"Rebel"
Organ der Revolutionären Kommunistischen Jugend
Rebel - Revolutionär-Kommunistische Jugend

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 20.7.2019


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Der "Rebel" war das Organ der Jugendorganisation der österreichischen "Revolutionären Kommunistischen Liga" (RKL), die sich, laut Rebel 8/1990, vermutlich im April 1989 konstituierte (S. 11). Laut Österreichischer Nationalbibliothek erschien der "Rebel" in unregelmäßiger Folge von 1989 bis 1998. Die hier vorliegenden Ausgaben stammen aus dem Zeitraum 1990-1992. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

08.09.1990:
Es erscheint die Nr. 8 der Zeitschrift "Rebel - Revolutionär Kommunistische Jugend".

Zur Zeitung heißt es: "Rebel/Revolutionär Kommunistische Jugend ist eine Jugendorganisation aus jungen ArbeiterInnen, SchülerInnen und StudentInnen. Unsere politischen Schwerpunkte sind der Kampf für die ökonomischen und politischen Interessen der ArbeiterInnenjugend, gegen Frauenunterdrückung, gegen Militarismus, für gleiche Rechte von ausländischen ArbeiterInnen und Jugendlichen, gegen sexuelle Unterdrückung und reaktionäre Sexualmoral, für eine klassenkämpferische Gewerkschaftsopposition. Ziel unserer Politik ist der Aufbau einer revolutionären Jugendinternationale-zur Entwicklung des tagtäglichen Klassenkampfes zum Kampf für die internationale sozialistische Revolution. Rebel/RKJ ist die Jugendorganisation der Revolutionär Kommunistischen Liga, das heißt: politischer Teil der RKL, aber organisatorisch unabhängig!"

Artikel der Ausgabe sind:
- "KJÖ: Die letzte Möglichkeit
- "No Future für Osteuropa?"
- "Ghettopolitik und Sektierertum. Kritik an den Autonomen"
- "Zum 50. Todestag Leo Trotzkis"
- "Hick Hack mit Tatblatt"
- "Wie Demos organisieren?"
- "Die Frau gehört an den Herd und der Herd gehört ins Bett. Gedanken zur Frauenunterdrückung aus marxistischer Sicht"
- "USA: Schwarzer antirassistischer Kämpfer auf dem elektrischen Stuhl"
- "Internationales Sommerlager"
- "3. Konferenz von rebel/Revolutionär Kommunistische Jugend"
- "Genosse Oskar Hippe gestorben (1900-1990)"
- "Revolutionäre antimilitaristische Zersetzung im Heer. Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus der Arbeit eines rebel-Genossen"
- "Zum Soldatensprecher"
- "Nationalwahlen 1990"

Berichtet wird vom "Internationalen Sommerlager", das vom 5.-12. August am Neufeldsee im Burgenland stattfand, von der 3. Konferenz des rebel, die am 9./10.6. stattfand. Erklärt wird, dass die RKL aus einer Fusion von IKL und der SOAL-Fraktion entstand.
Geworben wird für die "Sondernummer 2" des "rebel": "Eine materialistische Analyse des Faschismus", für den "Maulwurf" der "Internationalen sozialistischen Jugend", die als "deutsche Schwesterorganisation von "Rebel" bezeichnet wird. Die JO konstituierte sich, dem Bericht folgend, im April 1989. Angestrebt werden Kontakte zu befreundeten Organisationen wie: "Fronte Rosso" (Italien), "Maulwurf" (ISJ).
Geworben wird weiter u. a. für die Schriftenreihe "Betrieb- und Gewerkschaft" der RKL, so: "Der Streik der Zangtaler Bergarbeiter" (Nr. 7), "MAN kauft Steyr" (Nr. 10), für den "Klassenkampf", für die "Ergebnisse und Perspektiven", für IKL-Flugschriften, für die "Sondernummer 1" des "rebel" zum Thema "Das reformistische Schaf im autonomen Wolfspelz", Nr. 1: "Opernball. Militarismus", Nr: 5: "Opernball 1990. Kritik an der KJÖ".
Quelle: Revolutionär Kommunistische Jugend: Rebel, Nr. 8, Wien, September 1990.

April 1991:
Es erscheint die Nr. 10 der Zeitschrift "Rebel - Revolutionär Kommunistische Jugend".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Imperialisten raus aus dem Golf"
- "Raus mit dem Imperialismus aus dieser Region. Minderheit im rebel"
- "Der Zerfall der KJÖ zwischen Verzweiflung und Wende"
- "Gemeinsame Erklärung von Revolutionäre Arbeiterfront und rebel. Zu den Fusionsgesprächen"
- "Frankreich: Die soziale Krise, Gymnasien und Vororte, oder: Die 'Bronx' von Paris"
- "Vorwärts: London Calling"
- "Mis-punkt"
- "Frauenpower ausgepowert?"
- "Was ist rebel?"

Im Artikel: "Minderheit im rebel", wird auf Differenzen innerhalb der Gruppierung eingegangen. Dazu heißt es: "Aufgrund von Differenzen, die sich schon seit längerer Zeit angekündigt haben, haben Genossen von 'rebel' eine Tendenz gebildet-mit dem Ziel für ihre Positionen zu kämpfen und eine Mehrheit dafür zu gewinnen. In der Revolutionär Kommunistischen Liga (RKL), dessen Jugendorganisation 'rebel' ist, hat sich auf derselben Linie ebenfalls eine Tendenz gegründet. (…)

Diskutiert werden die Fragen: Parteiaufbau, Antiimperialismus, Osteuropa, LRKI/AST. Berichtet wird über eine "Gemeinsame Erklärung von Revolutionäre ArbeiterInnenfront und rebel über Fusionsgespräche". Dazu wird ausgeführt: "Seit dem Frühjahr '90 besteht zwischen unseren Gruppen eine intensive Zusammenarbeit. Diese bezog sich anfangs auf jede Art von Mobilisierung (Antifaschismus, Opernball, Bewegung gegen den Golfkrieg). Während dieser Zeit kam es zu zahlreichen Diskussionen zu praktischen und theoretischen Fragen. Diese wurden während des Fraktionskampfes der damaligen 'KJÖ 4' sehr intensiv geführt. (…) Im Jänner 1990 wurde innerhalb der KJÖ-Wien eine Gruppe aufgebaut, die das Ziel hatte, die KJÖ zu reformieren und die Mitglieder wieder auf den Sinn und Zweck der kommunistischen Bewegung hinzuweisen …"

KJÖ und KPÖ werden als "völlig orientierungslos" bezeichnet. "Da der Versuche der KJÖ 4 "die KJÖ zu reformieren und sie so vor dem Untergang zu bewahren, mißlang, stellte sich als letzte und einzige Alternative der Aufbau einer neuen, revolutionären, kommunistischen Bewegung und Organisation. (…) Angesichts der Schwäche der linken, revolutionären Bewegung einerseits, der großteils übereinstimmenden programmatischen Zielsetzungen und der Übereinstimmung in der praktischen Zusammenarbeit andererseits, müssen unsere Gruppen nun prüfen, ob unsere Differenzen ausreichen, um unsere Politik in getrennten Organisationen weiterzuführen oder aber, ob es nicht zielgerechter wäre, unsere Gruppen zu fusionieren und mit neu überarbeitetem Programm und Namen eine revolutionäre, internationalistische, kommunistische Organisation aufzubauen, die sowohl in Österreich als auch international dringenden von Nöten ist".

Geworben wird für den "rebel", u. a. Nr. 4: "Bundesheer light. Revolutionärer Kampf im Heer", Nr. 7: "Antifaschistischer Kampf". Aufgerufen wird zum 1. Mai.
Q: Revolutionär Kommunistische Jugend: Rebel, Nr. 10, Wien, April 1991.

Dezember 1991:
Es erscheint die Nr. 12 der Zeitschrift "Rebel - Revolutionär Kommunistische Jugend".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nieder mit Jelzin und Gorbatschow: Die ArbeiterInnenklasse muss die Macht
übernehmen!"
- "Die rumänischen Bergarbeiter weisen den Weg!"
- "Nieder mit dem Verhandlungsbetrug in Nahost!"
- "Nordirland Teil II: UTP-FTQ"
- "Diskussion zur Frauenunterdrückung: Fortsetzung der Debatte im rebel II"
- "Faschistische Angriffe und Provokationen nehmen zu!"
- "Der Preis für jahrzehntelanger Sozialpartnerschaft: Rechtsruck in Österreich!"

Geworben wird für den "Maulwurf. Zeitung des Spartacusbundes" und für den "rebel".
Q: Revolutionär Kommunistische Jugend: Rebel, Nr. 12, Wien, Dezember 1991.

März 1992:
Es erscheint die Nr. 13 der Zeitschrift "Rebel - Revolutionär Kommunistische Jugend".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Eine Alternative zum Rechtsruck ist nötig. Bauen wir gemeinsam eine linke, revolutionäre Jugendorganisation auf!"
- "Die SPÖ im Schlepptau der Herrschenden!"
- "Eine revolutionäre Alternative!"
- "Nieder mit dem Rassismus!"
- "Zerschlagt den faschistischen Bodensatz des Kapitalismus!"
- "Arbeiterjugendliche sind keine Sklaven!"
- "Ein Schulsystem im Dienst der arbeitenden Massen!"
- "Für die Befreiung der Mädchen und Frauen!"
- "Unser Ziel ist die Zerstörung des Kapitalismus und der Aufbau des
- Sozialismus!"
- "Arbeiterjugendliche organisiert Euch!"
- "Schulautonomie"
- "Kampf dem Rassismus und Faschismus! Nein zum Niederlassungsgesetz!"
- "Auch Grundwehrdiener sind Menschen!"
- "rebel, die SJ-Bürokratie schlägt zurück"

Aufgerufen wird zu einer Veranstaltung zum Thema: "Den Kampf gegen Rassismus und Faschismus konsequent führen. Für den Aufbau einer revolutionären, linken Jugendorganisation", am 24.3. Aufgerufen wird zu einer Demonstration u. a. gegen Rassismus und Faschismus am 21.3. Eine weiterführende Veranstaltung soll am 27.3. stattfinden. Thema: "Wie weiter im antirassistischen Kampf?"
Q: Revolutionär Kommunistische Jugend: Rebel, Nr. 13, Wien, März 1992.

Mai 1992:
Es erscheint die Nr. 14 der Zeitschrift "Rebel - Revolutionär Kommunistische Jugend".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Vorwärts vor der Entscheidung"
- "Zur Geschichte, Theorie und Praxis der Militant-Strömung in Großbritannien, Deutschland und Österreich"
- "Vorwärts"
- "Nichts als marxistische Binsenweisheit"
- "Sektierertum in der konkreten Aktion"
- "Bürokratisches Verhalten auf Demonstrationen"
- "Hinein in die Sozialdemokratie"
- "Militant friedlicher Weg zum Sozialismus"
- "Anpassung an nationalistischen Druck
- "Deutsche Wiedervereinigung"
- "Für den Aufbau einer revolutionären Jugendorganisation"
- "Demo-Bilanz"
- "Autonome Schule
- "Streichern wir den Sozialismus"

Aufgerufen wird zum August-Sommerlager des "rebel" in Italien, zu einer "rebel"-Veranstaltung am 4. Mai.
Q: Revolutionär Kommunistische Jugend: Rebel, Nr. 14, Wien, Mai 1992.

Letzte Änderung: 21.07.2019