative" der IKL
- "KPÖ: Statt Antifaschismus: Antitrotzkismus", über die Faschisten der ANR, GRM und SOAK
- "Nicaragua nach den Septemberkämpfen", über Nicaragua vom 24. August bis 14. September
- "Lesezirkel der "Permanenten Revolution" der IKL, über die Einrichtung des Lesezirkels "Zeitgeschichte und Marxismus"
- "Spanien: Unruhe in der SP", über Spanien und die Sozialistische Partei
- "Repressionswelle in Italien", über die Christdemokraten und die PCI
- "Freiheit für Stefano", über Stefane Fato, Mitglied der 'Lega Communista in Bari'
- "Internationale Nachrichten", u. a. über Spanien, China, Naher Osten, Peru
- "Ungarn: Nichts Neues im Osten", über einen Artikel des Journalisten Oliver MacDonald
- "Zur Diskussion mit der SOAK: Die Permanente Revolution und der Klassencharakter Kambodschas", über die "Sozialistische Aktion"
- "Longwy, 18. Mai", über einen Artikel aus: "Informatione et Analyse"
- "Klassenjustiz in der BRD", über die Einstellung eines Prozesses gegen den KB
- "DDR: Was wird aus dem Fünfjahresplan", über die DDR und ihren Fünfjahresplan

Geworben wird für "Ergebnisse & Perspektiven", "Schriften zum Programm", die "Verratene Revolution".
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 28/29, Wien, Mai/Juni 1979.

Oktober 1979:
Es erscheint die Nr. 30 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Konterrevolutionärer Terror des Khomeini-Regimes!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Der 9. ÖGB Kongress: Es triumphiert der gesunde Menschenverstand", über den ÖGB Kongress
- "In eigener Sache", über die Ankündigung einer englisch- sprachigen Zeitschrift
- "Kommentar", u. a. über die "Freiheit der Presse"
- "Kapitalistenwillkür im Waldviertel", über den Prozess gegen einen Unternehmer
- "Der Paragraph 282 am Beispiel eines Graphikers", über den Maler Hans Linthaler
- "Todesurteil gegen 12 Trotzkisten im Iran", über die Todesurteile von 12 Trotzkisten der "sozialistischen Arbeiterpartei in Ahwaz
- "Demonstration gegen die politische Unterdrückung im Iran", über die Unterdrückung der Kurden im Iran
- "Wahlen in Bolivien", übenden Präsidenten Walter Guevara Arce
- "Der Fall ohne Grenzen", über die KPÖ "zur Entwicklung im Iran"
- "Nicaragua nach Somoza", über den Diktator und seinen Sturz
- "Politische Gruppierungen in Nicaragua", über verschiedene Strömungen, u. a. "Frente Patriotico Nacional", "Los Doce", "Frente Amplio de Oposicion"
- "England an einer Wende?", über die Tory- Regierung
- "Demonstration für den Abzug der britischen Truppen aus Nordirland", über die Stationierung britischer Truppen seit 1972
- "Vor dem Prozess gegen Zehn!", über die Opposition in Polen und der CSSR
- "Solidarität mit der ägyptischen Linken!", über das Sadat- Regime und die Forderung nach "Freiheit für alle politischen Gefangenen"

Aufgerufen wird zu einer Veranstaltung am 27.9. zur ägyptischen Situation in Wien. Geworben wird für: "Ergebnisse & Perspektiven", für den Buchladen "Rotbuch". Aufgerufen wird zu Spenden für Pietsch, Gratt und Kepplinger.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 30, Wien, Oktober 1979.

November 1979:
Es erscheint die Nr. 31 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Freiheit für die im Prager Schauprozeß Verurteilten!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Marxismus-Schulung der IKL", über die Schulung, beginnend im Herbst. Die Schulung soll bis zum Sommer 1980 dauern (u. a. soll geschult werden: "Manifest", "Staat und Revolution", Leo Trotzki: "Schriften zum imperialistischen Krieg"
- "Wohin geht Nicaragua", über die nicaraguanische Revolution
- "Der Militärputsch in El Salvador", über den Putsch vom 15. Oktober
- "Der Kampf der Kurden um ihre nationales Selbstbestimmungsrecht", über die SAVAK, lokale Selbstverwaltungsansätze und die Kurden
- "Zu den Vorfällen während der letzten Iran-Demonstration", über einen Polizeieinsatz, die GRM und der ISV
- "Zwei Jahre deutscher Herbst", über die Linke 1977
- "Nico Hübner und Rudolf Bahro", über Bahro und Hübner
- "Leo Trotzki zum 100. Geburtstag", über Leo Trotzki
- "Internationale Nachrichten", u. a. über Frankreich, Italien, den Nahen Osten
- "Spanien: Faschistisches Wetterleuchten", über die spanische Gesellschaft , den derzeitigen Terror, die PSOE und PCE
- "Fusion zwischen IKL und dem Spartacusbund", über die Fusionskonferenz beider Organisationen im Juni 1979 mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit
- "Gründung des Komitees zur Verteidigung der arabischen Revolution", über die Gründung des Komitees und die Plattform
- "Tony Benn's vollblütiger Sozialismus - gültig bis zur nächsten Wahl?", über den Parteitag der Labour Party
- "Sozialpartnerschaft konkret!", über den Gedanken der Sozialpartnerschaft

Geworben wird für "Ergebnisse & Perspektiven". Aufgerufen wird zur Veranstaltung: "Die Prozesse gegen die linke Opposition in Ägypten und die Situation im Nahen Osten", am 7.11. in Wien, und: "Feiern zum 100. Geburtstag Trotzkis", am 17.11. in Wien.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 31, Wien, November 1979.

Dezember 1979:
Es erscheint die Nr. 32 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Hände weg vom Iran!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Offener Brief an die Wiener Linke", über die Hetze gegen den Iran und die Durchführung einer Demo aller Linker am 7. Dezember in Wien
- "Ein krisenfreier österreichischer Kapitalismus?", über das kapitalistische Österreich
- "Palmers Prozess: Klassenjustiz bestätigt die Urteile", über die Berufungsverfahren zu Gratt, Pitsch und Keplinger
- "Marxismus- Schulung der IKL", über die Schulungen
- "Der 25. Parteitag der SPÖ: Die fähigste bürgerliche Regierung der 2. Republik", über den Parteitag der österreichischen SPÖ vom 15.11-16.11.
- "Antifaschismus: Kampf oder Krampf …", über KPÖ/KSV- Funktionäre, Nazis, die Antifaschisten und die ANR
- "Vor vierzig Jahren: Pakt zwischen Hitler und Stalin", über den Nichtangriffspakt vom August 1939
- "Internationale Nachrichten", u. a. über Frankreich und die Spaltung der LCR- Revolutionäre Kommunistische Liga)
- "Der Rechtsputschismus tobt sich aus in Bolivien", über die Präsidentschaftswahlen vom 1. Juli 1979. Guevara Arce als Übergangspräsident und Neuwahlen im Mai 1980
- "El Salvador vor einem Bürgerkrieg?", über die politische Entwicklung in El Salvador
- "Ölkrise - Krise des Imperialismus!", über die Energiekrise
- "Gespräch mit einem ägyptischen Genossen: Der Nahe Osten von Nasser zu Sadat", über die Ereignisse im Nahen Osten
- "Palästina - Die Zeitung des Komitees: 'Solidarität mit der arabischen Revolution'", über die Zeitung "Palästina"
- "Wohin geht Nicaragua? - 2. Teil: Permanente Revolution - Ein Prozess des Hoffens?", über die portugiesische Revolution, Indochina und die nicaraguanische Revolution

Aufgerufen wird zu einem gemeinsamen Treffen aller Linken am 7.12., um gegen die "Hetze gegen den Iran" ein Aktionsbündnis für eine gemeinsame Demo zu schließen. Geworben wird für "Ergebnisse &Perspektiven", die "Verratene Revolution", für die Zeitschrift "Palästina", "Revolution Konterrevolution in Spanien", Trotzkis Schriften zum "Imperialistischen Krieg", weitere Trotzki-Schriften, aber auch Literatur von Varga bis zu Wollenberg.
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 32, Wien, Dezember 1979.

Februar 1980:
Es erscheint die Doppelnummer 33/34 der "Permanenten Revolution" der IKL mit der Schlagzeile: "Afghanistan und die Folgen".
Artikel de Ausgabe sind:
- "Kurz kommentiert: 'Italien ist nicht Chile' (Berlinguer): Aber die KPI gibt sich alle Mühe …", über Italien und die KPI
- "Kommentar", über eine "rechte Offensive gegen die Fristenlösung!"
- "Marxismus-Schulung der IKL", über die Termine der nächsten Schulungen
- "Kreisky unterwegs: Come and kiss me in Manila", über den österreichischen Bundeskanzler
- "Die Rechten werden frech!", über die Linkssozialdemokratie, die KPÖ und die Stärkung der Reaktion
- "Drohender Militärputsch in der Türkei: Die ANTO stabilisiert ihre 'weiche Flank'", über Chile 73, die Türkei und die NATO
- "Zerschlagt die Grauen Wölfe", über die türkische faschistische Partei MHP
- "Türkische Faschisten in der BRD", über die MHP in der BRD und die Grauen Wölfe
- "Aktionseinheit gegen die 'Grauen Wölfe' in Westberlin", über den Mord der Grauen Wölfe an Kesim in Berlin-Kreuzberg
- "Nicaragua: Die FSLN ebnet der bürgerlichen Konterrevolution den Weg!", über die "Zuspitzung der Klassenkämpfe in El Salvador und Guatemala"
- "Brief von Carlos Petroni", über einen Gefängnisaufenthalt und die anschließende Freilassung
- "Das Schandurteil von Managua!", über eine Erklärung der "Bewegung der Volksaktion (MAP)" und der "Arbeiterfront (Frento Obero)"
- "El Salvador: Vor einer Entscheidung!", über die politische Situation in El Salvador
- "Das Elend der Massen in Guatemala", über die Besetzung der spanischen Botschaft am 31.1.
- "China: Eine neue Opposition formiert sich!", über eine Opposition in der VR China
- "1 Jahr islamische Republik: Konsolidierung mit neuem Wirtschaftsprogramm", über die Islamische Republik
- "Die KPÖ und Afghanistan", über den sowjetischen Einmarsch und die Positionen der KPÖ
- "Reaktionärer Terror in Frankfurt", über eine Veranstaltung des AStA der Uni Frankfurt am 25.1.
- "Spaltung der IV. International", über einen "Sieg des Rechtstrotzkismus …"
- "Polen. Da schwächste Glied der Kette?", über den 8. Kongress der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei

Aufgerufen wird zur Veranstaltung mit dem Thema: "Afghanistan und die Folgen!", am 6.3.1990 in Wien (Uni). Geworben wird für "Ergebnisse & Perspektiven", für die Zeitung: "Palästina. Solidarität mit der arabischen Revolution!"
Q: Permanente Revolution - Zentralorgan der IKL, Nr. 33/34, Wien, Februar/März 1980.

Letzte Änderung: 21.11.2017