'Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten' (Wien)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen

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Mit der Ausgabe 10/1964 vom 15. Mai veröffentlichte die Wiener "Rote Fahne" gelegentlich eine Jugendseite, eine "Plattform der Jungen", in der eine "Gruppe kommunistischer und parteiloser junger Menschen" über ihre Probleme berichteten. Für den Anfang hatte man sich vorgestellt, "dass wir eine Seite in der 'Roten Fahne' erhalten". Die Redaktion der "Roten Fahne" schien damit einverstanden zu sein, was aus der Ausgabe 10/1964 hervorgeht. Kurze Zeit später, im April 1965, erschien der "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" in seiner ersten Ausgabe (vgl. Nr. 1/1967).

Aus dieser Zeit liegt ein zweiseitiges Flugblatt der Redaktion des "Funken" vor, in dem der "Funke" vorgestellt wurde. Danach wurde er "von revolutionären Jungarbeitern … herausgegeben". Und: "Die Zeitschrift 'Funke' ist das Organ der revolutionären Arbeiterjugend." Die Zeitschrift begrüßte in seiner Ausgabe 5/1966 zunächst die Gründung der MLÖ, "kommt sie doch zu einem Zeitpunkt, wo sich immer mehr junge Menschen politisch heimatlos fühlen". Weiter wurde er erklärt, dass sie die Zeitschrift bei der "Roten Fahne" drucken konnten. Dazu machte die "Rote Fahne" selbst allerdings keinerlei Angaben (vgl. 1965, Mai 1966).

In der Januar-Ausgabe 1966 wurde gegen die österreichischen Wahlen am 6. März und für "Arbeiterlisten" agitiert. Eingeladen wurde für den 26. Februar zu einer Versammlung in Wien zum Thema: "Wohnungen statt Bundesheer!" Auch die Ausgabe 2/1966 vom Februar steht unter dem Motto: "Wählt keinen Schrott, Wählt Arbeiterliste MLÖ, Liste 5!"

Die Ausgaben 1 und 2 berichten unter dem Titel "Sterben ja, wählen nein?" vom österreichischen Bundesheer. Agitiert wird gegen die "Sinnlosigkeit". Zudem wird zur Diskussionsveranstaltung in Wien am 14.3. zum Thema: "Nach den Wahlen" aufgerufen. Mit einer Wahl-Nachbetrachtung beschäftigt sich auch die Ausgabe 3/1966 vom März.

Der "Funke", der sich zuerst als "Sprachrohr junger Marxisten", dann mit der Ausgabe 4/1966 vom April als "Revolutionäre Monatsschrift junger Marxisten" bezeichnete, zog dort Bilanz. Unter: "Ein Jahr Funke" wurde noch einmal die Unterstützung für die "Arbeiterliste" der MLÖ betont und erklärt, dass es dem Kapital, vor allem auch der KPÖ nicht gelungen sei, den "Funken" mundtot zu machen.

In dem Beitrag "In eigener Sache" hieß es kurze Zeit später (in der Nr. 1/1967): "Knapp vor dem Erscheinen der 19. Ausgabe wurde der ganze Arbeitskreis 'Funke' von Strobl, praktisch über Nacht auf die Straße geworfen. Von den uns gehörenden technischen Arbeitsgeräten über Erlagscheine bis zu unserer Adressenkartei wurde uns nichts ausgehändigt" (vgl. Januar 1967).

Offenbar hatten sich die Widersprüche zwischen der "Roten Fahne"-Redaktion und dem Herausgeberkreis des "Funken" arg zugespitzt. Letzterer strebte die Gründung eines 'Kommunistischen Jugendverbandes (KJV)' an, was die MLPÖ stets ablehnte. Der Herausgeberkreis beschloss, den "Funken" weiter herauszugeben und bat um Spenden zwecks Finanzierung der Zeitung.

Im Artikel "Franz Stobl" aus der gleichen Ausgabe ging der "Funke" deutlich auf Distanz zu ihm und der "Roten Fahne". Strobl wurde zum "munteren Privatbesitzer" der "Roten Fahne" erklärt und die "Quertreiber" wurden im Gegenzug als von der KPÖ eingeschleuste Agenten und dunkle Elemente bezeichnet. Laut der "Roten Fahne" (Nr. 69) würden sich diese "kaum von den Revisionisten" unterscheiden. Der "Funke" sei von der "Roten Fahne" "so lange gefördert worden … solange bis der 'Funke' es wagte, Strobl in offener und konstruktiver Weise auf seine Fehler aufmerksam zu machen". Strobl habe "durch seine Handlungen, seine Stellung zum Kapitalismus klargelegt … dass er ein waschechter Revisionist ist, der seine Suppe auf Kosten der österreichischen Marxisten-Leninisten kochen wollte" (vgl. Januar 1967).

Parallel dazu wurde bekannt gegeben, dass Helmut Hronek, Josef Friedler und Alfred Jocha, Mitglieder der MLÖ, "ihren Funktionen enthoben" und "sie aus der Organisation ausgeschlossen" worden seien. Die "Rote Fahne" nannte als Gründe "politische Unzuverlässigkeit und Abenteurertum" (vgl. Januar 1967).

Die Gründung der MLPÖ hielt der "Funke" für eine "stümperhafte Zumutung" (zitiert nach: Schlomann, Friedrich Wilhelm; Friedlingstein, Paulette: "Die Maoisten. Pekings Filialen in Westeuropa", Frankfurt/M. 1970, S. 211). Die "Rote Fahne" solle dazu erklärt haben: "Wer sich mit diesen Elementen einlässt, läuft unbedingt auch Gefahr, in ihre kriminellen Handlungen verwickelt zu werden" (ebd.).

Die Monatsschrift "Funke" erschien wenigstens bis 1968. Herausgeber und Verleger sowie Eigentümer und für den Druck und Inhalt verantwortlich war: Helmut Hronek. Der "Funke" erschien monatlich in Wien und war (in denen uns vorliegenden Ausgaben) durchgängig auf Carbon-Spirit gedruckt.

Eine eigenständige Programmatik der Zeitung war nicht zu erkennen. Bis zur Loslösung von der MLÖ veröffentlichte sie mehr oder weniger Artikel, die sich auch in der "Roten Fahne" (vgl. etwa Nr. 6/1966 zur Habsburger Monarchie oder Nr. 2/1967 zum Parteitag der SPÖ) finden lassen.

Ob der "Funke" einen eigenen Jugendverband realisieren konnte, ist mir derzeit unbekannt. Am 10. April 1967 eröffnete er nach Nr. 4/1967 in Wien ein "erstes Marxistisches Zentrum". Mit ihm sollte ein "Erfahrungsaustausch über Betriebsfragen, Beratung für Jungmänner … Diskussionen … Studienreisen" organisiert werden, was "im Interesse der kämpfenden Arbeiterschaft" läge (vgl. April 1967).

Anfang 1966 nennt sich der 'Funke' im Untertitel "Sprachrohr junger Marxisten" statt "Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten".

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

1965:
1965 erscheint, etwa zur Herausgabe der 1. Ausgabe des "Funken", ein zweiseitiges Flugblatt der "Redaktion Monatsschrift 'Funke', Wien". Daraus geht hervor, dass der "Funke" das "Organ der revolutionären Arbeiterjugend" sei. Als "Eigentümer, Herausgeber und Verleger für den Druck und Inhalt verantwortlich" zeichnet Walter Jarosch, Wien.

Das Flugblatt enthält u. a. eine "Abiturrede, die nicht gehalten werden darf!".
Quelle: Funke - Monatsschrift, Flugblatt, Wien, o. J. (1965).

1966:
Vermutlich im Frühjahr 1966 erscheint eine Sondernummer des "Funken": "Spiel zu zweit. Sterben ja - wählen nein? Wir klagen an". Die Nummer richtet sich gegen die "Panzerkaserne Zwölffaxing". Erklärt wird u. a.: "Wir brauch kein unnötiges Kriegsspielen - Daher auch keine völlig unnötigen Offiziere." Beschwerden über die Kaserne seien zu richten an: Helmut Hronek. Der "Funke" nennt sich hier im Untertitel: "Sprachrohr junger Marxisten", statt (wie bisher) "Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten".
Quelle: Funke - Sprachrohr junger Marxisten: Spiel zu zweit. Sterben ja - Wählen nein. Wir klagen an, Sondernummer, Wien, o. J. (1966).

1966:
Von der Redaktion "Rote Fahne - Tribüne der Marxisten-Leninisten Österreichs" und der Redaktion des "Funken - Sprachrohr junger Marxisten" erscheint vermutlich 1966 das Flugblatt zu Vietnam: "Können sie ruhig schlafen?" "Die USA-Truppen haben in Vietnam nichts zu suchen, aber auch schon gar nichts zu suchen! Sie müssen dort verschwinden. Je schneller, desto besser für den Frieden der ganzen Welt!"

Parolen sind:
- "Schluss mit dem schmutzigen Krieg in Vietnam!"
- "Schluss mit dem Morden an einem für seine Unabhängigkeit kämpfenden Volk!"
- "Amis, hinaus aus Vietnam!"
Q: Redaktion Rote Fahne - Tribüne der Marxisten-Leninisten Österreichs/Redaktion Funke - Sprachrohr junger Marxisten, Flugblatt, Wien, o. J. (1966).

Januar 1966:
In Wien erscheint die Nr. 1 der Zeitung "Funke - Sprachrohr junger Marxisten".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Horch, wer steckt denn da?
- "Darum am 6. März: Arbeiterlisten!", über die Liste der MLÖ
- "London: Schwarz- Weiß", über Englands wirtschaftliche Situation
- "Sterben ja, wählen nein?", über das Bundesheer
- "IM Lager der Vietkong", über einen Bericht von W. Burchett"
- "Bei den Bergarbeitern", über chinesische Bergarbeiter
- "Trend nach rechts", über den Verband Demokratischer Studenten
- "Warum die US- Regierung lügt", über Humphrey
Quelle: Funke - Sprachrohr junger Marxisten, 2. Jg., Nr. 1, Wien, Januar 1966.

Februar 1966:
In Wien erscheint die Nr. 2 der Zeitung "Funke - Sprachrohr junger Marxisten", die sich mit der "Arbeiterliste" der MLÖ beschäftigt und für den 6. März (Wahlen in Österreich) zu ihrer Wahl aufruft.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Gespräch mit einem Arbeiterkandidaten", über die österreichischen Wahlen und ein Interview
- "Den Bonzen ins Stammbuch", über Vietnam, Weltreaktionen und die KPÖ
- "12. Februar 1934", über Österreich 1934
- "Völker hört die Signale", über Vietnam
- "Aufstand belgischer Bergarbeiter", über die Schließung einer belgischen Kohlengrube
- "Bert Brecht", über ein Gedicht
- "Sterben ja, wählen Nein? Du rückst ein", über das Bundesheer
- "Wahlterror in Simmering. Gegen die Arbeiterliste", über Wahlterror
Aufgerufen wird zur Wahl der "Arbeiterliste der MLÖ
Q: Funke - Sprachrohr junger Marxisten, 2. Jg., Nr. 2, Wien, Februar 1966.

März 1966:
In Wien erscheint die Nr. 3 der Zeitung "Funke - Sprachrohr junger Marxisten" mit der Schlagzeile: "Ausschluss aus der sozialistischen Partei".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nach den Wahlen", über eine Nachbereitung der österreichischen Wahlen
- "Blickpunkt. Lateinamerikas verratene Revolution", über einen Artikel aus der "Süddeutschen Zeitung"
- "Warum Bertrand Russel aus der Labour-Party ausgetreten ist", über Russels Austritt
- "Blickpunkte", u. a. Syrien, Ghana und Indonesien
- "Fußgänger unterwegs", über den Ostermarsch
- "Warum. Eine Betrachtung steht zur Diskussion", über Die Aufgaben der Zeitung, die eine "Anleitung zum Handeln" sein soll
- "Interview mit einem Linkssozialisten", über ein Interview
- "Shanghai", über das Handelszentrum und die Gründung der KP Chinas
Q: Funke - Sprachrohr junger Marxisten, 2. Jg., Nr. 3, Wien, März 1966.

April 1966:
In Wien erscheint die Nr. 4 der Zeitung "Funke" mit dem Untertitel: "Revolutionäre Monatsschrift junger Marxisten". Zentraler Artikel ist: "Ein Jahr Funke. Bilanz eines Arbeitsjahres".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Ein Jahr Funke", über die Zeitung und eine "Klarstellung"
- "Polizeiterror", über Provokateure
- "Wie werden wir geschliffen", über das Bundesheer
- "Inhaltsverzeichnis", über die Ausgaben der Zeitung seit der Nr. 5 bis März 1966
- "Rezension: Bettler, Bauern und Balladen", über Komödien
- "SP Wahlniederlage und das nun? Die Meinung von einem Sozialisten", über die SPÖ und einen Diskussionsbeitrag
- "Protestresolution", über eine Resolution an den indonesischen Botschafter
Q: Funke - Sprachrohr junger Marxisten, 2. Jg., Nr. 4, Wien, April 1966.

Mai 1966:
In Wien erscheint die Nr. 5/1966 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" mit dem Aufmacher: "Zur Stalinfrage".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Impressionen"
- "1. Mai - Kampftag der Arbeiterklasse. Gründung der MLÖ"
- "Bundesheer: Landesverteidigungs- oder Bürgerkriegsarmee?"
- "Zur Stalinfrage"
- "Indien vor dem Verschmachten"
- "Wien-Peking-Wien. Erlebt und berichtet von Helmut Hronek und Peter Tesinsky"
- "Im Blickpunkt"

Verantwortlich für den Druck und Inhalt des "Funken" zeichnet als Eigentümer, Herausgeber und Verleger" Helmut Hronek, Wien. Dir Schrift erscheint monatlich.
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 2. Jg., Nr. 5, Wien, Mai 1966.

Juni 1966:
In Wien erscheint die Nr. 6/1966 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" mit dem Aufmacher: "Nie wieder Habsburg".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Im Blickpunkt"
- "Niemals Habsburg. Niemals Monarchie"
- "Weg nach rechts"
- "Die grüne Welle aus Amerika"
- "die Komödianten bringen Bert Brecht: Die Gewehre der Frau Carrar"
- "Sterben ja - Wählen nein? Manöver Spiele"
- "Es bleibt dabei - Ausverkauf der Verstaatlichten"
- "Ostermarsch - Wohin?"
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 2. Jg., Nr. 6, Wien, Juni 1966.

Januar 1967:
In Wien erscheint die Nr. 1/1967 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Im Blickpunkt"
- "In eigener Sache"
- "Vietnam"
- "Franz Strobl"
- "Die Lawine rollt"
- "Albanien Heute"
- "Dr. Josef Fiedler, Alfred Jocha, Helmut Hronek"
- "Die Krähe meint"

In den Artikeln "In eigener Sache", "Franz Strobl" und der "Erklärung" von "Dr. Josef Fiedler, Alfred Jocha, Helmut Hronek" wird Kritik an der "Roten Fahne" und der MLÖ geübt. Die Ausgeschlossenen Fiedler, Jocha und Hronek werden von der "Roten Fahne" als "Quertreiber" und "Revisionisten" bezeichnet. Der "Funke" würde von Strobl "verleumdet". Er sei "Privatkapitalist", "der sich, wie schon andere Verräter, mit dem Gedankengut des Marxismus zu tarnen versuchen". Er habe "dadurch gezeigt, dass er ein waschechter Revisionist ist, der seine Suppe auf Kosten der österreichischen Marxisten-Leninisten kochen" würde. Der Erklärung von "Dr. Josef Fiedler, Alfred Jocha, Helmut Hronek" ist zu entnehmen, dass sie im Dezember 1966 in der MLÖ all ihrer Funktionen enthoben wurden. Die "Rote Fahne" hätte als Gründe "politische Unzuverlässigkeit und Abenteurertum" genannt. Dagegen wehrt man sich und erklärt u. a., dass es Strobl "mit großem Geschick … gelungen ist, die im Werden begriffene Organisation zu zertrümmern".
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 3. Jg., Nr. 1, Wien, Januar 1967.

Februar 1967:
In Wien erscheint die Nr. 2/1967 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" mit dem Aufmacher: "Die große proletarische Kulturrevolution".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Im Blickpunkt"
- "Am 12. Februar 1967"
- "Linker Marsch"
- "Friedliche Koexistenz der Revisionisten"
- "Parteitag nach rechts"
- "Massenverdummung und Heuchelei"
- "Die große proletarische Kulturrevolution"
- "Albanien heute"
- "Sowjetunion, Staat ohne Klassencharakter?"
- "Franco-Spanien"
- "Mao Tsetung . Über die Praxis"
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 3. Jg., Nr. 2, Wien, Februar 1967.

März 1967:
In Wien erscheint die Nr. 3/1967 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" mit dem Aufmacher: "10. März 1938 und die NPD".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Leserbriefe"
- "Auch Du wirst ausgebeutet"
- "2 Jahre Funke"
- "An unsere Leser"
- "Werbung bringt Erfolg"
- "NPD - Gefahr von rechts?"
- "Im Blickpunkt"
- "Mit der Kamera festgehalten"
- "Hier spricht Hernals. Die Kirche kann dem Marxismus-Leninismus nicht standhalten"
- "Sowjetunion, Staat ohne Klassencharakter?"
- "Albanien Heute"
- "Die Krähe meint"
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 3. Jg., Nr. 3, Wien, März 1967.

April 1967:
In Wien erscheint die Nr. 4/1967 der Zeitschrift: "Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten" mit dem Aufmacher: "1. Mai - Kampftag der Arbeiter".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Der 1. Mai - Kampftag"
- "Warum wir demonstrieren!"
- "An unsere Leser"
- "Marxistisches Zentrum"
- "Solidarität mit Vietnam"
- "Unsere Demonstration"

Im Artikel "Marxistisches Zentrum" wird bekannt gegeben, dass sich am 10. April in Wien ein "Marxistisches Zentrum" konstituieren will, das im "Interesse der kämpfenden Arbeiterschaft" liegen soll. Es soll ein "Erfahrungsaustausch" stattfinden sowie "Diskussionen" etc.
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 3. Jg., Nr. 4, Wien, April 1967.

01.05.1967:
In Wien erscheint zum 1. Mai ein Flugblatt des "Funken": "1. Mai - Kampftag der Arbeiter". Eingeladen wird zur "Kampfdemonstration" unter der Hauptlosung: "Nicht friedliche Koexistenz, sondern kompromissloser Klassenkampf führt zum Sozialismus!".
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten, 3. Jg., Extrablatt, Wien (April 1967).

1. Mai 1967:
Vermutlich Ende April 1967 erscheint von der "Funke"-Redaktion in Wien das Flugblatt: "Diesmal ohne SPÖ und KPÖ Bonzen!!". Der Aufruf zur 1.-Mai-Demonstartion in Wien (Quellenplatz) richtet sich gegen die SPÖ- und KPÖ-Bonzen. Aufgerufen wird dazu, gegen "Korruption, Teuerung, Kurzarbeit, Entlassungen, Ausbeutung und Diktatur des Kapital-Faschismus, Reaktion und Imperialismus" zu kämpfen.
Q: Funke - Monatsschrift junger revolutionärer Marxisten: Diesmal ohne SPÖ und KPÖ Bonzen!!, Flugblatt, Wien, o. J. (Ende April 1967).

Letzte Änderung: 29.01.2017

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