Revolutionär-Kommunistische Jugend (RKJ): 'Info' (1970/1971)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 30.12.2015


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Das interne 'Info' der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ), der Jugendorganisation der Gruppe Internationale Marxisten (GIM) wird hier bis auf die Nr. 20 (wir bitten um Ergänzungen) mit allen Ausgaben vorgestellt, die einzeln erschienen sind.

Im Winter 1971/72 bzw. im Januar 1972 erfolgte mit der Nr. 21 des 'Info' eine Zusammenlegung mit dem 'Rundbrief' der GIM.

Dokumentiert wird im 'Info' die Herausbildung der einzelnen örtlichen Gruppen und die Auseinandersetzung um die politischen Grundlagen in den verschiedenen Interventionssektoren der RKJ, d.h. unter den Lehrlingen, den Oberschülern und Studenten, aber auch den Soldaten.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

03.08.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 1 (vgl. 24.8.1970) für August mit den Beiträgen:
- "Einleitung" zu den Aufgaben des 'Info';
- "Bundes-Seminar der RKJ-Gruppen"
- "ergänzend zum WAS TUN-ARTIKEL: Gruppe Marl", der auf die Spaltung des SC Clev eingeht, von dem 3 zum KJVD und 11 zur RKJ gegangen seien, "aber im Ruhrgebiet ist der KJVD sehr stark und wird von Tag zu Tag stärker.";
- "Flugblatt der RKJ Mannheim zur Lohnsteuervorausz. und Tarifkampf der IGM, Flugblatt der RKJ Marl zur Lohnsteuervorausz. und Tarifkampf der IGM zu diesem Thema siehe auch: WAS TUN Nr. 13, S. 6ff sowie 'Gewerkschafts- und Betriebsarbeit III', Schulungsmaterial der RKJ Mannheim, 'Tarifpolitik 70', zu beziehen über die WT-Adresse, Stück DM 0,30.";
- "Diskussionsbeitrag zum Mannheimer Flugblatt der Gruppe Marl";
- "Vorschläge der Gruppe Marl" vom 29.7.1970;
- "Protokoll zum Wochenendseminar 11./12.7.1970" der Gruppe Mannheim, an dem 25 Genossen, auch aus Neustadt und Speyer teilnahmen;
- "Diskussionsbeitrag zur Schulung (aus Frankfurt)";
- "Anläßlich der Hausdurchsuchungen bei Mannheimer Genossen: 'Verhalten gegenüber der Polizei', aus dem Französischen", der in unserem Exemplar fehlt; sowie
- "Bericht der rev. Jugendorganisation in Großbritannien" bzw. "Überschreitet die Studentenbewegung: baut die Spartacus-League auf".

Beigeheftet bzw. inliegend sind:
- die 'Was tun im Betrieb' aus Mannheim unter dem Titel "Die SPD macht ihre Arbeiterwähler zum Prügelknaben der Konjunktur…";
- das Flugblatt der RKJ Marl: "10%ige Lohnsteuervorauszahlung";
- die 'Was tun' Sondernummer zum 1. Mai "Demokratisierung der Gewerkschaften"; und die
- "Plattform der Kandidaten der RKJ zur StP-Wahl" an der Uni Mannheim.
Quellen: RKJ-Info Nr. 1, Mannheim Aug. 1970; Was tun im Betrieb Die SPD macht ihre Arbeiterwähler zum Prügelknaben der Konjunktur…, Mannheim o. J. (1970);RKJ Marl: 10%ige Lohnsteuervorauszahlung, Bochum o. J. (1970);Plattform der Kandidaten der RKJ zur StP-Wahl, o. O. (Mannheim) o. J. (1970)

24.08.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 2 (vgl. 3.8.1970, 7.9.1970) für Ende August mit den Beiträgen:
- "RKJ-Bundesseminar am 5./6. Sept. 70 in Solingen";
- "Zur Koordinierung der anti-kapitalistischen Kämpfe in Europa - Europäischer Kongress der revolutionären Avantgarde" am 21./22.11.1970 in Brüssel, wozu es heißt: "Die RKJ Mannheim hat in einer Plenumssitzung beschlossen, sich ebenfalls zu beteiligen. Sie wird mit der GIM zusammen in der BRD zu diesem Kongreß aufrufen.";
- "Referat, gehalten auf dem Wochenendseminar der RKJ-Mannheim am 12.7.70. Allgemeines zur Jugendradikalisierung und die Frage der Organisation"; sowie
- "Liste des vorhandenen Materials, das SOFORT ausgeliefert werden kann:".
Q: RKJ-Info Nr. 2, Mannheim Ende Aug. 1970

07.09.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 3 (vgl. 24.8.1970, 5.10.1970) für Anfang September mit den Beiträgen:
- "Publikationen";
- "Organisatorische Anträge der Gruppe Mannheim zum RKJ Bundesseminar";
- "Kambodia"; sowie
- "Protokoll und vorläufige Ergebnisse der Subgruppe Betrieb RKJ Mannheim, 28.8.70" die K. H. Roth und 'Spartacus' liest.

Beigeheftet ist die 'Was tun im Betrieb für die Beschäftigten der Daimler-Benz AG Werk Mannheim Nr. 2.
Q: RKJ-Info Nr. 3, Mannheim Anfang Sept. 1970; Was tun im Betrieb für die Beschäftigten der Daimler-Benz AG Werk Mannheim Nr. 2, Mannheim o. J. (1970)

05.10.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 4 (vgl. 7.9.1970, 30.10.1970) für Anfang Oktober in einer Auflage von 300 Stück. Es erscheinen:"
Kurze Notizen:
Die SBG Speyer hat sich in RKJ Speyer umbenannt
Am 9.9. wurde die RKJ Düsseldorf gegründet
Die RKJ Stuttgart wurde ebenfalls gegründet

In Mannheim hat sich die Arbeit im Lehrlingszentrum (Jour Fix) belebt. Die RKJ Mannheim arbeitet in ihm etwa wie die Hamburger Genossen. Einige Besonderheiten sind zu beachten, z. B. arbeiten SDAJ und KJVD (Maos) als offene Fraktionen. Bericht folgt.

Zwei der Regionalbereiche haben ihre Kommissare für das ZK benannt:
Bereich West (Düsseldorf, Köln, Marl, Bochum): Helmut W … und Wilfried K …
Bereich Südwest: Gisela W … und Bernd K …"

Enthalten sind die Beiträge:
- "Zur Frage der Organisierung revolutionärer Jugend-Kader. Thesen der Gruppe Speyer zur Transformierung in die RKJ";
- "Richtlinien für die Schülerarbeit. (Thesenentwurf)" aus Speyer;
- "Zum LEHRLINKS-INFO der Stuttgarter Drupa-Jugend. Bericht der Gruppe Stuttgart" über das in einer Auflage von 1 500 Stück vor den Berufschulen und als Gewerkschaftspublikation auch in den Betrieben verbreitete Info;
- "Gruppe Stuttgart. Zur Dialektik des proletarischen Befreiungskampfes" vom Juli 1970;
- "Führen des Berichtshefts während der Arbeitszeit" aus dem Rundschreiben des Arbeitgeberverbands Papierindustrie Baden-Württemberg vom 31.7.1970; sowie
- "Resolution der Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg, Hauptverwaltung Mannheim" (PWA) zur Papiertarifrunde der IG Chemie.

Beigeheftet sind:
- eine 'Was tun im Betrieb für Lehrlinge und Jugendvertreter' aus Mannheim zur Metalltarifrunde (MTR), "verteilt in Mannheim vor Großbetrieben und Berufsschulen";
- eine 'Was tun im Betrieb für Lehrlinge und Jugendvertreter' aus Mannheim zur Veranstaltung der Gewerkschaft: "Wer sich ausbeuten läßt ist dumm", "verteilt bei einer Lehrlingsversammlung des Lehrlingszentrums in Mannheim (ca. 200 Anwesende)";
- eine 'Was tun im Betrieb' des Regionalbereiches Südwest unter dem Titel "Warum Gewerkschaftsjugendtag?", am 27.9.1970 "verteilt beim Gew.jug.tag der IGM Baden-W. in Gaggenau ca. 3 000 Anwesende";
- eine 'Was tun im Betrieb' aus Mannheim: "Mannheimer Lehrlinge setzen sich zur Wehr" zum Lehrlingszentrum Mannheim.
Q: RKJ-Info Nr. 4, Mannheim Anfang Okt. 1970; Was tun im Betrieb Mannheimer Lehrlinge setzen sich zur Wehr, Mannheim o. J. (1970);Was tun im Betrieb für Lehrlinge und Jugendvertreter Die Tarifverträge, die die Höhe, Mannheim o. J. (1970);Was tun im Betrieb für Lehrlinge und Jugendvertreter 'Wer sich ausbeuten läßt ist dumm', Mannheim o. J. (1970);Was tun im Betrieb Warum Gewerkschaftsjugendtag?, Mannheim / Stuttgart o. J. (1970)

30.10.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich Ende dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 5 (vgl. 5.10.1970, 11.11.1970) für Oktober mit den Beiträgen:
- "Protokoll der 1. Koordinationskonferenz der RKJ in Solingen am 5. und 6. Sept. 1970"; und
- "1. RKJ ZK am 25.10.70 in Köln".

Beigeheftet ist die 'Was tun im Betrieb für die Beschäftigten in der Metallindustrie Tarifgebiet Nordbaden-Nordwürttemberg' vom 27.10.1970.
Q: RKJ-Info Nr. 5, Mannheim Okt. 1970; Was tun im Betrieb für die Beschäftigten in der Metallindustrie Tarifgebiet Nordbaden-Nordwürttemberg, Stuttgart 27.10.1970

11.11.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich Mitte dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 6 (vgl. 30.10.1970, 7.12.1970) für Anfang November mit dem Protokoll des Regionalbereichs West vom 7.11.1970.

Beigeheftet sind:
- das 'Was tun im Betrieb' Flugblatt Nr. 4, "An die Arbeiter der Kölner Metallbetriebe. Freitag Urabstimmung!" aus Köln; und
- die 'Was tun im Betrieb für die Beschäftigten in der Metallindustrie Tarifgebiet Nordbaden-Nordwürttemberg' vom 9.11.1970.
Q: RKJ-Info Nr. 6, Mannheim Anfang Nov. 1970; Was tun im Betrieb Flugblatt Nr. 4, Köln o. J. (1970);Was tun im Betrieb für die Beschäftigten in der Metallindustrie Tarifgebiet Nordbaden-Nordwürttemberg, Mannheim / Stuttgart 9.11.1970

07.12.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 7 (vgl. 11.11.1970, 28.12.1970) mit dem Protokoll der Regionalkonferenz West vom 5.12.1970 und dem dortigen Referat von Werner E. (Bochum): "Wider den Bürokratismus und Schematismus in der Organisationsfrage", dem Protokoll der 3. Sitzung des ZK vom 6.12.1970 in Marl, Ankündigungen zum Nationalen Treffen am 1. und 2.1.1971, dem "Programm der zentralen Kaderschule der RKJ 27.-31.12.70 in Mannheim sowie den Beiträgen:
- "Die IV. Internationale will eine leninistische Partei schaffen" aus 'Le Monde' vom 25.11.1970;
- "Aus dem Spartacus-Bulletin Nr. 3: Kritik der SP-Wahlplattform der RKJ Mannheim";
- "Bericht der Subgruppe Studenten der RKJ-Mannheim (vom 4.12.70)" zur Universität Mannheim;
- "Erwiderung auf die 'Kritik der SP-Wahlplattform der RKJ-Mannheim' im Spartacus-Bulletin (RKJ-Subgruppe Studenten, Ma.)"; sowie
- "Ansatz der Bochumer Gruppe zum Problem der Schulung".

Von der Gruppe Stuttgart ist eine Palästina-Dokumentation erhältlich.
Q: RKJ-Info Nr. 7, Mannheim o. J. (1970)

28.12.1970:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich in dieser Woche das 'RKJ-Info' Nr. 8 (vgl. 7.12.1970, 11.1.1971) für Dezember mit den Beiträgen:
- "Lehren aus dem Düsseldorfer Lehrlingskongress" am 28.11.1970;
- "Zentraler Beitrag!";
- "Von der Einheit zur Zersplitterung der Studentenbewegung. Auszüge aus einem Artikel von H. Weber (Ligue Communiste) in 'Rouge' Nr. 86";
- "Vorschlag der Gruppe Mannheim zur Schulung";
- "Bericht der Gruppe Köln über den Versuch des Aufbaus einer Berufsschülergruppe", in dem es auch heißt, "die Zahl der Maoisten läßt sich an den Fingern einer Hand abzählen; der SDS ist bisher nur im Studentenmilieu verankert". Man selbst bestehe aus Schülern und Jungarbeitern, aber kaum aus Lehrlingen;
- "Gruppe Hamburg: Zur Diskussion - 'Jour Fix'";
- "Zur Dialektik der Interventionssektoren" von IS, Stuttgart;
- "Demokratischer Zentralismus und Organisationsstruktur";
- "Erklärung des Zentralkomitees der 'Gruppe Internationale Marxisten' (GIM), deutsche Sektion der IV. Internationale zum Verhältnis von GIM und RKJ" vom 13.12.1970; sowie
- "Gruppenbericht RKJ Neustadt".

Beigeheftet sind:
- die 'Was tun im Betrieb' der RKJ Neustadt unter der Schlagzeile "Für die Lehrlinge im Elektrohandwerk! Zur Tarifverhandlung im Elektrohandwerk";
- das Flugblatt "Indochina" der RKJ Neustadt zur Demonstration am 23.12.1970;
- das 'Was tun im Betrieb' Flugblatt Nr. 5, "An die Arbeiter der Kölner Metallbetriebe!" aus Köln; sowie
- die "Erklärung zur Umwandlung der Gruppe revolutionäre Sozialisten (RS) in Revolutionäre Kommunistische Jugend (RKJ) Gruppe Köln" vom 8.11.1970.
Q: RKJ-Info Nr. 8, Mannheim Dez. 1970; Was tun im Betrieb Flugblatt Nr. 5, Köln o. J. (1970);Was tun im Betrieb Für die Lehrlinge im Elektrohandwerk! Zur Tarifverhandlung im Elektrohandwerk, Deidesheim o. J. (1970);RKJ: Indochina, Deidesheim o. J. (1970);RKJ: Erklärung zur Umwandlung der Gruppe revolutionäre Sozialisten (RS) in Revolutionäre Kommunistische Jugend (RKJ) Gruppe Köln, Köln 8.11.1970

11.01.1971:
Vermutlich in dieser Woche erscheint innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM das auf Mitte Januar datierte 'RKJ-Info' Nr. 9 (vgl. 28.12.1970, 20.1.1971) mit 23 Seiten.
Enthalten sind Gruppenberichte aus Köln (vgl. 18.12.1970), Marl (vgl. Dez. 1970), Düsseldorf (vgl. 21.12.1970), Stuttgart (vgl. Dez. 1970) und Wolfsburg (vgl. Dez. 1970) und Speyer (vgl. 20.12.1970) sowie der Arbeitsgruppe Studenten (vgl. Dez. 1970) und der Arbeitsgruppe 'Dialektik der Interventionssektoren' zur Nationalen Konferenz (NK) der RKJ am 1./2.1.1971 und ein Diskussionspapier der RKJ Speyer zur NK "Die Konzeption der Jugendkaderorganisation und die Aufgabe der Arbeiter- und Betriebsarbeit".

Im "Bericht der Arbeitsgruppe 'Dialektik der Interventionssektoren'" heißt es:"
Differenzierung zwischen Jugendradikalisierung und -mobilisierung:
a) Radikalisiert ist derjenige, der total mit dem bestehenden Gesellschaftssystem gebrochen hat.
b) Radikalisiert ist derjenige, der sich auszeichnet durch erhöhte politische Sensibilität und durch Teilnahme an Aktionen, die eindeutig gegen das bestehende System gerichtet sind.
Gemäß der Definition a) kann man bei dem größeren Teil der Jugend nur von Mobilisierung sprechen.
Da zweifellos in allen Interventionssektoren politische Bewegung stattfindet und diese sich eindeutig beeinflussen können (Beispiel: Studentenbewegung - Arbeiterbewegung, feststellbar an Kampfformen, die im Umweg über die Öffentlichkeit in Deutschland übernommen wurden; siehe: Verkehrsblockade der wild streikenden Arbeiter in Köln und Bochum; Arbeiterbewegung - Studentenbewegung: Abkehr von den marcusianischen Lehren nach den wilden Streiks 1969) ist es daher notwendig für die JKO (Jugendkaderorganisation, d.Vf.) in allen Interventionssektoren politisch zu arbeiten, nicht nur zur Rekrutierung von Kadern, sondern vor allem, um diese Bewegungen maßgeblich zu beeinflussen und wenn möglich zu führen.

Organisatorische Konsequenzen: Nationale Ausarbeitung einer Strategie für alle Interventionssektoren.
Notwendigkeit, daß alle Genossen über die wichtigsten politischen Aufgaben in allen Interventionssektoren Bescheid wissen, über sie bestimmen und die Strategie der RKJ vertreten können. Dies gilt sinngemäß auch für die Gruppen, die nicht in allen Interventionssektoren arbeiten. Ferner ist es wichtig, daß wir in den einzelnen Interventionssektoren über die Arbeit in den anderen berichten; dies gilt augenblicklich besonders für die Vermittlung unserer Arbeiterarbeit im Studentenmilieu. Besonders geeignet zur Behandlung allgemein politischer Themen im Arbeitersektor sind einigermaßen regelmäßig erscheinende Betriebszeitungen, mit ihnen können wir, indem wir zeigen, daß wir etwas zu konkreten Problemen zu sagen haben, das Interesse für unseren politischen Standpunkt wecken.

Weitere Interventionssektoren: Arbeit mit ausländischen Arbeitern. Dies ist unter anderem auch unter dem Aspekt zu betrachten, daß diese in ihre Heimat zurückgekehrt dort weiterarbeiten werden. Somit wäre die Möglichkeit gegeben, echten Internationalismus zu betreiben."

Beigeheftet sind:
- das Flugblatt "Nieder mit der Franco Diktatur - Für den Sieg der spanischen Revolution" zur Demonstration in Mannheim am 15.12.1970; und
- die 'Was tun in der Bundeswehr' aus Mannheim unter dem Titel "An alle Rekruten" (vgl. Dez. 1970).
Q: RKJ-Info Nr. 9, Mannheim Mitte Januar 1971; RKJ: Nieder mit der Franco Diktatur - Für den Sieg der spanischen Revolution, Mannheim o. J. (1970);Was tun in der Bundeswehr An alle Rekruten, Mannheim o. J. (1970)

20.01.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 10 (vgl. 11.1.1971, 31.1.1971) mit 7 Seiten DIN A 4 und Deckblatt.
Im "Beitrag des Ausschusses: Die Politisch-Historischen Aufgaben der RKJ der Kaderschule in Mannheim" heißt es u.a.:"
Ohne die bolschewistische Partei ist die Errichtung der Diktatur des Proletariats, der Aufbau des Sozialismus grundsätzlich ausgeschlossen. … Die politisch-historischen Aufgaben einer in der heutigen politischen Situation notwendigen Jugendkaderorganisation bestimmen sich aus der Notwendigkeit, die nicht vorhandene revolutionäre Partei des Proletariats aufzubauen.

Es ist daher selbstverständlich, daß die JKO anders geartete Aufgaben hat als die Jugendorganisation einer bereits bestehenden revolutionären Partei.

Dieser JKO fällt eine Doppelaufgabe zu: sie muß einerseits auf den Aufbau der revolutionären Partei des Proletariats ausgerichtet sein, andererseits bereits Aufgaben der nicht vorhandenen Partei wahrnehmen - soweit sie dazu in der Lage ist.

Die Partei des Proletariats kann nur in den Kämpfen der Klasse selber aufgebaut werden. Dabei ist sowohl die Qualität des auf diese Aufgabe ausgerichteten Programms als auch der quantitative Faktor sowie der Faktor der Öffentlichkeit für die Aufgabe der JKO, das revolutionäre Programm im Proletariat zu verankern, entscheidend.

Die JKO mit der Perspektive des Aufbaus der revolutionären Partei kann ihre Intervention nicht auf das Jugendalter beschränken, noch die gesamtgesellschaftliche Arbeit einer revolutionären Partei überlassen, eben da es diese noch nicht gibt.

Sie hat aber nicht nur die Arbeit in denjenigen Bereichen wahrzunehmen, die für eine revolutionäre Partei die gesamtgesellschaftliche Praxis darstellen würden, nämlich z.B. lediglich der Kampf gegen die Verplanung der Jugend im Ausbildungssektor, sondern diese Arbeit im Ausbildungssektor steht unter dem Vorzeichen der Gewinnung von Kadern durch die politische Praxis in diesem Bereich (im Gegensatz zur Gewinnung von Kadern durch Vorzeigen des revolutionären Programms), um über den Weg des Zum-Faktor-in-der-Öffentlichkeit-Werdens und über die quantitative Stärke verbesserte Möglichkeiten der politischen Arbeit im Proletariat, in den Kämpfen der Arbeiterklasse zum politischen Faktor, zur revolutionären Alternative werden zu können, was es ihr ermöglicht, sich mit Recht revolutionäre Partei des Proletariats zu nennen.

Dem muß ihre Praxis in ihren sämtlichen Interventionsbereichen untergeordnet sein. Von daher bestimmt sich der Stellenwert der Praxis der JKO in den einzelnen Interventionsbereichen."

In einer Vorbemerkung zum zweiten Beitrag heißt es:"
Der folgende Beitrag befaßt sich mit der Jour-Fix-Frage. Die Diskussion über den Jour-Fix sollte in den Gruppen sofort aufgenommen werden, um ein einheitliches Vorgehen während des Frankfurter Lehrlingskongresses zu ermöglichen. Düsseldorf (vgl. 28.11.1970, d.Vf.) sollte uns eine Lehre sein."

Eine Einladung nach Frankfurt (vgl. 13.2.1971) nimmt die letzte Seite ein, davor heißt es:"
ZUR DISKUSSION: 'JOUR FIX'
(Erweiterte Fassung des Beitrags aus dem Rundbrief 29 (der GIM, d.Vf.); man vergleiche auch die Beiträge über JF im RKJ-Info 8.)

Der JF ist weder eine politische Gruppe, noch eine Vorfeldorganisation. Er stellt einen neuartigen - wenn auch inspirierten - Versuch der Selbstorganisation von Lehrlingen dar, die ihre Interessen nicht zur Genüge durch die Gewerkschaften vertreten sehen. Es beteiligen sich aber auch Schüler - vereinzelt Studenten - am JF, so daß hier die verschiedenen Interventionssektoren zusammentreffen.
Gerade das Beispiel des JF in Hamburg zeigt, daß es sehr wohl möglich ist, daß Schüler und Lehrlinge zumindest bei Berufsschulproblemen auch ohne große theoretische Vorarbeiten können.
Der JF ist nicht auf eine Einzelgewerkschaft, eine Branche oder einen Betrieb beschränkt, um jedes Aufkommen von nur Standesinteressen zu verhindern. Individuelle Problemstellungen werden so in der Praxis als Kollektivprobleme erkannt und bewirken ein selbstverständliches Einüben in solidarische Haltungen.
Außerdem gibt es noch einen ganz pragmatischen Grund, den JF im Rahmen des DGB zu organisieren und nicht als Teil einer Einzelgewerkschaft: normalerweise ist es einfacher, sich Ellenbogenfreiheit für Aktionen dort zu verschaffen, wo nicht direkt die Interessen der Bürokratie der Einzelgewerkschaften berührt werden, wo keine fest installierten Gremien bestehen, die befürchten, man könne in ihren Kompetenzbereich eindringen.

Der JF stellt zumindest am Anfang den Ansatz einer spontanen - also noch nicht organisierten - gewerkschaftlichen Fraktion von Lehrlingen dar, auch wenn sie, um dem Druck der Bürokratie nicht unmittelbar ausgesetzt zu sein und ihre Autonomie zu wahren, sich außerhalb des institutionellen gewerkschaftlichen Rahmens (wenn auch oft in den Räumen der Gewerkschaften) versammeln.

Wenn wir für den offenen JF plädieren, so bedeutet das, daß mitarbeiten können sowohl alle politischen Gruppierungen, die bereit sind, sich den inhaltlichen Anforderungen offener Strukturen unterzuordnen (zum Beispiel kein Stimmvieh anzuschleppen u.a.m.), als auch zum Beispiel Schüler und Studenten, die wirklich an den Problemen der beruflichen Ausbildung konkret mitarbeiten wollen.

Der JF muß auch von uns unbedingt als eigener Rahmen der organisierten Intervention im Lehrlingsbereich gewahrt bleiben. Durch aktive Mitarbeit im JF, durch die Organisierung von Aktionen zusammen mit den Lehrlingen aufgrund der von ihnen erarbeiteten Vorschläge setzt unvermeidlich ein Lernprozeß bei den Lehrlingen ein, der sie langsam politisiert und in ihnen das Bedürfnis nach einer gesamtgesellschaftlich intervenierenden Organisation weckt. Es muß unbedingt vermieden werden, im Rahmen des JF als bloße Konkurrenzorganisation zu anderen Organisationen aufzutreten; es kommt vielmehr darauf an, die Lehrlinge ihre eigenen Erfahrungen machen und reflektieren zu lassen und diese schrittweise mit ihnen zu vollziehen. Die sich politisierenden Mitglieder des JF werden sich dann denen nähern, die ihnen zum Verständnis ihrer Erfahrungen am meisten geholfen haben. Mit ihnen kann man den Kampf auf eine höhere politische Ebene überleiten.

Erstes Ziel des JF sollte es sein, ihn von einer unbewußten gewerkschaftlichen Fraktion zu einer bewußten zu machen. Man muß darum auch bemüht sein, jüngere Arbeiter und Angestellte - die potentiell am besten politisierbar sind - für die Arbeit im JF zu gewinnen.

Um nicht in einen sterilen Ökonomismus zu verfallen oder unterschwellig unser ganzes Programm anzubieten, sollte man versuchen, folgenden Weg zu beschreiten:
Ausgehend von
1) den Problemen der Demokratisierung der Gewerkschaften,
2) den spezifischen ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen der Lehrlinge, der jungen Arbeit und Angestelten (aber auch der Schüler) überhaupt,
3) den politischen Problemen, die sich den Jüngeren besser vermitteln lassen als den Alten (Kampf gegen Kapitalismus und Imperialismus, für Sozialismus und Kolonialrevolution),
muß man versuchen, in bedingter Zusammenarbeit mit 'fortschrittlichen' gewerkschaftlichen Jugendfunktionären eine gemeinsame gewerkschaftspolitische Plattform zu schaffen. Diese muß von allen diskutiert und angenommen werden. Zu ihrer Durchsetzung innerhalb der Gewerkschaft ist für jeden einsehbar koordiniertes Handeln (also eine 'Fraktion') unerläßlich.

Der JF darf nicht zum Anhängsel einer politischen Gruppe werden. Er muß seine völlige Autonomie als 'offene Organisation' wahren. Das bedeutet in der Praxis, daß gewerkschaftlich nicht organisierten Teilnehmern dort zum ersten Mal gewerkschaftliches Bewußtsein vermittelt wird, sie sich in der Aktion aber zunehmend politisieren, der JF selbst aber für die Aufnahme neuer, bewußtseinsmäßig 'unkultivierter' Schichten der Arbeiterklasse offen bleibt. Die Aufgabe der RKJ- oder GIM-Genossen ist es, ihren Standpunkt lediglich als Mitglieder des JF überzeugend zur Diskussion zu stellen. Nur durch ihre besseren Argumente, durch die Alternativen, die sie anbieten, und durch ihr konsequenteres Handeln werden sie das Vertrauen der Mehrheit des JF in ihre Politik gewinnen können.

Nur wenn RKJ und GIM versuchen, zu überzeugen statt zu überfahren, werden sie im JF feste Bundesgenossen finden, die für die kommenden Klassenauseinandersetzungen von größter Bedeutung sein können.

Je nach dem politischen Kräfteverhältnis am Ort kann eine RKJ-Gruppe über die Mitarbeit im oder Schaffung eines JF wichtige Kräfte für den Aufbau der RKJ bzw. entscheidenden Einfluß im JF gewinnen.

Trotz der allgemeinen Strategie zur Schaffung eines JF überall dort, wo es möglich ist, müssen je nach den örtlichen Verhältnissen die taktischen Schritte jeweils neu bestimmt werden, damit nicht andere von unserer Arbeit profitieren oder die Zerstörung des JF betreiben.

Allerdings treibt der fast unausbleibliche Versuch anderer Organisationen, nach einer gewissen Aufbauphase den JF in den gewerkschaftlichen Apparat zu integrieren und dadurch seinen Charakter als autonome Organisation zu zerstören, einen großen Teil der Mitglieder des JF auf unsere Seite, wenn wir von Anfang an solche Manöver bekämpfen. Ebenso werden ultralinke Versuche, den Jour Fix als Rekrutierungsfeld zu behandeln, unserer Position zugute kommen, falls sie kompetent vertreten wird.

Warum JF-Arbeit?

Wir können als Organisation mit dem Ziel, uns als revolutionäre Avantgarde der Jugend zu qualifizieren, nicht nur die historischen Interessen der Arbeiterklasse im Bereich der Lehrlinge, Schüler und Studenten vertreten, sondern müssen versuchen, auf allen Ebenen für die Interessen vor allem der Arbeiterjugend zu kämpfen. Dies auch dann, wenn der Einsatz für die Probleme der Ausbildung nur mittelbar politische Qualität besitzt. Nur im direkten Kontakt auch mit nicht bzw. noch nicht politisierten Lehrlingen und in Konkurrenz mit Genossen aus anderen Organisationen können wir unsere Theorie in der Aktion bestätigen oder korrigieren. Nur so kann unsere Organisation dauerhafte Ansätze zur Verankerung im Jugendmilieu finden."
Q: RKJ: Info Nr. 10, Hamburg 20.1.1971

31.01.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 11 (vgl. 20.1.1971, 15.2.1971) mit 48 Seiten DIN A 4 und Deckblatt. Zum Umfang heißt es in einer Anmerkung:"
Genossen! Wir werden nur noch in Ausnahmefällen Manuskripte abtippen! Die technische Herstellung und der Versand des Infos verursachen schon genug Mehrarbeit für die Hamburger Gruppe, als daß wir uns leisten können alle 10 Tage ein Info fast vollständig zu tippen. Außerdem wird damit die Erscheinungsweise des Info verlängert. Wir haben vor, einen Schnitt von 10 Tagen einzuhalten."

Enthalten sind das Protokoll des letzten Nationalen Treffens der RKJ (vgl. 1.1.1971), eine Kritik am Eingreifen auf dem Düsseldorfer Lehrlingskongreß der Jusos der SPD (vgl. 28.11.1970) aus Hamburg, ein nicht verteilter Flugblatt-Entwurf der RKJ Hamburg dazu, ein Flugblatt für Angela Davis (USA), ein Artikel zum nächsten Lehrlingskongreß in Frankfurt (vgl. 13.2.1971) aus Hamburg und zwei Beiträge eines Mitglieds aus Düsseldorf, "Antwort auf den Bochumer Beitrag 'Wider den Bürokratismus…'" und "Zum falschen Verständnis des demokratischen Zentralismus", wie es im Regionalbereich West (u.a. NRW) am 9.1.1971 zu Tage trat.

Von der Bochumer Gruppe erscheint eine "Stellungnahme zur Schulungsdiskussion", wobei man sich auf den eigenen Ansatz im 'RKJ-Info' Nr. 7 bezieht. Von einer Hamburger Genossin erscheint ein "Entwurf eines Schulungsprogramms für die RKJ Hamburg". Ebenfalls aus Hamburg wird berichtet von der Mitgliederversammlung (vgl. 28.1.1971), die sich u.a. mit der Organisationsstruktur befaßte.
Aus der 'Rouge' Nr. 83 (vgl. 12.10.1970) der französischen Ligue Communiste wird ein Artikel von Hugo Blanco über Peru nachgedruckt.
Q: RKJ: Info Nr. 11, Hamburg 31.1.1971

15.02.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 12 (vgl. 31.1.1971, 5.3.1971) mit den Beiträgen:
- "Vorbemerkung", in der die Gruppen aufgefordert werden, nicht nur ihre Flugblätter einzusenden, sondern auch über ihre Arbeit zu berichten;
- "Aus: ROUGE Nr. 97 vom 18. Jan. 1971. Was in Polen wirklich geschah" von Antoni Wojciechowski und Ryszard Malinowski;
- "Protokoll des Regionalausschusses West vom 6.2.71", mit 2 Vertretern aus Bochum, einem aus Köln, und 3 aus Düsseldorf während Marl unentschuldigt fehlte. U.a. heißt es: "In Düsseldorf soll evtl. ein Uni-Projekt aufgezogen werden.";
- "Zur Steigerung der politischen Tätigkeit des RA West" von der RKJ Düsseldorf;
- "Mitteilung der Projektgruppe Bundeswehr in der RKJ - Mannheim";
- "Bericht der Schülergruppe der RKJ-Mannheim"; sowie
- "Zur Entstehung und Geschichte der Studenten- und Schülerbewegung (Abdruck aus 'Arbeiterpolitik', II. Jg., Nr. 4, 31. Dez. 1970)".

Enthalten ist auch eine "Einschätzung der Situation in Heidelberg", wobei auch auf die Generaldebatte vom 20./21.11.1970 eingegangen wird. Der RKJ-Stützpunkt bestehe aus 4 Mitgliedern der RKJ Mannheim, die u.a. in der Basisgruppe Jura und der Basisgruppe Sport arbeiten. U.a. heißt es:"
Wenn man jetzt von der schon traditionellen Heidelberger Generaldebatte der Heidelberger Linken eine Klärung der verschiedenen Standpunkte erwartet hatte, so sah man sich getäuscht. Die ASTA-Fraktion ging deutlich auf einen Machtkampf aus, als sie die Wahl der Redaktion des Neuen Roten Forums durch die am 21. u. 22. Nov. 1970 versammelten Linken, darunter Mitglieder des 'linksliberalen' HoPoKo und des Heidelberger Patientenkollektivs (SPK, d. Vf.) beantragte. Mit Recht erkannte die NRF-Fraktion die darauf folgende Abstimmung über die Wahl einer neuen NRF-Redaktion nicht an, da sie das Organ der Sozialisten in Heidelberg nicht von einer diffusen, unorganisierten Masse kontrollieren lassen wollte.

Bei den Schülern gab es auf der Höhe der Studentenbewegung einen recht starken AUSS, der sich stark im Fahrwasser des ehemaligen SDS bewegte und sich ebenso wie in Ma gespalten hatte. Es existiert in Hd im Gegensatz zu Ma keine eigenständige Schülerbewegung mehr, lediglich einige Schüler versuchen, schwache Aktivität zu entfalten.

Die von den ehemaligen SDS-lern herausgegebenen 'Roten Kommentare', die auch gelegentlich in Ma verteilt worden waren, haben in den Betrieben eine nicht ganz bedeutungslose Wirkung gezeigt.

Auf dem Lehrlingssektor existiert ein Lehrlingszentrum, das ebenso wie in Ma von Gewerkschafts-Bittner geleitet wird. Dort arbeiteten zum Jahreswechsel etwa 20 Leute, im einzelnen 3 bis 4 Lehrlinge der SALG, je 2 Genossen von SDAJ und KJVD, etwa 5 Mitglieder des OJA bzw. KJA und etwa 4 Studenten. In enger Zusammenarbeit mit Bittner beherrscht die SALG in Übereinstimmung mit den RKJ-Forderungen das LZ.

Durch 2 Flugblattaktionen zum Besuch Husseins (aus Jordanien, d. Vf.) in Bonn und zu einem Teach-In zur Analyse der Studentenbewegung, auf dem wir den 'Rouge'-Artikel verteilten, sowie durch einen wöchentlichen Büchertisch in der Mensa wurde man zwar auf uns aufmerksam, trat jedoch noch in keine öffentliche theoretische Auseinandersetzung mit uns ein".
Q: RKJ-Info Nr. 12, Hamburg 15.2.1971

05.03.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 13 (vgl. 15.2.1971, 24.3.1971) mit den Beiträgen:
- "Hochschulpolitik als Problem des Bündnisses von Intelligenz und Arbeiterklasse" aus dem 'Kommunistischen Forum' Nr. 1 des SDS Göttingen, eingereicht von der RKJ Marl;
- "Zur Arbeitstagung der Schüler am 3. und 4. April in Köln";
- "Erwiderung der Schulungskommission der RKJ-Mannheim auf die Stellungnahme der Bochumer Gruppe zur Schulungsdiskussion und den Beitrag zur Schulungsdiskussion von Gen. Barbara, Hamburg (beide in Info Nr. 11)";
- "Grundschulungsplan" von der Schulungskommission der RKJ Mannheim vom 10.2.1971;
- "Wichtige Termine";
- "Zur bestehenden Sozialarbeit, ihrer Grundlage und Funktion, RKJ-Projektgruppe HFS" aus Mannheim;
- "Thesenentwurf für eine Gesellschaftsanalyse. RKJ-Northeim", wozu es heißt: "Die Northeimer Basisgruppe ist seit dem 18. Febr. 1971 RKJ-Gruppe."

Beigeheftet sind:
- die "Gemeinsame Erklärung zum Einmarsch der US-Truppen in Laos" von GIM und RKJ Köln;
- die 'Was tun im Betrieb für MWM-Lehrlinge' aus Mannheim unter der Schlagzeile "Informationen zur MWM-Jugendversammlung am 17. Februar. Demonstration gegen Lehrlings-Entlassungen";
- zwei Zeitungsartikel zur Demonstration gegen die Lehrlingsentlassungen bei MWM Mannheim; sowie
- das Flugblatt von GIM und RKJ Hamburg: "Für die Freilassung der inhaftierten Genossen der R.S.P. in der CCSR" zum 22.2.1971.
Q: RKJ-Info Nr. 13, Hamburg 5.3.1971; GIM / RKJ: Gemeinsame Erklärung zum Einmarsch der US-Truppen in Laos, Köln o. J. (1971);Was tun im Betrieb für MWM-Lehrlinge Informationen zur MWM-Jugendversammlung am 17. Februar. Demonstration gegen Lehrlings-Entlassungen, Mannheim o. J. (1971);GIM / RKJ: Für die Freilassung der inhaftierten Genossen der R.S.P. in der CCSR, Hamburg o. J. (1971)

24.03.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 14 (vgl. 5.3.1971, 29.4.1971), von dem uns die Seiten 22 bis 27 nicht vorlagen, mit den Beiträgen:
- "Entwurf einer programmatischen Erklärung";
- "Statuten der Ligue Communiste" LVC) in Frankreich;
- "Kritik der 'Plattform der Kandidaten der RKJ zur SP-Wahl'" an der Universität Mannheim;
- "Für eine revolutionäre Arbeit in der Armee" von der Projektgruppe Bundeswehr in der RKJ Mannheim, aus dem März 1971; sowie
- "Protokoll der regionalen Lehrlingssitzung in Neustadt am 28.2.1971".

Beigeheftet ist das Flugblatt des RKJ Regionalbereich Südwest: "Solidaritätstag 6. März Zweibrücken: Freiheit für Bobby Seale! Freiheit für die Ramstein 2!".
Q: RKJ-Info Nr. 14, Hamburg 24.3.1971; RKJ-RB Südwest: Solidaritätstag 6. März Zweibrücken: Freiheit für Bobby Seale! Freiheit für die Ramstein 2!, Heidelberg u.a. o. J. (1971)

29.04.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 15 (vgl. 24.3.1971, 15.5.1971) mit den Beiträgen:
- "Zur Zentralisierung der RKJ";
- "Thesen zur Situation der RKJ (Wilfried K., Marl)";
- "Zur Kritik der Neukonzeption der Nationalen Leitung";
- "Konnte das Mannheimer Treffen seine Aufgabe erfüllen?" zum nationalen Treffen am 1. und 2.1.1971;
- "Die politische Arbeit im Milieu der Kriegsdienstverweigerer", von der Minderheitsposition in der RKJ Mannheim; sowie
- "Protokoll der Sitzung der Zentralen Kommissare und der regionalen Leitungen am 13. / 14. März 1971 in Köln", auf der der Bereich Südwest (Heidelberg, Mannheim, Neustadt, Saarbrücken und Speyer) berichtet, der sich bisher lediglich mit ca. 15 Leuten an der Black-Panther-Demonstration in Zweibrücken beteiligte. Berichtet wird:"
Zu Heidelberg ist erwähnenswert, daß die Studenten einen hohen Politisierungsgrad erreicht haben und allein schon aus diesem Grund eine Arbeit an der Uni HD lohnenswert sei, um die erfahrensten Genossen für die RKJ zu rekrutieren. Noch gruppieren sich die Studenten um die beiden SDS-Fraktionen, so daß die vier RKJ-Genossen in HD noch recht isoliert arbeiten." Dies liegt unter anderem auch daran, daß die RKJ-Genossen in HD erst recht neu in der Studentenbewegung sind. Bislang Arbeit im örtlichen Lehrlingszentrum und in der gewerkschaftlichen Jugendbildungsarbeit. Für Anfang des SS 71 ist eine Mandel-Veranstaltung in HD geplant, um die Arbeit der noch jungen und kleinen RKJ-Gruppe zu stärken." Der Bereich West berichtet von der Angela-Davis-Demonstration in Essen (vgl. 6.3.1971). der Bereich Nord (Hamburg, Northeim und Wolfsburg) konstituierte sich Ende Feb. 1971. Der Schülerbereich sei meist kopflastig, der Lehrlingsbereich unterbesetzt. Der zentrale Kommissar für äußere Angelegenheiten berichtet über die drei neuen Gruppen Eßlingen, Wolfsburg und Northeim, wo sich eine Minderheit nicht der RKJ anschließen wolle. Reale Ansätze gäbe es in Essen, Heidelberg, Helmstedt und Ludwigshafen. In Gießen besteht Kontakt zu einer Medizinergruppe, in Göttingen zu Studenten. Die IJGD stehe den Gedanken der IV. Internationale nahe. Vorbereitet wurde der 1. Mai sowie die Veranstaltung zur Pariser Kommune am 16.5.1971 in Paris.
Q: RKJ-Info Nr. 15, Hamburg 29.4.1971

15.05.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint mit der Adresse von Wolfgang Beer, Hamburg, das 'RKJ-Info' Nr. 16 (vgl. 29.4.1971, Juni 1971) mit den Beiträgen:
- "Beschluß des RA-Nord vom 17.2.71" zu seiner Konstituierung mit Gruppen in Hamburg, Northeim und Wolfsburg;
- "RA-Ausschuß Nord. Sitzung vom 27.3.71 - Beschlußprotokoll";
- "Protokoll der Schüler-Arbeitstagung am 3./4.4.1971";
- "Erfahrungen aus der Aktion Roter Punkt" aus der RKJ Düsseldorf; sowie
- "Entwurf eines Schulungsprogramms für die nationale RKJ" von der RKJ Hamburg mit der Einladung zum Nationalen Treffen der Schulungskommission am 22.5.1971 in Hamburg.

Beigeheftet sind:
- die 'Was tun - Lehrlingszeitung' Nr. 2 aus Mannheim;
- die 'Was tun - in der Universität' aus Mannheim unter der Schlagzeile "1. Mai Kampftag der internationalen Arbeiterklasse";
- eine Sondernr. der 'Was tun' unter der Schlagzeile "Freiheit für die tschechoslowakischen Genossen";
- eine Sondernr. der 'Was tun' unter der Schlagzeile "Der Angriff auf die Jungsozialisten gilt den Reformen!";
- ein Flugblatt der RKJ Mannheim: "1. Mai ohne die Arbeiter?"; sowie
- ein Flugblatt von RKJ und GIM Hamburg: "Lehrlinge und Jungarbeiter!".
Q: RKJ-Info Nr. 16, Hamburg 15.5.1971; Was tun - Lehrlingszeitung Nr. 2, Mannheim 1971;Was tun - in der Universität 1. Mai Kampftag der internationalen Arbeiterklasse, Mannheim o. J. (1971);Was tun Sdr.Nr. Freiheit für die tschechoslowakischen Genossen und Sdr.Nr. Der Angriff auf die Jungsozialisten gilt den Reformen!, Mannheim o.J. (1971);RKJ: 1. Mai ohne die Arbeiter?, Mannheim o. J. (1971);RKJ / GIM: Lehrlinge und Jungarbeiter!, Hamburg o. J. (1971)

Juni 1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint vermutlich im Juni das 'RKJ-Info' Nr. 17 (vgl. 15.5.1971, 20.7.1971) mit den Beiträgen:
- "Nationale Schülerkonferenz Mannheim 9.3.1971";
- "Zum Verhältnis RKJ-GIM" mit weiteren unleserlichen Angaben zu Datum und Verfasser; sowie
- "Protokoll der Nationalen Konferenz vom 29.5.71 - 31.5.71" mit der "Stellungnahme der Hamburger Delegation zur politischen Funktion der Nationalen Konferenz".
Q: RKJ-Info Nr. 17, Hamburg o. J. (1971)

20.07.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 18 (vgl. Juni 1971, 27.8.1971) mit den Beiträgen:
- "ZK-Beschluß zu roten Punkt-Aktionen" gegen Fahrpreiserhöhungen;
- "Auszug aus dem Protokoll des ZK vom 7.7.1971" zur Konstituierung des Regionalbereichs Süd am 4.7.1971 durch Esslingen, Fellbach, Stuttgart, Tübingen und den Stützpunkt Freiburg, wo auch ein Protokoll des GIM-Regionalbereichs verteilt wurde;
- "Plattform der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) zur Studentenparlamentswahl" aus Mannheim;
- "Plattform der RKJ Bochum zur StP-Wahl";
- "Referat des Genossen Johannes über: Schulung auf der Sitzung des Zentralkomitees am 26727.6.71"; sowie
- "Fragebogenaktion bei Miag" in Braunschweig.
Q: RKJ-Info Nr. 18, Hamburg 20.7.1971

27.08.1971:
Innerhalb der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) der GIM erscheint das 'RKJ-Info' Nr. 19 (vgl. 20.7.1971, Aug. 1972) mit den Beiträgen:
- "Kurzbericht aus der Studentenkommission der internationalen Arbeitstagung der IV. Internationale in Mersch / Lux am 22./23.7.71";
- "Offener Brief der Hamburger RKJ an die Leitung der GIM Hamburg" zur Aktionseinheit gegen die Erschiessung von Petra Schelm, bei der es gelang den Alleinvertretungsanspruch der KPD/ML-ZK und die dadurch bedingte starke Isolierung der Trotzkisten in Hamburg zu brechen. an deren Vorbereitung sich die Leitung der GIM aber mit einer Ausnahme nicht beteiligte, angenommen von der RKJ-MV am 10.8.1971 gegen 2 Stimmen bei zwei Enthaltungen;
- "Analyse der RPA" aus Düsseldorf, zur Rote Punkt Aktion gegen die Fahrpreiserhöhungen, an der sich neben DKP und Anhang und den nur dem Namen nach beteiligten AStA der Universität, VK und Lehrlingsgruppe Mettmann, auch die RKJ, der RC und der Zentralrat Düsseldorfer Oberschüler teilnahmen, in dem neben der DKP und RKJ auch andere Schüler arbeiten, "die weitgehend die AO-Linie vertreten" und als ML bezeichnet werden. Berichtet wird:"
Der Aufbau von Schülerkomitees ist nicht gleichmäßig in Angriff genommen worden. Im Max-Planck-Gymnasium gelang es zwar, die SMV für Teach-Ins und die Bildung von Komitees zu gewinnen, aber da nach den Osterferien die RPA abschlaffte, kam es zu keiner Ausführung mehr. Im Lessing-Gymnasium wurde von Anfang an die Notwendigkeit und die Bedeutung der RPA nicht eingesehen und so geschah dort nichts.";
- "Beschlußvorlage zur Metall-Intervention 71" zur Metalltarifrunde (MTR); sowie
- "Arbeitspapier zur IGM-Tarifrunde 71" zur MTR.
Q: RKJ-Info Nr. 19, Mannheim 27.8.1971

Letzte Änderung: 13.03.2016