SDS Heidelberg:
"Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina - F.P.D.L.P. - Die Spontaneität der Massen und die Theorie des Volkskrieges" (1969)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 27.3.2019


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Vom SDS Heidelberg stammt die Broschüre über die "Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina" und die Fraktionierungen der palästinensischen Volksbefreiungsbewegung.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1969:
Vermutlich im Frühjahr erscheint, vom SDS-Heidelberg herausgegeben, die Broschüre: "Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina - F.P.D.L.P. - Die Spontaneität der Massen und die Theorie des Volkskrieges".

Einleitend heißt es dazu: "In den Diskussionen innerhalb der linken Studentenschaft herrschte vor und nach dem arabisch-israelischen Krieg keine allgemeine Übereinstimmung darüber, wie die Probleme des Nahen-Ostens gelöst werden können. Es gab und gibt immer noch verschiedene Strömungen innerhalb dieser Linke; die eine ist für den revolutionären Klassenkampf der Arbeiter, Bauern und Soldaten gegen die herrschenden Zwangsapparate und die andere ist für die Anerkennung des Status-quo und zugleich für den Kampf in einem Lande. Diese Richtung argumentiert so: Die Araber sollen Israel anerkennen und sich für die Bewältigung ihrer eigenen Probleme engagieren. Eine dritte Strömung schwankt dazwischen und repräsentiert im Allgemeinen eine kleinbürgerliche Ideologie.

- Die erste Richtung, die den Klassenkampf für die Befreiung der Menschen des Landes vertritt, geht von der Notwendigkeit einer sozialistischen Revolution aus und hat daher vieles gemeinsam mit der demokratischen Volksbefreiungsfront für Palästina. An diese Richtung richtet sich in erster Linie diese Broschüre, weil sie zur Bestimmung ihrer Positionen gegenüber den verschiedene Partisanengruppen zuwenig sichere Informationen besitzen.

- Die zweite Richtung verschleiert ihre sozialistische Haltung durch Formeln … Im arabischen Raum hat Imperialismustheorie einen blinden Fleck. Der Klassencharakter des Kampfes gegen Israel und die palästinensische und arabischen Rechten, der von der F.P.D.L.P. geführt wird, reduziert diese Richtung auf Terroranschläge der Palästinenser einerseits und Vergeltungsanschläge der Israelis andererseits.

- Bei der Dritten, zwischen den vorher erwähnten Richtungen, schwankenden Strömung innerhalb der deutschen Linken ist es noch nicht klar, wohin sie tendiert. Zwar steht sie der ersten Richtung nahe, bleibt allerdings Gefangener des Opportunismus, was natürlich für die Kleinbourgeoisie charakteristisch ist … Dies zeigte sich auf dem Nah-Ost Seminar des SDS in Frankfurt 1967. Wir hoffen, dass die Analyse die von der F.P.D.L.P. ausgearbeitet wurde, die Fronten in dieser Gruppe klarer polarisieren werden.

Es lebe die internationale Solidarität!"

Artikel der Broschüre sind:
- "Polit-ökonomische Aspekte des arabisch-israelischen Konflikts"
- "Gerard Chaliand: Die Krise und Spaltung in der Volksbefreiungsfront - F.P.L.P."
- "Bericht des linken Flügels der FPLP auf dem August-Kongress 1968; er wurde von den Delegierten mit absoluter Mehrheit angenommen"
- "Die Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina - FPDLP"
- "Über die Lage in der Palästinensischen Befreiungsfront P.F. P. I. Die Gründung der F.D.L.P."

Aufgerufen wird zu Spenden für die F.P.D.L.P.
Quelle: SDS Heidelberg: Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina - F.P.D.L.P. - Die Spontaneität der Massen und die Theorie des Volkskrieges, Heidelberg, o. J. (April 1969).

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Letzte Änderung: 27.03.2019