Augsburg:
Die Erschießung von Thomas Weisbecker am 2.3.1972

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Von Thomas Weisbecker ist in dieser lückenhaften Darstellung bisher nur wenig zu erfahren, er wird festgenommen, wogegen es in Hamburg Protest gibt (vgl. 16.7.1971), und ermöglicht dann später offenbar Georg von Rauch die Flucht (vgl. 4.12.1971).

Die Vorgänge bei Weisbeckers Erschießung in Augsburg blieben umstritten, während die Justiz von Notwehr ausgeht (vgl. 6.9.1972), bezeichnet die radikale Linke den Vorfall als Mord und protestiert, wobei die MLer, wie etwa in Kiel, den Vorfall auch zum Anlass nehmen um Kritik an der Roten Armee Fraktion (RAF) zu üben, obwohl Weisbecker mutmaßlich weit eher den Vorläufern der Bewegung Zweiter Juni zuzurechnen war.

Während es in Berlin zu spontanen Protesten kommt, werden diese in Hamburg hinausgezögert, es bildet sich aber während dieser Aktionen das Initiativkomitee Rote Hilfe Hamburg.

Während das Ermittlungsverfahren gegen die Schützen eingestellt wird (vgl. 6.9.1972) kommt es sowohl in Augsburg als auch in Kiel zu Prozessen gegen Linke.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

16.07.1971:
Laut Proletarische Front - Gruppe Hamburg (PFGH - vgl. 26.7.1971) versammeln sich heute 200 Menschen in der Universität und planen gegen die Erschießung von Petra Schelm am Vortag (vgl. 15.7.1971, 20.7.1971) zu demonstrieren, was aber durch die anwesende Polizei verhindert wird. Daraufhin sei in der Wiso ein improvisiertes Teach-In zu Petra Schelm, Georg von Rauch und Thomas Weisbecker durchgeführt worden.
Quelle: PF-GH: Der Kampf geht weiter!, Hamburg o. J. (1971)

04.12.1971:
In Berlin wird Georg von Rauch von Staatskräften erschossen (vgl. 19.3.1972). In der 'BZ' des Axel-Springer-Verlags heißt es von Wolfgang Schöne, H.-J. Nicolai, Peter Finken, Peter Auer: "
DAS WAR GEORG V. RAUCH

Georg von Rauch war am 6. Februar 1970 nach einem Überfall auf einen Quick-Journalisten zusammen mit zwei Komplicen festgenommen, nach kurzer Haft jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Weil er seinen gerichtlichen Auflagen nicht nachkam, wurde er im Oktober 1970 erneut verhaftet.

Während des Prozesses gegen ihn wegen versuchten Raubes, Freiheitsberaubung und versuchter Nötigung am 8. Juli dieses Jahres gelang es ihm, durch einen Trick zu entkommen. An Stelle seines auf Gerichtsbeschluß zu entlassenen Mitangeklagten Thomas Weisbecker hatte sich von Rauch aus dem Gerichtssaal entfernt. Als die Verwechslung bemerkt wurde, war er verschwunden."
Q: BZ Nr. 283, Berlin 6.12.1971, S. 4

26.01.1972:
Vermutlich in Berlin wird Thomas Weisbecker wegen 'Gefangenenbefreiung' von Georg von Rauch zu 3 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.
Q: Rote Hilfe Nachrichten & Mitteilungen Nr. 1 und 2, Berlin 7.2.1972 bzw. 14.2.1972, S. 1 bzw. S. 1

02.03.1972:
In Augsburg wird Thomas Weisbecker, mutmaßliches Mitglied der Bewegung Zweiter Juni, heute, laut KPD/ML-ZB, "auf offener Straße von Polizisten erschossen" (vgl. 3.3.1972) bzw. "von einem Beamten des Landeskriminalamtes (LKA, d.Vf.) Bayern kaltblütig und gezielt erschossen".

Manfred Funke (vgl. Nov. 1977) berichtet vom linken Terrorismus in der 'BRD' (vgl. Ludwigshafen 21.2.1972, Hamburg 2.3.1972) aus Augsburg:"
Thomas WEISBECKER bei Polizeiaktion getötet, seine Begleiterin Carmen ROLL wird festgenommen."

Berichtet wird auch durch die 'Befreiung' (vgl. März 1972, Apr. 1972), die KPD (vgl. 10.3.1972, 14.6.1972), die KPD/ML-ZK (vgl. 19.5.1973) und in:
- Bayern in München durch KHB/ML und RSF (vgl. März 1972);
- Berlin durch die MLHG (vgl. 3.3.1972), den 'Klassenkampf' bei SEL (vgl. März 1972), eine Aktionseinheit (vgl. 1.7.1972) und durch die KPD/ML-ZB (vgl. 28.6.1972);
- Bremen durch den Kommunistischen Bund Bremen (KBB - vgl. 1.3.1972);
- Niedersachsen durch den Sozialistischen Bund Braunschweig (vgl. Juni 1972) und die Kommunistische Schülerfront (KSF) Göttingen (vgl. 28.4.1972);
- NRW in Aachen durch den AStA der RWTH (vgl. 12.6.1972), Dortmund durch die Rote Hilfe (RH) der KPD/ML (vgl. 16.11.1973) und im IGM-Bereich bei der Hoesch Westfalenhütte durch die KPD (vgl. 8.3.1972) sowie in Herne durch die ASS (vgl. Mai 1972, Nov. 1972).
- Schleswig-Holstein in Eutin durch den KB (vgl. 3.4.1972).
Q: Aachener Studentenzeitung Nr. 12, Aachen 12.6.1972, S. 4; Befreiung Nr. 3 und 4, Mülheim März 1972 bzw. Apr. 1972, S. 2 bzw. S. 5ff;Metallkampf Nr. 8, Eutin Apr. 1972, S. 13ff;Funke, Manfred: Terrorismus, Bonn 1977, S. 335;Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Westfalenhütte Nr. 11, Dortmund 8.3.1972, S. 4;KPD/ML-ZB, KJVD, OGML, PEF, KSG, SGdKB, SGK: Aufruf zur Demonstration Kampf dem Bonner Notstandskurs, Berlin O. J. (Juni 1972), S. 1;KPD/ML-ZB: Extrablatt der Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten, Berlin 28.6.1972, S. 1;RH Dortmund: Aufruf der Roten Hilfe Dortmund an alle Freunde, Kollegen und Genossen in Westdeutschland: Verteidigt die revolutionäre Organisations- und Meinungsfreiheit, Dortmund 16.11.1973, S. 1;Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 22, Bochum 16.3.1972;Rote Fahne Nr. 6, Bochum 20.3.1972, S. 2;Rote Fahne Nr. 38 und 47, Dortmund 10.3.1972 bzw. 14.6.1972, S. 1 bzw. S.1;Rote Hilfe Nachrichten & Mitteilungen Nr. 4, Berlin 13.3.1972, S. 1ff;Roter Morgen Nr. 19, Dortmund 19.5.1973, S. *;Rote Universitätszeitung Nr. 1, Braunschweig Juni 1972, S. 1ff;Klassenkampf - Ausgabe SEL Nr. 23, Berlin März 1972, S. 5f;Kommunistische Schüler- und Studentenzeitung Nr. 4, München März 1972, S. 14f;MLHG: Thomas Weisbecker erschossen!, O. O.(Berlin) o. J. (1972);Schulkampf Nr. 2, Göttingen 1.5.<1972>, S. 7;Wahrheit Nr. 2, Bremen März 1972, S. 3;Herner Schülerpresse, Herne Mai 1972 bzw. Nov. 1972, S. 7 und 9 bzw. S. 8

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02.03.1972:
Manfred Funke (vgl. Nov. 1977) berichtet vom linken Terrorismus in der 'BRD' (vgl. Augsburg 2.3.1972, Berlin 24.3.1972) aus Hamburg: "
Manfred GRASHOF und Wolfgang GRUNDMANN nach Schußwechsel mit Polizei festgenommen; Kriminalhauptkommissar Eckhardt erliegt am 22.3.1972 den Schußverletzungen."

Die KPD (vgl. 10.3.1972) berichtet von der RAF-Jagd: "
ZU DEN NEUEN POLIZEIAKTIONEN:

Das Innenministerium ist offensichtlich der Auffassung, noch einige spektakuläre Aktionen durchführen zu müssen, ehe die Bevölkerung der BRD ihre Zentralisierungs- und Militarisierungspläne schluckt. Die Erschießung Thomas Weisbeckers in Augsburg (vgl. 2.3.1972, d.Vf.) und die Durchsuchungsaktion in Hamburg einen Tag später, weisen Züge einer sorgfältigen Inszenierung auf.

GENSCHERS GUN-MEN IN AKTION

Wie bei der Ermordung Georg von Rauchs (vgl. Berlin - 4.12.1971, d.Vf.) wird von der Polizei behauptet, ihr Beamter habe erst geschossen, als Thomas Weisbecker die Pistole auf ihn gerichtet hatte. Wäre es der Polizei wirklich darauf angekommen, eine Verhaftung vorzunehmen, es hätten sich hundert Mittel gefunden, Thomas W. ohne Anwendung der Waffe zu überwältigen. Was aber geschah? Man holte sich einen Gun-man, einen Spezialisten im Schnellschießen, und gab ein Opfer zum Abknallen preis.

DAS MOTIV FÜR DIESES VORGEHEN IST EINDEUTIG: DER ÖFFENTLICHKEIT SOLL UNTER BEWEIS GESTELLT WERDEN, DASS DIE INVESTITIONEN UND TRAININGSPROGRAMME DER REGIERUNG IHRE FRÜCHTE TRAGEN.

120 000 Polizisten atmen auf - so kommentieren die Tintenkulis des Springerkonzerns die Nachricht von der Verletzung M. Grashofs. Damit haben sie die politische Funktion der Jagd auf das Phantom Baader Meinhof noch einmal kurz und prägnant umschrieben. Die Ängste der Menschen, die das imperialistische System täglich neu erzeugt, werden genutzt, um die Polizeiapparate für ihre zukünftige Hauptaufgabe, den Kampf gegen die revolutionäre Arbeiterklasse vorzubereiten. Wer kann heute noch den polizeilich mitgeteilten Details Glauben schenken, was die Verletzung des Staatsschutzbeamten in Hamburg, was die Art der verwandten Geschosse anbelangt? Seit den Verdunklungsaktionen nach der Ermordung Georg von Rauchs haben wir von nachträglichen Sachverhaltskonstruktionen im texanischen Stil auszugehen. Die SPD/FDP-Regierung setzt skrupellos das Leben von Menschen einschließlich ihrer eigenen Polizeibeamten aufs Spiel, um die Perfektionierung ihrer Unterdrückungsapparate durchzusetzen. Denn künftig werden selbst Menschen, die in keinem noch so weiten Kontakt mit Ulrike Meinhof oder Andreas Baader stehen oder standen mit dem Gebrauch der Schußwaffe gegen sich rechnen müssen.

Die Dramaturgie des Innenministeriums verlangt auf der einen Seite den Gun-man, auf der anderen Seite den schießwütigen Verbrecher. Die spezial-ausgebildeten Beamten der Sicherungsgruppe und der Landeskriminalämter (LKA, d.Vf.) sind 'trigger happy', wie es im US-Jargon heißt - abzugsgeil.

Es kommt darauf an, jeder Offensive des Staatsapparates mit einem gemeinsamen Protest aller zu begegnen, die in den Aktionen der Konterrevolution die Stoßrichtung erkennen: Angriff auf die Arbeiterklasse. Die Revisionisten der DKP/SEW haben sich selbst außerhalb dieses Protestes gestellt. Denn sie verbinden die Beschimpfung der Opfer mit der Propagierung aller schädlichen Illusionen über die Natur des kapitalistischen Staatsapparates. Üben wir Solidarität mit allen, die als Gegner des kapitalistischen Staatsapparates ihr Leben und ihre Freiheit verlieren!

Kämpfen wir aber entschlossen gegen die Überreste des Intellektuellen-Anarchismus und Putschismus, der den Interessen des Staatsapparates dient!"

Berichtet wird auch durch die ASS Herne (vgl. Mai 1972) sowie durch den KB / Gruppe Eutin (vgl. 3.4.1972).
Q: Funke, Manfred: Terrorismus, Bonn 1977, S. 335; Rote Fahne Nr. 38, Dortmund 10.3.1972, S. 1;Herner Schülerpresse, Herne Mai 1972, S. 7;Metallkampf Nr. 8, Eutin Apr. 1972, S. 13f

03.03.1972:
Laut KPD/ML-ZB führt ihre Ortsgruppe Augsburg "ein Gespräch mit den Anwälten und den Eltern" des am 2. März von der Polizei erschossenen Thomas Weisbecker (RAF-Mitglied) durch: "
Unter Initiative der KPD/ML kam ein Aktionsbündnis mit der Gruppe Roter Morgen (KPD/ML-ZK, d.Vf.) und verschiedenen sozialistischen und demokratischen Organisationen zustande, die gemeinsam die Demonstration (vgl. 7.3.1972, d.Vf.) veranstalteten. Auch Vertreter der DKP und der SDAJ waren eingeladen worden. Sie erschienen nur auf der letzten Besprechung und verschwanden nach kurzer Zeit wieder."

An anderer Stelle berichtet die KPD/ML-ZB, es findet "eine Besprechung zwischen Genossen der Roten Hilfe (RH, d.Vf.), die aus Berlin und München angereist waren, mit den Anwälten der Eltern von Weisbecker und einem Vertreter der Partei statt. Die KPD/ML wurde gebeten, die Organisierung von Aktionen gegen die Faschisierung des Bonner Staates und gegen die Militarisierung der Polizei, gezeigt am Fall Weisbecker, in die Hand zunehmen"
Die KPD/ML-ZB richtet ein Bündnisangebot an die KPD/ML-ZK, die Augsburger Junge Presse (AJP), die Jungsozialisten (Jusos der SPD), an den AStA der PH und an verschiedene Gewerkschaftsgruppen. Vertreten ist auch eine 'linkssektiererische Studentengruppe' aus München, bei der es sich höchstwahrscheinlich um die AK-Fraktion der Roten Zellen handelt.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 22, Bochum 16.3.1972; Rote Fahne Nr. 6, Bochum 20.3.1972, S. 2

03.03.1972:
An der Berliner Demonstration gegen die Erschießung von Thomas Weisbecker in Augsburg (vgl. 2.3.1972) bzw. den staatlichen Terror beteiligen sich, laut KPD/ML-ZK, 5 000. Laut KPD/ML-ZB rief neben ihr selbst auch die Rote Hilfe (RH) Westberlin auf. Diese meldet 5 000 Teilnehmer.
Q: Roter Morgen Nr. 7, Hamburg 27.3.1972; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 20, Bochum 11.3.1972;Rote Hilfe Nr. 2, München März 1972, S. 2

03.03.1972:
In Hamburg geben GIM und RKJ das Flugblatt "Zwei Morde weiter auf dem Weg zum Polizeistaat!" heraus zur gestrigen Erschießung von Thomas Weisbecker und Richard Epple sowie:"
Zur gleichen Zeit lauerten in Hamburg Polizei und Staatsschutzdienst auf zwei angebliche Mitglieder der 'Roten Armee Fraktion' (RAF) und schossen den Genossen Grashof nieder."

Aufgerufen wird zur Veranstaltung am 7.3.1972 mit den Parolen:
- "Solidarität mit der R.A.F.";
- "Erkämpft Mandels Einreise!";
- "Sichert die politische Arbeit der ausländischen Genossen!" u. a. zum Ausländergesetz;
- "Uneingeschränkte Solidarität";
- "Für den Aufbau einer starken 'Roten Hilfe'" (RH);
- "Kampf der Militarisierung!";
- "Organisiert den Widerstand!!".
Q: GIM / RKJ: Zwei Morde weiter auf dem Weg zum Polizeistaat!, Hamburg o. J. (1972)

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03.03.1972:
In Köln beteiligen sich, vermutlich heute, rund 60 Leute an einer Demonstration gegen die Erschießung von Thomas Weisbecker in Augsburg (vgl. 2.3.1972).
Q: Befreiung Nr. 4, Mülheim Apr. 1972, S. 7f

06.03.1972:
Die Rote Hilfe (RH) München gibt vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 2 ihrer 'Rote Hilfe' (vgl. Juli 1972) heraus unter der Schlagzeile "Mord an Thomas Weißbecker" in Augsburg (vgl. 2.3.1972). Dazu erscheint auch eine "Erklärung der Roten Hilfe". Dazu und zur Erschießung von Georg von Rauch (vgl. 4.12.1971) erscheint der Artikel "Die Methode des legalen Mordes" und in "Unser Facit" wird von einem Plan zur Ermordung der beiden ausgegangen. Aufgerufen wird zur Demonstration am 8.3.1972 in München und berichtet von der in Berlin am 3.3.1972. Bekundet wird: "Wir werden Tommy nicht vergessen!".
Q: Rote Hilfe Nr. 2, München März 1972

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07.03.1972:
Laut KPD/ML-ZB findet in Augsburg eine Demonstration "gegen Polizeiterror" statt. Anlaß war der "Polizeimord an dem Anarchisten Thomas Weisbecker" (vgl. 2.3.1972, 3.3.1972). An der Demonstration nahmen auch die KPD/ML-ZK bzw., laut KPD/ML-ZB, die "Gruppe Roter Morgen und andere sozialistische und demokratische Organisationen" teil:"
Ca. 400 Arbeiter, Werktätige, Studenten und Schüler demonstrieren unter den Parolen: Keine Solidarität mit Baader-Meinhof - Aber gegen Militarisierung der Polizei, Werkschutz, Grenzschutz, Bundeswehr! Bundeswehr ist kapitalistisches Bürgerkriegsheer! Weg mit dem KPD-Verbot!. Die KPD/ML organisierte von Anfang an diese Demonstration. … So begleitete die Demonstration ein Großaufgebot an Polizei, Spitzeln, politischen Greifern. Sie hatten die Anweisung, bei Notwehr sofort zu schießen. … Eine Gruppe von 30 jungen Faschisten unter dem Namen 'Junge Rechte Sozialisten' versuchte den Demonstrationszug zu provozieren. … Die Demonstranten ließen sich nicht provozieren. Auf der abschließenden Kundgebung sprach vor rund 600 Menschen ein Vertreter der KPD/ML."

An anderer Stelle berichtet die KPD/ML-ZB, in der Innenstadt von Augsburg sammeln sich ca. 400 Menschen, "darunter etwa 100 Genossen aus München von verschiedenen Organisationen", u.a. dem AStA der LMU.
"Die Demonstranten waren Arbeiter, Werktätige und Studenten der KPD/ML und des Roten Morgen, hauptsächlich aber anpolitisierte Schüler und Lehrlinge, die von der AjP (Augsburger Junge Presse, d.Vf.) mobilisiert worden waren." Während der Demonstration kommt es zu einigen Rangeleien mit der DU (Demokratische Union) und der DKP. Die KPD/ML-ZB verteilt während der Demonstration ein Extrablatt des 'Roten MAN-Arbeiter'. Der Rede eines Vertreters der KPD/ML-ZB auf der Kundgebung hören ca. 600 Menschen zu. Erwähnt werden in diesem Zusammenhang auch der DGB KV und der BSE OV.

Laut und unterstützt von den ABG München demonstrieren über 1 000 gegen die Ermordung von Thomas Weisbecker und den zunehmenden Polizeiterror. Die der RSF der ABG nahestehende Aktionseinheit antiimperialistischer Schüler München meldet dagegen nur ca. 500 Demonstranten.

Laut KPD/ML-ZK beteiligen sich mehrere hundert Personen an der Demonstration gegen den staatlichen Terror. Die Flugblätter der KPD/ML werden noch Beginn der Demonstration von der Polizei beschlagnahmt.

In Augsburg wurde, laut KPD, vermutlich zur heutigen Demonstration ein Flugblatt anläßlich der Erschiessung Thomas Weisbeckers an den Schulen verteilt, für das Markus Hughiur verantwortlich zeichnet. Dafür bekommt er später einen Prozeß (vgl. 20.12.1972).
Q: Roter Morgen Nr. 7, Hamburg 27.3.1972, S. 2; Roter Aufmucker Nr. 12, München März 1972;Münchner Schüler Zeitung Nr. 8, München März 1972;Rote Fahne Nr. 6, Bochum 20.3.1972, S. 2;Rote Fahne Nr. 74/75, Dortmund 20.12.1972, S. 2;Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 22, Bochum 16.3.1972

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07.03.1972:
In Hamburg erscheint vermutlich heute das Flugblatt "Was ist los in Hamburg?", in dem eingangs u. a. zu Richard Epple ausgeführt wird:"
Der gezielte Mord an Thomas Weisbecker in Augsburg und dem Lehrling in Tübingen hat die politische Grabesstille in Hamburg nicht durchbrochen. Dagegen helfen weder die zur bloßen Legitimation verkommenen Flugblätter noch die zum Zwecke der Selbstdarstellung politischer Organisationen veranstalteten Demonstrationen.

Die seit Jahren erfolgreich aller Militanz entkleideten politischen Aktionen stellten … keine neue Qualität des politischen Kampfes dar: es ist uns wieder einmal in Hamburg nicht gelungen, auch nur teile der revolutionären Linken in einer solidarischen Antwort auf die Schüsse in Hamburg, Augsburg und Tübingen spontan auf die Straße zu bringen."

Aufgerufen wird:"
Solidarität mit der RAF
Holt endlich die politischen Probleme aus den verschlossenen Kammern der Organisationsbonzen"

Treffpunkt sei heute Abend auf dem Teach-In von GIM und RKJ.
Q: N. N.: Was ist los in Hamburg?, O. O. (Hamburg) o. J. (1972)

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07.03.1972:
In Hamburg gibt das Marxistisch-Leninistische Zentrum (MLZ) auf dem Teach-In von GIM und RKJ das Flugblatt "Zwei Morde weiter auf dem Weg zum Polizeistaat! …und die Antwort der Linken?" heraus, dessen Titelkopf teilweise aus dem Aufrufflugblatt von GIM und RKJ stammt. Berichtet wird von einem Aktionstreffen, dass GIM, PF/GWK und PF GH aus Vorbereitungsgründen erst Tage später demonstrieren wollten, im Gegensatz zum MLZ:"
Es wäre - wie in Berlin - notwendig gewesen, das spontane Element zu fördern. Auch wenn in Hamburg nicht 2000 Genossen demonstriert hätten!
Das war auch der anfängliche Standpunkt der GIM, der bedauerlicherweise später von einem hinzukommenden zweiten GIM-Genossen umgestoßen wurde. Ähnliches spielte sich in Hamburg nach der Ermordung der Genossin Petra Schelm ab. Auch damals war GIM zusammen mit dem SALZ (heute KB) aus gleichen Gründen gegen eine sofortige Aktion. Der KB reagierte diesmal gar nicht."

Aufgefordert wird, man müsse für die "Zukunft Fähigkeiten für spontane, mobilisierende Aktionen entwickeln."
Q: MLZ: Zwei Morde weiter auf dem Weg zum Polizeistaat! …und die Antwort der Linken?, Hamburg o. J. (1972)

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08.03.1972:
In München findet heute eine Demonstration gegen die 'Ermordung' von Thomas Weisbecker statt. Die ABG berichten davon so: "
Lediglich ein trauriges Häuflein …, angeführt von der Gruppe 'Roter Morgen' irrte am 8.3. durch die Straßen." Die KPD/ML-ZK habe nämlich die Losung "Nie wieder Faschismus" als bündnissprengend erklärt und die ABG ausgeschlossen, woraufhin diese gestern in Augsburg demonstrierten. Laut KPD/ML-ZK demonstrieren mehrere hundert Personen gegen den staatlichen Terror.
Q: Roter Morgen Nr. 7, Hamburg 27.3.1972, S. 2; Roter Aufmucker Nr. 12, München März 1972;Rote Hilfe Nr. 2, München März 1972, S. 1

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08.03.1972:
In Hamburg erscheint heute oder morgen das Flugblatt "Vorwärts zu neuen Formen des politischen Kampfes" von GIM, RKJ, PF GH, MLZ, MAD-Kollektiv Anarchistische Hefte und dem Initiativkomitee Rote Hilfe Hamburg zu den Vorfällen am 7.3.1972 bei der spontanen Demonstration gegen die Erschießung von Thomas Weisbecker mit dem Aufruf zum Teach-In am 10.3.1972.
Q: GIM, RKJ u. a.: Vorwärts zu neuen Formen des politischen Kampfes, O. O. (Hamburg) o. J. (1972)

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08.03.1972:
In Kiel-Gaarden findet anläßlich der Terroristen-Fahndung eine Demonstration mit Kundgebung auf dem Vinetaplatz gegen den Polizeiterror und die Erschießung von Thomas Weisbecker statt, an der sich auch die RG Kiel/ML beteiligt. Aufgerufen wird u.a. mit einem Flugblatt vor HDW, weswegen es später zum Prozeß kommt (vgl. 31.3.1973).
Q: Roter Morgen Nr. 12, Hamburg 31.3.1973; RGK/ML: Zentrale Kommunistische Blätter Nr. 2, Kiel 17.4.1972, S. 14ff

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09.03.1972:
Die ASS Herne (vgl. Mai 1972) berichtet, dass heute mehrere Anwälte die Erschießung Thomas Weisbeckers (vgl. 2.3.1972) als Exekution bezeichnen.
Q: Herner Schülerpresse, Herne Mai 1972, S. 9

13.03.1972:
Die Berliner Betriebsgruppe NCR der KPD/ML-ZB wendet sich in der Nr. 8 ihres 'NCR Arbeiters' (vgl. 3.3.1972, 20.3.1972) u.a. an die Teilnehmer der Demonstration gegen die Ermordung Thomas Weisbeckers am 3.3.1972. Die Aufzählung staatlicher Unterdrückungsmaßnahmen endet mit den Parolen: "Nicht das Einzelkämpfertum führt zum Sieg! Die wahren Helden sind die Massen! Nieder mit dem Kapitalismus! Für ein sozialistisches Westberlin!".
Q: Der NCR Arbeiter Nr. 8, Berlin 13.3.1972, S. 7f

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05.06.1972:
Die KPD (vgl. 14.6.1972) berichtet vermutlich aus dieser Woche: "
DER STAAT ZAHLT DIE BEERDIGUNG

Daß die Schußwaffe von der Polizei bei der Verfolgung von Straftätern nur im Notfall eingesetzt werden soll, zählt zu den Grundsätzen der Strafverfolgung in bürgerlichen Demokratien. Damit im Zusammenhang steht das Prinzip, daß das Ziel der Verfolgung immer nur die Ergreifung, nicht aber die Erschießung des Verfolgten sein soll; und weiterhin, daß Unbeteiligte nicht zu Schaden kommen sollen.

Die SPD/FDP-Regierung von Niedersachsen hat nun einen Gesetzentwurf vorgelegt, der diese Grundsätze über Bord wirft: die Polizisten in Niedersachsen sollen künftig in 'Extremsituationen' auch dann ohne vorherige Warnung schießen können, wenn dabei Geiseln, Passanten oder andere Unbeteiligte gefährdet sind. Für spätere Schadensforderungen will die Landesregierung aufkommen.

Damit wird zum Gesetz erhoben, was bereits bei dem Feuergefecht mit dem Münchner Bankräuber Rammelmayr (vgl. 4.8.1971, d.Vf.) praktiziert und vom bayrischen Innenministerium und Polizei für rechtens erklärt wurde. In München war die Bankangestellte Ingrid Reppel unter den Kugeln der Polizei tot zusammengebrochen, weil ihr Leben für weniger wichtig gehalten wurde als die erfolgreiche Inszenierung der fernsehübertragenen Erschießung von Rammelmayr.

Gesetzmäßig wird jetzt in Hannover, was zu rechtfertigen Staat und Polizei in den Fällen von Georg von Rauch (vgl. Berlin - 4.12.1971, d.Vf.) und Thomas Weisbecker (vgl. Augsburg - 2.3.1972, d.Vf.) nicht gelang: nach der Erschießung festzustellen, daß das Opfer noch nicht einmal eine Waffe mit sich führt.

Von solchen Erklärungsschwierigkeiten sollen Innenministerien und Polizeibehörden in Zukunft verschont werden. Eine Bestimmung des Bereichs der 'Extremsituation' existiert nicht, ihrer Auslegung sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Was in Niedersachsen verabschiedet wird, wird seine bundesweite Ausdehnung in allernächster Zukunft erfahren. Die Befugnisse der Polizei zum manövermäßigen Auftreten werden von der Monopolbourgeoisie Schritt für Schritt ausgeweitet. Der Zweck solcher Aktionen ist eindeutig: Gewöhnung der Massen an den Polizeiterror, Einschüchterung jedes Einzelnen. Mit dem Gesetz von Hannover hat die Polizei den Freibrief auf Mord."
Q: Rote Fahne Nr. 47, Dortmund 14.6.1972, S. 1

06.09.1972:
Die Rote Hilfe Westberlin gibt ihre 'Rote Hilfe Nachrichten & Mitteilungen' Nr. 13 (vgl. 7.8.1972, Okt. 1972) heraus. Aus München bzw. Augsburg wird berichtet über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens zum Tod von Thomas Weisbecker.
Q: Rote Hilfe Nachrichten & Mitteilungen Nr. 13, Berlin 6.9.1972, S. 2

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22.01.1973:
Die Rote Schülerfront (RSF) der ABG gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 3 ihres Organs 'Roter Weg' (vgl. Jan. 1973, 19.2.1973) heraus, welches uns in der Ausgabe München vorlag. Aus Augsburg wird berichtet von anstehenden Prozessen gegen die Augsburger Junge Presse, da diese die Erschiessung von Thomas Weisbecker als 'Polizeiterror' bezeichnet hatte.
Q: Roter Weg Ausgabe München Nr. 3, München Jan. 1973, S. 2

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Juli 1973:
Der Rechtsausschuß der Roten Zellen Kiel /ML des KBW verfasst vermutlich Mitte Juli einen Rechenschaftsbericht für die Zeit vom Feb. bis Juli 1973 mit dem Abschnitt "Entwicklung der politischen Linie zu den Prozessen in Zusammenhang mit der praktisch-politischen Arbeit" u. a. zum Weisbecker-Prozeß gegen W. Walter.
Q: Rechenschaftsbericht des Rechtsausschusses (…) der Roten Zellen Kiel / ML über seine Tätigkeit in der Zeit vom Febr. - Juli 1973, O. O. (Kiel) o. J. (1973), S. 8

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Februar 1974:
Die KBW-Sympathisantengruppe Kiel und die Roten Zellen Kiel /ML geben vermutlich im Februar die Broschüre "Prozess wegen 'Verunglimpfung der BRD' §90a StGB gegen 7 Studenten für die Wahrheit über den politischen Mord an Thomas Weissbecker" zum Weisbecker-Prozess am 19.3.1974 heraus mit einer Einleitung, die uneingeschränkte Öffentlichkeit fordert sowie den Abschnitten:
- "Was ist damals vorgefallen?" zur Erschießung von Weisbecker in Augsburg am 2.3.1972;
- "Was wird den Angeklagten vorgeworfen?";
- "Welche Tatsachen werden im Weißbecker-Flugblatt enthüllt? Was will der Staat lieber im Dunkeln lassen?";
- "Thomas Weissbecker wurde ermordet!";
- "Die Polizeiführung hat zu diesen eklatanten Widersprüchen bis heute nicht Stellung genommen - folgende Fragen blieben unbeantwortet";
- "Hintergründe des Mordes";
- "Unterdrückung durch den staatlichen Gewaltapparat".
Q: KBW-SyG, RZK/ML: Prozess wegen 'Verunglimpfung der BRD' §90a StGB gegen 7 Studenten für die Wahrheit über den politischen Mord an Thomas Weissbecker, Kiel o. J. (1974)

März 1974:
In Augsburg findet, laut Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD, vermutlich im März ein Paragraph 90a Prozeß gegen zwei Mitglieder (Schüler) der Augsburger Jungen Presse statt. Es bildet sich ein Solidaritätskomitee, in dem auch die Ortsgruppe der RH e.V. mitarbeitet, während der KBW sich lieber um die Metalltarifrunde (MTR) kümmern wollte. Es wird eine Demonstration in der Innenstadt durchgeführt. Die beiden Angeklagten werden freigesprochen, ein weiterer Prozeß soll am 14.6.1974 stattfinden.
Q: Rote Fahne Nr. 14, Dortmund 3.4.1974

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19.03.1974:
Die Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD (vgl. März 1974) berichtet aus Kiel:"
Am 19. März will die Klassenjustiz 7 Genossen, darunter alle Mitglieder des ehemaligen AStA der Universität Kiel verurteilen, weil sie laut Anklage 'gemeinschaftlich öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften die Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpft oder böswillig verächtlich gemacht haben' (§ 90a Strafgesetzbuch). Sie sollen verurteilt werden, weil sie vor 2 Jahren gegen den politischen Mord an Thomas Weisbecker protestiert und Flugblätter verteilt hatten, die zu einer Demonstration aufriefen.

Zur Rechtfertigung des staatlichen Terrors und der brutalen Menschenjagd auf die RAF werden diejenigen, die dagegen Stellung genommen haben, vor das Gericht gezerrt. Sie werden angeklagt wegen Verunglimpfung des Staates, wegen eines Paragraphen, den der Hitler-Faschismus zur Liquidierung seiner politischen Gegner erfand und der heute genauso gegen politische Gegner angewandt wird. Die Klassenjustiz zeigt, daß sie einzig bemüht ist, bester Sachwalter der Kapitalisten zu sein. Dabei hat sich die Kieler Justiz besonders hervorgetan. Was bundesweit erst gefordert wird, erleben wir in Kiel tagtäglich: Speziell abgerichtete Polizeikommandos stürzen zu beginn von politischen Prozessen routinemäßig in den Gerichtssaal und knüppeln Angeklagte, Verteidiger und Zuschauer brutal zusammen. Das hohe Gericht spielt dabei seinen Teil. Um ja nicht als Zeuge belangt zu werden, stürzen sie sofort aus dem Gerichtssaal und kommen erst wieder, wenn keine dumpfen Schläge mehr zu hören sind und alle Spuren der Knüppeljustiz beseitigt sind.

Die Richter beginnen dann ihre schmutzige Arbeit, die sie genauso gut beherrschen. Egal welche Beweise, egal welche Tatsachen. Der Richter kennt sein Urteil schon vorher: Schuldig im Sinne der Anklage.

Gegen diese Art der Klassenjustiz hilft nur massenhafte Solidarität!".

Später (vgl. Mai 1974) berichtet die Rote Hilfe e.V.: "Kiel: Mord an Thomas Weisbecker erwiesen - trotzdem Verurteilung wegen 90a".
Q: Rote Hilfe Nr. 3 und 4/5, Dortmund März 1974 bzw. Mai 1974, S. 20 bzw. S. 12

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26.03.1974:
Die Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD (vgl. Mai 1974) berichtet im Artikel "Ortsgruppe Augsburg: Drei Freisprüche im 90a-Prozeß gegen 3 Redakteure" vom Weisbecker-Prozeß gegen die AjP.

Für den KBW (vgl. 17.4.1974) berichtet die Gruppe Augsburger Kommunisten im Artikel "'Notwehr oder Mord?' Warum erschoss die Polizei Weissbecker? Freispruch vor dem Augsburger Amtsgericht".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 17.4.1974, S. 16; Rote Hilfe Nr. 4/5, Dortmund Mai 1974, S. 14

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04.11.1977:
Es erscheint der 'Rote Morgen' der KPD/ML Mr. 44 (vgl. 28.10.1977, 11.11.1977) mit dem "Interview mit Frau Weißbecker. Die Polizeilügen über den Tod von T. Weissbecker müssen entlarvt werden" zur Wiederaufnahme des Verfahrens.
Q: Roter Morgen Nr. 44, Dortmund 4.11.1977, S. 7

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Letzte Änderung: 04.11.2019