Hamburg:
Das Berufsverbot gegen Gerd Heide vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer (Kaifu) in Eimsbüttel

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.3.2019


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Vom Berufsverbot bzw. der Entlassung des der KPD nahestehenden Lehrers Gerd Heide am Gymnasium Kaiser-Friedrich Ufer in Eimsbüttel können hier bisher nur wenige Dokumente erschlossen werden. Wir bitten um Ergänzungen.

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Solidarisch mit Gerd Heide zeigen sich, nach unserer unvollständigen Quellenauswertung fast allein die örtlichen Freunde der KPD selbst sowie Anhänger des KBW und dieser selbst, nicht aber die Anhänger des Kommunistischen Bundes (KB).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

09.05.1975:
Der KBW Hamburg (vgl. 15.5.1975) berichtet über das heute ausgesprochene "Berufsverbot für den Lehrer Gerd Heide, weil er die gerechte Sache des vietnamesischen Volkes unterstützt". Heide unterrichtet am Gymnasium Kaiser Friedrich Ufer.
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Ortsbeilage Hamburg Nr. 19, Hamburg 15.5.1975, S. 4

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12.05.1975:
Vom heutigen "Polizeieinsatz gegen Schüler" am Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer (Kaifu) berichtet das Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hamburg (vgl. Mai 1975).
Q: Hamburger Militärzeitung, Hamburg o. J. (1975), S. 11

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14.05.1975:
Die KPD berichtet in "Hamburg: Fortschrittlicher Lehrer in Vorbeugehaft genommen" vom Berufsverbot (BV) gegen Gerd Heide am Gymnasium Kaiser Friedrich Ufer (Kaifu). Der Ring Bündischer Jugend (RBJ) des KB habe sich gegen Streikaktionen ausgesprochen.
Q: Rote Fahne Nr. 20, Köln 21.5.1975, S. 5

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28.05.1975:
An der Universität Hamburg gibt die KSV-Zelle PI das Flugblatt "Gerd Heide muß Lehrer bleiben!" heraus mit dem Aufruf zur Demonstration um 16 Uhr ab dem Gymnasium Kaifu und der Einladung zum Vietnamfest am 30.5.1975.
Q: KSV-Zelle PI: Gerd Heide muß Lehrer bleiben!, Hamburg 18.5.1975

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16.06.1975:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Hamburg des KBW gibt ihre 'Kommunistische Schülerzeitung' Nr. 3 (KSZ - vgl. 15.4.1975) heraus mit dem Artikel "Berufsverbot für Gerd Heide" am Gymnasium Kaiser-Friedrich Ufer (Kaifu), vom Kaifu.
Q: Kommunistische Schülerzeitung Nr. 3, Hamburg 16.6.1975, S. 3f

Hamburg_Kommunistische_Schuelerzeitung_Nr_3_1975_S_03

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20.09.1976:
In der GEW Hamburg besuchen, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ca. 100 die Mitgliederversammlung der Fachgruppe Gymnasien, deren Vorstand in Hand der DKP sei. Die KPD war u.a. durch Gerd Heide vom Gymnasium Kaiser Friedrich Ufer (Kaifu) vertreten. Der KB habe die Abstimmung über eine Resolution gegen die DKP verhindert.
Q: Rote Fahne Nr. 39, Köln 29.9.1976, S. 5

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04.02.1977:
Die KPD (vgl. 9.2.1977) berichtet aus Hamburg, daß der vom Berufsverbot (BV) bedrohte Gerd Heide nunmehr nicht nur Mitglied in der GEW Fachgruppe Gymnasien und dem Vorstand des E. Hoernlebund, der Hamburger Initiative für einen BSLE, sondern auch Mitglied im Elternrat einer benachbarten Schule sei, deren Oberstufe heute mit der seiner eigenen Schule zusammengelegt wurde.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Köln 9.2.1977, S. 6

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Letzte Änderung: 29.03.2019