"Praxis - Politische Zeitschrift - Zeitschrift der Abteilung Organisation in der Zentralen Leitung der Initiative Partei der Arbeit (IPdA)" (1975/76) / "Praxis - Theoretische Zeitschrift - Forum des Marxismus" (1979)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 5.4.2019


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Die Nr. 1 bis 3 der "Praxis - Politische Zeitschrift" wurden ab Juli 1975 von der "Initiative Partei der Arbeit" (IPdA) herausgegeben. Die IPdA ging 1975 aus der "Kommunistischen Initiative Köln", die sich 1971 als Gruppe konstituiert hatte und den "Klassenkampf" herausgab, hervor.

Die Nr. 4 stand uns leider noch nicht zur Verfügung. Die Nr. 5 aus dem September 1979 wird schon von der "Vereinigten Linken" (VL) verantwortet. In diese war die IPdA nach einer Delegiertenkonferenz im Dezember 1976 aufgegangen.

Zur Herausgabe der Zeitschrift erklärte die IPdA : "Gegen die Zerfahrenheit setzen wir die Klarheit unserer Programm-Forderungen. Gegen den blinden Eifer setzen wir die ständige Suche nach dem richtigen Weg und den wirksamsten Methoden. Die 'EINHEIT', die politische Zeitung der IPdA, hat als unser Zentralorgan die Aufgabe, das Netz lebendiger Fäden zur Arbeiterklasse zu schaffen, ohne dass keine revolutionäre Partei entstehen und siegen kann. Die 'EINHEIT' zeigt den einzigen Ausweg aus dem elenden Kapitalismus auf. Sie weckt frische Kräfte und sammelt sie um die IPdA, schweißt sie geistig zusammen. Die 'PRAXIS' hat ein ungleich bescheideneres, (aber doch unerläßliches Ziel: feste Formen der Verbindung zwischen Leitung und Mitgliedschaft, zwischen der Organisation und ihren Anhängern zu schaffen, Antwort zu geben auf die Fragen des Arbeitsstils und der Arbeitsmethoden. Die 'PRAXIS' wendet sich aber nicht allein an die Mitglieder, Kandidaten und Sympathisanten der IPdA. Die 'PRAXIS' will zugleich der Mitgliedschaft und den Anhängern anderer linksstehender Organisationen helfen, wahr und Falsch zu erkennen und sich auch in den Taten auf die Seite der Revolution zu stellen." (Praxis, Nr. 1, 1975, S. 1)

Etwa zur gleichen Zeit, ab 1975, gab die IPdA auch die "Einheit - Politische Zeitung" heraus, auf die in dem Zitat hingewiesen wird.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Juli 1975:
Die Nr. 1 der "Praxis. Politische Zeitschrift. Zeitschrift der Abteilung Organisation in der Zentralen Leitung der Initiative Partei der Arbeit (IPdA)" erscheint.
Zur Herausgabe heißt es:
"DIE ZEITSCHRIFT 'PRAXIS' - EINE WAFFE DER ORGANISATION
Von den kleinen totgeborenen Zirkeln und den großen Partei-Leichen mit ihren vielen Kartei-Leichen unterscheidet uns Kommunisten, dass wir nicht untergehen in der Kleinarbeit, der Betriebsamkeit und den Tagesinteressen. Wir bleiben nicht stehen bei Worten, Diskussionen, Plänen und Beschlüssen. Wir entscheiden uns, wir behalten den roten Faden in der Hand, wir kämpfen organisiert und zielbewußt für den Sieg unserer Sache …. Die Ergebnisse unseres Kampfes und unserer Arbeit sind für uns keine zu verbergenden Geheimnisse. Jeder Kommunist, jede kommunistische Gruppe ist aufgefordert, sich damit auseinanderzusetzen und für richtig Erkanntes zu übernehmen. Die 'PRAXIS' wird ungeschminkt auch unsere Fehler widerspiegeln. Sie wird der Kritik an uns und unserer Selbstkritik offenstehen. Sie wird aus der Praxis der Revolution schöpfen …" (S. 1)

Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Zeitschrift 'Praxis' - eine Waffe der Organisation"
- "Dokumente der Arbeiterbewegung. Klassenkräfte und Parteien in Westdeutschland"
- "Alle Kraft für die Arbeiterklasse! Beschluss der Zentralen Leitung"
- "Die Prinzipien unseres Arbeitsstils"
- "Elementarschulungsprogramm"
- "Die Gewerkschaften vor der Sozialistischen Revolution (Thesen der IPdA)"
- "Zur Gewerkschaftsarbeit (Beschluss)"
- "Beschlüsse der zentralen Leitung"
- "Aktionsprogramm für den Ford-Betriebsrat (von Ford-Kollegen)"

Im Artikel "Die Prinzipien unseres Arbeitsstils" wird auf die "Stellungnahme vom November 1973" verwiesen, die "grundsätzlichen Charakter" habe, und darauf, "dass damals die sich neu formierende Organisation sich nach schweren inneren Kämpfen vom Frühjahr und Sommer 1973 erst in keimhafter Form den demokratischen Zentralismus verwirklichte". Zum "Elementarschulungsprogramm": die Schulung sei "etwa (auf) ein halbes Jahr angesetzt". Geschult werden sollen u. a. "Manifest der Kommunistischen Partei", Stalin: "Über die Grundlagen des Leninismus" (im Kurs: "Grundlagen des Sozialismus"), "Lohnarbeit und Kapital" (im Kurs: "Politische Ökonomie"), "Über den Staat" (im Kurs: "Der Staat"), "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" (im Kurs: "Der Imperialismus"), "Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volke" (im Kurs: "Die Diktatur des Proletariats"), "Marxismus und Revisionismus" (im Kurs: "Revisionismus und Sozialimperialismus"), "Der 'linke' Radikalismus, die Kinderkrankheit im Kommunismus" (im Kurs: "Der 'linke' Opportunismus"), "Über die Grundlagen des Leninismus" (im Kurs: "Die nationale Frage"), "Von der Autorität", "5 Schriften" (im Kurs: "Die Partei und ihr Arbeitsstil").

Im "Aktionsprogramm für den Ford-Betriebsrat" wird darauf verwiesen, dass es von einer "Gruppe fortschrittlicher Arbeiter" stammt. U. a. lauten die Forderungen: "Gegen jede Entlassung, gegen jede Einführung von Kurzarbeit!", "Volle Gleichstellung der ausländischen und deutschen Kollegen!", "30 Arbeitstage Urlaub für alle!", "Gegen willkürliche Beurteilung von Auszubildenden, gegen sinnlose Routinearbeiten!" Kontakte zur IPdA können über das "Freie Buch" in Köln hergestellt werden. Aufgerufen wird dazu sich in der IPdA zu organisieren.
Quelle: IPdA: Praxis. Politische Zeitschrift, Nr. 1, Köln, Juli 1975.

Januar 1976:
Die Nr. 2 der "Praxis. Politische Zeitschrift. Zeitschrift der Abteilung Organisation in der Zentralen Leitung der Initiative Partei der Arbeit (IPdA)" erscheint.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Das ZK der KPD/ML und die nationale Frage"
- "Protokoll der Delegiertenversammlung der Kommunistischen Initiative (Juni 1974)"
- "Politischer Bericht des provisorischen Ausschusses (25. Juni 1974, gekürzte
Fassung)"
- Literaturliste nationale Frage in Deutschland nach 1954 (I)

Einleitend heißt es zur Nr. 2: "All die Schwierigkeiten und Verzögerungen im Aufbau der Organisation haben dazu geführt, dass die 'Praxis' einige Monate nicht erscheinen konnte. Auch in der nächsten Zukunft wird sie unregelmäßig, aber in wesentlich kürzeren Abständen als bisher erscheinen, weil wir alle Kraft auf den Aufbau der 'Einheit', der zentralen politischen Zeitung richten. Das Protokoll der Delegiertenversammlung der KOMMUNISTISCHEN INITIATIVE und der Politische Bericht ihres Provisorischen Ausschusses sind jetzt mehr als ein Jahr alt. Sie sind ursprünglich nur einem kleinen Kreis zugänglich gewesen … Gerade in der heute beginnenden breiten Bewegung für die Einheitspartei der Revolutionäre, gegen die Reformisten und Versöhnler, gegen die zugleich ultralinken und ultrarechten Verteidiger des bürgerlichen Vaterlands haben diese grundsätzlichen Texte größte Aktualität. Auch manche Selbstkritik in ihnen ist noch gültig. Auf dem Weg vorwärts führt die IPdA heute eine tiefgreifende Ausrichtungsbewegung durch, um mit der Überwindung der eigenen Schwächen die Front der Revolution zu stärken".

Das "Protokoll der Delegiertenversammlung" vom Juni 1974 gliedert sich in die Punkte:
"I. Entwicklung der Organisation und heutiger Stand
II. Internationale Situation und kommunistische Bewegung in Deutschland
III. Arbeiterbewegung und kommunistische Bewegung in Westdeutschland
IV. Perspektive der Organisation
V. Beginn der Statut-Diskussion
VI. Umwandlung des Provisorischen Ausschusses in eine feste zentrale Leitung
VII. Wahl der Zentralen Leitung".

Zur einstigen "K.I." heißt es, dass sie die "einzige Organisation" sei, "die konkret sagt, wie die deutsche Revolution durchgeführt werden kann". Zur Frage des Parteiaufbaus wird erklärt, dass man bewusst auf einen "Neubeginn" setzt, "gegenüber der falschen Auffassung eines Wiederaufbaus der KPD". Auch der AB würde "diese falsche Auffassung" vertreten.

Im "Politischen Bericht des provisorischen Ausschusses (25. Juni 1974, gekürzte Fassung)", heißt es u. a.: "Im August 1973 wurden mit dem Ausschluß der rechten Kleinbürger-Fraktion aus der K.I. die Voraussetzungen für die Umwandlung des Diskussionszirkels in eine proletarische Kampforganisation geschaffen. Im November 1973 wurde der Provisorische Ausschuss gebildet. Die klarsten und festesten Genossen wurden bestimmt. Sie waren der ruhende Pol in der noch schwankenden und unsicheren Gruppe. Das bei Bildung des Provisorischen Ausschusses auf Mitgliederversammlungen diskutierte Arbeitsprogramm ist noch nicht völlig verwirklicht. Damit die Anleitung systematischer, konkreter und umfassender wird als bisher, ist es unerlässlich, eine Entlastung der Leitung von täglicher Kleinarbeit zu erreichen. Nur so können die Leitungssitzungen besser vorbereitet, die Berichte korrekt ausgewertet, die Beschlüsse schneller und exakter kontrolliert werden. Nur so auch werden Kräfte freigesetzt für eine unseren Aufgaben gerecht werdende programmatische und analytische Arbeit …

Zur "K.I" heißt es weiter: "Die K.I, ist heute einer der örtlichen und regionalen Zirkel, aus denen sich die kommunistische Bewegung Westdeutschlands zusammensetzt. Obwohl sie zahlenmäßig schwächer ist als viele dieser Zirkel, ist sie ihnen überlegen durch ihren klaren revolutionären Standpunkt.
- Sie weicht nicht zurück, sondern führt den unvermeidlichen Kampf auf Leben und Tod gegen Revisionismus und Sozialimperialismus, während Gruppierungen wie der Kommunistische Bund (KB) nach Art aller Trotzkisten die Arbeiter den Henkern von Prag und Danzig ausliefern wollen.
- Sie verteidigt entschlossen die sozialistischen Länder, allen voran das China Mao Tsetungs und der Kulturrevolution. Auch hier betätigt sich der KB als verschämter Lakai seiner revisionistischen Zwillingsbrüder in der DKP.
- Die K.I. kämpft entschlossen für die proletarische Revolution in Deutschland und hat als einzige Organisation nachgewiesen, wie die deutsche Arbeiterklasse durch enge Verbindung des Kampfes für den Sozialismus mit dem antifaschistischen Kampf und dem Ringen um nationale Befreiung siegen kann. Zirkel wie der KBW versuchen, den Widerstand gegen die faschistische Gefahr zu zersetzen mit der mehr oder weniger offenen Ableugnung der Vorbereitung des Faschismus durch den Bonner Staat oder sie spalten den antifaschistischen Widerstand durch Aktionseinheitsverbote oder Ablehnung der Politik der proletarischen Einheitsfront und der demokratischen Volksfront.
- Die K.I. zeigt als einzige Organisation unserem Volk den Ausweg aus nationaler Unfreiheit und der Unterdrückung anderer Völker durch den deutschen Militarismus, indem sie alle Anstrengungen richtet auf den Volksbefreiungskampf mit allen gebotenen Mitteln. Nur die K.I. nimmt offen Stellung zu den Fehlern der sowjetischen Nachkriegspolitik gegenüber Deutschland und verurteilt unzweideutig die Politik der Vertreibung der deutschen Werktätigen aus den Ostgebieten. Gerade in dieser Frage versagen der Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD und der KABD vollkommen, indem sie unserem Volk nichts anderes als abgeschriebene sowjetische Regierungserklärungen aus der Zeit vor 1953 zu bieten haben.
- Zugleich steht die K.I. bei aller solidarischen und materialistischen Kritik fest zu den geschichtlichen Leistungen des großen Revolutionärs J. W. Stalin. Sie zieht einen Trennungsstrich zu den hinterhältigen Verleumdungen aus den Reihen des KB und des KBW.
- Die K.I. kämpft für die Schaffung einer neuen kommunistischen Partei in beiden deutschen Staaten, die den Bedingungen der heutigen Zeit gerecht wird und das in den Schmutz getretene Banner der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung neu erhebt. Die K.I. erteilt dem historischen Mummenschanz, wie er von 'KPD/ML', 'KPD' und besonders vom Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD getrieben wird, eine klare Absage …
- Die K.I. hat in der Gewerkschaftspolitik eine Linie entwickelt, die frei ist von den sektiererischen Provokationen der Ultralinken (der sogenannten 'RGO') und den Anbiederungen an die imperialistische Gewerkschaftsführung, mit denen gewisse rechte Kräfte ihre trotzkistische Verharmlosung der Sozialdemokratie krönen …"

Und zur Zukunft der Organisation wird erklärt: "Für die Umbildung des örtlichen Zirkels zur auf die gesamte westdeutsche Arbeiterbewegung einwirkenden Parteiinitiative wird die Zentrale Leitung einen Plan ausarbeiten, der die politischen Notwendigkeiten ebenso berücksichtigt wie die gegebenen Kräfte. Unser Ziel ist, ein politisch-ideologisches und organisatorisches Zentrum innerhalb der kommunistischen Bewegung zu schaffen, das die Herausbildung der Partei vorantreibt und anleitet. Dabei bereiten wir uns auf jede mögliche Situation vor, denn sowohl in der Frage einer drohenden Illegalität wie in der Frage eines Zusammenschlusses mit anderen Organisationen können wir uns nicht auf Prophetien einlassen und müssen wir unsere unbedingte Handlungsfähigkeit wahren. Wir werden uns nicht von unserer jetzigen zahlenmäßigen Schwäche und ungünstigen klassenmäßigen Zusammensetzung in Resignation treiben lassen … Im Bewußtsein dieser geschichtlichen Verantwortung müssen alle Mitglieder und Kandidaten der K.I. unter äußester Anspannung aller Kräfte dafür eintreten, dass aus der Idee des völkerbefreienden Sozialismus die Wirklichkeit der unablässigen proletarischen Revolution wird …"

Geworben wird für Schriften aus dem "Programm-Verlag", u. a.: "Politische Erklärung der IPdA", "Adenauer vor Gericht", "Der Aurora-Skandal" und für die "Einheit - Politische Zeitung der IPdA".
Q: IPdA: Praxis. Politische Zeitschrift, Nr. 2, Köln, Januar 1976.

August 1976:
Die Nr. 3 der "Praxis. Politische Zeitschrift. Zeitschrift der Abteilung Organisation in der Zentralen Leitung der Initiative Partei der Arbeit (IPdA)" erscheint.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kampf der faschistischen Gefahr"
- "Gegen Faschisierung und Reaktion!"
- "Politische Prinzipen einer Aktionseinheit"
- "Die politischen Aufgaben zum 1. Mai 1972"
- "Literaturliste Naher Osten"
- "Nachwort"

Zu den "Politische Prinzipen einer Aktionseinheit" heißt es u. a.: "Jede gemeinsame Aktion muss beruhen auf Ausarbeitung und Festlegung der politischen Linie, auf einer langfristigen Planung, auf einer ausreichenden Vorbereitung … Jede gemeinsame Aktion, die nicht nur in der Phrase die Arbeiterinteressen vertritt, muss ansetzen an der tatsächlichen Massenbewegung des Proletariats. Wir sind nicht bereit, eine Politik zu verantworten, die sich darauf beschränkt
- Aufrufe an Passanten zu verteilen
- Veranstaltungen zu machen, die die längst Überzeugten und einige wohlmeinende Intellektuelle erreichen
- Demonstrationen der Bevölkerung als politische Schau vorzuführen.
Nicht durch leere Appelle, durch Fantasieprodukte und durch revolutionäre Pflichtübungen können wir politische Veränderungen erreichen, sondern nur durch planmäßige Beeinflussung der wirklichen Klassenkämpfe.
Voraussetzung jeder Aktion ist die Verabschiedung einer politischen Plattform
- die die gemeinsamen Auffassungen und Ziele nicht nur darlegt, sondern auch materialistisch, auf der Grundlage einer Untersuchung begründet
- die den beteiligten Organisationen genügend Anknüpfungspunkte für ihre eigene Propaganda bietet
- die unbedingte Richtschnur für alle beteiligten Organisationen ist.

Ohne diese Plattform oder mit einer "Plattform", die nur auswendig gelernte Parolen wiederholt, sind Aktionen möglich, aber keine Aktionseinheit, kein gemeinsamer Kampf".

Geworben wird für Schriften aus dem "Programm-Verlag", u. a.: "Der Aurora-Skandal", "Adenauer vor Gericht", "Kommunismus oder Kleinbürgerei". Aufgerufen wird dazu, "in der IPdA mitzuarbeiten".
Q: IPdA: Praxis. Politische Zeitschrift, Nr. 3, Köln, August/September 1976.

September 1979:
Die Nr. 5 der "Praxis - "Theoretische Zeitschrift - Forum des Marxismus" erscheint. Das Impressum weist die "Vereinigte Linke (VL)" in Köln als Herausgeber aus. Die Ausgabe beschäftigt sich mit den "Komitees für Demokratie und Sozialismus", die auf ihrer Konferenz in Mannheim am 13./14.4 ihre "Plattform" beschlossen hatten. Die VL sehe ihre Verpflichtung darin, "zu dieser Plattform" Stellung zu beziehen, "um so dem großen Ziel der neuen Arbeiterpartei näher zu kommen".

Zur eigenen Entwicklung bis zur VL wird zudem erklärt: "Seit die theoretische Zeitschrift 'Der Klassenkampf' 1970 zuerst erschien, herausgegeben von den Marxisten-Leninisten Köln bzw. später der 'Kommunistischen Initiative', haben wir unseren Beitrag zur Entwicklung der revolutionären Programmatik geleistet - bis hin zur 'Plattform' der 'Vereinigten Linken" (die im Oktober 1977 erschien, d. Verf.).

Zur Konferenz in Mannheim vom 13./14.4.1979 heißt es: "Die von einer Konferenz in Mannheim beschlossene 'Plattform der Komitees für Demokratie und Sozialismus' bedeutet trotz des bisher noch begrenzten Echos in der linken Bewegung, trotz des beharrlichen Schweigens der meisten Zirkelführer, trotz einiger Schwächen dieses Dokuments einen Einschnitt. Inmitten der theoretischen Ziellosigkeit und der praktischen Bedeutungslosigkeit ist es ein Zeichen der Hoffnung, wenn eine größere Zahl von Genossen sich auf einer politischen Grundlage zusammenschließen-und sich nicht allein bestimmen durch Gegnerschaft und Vorurteile. Als revolutionäre Kampforganisation fühlt die 'VEREINIGTE LINKE' die Berechtigung und die Verpflichtung, zu dieser Plattform Stellung zu nehmen, um so dem großen Ziel der neuen Arbeiterpartei näherzukommen. Seit die theoretische Zeitschrift 'Der Klassenkampf' 1970 zuerst erschien, herausgegeben von den Marxisten-Leninisten Köln bzw. später der Kommunistischen Initiative haben wir unseren Beitrag zur Entwicklung der revolutionären Programmatik geleistet-bis hin zur Plattform der 'VEREINIGTEN LINKEN'. Auch unsere Organisation kann und wird nicht behaupten, bereits die proletarische Avantgarde zu bilden. Unsere Kritik an all dem, was wir als Kinderkrankheiten und Irrtümer ansehen, schließt ein, dass wir offen bleiben für Selbstkritik und Widerlegung unserer Auffassungen …" (S. 3)

Inhalt der Ausgabe:
- "Die Diktatur des Proletariats"
- "Die Widersprüche des Kapitalismus"
- "Die Klassen"
- "Sozialismus und Kommunismus"
- "Staat und Revolution"
- "Die Rätefrage"
- "Welche Demokratie?"
- "Parteiaufbau und Antifaschismus"
- "Wirtschaftlicher und politischer Kampf"
- "Die Weltbewegung"
- "Die Partei schaffen, die Revolutionäre einigen"
- "Anhang: Auszüge von Marx/Engels und aus der Plattform der VL"
- "Dokumentation: Plattform der 'Komitees für Demokratie und Sozialismus"
Q: VL: Praxis. Theoretische Zeitschrift - Forum des Kommunismus, Nr. 5, Köln, September 1979.

Letzte Änderung: 08.06.2019