Duisburg:
Gießerei Meiderich von Rheinstahl bzw. Thyssen (1969-1979)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 22.7.2018


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Separat dokumentiert werden einige Ausgaben der 'Aktuell' der Betriebszeitung der DKP für die Gießerei Meiderich.

Die DKP scheint als einzige linke Gruppe vertreten in dem kleinen Betrieb, der wiederholt in den illegalen Streikwellen 1969 und 1973 zusammen mit Hoesch Dortmund zum Auslöser von Aktionen in anderen Betrieben wird, der aber auch in den Stahltarifrunden (STR) durch hohe Forderungen auffällt, über die linke Gruppen vielfach berichten.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

März 1969:
In der Rheinstahl-Gießerei Duisburg-Meiderich erreicht, laut IMSF, die Unruhe unter der Belegschaft einen ersten Höhepunkt, als die zweiprozentige Tariflohnerhöhung durch eine Reduzierung der Prämienzahlungen ausgeglichen wird.
Quelle: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

September 1969:
Bei den Septemberstreiks streiken, laut IMSF, insgesamt mindestens 140 000 Kollegen in 69 Betrieben, wodurch 532 308 Arbeitstage ausgefallen sind. Laut KAB/ML kommt es zu spontanen Streiks von 100 000 Beschäftigten der Stahlindustrie und des Bergbaus.

Bei Hoesch Dortmund findet eine Demonstration mit 20 000 Teilnehmern statt. Bei Rheinstahl Duisburg-Meiderich streiken 1 100. Bei den Neunkirchener Eisenwerken in Saarbrücken streiken und demonstrieren 4 000.
Q: Rebell Nr. 14, Mannheim Okt. 1969; IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

03.09.1969:
In Duisburg Meiderich beginnen, laut IMSF, die sechstägigen Streikaktionen von 1 300 Arbeitern der Rheinstahlgießerei.

Der Betrieb ist, laut IMSF, fast hundertprozentig gewerkschaftlich organisiert, die SPD-Betriebsgruppe zähle rund 50 Mitglieder und auch die DKP verfüge über eine relativ starke Betriebsgruppe. Bei den Betriebsratswahlen, an denen sich 80-90% beteiligen, hätten DKPler z.T. die höchsten Stimmen bekommen.

Der Betriebsratsvorsitzende Heinz Lukrawka sei als einziger Kommunist in der IGM-Ortsverwaltung vertreten.

Am Nachmittag streiken die Reparaturhandwerker zwei Stunden lang für eine Angleichung ihrer Löhne, wobei dieser Streik von den Nachrichten über den Streik bei Hoesch Dortmund inspiriert worden sei (vgl. 4.9.1969).
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

04.09.1969:
In Duisburg legt, laut IMSF, heute morgen die gesamte Belegschaft der Rheinstahlgießerei Meiderich (vgl. 3.9.1969) die Arbeit nieder und fordert eine nicht anrechenbare Lohnerhöhung von 30 Pfennig. Angeboten werden nicht anrechenbare 20 Pf. und auf den nächsten Tarifvertrag anrechenbare 10 Pfennig.
Später werden für August und September je 30 DM Prämie geboten, der Betriebsrat aber weigert sich, der Belegschaft dieses Angebot zu unterbreiten (vgl. 7.9.1969). Der Streik findet in Form einer Betriebsbesetzung statt. Auch die Angestellten, bis auf die leitenden, streiken mit. Zum Eingreifen politischen Gruppen äußert sich das IMSF zunächst darüber, daß Lukrawka betrieblich verankert sei, aber in seiner Funktion als ADF-Bundestagskandidat nicht unterstützt werde und fährt dann so fort:"
Versuche der NPD, auf den Streikverlauf Einfluß zu gewinnen, waren nicht festzustellen. Hingegen mischten sich zeitweilig einige Maoisten unter die Streikenden und diskutierten, ohne daß es zu irgendwelchen Zwischenfällen kam."
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

04.09.1969:
In Mülheim beginnt, laut IMSF, ein zweitägiger Streik von ca. 2 700 Arbeitern der Friedrich Wilhelm Hütte von Rheinstahl. Ursache sei die Nachricht von dem Streik in der Rheinstahlgießerei in Duisburg-Meiderich (vgl. 3.9.1969) gewesen.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

05.09.1969:
In einem "Kommentar für den Norddeutschen Rundfunk - Mittagskurier" heißt es von Günther Windschild, laut dem Manuskript:"
Zunächst dies, meine Damen und Herren: nicht nur bei den Rheinstahl-Hüttenwerken in Duisburg-Meiderich wird gestreikt, sondern seit heute früh auch bei Mannesmann-Huckingen, ebenfalls in Duisburg. Offensichtlich werden wir hier Zeugen einer Wellenbewegung, die freilich zu erwarten war, nachdem die streikenden Arbeitnehmer der Hoesch-AG in Dortmund die Erhöhung ihres Stundenlohnes durchgesetzt haben. … Hier wird ein Druck auf die Unternehmer ausgeübt, der sich vorteilhaft auswirken kann auf die Planungen der IG Metall. Die Arbeitgeber haben wenig Spielraum, die Forderungen der Arbeiter zurückzuweisen. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, die Arbeiter können sich teuer verkaufen. Das Angebot der Unternehmensleitung von Rheinstahl in Duisburg-Meiderich, allen Betriebsangehörigen für August und für September eine einmalige Prämie in Höhe von je 30 DM zu zahlen, ist darum auch von den Männern, die heute zur Frühschicht erschienen, abgelehnt worden. Sie wollen 30 Pfennig mehr Stundenlohn, und sie werden das bekommen. Ich glaube, daß wir sehr schnell Verhandlungen des Arbeitgeberverbandes mit der Gewerkschaft erleben werden.
Wenn nämlich nicht zügig gehandelt wird, dürfte sich die Welle der wilden Streiks schnell weiter ausdehnen."
Q: Windschild, Günther: Kommentar für den Norddeutschen Rundfunk - Mittagskurier, o.O. 5.9.1969

05.09.1969:
In Gelsenkirchen beginnt, laut IMSF, ein fünftägiger Streik von ca. 3 300 Arbeitern des Schalker Vereins von Rheinstahl (vgl. 3.9.1969, 6.9.1969), der sich in der Form einer Betriebsbesetzung abgespielt habe. Morgens habe sich durch einen Bericht der 'WAZ' über die Prämienzahlung bei der Rheinstahlgießerei in Duisburg-Meiderich von 30 DM Unruhe unter den Kollegen entwickelt.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

06.09.1969:
Der SC Frankfurt gibt vermutlich heute sein 'Info' Nr. 11 (vgl. 9.8.1969, 13.9.1969) heraus. Von r.b. (Rudolph Bauer) erscheint "Nicht wählen - Streiken wie die Hoesch-Arbeiter: Hoesch-Arbeiter kommen weiter". U.a. heißt es:"
Die 24 000 Arbeiter des Dortmunder Hoesch-Konzerns - und inzwischen weitere Tausende von westdeutschen Arbeitern: bei den Rheinstahl-Hüttenwerken in Duisburg-Meiderich, bei der Neunkirchener Eisenwerke AG im Saarland - haben begriffen, was sie weiterbringt. Nicht das Bonner Wahl-Roulette am 28. September, das Glücksspiel mit den SPD- und ADF-Nieten. Nicht das 'Vertrauen' auf die DGB-Funktionäre, die gerne mitbestimmen möchten über die Köpfe der Arbeiter. Sondern der 'wilde' Streik, der klassenbewußte Kampf der Arbeiter für ihre Klasseninteressen, gegen die Profitinteressen der Konzerne und ihrer sozialbürokratischen Handlanger in Partei-Wahlvereinen und Gewerkschafts-Apparaten."
Q: SC-Info Nr. 11, Frankfurt O. J. (1969)

07.09.1969:
Die Werksleitung der bestreikten Rheinstahl-Gießerei in Duisburg-Meiderich (vgl. 4.9.1969, 8.9.1969) unterbreitet, laut IMSF, dem Betriebsrat ein Angebot über eine einmalige Prämie von 50 DM und eine innerbetriebliche Lohnregulierung in weiteren Verhandlungen. Der Betriebsrat aber weigert sich, mit diesem Angebot zur Wiederaufnahme der Arbeit aufzurufen.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

08.09.1969:
In Duisburg Meiderich endet, laut IMSF, der sechstägige Streik von 1 300 Arbeitern der Rheinstahlgießerei (vgl. 7.9.1969), weil in anderen Betrieben die Arbeit ebenfalls wieder aufgenommen wurde und die materiellen Verluste der Kollegen durch die Ausfallschichten sich nicht noch vergrößern sollen. Die Debatten dauern allerdings an und es wird nur unregelmäßig gearbeitet. Erreicht wurde eine Sonderprämie von 50 DM als Vorrauszahlung auf den nächsten Tarifvertrag und eine effektive Erhöhung der Löhne der Reparaturhandwerker um 5 Prozent.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:
In Witten streiken heute, laut IMSF, die 200 Kollegen einer Abteilung im Rheinstahl Gußstahlwerk eine Schicht lang und erreichen damit die selbe Vereinbarung wie in Gelsenkirchen und Duisburg-Meiderich.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:
In Gelsenkirchen endet, laut IMSF, der fünftägige Streik von ca. 3 300 Arbeitern des Schalker Vereins von Rheinstahl.

Morgens versammeln sich die Streikenden, hören die Meldungen von den Streiks bei Gußstahl Gelsenkirchen, Brackwede und Duisburg-Meiderich und warten auf die Entscheidung des Arbeitgeberverbandes.

Um 10 Uhr werden neue unwahre Gerüchte über Gewalttaten verbreitet.
Der Betriebsrat. beschließt am Abend einstimmig, zum Streikabbruch aufzufordern.

Gegen 2 Uhr morgens nehmen die ersten die Arbeit wieder auf. Erreicht worden sei eine Sonderzahlung von 50 DM, die Bezahlung der Streikzeit und weitere innerbetrieblichen Lohnerhöhungen seien noch ungewiß.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:
In Gelsenkirchen beenden auch die ca. 1 800 Streikenden des Rheinstahl Gußstahlwerkes heute ihren Streik.

Es wird eine informelle Vereinbarung in der selben Höhe wie in Duisburg-Meiderich und auf dem Schalker Verein erreicht.
Q: IMSF: Die Septemberstreiks 1969, Frankfurt Nov. 1969

11.09.1969:
Die DKP bringt die Nr. 24 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 4.9.1969, 18.9.1969). Im Leitartikel heißt es:"
STREIKFUNKE SPRINGT ÜBER
DIE ANTWORT AUF DIE PROFITEXPLOSION

Der Funke des siegreichen Streiks der über 20 000 Stahlwerker der Dortmunder Hoesch-Hütten sprang über.
Die Belegschaft der Rheinstahl-Gießerei in Duisburg-Meiderich trat ebenso in den Ausstand wie die Arbeiter der Produktionsbetriebe bei Mannesmann in Duisburg-Huckingen. Die Brocken warf man bei der Friedrich-Wilhelms-Hütte in Mülheim (Ruhr) wie bei den Schalker Eisenwerken in Gelsenkirchen hin. … Bei Redaktionsschluß hielt die Streikbewegung noch an."
Q: Unsere Zeit Nr. 24, Essen 11.9.1969

18.09.1969:
Die DKP bringt die Nr. 25 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 11.9.1969, 25.9.1969) und berichtet von Rheinstahl Duisburg-Meiderich.
Q: Unsere Zeit Nr. 25, Essen 18.9.1969

15.01.1970:
Die DKP gibt die Nr. 3 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 8.1.1970, 22.1.1970).
Berichtet wird u.a. über die Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich.
Q: Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr. 3, Essen 15.1.1970

24.09.1970:
In Duisburg wird, laut KPD/ML-ZB, in Meiderich gestreikt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr. 2, Berlin Okt. 1970; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 36, Bochum 25.9.1970

04.06.1971:
Heute beschließt die Vertreterversammlung (VV) der IG Metall (IGM) in Duisburg, einen Antrag an den 10. ordentlichen Gewerkschaftstag der IGM (vgl. 27.9.1971), der als Forderung nach dem Verbot der KPD/ML gedeutet wird. Die KPD/ML-ZK berichtet bei Opel Bochum (vgl. 21.6.1971):"
IGM STELLT VERBOTSANTRAG GEGEN KPD/MARXISTEN-LENINISTEN!

Kolleginnen und Kollegen!
Am 4. Juni fand in Duisburg eine IGM-Vertreterversammlung statt. Diese VV verabschiedete Anträge für den IGM-Gewerkschaftstag im Herbst und wählte Delegierte dafür. Allerdings war eine Reihe dieser Vertreter nicht von den Kollegen gewählt, sondern von der Ortsverwaltung (OV) 'berufen'. Unter den Vertretern waren so hohe Persönlichkeiten wie Bünk, Mannesmann-Sachbearbeiter für Gewerkschaftsfragen, der erst vor kurzem den Henne-Plan, ein neues Ausbeutungssystem bei Mannesmann (MM, d.Vf.), wesentlich mit unterstützt hatte; Bulitz, 1.IGM-Ortsbevollmächtigter und SPD-Ratsherr; Ehlers, Betriebsrat bei Mannesmann und im Bezirksvorstand der SPD; Judith, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Thyssenhütte (ATH, d.Vf.), ehrenamtliches Mitglied beim IGM-Vorstand; Lukrawka, Betriebsratsvorsitzender bei Rheinstahl Meiderich, Beisitzer der OV und DKP-Mitglied). - usw. usf.
Kurz: Jeder Kollege kann sich vorstellen, daß dort die 'Creme de la Creme' der Duisburger Gewerkschaftsbonzen vertreten war."
Q: Zündkerze Extrablatt IGM stellt Verbotsantrag gegen KPD/Marxisten-Leninisten!, Bochum O. J. (1971), S. 1ff

Juli 1971:
Die Nr. 7 des 'Der Kampf der Arbeiterjugend' (KDAJ) (vgl. Juni 1971, Aug. 1971) des KJVD der KPD/ML-ZB erscheint. Zur Metalltarifrunde (MTR) heißt es:"
Die Kollegen eines Hoesch-Werkes in Dortmund und in Duisburg-Meiderich haben in Vertrauensleuteversammlungen die Forderungen für diese Tarifrunde auf den Tisch gebracht.
15% auf den Lohn der Kollegen mit der Lohngruppe 7, als festen Betrag für ALLE Kollegen, das ist die Hauptforderung der Hoescharbeiter. 15% forderten auch die Kollegen in Meiderich. Das muß auch die Forderung der Jungarbeiter sein."
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 7, Bochum Juli 1971, S. 2

01.09.1971:
Die IGM-Vertrauenskörperleitung der Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich berichtet, laut DKP, am 3.9.1971 in einem Brief an die Ortsverwaltung Duisburg, den Bezirk Essen und den Vorstand der IGM:"
Am 1. September 1971 fand eine Versammlung der Vertrauensleute der Rheinstahl-Gießerei AG Werk Meiderich statt.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Lohnsituation, wie sie sich nach der Tarifkündigung in der Eisen- und Stahlindustrie ergibt.
Die Vertrauensleute waren einmütig der Auffassung, daß die vom DGB vorgegebene Zielprojektion für diese Lohnrunde 15% zu fordern, nach wie vor richtig ist.
Das ergibt sich vor allem aus dem in der vergangenen Periode erlittenen Kaufkraftverlust, den weiterhin laufenden Preissteigerungen, sowie den angekündigten Erhöhungen von Tabak-Branntwein-Mineralölsteuer usw. Wenn in dieser Situation von der Tarifkommission (vgl. 26.8.1971, d.Vf.) nur 10% mehr Lohn und Gehalt gefordert wurde, war dies den Vertrauensleuten nicht verständlich. Sie brachten deshalb einmütig zum Ausdruck, daß diese 10% Forderung nur nach oben korrigierbar ist.
Ausgehend von der Kenntnis über die Lage in der Belegschaft erklären die Vertrauensleute, daß sie gewillt sind, für die volle Erfüllung der Forderung in den Arbeitskampf zu treten. Diese Tatsache wird mit Sicherheit zu einem gegebenen Zeitpunkt in einer Urabstimmung unterstrichen."
Q: Heisse Eisen Realeinkommen sichern - durch gemeinsame Aktionen, Dortmund Sept. 1971, S. 3

10.09.1971:
Bei Klöckner Bremen gibt die DKP vermutlich Ende dieser Woche eine Ausgabe ihrer 'Bramme' (vgl. 3.9.1971, 17.9.1971) heraus mit dem Artikel "Unzufrieden!" zu Entschließungen bei der Schalker Eisenhütte Gelsenkirchen und bei der Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich zur Tarifrunde.
Q: Die Bramme Keine Befehlsempfänger!, Bremen O. J. (1971), S. 2

13.09.1971:
Der DKP Kreisvorstand Dortmund gibt vermutlich frühestens in dieser Woche eine Ausgabe 'Metall aktuell' - Informationen der DKP für Dortmunder Metallarbeiter und Angestellte mit zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Werner Groß zur Metalltarifrunde (MTR) heraus. U.a. heißt es:"
BELEGSCHAFTEN BEREITEN SICH AUF KAMPF VOR! Die Betriebsräte und Vertrauensleute der Rheinstahl-Gießerei AG in Meiderich und der Schalker Eisenhütte in Gelsenkirchen (vgl. S2.*.1971 bzw. S2.*.1971, d.Vf.) fordern in Entschließungen, die von den großen Lohn- und Tarifkommissionen aufgestellten 10% bzw. 9% Lohn- und Gehaltsforderungen nach oben zu korrigieren. Weiter wird gefordert, vorliegende Verhandlungsergebnisse zur Urabstimmung zu bringen. Nachahmenswerte Beispiele, welche die innergewerkschaftliche Demokratie verbessern."
Q: Metall aktuell Spürbare Reallohnerhöhung erst bei Durchsetzung von 15%, Dortmund O. J. (1971)

16.09.1971:
Es erscheint der 'Marburger Betriebsbote' (MBB) Nr. 18 (vgl. 2.9.1971, 30.9.1971) in dem von der Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich berichtet wird.
Q: Marburger Betriebsbote Nr. 18, Marburg 16.9.1971

Oktober 1971:
Die Nr. 10 der 'Roten Fahne' des KAB/ML (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) berichtet u.a. über Rheinstahl Meiderich.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Tübingen Okt. 1971

07.10.1971:
Der KB/ML Flensburg berichtet heute aus Duisburg-Meiderich von der Rheinstahl-Gießerei:"
Die Vertrauensleute-Konferenz weist die 10%-Forderung der IGM-Führung scharf zurück, nachdem schon am 21.8.71 die Mehrheit der Vertrauensleute (35: 22) für 15% abgestimmt hatte."
Q: Der Metallarbeiter Nr. 6, Flensburg 7.10.1971, S. 3

März 1972:
Die Nr. 3 des 'Rebell' (vgl. Feb. 1972, April 1972) berichtet über einen Streik von 700 Kollegen der Frühschicht bei Rheinstahl-Thyssen in Duisburg Meiderich.
Q: Rebell Nr. 3, Tübingen März 1972, S. 3

25.04.1972:
Vermutlich heute wird, laut DKP, bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich eine halbe Stunde lang das Mißtrauensvotum gestreikt.

Im DKP-Bezirk Ruhr-Westfalen (vgl. 26.4.1972) wird berichtet:"
In der Gießerei Meiderich fand eine außerordentliche Vertrauensleute-Konferenz statt, an der sich spontan die gesamte Belegschaft beteiligte. Mit dem Warnstreik der Gießerei Meiderich wurde eine politische Erklärung gegen den Sturz der Regierung verbunden und der DGB-Vorstand aufgefordert, einen Generalstreik auszurufen."
Q: DKP-Bezirk Ruhr-Westfalen: Bezirk Ruhr-Westfalen, o.O. (Essen) 26.4.1972, S. 1; Heisse Eisen Extra Verhindert den Sturz der Regierung Brandt-Scheel!, Dortmund O. J. (26.4.1972), S. 2

DKP Betriebsgruppe Hansa: Informationen Extra Verhindert den Sturz der Regierung Brandt-Scheel!, Dortmund O. J. (26.4.1972), S. 2; Die Kumpel-Post Extra Verhindert den Sturz der Regierung Brandt-Scheel!, Dortmund O. J. (26.4.1972), S. 2; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 32, Bochum 29.4.1972; Rheinstahl-Kontraste Extra Verhindert den Sturz der Regierung Brandt-Scheel!, Dortmund O. J. (26.4.1972)S.2; Signal Extra Verhindert den Sturz der Regierung Brandt-Scheel!, Dortmund O. J. (26.4.1972), S. 2

November 1972:
Der KB gibt die Nr. 23 seines 'Arbeiterkampfes' (AK - vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus und berichtet von der Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich.
Q: Arbeiterkampf Nr. 23, Hamburg Nov. 1972

Januar 1973:
Die Nr. 1 des 'Rebell' (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) der RJ/ML des KABD berichtet:"
METALLER STREIKBEREIT

Es gibt kein Stillhalten an der Streikfront. In vielen Betrieben der Metall- und Stahlindustrie brachen selbständige Kämpfe gegen die Unternehmerprovokation aus. Die Metall- und Stahlarbeiter waren und sind kampfentschlossen wie selten. Den Auftakt zu einer Welle von Warnstreiks bildete die Arbeitsniederlegung von 700 der Krupp-Hüttenwerke in Hohenlimburg am 4. Januar. Die Kollegen brachten in ihrem einstündigen Streik ihre Empörung über den zu erwartenden 8, 5%-Lohnraubabschluß zum Ausdruck. Ein Sprecher der Streikenden sagte, dies sei ein Warnschuß vor den Bug der Stahlbosse gewesen. Als das 8, 5%-Ergebnis bekannt wurde, traten die Stahlarbeiter bei Rheinstahl in Meiderich in den Streik. Die Stahlarbeiter sind weiterhin kampfentschlossen. 66% lehnten in einer Urabstimmung den 8, 5%-Lohnraubabschluß ab. Nicht minder kampfbereit waren die Kollegen der Metallindustrie."
Q: Rebell Nr. 1, Tübingen Jan. 1973, S. 5

Januar 1973:
Die Nr. 1 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) berichtet:"
JETZT OFFENSIV GEGEN LOHNRAUB KÄMPFEN! KLARES NEIN ZUM FAULEN KOMPROMIß!

Als die Arbeiter von Rheinstahl in Duisburg-Meiderich (vgl. 5.1.1973, d.Vf.) von dem 8, 5%-Abschluß erfuhren, schmissen sie die Brocken hin. So war es auch in anderen Betrieben. Dies zeigt: Tarifabschlüsse in dieser Höhe sind für die Arbeiter im ganzen Bundesgebiet unannehmbar. Im Schnellverfahren haben die rechten IG Metall-Spitzen Lohnraubabschlüsse mit den Metallbossen ausgeheckt. Doch in vielen Betrieben ist die Stimmung am Kochen."
Q: Rote Fahne Nr. 1, Tübingen Jan. 1973, S. 1

05.01.1973:
Heute wird, laut KPD und DKP, bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gestreikt. Laut ML Dortmund (vgl. 8.1.1973) streiken 800. Berichtet wird, ohne Datumsangabe, auch von der KPD/ML-ZK bei Hoesch Dortmund.

Der KABD berichtet (vgl. Jan. 1973), u.a. auch (vgl. 8.1.1973) von der STR NRW (vgl. 4.1.1973):"
Bei Rheinstahl in Meiderich traten die Stahlarbeiter gleich nach Bekanntwerden dieses Lohnraubkompromisses in den Streik. Die Stahlarbeiter protestierten vor allem gegen die lange Laufzeit des Tarifvertrages."

Laut KSV der KPD (vgl. 10.1.1973) treten gegen den Tarifkompromiß bei Eisen- und Stahl (vgl. 5.1.1973) "in Dortmund die Kranfahrer des Oxygenstahlwerkes und die Belegschaft der Verkehrsbetriebe im Hoesch-Werk Phoenix, in Duisburg die Kollegen bei Rheinstahl (Thyssen) in den Streik gegen den Abschluß".

Laut der DKP bei den SWB Bochum (vgl. 8.1.1973) wird eine Stunde lang für eine 11%-Mindestforderung gestreikt.
Q: Dem Volke Dienen Nr. 1, Dortmund 10.1.1973, S. 7; Klassenkampf und Programm Nr. 2, Dortmund Feb. 1973, S. 60f;Kommunistische Pressekorrespondenz Nr. 2, Tübingen 8.1.1973, S. 1;Rote Fahne Nr. 2, Dortmund 10.1.1973, S. 1;Rote Fahne Nr. 1, Tübingen Jan. 1973, S. 1;Die Rote Front Extra 46 Pfg - Nein!, Dortmund Jan. 1973, S. 1;Heisse Eisen Extrablatt Nr. 2, Dortmund 8.1.1973, S. 1;Stählerne Faust Extra, Dortmund 8.1.1973, S. 1;Stahlhart Nein!, Bochum O. J. (1973), S. 1;Roter Morgen Nr. 1, Hamburg 14.1.1973, S. 3

08.01.1973:
Bei Hoesch Dortmund gibt die DKP ihre 'Heisse Eisen' Nr. 2 (vgl. 5.1.1973, 10.1.1973) als zweiseitiges Extrablatt heraus. Berichtet wird von der Ablehnung des Ergebnisses der Verhandlungen der Stahltarifrunde (STR) vom 5.1.1973 noch am selben Tag durch Mitglieder der Großen Tarifkommission, die Vertrauensleute der Hoesch Westfalenhütte und die Streiks bei Hoesch und in der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich:"
NEIN! das war das Wort der Arbeiter und Angestellten der Stahlindustrie, die sich bei der Urabstimmung (vgl. 20.12.1972, d.Vf.) mit 96, 99% für den Streik entschieden.

Mit dieser Entscheidung haben die Stahlarbeiter bewiesen, daß sie sich nicht von den Großunternehmern in Angst jagen lassen, sondern daß es ihnen darum geht: das Gesetz des Handelns bleibt in der Hand der Arbeiter.

NEIN! sagen die Kollegen, weil sie wissen, daß sie für ihren Lohn in Zukunft absolut weniger kaufen können."
Q: Heisse Eisen Extrablatt Nr. 2, Dortmund 8.1.1973

10.02.1973:
Bei Hoesch Dortmund wird heute Abend, laut KPD, der Streik beendet (vgl. 9.2.1973, 12.2.1973). Für die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD (vgl. März 1973) berichtet das RK Rhein/Ruhr der KPD (vgl. 9.2.1973, 12.2.1973) gleich lautend wie zuvor bereits die Zelle Hoesch Westfalenhütte der KPD (vgl. 16.2.1973):"
1 Uhr: Während der Streikversammlung treffen in der alten Kantine Solidaritätsadressen von HOAG (Oberhausen, d.Vf.), von RHEINSTAHL-GIEßEREI MEIDERICH (Duisburg, d.Vf.) und von ZECHE WESTERHOLT (Polsum, d.Vf.) ein. Die Kollegen treffen in der Streikversammlung ein und berichten."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Nr. 21, Dortmund O. J. (16.2.1973), S. 6; Rote Fahne Nr. 7, Dortmund 14.2.1973;Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 2, Dortmund 1973, S. 25f. und 43

12.02.1973:
Bei Hoesch Dortmund gibt die DKP ein zweiseitiges Extrablatt ihrer 'Heisse Eisen' (vgl. 9.2.1973, 21.2.1973) heraus:"
FORDERUNGEN DER BELEGSCHAFTEN UND IHRER BETRIEBSRÄTE WEITERHIN AUF DEM TISCH!
VORSTANDSTABELLE WIRD WEITERHIN ABGELEHNT!
VOLLE BEZAHLUNG DER AUSFALLSCHICHTEN!
VERHANDLUNGSERGEBNIS VOR DIE BELEGSCHAFTEN!
REPRESSALIEN GEGEN STREIKENDEN KOLLEGEN ZURÜCKWEISEN!
KAMPFAKTIONEN DER BELEGSCHAFTEN STÄRKEN VERHANDLUNGSPOSITION DES BETRIEBSRATS!

DAS SCHWEIGEN WURDE DURCHBROCHEN!

Wenn auch die Forderung nach 14 Pfennig nicht voll durchgesetzt werden konnte, ist die Streikaktion dennoch als Erfolg für die Hoescharbeiter und die Stahlarbeiter der ganzen Bundesrepublik zu werten. Für die Bevölkerung des ganzen Landes wurde schlagartig sichtbar: Angesichts der Preissteigerungen und der ständig steigenden Leistungen der Stahlarbeiter ist ihr Lohn einfach zu niedrig. Der abgeschlossene Tarifvertrag gleicht die Preissteigerungen bei weitem nicht aus. Er kommt außerdem einem Lohnstop von einem Jahr gleich. Die Stahlarbeiter von Hoesch haben das Schweigen durchbrochen, das von den Massenmedien, von Springer bis zum ZDF, über ihre Situation verhängt wurde. Das wird deutlich durch die vielen Solidaritätsbekundungen, die von den Belegschaften vieler Betriebe kamen, so z.B. von der Gießerei Meiderich (Rheinstahl Gießerei Duisburg-Meiderich - IGM-Bereich, d.Vf.) und der Zeche Westerholt (IGBE-Bereich in Herten-Polsum, d.Vf.). Wir sagen es auch ganz offen: Ohne die Protestaktionen der Hoeschbelegschaften hätte der Vorstand seine Tabelle heute bereits durchgepeitscht!

Gestützt auf die Kraft dieser Aktionen kann der Betriebsrat nun mit dem Vorstand verhandeln. Ganz sicher wird mehr herauskommen müssen, als der Vorreiter des Vorstands, Arbeitsdirektor Sieber, in seiner Tabelle entworfen hat."
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 2, Dortmund O. J. (1973), S. 30; Rote Fahne Nr. 7, Dortmund 14.2.1973;Heisse Eisen Extrablatt, Dortmund 12.2.1973;DKP-Hoesch-Betriebsgruppen Westfalenhütte und Phoenix: Heisse Eisen 1968-1978, Dortmund O. J. (1978), S. 9

25.05.1973:
Bei Rheinstahl (Thyssen) in Duisburg-Meiderich streiken, laut AB und KABD, 600 für eine Teuerungszulage (TZL) von 100 DM pro Monat. Laut KPD streiken mehr als 500 für 100 DM, vom Streik für 100 DM berichtet auch die KPD/ML (vgl. 2.6.1973). Laut KB / Gruppe Hamburg wird die 2%-TZL für die Stahlindustrie abgelehnt.
Q: Der Metallarbeiter Nr. 8, Hamburg 29.5.1973, S. 2; Kommunistische Arbeiter Nachrichten Nr. 3, Clausthal-Zellerfeld Juni/Juli 1973, S. 2;Rote Fahne Nr. 22 und 23, Dortmund 29.5.1973 bzw. 6.6.1973, S. 3 bzw. S. 1;Roter Widerdruck o.Nr. (18), Regensburg O. J. (Juni 1973);Roter Aufmucker Nr. 28, München Juli 1973;Roter Weichensteller Nr. 10, München Juli 1973;Roter Widerdruck Nr. 24, München Juli 1973;Rote Fahne Nr. 6, Tübingen Juni 1973;Roter Morgen Nr. 21 und 22, Dortmund 2.6.1973 bzw. 9.6.1973, S. 1 bzw. S. 2

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27.08.1973:
Laut KPD wird heute in der Rheinstahl (Thyssen) Gießerei in Duisburg für eine Teuerungszulage (TZL) gestreikt. "600 Arbeiter von insgesamt 700 Beschäftigten führen einen Warnstreik von 2 Stunden durch. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 70 DM monatlich."

Vom Streik berichtet auch der KABD.
Die DKP bei Eickhoff Bochum (vgl. 28.8.1973) berichtet:"
Von 12.-14.00 Uhr tritt die Frühschicht der Gießerei Meiderich in einen Warnstreik. Die Forderungen der Belegschaft lauten:
Erhaltung der von der IG Metall mit dem Arbeitgeberverband ausgehandelten Teuerungszulage von 70,-- DM. Einbau dieser Zulage in den Tarifvertrag und Erhöhung dieser Zulage auf 0,70 DM pro Stunde."
Q: Der Bohrer Teuerungszulagen für alle - die Unternehmer müssen zahlen!, Bochum O. J. (1973), S. 2; Klassenkampf Nr. 27, Frankfurt Sept. 1973;Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973, S. 1;Rote Fahne Nr. 9, Tübingen Sept. 1973;Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973, S. 18;Roter Morgen Nr. 44, Dortmund 10.11.1973, S. 1

29.08.1973:
Bei den Stahlwerken Bochum (SWB) gibt die DKP vermutlich Mitte dieser Woche ihre 'Stahlhart' (vgl. 23.8.1973, 17.9.1973) heraus mit der Schlagzeile "Die Unternehmer müssen zahlen! 70 Pfennig mehr pro Stunde!" zu den Streiks für Teuerungszulagen (TZL) u.a. bei Rheinstahl Duisburg-Meiderich.
Q: Stahlhart Die Unternehmer müssen zahlen! 70 Pfennig mehr pro Stunde!, Bochum O. J. (1973)

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April 1974:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Okt. 1974) heraus.
Q: Aktuell, Duisburg Apr. 1974

Oktober 1974:
In der Nr. 40 ihres 'Klassenkampf' (vgl. 1.9.1974, Nov. 1974) berichtet die SAG von Rheinstahl Duisburg-Meiderich.
Q: Klassenkampf Nr. 40, Frankfurt Okt. 1974

Oktober 1974:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Apr. 1974, Nov. 1974) vermutlich im Oktober heraus unter der Schlagzeile "Bundeskanzler Helmut Schmidt: 'Die verdienen sich dick und dämlich!'" zu den Gewinnen der Stahlindustrie.
Q: Aktuell Bundeskanzler Helmut Schmidt: 'Die verdienen sich dick und dämlich!', Duisburg Okt. 1974

November 1974:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ein Extrablatt ihrer 'Aktuell' (vgl. Okt. 1974, 27.1.1975) heraus.
Q: Aktuell Extrablatt, Duisburg Nov. 1974

Januar 1975:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP vermutlich Ende Januar ihre 'Aktuell' (vgl. Nov. 1974, 7.4.1975) heraus. Eingegangen wird u.a. auf den Besuch von Franz Josef Strauß (CSU) in der VR China (vgl. 22.1.1975).
Q: Aktuell, Duisburg Jan. 1975

27.01.1975:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP vermutlich in dieser Woche ihre 'Aktuell' (vgl. Nov. 1974, 7.4.1975) heraus mit dem Leitartikel "'Rheinische' plündert 20 000 Mieter! Konzertierte Aktion der Preistreiber-Mafia!" zur RWAG.

Weitere Artikel sind:
- "Kurzarbeit geplant!";
- "Betriebsratswahlen beginnen im März!" zu den BRW;
- "Preistreiber können gestoppt werden!" mit der Einladung zur Preisstop-Revue am 1.2.1975 in Essen; sowie
- "Wußten Sie schon…"

Enthalten ist auch zu FJS bzw. der VR China eine:"
Letzte Meldung:
Peking, 22.1.1975:
Wie aus zuverlässigen Quellen zu erfahren war, wurde zwischen Strauß und den Pekinger Führern Einigkeit erzielt, die Tätigkeit der spalterischen maoistischen Gruppen weiter zu fördern.
Strauß hatte zuvor die nützliche Rolle dieser, der Arbeiterbewegung schädlichen Gruppen geschildert und nachgewiesen, welche Hilfe sie für die CDU/CSU und ihre Propaganda bedeuten.
Weiter wurde Einigkeit darüber erzielt, die Vereinigung der maoistischen Grüppchen mit der CSU aus wahltaktischen gründen erst nach der Bundestagswahl 1976 vorzunehmen."
Q: Aktuell 'Rheinische' plündert 20 000 Mieter! Konzertierte Aktion der Preistreiber-Mafia!, Duisburg Jan. 1975

April 1975:
Die Ortsleitung (OL) Duisburg der KPD gibt vermutlich im April ein Flugblatt zu den Landtagswahlen (LTW - vgl. 4.5.1975) heraus:"
BRANDT - SCHÖNSCHWÄTZER DER MONOPOLE!

Nachdem Schmidt in der letzten Woche bei Krupp-Rheinhausen nicht landen konnte und Pfiffe erntete, kommt nun Brandt nach Hamborn. Brandt, so hofft die SPD, hat bei vielen Arbeitern noch einen Stein im Brett. Viele gaben ihm 1969 ihre Stimme, weil sie seinen Versprechungen von Reformen und 'mehr Demokratie wagen' Glauben schenkten.

Seit Jahren kassiert die Ruhrkohle-AG (RAG - IGBE-Bereich, d.Vf.) Millionenbeträge von der Landesregierung und vom Bund an Stillegungs- und Wiedereröffnungsprämien. Aber die Kohle wird teurer und teurer, über 2 000 Betriebe sind in den letzten Monaten in NRW stillgelegt worden, Kurzarbeit und Massenentlassungen im Bau (BSE-Bereich, d.Vf.), in der Metallindustrie, unter den Angestellten, unter den ausländischen Kollegen und den Jugendlichen zerstören die Existenzgrundlage von Millionen Arbeiterfamilien.

Und in Duisburg, der Stahlstadt unseres Landes, sieht die Zukunft noch düsterer aus. Die Auftragsbestände reichen gerade noch bis Anfang Juli. Einstellungsstop in allen Großbetrieben, Kurzarbeit bei Thyssen-Niederrhein (TN, d.Vf.) und Rheinstahl-Gießerei-Meiderich.

In dieser Situation scheut sich Brandt nicht zu sagen: Wählt den Aufschwung. Denen, die Vertrauen in diese Partei gesetzt haben, haben Brandt, Schmidt und Kühn vor allem eines gebracht: Enttäuschung, Ernüchterung, Erniedrigung."
Q: KPD-OL Duisburg: Brandt - Schönschwätzer der Monopole, Duisburg O. J. (1975)

01.04.1975:
Die KPD Ortsleitung (OL) Duisburg gibt vermutlich Anfang dieser Woche ein Flugblatt heraus:"
GEGEN KURZARBEIT, MASSENARBEITSLOSIGKEIT UND KRISENWIRTSCHAFT

Kollegen,
in der BRD ist die Arbeitslosigkeit mittlerweile auf 1, 18 Millionen angestiegen. Die Tendenz ist steigend!

Auch die bisher als krisensicher bezeichneten Stahlbetriebe werden spätestens im September dieses Jahres ihr Auftragspolster verbraucht haben, so daß auch in diesem Bereich mit Kurzarbeit und Entlassungen zu rechnen ist. Bei Thyssen Niederrhein (TN, d.Vf.) und Gießerei Meiderich sowie in einzelnen Bereichen der ATH wird im März/April kurzgearbeitet bzw. Abteilungen vorübergehend stillgelegt."
Q: KPD-OL Duisburg: Gegen Kurzarbeit, Massenarbeitslosigkeit und Krisenwirtschaft, Duisburg O. J. (1975)

07.04.1975:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP vermutlich in dieser Woche ihre 'Aktuell' (vgl. 27.1.1975, Jan. 1976) heraus.
Q: Aktuell, Duisburg O. J. (1975)

06.11.1975:
Bei Mannesmann (MM) Duisburg gibt die DKP ihren 'Roten Punkt' (vgl. Okt. 1975, Jan. 1976) heraus unter der Schlagzeile "Belegschaften empört über Unternehmer-Provokation!" zur Stahltarifrunde bzw. zu den Aktionen bei Mannesmann Huckingen, der Rheinstahl Gießerei Meiderich und bei Hoesch Dortmund.
Q: Roter Punkt Belegschaften empört über Unternehmer-Provokation!, Duisburg 6.11.1975

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11.11.1975:
Die KPD gibt ihren 'Roten Fahne Pressedienst' (RFPD - vgl. 18.11.1975) heraus und berichtet von der Stahltarifrunde (STR) von der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 1, Köln 11.11.1975

12.11.1975:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich wird heute, laut SAG, eine halbe Stunde lang gestreikt.
Q: Klassenkampf Nr. 52, Frankfurt 15.12.1975

15.11.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 46 (vgl. 8.11.1975, 22.11.1975) heraus. Von der Stahltarifrunde (STR) wird auch berichtet von Rheinstahl Duisburg-Meiderich, wo letzte Woche die gesamte Frühschicht zum Betriebsrat zog und Informationen verlangte.
Q: Roter Morgen Nr. 46, Dortmund 15.11.1975, S. 3

29.11.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 48 (vgl. 22.11.1975, 6.12.1975) heraus und berichtet von der Stahltarifrunde (STR) der IGM über den eigenen 'Roten Greifer' bei ATH Duisburg-Hamborn, Ruhrort und Meiderich.
Q: Roter Morgen Nr. 48, Dortmund 29.11.1975, S. 4

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Januar 1976:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ein Extra ihrer 'Aktuell' (vgl. 7.4.1975, Apr. 1976) heraus.
Q: Aktuell Extra, Duisburg Jan. 1976

25.02.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 8 (vgl. 18.2.1976, 3.3.1976) heraus. Aus Duisburg wird auch berichtet von der Rheinstahl Gießerei Meiderich (IGM-Bereich), u.a. über die Türken und den von der DKP beherrschten Betriebsrat, der Entlassungen zugestimmt habe.
Q: Rote Fahne Nr. 8, Köln 25.2.1976, S. 6

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April 1976:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Jan. 1976, Mai 1976) heraus.
Q: Aktuell, Duisburg Apr. 1976

Mai 1976:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Apr. 1976, Juni 1976) heraus.
Q: Aktuell, Duisburg Mai 1976

Juni 1976:
Bei der Rheinstahl Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Mai 1976, Sept. 1976) heraus.
Q: Aktuell, Duisburg Juni 1976

25.08.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 34 (vgl. 18.8.1976, 1.9.1976) heraus. Von der letzten Stahltarifrunde (STR der IGM) wird auch berichtet von der Rheinstahlgießerei Duisburg-Meiderich.
Q: Rote Fahne Nr. 34, Köln 25.8.1976, S. 4

September 1976:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Juni 1976, Sept. 1976) heraus mit dem Leitartikel "Verstärkter Leistungsdruck durch Belegschaftsabbau?".

Weitere Artikel sind:
- "Eisen und Stahlindustrie Tarifrunde '76 vorbereiten" zur Stahltarifrunde (STR);
- "Vor der Tarifrunde";
- "'Modell Deutschland'? Aber nicht am Beispiel der Lohntüte eines Stahlarbeiters!";
- "Die Hand von 'Vater Staat' in unserer Tasche";
- ein Interview mit Heinz Mühlhaus, Kandidat zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976);
- "Wir sagen ja zum Aktionsprogramm der Berliner Konferenz" der Kommunistischen und Arbeiterparteien; sowie
- "Verbot der KPD - Ein Unrechtsurteil, das aufgehoben werden muß" von Max Reimann.
Q: Aktuell Verstärkter Leistungsdruck durch Belegschaftsabbau?, Duisburg Sept. 1976

September 1976:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP eine Sonderausgabe "Belegschaftsaktion - aufpolierte Sozialpartnerschaft?" ihrer 'Aktuell' (vgl. Sept. 1976, Okt. 1976) heraus.

Zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) erscheint der Artikel "Prüft wer auf eurer Seite steht!" mit den 10 Prüfsteinen des DGB.
Q: Aktuell Sdr.ausg. Belegschaftsaktion - aufpolierte Sozialpartnerschaft?, Duisburg Sept. 1976

Oktober 1976:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP ihre 'Aktuell' (vgl. Sept. 1976, 27.6.1977) heraus mit dem Leitartikel "Wachsamer sein!" zum Leistungsdruck.

Weitere Artikel sind:
- "Mittagessen sicherstellen, besonders für Angestellte" zu Kantine;
- ein Artikel zum Ausgang der Bundestagswahlen (BTW);
- "Arbeiterrechte im Vergleich der Systeme" zur Arbeitsplatzsicherheit in BRD und DDR;
- "Den Mund nicht nur spitzen - man muss auch pfeifen. Reallohn sichern - 15 Prozent durchsetzen" zur Stahltarifrunde (STR); sowie
- "Noch einmal zum Thema Belegschaftsaktien".

Berichtet wird:"
Weihnachtsgeld wird früher gezahlt

In Verhandlungen mit dem Vorstand konnte der Gesamtbetriebsrat der Gießerei AG durchsetzen, daß wie in anderen ATH-Betrieben, das Weihnachtsgeld für Arbeiter am 15. Oktober 1976, für Angestellte Ende Oktober gezahlt wird. Mit einer aktiven Belegschaft im Rücken kann der Betriebsrat manches erreichen."
Q: Aktuell Wachsamer sein!, Duisburg Okt. 1976

17.10.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr. 98 (vgl. 3.10.1976, 31.10.1976) heraus und berichtet von der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich über dort geforderte 10 bis 12 % zur Stahltarifrunde (STR).
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 98, München 17.10.1976, S. 18

28.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr. 101 (vgl. 14.11.1976, 12.12.1976) heraus. Berichtet wird von der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich, wo 15% mehr Lohn gefordert wird.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 101, München 28.11.1976, S. 3

06.12.1976:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich haben laut DKP, nach AB, Betriebsrat und Vertrauensleute zur Stahltarifrunde (STR) "in einer gemeinsamen Resolution vom 6. Dezember die Große Tarifkommission aufgefordert, die 8,5%-Forderung 'konsequent zu vertreten'".
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 102, München 12.12.1976, S. 2

27.06.1977:
Bei der Thyssen Gießerei in Duisburg-Meiderich gibt die DKP vermutlich in dieser Woche ihre 'Aktuell' (vgl. Okt. 1976) für Juni/Juli heraus mit dem Leitartikel "Weitere Arbeitsplätze in Gefahr" zu TNO.

Eingeladen wird zum 'UZ'-Volksfest vom 1.-3.7.1977 in Recklinghausen.
Q: Aktuell Weitere Arbeitsplätze in Gefahr, Duisburg Juni/Juli 1977

01.11.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr. 124 (vgl. 18.10.1977, 15.11.1977) heraus und berichtet aus Duisburg von Thyssen Meiderich, wo 10-12 % zur Stahltarifrunde gefordert werden.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 124, München 1.11.1977, S. 4

18.06.1979:
In einer Information der RGO-Betriebsgruppen der KPD/ML von Hoesch Dortmund, Thyssen (ATH) Duisburg, Mannesmann (MM) Duisburg und der Kupferhütte Duisburg heißt es:"
GEGEN PREISTREIBEREI DER UNTERNEHMER
INFLATIONSAUSGLEICH DURCHSETZEN!

Wer soll das bezahlen? Die Kollegen in den Stahlbetrieben bestimmt nicht. Denn der Abschluß mit 4% auf 15 Monate Laufzeit - das sind 3, 2% brutto aufs Jahr, also 1, 9% netto - Inzwischen haben die Unternehmer kräftig zugelangt. Der Preisanstieg betrug im April 3, 3% und im Mai 3, 7%. Und da waren die explodierenden Benzinpreise der letzten Wochen noch nicht enthalten.

Ebenso gestiegen sind die Heizölpreise - das wird große Löcher ins Portemonnaie reißen. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher rechnet mit Steigerungen zwischen 60 und 100%, das bedeutet je Haushalt Nachzahlungen zwischen 300 und 800 DM. Und das ist noch längst nicht alles. Am 1. Juli wird die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 13% fällig, das werden die Unternehmer als Vorwand für einen neuen Preisgalopp nehmen. Der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA, d.Vf.) forderte letzte Woche frech, den Unternehmern müsse größerer Spielraum bei den Preisen eingeräumt werden.

Es liegt auf der Hand: EINE PREISWELLE ROLLT AUF UNS ZU! deshalb: DER 'NACHSCHLAG' MUSS HER!

Die Mannesmann-Werke zahlten eine Dividende von 17%, die Thyssen AG 12% (einschließlich der Steuergutschrift). Die Stahlkonzerne können also bezahlen, aber sie geben nie etwa freiwillig, wir müssen es uns selbst erkämpfen. Die ersten Schritte dazu sind bereits getan. Die Vertrauenskörper von Mannesmann in Duisburg-Huckingen und der Thyssen-Gießerei in Duisburg-Meiderich haben bereits Resolutionen beschlossen. Sie fordern den IGM-Vorstand auf, mit dem Unternehmerverband Eisen und Stahl Verhandlungen um einen Nachschlag aufzunehmen.

Diese berechtigte Forderung nach einem Inflationsausgleich muß aber auch gegen die IGM-Führung durchgesetzt werden. Eugen Loderer hat in der Metall Nr. 10 (vgl. S1.*.1979, d.Vf.) bereits dagegen geschossen. Wahrheitswidrig behauptet er: 'Nach allem, was man gegenwärtig aussagen kann, wäre es also ungerechtfertigt zu glauben, die Preissteigerung überrolle die Lohn- und Gehaltsentwicklung.' Um solchen Lügen einen Anschein von Wahrheit zu geben, bedient er sich eines Taschenspielertricks: Er rechnet die Erhöhung des Kindergelds und angebliche Verbesserungen bei der Lohnsteuer zusammen und kommt auf 6% netto. Aber sollen wir auf unseren Lohn verzichten, damit das Kindergeld erhöht wird? Das ist doch Unternehmerlogik. Solche Rechnungen könnten auch von Weisweiler und Co. stammen! Wo es noch nicht geschehen ist, sollten die Vertrauenskörper ebenfalls solche Resolutionen beschließen. Unabhängig davon sollten die Betriebsräte Verhandlungen mit den Vorständen um entsprechende Betriebsvereinbarungen aufnehmen.

Der Vertrauenskörper der Thyssen-Gießerei Meiderich fordert als Nachschlag ein FESTGELD VON 100 DM pro Monat, das entspricht etwa 5% - eine notwendige und richtige Forderung!"
Q: RGO-BGs Hoesch Dortmund, ATH Duisburg, MM Duisburg, Kupferhütte Duisburg: Information, Dortmund 18.6.1979, S. 1

22.06.1979:
Bei Hoesch Dortmund gibt die DKP ihre 'Heisse Eisen' (vgl. 18.6.1979, 13.7.1979) heraus mit dem Artikel "Preise überrollen Löhne. Vertrauensleute fordern Nachschlag" zur Thyssengießerei in Duisburg-Meiderich, aus der 'UZ'.
Q: Heisse Eisen Was geschieht mit der Eisenbahn?, Dortmund Juni 1979, S. 4

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24.06.1979:
In Frankfurt gibt die Zelle Hoechst des KBW ihre 'Kommunistische Volkszeitung - Betriebsausgabe' (vgl. 11.6.1979, 9.7.1979) heraus. Berichtet wird von der Stahltarifrunde (STR):"
Stahlarbeiter fordern 100 DM Lohnerhöhung jetzt

Die Vertrauensleute der Thyssengiesserei Meiderich (1000 Beschäftigte) fordern in einer Resolution 100 DM mehr für alle auf den Tariflohn oder vorzeitige Kündigung des Tarifvertrags. Am Anfang letzter Woche hatten bereits die Vertrauensleute von Mannesmann Huckingen (10000 Beschäftigte) die IG Metall aufgefordert, einen tariflichen Zuschlag durchzusetzen. Der Lohnraubabschluss fängt voll an zu wirken. Die Familien können die Preiserhöhungen, insbesondere der Mineralölprodukte, immer schwerer zahlen. Bei Thyssen sollen außerdem noch die Mieten für die Werkswohnungen erhöht werden."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Betriebsausgabe Hoechst, Frankfurt 24.6.1979, S. 2

Letzte Änderung: 23.07.2018