Köln: "Einheit der Arbeiterklasse - Einheit der Nation! Politische Plattform der Initiative Partei der Arbeit" (1975)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 2.3.2019


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Im Programm-Verlag (Köln) erscheint im April 1975 die Broschüre: "Einheit der Arbeiterklasse - Einheit der Nation! Politische Plattform der Initiative Partei der Arbeit". In der Vorbemerkung heißt es, dass die "Plattform die Grundsätze zusammenfasst, von denen die entschiedensten Kommunisten innerhalb jener revolutionären Richtung sich leiten lassen, die sich vom Zirkelwesen getrennt hat und selbständig vorwärts geht zur neuen kommunistischen Partei" (S. 5).

Zur eigenen Geschichte heißt es: "Entstanden" als sehr kleiner Diskussionszirkel Ende 1970 nach einer Kette von Spaltungen in der KPD/ML und zunächst vor allem zusammen gehalten durch die theoretische Zeitschrift 'Der Klassenkampf', wuchs die 'Kommunistische Initiative' über viele innere Kämpfe heran zu einer im Kern proletarischen Kampforganisation. Vom Sommer 1973 an wurde orientiert auf die Sprengung der alten, überlebten Hülle des örtlichen Zirkels. Bei allen Schwächen und Fehlern zeichnete die 'Kommunistische Initiative' sich aus durch Klarheit und Festigkeit in Programmfragen, durch entschlossenes Einwirken auf die Arbeitermassen und ihre spontanen Kämpfe. Mit der Schrift 'Kommunismus und Kleinbürgerei' hat die Organisation selbstkritisch zu ihrer Entwicklung Stellung genommen und mit dieser Bilanz zugleich einen Schlußstrich gezogen" (S. 5f.)

Siehe auch das "Beiheft Nr. 1 zur Politische Plattform der Initiative Partei der Arbeit".

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1975:
Es erscheint die Schrift: "Einheit der Arbeiterklasse - Einheit der Nation! Politische Plattform der Initiative Partei der Arbeit".

Laut Vorbemerkung der Zentralen Leitung der IPdA begreift sich die Gruppe nicht mehr als Zirkel, aber auch noch nicht als "proletarische Partei". "Wir erklären offen, dass hinsichtlich der zahlenmäßigen Stärke und der Verbreitung der Organisation die verschiedenen Zirkelbünde und Phantasieparteien uns überlegen sind. Die Notwendigkeit einer eigenständigen neuen Organisation und ihre geschichtliche Chance sehen wir darin, dass als einzige Organisation die IPdA in den Grundfragen der deutschen Revolution eine Alternative, eine Anweisung zum Handeln gibt. Lebensfragen Deutschlands wie die neue faschistische Gefahr oder die Annexion der ehemaligen deutschen Ostgebiete sind von allen anderen Organisationen entweder ängstlich umgangen oder unschöpferisch und objektiv arbeiterfeindlich beantwortet worden. Wem die Arbeiterklasse Westdeutschlands folgen wird, ist noch nicht entschieden. Aber wir vertrauen auf die Ehrlichkeit und Entwicklungsfähigkeit unserer deutschen Arbeiter, die letzte Endes nicht den lautesten Marktschreiern und den geschicktesten Betrügern folgen werden, sondern allein denen, die mit ganzer Kraft und Wahrhaftigkeit für den Sieg der deutschen Revolution, für den Vormarsch der Weltrevolution einstehen.

Wir vertrauen darauf, dass gegen alle Denk- und Aktionseinheitsverbote sich der Klassenstandpunkt bei den Arbeiteranhängern der Sozialdemokratie, der DKP und der verschiedenen Zirkel durchsetzt. Unser Ziel ist, die Besten der Arbeiterklasse für unsere gerechte Sache zu gewinnen. Deshalb treten wir ein für Aktionseinheit überall dort, wo es Gemeinsamkeiten gibt und für offene Diskussion alles Trennenden.
Weil wir wissen, wo unsere Grenzen liegen und was gegenwärtig als erstes nottut, haben wir nicht den törichten Versuch gemacht, ein Programm vorzutäuschen. Innerhalb der westdeutschen Arbeiterbewegung gibt es keine Kraft, die reif genug wäre, ein solches Programm auf dem Fundament einer umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung der Klassenkämpfe und Klassenverhältnisse im Weltmaßstab auszuarbeiten und in der Realität zur Richtschnur ihrer Politik zu machen. Deshalb legen wir der westdeutschen und internationalen Arbeiterbewegung den Entwurf einer Plattform vor, die eine Grundsatzerklärung darstellt und eine Linie in den Hauptfragen der Strategie und Taktik festlegt. In unserer Organisation ist die Plattform eine nach langer Diskussion einmütig beschlossene, für jedes Mitglied und jeden Kandidaten gültige Grundlage. Gegenüber der Bewegung, gegenüber Arbeiterklasse und Volk aber ist sie ein Entwurf, zu dessen Kritik und Überprüfung wir jeden auffordern …"(S. 6ff.)

Abschnitte der Broschüre sind:
"Für wen, für welches Ziel?
I. Das Proletariat - Sklave, Todfeind und Überwinder des Ausbeutersystems
II. Der Imperialismus - Epoche der Revolution und des siegreichen Sozialismus
III. Die Klassenfronten
IV. Der Staat der Monopole
V. Der Weg vorwärts
VI. Die deutsche Revolution
VII. Der Aufbau des Sozialismus - die unablässige Revolution
VIII. Proletarische Partei und Räte
IX. Die Todeskrisen des Systems
X. Ansturm der Reaktion, Vorbereitung des Faschismus
XI. Die Gewerkschaften
XII. Deutschlands Lebensfragen
XIII. Die Partei der Arbeit
XIV. Heraus aus der Sozialdemokratie, los vom Sozialdemokratismus!
XV. Revisionismus und Sozialimperialismus - Sozialismus in Worten, Konterrevolution in der Tat
XVI. Die Sekten und ihre Propheten
XVII. Weltrevolution, Weltkommunismus
Worterklärungen".
Quelle: IPdA: Einheit der Arbeiterklasse - Einheit der Nation! Politische Plattform, Köln, April 1975.

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Letzte Änderung: 10.04.2019