Recklinghausen:
'Roter Hobel - Zeitung der DKP-Betriebsgruppe General Blumenthal (1970-1979)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 2.1.2018


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Es können hier nur wenige Ausgaben des 'Roten Hobels' der DKP für die Zeche General Blumenthal in Recklinghausen vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1970:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe vermutlich im April ihren 'Roten Hobel' Nr. 1 (vgl. Jan. 1971) im ersten Jahrgang mit einem Aufruf zum 1. Mai heraus.
Quelle: Roter Hobel Nr. 1, Recklinghausen O. J. (1970)

22.02.1971:
'Der Stempel' der Betriebsgruppe Zeche General Blumenthal Recklinghausen der KPD/ML-ZB erscheint vermutlich in dieser Woche. Die Ausgabe enthält auch eine Polemik zur DKP-Betriebszeitung 'Roter Hobel' (vgl. Jan. 1971):"
EIN WORT ZUR DKP

In der letzten Ausgabe ihrer Betriebszeitung DER ROTE HOBEL wirft die DKP der KPD/ML vor, sie täte das Gleiche wie die NPD, Strauß und Bild, wenn sie die Verrätereien der SPD- und Gewerkschaftsführer aufdeckt.

Sollen wir das etwa billigen und stillschweigen, wenn der Tarifexperte der IGBE, Gelhorn, den Funktionären der IGBE empfiehlt, dafür zu sorgen, daß die Kumpel in den Betrieben nicht zu hohe Forderungen für die Tarifrunde (BETR, d.Vf.) stellen? Oder sollen wir es uns gefallen lassen, wenn Schiller versucht, uns durch das Lohndiktat von nur 7% an die Kette zu legen? Welche Interessen vertreten diese Herren denn damit? Sie dienen damit doch nur den Kapitalisten. Die wollen doch angesichts der kommenden Krise ihre Profite auf unsere Kosten retten!

Und wenn die Kollegen von der DKP diese Verrätereien, die jeder Kollege kennt, unter den Teppich kehren wollen, dann stellen sie sich schützend vor diese Verrätereien. Dann verhindern sie damit unseren geschlossenen Kampf gegen die Kapitalisten und ihre Handlanger, SPD -und Gewerkschaftsführung. Und das kann doch wohl nicht im Interesse der Kumpel sein."
Q: Der Stempel Weisse Briefe, Recklinghausen Feb. 1971

Oktober 1972:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Jan. 1971, Nov. 1972) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Okt. 1972

November 1972:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP eine Ausgabe ihres 'Roten Hobels' (vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus. Außer zu den Betriebsratsneuwahlen (vgl. 5.12.1972) äußert man sich auch zur KPD/ML-ZB:"
DIE 'KPD ML' IN GEMEINSAMER FRONT MIT RAG-BOSSEN

Kurz nach Bekanntwerden des Rücktritts des Betriebsrates von Blumenthal erschienen mal wieder an der Schachtanlage die bekannten Linksturner der maoistischen Spalter.
Und wieder einmal bewiesen sie, welches Brot sie essen. Ihr Aufruf, keine Unterschrift der Kollegen auf die IG Bergbau Liste, verdeutlicht doch ganz eindeutig, in wessem Sinne derartiges ist.
Die Spaltung im Betriebsrat würde doch nur vertieft und die Belange der Kumpels würden weiterhin zu kurz kommen. Ein weiteres Beispiel ist ihre Plakatierung zur Bundestagswahl: Hier fordern sie wie schon gehabt auf, nicht zur Wahlurne zu gehen.
Über eins sollten wir uns im klaren sein: Jede Arbeiterstimme, die nicht abgegeben wird, nützt der CDU/CSU. Was soll also das Gefasel vom 'Massenkampf der bewaffneten Arbeiter'? Wollen diese studentischen Grüppchen diesen 'Kampf' ähnlich wie in München führen, wo bewaffnete Polit-Rocker der 'KPD/ML' während der Olympiade eine Schlacht mit der Polizei provozierten? Hier wurde für das Monopolkapital die Munition geliefert, um gewerkschaftlich Organisierte, um Kommunisten und Sozialisten mit Dreck zu bewerfen. Wem nützt also das Gerede von der Bewaffnung der Arbeiterklasse? Doch nur der CDU/CSU, Hauptpartei der Reaktion, die in unternehmerfinanzierten Anzeigen eine Angstpsychose gegen alle demokratischen Kräfte schafft. Wir, die DKP Betriebsgruppe, sagen dazu: 'Die kommunistischen Arbeiter und Angestellten sind Teil der Gewerkschaften. Sie kämpfen aktiv für die den Klasseninteressen dienenden Beschlüsse dieser Arbeiterorganisation und ihre Durchsetzung, für die Entwicklung der Gewerkschaften als Klassenorganisation der Arbeiterklasse. Sie sind dabei stets um das Zusammenwirken von kommunistischen, sozialdemokratischen, christlichen und parteilosen Arbeitervertretern bemüht.' (These 30 des Düsseldorfer Parteitages der DKP)
Das wir konsequent nach dieser These handeln, beweist das monatliche Erscheinen unserer Betriebszeitung, des 'Roten Hobel'. Zum 'Stempel' der 'KPD/ML' sagen wir deutlich: Hier werden die Interessen der Unternehmer und der CDU betrieben!

LINKS NEBEN DER DKP GIBT ES GAR NICHTS!
DIEJENIGEN, DIE GLAUBEN WEITER LINKS ZU SEIN, HABEN DEN MARSCH UM DIE ERDE ANGETRETEN UND KOMMEN RECHTS WIEDER RAUS!"
Q: Roter Hobel, Wulfen Nov. 1972

Dezember 1972:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Nov. 1972, Jan. 1973) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Dez. 1972

Januar 1973:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Dez. 1972, 7.1.1974) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Jan. 1973

07.01.1974:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' Nr. 1 (vgl. Jan. 1973, Apr. 1974) vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Leitartikel "Was wird aus Blumenthal? Verbund Blumenthal - Ewald Fortsetzung".

Weitere Artikel sind:
- "Von Drahtziehern, Parteibefehlen und geplatzten Ballons. Wie bei Herrn Niggemeier der Kampf um Teuerungszulagen zum 'Abenteuer' wird" zu dessen Artikel zu TZL bzw. dem Streik im Saarbergbau in der 2. Novemberausgabe der 'Einheit', aus der 'UZ';
- "Aufruf zur Woche der DKP" vom 19. bis 26.1.1974;
- "Mit der DKP Mietwucher abgewehrt" in den Werkswohnungen der RAG; sowie
- "Jetzt: Vollen Schluck aus der Profitpulle!" zur Lohnpolitik.
Q: Roter Hobel Nr. 1, Recklinghausen Jan. 1974

April 1974:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' Nr. 2 (vgl. 7.1.1974, März 1975) heraus.
Q: Roter Hobel Nr. 2, Recklinghausen Apr. 1974

März 1975:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe vermutlich im März ihren 'Roten Hobel' (vgl. Apr. 1974, Nov. 1975) zum Bergarbeiterforum (vgl. 23.3.1975) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen O. J. (1975)

November 1975:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe eine Ausgabe Anfang November und eine Ausgabe November ihres 'Roten Hobels' (vgl. März 1975, Nov. 1976) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Anfang Nov. 1975 bzw. Nov. 1975

November 1976:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ein Extrablatt "Kohleabbau ja! Haardzerstörung nein!" ihres 'Roten Hobels' (vgl. Nov. 1975, Dez. 1976) heraus und stellt darin einen Alternativplan vor.
Q: Roter Hobel Extrablatt Kohleabbau ja! Haardzerstörung nein!, Recklinghausen Nov. 1976

Dezember 1976:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Nov. 1976, Dez. 1976) heraus mit dem Leitartikel "115 500 Mark Abfindung und 5 890 DM 'Altersruhegeld' für Kumpel Jupp Eickemeier?" zu den Bezügen und Diäten der Mitglieder des Bundestags (MdB).

Weitere Artikel sind:
- "Lässt die DKP die Bergleute schwitzen?" zur Schachtanlage in der Haard;
- "IGBE-Kongreß, ein Kongreß der Harmonie?" (vgl. 23.11.1976);
- "Für eine Erhöhung der Bergmannsprämie auf 7,50 DM pro Schicht";
- "Weihnachtsgeld und Steuerpflicht";
- "Ihr Herz schlägt für den Kumpel!" zur Erschwerniszulage für die heißen Betriebspunkte;
- "Kurzarbeit und Kohlehalden!"; sowie
- "DKP-Kommentar. Gehen ohne Kernkraftwerke die Lichter aus?" zu den AKWs, von Friedhelm Kostrzewa, DKP-Kreisvorsitzender Recklinghausen.
Q: Roter Hobel 115 500 Mark Abfindung und 5 890 DM 'Altersruhegeld' für Kumpel Jupp Eickemeier?, Recklinghausen Dez. 1976

Dezember 1976:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ein Extrablatt ihres 'Roten Hobels' (vgl. Dez. 1976, Mai 1977) heraus mit dem Leitartikel "Lässt die DKP die Kumpels schwitzen?" zur Schachtanlage in der Haard.

Weitere Artikel sind:
- "Wie im Revier der Bergbau kaputtgemacht wird" zu den AKW, wobei berichtet wird über Monopol Kamen, aus der 'UZ'; sowie
- "Standorte für Kernkraftwerke", eine Karte von AKWs.
Q: Roter Hobel Extrablatt Lässt die DKP die Kumpels schwitzen?, Recklinghausen Dez. 1976

Mai 1977:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ein Extrablatt ihres 'Roten Hobels' (vgl. Dez. 1976, Sept. 1977) heraus.
Q: Roter Hobel Extrablatt, Recklinghausen Mai 1977

September 1977:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Mai 1977, Nov. 1977) heraus mit dem Leitartikel "Über 300 000 Menschen kamen zum Volksfest '77".

Weitere Artikel sind:
- "DKP-Kommentar: Die Kokerei König-Ludwig darf nicht sterben!" zur Kokerei in Recklinghausen-Suderwich;
- ein Leserbrief eines Angestellten einer Gesteinsbaufirma zum öffentlichen Aushang einer Kündigung auf General Blumenthal; sowie
- "1. Oktober auf dem Drissenplatz in Ost: DKP-Kinder- und Volksfest".
Q: Roter Hobel Über 300 000 Menschen kamen zum Volksfest '77, Recklinghausen Sept. 1977

November 1977:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Sept. 1977, Dez. 1977) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Nov. 1977

Dezember 1977:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Nov. 1977, März 1978) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen Dez. 1977

März 1978:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Dez. 1977, Aug. 1978) heraus.
Q: Roter Hobel, Recklinghausen März 1978

August 1978:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. März 1978, 25.9.1978) heraus mit dem Leitartikel "Regierung und Konzernen planen 'Atompark' im Altkreis Ahaus" zur Zwischenlagerung und Anreicherung, wobei 10 der 13 in NRW geplanten AKW im Umkreis von 70 Kilometer liegen sollen.

Weitere Artikel sind:
- "Was in der 'Recklinghäuser' nicht stand. Ein Festival für 200 000 Gäste" zum Festival der Jugend am 13./14.5.1978;
- "Kernkraftwerke machen Arbeitsplätze im Bergbau kaputt" zu den AKW bzw. der Stillegung der Zeche Waltrop und der Kokerei König-Ludiwg, was bei Fürst Leopold in Dorsten drohe, sowie den Entlassungen bei Carl Still und Klöckner-Becurit-Grubenausbau sowie Becker-Prüunte in Datteln;
- "Geht es nicht nüchterner, Herr Landrat?" zu Helmut Marmulla, aus der 'Marler Zeitung';
- "'Um 5.45 Uhr wird zurückgeschossen' Entgleisungen des OKD sind nur die Spitze des Eisberges" zu Nazis im Landkreis Recklinghausen; sowie
- "Thema Hausbrandkohle".
Q: Roter Hobel Regierung und Konzernen planen 'Atompark' im Altkreis Ahaus, Recklinghausen Aug. 1978

25.09.1978:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Aug. 1978, 18.12.1978) vermutlich in dieser Woche als Extrablatt heraus mit dem Aufruf zur Demonstration gegen Arbeitslosigkeit und Aussperrung am 14.10.1978 und der "Erklärung des Landesausschusses der DKP: Zur Wahl des neuen Ministerpräsidenten Rau".
Q: Roter Hobel Extrablatt Stop Arbeitslosigkeit Stop Aussperrung, Recklinghausen Sept. 1978

18.12.1978:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. 25.9.1978, Apr. 1979) vermutlich in dieser Woche als Extrablatt heraus unter der Schlagzeile "Nach dem Scheitern der Farthmann-Schlichtung - Jetzt erst recht: Solidarität mit den streikenden und ausgesperrten Stahlkochern !!" zur Stahltarifrunde (STR).
Q: Roter Hobel Extrablatt Nach dem Scheitern der Farthmann-Schlichtung - Jetzt erst recht: Solidarität mit den streikenden und ausgesperrten Stahlkochern !!, Recklinghausen O. J. (1978)

April 1979:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. 18.12.1978, Mai 1979) als Extrablatt heraus mit dem Leitartikel "Kommunisten ins Parlament!" zu den Europa- und Kommunalwahlen.

Weitere Artikel sind:
- "Verkürzung der Arbeitszeit im Bergbau notwendig und möglich";
- "Recklinghausen - Hochburg für Antikommunisten - Tummelplatz für Neofaschisten?"; sowie
- "Auf ein Wort Herr Landrat Marmulla" zu dessen Unterstützung der Aktion der IBGE-Jugend Bottrop für Menschenrechte in der DDR.

Eingeladen wird zum 'UZ'-Volksfest vom 22. bis 24.6.1979.
Q: Roter Hobel Extrablatt Kommunisten ins Parlament!, Recklinghausen Apr. 1979

Mai 1979:
Auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen gibt die DKP Betriebsgruppe ihren 'Roten Hobel' (vgl. Apr. 1979) als Extrablatt heraus mit dem Leitartikel "Der Kreis Recklinghausen ist die Energiereserve der Bundesrepublik - Wer für Kohle ist, wählt DKP!" zu den Kommunalwahlen (KW).

Weitere Artikel sind:
- "Das Allerletzte. Ein teurer Rentner" zum Oberkreisdirektor Horst Kann; sowie
- "Eine Plakette, die es in sich hat" zum 'UZ'-Volksfest vom 22. bis 24.6.1979, zu dem eingeladen wird.
Q: Roter Hobel Extrablatt Der Kreis Recklinghausen ist die Energiereserve der Bundesrepublik - Wer für Kohle ist, wählt DKP!, Recklinghausen Mai 1979

Letzte Änderung: 02.01.2018