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20.05.1974:
Die Nr. 19/20 der „RPK” erscheint. Inhalt der Ausgabe ist:
In der Rubrik „Diese Woche“:
- Massenhafte Streiks für höhere Löhne in Portugal
- Verletzungen des Pariser Abkommens durch die USA und Thieu verurteilt
- Massenstreiks in Dänemark
- Immer mehr Streiks in den USA, bei steigenden Profiten und fallenden Löhnen
- Unterm Strich: Tass über Hintergründe vom Machtkampf in der KPCh.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- Erklärung der FRELIMO
- Portugal - Roter 1. Mai in Lissabon
- Die Pläne des General Spinola
- 1945-1949: Westalliierte und deutsche Bourgeoisie restaurieren die Grundlagen des Kapitalismus“.
- Zur Auseinandersetzung mit dem KBW (dazu: „Herrn Maiers Geschichtsstunde“ und: „Wie Herr Maier mit Rosa Luxemburg ‚abrechnet‘“ sowie: „Die Elle des Herrn Maier und der Kampf der KPD und KOMINTERN gegen den Faschismus“.
Das RFFK Braunschweig veröffentlicht in der Ausgabe einen Artikel zur Frage der Aktionseinheit am 1. Mai.
In der Artikelfolge zum KBW wird u. a. auch auf den „Politischen Bericht“ eingegangen, wozu es u. a. heißt: „Bezüglich der Klassenkampf Situation in Westdeutschland müssen wir heute keine Neueinschätzung vornehmen. Die Entwicklungstendenzen, die auf der Gründungskonferenz des KBW festgestellt wurden, haben sich nicht wesentlich verändert oder gar umgekehrt, sie haben sich beschleunigt. Diese Einleitung des Teils des ‚Politischen Bericht des Zentralen Komitees des KBW an die 1. ordentliche Delegiertenkonferenz‘, der sich mit der Entwicklung der Klassenkämpfe in der BRD auseinanderzusetzen vorgibt, ergänzt durch Ausführungen wie ‚der KBW ist aufgrund seines Programms und seiner politischen Linie in der Lage, der Bourgeoisie auf jedem Gebiet entgegenzutreten und zu allen Fragen, die die Massen bewegen und auf die die Bourgeoisie mit ihren Reformversprechen zu antworten versucht, eine klassenmäßige Antwort zu geben‘ … spiegeln die diesen gesamten ‚politischen Bericht‘ durchziehende Selbstgefälligkeit einer Organisation wieder, die glaubt, das Ei des Kolumbus im politischen Kampf in der BRD gefunden zu haben: den ‚revolutionären Demokratismus‘. Schenkt man dem ‚politischen Bericht‘ und auch den sonstigen Publikationen dieser Organisation Glauben, so entwickeln sich die Kämpfe der Volksmassen ‚spontan‘ in die Richtung, in die das Programm des KBW weist. Das Eingreifen solcher ‚Kommunisten‘ sieht dann folgendermaßen aus: ‚(Stattdessen) müssen wir von den realen Kämpfen des Volkes ausgehen und deren demokratischen Charakter auf den Begriff der demokratischen Forderungen bringen, um die Demokratie als bewusstes Kampfziel in die Volkskämpfe hineinzutragen und so die Frage der politischen Macht aufzuwerfen …
Der ‚politische Bericht‘ spiegelt die Entwicklung des KBW seit seiner Gründung allerdings sehr deutlich wieder: Herausbildung des bereits im organisatorischen Zustandekommen dieses Zirkelbundes angelegten, im Programm dann niedergelegten Rechtsopportunismus zum politischen System. Dieser Vorgang wurde begleitet von einer Wendung der früher zur Schau gestellten politischen Bescheidenheit der Herren Schmierer, Maier und Co. zum selbsternannten Alleswisser, und bezeichnend für diesen Vorgang ist, dass im Zuge dieses Prozesses das Hintrimmen der Geschichte der Arbeiterbewegung auf die Fasson des KBW mehr und mehr um sich griff …“.
Q: Rote Presse-Korrespondenz, Nr. 19-20/1974, Dortmund, 20.5.1974.
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