Heidelberg:
Der Protest gegen die Berufsverbote - Teil 1 bis Ende 1973

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 9.6.2019


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zu Berufsverboten in Heidelberg vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Die ersten uns bekannten Berufsverbote bzw. zunächst noch Ausbildungsverbote in Heidelberg erfolgten aufgrund der Osterunruhen 1968 in Esslingen gegen die Gerichtsreferendare Marlies Becker, Eberhard Becker und Jürgen Laubscher (vgl. 14.8.1969, 23.10.1969, 2.2.1970) und wegen verschiedener politischer Ermittlungsverfahren gegen den Studienreferendar Gerd Steffens, ehemaliger AStA-Vorsitzender an der Universität Heidelberg, wobei der Protest landesweit organisiert wurde (vgl. 13.11.1969). Die folgenden Fälle von Volker Müller, ebenfalls ehemaliger AStA-Vorsitzender an der Universität, der seine Einstellung im Bereich eines anderen Oberschulamtes erreichte, und von Jochen Noth, gegen den im Prozeß wegen der Cabora-Bassa-Demonstration ermittelt wurde, führten offenbar nicht zu größeren Protesten, ganz im Gegensatz zum Fall Kommer in Wertheim, über den in Heidelberg intensiv berichtet wird.

Gegen die bundesweite Beschlußfassung der Innenminister zu den Berufsverboten wurde auch in Heidelberg demonstriert (vgl. 28.1.1972), die DKP unterstützte damals offenbar einen Initiativkreis Berufsverbote (vgl. 2.2.1972), verweigerte aber die Zusammenarbeit mit der KG(NRF) und später auch mit dem KBW.

Ab dem Sommer 1972 stand der Fall Ulli Topp im Zentrum der Aufmerksamkeit. An der Organisierung dieser Demonstration und der Solidarität für Ulli Topp beteiligte sich ab dem Februar 1973 zentral das Komitee gegen die Berufsverbote und gegen politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst, das u.a. durch die KG (NRF) und die Sektion Schulkampf der Gesellschaft zur Unterstützung der Volkskämpfe (GUV), in der sich die der KG (NRF) nahestehenden Lehrer organisierten, unterstützt wurde. Diese Komitee gab neben verschiedenen Flugschriften eine örtliche Zeitung heraus (vgl. 19.2.1973, 19.3.1973), und bereitet die landesweite Demonstration in Stuttgart am 14.4.1973 vor, an der sich zahlreiche Heidelberger beteiligten, trug aber auch die örtlichen Aktionen mit (vgl. 13.3.1973). Bald darauf bildeten sich weitere solche Komitees in Mannheim, Karlsruhe und anderen Orten, so dass eine gemeinsame Zeitung für Nordbaden bzw. ganz Baden erstellt wurde.

Das Heidelberger Komitee engagierte sich auch für Jürgen Hautz im benachbarten Weinheim (vgl. 1.6.1973, 4.6.1973, 17.6.1973, 25.6.1973, 6.7.1973) und setzte sich in Heidelberg sodann für Barbara Schork von der städtischen Sing- und Musikschule ein (vgl. 16.7.1973), führte seine Arbeit auch nach dem Inkrafttreten (vgl. 2.10.1973) des Schieß-Erlasses fort.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

14.08.1969:
In Heidelberg geben der SDS und die Rechtshilfe eine Ausgabe der 'Roten Kommentare' (vgl. 23.7.1969, 22.8.1969) heraus unter der Schlagzeile "Springer-Prozess in Esslingen" mit dem Aufruf diesen am 19.8.1969 zu besuchen. Berichtet wird vom Berufsverbot:"
Der Prozess in Esslingen hat eine weitere Pointe. Ein Verfahren gegen Marie-Luise Becker wurde angeschlossen, um die Berufsperspektive der Assessoren E. und M. Becker, wie es hieß, auf Wink des Justizministeriums zu klären. Marie Becker ist als Eigentümerin ihres Autos angeklagt, das am Ostersamstag vor der Druckerei Bechtle in Esslingen stand. Den Assessoren Becker ist bekanntlich von der Anwaltskammer Nordbaden die Zulassung als Anwälte unter Hinweis auf diese Gerichtsverfahren verweigert worden."
Quelle: Rote Kommentare Springer-Prozess in Esslingen, Heidelberg 14.8.1969, S. 2

23.10.1969:
An der Universität Heidelberg findet ein Teach-In von Gerichtsreferendaren, Studienreferendaren und Studenten statt, auf dem eine Resolution gegen die Berufsverbote gegen die Gerichtsreferendare Marlies Becker, Eberhard Becker und Jürgen Laubscher wegen der Osterunruhen in Esslingen und gegen den Studienreferendar Gerd Steffens vorgelegt wird, die zur Demonstration in Stuttgart am 13.11.1969 aufruft.
Q: N. N.: Resolution, O. O. (Heidelberg) O. J. (1969)

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13.11.1969:
Zur landesweiten Demonstration in Stuttgart gegen die Berufsverbote wurde auch in Heidelberg aufgerufen (vgl. 23.10.1969).
Q: N. N.: Resolution, O. O. (Heidelberg) O. J. (1969), S. 2

02.02.1970:
Der SDS Heidelberg gibt sein 'Rotes Forum' Nr. 1 (vgl. 15.12.1969, 15.4.1970) heraus mit dem Artikel "Das 'Gutachten' der Rechtsanwaltskammer gegen E. Becker und Richter Orlets Menschenwürde" zum Berufsverbot gegen Eberhard Becker.
Q: Rotes Forum Nr. 1, Heidelberg 2.2.1970, S. 25ff

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08.11.1971:
Die Sektion Germanistik des MSB Spartakus an der Uni Heidelberg gibt ihre 'Institutszeitung' Nr. 2 für November vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Artikel "Protest gegen die Nichteinstellung des marxistischen Wissenschaftlers. Betriebsräte setzen sich für Prof. Holzer ein" zum Berufsverbot an der Uni Bremen.
Q: MSB: Institutszeitung Germanistik Nr. 2, Heidelberg Nov. 1971, S. 5

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Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt der KSV Frankfurt die Broschüre "Kampf dem Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparates! Zur Berufsverbotskampagne" heraus mit den Berichten "Der Fall Steffens" zum ehemaligen Vorsitzenden des AStA der Uni Heidelberg und "Die Fälle Müller und Noth" zum ehemaligen AStA-Vorsitzenden der Uni Heidelberg Müller und dem SDS-Mitglied Jochen Noth.
Q: KSV: Kampf dem Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparates! Zur Berufsverbotskampagne, Frankfurt o. J. (1972), S. 17f

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18.01.1972:
In Heidelberg gibt die Kommunistischen Hochschulgruppe Gruppe (NRF) ein Extra "Gegen den Abbau der demokratischen Rechte durch den Unterdrückungsapparat des bürgerlichen Staates" der 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 17.1.1972, 18.1.1972) zu den Berufsverboten heraus.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extra Gegen den Abbau der demokratischen Rechte durch den Unterdrückungsapparat des bürgerlichen Staates, Heidelberg 18.1.1972

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20.01.1972:
In Heidelberg geben die KG (NRF) Mannheim / Heidelberg, die KHG (NRF), AStA der Uni, PH-AStA und AUSS den "Aufruf zur Demonstration gegen den staatlichen Unterdrückungsapparat" zum Berufsverbote Teach-In am 27.1.1972 und der Demonstration am 28.1.1972 heraus, der uns in zwei Druckversionen vorlag.
Q: KG (NRF), KHG (NRF), AStA Uni, AStA PH, AUSS: Aufruf zur Demonstration gegen den staatlichen Unterdrückungsapparat, Heidelberg 20.1.1972; KG (NRF), KHG (NRF), AStA Uni, AStA PH, AUSS: Kampf dem Abbau demokratischer Rechte, Heidelberg 20.1.1972

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26.01.1972:
In Heidelberg erscheint vermutlich Mitte dieser Woche das 'Antiimperialistische Blatt' Nr. 6 (vgl. 24.1.1972), herausgegeben von KHG (NRF), SAALA, Sozialistischem Palästinakomitee (SPK), Komitee Südliches Afrika, AStA der Uni, Kino, PH-AStA und AUSS, und ruft unter der Schlagzeile "Der Imperialismus Westdeutschlands" zur Veranstaltung am Abend sowie zum morgigen Berufsverbote Teach-In auf und der Demonstration am 28.1.1972 auf.
Q: Antiimperialistisches Blatt Nr. 6, Heidelberg o. J. (1972)

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26.01.1972:
In Heidelberg gibt die Kommunistische Hochschulgruppe Gruppe (NRF) Heidelberg eine Ausgabe der 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 18.1.1972, 28.1.1972) heraus unter der Schlagzeile "Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Ausbildung und Beruf" zu den Berufsverboten von SAO Bielefeld, SB Braunschweig, KSB Clausthal, KSV Frankfurt, BKA Freiburg, KSO Gießen, KSB Göttingen, Sympathisanten des KB (SdKB) Hamburg, KHG (NRF) Heidelberg, KIG Hildesheim, Gruppe um den AStA HfBK Kassel, Rote Zellen Münster und KHG Oldenburg.

Aufgerufen wird zum Teach-In am 27. und zur Demonstration am 28.1.1972.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Ausbildung und Beruf, Heidelberg 26.1.1972

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27.01.1972:
In Heidelberg wird um 20 Uhr in der Neuen Universität ein Teach In "Gegen den Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparats" (vgl. 28.1.1972) bzw. die Berufsverbote (BV) durchgeführt, auf dem sich die KHG (NRF) u.a. in einem Beitrag mit den Rechten an den Unis befaßt.
Aufgerufen wurde auch durch die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 26.1.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim Jan. 1972, S. 1; Kommunistische Hochschulzeitung Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Ausbildung und Beruf und Nr. 13, Heidelberg 26.1.1972 bzw. 2.2.1972, S. 2 bzw. S. 4f;BG Jura, KHG (NRF), AStA Uni: 'Dies ist ein politischer Prozeß', Heidelberg o. J. (1972)

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28.01.1972:
In Heidelberg findet eine Demonstration gegen den Abbau demokratischer Rechte bzw. die Berufsverbote (BV) statt, zu der auch in Mannheim aufgerufen wurde. Getragen wird die Aktion, laut KG (NRF), von ihr selbst, der KHG (NRF) und den Heidelberger Asten Uni und PH. Es beteiligen sich ca. 2 000. Auf der Kundgebung wird auch eine Rede der KG (NRF) gehalten.

Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 26.1.1972) rief auf:"
DEMONSTRATION
gegen den Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparates anläßlich der Konferenz der Ministerpräsidenten am 28. JANUAR.
Ort: HEIDELBERG, UNIPLATZ
Zeit: FREITAG, 28. JANUAR, 16 UHR 30
Kundgebung: 18 UHR 30 RATHAUSPLATZ

Der Grund für eine zentrale Demonstration in Heidelberg erklärt sich aus dem Verbot des Heidelberger SDS vom Juni 1970 (vgl. 24.6.1970, d.Vf.) und dem gegenwärtig laufenden McNamara-Prozess (vgl. 12.1.1972, d.Vf.), in dem die Begründung für das SDS-Verbot nachgeliefert werden soll. Zugleich ist dieser Prozeß Teil der Unterdrückungsmaßnahmen, mit denen jeglicher Protest gegen die weltweite Ausbeutung durch das Kapital verhindert werden soll."

Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 26.1.1972) rief auch im Zusammenhang mit der Erschießung von Georg von Rauch in Berlin (vgl. 3.12.1971, 4.12.1971) auf:"
WARUM WERDEN STÄNDIG GROSSEINSÄTZE GEÜBT?

In den letzten Jahren werden ständig Großeinsätze mit mehr als 3 000 Polizisten, Bundesgrenzschutz (BGS, d.Vf.) und zum Teil der Bundeswehr geübt.

Es geht dabei nicht um vier oder fünf Leute, die zum Pappkameraden 'Baader-Meinhof-Gruppe' aufgebaut werden. Vielmehr wird seit der Verabschiedung der Notstandsgesetze (NSG - vgl. 30.5.1968, d.Vf.) das generalstabsmäßige Abrollen von Einsatzplänen geübt. Diese Großeinsätze sind die Vorbereitung auf 'innere Unruhen'. Zusätzlich soll der Bundesgrenzschutz zur militärischen Polizeitruppe umgewandelt werden. Der Bundesgrenzschutz wird auf seine Rolle als Bürgerkriegsarmee und Blitzeinsatz gut vorbereitet. Er wird mit Kampfhubschraubern und stärkeren Waffen ausgerüstet. Der gemeinsame Einsatz von Polizei, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr wurde im Rahmen der Großfahndung anläßlich der Ermordung Petra Schelms durch die Polizei am 15. Juli 1971 (in Hamburg, d.Vf.) vorgeführt.

WOGEGEN RICHTET SICH DER AUSBAU DES STAATLICHEN UNTERDRÜCKUNGSAPPARATES?

Durch das waffenstarrende Aufgebot an staatlicher Macht soll der Bevölkerung eingebläut werden, daß die Übergriffe bei den jeweiligen Aktionen, wie rechtswidrige Durchsuchungen, Festnahmen und Verdächtigungen, notwendig seien. Das Ausmaß und die Unverhältnismäßigkeit der Polizeiaktionen sollen darüberhinaus die Bevölkerung einschüchtern und an den bewaffneten Aufmarsch gewöhnen wie an das Zahlen der Steuern, nach Ausspruch eines Karlsruher Staatsanwalts.

Die Vertreter des kapitalistischen Staates wußten schon immer, wessen Ausbeutung und Unterdrückung dieser Staat sichert. Adenauer hat schon am 14. Februar 1951 in seiner Rede zur Begründung des Montan-Mitbestimmungsgesetzes ganz offen gesagt, was in seinen Augen Streiks sind: Störungen der öffentlichen Ordnung und die dürfe es in einer Demokratie nicht geben. Als der DGB 1952 gegen die Verabschiedung des Betriebsverfassungsgesetzes (BVG - vgl. Apr. 1952, d.Vf.) Streiks ankündigte, drohte Innenminister Heinemann, damals CDU, jetzt Bundespräsident, mit Polizei und Bundesgrenzschutz dagegen vorzugehen.

Klaus Krohe, der sich selbst gerne als Notstandsexperte der CDU bezeichnet, hat schon vor Jahren erkannt: 'Sie können sich gar nicht vorstellen, welche Freude es mir machen würde, mit der Maschinenpistole in der Hand in streikende Arbeiter zu schießen, wenn es sich um einen Streik handelt, der nicht die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zum Zweck hat, sondern ein politischer Streik ist.'

Die Kapitalistenklasse und ihr Staat wissen genau, was auf sie zukommt: Eine Wirtschaftskrise, deren Ausmaß und Endpunkt noch nicht abzusehen ist. Das bedeutet Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, steigende Preise bei sinkenden Löhnen. Deshalb führen sie schon heute der Arbeiterklasse ihre Unterdrückungsstrategie vor Augen. Denn wenn es um das 'heilige Recht' der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft und ihrer Absicherung geht, sind die Kapitalisten zu jedem Verbrechen bereit.

Dagegen muß der Kampf der Arbeiterklasse zur Verteidigung ihrer Rechte bewußt organisiert werden.

DEMONSTRATION GEGEN DEN AUSBAU DES STAATLICHEN UNTERDRÜCKUNGSAPPARATES, IN HEIDELBERG: 28.JANUAR 1971, 16 UHR 30 UNIPLATZ. KUNDGEBUNG: 18 UHR RATHAUSPLATZ."

Auf einem heutigen Teach-in wird auch von einem Vertreter der KG (NRF) ein Beitrag "Die objektiven Grundlagen der zweiten Verfolgungswelle" gehalten.
Q: KB, KSB, IG / KOB: Materialien zum KPD-Verbot, Braunschweig 4.12.1972, S. 14ff; Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim Jan. 1972, S. 1 und 6;Kommentar für die Kollegen der Metallindustrie Der Klassenstaat verschärft die Unterdrückung. Ministerpräsidentenkonferenz am 28. Januar und Für klassenbewußte Delegierte!, Mannheim 25.1.1972 bzw. 9.2.1972, S. 2 bzw. S. 3;Kommunistische Hochschulzeitung Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Ausbildung und Beruf und Nr. 13, Heidelberg 26.1.1972 bzw. 2.2.1972, S. 2f

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28.01.1972:
In Heidelberg verteilen KG (NRF), KHG (NRF), AUSS und die Asten von PH und Uni das Flugblatt "Kampf dem Abbau demokratischer Rechte" zum Berufsverbot.
Q: KG (NRF) u. a.: Kampf dem Abbau demokratischer Rechte, Heidelberg 28.1.1972

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28.01.1972:
In Heidelberg gibt die Kommunistische Hochschulgruppe Gruppe (NRF) Heidelberg ein Extra "Kampf dem Abbau demokratischer Rechte! Heute Demonstration gegen den Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparats!" der 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 26.1.1972, 2.2.1972) heraus zur Demonstration gegen die Berufsverbote.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extra Kampf dem Abbau demokratischer Rechte! Heute Demonstration gegen den Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparats!, Heidelberg 28.1.1972

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01.02.1972:
Der MSB Heidelberg gibt das Flugblatt "Jetzt Aktionseinheit gegen die verfassungswidrigen Beschlüsse vom 28. Januar!" zu den Berufsverboten heraus.
Q: MSB: Jetzt Aktionseinheit gegen die verfassungswidrigen Beschlüsse vom 28. Januar!, Heidelberg 1.2.1972

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02.02.1972:
Der MSB Heidelberg gibt das Flugblatt "Der RCDS und die Hugenbergs von heute" heraus zur gestrigen Sendung des 'ZDF-Magazins' mit einem Bericht über eine RCDS-Veranstaltung an der Uni Hamburg. Zum Berufsverbot heißt es:"
Ziel dieser provokatorischen RCDS-Veranstaltung in Hamburg und der Löwenthal-ZDF-Sendung sollte es sein, Material zu liefern, um auf der Grundlage des grundgesetzwidrigen Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz vom 28.1.72 gegen den MSB SPARTAKUS vorgehen zu können."
Q: MSB: Der RCDS und die Hugenbergs von heute, Heidelberg 2.2.1972

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02.02.1972:
Der Hochschulausschuß der KHG (NRF) Heidelberg gibt die Nr. 13 der 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 28.1.1972, 10.2.1972) heraus mit dem Artikel "DKP-'Einheits'Kurs" zu deren Initiativkreis Berufsverbote und ihrer Verweigerung der Zusammenarbeit mit der KG(NRF).
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 13, Heidelberg 2.2.1972, S. 5

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09.02.1973:
Die KHG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt die Nr. 22 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 31.1.1973, 12.2.1973) heraus mit dem Artikel "Der Schiess-Erlass: 'Verbrecherkartei' für Staatsbedienstete" zum Berufsverbot.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 22, Heidelberg 9.2.1973, S. 2f

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12.02.1973:
In Heidelberg wird, laut KG und mit (NRF), von rund 200 Personen ein Berufsverbotekomitee gegründet, nachdem rund 100 die Initiative dazu ergriffen hatten (vgl. 15.2.1973).

Vermutlich auf dieser Sitzung wird ein "Statut des Komitee gegen die Berufsverbote und gegen politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst" vorgelegt.
Q: Arbeiter-Zeitung Extrablatt Was steckt hinter der Währungskrise? und Nr. 3, Mannheim März 1973, S. 4 bzw. S. 4; N. N.: Statut des Komitee gegen die Berufsverbote und gegen politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973)

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13.02.1973:
In Heidelberg beteiligen sich, laut und mit KG (NRF) ca. l 500 Menschen an der Demonstration gegen die Berufsverbote sowie die Hausverbote und Strafverfahren gegen Studenten an der Universität.
Q: Arbeiter-Zeitung Extrablatt Was steckt hinter der Währungskrise?, Mannheim 15.2.1973, S. 4

15.02.1973:
In Heidelberg führen, laut KG (NRF), der AStA ab 17 Uhr einen Tag der Offenen Tür in der Uni und das Berufsverbotekomitee ab 20 Uhr eine Veranstaltung mit weit über 1 000 bis über 1 600 Besuchern durch. Als Reaktion darauf habe die DKP ein eigenes Komitee gegründet. Das Komitee, in dem die NRF-Gruppen mitarbeiten, heißt korrekt: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst. In anderem Zusammenhang wird die Veranstaltung von der KG (NRF) so geschildert: Erst habe ein Schnellgerichtsverfahren gegen drei Mitglieder der KHG (NRF) stattgefunden, gegen das zu dessen Beginn 300 demonstrierten. Nachdem die Urteile von 3, 5 und 6 Monaten ohne Bewährung gefällt waren, hätten über 1 500 demonstriert und seien dabei von 800 Polizisten belästigt worden, woraufhin dann über 1 600 zur Veranstaltung kamen.

Aufgerufen wurde vom Komitee mit einem heutigen Flugblatt "Weg mit dem Schiess-Erlass!".

Berichtet wird auch vom KSB Göttingen (vgl. 19.2.1973).
Q: Arbeiter-Zeitung Extrablatt Bürgerkriegsarmee sichert Schnellverfahren gegen 3 kommunistische Studenten, Extrablatt Was steckt hinter der Währungskrise?, Extra Der Kampf der Studenten für demokratische Rechte ist gerecht und im Sinne der Mehrheit des Volkes! und Nr. 3, Mannheim 15.2.1973, 15.2.1973, 21.2.1973 bzw. März 1973, S. 2, S. 3f, S. 1f bzw. S. 4; Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Weg mit dem Schiess-Erlass!, Heidelberg 15.2.1973;Roter Kurs Schnellgerichtsverfahren gegen Heidelberger Studenten!, Göttingen o. J. (1973), S. 1f;Wahrheit Nr. 3, Bremen März 1973, S. 3

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19.02.1973:
Das Heidelberger Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg gibt das Flugblatt "Führen wir organisiert den Kampf gegen die Berufsverbote" heraus und ruft zur Mitarbeit auf. Eingeladen wird zu den drei Arbeitskreisen:
- Aufarbeitung der bisherigen Berufsverbote;
- Beamtengesetz, Personalvertretungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz (BVG), Tarifverträge; und
- "Die erste Säuberungswelle in der BRD".
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Führen wir organisiert den Kampf gegen die Berufsverbote, Heidelberg 19.2.1973

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19.02.1973:
Das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg gibt vermutlich in dieser Woche erstmals seine Zeitung 'Kampf dem Berufsverbot' (vgl. 19.3.1973) zum Preis von 10 Pfennig heraus mit einem Leitartikel zum Entwurf von Schieß für einen Berufsverbote-Erlaß, der am 29.1.1973 vorgelegt wurde. Berichtet wird aus Augsburg über Gerhard Schmidt, aus Heidelberg über Ulli Topp und aus Hamburg über Ilse Jacob, der vorgeworfen wurde, "daß sie eine Erklärung gegen die Einführung der Vorbeugehaft und einen Aufruf für eine Anti-NPD-Kundgebung unterzeichnet habe, daß sie früher Beiträge für die Hamburger Zeitschrift 'Blinkfüer' geschrieben habe und 1963 Vorstandsmitglied im Hamburger SDS gewesen sei."

Weitere Artikel sind:
- "Die politische Grundlage des Schieß-Erlasses";
- "Der Schieß-Erlass im Wortlaut";
- "'…aber ist das nicht gefährlich?' - Zur Einschüchterung durch den Schieß-Erlaß"; sowie
- "Plattform und Statut des Komitees".

Das Büro des Komitees befindet sich im Marstallhof, im 2. Stock über der Mensa. Eingeladen wird zu den Arbeitskreisen "Berufsverbote in der BRD seit 1950", der im CA tagt, und "Beamtengesetz, Personalvertretungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Tarifverträge", der in der Seminarstrasse 2 tagt.
Q: Kampf dem Berufsverbot, Heidelberg o. J. (1973)

19.02.1973:
In Heidelberg verfasst das Sekretariat des Komitee gegen die Berufsverbote und gegen politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst vermutlich Ende dieser Woche einen "Entwurf für einen Aufruf zur Demonstration gegen die Berufsverbote am 15.4.1973", wobei das Datum handschriftlich auf 14.4. korrigiert wurde, sowie einen bereits versandten "Entwurf für einen Brief zur geplanten Aktionseinheit gegen die Berufsverbote" für die Demonstration am 14.4.1973, worüber am 11.3.1973 verhandelt werden soll und einen "Textvorschlag für die geplante Unterschriftensammlung", die als das anonyme Flugblatt "Kampf dem Berufsverbot !!!" mit einer noch auszufüllenden Unterschriftenliste gegen Berufverbote und Schieß-Erlaß erscheint.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Entwurf für einen Aufruf zur Demonstration gegen die Berufsverbote am 15.4.1973, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973); Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Entwurf für einen Brief zur geplanten Aktionseinheit gegen die Berufsverbote, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973);N. N.: Kampf dem Berufsverbot !!!, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973)

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02.03.1973:
Im Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg verfasst einen Brief an die Gewerkschaften, in dem aufgefordert, Resolutionen gegen die Berufsverbote zu verfassen und diese auch am 1. Mai zum Thema zu machen.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: An, Heidelberg 5.3.1973

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05.03.1973:
Im Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg wird ein Rundbrief verfasst, der die Demonstration für Ulli Topp in Heidelberg am 13.3.1973 ankündigt und die Demonstration in Stuttgart am 14.4.1973 sowie eine Mitgliederversammlung am 19.3.1973.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Liebe Freunde!, Heidelberg 5.3.1973

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12.03.1973:
In Heidelberg lud die GEW Fachgruppe Gymnasien für heute ein zur Veranstaltung "Solidarität mit Ullrich Topp - Kampf dem Berufsverbot" mit Rechtanwalt G. Härdle vom Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst. Angekündigt wird auch die Berufungsverhandlung von Topp am 14.3.1973.
Q: GEW-FG Gymnasien: Solidarität mit Ullrich Topp - Kampf dem Berufsverbot, Heidelberg o. J. (1973)

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13.03.1973:
In Heidelberg will das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst eine Demonstration ab Rathausplatz durchführen. Laut KSG (NRF) beteiligen sich 900, laut KG (NRF) sind es über 800. Die ÖTV Heidelberg bildet einen Extrablock. Laut dem Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst beteiligen sich ca. 850 Menschen. Verbreitet werden "Sprechchöre für die Demonstration gegen die Berufsverbote". Auf der Kundgebung hält auch Helga Lechner einen Beitrag.
Q: Schulkampf Nr. 9, Heidelberg o.J. (1973), S. 2; Arbeiter-Zeitung Nr. 3 und Extra Kampf dem Lohnabbau. Für sofortige Lohnerhöhung!, Mannheim März 1973 bzw. 21.3.1973, S. 1 bzw. S. 2;Kampf dem Berufsverbot Nr. 2, Heidelberg o. J. (1973), S. 1;Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Aufruf zur Demonstration gegen die Berufsverbote, Heidelberg o. J. (1973);Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: An alle Mitglieder des Komitees, Heidelberg o. J. (1973);N. N.: Sprechchöre für die Demonstration gegen die Berufsverbote, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973);Kundgebungsbeitrag der Kollegin Helga Lechner bei der Kundgebung des Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst am 13. März 1973, Rathausplatz, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973)

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13.03.1973:
In Mannheim lud die Initiativgruppe zur Gründung eines Komitees gegen die Berufsverbote und gegen die politische Entrechtung im öffentlichen Dienst ein zur Gründungsveranstaltung eines solchen Komitees um 20 Uhr in den Hoepfner-Stuben S4,17.

Laut dem Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg besuchen 200 Menschen die Gründungsveranstaltung.

Laut und mit KG (NRF) wird erst morgen ein Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst gegründet, es tragen sich 125 Menschen in die Mitgliederlisten ein.
Q: Arbeiter-Zeitung Extra Kampf dem Lohnabbau. Für sofortige Lohnerhöhung!, Mannheim 21.3.1973, S. 2; Initiativgruppe zur Gründung eines Komitees gegen die Berufsverbote und gegen die politische Entrechtung im öffentlichen Dienst: Aufruf zur Gründung eines Mannheimer Komitees gegen die Berufsverbote und gegen politische Entrechtung im öffentlichen Dienst, Mannheim o. J. (1973);Kampf dem Berufsverbot Nr. 2, Heidelberg o. J. (1973), S. 1

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14.03.1973:
Im Heidelberger Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst erscheint frühestens heute ein Rundbrief mit der Einladung zur Mitgliederversammlung am 19.3.1973 und er Tagesordnung des Arbeitskreises 1. und 2. Verfolgungswelle. Unserem Exemplar beigeheftet ist ein Auszug, vermutlich aus einem Entwurf für eine Plattform des Komitees.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: An alle Mitglieder des Komitees, Heidelberg o. J. (1973)

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15.03.1973:
Heute wird in Karlsruhe auf einer Veranstaltung mit rund 100 Menschen ein Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst gegründet. Fritz Güde, der den Aufruf zur Gründung verantwortlich unterzeichnete, wird noch am selben Tag zum Oberschulamt zitiert, wobei ihm die Entlassung angedroht wird.
Q: Kampf dem Berufsverbot Nr. 2, Heidelberg o. J. (1973), S. 1f

19.03.1973:
Das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 2 seiner Zeitung 'Kampf dem Berufsverbot' (vgl. 19.2.1973, 9.4.1973) zum Preis von 10 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "Der Kampf gegen die Berufsverbote breitet sich aus" zur Demonstration am 13.3.1973 gegen das Berufsverbot von Ulli Topp und zur Gründung der Komitees in Mannheim (vgl. 14.3.1973) und Karlsruhe (vgl. 15.3.1973).

Weitere Artikel sind:
- "Gewerkschaftsresolutionen gegen das Berufsverbot" zum Protest gegen die Berufsverbote vom Vorstand der ÖTV-Kreisabteilung Wissenschaft und Forschung (WiFo), der ÖTV-Mitgliederversammlung der Universität vom 14.3.1973, dem ÖTV-Bezirksjugendausschuß (BJA) Baden-Württemberg vom 3.3.1973, des DGB KJA Mannheim, der GEW-Hochschulgruppe Heidelberg, der GEW-Fachgruppe Gymnasien Heidelberg, dem IG Chemie-Jugendausschuß für den Raum Mannheim, Weinheim und Heidelberg, der ÖTV-Mitgliederversammlung der Unikliniken Heidelberg, des Gesamtbetriebsrats der Max-Planck-Institute (MPI) sowie: "Der DGB-Kreisjugendausschuß Ulm wird demnächst ein eigenes Komitee gegen die Berufsverbote gründen und fordert die Gewerkschaftsmitglieder auf, sich an der zentralen Demonstration in Stuttgart zu beteiligen.";
- "Wie der Kampf gegen das Berufsverbot nicht zu führen ist";
- "Winkelzüge der bürgerlichen Parteien";
- "Bericht über den Topp-Prozess"; sowie
- "Bericht über die Gründung der Stuttgarter Aktionseinheit" am 17.3.1973.

Das Büro des Komitees befindet sich im Marstallhof bei der Studentenhilfe, im 3. Stock über der Mensa. Eingeladen wird zu den Arbeitskreisen "Berufsverbote in der BRD seit 1950", der im CA tagt, und "Beamtengesetz, Personalvertretungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Tarifverträge", der in der Seminarstrasse 2 tagt.
Q: Kampf dem Berufsverbot Nr. 2, Heidelberg o. J. (1973)

April 1973:
Im Raum Heidelberg gibt die Kommunistische Schülergruppe (NRF) die Nr. 10 ihres 'Schulkampf' (vgl. 17.3.1973, 11.5.1973) heraus mit dem Artikel "Komitee gegen die Berufsverbote in Karlsruhe… …und Mannheim gegründet" am 15.3.1973 bzw. 13.3.1973.
Q: Schulkampf Nr. 10, Heidelberg Apr. 1973, S. 2

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06.04.1973:
Der MSB Heidelberg gibt das Flugblatt "Weg mit dem Berufsverbots-Erlaß!" heraus zur Diskussionsveranstaltung um 20 Uhr.
Q: MSB: Weg mit dem Berufsverbots-Erlaß!, O. O. (Heidelberg) 6.4.1973

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09.04.1973:
Die KHGs (NRF) Heidelberg und Mannheim geben vermutlich in dieser Woche ein Extra "Aufruf zur Demonstration gegen die Berufsverbote und die Entrechtung im Öffentlichen Dienst" ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 18.1.1973, 15.4.1973) heraus mit dem Aufruf zur Demonstration in Stuttgart am 14.4.1973.

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Der Fall Dietzenbach"; sowie
- "DKP und Berufsverbot. Keine Aktionseinheit mit Kommunisten".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extra Aufruf zur Demonstration gegen die Berufsverbote und die Entrechtung im Öffentlichen Dienst, Heidelberg o. J. (1973)

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11.04.1973:
Die KG (NRF) Mannheim / Heidelberg gibt ein Extra ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 10.4.1973, 13.4.1973) heraus mit dem "Aufruf zur Demonstration gegen die Entrechtung die öffentlichen Dienst und die Berufsverbote" am 14.4.1973 in Stuttgart, wobei auch die Veranstaltungen in Heidelberg am 12.4.1973 und in Mannheim am 11.4.1973 hingewiesen wird.
Q: Arbeiter-Zeitung Extra Breite Streikfront der Drucker!, Mannheim 11.4.1973, S. 1f

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11.04.1973:
Der MSB Heidelberg gibt das Flugblatt "Aufruf des Bundesvorstandes MSB SPARTAKUS: Freiheit im Beruf - Demokratie im Betrieb" heraus mit dem Aufruf zur bundesweiten Berufsverbote-Demonstration am 14.4.1973 in Dortmund.
Q: MSB: Aufruf des Bundesvorstandes MSB SPARTAKUS: Freiheit im Beruf - Demokratie im Betrieb, O. O. (Heidelberg) 11.4.1973

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12.04.1973:
In Heidelberg will das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst um 20 Uhr in der Aula der Neuen Universität eine Veranstaltung durchführen.
Q: Arbeiter-Zeitung Extrablatt Solidarität mit den Druckern und Extra Breite Streikfront der Drucker!, Mannheim 10.4.1973 bzw. 11.4.1973, S. 1 bzw. S. 1; Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Kampf der Entrechtung im Öffentlichen Dienst, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973)

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19.04.1973:
Im Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg erscheint ein Rundbrief mit einem Bericht von der Demonstration in Stuttgart am 14.4.1973 und zur Vorbereitung des 1. Mai, wozu die KG (NRF) am 25.4.1973 eine Veranstaltung mache. Das Komitee solle auf der Kundgebung der Demonstration der KG (NRF) eine Rede halten. Eingeladen wird zur Mitgliederversammlung am 26.4.1973.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: An alle Mitglieder, O. O. (Heidelberg) 19.4.1973

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26.04.1973:
Im Stadtteilkomitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg-Weststadt soll eine Mitgliederversammlung stattfinden zur Vorbereitung des 1. Mai und des Informationsabends für die Bevölkerung.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst-Weststadt: Liebe Mitglieder, Heidelberg o. J. (1973)

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29.04.1973:
Die Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe geben spätestens Anfang dieser Woche eine Ausgabe ihrer Zeitung 'Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst' (vgl. 19.3.1973, 18.6.1973) heraus mit dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai" vom Heidelberger Komitee und dem Aufruf zu Mai-Veranstaltungen am 1.5.1973 in Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe sowie am 30.4.1973 in Mannheim.

Weitere Artikel sind:
- "Politische Entlassungen am Heinrich-Lanz-Krankenhaus in Mannheim", einer kirchlichen Einrichtung, vom Mannheimer Komitee;
- "Bericht Hockenheim", wo die KG/NRF und die Schülerbasisgruppe die Initiative zur Gründung eines Komitees mit mittlerweile 20 Mitgliedern ergriffen, am Gauss-Gymnasium, bei Vögele und in der Stadt agitierten;
- "Berufsverbotsfälle", wobei eine ganze Reihe erwähnt werden;
- "Berichte der örtlichen Komitees" aus Mannheim, wo die Gründung am 13.3.973 stattfand und 150 Menschen Mitglieder wurden, aus Karlsruhe wo es je einen Arbeitskreis für Schüler, Lehrer, Studenten und Werktätige gibt, aus Schwetzingen, wo ein Teil des AK Jugendzentrum wieder aus dem Komitee ausgetreten sei, aus Bruchsal, wo die Gründung erst am 2.4.1973 erfolgte und aus Heidelberg;
- "DKP-Demonstration gegen die Berufsverbote in Dortmund" am 14.4.1973, vom Komitee Heidelberg; sowie
- "SPD-Parteitag: Für Berufsverbote - aber verfassungsmäßige!" vom Komitee Karlsruhe.
Q: Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heraus zum 1. Mai, Heidelberg o. J. (1973)

01.06.1973:
In Weinheim wird gegen das Berufsverbot gegen Jürgen Hautz am dortigen Gymnasium, laut KHG HD/MA/KR, eine Aktionseinheit zwischen der Politischen Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium, dem Berufsverbotekomitee Weinheim und dem Berufsverbotekomitee Heidelberg geschlossen.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 27, Heidelberg 6.7.1973, S. 9

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04.06.1973:
Im Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg wird vermutlich in dieser Woche ein Rundbrief verfasst, der vom Fall Hautz in Weinheim berichtet, den Arbeitsgerichtsprozeß gegen D. Hildebrandt und das zentrale Info vorbereitet. Folgende Stadtteilgruppen gibt es derzeit: Altstadt, Kirchheim, Neuenheim, Weststadt, Dossenheim, Handschuhsheim, Neckargemünd, Neuenheim, Pfaffengrund-Eppelheim, Rohrbach und Ziegelhausen.
Q: N. N.: Liebe Mitglieder!, O. O. (Heidelberg) o. J. (1973)

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04.06.1973:
In Weinheim erscheint vermutlich Anfang dieser Woche das Flugblatt "Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium", das herausgegeben wird von der Aktionseinheit für die sofortige Wiedereinstellung von Jürgen Hautz. Angekündigt wird eine Veranstaltung am 7.6.1973.
Q: Aktionseinheit für die sofortige Wiedereinstellung von Jürgen Hautz: Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium, Weinheim o. J. (1973)

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11.06.1973:
Der MSB an der Uni Heidelberg gibt vermutlich in dieser Woche seine "Wahlzeitung zu den Stp-Wahlen vom 13.6.-20.6.73" heraus. Ein Auszug aus dem "Asta-Aktionsprogramm" enthält den Abschnitt "Weg mit dem Berufsverbot!".
Q: MSB: Wahlzeitung zu den Stp-Wahlen vom 13.6.-20.6.73, Heidelberg o. J. (1973), S. 11

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17.06.1973:
In Weinheim erscheint mit Stand von heute die Broschüre "Kampf der politischen Entrechtung im öffentlichen Dienst. Dokumentation zum Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium. Politische Entlassung des Lehrers Jürgen Hautz - Teil 1" zum Preis von 1,- DM, die herausgegeben wird vom Aktionskomitee zur sofortigen Wiedereinstellung des Lehrers Jürgen Hautz, der Politischen Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Weinheim (die auch die Redaktion übernimmt) sowie den Komitees gegen politische Entrechtung in Weinheim und Heidelberg.

Enthalten sind in unserem Exemplar die Texte:
- "Plattform des Aktionskomitee zur sofortigen Wiedereinstellung von Jürgen Hautz;
- "Zur Lage am Weinheimer Gymnasium";
- "Die politische Grundlage des Schieß-Erlasses";
- "Der Schieß-Erlass im Wortlaut";
- "Gewerkschaftsresolutionen gegen das Berufsverbot" vom AjLE des GEW-Bezirks Weinheim und der GEW-Hochschulgruppe Heidelberg;
- "…die bisher einzige Stellungnahme der bürgerlichen Presse. Rhein-Neckar-Zeitung vom 9.6.73";
- ein Brief von Hautz an seine Schüler, den die 'Weinheimer Nachrichten' nicht abdruckten;
- "Erfolgreiche Solidaritätsveranstaltung!!!!", zu der am 7.6.1973 fast 100 Menschen kamen;
- "Auszug aus der Predigt des Religionslehrers Hautz";
- "Der Fall Jürgen Hautz - ein erneutes Beispiel für die verschärfte politische Entrechtung im öffentlichen Dienst"; sowie
- das Entlassungsschreiben des evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe gegen Hautz.
Q: Kampf der politischen Entrechtung im öffentlichen Dienst. Dokumentation zum Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium. Politische Entlassung des Lehrers Jürgen Hautz - Teil 1, Weinheim o. J. (1973)

18.06.1973:
Die Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Weinheim, Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe geben vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe ihrer Zeitung 'Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst' (vgl. 29.4.1973, 10.9.1973) für Juni zum Preis von 20 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "Lohndiktat - kein Streikrecht" zur geplanten Reform des Öffentlichen Dienstes (ÖD).

Weitere Artikel sind:
- "Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium" von der Aktionseinheit für die Wiedereinstellung von Jürgen Hautz mit dem Aufruf zur Veranstaltung am 29.6.1973;
- "Mannheim: Entlassungen am Heinrich-Lanz-Krankenhaus für unrechtmässig erklärt" vom Komitee Mannheim;
- "Heidelberg: Politische Entlassung an der Universität" gegen Dietrich Hildebrandt;
- "Gegen die Entrechtung der Schüler kämpfen. Auch eine Aufgabe des Komitees" zum Markgrafengymnasium in Durlach, vom Komitee Karlsruhe; sowie
- "Welche Rolle spielen die Gewerkschaften im Kampf gegen die Berufsverbote" zur Demonstration in Stuttgart am 14.4.1973 bzw. zu Ulli Topp in Heidelberg.
Q: Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst Lohndiktat - kein Streikrecht, Heidelberg Juni 1973

20.06.1973:
Die KHG Heidelberg / Mannheim / Karlsruhe gibt heute die Nr. 26 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 11.6.1973, 27.6.1973) heraus mit dem Artikel "Mit Marx und Grundgesetz. Warum die DKP das Berufsverbot bekämpft".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 26, Heidelberg 20.6.1973, S. 7

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25.06.1973:
In Weinheim erscheint vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium", das herausgegeben wird vom Aktionskomitee für die sofortige Wiedereinstellung von Jürgen Hautz, der Politischen Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Weinheim sowie den Komitees gegen politische Entrechtung in Weinheim und Heidelberg. Aufgerufen wird zur Solidaritätsveranstaltung am 29.6.1973 in Heidelberg und zur Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Mannheim am 2.7.1973.

Geworben wird für die Dokumentation.
Q: Aktionskomitee für die sofortige Wiedereinstellung von Jürgen Hautz u.a.: Berufsverbot am Weinheimer Gymnasium, Weinheim o. J. (1973)

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06.07.1973:
Im Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg erscheint ein Rundbrief mit der Einladung zur Mitgliederversammlung am 13.7.1973, die u.a. den Fall Hautz behandeln soll, wozu es auch heißt:"
Der Fall des Weinheimer Religionslehrers Jürgen Hautz wird Euch inzwischen allen bekannt sein, und ihr werdet wissen, daß das Heidelberger Komitee Mitglied einer Aktionseinheit in Weinheim ist. Diese Konstruktion halten wir inzwischen für einen Fehler: die Kampagne hat ihr Zentrum eindeutig in Weinheim und muß es auch haben. Der Fall Hautz hat die Verhältnisse in Weinheim ziemlich zum Tanzen gebracht, u.a. deswegen, weil der Direktor des Weinheimer Gymnasiums ein stadtbekannter Reaktionär ist."
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Liebe Mitglieder, Heidelberg 6.7.1973

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16.07.1973:
Das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg gibt vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Zundel erteilt Berufsverbot für Heidelberger Lehrerin" heraus zu Barbara Schork von der städtischen Sing- und Musikschule. Berichtet wird von der Solidaritätsresolution der SPD-Kreisverbände Heidelberg und Rhein-Neckar vom 13.7.1973, die auch das Komitee am selben Abend auf seiner Mitgliederversammlung annahm.
Q: Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst: Zundel erteilt Berufsverbot für Heidelberger Lehrerin, Heidelberg o. J. (1973)

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10.09.1973:
Die Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Weinheim geben vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe ihrer Zeitung 'Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst' (vgl. 18.6.1973, 6.11.1973) heraus mit dem Leitartikel "Berufsverbot '73 noch einheitlicher - noch 'Rechtsstaatlicher' - noch klarer in der Stoßrichtung" zur Konferenz der Innenminister am 20.9.1973.

Weitere Artikel sind:
- "Berufsverbot für Barbara Schork? SPD-OB Zundel als Vollstrecker des Schiess-Erlasses" von der Städtischen Musik- und Singschule Heidelberg, vom Komitee Heidelberg;
- "Raus - rein - raus. Anne Lenhard und die Widersprüche der Justiz";
- "Erfolg im Kampf gegen das Berufsverbot für Jürgen Hautz" vom Komitee Weinheim;
- "Die Doppelrolle der SPD. Motor der politischen Verfolgung und Abwiegler des öffentlichen Protestes" vom Komitee Freiburg;
- "SPD-Lehrer entlassen" zu Reinhard Kordatzki in Patersdorf, Landkreis Regen, und U. Adamus in Oeventrop, Landkreis Arnsberg, vom Komitee Heidelberg;
- "Zum Fall Meyer-Inwersen" aus dem Komitee Karlsruhe;
- "Die Entlassung eines Jugendvertreters" beim Großkraftwerk (GKM) Mannheim, vom Komitee Mannheim;
- "Streiks auf Schiffen verboten" für Seeleute, aus der 'KVZ';
- "Fall Topp erneut vor dem Arbeitsgericht; sowie
- "Referendarstreik" zu den Gerichtsreferendaren in Bremen, aus 'Rote Robe'.

Aufgerufen wird zu Veranstaltungen am 17.9.1973 in Mannheim und am 18.9.1973 in Heidelberg.
Q: Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst Berufsverbot '73 noch einheitlicher - noch 'Rechtsstaatlicher' - noch klarer in der Stoßrichtung, Mannheim o. J. (1973)

01.10.1973:
Die Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg und Mannheim geben das Flugblatt "Politische Entrechtung in grossem Stil" heraus zur Verabschiedung des Schiess-Erlass im Landtag Baden-Württemberg am 2.10.1973.
Q: Komitees gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst HD/MA: Politische Entrechtung in grossem Stil, Mannheim 1.10.1973

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02.10.1973:
In Baden-Württemberg beschließt die Landesregierung den Schieß-Erlaß über die Berufsverbote in Kraft treten zu lassen.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 28, Heidelberg 17.10.1973, S. 8; Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 10.10.1973, S. 9

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04.10.1973:
Die KHG Heidelberg gibt das Flugblatt "Rektorat verbietet Mitgliederversammlung des Komitees gegen die politische Entrechtung im öffentlichen Dienst" heraus zum Raumverbot gegen das Berufsverbotekomitee.
Q: KHG: Demonstration gegen die Fahrpreiserhöhung - wie geht es weiter?, Heidelberg 4.10.1973

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27.10.1973:
Auf der Mitgliederversammlung der Drupa Heidelberg wird einstimmig eine Resolution gegen den Schiess-Erlaß bzw. die Berufsverbote verabschiedet.
Q: Informationen für die Kollegen von Auerdruck Die 50 Pfennig müssen stehen!, Hamburg 18.11.1973, S. 7

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Letzte Änderung: 09.06.2019