Darmstadt: 'Das Rote Merckblatt'
Zeitung der KPD/ML und des KJVD für die Fa. Merck (1971-1973)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.4.2021

Von der Betriebszeitung der Darmstädter Gruppe der ehemaligen KPD/ML-ZB und ihres KJVD, der ab Dezember 19872 eine eigene Zeitung, 'Der junge Merckarbeiter', herausgab, für Merck Darmstadt können hier nur wenige Ausgaben vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Juni 1971:
In der Nr. 6 von 'Das Rote Merckblatt' (vgl. 15.6.1971) wenden sich die Betriebsgruppen von KPD/ML-ZB und KJVD bei Merck Darmstadt gegen "das doppelzüngige Spiel der Streikleitung". Danach hat die Streikleitung von Merck im Kampf von "5 000 Kollegen zur vollen Durchsetzung der linearen 120 DM-Lohnerhöhung" eine "Zersplitterungstaktik in den Himmel gelobt. … Sie lobte Firmentarifverträge, mit denen die Streikfront aufgerissen wird. … Die KPD/ML, die die Streikleitung mehrfach scharf angegriffen hat, beschimpften sie deshalb als Spaltergruppe". Eingegangen wird vermutlich auf die Jugendgruppe (JG) der IG Chemie (CPK).
Quellen: Rote Fahne Nr. 14, Bochum 19.7.1971, S. 4; Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 8, Bochum Aug. 1971, S. 4f

KJVD_KDAJ_1971_08_04

KJVD_KDAJ_1971_08_05

RF_1971_14_04


15.06.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet über sich selbst bzw. 'Das Rote Merckblatt' (vgl. Juni 1971, 21.6.1971):"
Die revolutionäre Partei der Arbeiterklasse, die KPD/ML, hat die richtigen Parolen für den Kampf der Kollegen aufgestellt. In einem Extrablatt der KPD/ML-Betriebszeitung bei Merck, 'Das Rote Merckblatt', heißt es: 'Die Bundesschlichtung in Wiesbaden ist gestern geplatzt! Die einzige Antwort ist jetzt:
STREIK AUF BREITER FRONT!
VERTRAUEN WIR AUF DIE EIGENE KRAFT!

Haltet Versammlungen ab und wählt Streikausschüsse. Stellt den Kontakt zu anderen Betrieben her! Die einheitliche Streikfront muß jetzt so schnell wie möglich hergestellt werden:

GEGEN DIE ZERMÜRBUNGS- UND ZERSPLITTERUNGSTAKTIK DER GEWERKSCHAFTSBONZEN!'"
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 47, Bochum 19.6.1971, S. 5f

21.06.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich von Anfang dieser Woche über die SPD- bzw. Gewerkschaftsführer (vgl. Kalle Wiesbaden - 18.6.1971) bzw. über 'Das Rote Merckblatt' (vgl. 15.6.1971, 18.11.1971):"
Die KPD/ML ist die einzige Partei, die der Arbeiterklasse und im Moment besonders den Chemiearbeitern diesen Feind zeigt. In ihren Betriebszeitungen an den wichtigsten Chemiebetrieben hat sie von Anfang an den bevorstehenden Verrat gezeigt, alle Machenschaften von SPD- und Gewerkschaftsführern enthüllt und das Ziel, die Durchsetzung des Lohndiktats klargemacht. Dabei hat die revolutionäre Partei der Arbeiterklasse vor allem den politischen Charakter des Lohndiktats enthüllt.

'Das Rote Merckblatt', die Zeitung der KPD/ML-Betriebsgruppe bei Merck in Darmstadt, schreibt in ihrem letzten Extrablatt zur Tarifrunde: 'Halten wir uns die Lage nochmals vor Augen: Daß wir jetzt für unsere Mindestforderungen zur Absicherung des Lebensstandards streiken müssen, ist kein Zufall.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem steht am Beginn einer schweren zyklischen Krise… Überall verstärken die kapitalistischen Regierungen den Druck auf die arbeitende Bevölkerung, damit die großen Monopole weitere Profite herauspressen können… Aber in allen Ländern verstärkt sich der Widerstand gegen die Wahnsinnspolitik. Überall zeigt die Arbeiterklasse, daß sie nicht gewillt ist, das Spiel der Profitgeier ewig mitzumachen.

GEGEN RÜSTUNGS- UND GROSSMACHTPOLITIK!

Bei uns führt die SPD-Regierung die Politik des Kapitals durch; der fieberhafte Kapitalexport, die Expansion der Monopole zur Ausbeutung fremder Völker (z.B. Merck in Lateinamerika) ist von einer verstärkten Aufrüstung begleitet, die SPD-Minister Schmidt durchführt… Das soll alles aus unserer Tasche finanziert werden! Dazu hat die SPD-Regierung das verschärfte Lohndiktat verkündet. Bei unabsehbaren Preissteigerungen (sie sprechen schon von 7%), wachsendem Steuerdruck und der Streichung aller Reformen durch die SPD-Regierung sollen die Tarifabschlüsse noch unter der Preissteigerungsrate liegen. Das ist von der Regierung festgelegt worden.

GEGEN DIE VERSTAATLICHUNG DER GEWERKSCHAFTEN!

Die rechten Gewerkschaftsführer, von denen zwei (Leber und Arendt) selbst in der Regierung sitzen, stehen voll und ganz hinter dieser Politik. Sie benutzen die Gewerkschaften als Organisation, um die Angriffe der Regierung und des Kapitals gegen uns durchzusetzen.

In der konzertierten Aktion verschaukeln sie unser wichtigstes Recht, unsere Löhne durch gewerkschaftlichen Kampf selbst zu bestimmen.

Diese Gleichschaltung und Verstaatlichung der Gewerkschaften muß von uns allen zurückgeschlagen werden!

FASCHISTISCHE VORBEREITUNGEN

Die SPD-Regierung will nicht nur das Lohndiktat mit Hilfe der Gewerkschaftsbonzen gegen uns durchsetzen, sie bereitet auch alle Maßnahmen vor, mit denen unsere Streiks mit Gewalt zerschlagen werden sollen.

Sie rüstet Polizei und Bundesgrenzschutz (BGS, d.Vf.) als Unternehmertruppen aus, sie knebelt uns mit dem neuen BVG und fördert die Streikvorbereitungen der Kapitalisten. Schon vor dieser Tarifrunde hat das Bundeskartellamt, das SPD-Minister Schiller direkt untersteht, alle Maßnahmen der Chemiekapitalisten zur 'Hilfeleistung im Arbeitskampf' gebilligt!

Staatliche Gleichschaltung der Gewerkschaften und Ausrüstung der Kapitalisten mit Waffen gegen unsere berechtigten Kampfmaßnahmen zur Sicherung des Lebensstandards - das ist die Politik der SPD-Regierung!

FÜR EINE UNABHÄNGIGE KAMPFSTARKE GEWERKSCHAFT!'"

Eventuell über das selbe Extrablatt heißt es, der KJVD Darmstadt habe geschrieben:"
Für die Verteidigung unserer Interessen müssen wir Jungarbeiter und Lehrlinge jetzt voll bereit sein, gemeinsam mit den älteren Kollegen zu kämpfen.

MIT DEM KJVD UND DER KPD/ML GEGEN DAS LOHNDIKTAT!

FÜR DIE GEWERKSCHAFTEN ALS KAMPFORGANISATIONEN DER ARBEITERKLASSE!

GEGEN DIE VERSTAATLICHUNG DER GEWERKSCHAFTEN!"
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 49, Bochum 26.6.1971, S. 3ff

18.11.1971:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 21.6.1971, 20.12.1971) als Extrablatt "Betriebsfriedensgesetz mit Hilfe der Gewerkschaftsführer durchgesetzt!" zur Verabschiedung des BVG am 10.11.1971.

Der Artikel "Was war los auf der DGB-Veranstaltung zum BVG" berichtet von der Veranstaltung am 9.11.1971 am Möllerhaus, für die die KPD/ML-ZB eine Resolution vorbereitet hatte, wozu es heißt:"
Wie reagierten Alois Peressin, Ludwig Kaufmann, die Vertreter der D'K'P u.s.w. darauf?
Sie stimmten ein großes Geschrei an und wollten die KPD/ML aus dem Saal weisen. Nach der Veranstaltung noch berieten sie mit Keimig, der so gerne fortschrittlich redet, aber hinterher regelmäßig den Gewerkschaftsbonzen in den Hintern kriecht, daß soetwas nie mehr passieren dürfe."
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt Betriebsfriedensgesetz mit Hilfe der Gewerkschaftsführer durchgesetzt!, Wiesbaden 18.11.1971

20.12.1971:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 18.11.1971, 7.2.1972) als Extrablatt "Was bringt die Betriebsversammlung? Was ist die Wahrheit?" zu den Entlassungen und Stillegungen.

In dieser Woche erscheine 'Das rote Merckblatt' Nr. 12 mit dem Inhalt:"
Zur Betriebsversammlung
Krieg in Asien - 'Frieden' in Europa
Chinesische Tischtennismannschaft in Hoechst"
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt Was ist die Wahrheit?, Wiesbaden 20.12.1971

07.02.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 20.12.1971, 23.2.1972) Nr. 14 für Februar vermutlich in dieser Woche mit dem Leitartikel "Was ist los in China?" mit der Einladung zur Vorführung des Films "Kanalsystem Rote Fahne" am 27.2.1972.

Weitere Artikel sind:
- "Die Baader-Meinhof-Gruppe: Vorwand zur Aufrüstung der Polizei" zur RAF;
- "Karl Fleckenstein in Bonn" bei Brandt am 20.1.1972;
- "Warum immer wieder gegen die Sozialdemokratie?" zur SPD.
Q: Das rote Merckblatt Nr. 14, Wiesbaden Feb. 1972

23.02.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 7.2.1972, 25.2.1972) als Extrablatt "Nixon-Besuch in der VR China" mit der Einladung zur Vorführung des Films "Kanalsystem Rote Fahne" am 27.2.1972 im City-Kino.
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt Nixon-Besuch in der VR China, Wiesbaden 23.2.1972

25.02.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 23.2.1972, 20.3.1972) als Extrablatt "Was können wir von den chinesischen Arbeitern und Bauern lernen?" mit der Einladung zur Vorführung des Films "Kanalsystem Rote Fahne" am 27.2.1972 im City-Kino.
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt Was können wir von den chinesischen Arbeitern und Bauern lernen?, Wiesbaden 25.2.1972

20.03.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 25.2.1972, 5.9.1972) als Extrablatt "60 DM - kämpfen wir gegen die Spalterforderung!" des KJVD zur Forderung der IG Chemie für Lehrlinge.
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt 60 DM - kämpfen wir gegen die Spalterforderung!, Wiesbaden 20.3.1972

25.03.1972:
Die Nr. 24 des 'KND' der KPD/ML-ZB und des KND (vgl. 22.3.1972, 28.3.1972) erscheint und berichtet aus dem IG Chemie (CPK) Bezirk Hessen und dessen Ortsverwaltung Darmstadt, wo man selbst 'Das Rote Merckblatt' herausgibt.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 24, Bochum 25.3.1972, S. 3f

KND_72_24_02

KND_72_24_03


03.04.1972:
In der Nr. 7 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. Apr. 1972, 17.4.1972) berichtet die KPD/ML-ZB von Merck Darmstadt ('Das Rote Merck Blatt').
Q: Rote Fahne Nr. 7, Bochum 3.4.1972, S. 6

RF_1972_07_06


22.04.1972:
Die Nr. 30 des 'KND' der KPD/ML-ZB und des KJVD (vgl. 19.4.1972, 26.4.1972) erscheint. Aus der Chemieindustrie wird berichtet über die Chemietarifrunde (CTR), u.a. über Lehrlinge, mit denen sich auch das eigene 'Rote Merck-Blatt' bei Merck Darmstadt befaßte.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 30, Bochum 22.4.1972, S. 8f

KND_72_30_05


28.06.1972:
In der Nr. 13 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.6.1972, 10.7.1972) berichtet die KPD/ML-ZB aus Wetzlar und Darmstadt über das Auftauchen gefälschter Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB bei Buderus Wetzlar ('Roter Buderus Arbeiter') und bei Merck Darmstadt ('Das Rote Merck Blatt').
Q: Rote Fahne Nr. 13, Bochum 28.6.1972, S. 12

RF_1972_13_12


04.09.1972:
Vermutlich in dieser Woche gibt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg die Nr. 7 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 25.8.1972, 7.9.1972) heraus. Berichtet wird über den Ausschluß von 40 "Reaktionären" aus der IG Chemie (CPK) bei Merck und Röhm Darmstadt, die u.a. gefälschte Flugblätter von DKP und KPD/ML-ZB verteilt hätten.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 7, Mannheim Sept. 1972, S. 3

Heidelberg_AZ093


05.09.1972:
In Darmstadt erscheint 'Der rote Prüfstand' (vgl. Juli 1972, 3.6.1973) der Betriebsgruppe C. Schenck der KPD/ML-ZB gemeinsam mit 'Das rote Merckblatt' (vgl. 20.3.1972, 8.11.1972) von KJVD und KPD/ML-ZB mit dem Leitartikel "Was war los in München?" zum Roten Antikriegstag (RAKT - vgl. 2.9.1972).

Zum Massaker in München erscheint die Erklärung "Kapitalismus? Anarchismus? Sozialismus!".
Q: Der rote Prüfstand / Das rote Merckblatt Was war los in München?, Wiesbaden 5.9.1972

November 1972:
Der KB gibt die Nr. 23 seines 'Arbeiterkampfes' (AK - vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus und berichtet von Merck Darmstadt über die Sozialistische Arbeitergruppe sowie KJVD und KPD/ML-ZB ('Das rote Merckblatt').
Q: Arbeiterkampf Nr. 23, Hamburg Nov. 1972, S. 16ff

KB_AK_1972_023_016

KB_AK_1972_023_017

KB_AK_1972_023_018


08.11.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 5.9.1973, 4.12.1972) als Extrablatt "Willy Brandt: Ein klares Bekenntnis!" zu dessen Rede am Böllenfalltor.

Der Artikel "Betriebsversammlung: kein guter Einstand für Knopf und Kaufmann!" berichtet vom Streikvergleich und über "Das Weihnachtsgeld - eine üble Überraschung!".
Q: Das rote Merckblatt Extrablatt Willy Brandt, Wiesbaden 8.11.1972

04.12.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 8.11.1972, 21.12.1972) für Dezember vermutlich in dieser Woche mit dem Leitartikel "CDU/CSU geschlagen - sind jetzt die Kapitalisten besiegt?" zu den Bundestagswahlen (BTW).

Weitere Artikel sind:
- "Außer Spesen - nichts gewesen!" zur Beratung über den Ausschluß von Fleckenstein & Co. aus der IG Chemie;
- "Merckbilanz '72: Mehr Profit für die Bosse - nichts für uns!";
- "Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" zur KSZE;
- "Peter Merck und die 'Unabhängigen'" die zu den Kommunalwahlen (KW) kandidierten.
Q: Das rote Merckblatt CDU/CSU geschlagen, Wiesbaden Dez. 1972

21.12.1972:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 4.12.1972, 12.2.1973) mit dem Leitartikel "Betriebsversammlung unter Zeitdruck".

Weitere Artikel sind:
- "Wahlgeschenke der SPD-Regierung: Konjunkturzuschlag usw.";
- "Weihnachtsgeld: Ungenügend!";
- "Gleitende Arbeitszeit - mehr schaffen?" zur GLAZ.
Q: Das rote Merckblatt Betriebsversammlung unter Zeitdruck, Wiesbaden 21.12.1972

12.02.1973:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 21.12.1972, 28.2.1973) vermutlich in dieser Woche mit dem Leitartikel "Chemietarifrunde 73: 1,- DM!" zur CTR bzw. der Aufstellung dieser Forderung durch 140 Darmstädter Vertrauensleute am 8.2.1973.

Weitere Artikel sind:
- "Gewerkschaftsführer und SPD-Regierung wollen 8,5%-Abschluß";
- "Hoeschkollegen geben Beispiel!" zum Streik in Dortmund;
- "Freiheit und Frieden in Vietnam";
- "Gegen Magengeschwür hilft keine Grippetablette - Reform oder Revolution?";
- "Ausweg DDR".
Q: Das rote Merckblatt Chemietarifrunde 73: 1,- DM!, Wiesbaden o. J. (1973)

28.02.1973:
In Darmstadt erscheint 'Das rote Merckblatt' (vgl. 12.2.1973, Juni 1973) als Extra "1 DM ist unsere Forderung und nicht 11,5%!" zur Chemietarifrunde (CTR) bzw. zur Aufstellung der Forderung durch die Große Tarifkommission in Hessen am 26.2.1973.
Q: Das rote Merckblatt Extra 1 DM ist unsere Forderung und nicht 11,5%!, O. O. (Darmstadt) o. J. (1973)

Juni 1973:
In Darmstadt gibt die Gruppe Rote Fahne (früher KPD/ML) 'Das rote Merckblatt' (vgl. 28.2.1973, Juli 1973) mit dem Leitartikel "Ein Chemiebetrieb ist kein Steinbruch!" zum Akkord.

Weitere Artikel sind:
- "Zu den Polizeiaktionen gegen die 'KPD'";
- "So ein Widersinn!" zur Inflation;
- "Für klassenkämpferische Gewerksch." zu den Gesprächen der IG Chemie mit Knierieme & Co.;
- "Roter 1. Mai in Darmstadt - ein Erfolg!".
Q: Das rote Merckblatt Ein Chemiebetrieb ist kein Steinbruch!, Hanau Juni 1973

Juni 1973:
Die Marxistisch-Leninistischen Studenten (MLS) Darmstadt, die Hochschulgruppe der ehemaligen Ortsgruppe Darmstadt der ehemaligen KPD/ML (Rote Fahne) gibt vermutlich im Juni die Nr. 1 ihrer 'Marxistisch-Leninistischen Studentenzeitung' (MLSZ - vgl. 2.7.1973) heraus mit der "Erklärung der MLS" zur Wiederaufnahme der Arbeit an der Hochschule mit einem Auszug aus dem 'Roten Merckblatt'.
Q: Marxistisch-Leninistische Studentenzeitung Nr. 1, Darmstadt 1973, S. 1f

Darmstadt_ZB071

Darmstadt_ZB072


Juli 1973:
In Darmstadt gibt die Gruppe Rote Fahne (früher KPD/ML) 'Das rote Merckblatt' (vgl. Juni 1973) heraus mit dem Leitartikel "Die rechten Betriebsräte auf dem Vormarsch!" zur Wiederaufnahme von Fleckenstein, Knierieme & Co. in die IG Chemie.

Weitere Artikel sind:
- "WER macht die Inflation???";
- "Ehrliche Hilfe?" zum griechischen Betriebsrat Ioanidis bzw. zum Ausländergesetz;
- "Nur gemeinsam sind wir stark!" zum Akkord;
- "…und das im reichsten Land der Welt!!!" zur Arbeitslosigkeit in den USA;
- "Der John-Deere-Streik" in Mannheim;
- "Preisstop gegen Inflation?";
- "Aus 500 mach Eins!" zum Wiederaufbau der KPD bzw. zum Programmausschuß in Darmstadt, in dem alle örtlichen kommunistischen Gruppen, mit Ausnahme des KABD, mitarbeiten.
Q: Das rote Merckblatt Die rechten Betriebsräte auf dem Vormarsch!, Frankfurt Juli 1973

Letzte Änderung: 02.05.2021