Dokumentation der FRAP:
'Die Urteile gegen die Festgenommenen vom 1. und 2. Mai 1973 stehen nahe bevor. Genoveva Forest und ihre Freunde - Opfer der faschistischen Provokation' (1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 22.6.2016


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Im Dezember 1974 veröffentlichte das Deutsche Komitee der Revolutionären Antifaschistischen und Patriotischen Front (FRAP) eine Dokumentation über die aktuelle Unterdrückung in Spanien.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Dezember 1974:
Vom Deutschen Komitee der Revolutionären Antifaschistischen und Patriotischen Front (FRAP) erscheint im Dezember 1974 die "Dokumentation: Die Urteile gegen die Festgenommenen vom 1. und 2. Mai 1973 stehen nahe bevor. Genoveva Forest und ihre Freunde - Opfer der faschistischen Provokation".

In der Einführung heißt es u. a.: "Die verbrecherische frankistische Diktatur hat immer den Terror benötigt, um sich an der Macht zu halten. Eine Macht, die sie nach mehr als einer Million Toten ergriff und nach mehr als einer halben Million Exilierten, die am Ende unseres national-revolutionären Krieges ihr Vaterland verlassen mussten, während es andere ausländische Kräfte besetzten und in den Schmutz zogen.

Eine Macht, die auf dem dumpfen Geräusch der Gewehrschüsse basiert, die neue Antifaschisten an den schon durchlöcherten Mauern des örtlichen Friedhofs niedermähten. (…)

Heute ist der Terror unterschwelliger und raffinierter als Folge der Intervention der Yankees, die seit 1953, als sie mit der frankistischen Diktatur die 'Verträge' unterzeichneten, zum festesten Beschützer der spanischen Faschisten wurden, sie in alle internationalen Organisationen steckten, während aber die Faschisten sich nicht nur selbst mit Haut und Haaren den unersättlichen Yankee-Haifischen verkauften, sondern auch unseren Boden, unsere Felder, unsere Industrie, -mit einem Wort: unsere nationale Unabhängigkeit verpfändeten. (…)

Die so unglaublichen Ereignisse, die wir nachfolgend berichten, sind das beste Argument, um die plumpen faschistischen Machenschaften der Liberalisierung zunichte zu machen.

Die vorliegende Dokumentation will das wirkliche Wesen des unglaublichen Regimes an die Öffentlichkeit zerren … die Brutalität und Mörderpraktiken der Polizei, ihre Straffreiheit, die Richter, die statt den Ausschreitungen der Polizei Schranken zu setzen, mit den Greiftrupps der BPS zusammenarbeiten, mit ihnen Erklärungen verfassen, in denen die Häftlinge gestehen sollen, was sie unter Folter aussagten, und ihnen damit drohen, dass, wenn sie es nicht machen, sie wieder der Polizei ausgeliefert würden, die Rechtsanwälte, die wegen der Verteidigung politischer Häftlinge verfolgt, inhaftiert und gefoltert werden, die Ärzte, die wegen ihrer Hilfe die von den Faschisten Verwundeten brutal gefoltert und ihrer beruflichen Funktionen enthoben werden. (…)

Wir veröffentlichen diese Broschüre genau in dem Augenblick, in dem unser ganzes Volk einen großen revolutionären Generalstreik gegen den Faschismus und seine Fortsetzung erlebt, bei dem eine der am meisten gehörten unmittelbaren Forderungen genau die nach Freiheit der politischen Gefangenen ist: Rückkehr der Verbannten und das Ende der Unterdrückung. Und als Alternative, um uns von diesem Joch zu befreien: Die Volksrepublik."

Die Broschüre hat zum Inhalt:
- "Der Sohn von Itziar (Übersetzung eines baskisches Volksgedichtes)"
- "Die Prozesse gegen die Festgenommenen vom 1. Und 2. Mai 1973 stehen nahe bevor"
- "Kommunique des Koordinationskomitees für die Antifaschistische und Patriotische Front (FRAP)"
- "Es lebe der Revolutionäre 1. Mai!"
- "Die Faschistische Bestie zieht sich voller Wut zurück"
- "Die Maschinerie der Faschistischen Justiz setzt sich in Bewegung"
- "Einige Angaben übe die Festgenommenen vom Mai 73"
- "Angesichts der Farce des Prozesses vom Mai 73: Die Generalmobilisierung"
- "Die Werktätigen im Medizinischen Bereich an die Öffentlichkeit"
- "Einheit und Kampf gegen die Repression"
- "Aktive Solidarität mit den Gefangenen vom 1. und 2. Mai 73"
- "Diejenigen vom Mai 73 dürfen nicht alleine sein"
- "Genoveva Forest und ihre Freunde- Opfer der Faschistischen Provokation. Der Anschlag auf das 'Cafe Rolando'"
- "Das Verbrechen in der Straße Correos ist eine klare faschistische Provokation"
- "Die ausgesuchten Opfer"
- "Ein Schrei um Hilfe"
- "Brief an meinen Sohn Juan, im Oktober"
- "Verteidigen wir alle Genoveva Forest und ihre Genossen!"
- "Erklärung des Ständigen Komitees der F.R.A.P."
- "Es ist notwendig, die Massen zur Verteidigung von Genoveva Forest und ihrer Genossen zu mobilisieren!"
- "Wir müssen uns gegen die Unterdrückung zusammenschließen bei der 'Vereinigte Solidaritätsfond'"
- "Aus dem frankistischen Gefängnis von Carabanchel in Madrid"
- "Anhang"

Parolen sind u. a.:
- "Nieder mit der Faschistischen Unterdrückung!"
- "Gegen Folter!"
- "Gegen Willkürurteile!"
- "Gegen Terrorbestrafung!"

Der Erlös aus dem Verkauf der Broschüre "ist als Hilfe für die festgenommenen Genossen bestimmt". Aufgerufen wird noch dazu, sich finanziell zu beteiligen.

Verantwortlich für die Broschüre ist: Werner Herzog, Dortmund
Quelle: Deutsches Komitee der Revolutionären Antifaschistischen und Patriotischen Front (FRAP): Dokumentation: Die Urteile gegen die Festgenommenen vom 1. und 2. Mai 1973 stehen nahe bevor. Genoveva Forest und ihre Freunde - Opfer der faschistischen Provokation, Dortmund, Dezember 1974.

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Letzte Änderung: 22.06.2016