Rote Garde Kiel/Marxisten-Leninisten - ehemalige Hochschulkommission:
Stellungnahme zum Anschluss der ehemaligen Roten Garde Kiel / Marxisten-Leninisten an die KPD/ML (Roter Morgen) (1973)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 8.2.2019


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Mit der hier vorgestellten Erklärung grenzte sich die ehemalige Hochschulkommission der Rote Garde Kiel/Marxisten-Leninisten von der Unterstützung der KPD/ML-ZK durch die RGK/ML ab und gab bekannt, die Auseinandersetzung mit den Roten Zellen Kiel/ML des späteren KBW aufzunehmen.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Februar 1973:
In Kiel verfasst die ehemalige Hochschulkommission der RGK/ML vermutlich im Februar das Papier "Stellungnahme zum Anschluss der ehemaligen Roten Garde Kiel / Marxisten-Leninisten an die KPD/ML (Roter Morgen)" im Nov. 1972 sowie zur in diesem Zusammenhang erstellten Selbstkritik der RGK/ML, die sich neben einem Vorwort, in dem ausgeführt wird, daß allein die Hochschulkommission den Schritt der Unterordnung unter die KPD/ML-ZK nicht vollzogen habe, sie wolle vielmehr den Roten Zellen Kiel/ML beitreten bzw. mit diesen zusammenarbeiten, gliedert in die Abschnitte:
- "I. Die KPD/ML (Roter Morgen), wirkliche Führerin der Klassenkämpfe?";
- "II. Partei oder Zirkelwesen, die richtige Alternative?";
- "III. KPD/ML (Roter Morgen): 'führendes Zentrum' oder auf dem Weg dahin?", wobei betont sie sei kein führendes Zentrum aufgrund:
- - "a) ihrer falschen Haltung zu ihrer eigenen Geschichte und damit verbunden der Unfähigkeit, wirklich Selbstkritik zu üben";
- - "b) ihrer immer noch nicht wirklich revidierten linksopportunistischen Politik";
- - "c) ihrer falschen Haltung und Politik zur Einheit der ML" bzw. "Zum Parteiaufbauplan der KPD/ML und ihrer Haltung zur Einheit der ML";
- "Zu der Entwicklung der Auseinandersetzung in der RG", worin es u.a. heißt: "Mit dem NRF wurde niemals auch nur versucht, eine direkte Diskussion zu führen, mit dem SALZ-Hamburg brach man nach einem Gespräch einfach nur die Beziehungen ab." Der Anschluß der RGK an die KPD/ML-ZK beruhe darauf, "daß die großen (und illusionären) Hoffnungen auf eine rasche Einigung aller ML auf einer nationalen Konferenz bzw. überhaupt das Zustandekommen einer solchen Konferenz sich zerschlagen hatten und wieder ziemliche Ratlosigkeit herrschte, verbunden mit einer tatsächlichen gewissen Isolation der RG von der ML-Bewegung (keine regelmäßigen Verbindungen und Diskussionen mit anderen Gruppen, kein konkreter Überblick über den Stand der Bewegung), sodaß der RM quasi als 'Rettungsanker' erschien."
Quelle: RGK-ehemalige Hochschulkommission: Stellungnahme zum Anschluss der ehemaligen Roten Garde Kiel / Marxisten-Leninisten an die KPD/ML (Roter Morgen), o. O. (Kiel) o. J. (1973)

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Letzte Änderung: 08.02.2019