Baden-Württemberg: Kambodscha und Kambodscha-Solidarität

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 2.3.2020


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zur Kambodscha-Solidarität vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Eine separate Darstellung gibt es zur Kambodscha-Solidarität in Heidelberg.

Während sich an den Protesten gegen die US-Invasion im Mai 1970 noch die gesamte Linke beteiligt, und 1974 in Mannheim immerhin noch die GIM, konnten aus den späteren Jahren nur noch Artikel und Aktionen der ML-Gruppen gefunden werden, wobei zuletzt vor allem der KBW anhaltend aktiv war.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

22.04.1970:
An der Universität Tübingen erscheint die Nr. 6 des 'Roten Pfeils' (vgl. März 1970, 25.5.1970) - Organ der marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen mit dem Artikel "CIA-Putsch in Kambodscha".
Quellen: MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S.189; Roter Pfeil Nr. 6, Tübingen 22.4.1970, S. 31ff

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06.05.1970:
In Tübingen findet, laut 'Roter Pfeil', eine antiimperialistische Demonstration statt. Sie wird organisiert von den marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen. Ca. 1 500 Teilnehmer. Hauptparolen sind u.a.:
"US-Imperialismus raus aus Kambodscha", "Hände weg von Indochina", "US-Imperialismus raus aus Westdeutschland", "Ausländische Truppen raus aus ganz Deutschland". Laut DKP beteiligen sich 1 500 Schüler und Studenten an der Kambodschademonstration. Auch der Rote Pfeil meldet nur Schüler und Studenten.
Q: Unsere Zeit NRW Nr. 21, Düsseldorf 23.5.1970, S.*; Roter Pfeil Nr. 7, Tübingen Mai 1970, S.19ff

12.05.1970:
Das Aktionszentrum Unabhängiger Sozialistischer Schüler (Marxisten-Leninisten) - AUSS(ML) Mannheim gibt seine 'Rotfront' Nr. 1 heraus mit dem Leitartikel "Erneute US-Aggression in Indochina" zu Kambodscha, mit dem Aufruf zur Demonstration am 14.5.1970.
Q: Rotfront Nr. 1, Mannheim 12.5.1970, S. 1ff

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14.05.1970:
Die OG Mannheim der KPD/ML bzw. später KPD/ML-ZK gibt, laut einer handschriftlichen Datierung heute, das folgende Flugblatt von zwei Seiten DIN A 4 mit der Kontaktadresse Emil Ludwig, Mannheim, F 5, 4 heraus:"
'Unruhe stiften, scheitern, abermals Unruhe stiften, wieder scheitern und so weiter bis zu ihrem Untergang - das ist die Logik der Imperialisten und aller Reaktionäre in der Welt dem Anliegen des Volkes gegenüber, und sie werden niemals gegen diese Logik verstoßen. Das ist ein Gesetz des Marxismus. Wenn wir sagen: 'Der Imperialismus ist bestialisch', so meinen wir, daß sich sein Wesen nicht ändern kann, daß die Imperialisten bis zu ihrem Untergang ihr Schlächtermesser nie aus der Hand geben werden, sich nie in Buddhas verwandeln können.

Kämpfen, unterliegen, nochmals kämpfen, wieder unterliegen, ernuet kämpfen und so weiter bis zum Sieg - das ist die Logik des Volkes, und auch das Volk wird niemals gegen diese Logik verstoßen. Das ist ein anderes Gesetz des Marxismus. Die Revolution des russischen Volkes verlief nach diesem Gesetz, und so entwickelt sich auch die Revolution des chinesischen Volkes.' Mao Tse-tung, Herbst 1949

KAMPF DEM US-IMPERIALISMUS!

Seit Jahrzehnten führen die Völker Indochinas einen heroischen Kampf gegen den WELTFEIND NR. 1, den US-IMPERIALISMUS und seine Lakaien. Die USA und ihre imperialistischen Verbündeten (an vorderster Front die Bundesrepublik Deutschland) geben vor, den 'Frieden der Welt', die 'westliche Zivilisation' und andere schöne Sachen gegen den Weltkommunismus, symbolisiert durch die Volksrepublik China zu verteidigen. In Wirklichkeit - und das wissen wir alle schon seit Jahren - 'verteidigen' sie nichts anderes als die wirtschaftlichen Interessen ihrer Monopole. Und diese Wirtschaftsinteressen setzen sie überall mit brutaler Waffengewalt durch; in Südostasien genauso wie in Lateinamerika, in Afrika genauso wie im Nahen Osten.

Ihren letzten Streich lieferten die US-Imperialisten am 1.Mai in Kambodscha, wo nach dem Sturz des neutralistischen Staatschefs Sihanouk durch den CIA und kambodschanische US-Söldlinge (vgl. 18.3.1970, d.Vf.), amerikanische Truppen und südvietnamesische Söldnertruppen einmarschierten (vgl. 30.4.1970, d.Vf.). Gleichzeitig bombardierte die US-Air-Force wieder die Demokratische Republik Vietnam (DRV, d.Vf.). Durch diese erneute Ausweitung des völkermörderischen imperialistischen Krieges entlarvt sich das Gerede Nixons von der 'Beendigung des Krieges' und dem 'Abzug der US-Truppen' als heuchlerisches und lügnerisches Geschwätz, das nur einen Zweck hat: die antiimperialistischen Bewegungen der ganzen Welt und die revolutionären Bewegungen zu verwirren und zu lähmen und dem Imperialismus ein friedliches Mäntelchen umzuhängen.

Die volksfeindliche Brandt/Scheel-Regierung (SPD/FDP, d.Vf.), die immer von der Erhaltung des Friedens in der Welt spricht, hat zu diesem Akt imperialistischer Barbarei nichts anderes zu sagen, als ihre 'tiefe Besorgnis über die Entwicklung in Südostasien zum Ausdruck zu bringen'. Aber wie soll sie auch anders handeln, wo sie doch der Hauptverbündete der US-Aggressoren ist, wo sie doch auch ihre imperialistischen Interessen in Südostasien 'verteidigen muß', wo sie doch den US-Krieg durch Waffenkäufe (1962 - 1968 im Wert von über 14, 4 Milliarden DM), durch den Kauf von US-Staatspapieren (1967 - 1968 im Wert von 4 Milliarden DM) und durch Devisenausgleichszahlungen (pro Jahr rund 3 Mrd. DM) ständig nach besten Kräften unterstützt? Wie soll diese Bundesregierung den Imperialismus verurteilen, wenn sie selbst weltweit imperialistische Politik praktiziert?

Neben der Sicherung wirtschaftlicher Einflußbereiche für die imperialistischen Staaten verfolgt die US-Aggression in Indochina aber noch ein politisches Ziel: die militärische Einkreisung der großen revolutionären Macht, der Volksrepublik China, die tatkräftig alle antiimperialistischen Befreiungsbewegungen unterstützt und die der US-Imperialismus fürchtet wie der Teufel.

Die Volksrepublik China wendet das leninsche Prinzip der friedlichen Koexistenz genauso an, wie Lenin und Stalin es auch anwendeten: Im revolutionären und nicht im revisionistischen Sinne! Das wissen die Imperialisten aller Länder ganz genau, deshalb haben sie Angst vor dem revolutionären Volkschina, deshalb bedrohen sie die Volksrepublik andauernd und kreisen sie militärisch ein. Die Zusammenarbeit der USA und Westdeutschlands mit der imperialistischen Regierungsclique Japans wird immer besser, der westdeutsche Außenminister Scheel handelt mit den faschistischen Kommunistenschlächtern Indonesiens neue Militärhilfen aus usw. Alle diese Maßnahmen sind gegen die revolutionären Völker Südostasiens und ihre Befreiungsbewegungen gerichtet, alle diese Maßnahmen sind gleichzeitig auch gegen die Volksrepublik China gerichtet. Und in solch einer Situation nimmt es sich mindestens sehr merkwürdig aus, wenn auch die UdSSR ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen sowohl zur reaktionären japanischen Regierungsbande als auch zu den reaktionären Unterdrückern in Indonesien und Burma ständig verbessert!

In der ganzen Welt erhebt sich ein immer stärkerer Protest und Widerstand gegen die US-Verbrecher und ihre Handlanger. Aber - und das muß spätestens jetzt allen deutlich werden, der Imperialismus begeht seine aggressiven Verbrechen nicht nur nach außen, nicht nur in den von ihm unterdrückten Ländern. Spätestens nach den Schüssen von Kent (Ohio (vgl. 4.5.1970, d.Vf.)) und den Schüssen vom letzten Samstag in Westberlin (vgl. 9.5.1970, d.Vf.) müssen wir zur Kenntnis nehmen, daß die imperialistischen Staaten sich zunehmend nach innen faschisieren. Der Imperialismus als weltweites System ist nur durch die weltweite kämpferische Solidarität der unterdrückten Länder und der internationalen Arbeiterklasse zu schlagen! Sihanouk hat nach eingehender Beratung mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh, d.Vf.) in Kambodscha den Volkskrieg ausgerufen. Die kommunistischen Parteien und die Befreiungsbewegungen der Länder Indochinas werden ihren Volkskrieg gemeinsam führen. Und die antiimperialistischen Kräfte der kapitalistischen Länder können diese Befreiungsbewegungen nur dann sinnvoll unterstützen, wenn sie den Klassenkampf in ihren eigenen Ländern unter der Führung der kommunistischen Parteien führen.

KLASSENBEWUSSTE ARBEITER
ORGANISIERT EUCH IN DER KPD/ML

KLASSENBEWUSSTE ARBEITERJUGEND
ORGANISIERT EUCH IN DER ROTEN GARDE" (RG).
Q: KPD/ML-OG Mannheim: Kampf dem US-Imperialismus!, Mannheim o.J. (Mai 1970)

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25.05.1970:
An der Universität Mannheim erscheint die Nr. 3 / Sommersemester 1970 von 'Roter Stern' (ROST - vgl. 4.5.1970, 8.6.1970) - Organ der Uni-Zelle Roter Stern (ROST) mit dem Artikel "Drei Daten - Drei Etappen des Widerstands" zum Putsch in Kambodscha am 18.3.1970, der gemeinsamen Konferenz von DRV, FNL, FUNK und Pathet Lao am 24./25.4.1970 und der Invasion in Kambodscha am 1.5.1970.
Q: Roter Stern Nr. 3 / SS 1970, Mannheim 25.5.1970, S. 15ff

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25.05.1970:
An der Universität Tübingen erscheint die Nr. 7 des 'Roten Pfeils' (vgl. 22.4.1970, 1.6.1970) - Organ der marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen mit den Artikeln:
- "Es lebe der Befreiungskampf des kambodschanischen Volkes!";
- "Wie sollen wir gegen den US-Imperialismus demonstrieren?";
- "Antiimperialistische Demonstration in Tübingen" (vgl. 6.5.1970); sowie
- "Bekämpft den US-Imperialismus und den Sowjetrevisionismus!" von der Kundgebung am 6.5.1970.
Q: Roter Pfeil Nr. 7, Tübingen 25.5.1970, S. 13ff

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26.05.1970:
In Ulm soll heute eine Kambodschademonstration stattfinden. Die Ortsgruppe Ulm der RJ/ML und die Schülergruppe Ulm (ML) verteilten dazu ein gemeinsames Flugblatt "US-Imperialisten raus aus Kambodscha", welches sich auch für den Abzug der Besatzer aus DDR und 'BRD' einsetzt.
Q: RJ/ML-OG Ulm, SGUlm(ML):US-Imperialisten raus aus Kambodscha, Ulm o.J. (1970)

12.08.1970:
Aus Mannheim wird ein erster Brief (vgl. 29.9.1970) an das ZK der RJ/ML geschrieben:"
Liebe Genossen,
ich möchte Euch hiermit mitteilen, daß ich mich von der ehemaligen Ortsgruppe des KAB - Mannheim getrennt habe. … Immer wieder beweist die Mannheimer Führungsclique ihre sektiererische Linie, indem sie Lügen und Diffamierungen in die Welt hinausstreut. Ihre politischen Standpunkt brachten sie auch bei einer Kambodscha-Demonstration zum Ausdruck, indem sie vor den Revisionisten kapitulierten: Es war vorgesehen eine Losung, die sich gegen Faschismus, Imperialismus und Sowjetrevisionismus wendete zu entrollen. Aber als die DKP-Revisionisten lauthals protestierten, 'einigte' man sich mit jenen und beseitigte die Losung. Dieses Beispiel ist aufzeigend für die Kapitulantenpolitik, welche die Mannheimer Führungsclique verfolgt. Wer nicht bereit ist gegen den Sozialimperialismus zu kämpfen, der nicht zu trennen ist vom US-Imperialismus, der hat schon lange kapituliert. Die Sektierer gingen bei dieser Demonstration sogar so weit, daß sie am Rande stehende als Gaffer bezeichneten."
Q: X.X.: ohne Titel (An ZK der RJ/ML), Mannheim 12.8.1970

30.11.1970:
Der KSB/ML Freiburg der KPD/ML-ZK gibt vermutlich in dieser Woche das folgende Flugblatt mit zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von W. Leimenstoll, Freiburg, Gerberau 7b heraus:"
VERBRECHERISCHE ANGRIFFE AUF DIE VÖLKER INDOCHINAS

In den letzten Wochen haben die US-Imperialisten, gestützt auf ihr südvietnamesisches Marionettenregime, ihre Angriffe auf die indochinesischen Völker brutal verschärft:
- Sie schickten etwa 25 000 Soldaten zu einem Überfall nach Nord- und Ostkambodscha

Diese Angriffe sind verzweifelte Versuche der amerikanischen Imperialisten, ihre ständig wackliger werdende ökonomische und politische Macht über die unterentwickelt gehaltenen Länder sowie über die Werktätigen in den Vereinigten Staaten selbst aufrechtzuerhalten; denn

DER US-IMPERIALISMUS VERSTRICKT SICH - IM INNERN WIE IM AUSLAND - IMMER MEHR IN AUSWEGLOSE WIDERSPRÜCHE

Aber gerade mit diesen Gewalttaten SCHAUFELT SICH DER US-IMPERIALISMUS SEIN EIGENES GRAB

Denn je grausamer er die Völker unterdrückt, umso klarer erkennen sie ihren Feind, umso enger schließen sie sich zusammen, um den bewaffneten Kampf für ihre Befreiung entschlossen fortzuführen. Schon haben die indochinesischen Völker den Angriff auf Kambodscha zurückgeschlagen und die Truppen Thieus bei Pnom Penh eingekesselt.

In dieser Bedrängnis, wo dem amerikanischen Imperialismus das Wasser bis zum Halse steht, eilt ihm der SOWJETISCHE SOZIALIMPERIALISMUS (SU, d.Vf.) SEIN ZUVERLÄSSIGER VERBÜNDETER, zu Hilfe. Obwohl US- und Sozialimperialismus ständig im Kampf miteinander liegen um die Neuaufteilung und Beherrschung der Welt, haben sie doch ein gemeinsames Interesse: Die Unterdrückung des Befreiungskampfes der revolutionären Völker und der Werktätigen in den kapitalistischen und revisionistischen Ländern. Deshalb

- erkannten die Sozialimperialisten das Marionetten-Regime in Kambodscha mit Lon Nol an der Spitze diplomatisch an (vgl. S2.*.1970, d.Vf.), arbeiten mit ihm zusammen und sabotieren damit den Befreiungskampf des kambodschanischen Volkes

- erpressen sie das vietnamesische Volk durch die Reduzierung ihrer Waffenlieferungen, um sie zur 'friedlichen Beilegung des Konflikts auf der Pariser Konferenz' und damit zur Kapitulation zu zwingen.

Aber auch dieses Bündnis wird den US- und den Sozialimperialisten auf lange Sicht nichts nützen. Denn überall in der Welt erheben sich die unterdrückten Völker und Nationen und schließen sich mit der Arbeiterklasse und den anderen werktätigen Klassen und Schichten in den kapitalistischen und revisionistischen Ländern immer enger zusammen, um ihre gemeinsamen Feinde, den Imperialismus mit dem US-Imperialismus an der Spitze, den Sozialimperialismus und die Reaktionäre aller Länder zu besiegen."
Q: KSB/ML Freiburg: Verbrecherische Angriffe auf die Völker Indochinas, Freiburg o. J. (1970)

April 1971:
Die Rote Zelle Öhringen (ROTZÖHR) gibt die 'Rote Fahne' Nr. 2 (vgl. 18.1.1971, Juli 1971) vermutlich im April heraus mit den Artikeln "Der US-Imperialismus griff nach Kambodscha" und "Meisterwerk der Demagogie - die Nixonrede zum Überfall auf Kambodscha".
Q: Rote Fahne Nr. 2, Öhringen 1971, S. 10ff

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02.06.1972:
Die KHGs (NRF) Heidelberg und Mannheim geben die Nr. 16 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 15.5.1972, 22.6.1972) heraus mit dem Artikel "Die eng vereinigten Völker Kambodschas Vietnams und Laos sind entschlossen, die US-imperialistischen Aggressoren aus Indochina zu vertreiben", eine Erklärung der Königlichen Regierung der Nationalunion Kambodschas vom 26.4.1972.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 16, Heidelberg 2.6.1972, S. 10

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25.09.1972:
An der Universität Tübingen gibt der Vietnamausschuß (VA) Germanistik des NVK vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt "Materialien zur Lage in Vietnam während der vergangenen 2 Monate" heraus als Vorbereitungspapier zu seiner Sitzung am 28.9.1972. Eingegangen wird auch auf Kambodscha.
Q: VA Germanistik: Materialien zur Lage in Vietnam während der vergangenen 2 Monate, O. O. (Tübingen) o. J. (1972), S. 5

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Oktober 1972:
An der Universität Tübingen gibt die KSV-Zelle Germanistik ihre 'Kommunistische Studentenpresse' (KSP) Nr. 1 für Oktober heraus mit dem Artikel "Kambodscha: Quay a Can - Kampf den Yankees!".
Q: Kommunistische Studentenpresse - Germanistik Nr. 1, Tübingen Okt. 1972, S. 13ff

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08.01.1973:
Die KHG Freiburg gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 7.12.1972, 26.1.1973) als Extra heraus mit dem Artikel "SU-Regierung unterstützt US-Marionette Lon Nol!" zu Kambodscha.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extra Das Volk Vietnams wird siegen!, Freiburg 8.1.1973, S. 10

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24.01.1973:
Der BKA Freiburg gibt die Nr. 29 seines 'Klassenkampfes' (vgl. 19.1.1973, 5.2.1973) heraus mit dem Artikel "Die sowjetischen Führer und der Kampf der unterdrückten Völker" zur SU zwecks Klärung von Fragen aus der Vietnam-Agitation mit den Abschnitten "Vietnam - für die sowj. Führer ein störender Konflikt", "Warum die sowjetischen Führer Waffen liefern", "In Kambodscha offen auf der Seite der Reaktionäre" und "Die Politik der sowj. Führer: Partnerschaft mit den USA".
Q: Klassenkampf Nr. 29, Freiburg 24.1.1973, S. 10f

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18.04.1973:
Die KG(NRF) Mannheim/Heidelberg gibt ein Extrablatt ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 11.4.1973, 25.4.1973) heraus mit dem Artikel "Schwere Bombardierung Kambodschas!".
Q: Arbeiter-Zeitung Extrablatt Alle zur Demonstration am 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse!, Mannheim 18.4.1973, S. 2

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07.05.1973:
Die KHG Freiburg gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 16.4.1973, 14.5.1973) Nr. 5 heraus mit dem Artikel "Kambodscha: Sihanouk in den befreiten Gebieten!".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 5, Freiburg 7.5.1973, S. 1 und 11

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07.05.1973:
Frühestens heute gibt die KHG (NRF), die jetzt KHG (NRF) Mannheim / Heidelberg / Karlsruhe heißt, die Nr. 24 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Mai 1973, 25.5.1973) heraus mit dem Artikel "Kambodscha. Lon Nol völlig isoliert".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 24, Heidelberg o. J. (Mai 1973), S. 1 und 3f

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24.05.1973:
In Freiburg gibt der BKA seinen 'Klassenkampf' (vgl. 3.5.1973, 30.5.1973) heraus mit dem Artikel "In Kambodscha steht die Sache des Volkes ausgezeichnet".
Q: Klassenkampf Nr. 33, Freiburg 24.5.1973, S. 10f

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Juni 1973:
Ende Juni wird in Heilbronn, laut KABD, auf seine eigene Initiative hin, im Rahmen seiner Kampagne '10 Jahre Generallinie', ein Kambodscha Solidaritätskomitee gegründet (vgl. 14.7.1973).
Q: Rote Fahne Nr. 8, Tübingen Aug. 1973

Juni 1973:
In Ulm gibt die Betriebsgruppe KHD des KABD die achtseitige Nr.6 ihres 'Roten Bandes' (vgl. Mai 1973, Juli 1973) heraus. Berichtet wird auch aus Kambodscha.
Q: Das rote Band Nr. 6, Ulm Juni 1973

15.06.1973:
Die Ortsgruppen Mannheim-Ludwigshafen von KABD und RJ/ML sowie die Sympathisantengruppe Heidelberg der KSG (ML) geben vermutlich Ende dieser Woche ein Flugblatt "Für die Befreiung und Unabhängigkeit des kambodschanischen Volkes!" heraus.

Aufgerufen wird zur Veranstaltung "10 Jahre Generallinie" am 18.6.1973 in Mannheim.
Q: KABD, RJ/ML, KSG (ML)-SyG: Für die Befreiung und Unabhängigkeit des kambodschanischen Volkes!, Mannheim o. J. (1973)

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23.06.1973:
An der Stuttgarter Kambodschademonstration beteiligen sich, laut RJ/ML und KABD, ca. 2500 Personen.
Neben dem KABD, der die Initiative ergriffen habe, sollen auch CISNU Iran und die Gesellschaft für luxemburgisch-chinesische Freundschaft da gewesen sein. Stattgefunden habe das Ganze im Rahmen einer Woche der internationalen Solidarität (vgl. 1.7.1973) anläßlich des 10. Jahrestages der 'Polemik über die Generallinie'.
Q: Rote Fahne Nr.6 und 7, Tübingen Juni bzw. Juli 1973; Der Rotstift Nr. 8, Ulm Juli/Aug. 1973;Solidarität Nr. 4, Böblingen Juli 1973, S. 4

06.07.1973:
Die KHG Heidelberg / Mannheim / Karlsruhe gibt die Nr. 27 ihrer 'Kommunistische Hochschulzeitung' (vgl. 2.6.1973, 17.10.1973) heraus mit dem Artikel "Kriegserklärung an das kambodschanische Volk", wobei geworben wird für die Kambodscha-Broschüre des Vietnam-Komitees Heidelberg.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 27, Heidelberg 6.7.1973, S. 7

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09.07.1973:
In Ulm führt der KABD heute, nach eigenen Angaben, eine Veranstaltung "Hoch die internationale Solidarität" zu China und der Polemik über die Generallinie durch, die ca. 100 Interessenten findet. Sie bewegt sich im Rahmen einer Kambodschawoche.

Bei KHD wird dazu mobilisiert durch die reguläre Juniausgabe des 'Roten Bandes', eine vierseitige Sdr.Nr. Juli des 'Roten Bandes' (vgl. 2.7.1973), und ein vierseitiges DIN A 5 großes 'KABD - Extra Blatt'.

Der RJVD gibt dazu eine Sondernummer seiner Berufsschulzeitung 'Der Rotstift' heraus.
Q: K.A.B.D. - Extra Blatt, Ulm o.J. (1973); Das rote Band Nr. 6, 7 und Sdr.Nr. Schluss mit der US-Aggression gegen Kambodscha!, Ulm Juni bzw. Juli 1973;Der Rotstift Sdr.Nr. , Ulm o.J. (9.7.1973);Rote Fahne Nr. 8, Tübingen Aug. 1973

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31.07.1973:
Vermutlich Ende Juli oder Anfang August gibt die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Heidelberg/Mannheim/Wiesloch (ex KSG (NRF)) in Zusammenarbeit mit den Roten Zellen Karlsruher Schüler die Nr. 12 ihres 'Schulkampfs' (vgl. 11.5.1973, Okt. 1973) heraus. Aufgerufen wird: "Unterstützen wir Kambodscha!".
Q: Schulkampf Nr. 12, Heidelberg o.J. (1973), S. 11

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10.09.1973:
Der KAJB Mannheim / Heidelberg / Wiesloch gibt vermutlich in dieser Woche ein Extra "In den letzten Wochen: Mehr als 120 000 Kollegen im Streik. Lohnerhöhung ist jetzt notwendig!" seiner 'Kommunistischen Jugendzeitung' (vgl. 9.7.1973, 15.9.1973) heraus mit dem Artikel "Vorwärts in der Solidarität mit dem kambodschanischen Volk!".
Q: Kommunistische Jugendzeitung Extra In den letzten Wochen: Mehr als 120 000 Kollegen im Streik. Lohnerhöhung ist jetzt notwendig!, Mannheim Sept. 1973, S. 4

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17.09.1973:
Der Kommunistische Jugendbund (KJB) Freiburg / Waldkirch des BKA gibt die Nr. 16 seiner 'Kommunistischen Jugendzeitung' (KJZ - vgl. 23.6.1973, 11.2.1974) heraus mit dem Artikel "Kambodscha. Ein Sieg des Volkes gegen Grossmachtinteressen".
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr. 16, Freiburg 17.9.1973, S. 17ff

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17.10.1973:
Die KHG Heidelberg / Mannheim / Karlsruhe gibt die Nr. 28 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 17.10.1973, 19.10.1973) heraus mit dem Artikel "Kambodscha: UNO-Beitritt der GRUNC steht bevor!".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 28, Heidelberg 17.10.1973, S. 11

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12.11.1973:
Die KHG Heidelberg / Mannheim / Karlsruhe gibt die Nr. 29 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 7.11.1973, 13.11.1973) heraus mit dem Artikel "SU muss GRUNK anerkennen" zu Kambodscha.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 29, Heidelberg 12.11.1973, S. 13

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29.11.1973:
Die KHG Heidelberg / Mannheim / Karlsruhe gibt die Nr. 30 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 23.11.1973, 29.11.1973) heraus mit dem Artikel "Kambodscha: 2 Linien im Befreiungskampf".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 30, Heidelberg 29.11.1973

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14.02.1974:
Die Zelle des KBW für Boehringer und Weyl Mannheim gibt ihren 'Kommentar für die Kollegen von Boehringer Mannheim und Weyl' (vgl. 22.1.1974, 19.3.1974) Nr. 2 heraus mit dem Artikel "Kambodscha: Die Völker werden siegen! Die Lon-Nol-Clique geht ihrem Untergang entgegen". Eingeladen wird zur Indochina-Veranstaltung um 19 Uhr.
Q: Kommentar für die Kollegen von Boehringer Mannheim und Weyl Nr. 2, Mannheim 14.2.1974, S. 5

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18.03.1974:
In Mannheim beginnt heute im Rahmen der Kambodschasolidaritätswoche, die von einer Aktionseinheit durchgeführt wird, zu der Indochina-Komitee aufgerufen hatte, eine Ausstellung auf dem Paradeplatz.
Q: Kommentar für die Kollegen vom GKM Kollege Blau macht es richtig!, Mannheim 15.3.1974, S. 6

19.03.1974:
Die Zelle des KBW für Boehringer und Weyl Mannheim gibt ihren 'Kommentar für die Kollegen von Boehringer Mannheim und Weyl' (vgl. 14.2.1974, Boehringer: 16.8.1976; Weyl: 8.9.1976) Nr. 4 heraus mit dem Artikel "Unterstützen wir den Kampf des kambodschanischen Volkes!" zur Kambodschawoche vom 17. bis 24.3.1974.
Q: Kommentar für die Kollegen von Boehringer Mannheim und Weyl Nr. 4, Mannheim 19.3.1974, S. 3

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20.03.1974:
Die Ortsgruppe Mannheim des KBW gibt zur heutigen Nr. 6 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.3.1974, 3.4.1974) ihre 'Mannheimer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 20.2.1974, 17.4.1974) als Beilage heraus. Eingeladen wird zur Kambodschawoche.
Q: Mannheimer Arbeiter-Zeitung Nr. 6, Mannheim 1974, S. 1

22.03.1974:
In Mannheim findet im Rahmen der Kambodschasolidaritätswoche heute eine zentrale Veranstaltung des Indochina-Komitees statt.
Q: Kommentar für die Kollegen vom GKM Kollege Blau macht es richtig!, Mannheim 15.3.1974, S. 6

23.03.1974:
In Mannheim beteiligen sich an der Aktionseinheit, die für heute 11.30 mit dem "Aufruf zur Demonstration Vorwärts in der Solidarität mit dem Kampf des kambodschanischen Volkes", der in einer ersten Auflage von 10 000 Stück erscheint, zum Neumarkt aufrief, der ÖTV KJA, die Jugendvertretung MMGD, der Geschäftsführer der DPG, Schütz, das Indochina-Komitee Mannheim, das Komitee gegen die Berufsverbote und die Entrechtung im öffentlichen Dienst, die Basisgruppe FHS, KBW, KAJB, KSG, KHG, GUV und GIM sowie SSK (Sozialistisches Schülerkomitee?) Ludwigshafen, die Sympathisantengruppe Frankenthal des KBW und die KSO-IG (vermutlich: Kommunistische Schüler Organisation-Initiativgruppe Neustadt.

Aufgerufen wurde auch vom KBW beim GKM (vgl. 15.3.1974).
Q: Aktionseinheit: Aufruf zur Demonstration Vorwärts in der Solidarität mit dem Kampf des kambodschanischen Volkes, Mannheim o. J. (1974); Kommentar für die Kollegen vom GKM Kollege Blau macht es richtig!, Mannheim 15.3.1974, S. 6

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03.12.1974:
Die KHG Mannheim des KBW gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ) heraus mit dem Artikel "UNESCO-Vertreter der Lon-Nol-Marionettenregierung schließt sich der Nationalen Einheitsfront von Kambodscha (FUNK) an" aus der 'KVZ'.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung UNI-VV vertagt auf den 11.12. 14.00 h, Audi Max, Mannheim 3.12.1974, S. 8

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21.03.1975:
In Großengstingen erscheint die Soldatenzeitung 'Das ist der Abschuss' Nr. 3 (vgl. 3.2.1975) mit dem Artikel "Kambodscha: Keine Militärhilfe kann den Sieg des Volkes aufhalten".
Q: Das ist der Abschuss Nr. 3, Haid 21.3.1975, S. 7

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22.04.1976:
Die Ortsgruppe Neckargemünd des KBW gibt das Flugblatt "1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" heraus mit dem Artikel:
- "Demokratisches Kambodscha - Keine Chance für den Imperialismus";
- "'Zivile Verteidigung' - zur Unterdrückung des Volkes" zum Zivilschutz.
Q: KBW: 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, Neckargemünd 22.4.1976, S. 2

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30.06.1976:
In Neckargemünd will der KBW eine Veranstaltung "Kambodscha - ein heldenhaftes Volk" durchführen. Gezeigt wird ein Film.
Q: Arbeiter-Zeitung - Regionalbeilage Rhein-Neckar Terrorurteil gegen Redakteur der Kommunistischen Hochschulzeitung, Heidelberg o. J. (1976), S. 4

Letzte Änderung: 02.03.2020