Köln - Ortsleitung des KBW:
Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobern, 24. Dez. 1973

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 20.10.2021

Das hier vorgestellte Papier der Ortsleitung des KBW Köln entstammt der Phase des Aufbaus der Ortsgruppe, die ihre Arbeit damals auch in andere Städte der Region ausdehnte.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

24.12.1973:
Im KBW Köln verfasst die Ortsleitung (OL) den Bericht "Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobern", der sich gliedert in die Abschnitte:
- "1. Der Aufschwung der Volkskämpfe in Köln";
- - "1.0. Einleitung";
- - "1.1. Die Kämpfe der Arbeiterklasse";
- - - "1.1.1. Die selbständigen Streiks" für Teuerungszulagen (TZL), die es breit und hart nur bei Ford gab;
- - - "1.1.2. Erfahrene Betriebe" zu F&G, KHD und Clouth;
- - - "1.1.3. Unerfahrene Betriebe" zu Arbed und Rheinkabel;
- - - "Druckindustrie", wobei auf Bauer, DuMont und die Rundschau eingegangen wird;
- - - "1.1.4. Zusammenfassung";
- - "1.2. Die Volkskämpfe in den Stadtteilen";
- - - "1.2.1 Grundlagen des Stadtteilkampfes";
- - - - "1.2.1.1. Mieterkampf";
- - - - "1.2.1.2. Schulkampf";
- - - - "1.2.1.3. Kampf um Spielplätze / Einrichtung von Schüler- und Kinderläden";
- - - - "1.2.1.4. Kampf gegen die Umweltverschmutzung";
- - - - "1.2.1.5. Zusammenfassung";
- - - "1.2.2. Stadtteilkampf in Köln", der nur in Nippes nicht allein durch SPD- oder DKP-beeinflusste BIs geführt werde. Zu Nippes bzw. der KPD/ML heißt es: "Seitdem die Gruppe in das Fahrwasser des RoMo geraten ist, wurde ihre Politik immer sektiererischer und sie verlor mehr und mehr an Boden.";
- - "1.3. Die Kämpfe der Studenten";
- - "1.4. Der Kampf der lernenden und werktätigen Jugend";
- - - "1.4.1. Die lernende Jugend", wo das Rote Schülerforum in Bergneustadt und Türnich richtig in die Schülersprecherwahlen eingriff. Ausgeführt wird: "In Köln ist die Schülerbewegung nie stark gewesen und durch die Spaltung des SDS und den schädlichen Einfluß der Trotzkisten weiter in den Sumpf getrieben worden.";
- - - "1.4.2. Die werktätige Jugend";
- - "1.5. Öffentlicher Dienst";
- - - "1.5.1. Die Klinik";
- - - "1.5.2. Die Lehrer", wo die Arbeit erst vor Kurzem aufgenommen wurde;
- - "1.6. Zusammenfassung: Die Kämpfe des Volkes haben in Köln einen großen Aufschwung genommen";
- "2. Die Rolle der OG Köln des KBW und seiner Massenorganisationen bei der Organisierung der Volkskämpfe";
- - "2.0. Einleitung";
- - "2.1. Die politische Linie", wozu es heißt: "Unser Vertrauen in die Massen war gering. Und als es dann bei Ford wirklich losging, da hat uns das genauso überrascht wie das ZK. Und die Folge war, daß wir bei Ford keinerlei Einfluß hatten - und wir müssen uns darüber im Klaren sein, daß wir diesen Kampf hätten beeinflussen können, wenn wir rechtzeitig mit den bei Ford arbeitenden Genossen Kontakt aufgenommen hätten." Bei KHD, wohin der Ford-Streik übergriff, habe man richtig 1,- DM mehr gefordert, aber auch die falsche ZK-Forderung nach einer Teuerungszulage (TZL) propagiert;
- - "2.2. Politische Arbeit der gesamten OG";
- - - "2.2.1. Internationalismusarbeit". Es wurde zu Chile und Griechenland versäumt "so schnell wie möglich und nötig die spontane Empörung zusammenzufassen." Veranstaltungen in der Mülheimer Stadthalle wurden zu Chile und Guinea-Bissau durchgeführt;
- - - "2.2.2. Der Kampf gegen die Notstandsmaßnahmen";
- - - "2.2.3. Der Einfluß im Stadtteil", wo der KVZ-Verkauf die einzige regelmäßige Aktivität sei;
- - "2.3. Die einzelnen Zellen" zu Clouth Nippes, Rheinkabel, F&G / Arbed, wo bisher kein Genosse bei F&G im Betrieb arbeitet und bei Arbed einer, KHD, Druckzelle; Versicherungszelle, die bei Allianz und Raiffeisen arbeitet, und der Klinikzelle;
- - "2.4. Die Massenorganisationen";
- - - "Arbeiterjugendzelle / KAJB", der als einzige Gruppe in der Lage war gegen die Jugendvertreterentlassungen "auf breitet Basis aktiv zu werden und einen politischen Kampf zu führen." Dadurch habe man Genossen gewonnen. Neben der KHD-Zelle gibt es Branchenzellen für Chemie und HBV sowie zukünftig Druck;
- - - "Schüler (RSF)", in dem nur 6-7 organisiert sind, da die alten Genossen Abi machten, "in Türnich, B-Neustadt und Neuß bestehen relativ starke Sympigruppen auf Schulebene (zwischen 10 u. 20 Mitgliedern), die auch die Kämpfe an den Schulen führen. In ihnen arbeiten Mitglieder des RSF. In Köln gibt es an 4 Schulen Mitglieder bzw. Sympis, die in der Lage sind, an ihren Schulen Politik zu machen und interessierte Mitschüler um sich zu scharen.";
- - - "HSZ / KHG" u. a. zur Hochschulzelle;
- - - "Die Arbeit der Lehrerzelle" die erst im Nov. bzw. Dez. gebildet wurde;
- - "2.5. Zusammenfassung" u. a. zur letzten MV im Juni / Juli, als man erst 23 Mitglieder hatte. Seitdem wurden die Zellen Rheinkabel, Versicherung, Klinik und Lehrer gebildet;
- "3. Die nächsten Aufgaben der OG Köln und seiner Massenorganisationen";
- - "3.1. Die OG auf den Aufschwung der Volkskämpfe ausrichten";
- - "3.2. Die Politik der Zellen entfalten - neue Kräfte gewinnen - neue Zellen aufbauen";
- - "3.3. Fraktionen aufbauen!", wofür in DruPa und HBV (Versicherung, Buchhandel) die besten Voraussetzungen bestehen. In IG Chemie und IGM seien die Vertrauensleutekörper der erste und fast einzige Ansatz;
- - "3.4. Die Massenorganisationen anleiten";
- - - "3.4.1. Die nächsten Aufbauschritte";
- - - - "3.4.1.1. Vorwärts zum Kommunistischen Jugendbund" (KJB), für den aus den RSF-Gruppen Zellen und Ortsgruppen (Köln, Bergneustadt, Türnich, Wermelskirchen, evtl. Neuß) gebildet werden sollen, während "der KAJB Köln und die IG KAJB Opladen sich zum KAJB Köln / Opladen zusammenschließen. Dies sei dringend, "weil nur vom KAJB aus sofort in den einzelnen Orten unter den Schülern (Leverkusen, Opladen) bzw. unter der Arbeiterjugend (Gummersbach, Lindlar) die Arbeit planmäßig aufgenommen werden kann.";
- - - - "3.4.1.2. Die KHG ausbauen", die in Bonn, Krefeld und Neuß Sektionen aufbauen wird, da der KBW dort noch nicht arbeitet;
- - - - "3.4.1.3. Die Lehrerorganisation", die momentan 17 Genossen umfaßt, aber schnell auf 30 vergrößert werden könne. "In der Gruppe sind jetzt Lehrer aus Köln, Neuß, Düsseldorf, Wuppertal, Gummersbach, Mönchengladbach";
- - - "3.4.2. Die Massenorganisationen politisch anleiten";
- - "3.5. Die Stadtteilarbeit beginnen!";
- - "3.6. Ideologische Offensive";
- - "3.7. Den Arbeitsstil verbessern", da die Ortsgruppe sich mehr als verdoppelt habe und aus den Kollektiven Zellen bzw. Aufbauzellen wurden.

Abschließend heißt es: "Vorwärts mit dem KBW zum proletarischen Kampfverband!"
Quelle: KBW-OL: Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobern, O. O. (Köln) 24.12.1973

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Letzte Änderung: 20.10.2021