Hamburg - Sozialistische Front der Arbeiter:
Angestellte in der BRD (1971)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 1.7.2018


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Die hier vorgestellte Broschüre der Sozialistische Front der Arbeiter (SFdA), die aus dem Hamburger Sozialistischen Arbeiter- und Lehrlingszentrum (SALZ) hervorgegangen war, war deren zweite Veröffentlichung für die bundesweite Linke.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Oktober 1971:
In Hamburg gibt die Sozialistische Front der Arbeiter (SFdA) vermutlich im Herbst ihre Broschüre "Angestellte in der BRD" heraus.

Im Vorwort heißt es:"
Dieses Papier ist der Versuchdie Erfahrungen der praktischen Arbeit systematisch darzustellen. Dabei geht es nicht um Anweisungen für die Praxissondern um die Darstellung der Veränderungen im Angestelltenbereich und die sich daraus ergebenden Ansatzpunkte der Praxis. Unter diesem Gesichtspunkt ist die theoretische Entwicklung der Angestelltenfrage in den Hintergrund getreten. Das hat zur Folge daß an verschiedenen Stellen eine bloß empirische Darstellung erfolgt. Von daher ist uns an einer Kritik dieses Papiers sehr gelegen. Sie nützt aber nurwenn sie klarzustellen imstande ist daß bestimmte Darstellungen uns zu falschen praktischen Konsequenzen bringen. D.h. wir erwarten eine Kritik aufgrund von Erfahrungen und einer fortgeschritteneren marxistischen Analyse der Angestelltenfragedenn dieses Papier ist natürlich in seiner Aussage und Analyse durch den Stand unserer Organisation begrenzt.
Der Vorwurf, der erhoben werden könnte, daß nämlich die Darstellung zu sehr ihre Resultate aus der Analyse des Arbeitsprozesses gewinnt und dabei den Zusammenhang mit der Verwertung vernachlässigt, interessiert uns nur dann, wenn er uns als ausgeführte, konkrete Kritik zukommt. Wir können nicht über unseren eigenen Schatten springen; dieses Papier dient zur Selbstverständigung und kann nur Anlaß zur weiterführenden Analyse sein.
Der Begriff ANGESTELLTER ist nur ein juristischer Behelf. Real sagt er nichts aus über die produktive (ArbeitsvorbereiterTechniker etc.) und unproduktive (BankangestellterVerkäufer etc.) Arbeit der jeweiligen Lohnabhängigen. Dieses Papier entwickelt ja gerade in seiner Darstellung die Untauglichkeit des Begriffs 'Angestellter', der verschiedene Arbeiten, unabhängig davon ob es mehrwertbildende oder mehrwertumverteilende Arbeiten sindunter einen Hut bringt. Dies hervorzuheben scheint uns hier notwendig, da es in das Papier zwar als Selbstverständlichkeit eingegangen istaber nicht besonders hervorgehoben wird.
Die klare Trennung von Arbeitern und Angestellten ist in der kapitalistischen Wirklichkeit schon lange gebrochen; der alte Begriff ist nicht mehr brauchbar."

Enthalten sind die Abschnitte:
- "A. Allgemeines Wachstum der Angestellten in allen Sektoren. Zahlenmäßige Darstellung";
- - "Bedingungen und Ursachen des Angestelltenwachstums";
- "B. Industrieangestellte";
- - "1. Situation in der Industrie";
- - "2. Funktion der Angestellten";
- - "3. Veränderungen im Angestelltenbereich";
- - "4. Praxisbeispiele und Materialien";
- - - "1) Mineralölverarbeitung (Fließproduktion)";
- - - "2) Beispiel herkömmlicher und allgemeiner Angestelltensituation in einem Industriebetrieb";
- - - "3) Verhältnis Arbeiter - Angestellte";
- "C. Banken, Versicherungen, Verwaltung, Handel";
- - "1. Funktion der Angestellten";
- - "2. Veränderungen in der Büroarbeit";
- - "Materialien aus der Praxis";
- - - "Beispiel 1", ein Handelsbetrieb;
- - - "Beispiel 2";
- - - "Beispiel 3";
- - - "Beispiel 4" zu den Gemeinwirtschaftlichen Betrieben;
- - - "Beispiel 5" zu den Banken;
- - - "Beispiel 6" zur Landesverwaltung Niedersachsen in Hannover;
- "D. Bewußtseinsveränderungen und Organisationsgrad"; sowie
- - "Die Ideologie der Angestellten".
Quelle: SfdA: Angestellte in der BRD, Hamburg 1971

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Letzte Änderung: 01.07.2018