Österreich: Chilesolidarität

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Aus der Chilesolidaritätsbewegung in Österreich können hier bisher nur wenige Dokumente, vor allem von den Vorläufern des Kommunistischen Bundes Österreich (KBÖ) und deren Massenorganisationen erschlossen werden, wir bitten um Ergänzungen.

Innerhalb der Chilesolidaritätsbewegung in Österreich bestand in den hier zentral betrachteten Jahren 1973 bis 1976 eine Spaltung in mindestens drei Flügel (vgl. 7.1.1974).

Hierbei handelt es sich zum einen um die Chile-Solidaritätsfront mit den Anhängern von KPÖ, SPÖ und christlichen Gruppen (vgl. Apr. 1975), zum zweiten um das Komitee zur Unterstützung des chilenischen Widerstandes, Wien, welches nach einem überfraktionellen Beginn offenbar der trotzkistischen Gruppe Revolutionärer Marxisten (GRM) nahestand (vgl. Dez. 1973, Apr. 1975), und zum dritten um das erst später gegründete Chile-Komitee Wien, welches sich am Kommunistischen Bund (KB) Wien orientierte (vgl. 3.9.1974, 23.10.1974, 9.12.1974, 24.3.1975, Juni 1975, Sept. 1975, Feb. 1976, Mai 1976), der auch den MIR unterstützte (vgl. 6.5.1975, 19.3.1976, 5.5.1976).

Zwischen den beiden letztgenannten Komitees kam es offenbar zumindest zeitweilig auch zur Zusammenarbeit (vgl. 17.4.1974), trugen damals doch auch die ihren politischen Mutterorganisationen befreundeten Gruppen GIM und KBW in der BRD die Chile-Komitees gemeinsam.

Die MLPÖ bzw. ihre Vorläufer berichten zwar wiederholt über ihre chilenische Bruderpartei (vgl. 1.6.1964, 15.9.1966, Feb. 1975, Apr. 1979, Mai 1979), sie engagiert sich aber offenbar nicht in der Chilesolidarität, in der vermutlich auch die VRAÖ/ML nur wenig aktiv wurde (vgl. Okt. 1973, Dez. 1973, Apr. 1975).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

01.06.1964:
In Österreich erscheint die 'Rote Fahne' - Tribüne der Marxisten-Leninisten in der KPÖ, Nr. 11 (vgl. 15.5.1964, 15.6.1964) mit dem Artikel "Eine Tagung der Marxisten-Leninisten Chiles".
Quelle: Rote Fahne Nr. 11, Wien 1.6.1964, S. 30ff

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15.09.1966:
Die ML Österreichs (MLÖ) geben die 'Rote Fahne' Nr. 62 (vgl. 1.9.1966, 1.10.1966) heraus mit dem Artikel "Revolutionäre KP Chiles gegründet".
Q: Rote Fahne Nr. 62, Wien 15.9.1966, S. 9

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Juni 1971:
In Österreich erscheint der 'Arbeiterkampf' Nr. 30 (vgl. 1.5.1971, Aug. 1971) der IRMT. Berichtet wird aus Chile:"
Ohne Zweifel steht hinter der Gruppe, die den früheren Innenminister Zujovic ermordete, der amerikanische Geheimdienst. Sein Ziel ist zunächst, Allende zur Entwaffnung der M.I.R. (revolutionäre Linksbewegung) zu bringen. Läßt sich Allende darauf ein (anstatt das Volk zu bewaffnen), unterliegt er parlamentarischen Illusionen, dann schwächt er die Massen auf entscheidende Weise. Innere Reaktion und der CIA hätten umso leichteres Spiel, um am Ende sein Regime zu stürzen."
Q: Arbeiterkampf Nr. 30, Wien Juni 1971, S. 21

September 1973:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Juni 1973, Nov. 1973) Nr. 5 vermutlich im September heraus mit dem Artikel "Chile 1973" mit den Abschnitten:
- "Die Krise der chilenischen Bourgeoisie";
- "Das Reformprogramm der UP";
- "Die Wahlen von 1970";
- "Die Regierung der Unidad Popular";
- "Der Beginn der Angriffe der Reaktion";
- "Die Krise der Unidad Popular".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 6, Wien 1973, S. 20ff

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Oktober 1973:
Es erscheint die Broschüre "Chile ITT Dokumente" durch die Red Austria Press Klagenfurt, die offensichtlich für den deutschen Markt bestimmt ist, da der Preis 3,20 DM beträgt. Die Broschüre enthält eine Auswahl, offensichtlich übersetzter, Dokumente der US-Regierung, u.a. von Henry Kissinger, und der ITT aus dem Herbst 1970 zur Regierungsübernahme Allendes.

In der "Vorbemerkung" heißt es:"
Aus den Dokumenten geht deutlich hervor, wie seit langem der Sturz der UNIDAD POPULAR von amerikanischen Großkonzernen in enger Zusammenarbeit mit dem CIA und der US-Regierung vorbereitet wurde. Bereits Allendes Regierungsantritt sollte massiv verhindert werden. Zusammen mit der herrschenden Klasse Chiles wollte ITT ein wirtschaftliches Chaos hervorrufen, um den Streitkräften den Vorwand für die Machtübernahme zu liegfern. ITT plante internationale Kreditverweigerungen, den Boykott der chilenischen Mineralexporte, Einfuhrbeschränkungen für lebensnotwendige Güter usw. ITT bot dem Weißen Haus sogar finanzielle Unterstützung für einen Sturz der Allende Regierung an. Diese Zusammenhänge wurden z. B. dadurch bestätigt, daß die US-Regierung schon 48 Stunden vor dem Putsch über die Absichten der Militärs informiert war."

Enthalten ist auch eine Liste der ITT-Gesellschaften, der ITT-Tochtergesellschaften und der ITT-Beteiligungen in der Bundesrepublik Deutschland.
Q: Chile ITT Dokumente, Klagenfurt Okt. 1973

Oktober 1973:
Die Vereinigung Revolutionärer Arbeiter Österreichs (Marxisten-Leninisten) gibt ihr Zentralorgan 'Für die Volksmacht' Nr. 79 (vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) heraus mit dem Artikel "Politische Macht kommt aus den Gewehrläufen. Die Lehren von Chile".
Q: Für die Volksmacht Nr. 79, Wien Okt. 1973, S. 9f

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November 1973:
In Österreich gibt der Verband Marxistischer Studenten (VMS) seinen 'Hochschulkampf' Nr. 4 vermutlich im November heraus mit dem "Dossier Chile" mit den Abschnitten:
- "1 Entwicklung Chiles 1800-1970";
- - "Kränkendes Lob" der SPÖ über die PS Chile;
- "2 Entscheidungsjahre 1970-1973";
- "3 Machtorgane der Arbeiter und Bauern";
- "4 Die Parteien".
Q: Hochschulkampf Nr. 4, Wien 1973, S. 39ff

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Dezember 1973:
In Österreich gibt das Komitee zur Unterstützung des chilenischen Widerstandes, Wien, die Nr. 1 seiner Zeitschrift 'Adelante! Chile im Kampf' (vgl. Apr. 1975) für Dezember zum Preis von 5,- ÖS unter der Schlagzeile "Dokumente des chilenischen Widerstands" heraus mit dem Inhalt:
- "Editorial";
- "Plattform des Komitees zur Unterstützung des chilenischen Widerstandes";
- "Erklärung zur Spaltung der Solidaritätsbewegung in Wien";
- "Zu den Dokumenten";
- "Die Position der MAPU";
- "Aufruf der KP Chiles";
- "Die Position der Christlichen Linken";
- "Die Position des MIR";
- "PSR Partido Socialista Revolucionaria (Revolutionäre Sozialistische Partei)";
- "Die Positionen der Kirche";
- - "A) Bischöfe";
- - "B) Missionare";
- "Entwicklung in Chile seit 1970";
- "Nach dem Putsch".

Aufgerufen wird zur Mitarbeit.
Q: Adelante! Chile im Kampf Nr. 1, Wien Dez. 1973

Dezember 1973:
Im Raum Wien gibt der Rote Schülerbund (RSB) seinen 'Schulkampf' Nr. 8 (vgl. Jan. 1974) vermutlich im Dezember heraus mit den Artikeln "Chile - der Widerstand wird organisiert" und "Österreichische Botschaft verweigert Asyl" zu Chile.
Q: Schulkampf Nr. 8, Mödling 1973, S. 16f

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Dezember 1973:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) heraus mit dem Artikel "Chile, organisierter Widerstand" aus der 'KVZ'.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung, Wien Dez. 1973, S. 22f

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Dezember 1973:
Die Vereinigung Revolutionärer Arbeiter Österreichs (Marxisten-Leninisten) gibt ihr Zentralorgan 'Für die Volksmacht' Nr. 81 (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) heraus mit dem Artikel "Österreichs Botschaft in Chile: Ein makaberes Idyll".
Q: Für die Volksmacht Nr. 81, Wien Dez. 1973, S. 16

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07.01.1974:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Dez. 1973, 11.3.1974) Nr. 1 für Januar vermutlich Anfang dieser Woche heraus mit dem Artikel "Solidarität mit der Arbeiterklasse und dem Volk Chiles - Stellungnahme zur Gründung zweier 'Solidaritätskomitees' in Wien" vom KB Wien aus 'Klassenkampf' Nr. 3 mit den Abschnitten:
- "Das chilenische Volk hat eine schlacht verloren, aber nicht den Krieg";
- "Der Kampf des chilenischen Volkes ist Teil der proletarischen Weltrevolution";
- "Die internationalen Aufgaben der Kommunisten";
- "Die 'Chile-Solidaritätsfront'" der KPÖ;
- "Das 'Komitee zur Unterstützung des chilenischen Widerstands'" hauptsächlich trotzkistischer Gruppen, mit denen die KPÖ die Zusammenarbeit ablehnte, und in dem auch der KB nicht mitarbeiten will.

Und dem Artikel "Diplomatische Beziehungen der VR China mit Chile" mit den Abschnitten:
- "Die Prinzipien der friedlichen Koexistenz";
- "Beziehungen auf Grundlage der Prinzipien der friedlichen Koexistenz liegen im Interesse sozialistischer Staaten";
- "Die Politik der Nichtanerkennung";
- "Die Theorie von der diplomatischen Isolierung der chilenischen Militärjunta";
- "Die Amtsenthebung des Botschafters der Allende-Regierung in China";
- "Das Verhalten der chinesischen Botschaft in Chile und der chinesischen UNESCO-Delegation";
- "Die Politik der friedlichen Koexistenz widerspricht nicht den Interessen der proletarischen Weltrevolution";
- "Worin besteht derzeit die Hilfe der VR China für die chilenische Arbeiterklasse und das kämpfende chilenische Volk?";
- "Wie müssen sich die österreichischen Kommunisten zur Außenpolitik der VR China verhalten?".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 1, Wien Jan. 1974, S. 20ff

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25.03.1974:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 11.3.1974, Mai 1974) als Sondernummer vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Artikel "Solidarität mit der Arbeiterklasse und dem Volk Chiles" mit dem Aufruf zu Demonstration und Teach-In in der 1. Aprilwoche.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Sondernummer Solidarität mit den ausländischen Kollegen, Wien März 1974, S. 7f

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April 1974:
Im Raum Wien gibt der Rote Schülerbund (RSB) seinen 'Schulkampf' Nr. 4 (vgl. März 1974, Apr. 1974) vermutlich im April heraus mit dem Artikel "Chile - das Volk hat eine Schlacht verloren aber nicht den Krieg!".
Q: Schulkampf Nr. 4, Mödling 1974, S. 13f

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17.04.1974:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' Nr. 4 (vgl. 2.9.1974) für April heraus mit den Artikeln "Chile: das Volk hat den wirtschaftlichen und politischen Kampf aufgenommen" und "KPÖ spaltete die Chile Solidaritätsbewegung" zu den Sitzungen der Aktionseinheit für die Demonstration anläßlich der Akkreditierung des chilenischen Botschafters, an der sich KB, MLS und Roter Schülerbund (RSB), die Chile-Solidaritätsfront der KPÖ und SP sowie das Chile-Solidaritätskomitee der Trotzkisten beteiligten. An der Demonstration nahmen über 1 000 teil.
Q: Klassenkampf Nr. 4, Wien 17.4.1974, S. 30ff

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14.06.1974:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 20.5.1974, Juni 1974) Nr. 6 für Juni vermutlich Ende dieser Woche heraus mit dem Artikel "Die Wahrheit über die Lage der Chile-Flüchtlinge".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 6, Wien Juni 1974, S. 18

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September 1974:
Vermutlich Im September gibt in Österreich die Arbeitsgruppe Sozialisten für Chile, die aus Mitgliedern und Funktionären der SPÖ besteht, die Dokumentation Nr. 2 unter dem Titel "Chile. Bilanz einer Militärdiktatur" heraus.

Enthalten sind die Abschnitte:
- "Solidarität hilft siegen! Die Aufgaben der Arbeitsgruppe 'Sozialisten für Chile'";
- "DDr. Bruno Pittermann: Freiheit für Ausbeuter";
- "Aufruf der chilenischen Flüchtlinge in Österreich" vom Komitee der Chile-Flüchtlinge vom Sept. 1974;
- "Wirtschaftspolitik a la Junta: Inflation und Massenarbeitslosigkeit";
- "Schwedens Ministerpräsident Olof Palme fordert Ende der rechtswidrigen Prozesse";
- "'Gesetz und Ordnung' a la Junta: Die Versuche zur Knebelung der chilenischen Arbeiterklasse";
- "Erklärung des chilenischen Gewerkschaftsbundes CUT vom 24. Jänner 1974"; sowie
- "Appell der gesamteuropäischen Solidaritätskonferenz in Paris vom 6. und 7. Juli 1974".

Geworben wird für die Dokumentation Nr. 1, "Materialien zur Konterrevolution in Chile".
Q: Arbeitsgruppe Sozialisten für Chile: Dokumentation Nr. 2 Chile. Bilanz einer Militärdiktatur, Wien o. J. (1974)

02.09.1974:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' (vgl. 17.4.1974, 3.9.1974) für September heraus mit dem Artikel "Solidarität mit dem Kampf des chilenischen Volkes - Aufruf des Kommunistischen Bundes Wien zu einer breiten Aktionseinheit".
Q: Klassenkampf, Wien 2.9.1974, S. 1 und 25f

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03.09.1974:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' (vgl. 2.9.1974, 4.10.1974) als "Sondernummer zum 11. September - Jahrestag des Putsches in Chile" in einer Auflage von 5 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Solidarität mit dem chilenischen Volk. Zum 11. September - Aufruf des Kommunistischen Bundes Wien zu einer breiten Aktionseinheit".

Weitere Artikel sind:
- "Der Volksaufstand unter der Führung der Arbeiterklasse wird die Faschisten niederschlagen";
- "Die Generäle ruinieren Chile";
- "Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage";
- "WM-74: Chile si - Junta no";
- "Transportboykott gegen die Junta";
- "Ein 1. Mai des Kampfes";
- "Die Lehren aus dem Putsch";
- "Chronik der Regierung Allende".
Q: Klassenkampf Sondernummer zum 11. September - Jahrestag des Putsches in Chile, Wien 3.9.1974

12.09.1974:
Der Kommunistische Bund Salzburg / Hallein gibt die Nr. 2 seiner 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (vgl. 7.3.1975) heraus mit den Artikeln "Chile: der Terror der faschistischen Junta kann den Widerstand des Volkes nicht aufhalten!", "Chile-Solidaritätslied", "Transportboykott gegen Junta" und "Chile-Solidarität" in Linz.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 2, Salzburg Sept. 1974, S. 1, 15ff und 26

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04.10.1974:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' (vgl. 3.9.1974, 10.6.1975) für Oktober heraus mit den Artikeln:
- "VÖEST Linz: Politische Unterdrückung chilenischer Flüchtlinge";
- "Gespräch mit einem Arbeiter beim Chilestand";
- "Reformistische und revisionistische Führer spalten die Chile-Solidaritätsbewegung und sabotieren jeden Akt wirklicher Solidarität";
- "Faustdicke Lügen" der KPÖ zu Chile;
- "Gespräch beim Zeitungsverkauf" zu Chile;
- "KPÖ-Revisionisten geben Regierung VÖEST-Betriebsleitung volle Rückendeckung";
- "KPÖ überklebt unsere Plakate" zur Chile-Demonstration am 13.9.1974.
Q: Klassenkampf, Wien 4.10.1974, S. 1, 14ff und 25

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23.10.1974:
Im KB Wien erscheint das Rundschreiben Nr. 9 (vgl. 24.3.1975) mit dem "Bericht über die Chile-Solidaritätskampagne und die Lage in der Solidaritätsbewegung" von W.L., 5.10.1974, wobei dieses Jahr u. a. 5.000 Sondernummern des 'Klassenkampf' verkauft und 15.000 Plakate geklebt wurden und dem "Beschluß der Leitung des KB Wien zum Aufbau eines Chile-Komitees" vom 19.9.1974.
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 9, Wien 23.10.1974, S. 25ff

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09.12.1974:
In Wien, Österreich, gibt die Aufbaugruppe für ein Chile-Komitee-Wien vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Für die Einheit der Chile-Solidaritätsbewegung!" heraus, in dem sie auf die Differenzen zur Chile-Solidaritätsfront eingegangen und auf das nur noch aus der Gruppe revolutionärer Marxisten (GRM) bestehende Komitee zur Unterstützung des chilenischen Widerstandes, Wien, mit dem für den 12.12.1974 ein Treffen vereinbart sei.

Hingewiesen wird auf die 'Chilezeitung' vom Dezember, angekündigt wird eine Veranstaltung (vgl. 17.1.1975).
Q: Aufbaugruppe für ein Chile-Komitee-Wien: Für die Einheit der Chile-Solidaritätsbewegung!, Wien o. J. (1974)

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17.01.1975:
In Wien lud die die Aufbaugruppe für ein Chile-Komitee-Wien (vgl. 9.12.1974) ein zur Chile-Solidaritätsveranstaltung im Parrhaus des ÖGB in der Treitlstrasse.
Q: Aufbaugruppe für ein Chile-Komitee-Wien: Für die Einheit der Chile-Solidaritätsbewegung!, Wien o. J. (1974), S. 3

Februar 1975:
In Österreich erscheint die 'Rote Fahne' Nr. 157 (vgl. Okt. 1974, Apr. 1975) vermutlich Ende Januar oder im Februar als 1. Ausgabe 1975 mit dem Artikel "Eine Erklärung der revolutionären KP Chiles: Was unser Volk lernen muss" aus dem Frühjahr 1974.
Q: Rote Fahne Nr. 157, Wien 1975, S. 13ff

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15.02.1975:
Der KB Wien beginnt seine zweitägige 1. ordentliche Delegiertenkonferenz, deren Ergebnisse er im März in einer Broschüre veröffentlicht. Auf Seite 21 heißt es:"
In Chile hat die Arbeiterklasse und die Volksmassen seit ihrer Niederlage im September 1973 trotz schwierigster Bedingungen und grausamster Unterdrückung durch die faschistische Junta am Kampf festgehalten und Fortschritte in der Herstellung der Einheit im Kampf für den Sturz der Junta erzielt, deren Lage sich auf allen Ebenen verschlechtert."
Q: KB Wien: Ergebnisse der 1. ordentlichen Delegiertenkonferenz 15./16. Februar 1975, Wien März 1975, S. 21

07.03.1975:
Der Kommunistische Bund Salzburg / Hallein gibt die Nr. 2 seiner 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (vgl. 12.9.1974, 6.9.1975) heraus mit dem Artikel "Chile: Inflationsrate 375 %".
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 2, Salzburg 7.3.1975, S. 24

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22.03.1975:
In Helsinki beginnt eine dreitägige Tagung der Internationalen Kommission für die Untersuchung der Verbrechen der Militärjunta in Chile.
Q: Chile-Solidaritätsfront: Solidarität mit Chile Nr. 2, Wien o. J. (1975), S. 5f

24.03.1975:
Im KB Wien erscheint das Rundschreiben Nr. 16 (vgl. 23.10.1974, 8.4.1975) mit dem Inhalt:
- "Drei Dokumente zur Arbeit der Kommunisten in parteilosen internationalistischen Komitees" zu Chile, Vietnam und Kambodscha sowie Zimbabwe, vom 24.3.1975;
- "Richtlinien für die Politik der Kommunisten gegenüber internationalistischen Unterstützungsorganisationen" vom 17.3.1975;
- "Bericht über die Lage in den internationalistischen Komitees und die Arbeit der kommunistischen Fraktionen";
- - "1. Die politische Grundlage und die Stoßrichtung der Arbeit der internationalistischen Komitees", d.h. des KSA, in dem von 40 Mitgliedern 16 aus dem KB kommen, des Indochinakomitees (ICK), wo 13 von 14 aus dem KB Kommen und des Chilekomitees Wien, wo 5 von 17 Mitgliedern KBler sind;
- - "2. Die Massenarbeit der Komitees";
- "Beschluß der KB-Leitung zur fraktionellen Arbeit in den parteilosen internationalistischen Komitees" vom 20.3.1975.
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 16, Wien 24.3.1975, S. 1ff und 15ff

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April 1975:
In Österreich gibt das Komitee zur Unterstützung des chilenischen Widerstandes, Wien, die Nr. 5 seiner Zeitschrift 'Adelante Chile' für April zum Preis von 3,- ÖS heraus mit den Beiträgen:
- "Der Terror der Militärs";
- "Der Kampf der Gefangenen";
- "Freiheit für die gefangenen Matrosen!";
- "Junta-Agent leugnet Mord an Lumi Videla";
- "Briefe aus Chile" an das Chile-Komitee Westberlin;
- "Interview: Zur Situation der chilenischen Flüchtlinge in Österreich";
- "Junta - Wirtschaft am Ende!";
- "Kein Groschen für die Junta!";
- "Brot - ein Luxusartikel";
- "Ein Gorilla weniger…" zum Tod des Kriegsministers General Bonilla bei einem Hubschrauberabsturz am 3.3.1975;
- "Solidaritätsveranstaltung Freitag 18.4. mit Luis Vitale";
- "Internationale Solidarität" in Großbritannien und Schweden;
- "Gedicht 'In Chile lebt noch…'";
- "Aufruf zur Kampagne: Freiheit für alle politischen Gefangenen!", den auch das Chile-Komitee Wien mitträgt; sowie
- "Unterstützt die politischen Gefangenen !!!".

Aufgerufen wird: "Ein Stundenlohn für Chile1". Geworben wird für die 'Rearme, un solo camino - revolucion socialista'.
Q: Adelante Chile Nr. 5, Wien Apr. 1975

April 1975:
In Österreich gibt die Chile-Solidaritätsfront vermutlich im April die Nr. 2 ihres Bulletins 'Solidarität mit Chile' heraus. Enthalten sind die Beiträge:
- "Verstärkt die Solidarität mit dem chilenischen Volk!";
- "Zur Chile-Solidaritätsbewegung in Österreich" u. a. zur Chile-Ausstellung in Wien, die am 11.3.1975 eröffnet wurde;
- "Die Folgen des Faschismus: das Volk muss bezahlen!";
- "Sollen führende Politiker vor den Prozessen sterben?";
- "Internationales Tribunal in Helsinki klagt Junta an!" (vgl. 22.3.1975);
- "Chilenische Bischöfe gegen Junta";
- "2. Russell-Tribunal tagte in Rom";
- "21 Ärzte von der Junta ermordet";
- "Gefängnisstrafen in Todesurteile 'umgewandelt'" in 20 Fällen;
- "Militärstiefel in Chiles Universitäten";
- "Militäraufseher in den Betrieben eingesetzt";
- "Schandprozesse gegen verfassungstreue Offiziere";
- "Ein Brief aus dem KZ";
- "Finanzspritze für chilenische Junta";
- "Der antifaschistische Kampf in Chile geht weiter"; sowie
- "Unterschriftenaktion 'Solidarität mit dem chilenischen Volk'".
Q: Chile-Solidaritätsfront: Solidarität mit Chile Nr. 2, Wien 1975

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April 1975:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Nov. 1974, Juni 1975) heraus mit dem Artikel "Gewerkschaftliche Kämpfe der chilenischen Arbeiter" aus der 'Chilezeitung' des Chile-Komitee Wien vom März 1975. Aufgerufen wird zu den Chile-Aktionen am 17. und 21.4.1975.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Für eine breite Kampffront gegen die Lehramtsstudienordnung, Wien Apr. 1975, S. 13f und 16

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April 1975:
Die Vereinigung Revolutionärer Arbeiter Österreichs (Marxisten-Leninisten) gibt ihr Zentralorgan 'Für die Volksmacht' Nr. 97 (vgl. März 1975, Apr. 1975) heraus mit dem Artikel "Freiheit für alle politischen Gefangenen in Chile" (Aus einem Aufruf des Chile-Komitees Wien)".
Q: Für die Volksmacht Nr. 97, Wien Apr. 1975, S. 10f

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15.04.1975:
In Wien lud die Chile-Solidaritätsfront für 19 Uhr ein zur Chile-Solidaritätsveranstaltung im Amtshaus für den 4. Bezirk, Favoritenstraße 18.
Q: Chile-Solidaritätsfront: Freiheit für Chile!, Wien o. J. (1975)

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15.04.1975:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' (vgl. Apr. 1975, 10.6.1975) heraus mit dem Leitartikel "Verstärken wir unsere Solidarität mit Chile" mit dem Aufruf zur Demonstration am 18.4.1975 um 17 Uhr ab Kaufhaus Stafa und zur Veranstaltung mit Luis Vitale am 19.4.1975.
Q: Klassenkampf Verstärken wir unsere Solidarität mit Chile, Wien 15.4.1975, S. 1ff

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06.05.1975:
In Wien wird die Chile-Veranstaltung des MIR auch vom KB unterstützt.
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 14, Wien 24.3.1975, S. 2

Juni 1975:
Im KB Wien wird vermutlich Anfang des Sommers das Papier "Über die Lage in Chile und die Aufgaben der internationalistischen Unterstützungsarbeit" verfaßt mit den Abschnitten:
- "1. Einleitung";
- "2. Die Entwicklung der Widersprüche innerhalb der Bourgeoisie";
- "3. Das Verhalten der Klein- und Mittelbourgeoisie";
- "4. Die Politik der Junta gegenüber der Arbeiterklasse und den armen Volksmassen";
- "5. Der Kampf der Arbeiterklasse und der armen Volksmassen gegen die Junta und seine Formen";
- "6. Die politischen und ideologischen Positionen der verschiedenen politischen Richtungen zur Frage der Einheitsfront", wobei der Vorschlag des MIR vom Feb. 1974 der bedeutendste sei;
- "7. Schlußfolgerungen für die internationalistische Unterstützungsarbeit";
- - "1. Unterstützung der gewerkschaftlichen Kämpfe der chilenischen Arbeiter, Angestellten und Bauern";
- - "2. Unterstützung des Kampfs um Freiheit für alle politischen Gefangenen, gegen Terror, Folter und Ausnahmezustand, für die Wiederherstellung der persönlichen Freiheitsrechte";
- - "3. Unterstützung der Agitation und Propaganda und des Aufbaus der konsequentesten Organisationen des Widerstands";
- - "4. Isolierung der Junta von den sie unterstützenden imperialistischen Mächten; Entlarvung der doppelzünglerischen Politik der österreichischen Bundesregierung";
- - "5. Uneingeschränkte Aufnahme und freie politische Betätigung der chilenischen Flüchtlinge in Österreich".
Q: KB Wien-L. K.: Über die Lage in Chile und die Aufgaben der internationalistischen Unterstützungsarbeit, O. O. (Wien) o. J. (1975)

18.06.1975:
Im Raum Wien gibt der Rote Schülerbund (RSB) seinen 'Schulkampf' Nr. 6 (vgl. März 1975) heraus mit dem Artikel "Kostenlose Werbung für ITT?" zu Chile.
Q: Schulkampf Nr. 6, Mödling Juni 1975, S. 9

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September 1975:
In Österreich gibt das Chile-Komitee Wien die Nr. 3 seiner 'Chilezeitung' (vgl. Feb. 1976) für September zum Preis von 5,- ÖS heraus mit den Beiträgen:
- "Die Tätigkeit des Chile-Komitee Wien";
- "Chile-Komitee Klagenfurt", zu dem es auch heißt "Die Chile-Solidaritätsgruppe konnte nach ihrer Veranstaltung an der Hochschule für Bildungswissenschaften (HBW) im März weitere Mitarbeiter, hauptsächlich aus dem Bereich der Hochschule gewinnen.";
- "Für eine breite und einheitliche Demonstration zum 11. September, dem zweiten Jahrestag des Putsches in Chile. Offener Brief des Chile-Komitee Wien";
- "Der 11. September 1973";
- "Hunger, Terror, Widerstand. Die gegenwärtige Lage im Kampf des chilenischen Volkes";
- "Aufruf des Widerstands an die Soldaten" vom MIR, Jan. 1975;
- "2, 2 Millionen Chilenen am Rande des Hungertodes";
- "Die Junta kann die Inflation nicht stoppen";
- "Krise der Industrieproduktion";
- "Sabotageaktionen der chilenischen Arbeiter";
- "Die Lage der politischen Gefangenen";
- "Augenzeugenbericht aus den Folterzentren" von Elba Vergara;
- "119 nicht anerkannte politische Gefangene ermordet?";
- "Was kann man für die nicht anerkannten politischen Gefangenen tun?";
- "Unterstützung der chilenischen Gewerkschaften durch den ÖGB!";
- "Plattform des CUT für die internationale Solidarität";
- "Internationale Solidarität mit Chile" u.a. in Australien, Frankreich und Großbritannien;
- "Gute Beziehungen" zwischen Chile und Österreich;
- "Im Widerstand ist für jeden Ausgebeuteten und Unterdrückten Platz";
- "Widerstand in den Mütterzentren";
- "Bewaffnete Propaganda des Widerstandes";
- "Spendensammlung für die illegale Presse des Widerstandes";
- "Aus einem Reisebericht aus Chile";
- "Der 1. Mai 1975 in Santiago";
- "Gemeinsame Erklärung der UP-Parteien";
- "September - Monat der Solidarität mit dem Kampf des chilenischen Volkes";
- "Briefaktion für Leda Santibanez"; sowie
- "Fachmann für Verwaltungsreform gesucht".

Aufgerufen wird zur Demonstration in Wien (vgl. 11.9.1975) sowie zu Veranstaltungen in Klagenfurt (vgl. 15.9.1975) und Wien (vgl. 12.9.1975).

Geworben wird für den 'Klassenkampf' des KB Wien.
Q: Chilezeitung Nr. 3, Wien Sept. 1975

14.08.1975:
Im KB Wien erscheint das Rundschreiben Nr. 32 (vgl. 6.8.1975, 19.11.1975) u.a. zur Chile-Demonstration am 11.9.1975.
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 32, Wien 14.8.1975, S. 2f

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05.09.1975:
der Kommunistische Bund (KB) Linz hat heute Redaktionsschluß für den 'Klassenkampf' für September mit den Artikeln "Chile: 2 Jahre nach dem Putsch ist die Junta isoliert", "Österreichische Regierung unterstützt Junta", "Politische Demonstration gegen die Junta" und "Freiheit für alle politischen Gefangenen!".
Q: Klassenkampf, Linz Sept. 1975, S. 1 und 28f

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06.09.1975:
Der Kommunistische Bund Salzburg / Hallein gibt die Nr. 7 seiner 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (vgl. 7.3.1975, 17.10.1975) heraus mit dem Artikel "Chile - 2 Jahre nach dem Sturz der Volksfrontregierung: Die Junta hat das Land ins Elend geführt" mit dem Bericht "In einem Armenviertel von Santiago".
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 7, Salzburg 6.9.1975, S. 33f

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09.09.1975:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' Nr. 9 (vgl. 10.6.1975, 9.12.1975) für September heraus mit dem Artikel "Aus den Erfahrungen Chiles lernen".
Q: Klassenkampf Nr. 9, Wien 9.9.1975, S. 27

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11.09.1975:
Das Chile-Komitee Wien (vgl. Sept. 1975) rief auf zur Demonstration um 17 Uhr ab Mariahilferstrasse, Kaufhaus, Stafa.
Q: Chilezeitung Nr. 3, Wien Sept. 1975, S. 24

12.09.1975:
Das Chile-Komitee Wien (vgl. Sept. 1975) rief auf zur Veranstaltung um 20 Uhr im Parr-Haus, 4., Treitlstr. 3.
Q: Chilezeitung Nr. 3, Wien Sept. 1975, S. 24

15.09.1975:
Das Chile-Komitee Wien (vgl. Sept. 1975) rief auf zur Veranstaltung in Klagenfurt um 19 Uhr im Volksheim Waidmannsdorf.
Q: Chilezeitung Nr. 3, Wien Sept. 1975, S. 24

17.10.1975:
Der Kommunistische Bund Salzburg / Hallein gibt die Nr. 8 seiner 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' heraus mit dem Artikel "Erfolgreiche Chile-Solidaritätsveranstaltung in Knittelfeld".
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 8, Salzburg 17.10.1975, S. 20

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Februar 1976:
In Österreich gibt das Chile-Komitee Wien seine 'Chilezeitung' (vgl. Sept. 1975, Mai 1976) für Februar zum Preis von 5,- ÖS heraus mit den Beiträgen:
- "'Lerne leben, ohne zu essen'" zu einer in Santiago von einem kleinen Theater aufgeführten Komödie;
- "Kinderelend in Chile";
- "Erziehung im Faschismus";
- "Pobladores im Widerstand";
- "Die Junta geht gegen die Kirche vor: Auflösung des Friedenskomitees";
- "Staatsrat gebildet";
- "10 Generäle kritisieren die Junta";
- "Die Fabrikskommission";
- "Proteste von Branchengewerkschaften";
- "Österreich - Chile" zu den Wirtschaftsbeziehungen;
- "Patriotischer Septembergesang. Jagd auf den Autor eines Gedichtes";
- "Frauen im Kampf gegen die Junta";
- "Unsere Differenzen zur Chile-Solidaritätsfront", in der christliche Gruppen sowie Anhänger von KPÖ und SPÖ maßgeblich seien;
- "Waffen für die Junta";
- "'Ich erhebe Anklage…'" zu einem gefolterten Polizisten;
- "Chilenischer Polizist gefoltert" aus den Berliner 'Chile-Nachrichten' Nr. 32; sowie
- "Bertolt Brecht 'An die Kämpfer in den Konzentrationslagern…'".

Geworben wird für den 'Klassenkampf' des KB Wien.
Q: Chilezeitung, Wien Feb. 1976

19.03.1976:
Im KB Wien erscheint das Rundschreiben Nr. 56 (vgl. 13.3.1976, 24.3.1976). Bekanntgegeben wird:"
Die Chile-Solidaritätsveranstaltung des MIR, die von uns unterstützt wird, findet am 8. April 19.30h im Audi-Max der Universität Wien statt. Ab Dienstag, den 22.3. liegen im Lokal die Plakate auf. Der KB hat sich verpflichtet, 550 zu plakatieren. Aufteilung entsprechend dem üblichen Schlüssel."
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 56, Wien 19.3.1976, S. 1

April 1976:
Die Marxistisch-leninistische Studentenorganisation (MLS) Wien gibt ihre 'Kommunistische Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. Okt. 1975, Mai 1976) heraus. Eingeladen wird zur Chile-Veranstaltung am 8.4.1976.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Für eine Stipendiendemonstration am 6. April!, Wien Apr. 1976, S. 12

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22.04.1976:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' Nr. 5 (vgl. 7.4.1976, 3.6.1976) für April heraus mit dem Artikel "KPÖ Revisionisten: Eine Woche - vier Spalteraktionen" zur Abtreibung, zu Palästina, zu den Stipendien und zu Chile.
Q: Klassenkampf Nr. 5, Wien 22.4.1976, S. 19

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24.04.1976:
In Österreich beginnt die zweitägige 2. ordentliche Delegiertenkonferenz (vgl. 15.2.1975) für die die Leitung einen Rechenschaftsbericht verfaßt mit dem Abschnitt "Internationalistische Unterstützungsarbeit" u.a. zu Chile.
Q: KB Wien: Rechenschaftsbericht der Leitung des Kommunistischen Bundes Wien an die 2. ordentliche Delegiertenkonferenz am 24./25.4.1976, Wien o. J. (1976), S. 83

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Mai 1976:
In Österreich gibt das Chile-Komitee Wien seine 'Chilezeitung' (vgl. Feb. 1976) zum Preis von 5,- ÖS heraus mit den Beiträgen:
- "Was hat das mit uns zu tun, fragt ihr?";
- "Solidarität mit den inhaftierten chilenischen Landarbeitern" von Panguipulli;
- "Verhaftung von Edgardo Enriquez";
- "Aufruf des MAPU zur internationalen Solidarität";
- "Der Christdemokrat Frei - das geringere Übel für die Chile-Solidaritätsfront";
- "Das Volk hungert - die Kapitalisten exportieren Lebensmittel";
- "Arbeitslosigkeit und Produktionsrückgang";
- "Arbeitskonflikte und Streiks";
- "Verschärfung des Ausgehverbots";
- "Proteste gegen die Reform der Sozialgesetzgebung und die Knebelung der Gewerkschaften";
- "Die Beziehungen zwischen der VR China und Chile" wozu Diskussionsbeiträge erscheinen;
- "Argentinien: Das Militär übernimmt die Macht";
- "Solidarität mit den chilenischen Flüchtlingen in Argentinien";
- "Wir fordern die Einstellung der Verfolgung von Mari0 Munoz";
- "Proteste erreichen Freilassung von Gewerkschafter";
- "Widerstandsaktionen in Konzentrationslagern und Gefängnissen"; sowie
- "Solidaritätsveranstaltung", die am 8.4.1976 im Audimax der Uni Wien stattfand.

Geworben wird für 'Revolutionäres Afrika' vom Komitee Südliches Afrika (KSA) Wien, den 'Klassenkampf' des KB Wien.
Q: Chilezeitung Nr. 2, Wien Mai 1976

05.05.1976:
Im KB Wien erscheint das Rundschreiben Nr. 60 (vgl. 14.4.1976, 7.5.1976) vermutlich Mitte dieser Woche mit dem "Protokoll der Aussprache mit einem Vertreter des Auslandskomitees des MIR (9. April 1976)" von K. P.
Q: KB Wien: Rundschreiben Nr. 60, Wien o. J. (1976), S. 6ff

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03.06.1976:
Der KB Wien gibt seinen 'Klassenkampf' Nr. 7 (vgl. 22.4.1976, 24.6.1976) für Juni heraus mit dem Artikel "Warum 'Die Presse' die faschistische Junta in Chile lobt".
Q: Klassenkampf Nr. 7, Wien 22.4.1976, S. 24

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16.09.1976:
Der Kommunistische Bund Österreichs (KBÖ) gibt die Nr. 2 seines Zentralorgans 'Klassenkampf' (vgl. 9.8.1976, 30.9.1976) heraus. Berichtet wird vom IBFG:"
Solidarität mit dem chilenischen Volk

Der 'Internationale Bund Freier Gewerkschaften' bekräftigte zum 3. Jahrestag des faschistischen Putsches in Chile seine Solidarität mit der chilenischen Arbeiterklasse. Er erklärte weiters, die Militärjunta 'so lange ohne Einschränkung zu verurteilen, sowie die Arbeiter und die Bevölkerung von Chile moralisch und materiell zu unterstützen, bis in Chile wieder Demokratie herrscht.' Die Hafenarbeitergewerkschaften Italiens und Jugoslawiens riefen für 11.-13. September zum Boykott aller chilenischen Schiffe auf."
Q: Klassenkampf Nr. 2, Wien 16.9.1976, S. 22

April 1979:
Der Marxistisch-leninistische Studienkreis (MLSK) der ML Partei Österreichs (MLPÖ) verfasst die Vorbemerkung zu der Broschüre "Der Kampf der Revolutionären KP Chiles gegen die revisionistische Linie der KP Chinas. Offener Brief der RKP Chiles an die KP Chinas, Nov. 1977", die als Nr. 26 bzw. 3/1979 der Reihe 'Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus' erscheint.

In der Vorbemerkung führt die MLPÖ aus, dass ihre Bruderpartei vor allem die KP Chiles gebrandmarkt habe, aber auch nachweise, dass die Drei-Welten-Theorie eine fundamentale Revision des Marxismus-Leninismus sei.

Der Offene Brief der RKP Chile gliedert sich in die Abschnitte:
- "Die Entwicklung der Beziehungen zwischen der KP Chinas und der RKP Chiles 1964 bis 1977";
- "Die revisionistische Linie Deng Hsiao Pings in der Frage der 'nationalen Unabhängigkeit'";
- "Die 'dritte Welt' als Triebkraft der Geschichte?";
- "Der Weg der volksdemokratischen Revolution und die revisionistische Linie Dengs";
- "Verwischung des Klassengegensatzes zwischen Kapitalismus und Sozialismus";
- "Das revisionistische Schema der 'drei Welten'";
- "Ist der USA-Imperialismus 'weniger gefährlich' als der Sozialimperialismus?";
- "Unterstützung der Imperialisten Europas statt der proletarischen Revolution!!";
- "Verfälschung der Leninschen Lehren über Krieg und Frieden";
- "Verfälschung der Leninschen Lehren über friedliche Koexistenz"; sowie
- "Über Fragen der inneren Entwicklung Chinas vor dem Tode Mao Tse-tungs".

Enthalten ist auch der Artikel "Der Genosse Mao Tse-tung war ein großer Marxist-Leninist und ein großer Internationalist!" aus 'El Pueblo' Nr. 101 vom Okt. 1978.
Q: MLPÖ-MLSK: Der Kampf der Revolutionären KP Chiles gegen die revisionistische Linie der KP Chinas. Offener Brief der RKP Chiles an die KP Chinas, Nov. 1977. Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus Nr. 26, Wien 1979

Mai 1979:
In Österreich erscheint die 'Rote Fahne' Nr. 174 (vgl. März 1979, Aug. 1979) vermutlich im April oder Mai als 5. Ausgabe 1979 mit dem Artikel "6 Jahre faschistische Diktatur in Chile" mit einer Botschaft des ZK der MLPÖ vom 10.2.1979 an das ZK der RKP Chile.
Q: Rote Fahne Nr. 174, Wien 1979, S. 21ff

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August 1979:
Der Marxistisch-leninistische Studienkreis (MLSK) der ML Partei Österreichs (MLPÖ) verfasst die Vorbemerkung zu der Broschüre "Gemeinsame Erklärung der KP Kolumbiens/ML, der RKP Chiles, der KPML von Ekuador und der Partei Rote Fahne von Venezuela, verabschiedet am 30. Sept. 1978", die als Nr. 27 bzw. 4/1979 der Reihe 'Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus' erscheint.

In der Vorbemerkung führt die MLPÖ aus, dass ihre Bruderpartei vor allem die KP Chiles gebrandmarkt habe, aber auch nachweise, dass die Drei-Welten-Theorie eine fundamentale Revision des Marxismus-Leninismus sei.

Die Gemeinsame Erklärung gliedert sich in die Abschnitte:
- "I. Die Oberherrschaft des nordamerikanischen Imperialismus in Lateinamerika";
- "II. Der Kampf der lateinamerikanischen Völker gegen die imperialistische Herrschaft";
- "III. Die antiimperialistische, antimonopolistische und antifeudalistische Einheitsfront";
- "IV. Die ideologischen und politischen Aufgaben unserer Parteien"; sowie
- "Schlußfolgerungen".
Q: MLPÖ-MLSK: Gemeinsame Erklärung der KP Kolumbiens/ML, der RKP Chiles, der KPML von Ekuador und der Partei Rote Fahne von Venezuela, verabschiedet am 30. Sept. 1978. Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus Nr. 27, Wien 1979

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Letzte Änderung: 03.11.2019