Kreis Olpe

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zur linken Bewegung im Kreis Olpe vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Separate Darstellungen liegen vor für Attendorn und Lennestadt.

Einleitend für diese, wie immer lückenhafte, Darstellung, sind die Aktion Demokratischer Fortschritt (ADF - vgl. 7.12.1968, 3.4.1969) und danach die DKP im Kreis Olpe aktiv, und auch die KPD/ML Kreisverband Siegen-Olpe, bei der es sich um die Reste der Freien Sozialistischen Partei/ML handelt, treten vermutlich manchmal öffentlich auf (vgl. Apr. 1969).

Verschiedene Berichte widmen sich dem Bergbaubetrieb Sachtleben in Meggen (vgl. 29.5.1969, 5.10.1970, 19.10.1970, 1.1.1971), aber auch der Stillegung des Werks Olpe der Rothe Erde Schmiedag (vgl. 30.6.1969) und des Kalkswerks Fretter (vgl. 31.10.1970).

Die daraus Kommunistische Jugendgruppe Lennestadt von Spartacus tritt zum 1. Mai 1971 auch kreisweit auf (vgl. 27.4.1971, 30.4.1971, 1.5.1971), ohne sich aber dadurch auszudehnen.

Später verfügt die KPD über Sympathisanten in Olpe (vgl. 15.11.1972) und ihr Kommunistischer Jugendverbandes (KJV) gründet einen Ausschuss 'Kampf dem BRD-Imperialismus' (vgl. 20.11.1972).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

07.12.1968:
Das Innenministerium NRW berichtet von der Aktion Demokratischer Fortschritt (ADF):"
In Nordrhein-Westfalen bestehen, soweit bisher bekannt wurde, örtliche Gruppen des Aktions- und Wahlbündnisses an 44 Orten, und zwar in … Olpe-Meschede".
Quelle: Innenministerium NRW: Extremismusberichte an den Landtag oder Landesbehörden 1969, Düsseldorf 1969

April 1969:
In der Aprilausgabe des 'Roten Morgens' der KPD/ML (vgl. März 1969, Mai 1969) wird betont, es habe "die sich Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten, Kreisverband Siegen-Olpe nennende Sekte nichts mit der am 31.12. 1968 gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten zu tun, und ist nicht berechtigt, sich als Teil dieser Partei zu bezeichnen oder in ihrem Namen Materialien herauszugeben".
Q: Roter Morgen, Hamburg Apr. 1969

April 1969:
Laut Schlomann/Friedlingstein konstituiert sich ein autonomer Kreisverband der KPD/ML Siegen/Olpe in Niederschelderhütte um Ruth und Werner Heuzeroth, die zuvor in der FSP/ML tätig waren. Sie geben die 'Wahrheit' heraus.
Q: Schlomann, Friedrich Wilhelm; Friedlingstein, Paulette: Die Maoisten, Frankfurt 1970, S. 258; Rote Fahne Nr. 3, Dortmund 22.1.1975

03.04.1969:
Die DKP gibt die Nr. 1 der Ausgabe NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 10.4.1969).
Im Regionalteil wird auch die ADF in Olpe-Meschede erwähnt.
Q: Unsere Zeit NRW Nr. 1, Essen 3.4.1969

29.05.1969:
Die DKP gibt die Nr. 9 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 22.5.1969, 5.6.1969).
Berichtet wird über Elspe im Kreis Olpe sowie die dortige GEW und die Firma Sachtleben (IGBE) im Elsper Ortsteil Meggen.
Q: Unsere Zeit NRW Nr. 9, Essen 29.5.1969

05.06.1969:
Die DKP gibt die Nr. 10 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 29.5.1969, 12.6.1969). Berichtet wird u.a. über Maumke in Elspe.
Quelle: Unsere Zeit NRW Nr. 10, Essen 5.6.1969

30.06.1969:
Für den 'EXI' berichtet Hans Bender aus Olpe:"
KONZERN AUF DEM RÜCKZUG

'Das wird ja immer unangenehmer', rief - laut 'Westfälische Rundschau' ((WR, d.Vf.) 1. Juli 1969) - Prokurist Latta von der 'Rothe Erde Schmiedag AG' (Dortmund) angesichts des heranrückenden Demonstrationszuges. Er hatte begriffen, daß die Aktion Stillegung schief ging und der schwarze Peter bei der Rothe Erde hängen bleiben würde. Die Belegschaft der Betriebe Olpe und Lütringhausen (?, d.V*.) des Hammer-Werks Ruegenberg war im Anmarsch. Viele brachten ihre Frauen und Kinder mit und mehrere andere Metallbetriebe hatten sich ihnen angeschlossen. Vor kurzem hatte die örtliche Presse ausposaunt - aus 'gut informierter Quelle' -, daß beide Werke am 30. September stillgelegt werden sollen. (Beileibe nicht vor den Bundestagswahlen! (BTW - vgl. 28.9.1969, d.Vf.)) Die Empörung richtete sich gegen den Hoesch-Konzern, dem das Hammer-Werk über die Rothe Erde angeschlossen ist. Auf den selbst gebastelten Transparenten hieß es: 'Mutter Hoesch läßt ihre Kinder verhungern'; 'Heute wir - morgen ihr'; 'Für Hoesch holten wir hohe Summen - warum will man uns jetzt verdummen?'; 'Stadtväter was nun?'; 'Das Kapital ist zu beklagen, lebt nur von roten Zahlen'; 'Ist der Menschenhandel noch nicht tot?'; 'Sagt uns endlich die Wahrheit!'; 'Wir fordern Erhaltung unserer Betriebe'; 'Wer ist der Sündenbock?'; 'Sieht so unsere Mitbestimmung aus?'; 'Rotterdam ja, Olpe nein!' Die überfüllte Stadthalle Olpe erlebte ihre stürmischste Protestkundgebung. An der Stirnwand die Hauptlosung: 'Die Erhaltung unserer Arbeitsplätze am Ort ist der beste Sozialplan!'

Es geht hier um Struktur-, Mitbestimmungs- und Konzernpolitik zugleich. Der Kreis Olpe hat in letzter Zeit 3 000 Arbeitsplätze verloren - nun sollten weitere weiße Stellen in der Infrastruktur entstehen. Was die Aktion der 250 Betroffenen für den Mitbestimmungs-Konzern Hoesch so brisant machte, war die Massenbasis: Ganz Olpe war dabei und alle Institutionen sahen sich gezwungen - zumindest verbal - gegen den Konzern und für die Erhaltung der Arbeitsplätze Stellung zu nehmen. Belegschaftsangehörige in der Diskussion: 'Hier wird mit gezinkten Karten gespielt'; 'Das geht nicht mit rechten Dingen zu.'

Eine eigenartige 'Volksfront', die sich hinter sie stellt: Bürgermeister Enders (CDU): 'Auch für den Hoesch-Konzern muß gelten: Nicht den Menschen zur Arbeit bringen, sondern die Arbeit zum Menschen. Man kann unsere Menschen nicht einfach in andere Betriebe verpflanzen, wo sie wieder in der untersten Lohngruppe anfangen müssen.'

SPD-Bundestagsabgeordneter Martin Wendt: ' Wir können uns nicht gefallen lassen, daß immer mehr Betriebe abwandern.' Er habe sich deswegen an die SPD-Minister Schiller, Figgen und Kassmann gewandt.

Nach Pastor Dörnmann (ev.) möchten die Experten des Hoesch-Konzerns bedenken, daß es sich hier um Menschen, Arbeiter und ihre Familien handelt. 'Hier steht dem Gewinnstreben ganz einfach der Mensch gegenüber. Es ist unanständig, den Arbeitnehmern von heute auf morgen die Papiere in die Hand zu drücken.'

Bundestagsabgeordneter Franz Lenze (CDU): 'Hier steht ein Freund der Arbeitnehmer. Einem Konzern muß es doch möglich sein, selbst eine Durststrecke zu verkraften. Bei uns auf dem Land entsteht der Eindruck, daß wir im Stich gelassen werden. Ich werde mit Euch kämpfen, denn die Wirtschaft ist für den Menschen da.'

Dechant Kurze (kath.): 'Die Kirche erklärt sich mit Euch solidarisch. Man darf das kostbarste Kapital, den Menschen, nicht achtlos beiseite schieben.'

Der IG-Metall Bevollmächtigte von Olpe, Franz Tittelbach: 'Bisher war immer nur von roten Zahlen die Rede. Von den Menschen hat man bisher nicht gesprochen. Auch die Zahlen sind in Zweifel zu ziehen. Es ist etwas faul an der Geschichte (minutenlanger Beifall). Die beiden Werke können sich vor Aufträgen kaum retten. Sind die Defizite überhaupt echt? Warum werden die versäumten Investititionen nicht nachgeholt und nicht rationalisiert? Warum sollte das dem Hoesch-Konzern nicht möglich sein? Uns geht es nicht darum, daß durch einen Sozialplan, wie ihn der Hoesch-Konzern vorschlägt, Härten vermieden werden, sondern daß die Arbeitsplätze hier am Ort erhalten bleiben. Wir warnen die Hoesch AG davor, falsche Beschlüsse zu fassen. Sollte die Stahlkugelproduktion wirklich nicht aufrechtzuerhalten sein, dann muß eine andere Produktion ins Werk Olpe. Die Politiker, die hier sprachen, sollte man beim Wort nehmen und sie fragen: 'Was tut Ihr?''

Das Rothe Erde-Vorstandsmitglied Krause wurde mit Buh- und Pfui-Rufen überschüttet. Noch vor kurzem hatte er die Stillegungsmeldungen als 'Altweibergewäsch' abgetan.

Der Hoesch-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Pfeiffer stieß auf allgemeinen Widerstand, da er sich nur über 'rote Ziffern' und Unrentabilität' erging. Er wurde fortwährend durch die Zurufe 'Für wen sprichst Du?' unterbrochen. Die Lohnabhängigen sahen in ihm einen Sprecher der Konzern-Leitung.

In ähnliche Schwierigkeiten geriet Arbeitsdirektor Hölkeskamp. Obwohl die Stillegungspläne offensichtlich in der vergangenen Zeit schon konzernintern behandelt und anscheinend auch schon ausgereift waren, sah er sich zu dem Rückzieher gezwungen: 'Alles wird noch einmal überprüft, vom Konzernvorstand und Aufsichtsrat wurden noch keine Beschlüsse gefaßt.' Dann ließ er sich die Hintertür offen: 'Nichts wird ohne Abstimmung mit dem Betriebsrat von Ruegenberg und der IG Metall geschehen. Der Hoesch-Konzern ist bereit, die Stadt Olpe bei ihren Bemühungen zur Strukturverbesserung bei Bund und Land zu unterstützen.'

Tatsächlich aber hat der Hoesch-Konzern zunächst einmal kalte Füße bekommen. Das Stillegungsvorhaben scheint für ein bis zwei Jahre auf Eis gelegt. Es war allerdings ein zeitlich zufälliges Zusammentreffen , daß sich der DGB-Vorstand gerade in diesen Tagen (vgl. **.*.1969, d.Vf.) 'für eine aufeinander abgestimmte Wachstums-, Struktur- und Gesellschaftspolitik' ausgesprochen hatte, auch gegen 'ungehemmte und unkontrollierte Konzentrationen' sowie den Mißbrauch wirtschaftlicher Marktmacht'.

Die Fehlrechnung des Konzerns: Er hatte angenommen, alles könne stillschweigend innerhalb der 'großen Hoeschfamilie' geregelt werden (selbst die IG Metall-Verwaltungsstelle würde kuschen) - 'Außenstehende' ginge das nichts an.

In ihrer Ausgabe vom 30.6.1969 brachte die 'Westfälische Rundschau' unter der Überschrift 'SPD-Delegation erbat wirksame NRW-Soforthilfe; Die Minister Kassmann und Figgen über Olper Probleme informiert; 250 Arbeitsplätze in den beiden Hoesch-Werken noch in Gefahr' einen Bericht, der zeigt, welches Ausmaß die Angelegenheit inzwischen angenommen hatte: 'Die für den heutigen Montagnachmittag (30.6.), 14 Uhr 30, in der Olper Stadthalle geplante Protestversammlung der beiden Belegschaften der Rothe Erde-Schmiedag AG Olpe/Lütringhausen dürfte weiteren Aufschluß über das Schicksal der rund 250 Arbeitsplätze geben, die - so der Wille des Hoesch-Konzerns - am 30.September 1969 für den Wirtschaftsraum Olpe verlorengehen werden. Trotz Erklärungen der Betriebe, der Gewerkschaften und der Kommunalpolitiker besteht nach wie vor noch Unklarheit…

Eben aus dieser Ungewißheit heraus versuchte der Vorstand der Olper SPD mit Unterstützung des SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Wendt mit kompetenten Ministern des Landes Nordrhein-Westfalen über dieses für den heimischen Raum so schwerwiegende Problem zu sprechen. Die bisherigen SPD-Stadtverordneten Paul Palmer, Hubert Schrage und Alois Adler sowie der 2. Vorsitzende, Herbert Ganady, sprachen mit dem Arbeits- und Sozialminister Werner Figgen und mit dem Wirtschaftsminister Fritz Kassmann. Unter anderem nahmen an diesem Gespräch auch MdB Martin Wendt und das Mitglied des Gesamtvorstandes der IG Metall, Willi Michels, teil. Michels, Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Aufsichtsrates der Hoesch AG, konnte zu dieser Sachdebatte wichtige Beiträge geben.

Überraschend kam für die Olper Delegation aus dem SPD-Ortsverein die Äußerung von Willi Michels, daß hier Direktoren sehr voreilig mit fast konkret scheinenden Mitteilungen operiert hätten. Eine evtl. Schließung des Olper Werkes mit der unrentabel gewordenen Kugelproduktion steht erst am morgigen Dienstag (1. Juli) in einer Aufsichtsratssitzung zur Debatte. Ferner betonte Michels, daß eine Beschlußfassung über die eventuelle Schließung nicht im Aufsichtsrat vollzogen werde. Es steht lediglich fest, daß die Kugelproduktion eingestellt werden soll.

Laut Aufsichtsratsmitglied Willi Michels wird in Erwägung gezogen, die Arbeitsplätze im Werk Olpe durch die Aufnahme einer anderen Produktion zu erhalten. Zum Flanschenwerk Lütringhausen erklärte Michels: 'Eine Schließung dieses Werkes steht nicht zur Debatte.'

…Zum Problem der Erhaltung der Arbeitsplätze (Hoesch-Werke) versprach Wirtschaftsminister Kassmann, gegebenenfalls über Finanzhilfen mit Hoesch zu verhandeln.

…Minister Figgen, der gestern den Besuch von Bundeswirtschaftsminister Schiller erwartete, versprach, mit dem Bundeswirtschaftsminister die ihm vorgetragenen Olper Industrieprobleme zu erörtern.'"

Für die DKP berichtet W.S.:"
STADT OLPE WEHRT SICH GEGEN HOESCH

Über 400 Metallarbeiter demonstrierten in der vorigen Woche durch das Sauerlandstädtchen Olpe. Sie protestierten gegen die vorgesehene Schließung der Hammerwerke Rügenberg-Schmiedag AG (Hoesch) und führten Transparente mit 'Wo bleibt der Mensch' - 'Hoesch - ein Name für Stillegung statt für Stahl'. Die IG Metall hatte zu diesem Marsch und zu der in einer Kleinstadt nicht alltäglichen Protestkundgebung in der Stadthalle aufgerufen. Sie war an diesem Tage bis zum letzten Platz besetzt. Nicht nur die von der Stillegung betroffenen 250 Hammerschmiede mit ihren Familien waren erschienen, sondern Bürgermeister und Landrat, Vertreter der Hoesch-Direktion, die Kirche und die DKP. Die DKP Kreis Olpe forderte die Bevölkerung Olpes in einem Flugblatt zum Kampf gegen die Schließung auf. 'Wenn heute in der noch vorhandenen Hochkonjunktur schon Betriebe stillgelegt werden, was wird erst in einer neuen Krise aus unserem durch unglückliche Strukturverhältnisse ohnehin schon wirtschaftliche gefährdetem Raum? Gegen die Konzernbosse helfen keine papiernen Proteste mehr.'

Bis zum 30.September sollen die über 100 Jahre bestehenden Rügenberg-Betriebe geschlossen werden. Angeblich sind sie für den Hoesch-Konzern plötzlich nicht mehr rentabel. Noch ist das letzte Wort darüber nicht gesprochen. Die Arbeiter, eine ganze Stadt kämpfen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Für Olpe würde z.B. der Verlust dieser 250 Arbeitsstellen dasselbe bedeuten wie für Hagen die Stillegung von 7 000 Arbeitsplätzen. Der Erhalt der bedrohten Arbeitsplätze im industriearmen und standortungünstigen Olpe ist deshalb lebenswichtig. Die Hauptforderung: 'Die Erhaltung unserer Arbeitsplätze am Ort ist der beste Sozialplan.'

Als Direktor Krause in der Stadthalle noch einmal die 'Gründe' für die vorgesehene Schließung darlegte, wurde er ständig durch Pfui-Rufe und Rufe wie 'Märchenerzähler' unterbrochen. Stürmischen Beifall erntete dagegen der evangelische Pfarrer Hörremann, als er sagte: 'Die Stillegung ist unanständig und menschenunwürdig.'

Noch am 31. Mai stellte die Direktion auf einer Betriebsversammlung alle Fragen nach einer eventuellen Betriebsschließung als 'dummes Geschwätz' hin. Vierzehn Tage später wurden die Belegschaft und der Betriebsrat vom Stillegungsbeschluß überrascht. So sieht gegenwärtig die Mitbestimmung aus.

Der IG-Metall-Bevollmächtigte von Olpe, TITTELBACH erklärte: 'Wir brauchen keine schönen Worte mehr. Die IG Metall hat seit geraumer Zeit auf diese mögliche Entwicklung hingewiesen. Mich wollte der Hoesch-Konzern noch vor kurzem zu 500 000 DM Geldstrafe wegen angeblicher Geschäftsschädigung verklagen, nur weil ich die Wahrheit sagte. Warum erfolgen bei Rügenberg keine Investitionen? Warum keine Umstellung auf andere Produkte? Wie kommt es, daß kleinere Unternehmen bei der Herstellung der gleichen Produkte noch Gewinn erzielen? Diese Stillegung ist nicht notwendig. Wir appellieren an die Vernunft und werden uns wehren.'

Der Betriebsrat der Firma Apparatebau Rothemühle solidarisierte sich mit dem Kampf der Olper Kollegen um ihren Arbeitsplatz und forderte die Leitung des Hoesch-Konzerns auf, den Stillegungsbeschluß rückgängig zu machen."
Q: Unsere Zeit NRW Nr. 15, Essen 10.7.1969, S. 10; Express International Nr. 77, Frankfurt 25.7.1969, S. 6

12.02.1970:
Die DKP bringt die Nr.7 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 5.2.1970, 19.2.1970). Leserbriefe kommen aus Bochum, Eschede, Köln, Lennestadt und Maumke.
Q: Unsere Zeit Nr. 7, Essen 12.2.1970

12.02.1970:
Die DKP gibt die Nr. 7 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 5.2.1970, 19.2.1970). Veröffentlicht wird auf die Reserveliste zu den Landtagswahlen (LTW - vgl. 14.6.1970). Diese KandidatInnen kommen auch aus Attendorn.
Q: Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr. 7, Essen 12.2.1970, S. 11

11.04.1970:
Die DKP bringt die Nr. 15 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 4.4.1970, 18.4.1970). Leserbriefe kommen u.a. aus Maumke.
Q: Unsere Zeit Nr. 15, Essen 11.4.1970

05.10.1970:
Die IGBE (vgl. 15.10.1970) berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
SACHTLEBEN AG MEGGEN: 4 DM MEHR JE SCHICHT
VERMÖGENSWIRKSAME LEISTUNG ERREICHT

Höhere Einkommen, mehr Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und kürzere Arbeitszeit. Das ist der Erfolg der Tarifverhandlungen für die Arbeiter der Sachtleben AG in Meggen. Und das ist das Ergebnis:
- Der IG Bergbau und Energie ist es im Verlaufe der Tarifverhandlungen zunächst gelungen, die Tarifwahrheit bei der Sachtleben AG wiederherzustellen. Auf die dabei ermittelten Lohnsätze bekommt jeder Arbeiter eine Lohnerhöhung von 4 DM pro Schicht. Der neue Tarifvertrag gilt ab 1.Oktober 1970;
- In der gleichen Verhandlungsrunde hat die IG Bergbau und Energie für die Arbeiter vermögenswirksame Leistungen durchgesetzt. Jeder Arbeiter erhält ab 1.Oktober 1970 monatlich 26 DM zur vermögenswirksamen Anlage;
-Das Urlaubsgeld wurde um 25 Prozent erhöht. Ab 1.Januar 1971 werden statt 12 DM nunmehr 15 DM pro Urlaubstag gezahlt;
- Außerdem wurde mit dem Einkommen eine weitere Arbeitszeitverkürzung vereinbart, die 1971 wirksam wird.

Wie uns die IGBE-Bezirksleitung aus Gießen mitteilt, werden die Tarifverhandlungen für die Angestellten dieses Unternehmens am 19.Oktober geführt. Über das Ergebnis dieser Verhandlungen wird die 'Einheit' zum gegebenen Zeitpunkt berichten."
Q: Einheit Nr. 20, Bochum 15.10.1970, S. 4

19.10.1970:
Die IGBE (vgl. 1.11.1970) berichtet von den Resultaten der für heute geplanten Tarifverhandlungen:"
Bei der Sachtleben AG in Meggen wurde für die Angestellten ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Die Tarifwahrheit ist hergestellt. Alle Prämien und Zulagen sind in die Gehälter eingebaut. Ausgenommen blieben nur pauschalierte Mehrarbeits- und Springerzulagen. Neben höherem Urlaubsgeld und vermögenswirksamen Leistungen gab es eine echte Gehaltserhöhung von 10 Prozent."
Q: Einheit Nr. 21, Bochum 1.11.1970, S. 1

31.10.1970:
Vermutlich zum heutigen Tag wird im Kreis Olpe das Kalkwerk Fretter geschlossen.

Die KPD/ML-ZB berichtet:"
47 Arbeiter haben die Hoesch-Herren über Nacht auf die Straße gesetzt: Um ihre Profite zu erhöhen haben sie das Kalkwerk Fretter bei Olpe stillgelegt (KND 46, 5). Diese Stillegung hatten die Hoesch-Herren von Anfang an geplant: Vor einem Jahr hatte die Rheinisch-Westfälische Kalkwerke AG in Dornap den kleinen Konkurrenzbetrieb aufgekauft, der damals einem einzelnen Kapitalisten gehörte: 90% der Aktien der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke gehören dem Hoesch-Konzern. Mit der Stillegung des Werkes machen die Hoesch-Herren dreifachen Gewinn:

Nach Ausschaltung der Konkurrenz teilen sich die Kalkwerke in Dornap und die Dolomitwerke in Wülfrath den Markt unter sich auf: beide gehören zum großen Teil Hoesch. Durch die Einstellung der Produktion bei Fretter können die Kapazitäten der anderen, moderneren Werke voll ausgelastet werden; und die Stillegung bringt den Hoesch-Herren große Abschreibungsgewinne. Für die Arbeiter und Angestellten bedeutet die Entlassung längere Arbeitslosigkeit und sicher niedrigere Löhne: Arbeitsplätze gibt es im Sauerland kaum, und als Waldarbeiter, im Sägewerk oder in einem Metallbetrieb werden die Kollegen weit weniger verdienen.

Um die Arbeiter zu hintergehen hatten die Hoesch-Kapitalisten eine lange Reihe von Betrugsmanövern entwickelt: Im Sommer 1970 wurde das Mahlwerk in Fretter stillgelegt; von den ursprünglich 80 Arbeitern wurden alle über 59 Jahre alten entlassen. Für die übrigen beteuerte der Vorstand persönlich, jetzt seien die Arbeitsplätze endgültig sicher, 'volle Pulle 1970'! Um die Arbeiter zu beruhigen bewilligte der Aufsichtsrat 300 000 DM für eine Entstaubungsanlage in Fretter: Gebaut wurde sie allerdings nie. Als weiteres Betrugsmanöver begann man mit Arbeiten am Klärteich: Diese dienten aber tatsächlich als Vorbereitung der Stillegung: Da der Schotterbetrieb weiterverpachtet werden sollte, war ein intakter Klärteich nötig. Der Hoesch-Konzern hat versucht, die Arbeiter durch einen 'großzügigen Sozialplan' zu beruhigen und die Gewerkschaftsvertreter von Protestmaßnahmen abzuhalten: 360 000 DM für die 37 Arbeiter, 173 000 DM für die 10 Angestellten. Mit der unterschiedlich hohen Abfindungssumme versuchen sie darüberhinaus, die Arbeiter zu spalten, denn die Empörung der Arbeiter über diese Machenschaften ist sehr groß".

Für die DKP berichtet J. M.:"
'LÜGEN NICHTS ALS LÜGEN'
GUTER SOZIALPLAN ERKÄMPFT

Mit Böllerschüssen, mit schwarzen Fahnen, heulender Werkssirene und einer Demonstration durch die Gemeinde Finnentrop protestierte die Belegschaft des Kalkwerkes in Fretter, Kreis Olpe, gegen den Beschluß der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke, Dornap, (RWK), ihr Fretter Kalkwerk stillzulegen. Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft wurden über die Stillegungspläne nicht informiert. Sie erfuhren erst durch die Presse davon. Eine Praxis, die nicht überrascht. Die Mehrheit des Aktienkapitals der RWK liegt bei der Hoesch AG in Dortmund, deren Arbeiter erst im Sommer 1970 (vgl. 16.6.1970, d.Vf.) ihren Boss Harders an ähnlichen Absichten hinderten.

Als Begründung für diesen Stillegungsbeschluß wurden von der RWK, die das Kalkwerk erst am 1.Oktober 1969 übernahm, technische Gründe angegeben. Noch im Frühjahr wurde mit dem Bau eines neuen Klärteiches begonnen und der Belegschaft wurden sichere Arbeitsplätze in einem noch zu vergrößernden Betrieb versprochen. 'Lügen, nichts als Lügen', schrieben die Arbeiter daher auf ein Plakat, das sie auf ihrer Demonstration mitführten. Sie glauben nicht an diese Begründung.

Auch Günter Lass, Geschäftsführer der IG Chemie, Papier, Keramik (CPK, d.Vf.) in Hagen, glaubt nicht an die von der RWK angegebenen Stillegungsgründe. Er vermutet, daß das Kalkwerk in Fretter und andere kleine Betriebe nur aufgekauft wurden, um sie stillzulegen, um den Markt durch Ausnutzung der Kapazitäten in den größeren Konzernbetrieben noch besser beherrschen zu können. Ferner sähe die RWK wohl auch die Möglichkeit, bei einer Stillegung noch in diesem Jahr das 'Geschäft des Jahres' durch steuerliche Abschreibungen zu machen. DGB-Kreisvorsitzender Kleinberg sieht eine weitere Gefahr: Die Bundesbahn könnte durch die Stillegung des Kalkwerkes zur Einstellung ihrer Bahnlinie Finnentrop-Wennemeu veranlaßt werden, wodurch weitere Betriebe, vor allem Sägewerke, gefährdet würden.

Insgesamt 16 Betriebsstillegungen, mit einem Verlust von 3 000 Arbeitsplätzen wurden alleine im Kreis Olpe in den letzten zehn Jahren durchgeführt.

Der Betriebsrat stimmte der Stillegung zu, nachdem ein Sozialplan für die Belegschaft erstellt wurde. Danach sollen bestimmte betriebliche Leistungen, einschließlich der Werkswohnung, erhalten bleiben. Allen Belegschaftsmitgliedern soll ein Arbeitsplatz im Hoesch- oder RWK-Bereich angeboten werden. An Mitteln für den Sozialplan zahlt die RWK insgesamt 550 000 DM. Für die 37 Arbeiter 370 000 DM und die neun Angestellten 173 000 DM. Ursprünglich wollte die RWK nur 170 000 DM für die 46 Belegschaftsmitglieder zahlen. Ein Ergebnis, das von der Gewerkschaft als bisher einmalig bezeichnet wird."
Q: Unsere Zeit NRW Nr. 46, Düsseldorf 14.11.1970, S. 15; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 49, Bochum 11.11.1970, S. 5

01.01.1971:
Die IGBE (vgl. 15.12.1970) berichtet von tariflichen Änderungen ab 1.1.1971:"
Für die Beschäftigten bei der SACHTLEBEN AG in Meggen wird das Urlaubsgeld um 25 Prozent von 12 auf 15 DM je Urlaubstag erhöht.

Außerdem wird eine monatliche vermögenswirksame Leistung von 26 DM gewährt. Die Arbeitsleistung wird auf 260 Werktage im Jahr festgelegt."
Q: Einheit Nr. 24, Bochum 15.12.1970, S. 4

27.04.1971:
Im Kreis Olpe wird, laut internem Bericht der Ortsgruppe Lennestadt der KJO Spartacus, an 3 Betrieben und einer Berufsschule ein Flugblatt der beiden einzigen Jugendgruppen des DGB im Kreise, die beide unter ihrer Kontrolle seien, verteilt. Aufgerufen wird zur DGB-Veranstaltung am 30.4.1971 und zur Demonstration der IGBE am 1. Mai.
Q: KJO Spartacus: Nationales Internes Bulletin Nr. 7, o.O. Juni 1971

30.04.1971:
Die Maiveranstaltung des DGB Kreisverbandes Olpe wird, laut internem Bericht der KJO Spartacus Ortsgruppe Lennestadt, von 700 Personen besucht. Die DKP habe ein Flugblatt verteilt, man selbst eine Rede halten dürfen, da man ja den DGB KJA unter Kontrolle habe.
Q: KJO Spartacus: Nationales Internes Bulletin Nr. 7, o.O. Juni 1971

01.05.1971:
Im Kreis Olpe oder in Siegen wird die Maikundgebung, laut internem Bericht der Ortsgruppe Lennestadt der KJO Spartacus, von 220 Personen besucht. Der eigene Block habe 20 Personen umfaßt, die u.a. aus den Gewerkschaftsjugendgruppen Olpe (6 Teiln.) und Lennestadt kamen. Nicht erschienen sei die Siegener Gruppe und auch die Attendorner waren nicht da. Bei denen wisse man aber sowieso nicht so genau, ob sie nun zur KPD/ML oder zur KPD/AO zu rechnen seien.
Q: KJO Spartacus: Nationales Internes Bulletin Nr. 7, o.O. Juni 1971

November 1971:
Die IGBE (vgl. 1.12.1971) berichtet vermutlich aus dem November:"
NEUER LOHNTARIFVERTRAG
HÖHERE EINKOMMEN FÜR DIE BESCHÄFTIGEN DER SACHTLEBEN AG

Nach schwierigen Verhandlungen konnte die IG Bergbau und Energie neue Tarifverträge für den Bergbau der Sachtleben AG abschließen.

Im einzelnen wurde folgendes erreicht:
- Ab 1.Oktober 1971 erhöhen sich die tariflichen Schichtlöhne in den Werken Meggen, Clarashall, Dreislar und Wolfach um 3,60 DM je Schicht. Diesen Betrag erhalten auch die Gedingearbeiter auf den Festlohnanteil.
- In der Flotation in Meggen wird die wöchentliche Arbeitszeit von 44 auf 42 Stunden ab 1.Oktober 1971 herabgesetzt. Der Lohnausgleich ist in den entsprechenden Lohngruppen enthalten.
- die Kontinuitätszulage der Flotation in Meggen wird von 3 DM auf 5 DM je Schicht angehoben. Die Ausbildungsbeihilfen werden zwischen 35 DM und 50 DM je Monat erhöht.
- Die Gehaltserhöhung für die Angestellten beträgt zwischen 80 DM und 100 DM pro Monat.

Außerdem wurde das Familiengeld um 10 DM pro Monat verbessert."
Q: Einheit Nr. 23, Bochum 1.12.1971, S. 4

01.01.1972:
Die IGBE gibt ihre 'Einheit' Nr.1 (vgl. 15.12.1971, 15.1.1972) nun mit dem neuen Untertitel "Zeitung für Mitglieder der IG Bergbau und Energie" heraus. Auf Seite 3 heißt es:"
ZWÖLF MONATE TARIFARBEIT: MEHR GELD - MEHR FREIZEIT

Zwölf Monate Tarifarbeit, das sind zwölf Monate fortwährende Berechnungen, Gespräche und - meist - langwierige Verhandlungen. Denn Tarifpolitik ist ein hartes Geschäft. … Und das sind die Tariferfolge, die in den letzten zwölf Monaten in den verschiedenen Bergbauzweigen errungen wurden:

METALLERZ SACHTLEBEN AG MEGGEN: 1 000 Beschäftigte; Manteltarifvertrag für Arbeiter (redaktionelle Überarbeitung der Vertragsbestimmungen aus 1964, Einbeziehung der Sondertarife für die Flotation und über den Urlaub sowie Änderung der Kündigungsbestimmungen).

METALLERZ SACHTLEBEN, MEGGEN: 120 Beschäftigte; neuer Manteltarifvertrag für Angestellte (redaktionelle Überarbeitung der Vertragsbestimmungen aus 1964).

METALLERZ SACHTLEBEN AG, MEGGEN: 1 000 Beschäftigte; Lohnerhöhung zwischen 6,4 und 10 PROZENT je Schicht und ein Tag zusätzlichen Tarifurlaub für diese Beschäftigten."
Q: Einheit Nr. 1, Bochum 1.1.1972

14.02.1972:
In NRW erscheint vermutlich Mitte Februar der "AUFRUF ZUR 'FRÜHJAHRSKAMPAGNE 1972 FÜR ABRÜSTUNG, SICHERHEIT UND INTERNATIONALE SOLIDARITÄT'", der auch unterschrieben ist aus Olpe von Karl-Heinz Kammertöns, Verlagsangestellter.
Q: KfDA-Büro NRW: Aufruf zur 'Frühjahrskampagne 1972 für Abrüstung, Sicherheit und internationale Solidarität', o.O. (Essen) O. J. (1972)

Oktober 1972:
Die IGBE (vgl. 1.12.1972) berichtet aus dem September und Oktober:"
Bei der Sachtleben AG, Meggen wurde die Nachtschichtzulage um 1 DM erhöht".
Q: Einheit Nr. 23, Bochum 1.12.1972, S. 4

15.11.1972:
Die KPD berichtet in der Nr. 69 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.11.1972, 21.11.1972), in Olpe besuchten die LgdI und KJV-Sympathisanten den Auftritt von Klaus Schütz (SPD), in Siegen dieselbigen den von Bachmann (DKP).
Q: Rote Fahne Nr. 69, Dortmund 15.11.1972, S. 7

KPD_Rote_Fahne_1972_69_14


20.11.1972:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 3 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. 13.10.1972, Jan. 1973) heraus und berichtet über den Vietnamausschuss Westfalenkaserne, von den Ausschüssen 'Kampf dem BRD-Imperialismus' aus Attendorn bzw. Olpe.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 3, Dortmund Nov. 1972, S. 2

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28.05.1973:
Die KPD/ML (vgl. 9.6.1973) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Solidarisierung mit Ernst Aust in Siegen-Olpe durch vermutlich die Familie Heuzeroth nebst Hausfreunden bzw. die KPD/ML Kreisverband Siegen-Olpe.
Q: Roter Morgen Nr. 22, Dortmund 9.6.1973, S. 7

17.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 42 (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973) heraus und veröffentlicht eine Solidaritätsadresse für Baha Targün. Ihre Unterstützung habe auch zugesagt der KPD/ML Kreisverband Siegen-Olpe.
Q: Rote Fahne Nr. 42, Dortmund 17.10.1973, S. 5

05.06.1974:
In der Nr. 23 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 29.5.1974, 12.6.1974) berichtet aus dem Kreis Olpe vom Druckstreik in Heggen.
Q: Rote Fahne Nr. 23, Dortmund 5.6.1974, S. 4

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20.01.1975:
In Finnentrop wird vermutlich in dieser Woche bei Fleischwaren Metten (fast 400 Besch.) das Mitglied der OG Attendorn der LgdI der KPD, Herbert Kost entlassen, wogegen die LgdI ein Flugblatt verteilt.
Q: Rote Fahne Nr. 4, Dortmund 29.1.1975, S. 8

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03.03.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 9 (vgl. 3.3.1976, 10.3.1976) heraus und berichtet über die Thyssen Flachstahlbetriebe (ex-MM) u.a. in Finnentrop.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Köln 3.3.1976, S. 5

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05.08.1978:
Durch einen Beschluß der ZKK des KABD wird das Miglied der Zentralen Revisionskommission (ZRK) des KABD und ehemaliger Leiter der Internationalen Abteilung der ZL, Gerd Flatow, "wegen Angriffe auf die Linie des KABD in der Einschätzung Chinas und wegen bewußten und ständigen Bruchs der Organisationsdisziplin aufgrund von Paragraph 8 Statut aus dem KABD ausgeschlossen". Die ZKK lastet Flatow u.a. an, daß er "seine abweichende Meinung zu China mit Heuzeroth von der KPD/ML aus Siegen/Olpe" diskutierte.
Q: KABD-ZKK: Beschluß, o.O. 5.8.1978; MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, II.Teil, 2.Halbband, Düsseldorf 1986, S. 395

Letzte Änderung: 08.07.2018