'Spartacus' - Initiativausschuß für eine revolutionäre Jugendorganisation / Zentralorgan der Kommunistischen Jugendorganisation Spartacus (1969-1971)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.11.2019


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Die hier vorgestellte erste Serie des 'Spartacus', die anfangs als Berliner Beilage zur 'Was tun' erschien, wurde nach der Spaltung der Kommunistischen Jugendorganisation Spartacus fortgesetzt durch den 'Spartacus' von Spartacus Bolschewiki-Leninisten und durch den 'Spartacus' der sich weiterhin Kommunistische Jugendorganisation Spartacus nennenden Gruppe.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

20.01.1969:
In Berlin legt der Initiativausschuß für eine revolutionäre Jugendorganisation (IAferJO) - Spartacus erstmals der 'Was tun' sein eigenes 'Spartacus' als Nr. 1/2 für Januar und Februar (vgl. 17.3.1969) bei, das vermutlich in dieser Woche erscheint. Das Redaktionskollektiv wird gebildet von Hans Joachim Schrankel, Christian Gelhaar, Wolfgang Kaatsch und Michael Sowa. Enthalten sind neben einer Parole von der Demonstration am 18.1.1969 die Artikel:
- "Über Einheitsfront" zur Rehse-Demonstration, von H. Schrankel;
- "Die Avantgarde" zum Berliner SDS, von C. Gelhaar und M. Sowa.
Quelle: Spartacus Nr. 1/2, Berlin Jan./Feb. 1969

17.03.1969:
In Berlin gibt der ehemalige Initiativausschuß für eine revolutionäre Jugendorganisation (IAferJO) - Spartacus, der sich gestern in Spartacus - Initiativausschuß für eine Kommunistische Jugendorganisation (IAfekJO) umbenannte, frühestens heute sein 'Spartacus' Nr. 3 für März (vgl. 20.1.1969, Mai 1969) heraus mit dem Inhalt:
- "Die Berliner Basisgruppen", "Sie spalteten sich (Neukölln), lösten sich auf (Kreuzberg), wurden von der SED in den griff genommen (Friedenau).";
- - "I. Die Basisgruppe Wedding" gibt eine monatliche Betriebskorrespondenz heraus;
- - "II. Die BG und die Gesamtbewegung";
- - "III. Perspektiven der Basisgruppen";
- "Die staatliche Jugendpflege ist nichts als ein stinkender Leichnam !!!" zur Demonstration für das Jugendheim Prisma am Kurt-Schuhmacher-Platz in Berlin-Reinickendorf (vgl. 30.1.1969);
- ein Bericht von der Neukonstituierung der eigenen Organisation (vgl. 16.3.1969).
Q: Spartacus Nr. 3, Berlin März 1969

Mai 1969:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO vermutlich im Mai die Nr. 4/5 seines 'Spartacus' für Mai und Juni (vgl. 17.3.1969, Aug. 1969) heraus mit dem Inhalt:
- "Spartacus-Flugblatt zum Vorabend des 1. Mai" (vgl. 30.4.1969
- "Leninisten gegen Ökonomisten?" zu den funktionslos gewordenen freischwebenden Autoritäten des SDS;
- "Der 26. April, die Lehrlinge und Spartacus" zu den Lehrlingsdemonstrationen der Porsche Berufsschule am 10.3.1969 und 26.4.1969;
- - "Die Kontroverse";
- - "Lernen in der Praxis";
- - "Wiedergewonnene Klarheit";
- "Rettet das Leben von Hugo Blanco" in Peru;
- "Über den Zusammenhang von Anarchismus und Reformismus dargestellt am Beispiel der Berliner Basisgruppen", wobei aus einem Papier der BG Wedding zitiert wird.
Q: Spartacus Nr. 4/5, Berlin Mai/Juni 1969

August 1969:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 6 seines 'Spartacus' für August (vgl. Mai 1969, Sept. 1969) als "Sonderausgabe Material zur Gewerkschaftsfrage" heraus mit dem Inhalt:
- "Warum Kommunisten in den Gewerkschaften arbeiten - Leninisten contra Ultralinke" zur Arbeiterkonferenz vom 12./13.7.1969;
- "Das neue Berufsbildungsgesetz - ein Instrument für die Kapitalisten" zum BBiG;
- - "Die Interessenlagen";
- - "Das neue Gesetz";
- - "Der Inhalt des Gesetzes und die Westberliner Situation";
- - "Den Kampf organisieren!";
- "Arbeiterjugend beginnt den antikapitalistischen Kampf in Köln" zur Lehrlingsdemonstration in Köln am 7.6.1969;
- - "Warum ein neues Berufsausbildungsgesetz?";
- - "Die Arbeiterjugend beginnt den Kampf - die Arbeiterbürokratien wiegeln ab!";
- - "Wie es zur Kölner Aktion kam";
- - "Spartacus in Köln";
- - "Ultralinker SDS und rechtsreformistischer DGB verhindern prinzipielle Klärung der Interessen der Arbeiterklasse als Voraussetzung zur Aufnahme des revolutionären Kampfes";
- - "Die revolutionäre Alternative";
- "Linke Gewerkschaftsopposition führt Belegschaft der Bremer Klöckner-Hütte gegen Gewerkschaftsbürokratie";
- "Klassenkampf oder Arbeitsgemeinschaft der Klassen - Zur 9. Jugendkonferenz der IG-Metall Berlin" am 4.6.1969;
- "Arbeiterdemokratie contra Gewerkschaftsbürokratie! Zur Forderung nach einem eigenständigen Gewerkschaftsjugendsektor" (EGJS);
- - "Die besondere Situation der Arbeiterjugend", "besteht also zum einen darin, daß die allgemeine Ausbeutung und Entmündigung der Arbeiterklasse für die jungen Arbeiter und Lehrlinge in besonders unverhüllter und kaum gemilderter Form wirksam wird und damit die objektive Basis für die Vorkämpferrolle der Arbeiterjugend gegenüber der ganzen Klasse legt. … Sie ist noch nicht so angepaßt, integriert und diszipliniert wie die erwachsene Arbeiterschaft; sie rebelliert also viel schneller und intensiver gegen den Druck des Kapitals";
- - "Ohne revolutionäre Partei keine revolutionäre Gewerkschaft!", wobei betont wird, "daß die Arbeiterjugend aufgrund ihrer besonderen historischen Situation zum Vorkämpfer für die Interessen des Proletariats und damit zu der Kraft werden kann, die die Befreiung der Gewerkschaften von der Macht der Bürokratie vorantreibt";
- - "Die zentrale Losung im beginnenden Kampf für Arbeiterdemokratie";
- "Leo Trotzki - Die Gewerkschaften in der Epoche des Monopolkapitals" mit einer Vorbemerkung.
Q: Spartacus Nr. 6, Berlin Aug. 1969

September 1969:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 7 seines 'Spartacus' (vgl. Aug. 1969, Nov. 1969) heraus mit einem Titelbild "Arbeiterkontrolle" und dem Inhalt:
- "Die Krise des Stalinismus verschärft sich";
- - "Der Hintern der Bürokratie wog schwerer als der Kopf der Revolution - Zur Vorgeschichte der Krise";
- - "Der sowjetisch-chinesische Konflikt";
- - "Der Konflikt zerstört den bürokratischen Block";
- - "Die Moskauer Konferenz";
- "Die ideologische und organisatorische Fraktionierung in der APO schreitet voran! - Zur Basisgruppenkonferenz in Frankfurt/M." am 2./3.8.1969;
- - "Wider die 'Praktiken der Trotzkisten'";
- - "Die Diskussion zur Gewerkschaftsfrage";
- - "Schulung und Dialektik";
- - "Die Perspektive";
- "Lumpenbürokratie und Zentrismus - Zur bürokratischen Degenration der SJD - Die Falken";
- "Defensivstrategie oder Wahlboykott? Ein Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion in der APO über die Bundestagswahl" von den IKD - deutsche Sektion der IV. Internationale mit Adressen in Berlin, Darmstadt, Frankfurt und Kiel;
- "Thesen zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus" in einer dritten Auflage vom 12.9.1969 (vgl. 10.6.1969).
Q: Spartacus Nr. 7, Berlin Sept. 1969

November 1969:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 8 seines 'Spartacus' (vgl. Sept. 1969, Jan. 1970) heraus mit dem Inhalt:
- "Zum Teach-in über das Berufsbildungsgesetz" (BBiG) in Berlin (vgl. 19.9.1969);
- ein Brief an die 'Rote Presse Korrespondenz' (RPK), die Beiträge von Spartacus wiederholt ablehnte;
- "Die NPD und die Gefahr des Faschismus";
- "Konsequenzen aus der Bundestagswahl";
- "Zum Organisationsmodell der Roten Garde" (RG), das in der '883' veröffentlicht wurde;
- "Klöckner-Streik" in Bremen;
- "Der Streik bei den Howaldt-Werken, Kiel" zu HDW (vgl. 9.9.1969), von der IKD-Gruppe Kiel.
Q: Spartacus Nr. 8, Berlin Nov. 1969

Januar 1970:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 9 seines 'Spartacus' (vgl. Nov. 1969, Feb. 1970) heraus mit dem Inhalt:
- "Studentenbewegung und Klassenlinie" zur Auseinandersetzung um die 'RPK';
- - "Anfang und erste Wendung zum Proletariat" im Frühjahr 1968;
- - "Chinesische Tünche drauf";
- - "Die 2. Wendung zum Proletariat" im Herbst 1969;
- - "Wie die Einheit in der Vielfalt bewahrt wurde" zum INFI, den Betriebsgruppen und zur ML sowie den Roten Zellen und der 'RPK'-Arbeitskonferenz am 6./7.12.1969;
- "Ruhrgebietskonferenz in Bochum" am 20.12.1969, von den IKD Ruhrgebiet;
- - "Die Gruppen im Ruhrgebiet";
- - "Die Politik des Bochumer SDS";
- - "Perspektiven unserer Arbeit";
- "Die Perspektive der Maoisten in der 'Stadt': Schulung statt Klassenkampf" zur Arbeiterkontrolle bzw. zum 'Rebell' der RJ(ML) und der Roten Garde (RG) Westberlin;
- "Die maoistische Perspektive für das 'Land': Liquidation der führenden Rolle des Proletariats in der Revolution";
- - "1. Das Volksfront-Programm der FNL Südvietnams widerspricht der Klassendynamik des revolutionären Prozesses";
- - "2. Mao Tse-tung-Ideen revidieren den Marxismus-Leninismus, indem sie seinen proletarischen Klasseninhalt aufheben";
- - "3. Es ist die Pflicht eines jeden Revolutionärs, für den Sieg der vietnamesischen Revolution zu kämpfen";
- "Italien: Revolution - oder Konterrevolution? Teil 1: Die soziale & politische Krise";
- "Leninismus gegen Trotzkismus?";
- - "Die Organisationsfrage";
- - "Der Charakter der Revolution in Rußland";
- - "Der Frieden von Brest-Litowsk".
Q: Spartacus Nr. 9, Berlin Jan. 1970

Februar 1970:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 10/11 seines 'Spartacus' (vgl. Jan. 1970, Apr. 1970) heraus mit dem Inhalt:
- "Gegen 'Harzer' und anderen Syndikalismus";
- - "Klassenkampf und Holzspalten";
- - "Sinnlichkeit und Rationalität";
- - "Klassenkampf aus dem Nichts";
- - "Syndikalismus als intellektueller Hochmut";
- - "Der syndikalistische Ansatz…";
- - "…und die revolutionäre Alternative", wobei über die allgemeine Jugendbewegung gesagt wird: "… sie ist ihrem Wesen nach eine Revolte ALLER Jugendlichen - … - gegen die allgemeinen Integrationstendenzen des Neokapitalismus, die Revolte der Noch-nicht-Integrierten gegen ihre Integration. … Es ist also klar, daß die Lehrlinge und Jungarbeiter den Teil des Proletariats darstellen, in dem schon heute eine revolutionäre politische Arbeit ansetzen kann.";
- "Frühlings Erwachen? Oder: Wie die 'Bewegung' die leninsche Parteitheorie wiederentdeckt hat";
- "Der Sieg Nigerias über Biafra und die Moral der SEW";
- "'Die Zukunft sichern' - Zum 2. Bundeskongress der SDAJ 1. Teil";
- - "Auf dem Weg zur Freizeitorganisation";
- - "Die Abkehr von der proletarischen Klassenlinie";
- - "Gegen die Trotzkisten!";
- - "Der Weg zum Sozialismus";
- - "Minimal- und Maximalprogramm oder Theorie der permanenten Revolution?";
- "Die Politik der SDAJ im Kölner Lehrlingskomitee", das auch gegen die Entlassung einer Jugendvertreterin bei Felten und Guillaume (F+G) protestierte, von den IKD Köln;
- "Partikularistische Handwerkelei oder revolutionäre Politik auf nationaler Ebene? Zum Arbeitstreffen in Göttingen vom 24.-25. Januar 1970", das die AGL organisierte
- "Italien: Revolution - oder Konterrevolution? 2. Teil";
- - "Die Krise der bürgerlichen Diktatur in Italien";
- - "Die verräterische Rolle der KPI-Bürokratie";
- - "Links von der KPI";
- - "'Potere Operaio' und die Selbstorganisation der Arbeiterklasse" zu PO;
- - "Die 'Unione dei Communisti Italiani' (ML) - oder die modernen Narodniki im Gewande des 'Marxismus-Leninismus' Mao Tse-tungs";
- - "Über die Notwendigkeit des Aufbaus der revolutionär-marxistischen Avantgardeorganisation";
- "Der antibürokatische Kampf und der 1. Mai";
- - "Eine Geschichte des Verrats";
- - "Das Ende…";
- - "…und kein neuer Anfang";
- - "Die Durchsetzung des Neokapitalismus";
- - "Neue Tendenzen";
- - "Die Bedingungen…";
- - "…und die Perspektiven des Kampfes".

Aufgerufen wird zum oppositionellen Gewerkschaftsjugendblock am 1. Mai.

Beigeheftet ist ein Aufruf "Solidarität mit den streikenden Kumpels in Belgien".
Q: Spartacus Nr. 10/11, Berlin Feb. 1970

April 1970:
In Berlin gibt Spartacus - IAfekJO die Nr. 12/13 seines 'Spartacus' für April und Mai (vgl. Feb. 1970, Juni 1970), die die letzte mit lediglich Berliner Kontaktadresse ist, heraus mit einem Titelbild zum 1. Mai und dem Inhalt:
- "Leo Trotzki: Die Gewerkschaften in der Epoche des totalitären Monopolkapitals" von 1940;
- - "Die Losung für die Befreiung der Gewerkschaften";
- - "Der Monopolkapitalismus und die Gewerkschaften";
- "Kommunistische Gewerkschaftstaktik";
- - "Die proletarische Einheitsfront unter den Bedingungen des Privateigentums";
- - "Partei und Gewerkschaft";
- - "Leninistische Gewerkschaftstaktik";
- - "Revolution im Betrieb?";
- - "Klassenkampf und reine Lehre";
- - "Gewerkschaften und Räte";
- - "Zur Funktion des antibürokratischen Kampfes";
- "Redaktionelle Notiz" zu Biafra;
- "Spartacus-Taktik zum 1. Mai";
- "Anmerkung der Redaktion" zur Gründung der KPD/AO durch das INFI;
- "Der Platz der kommunistischen Jugendorganisation im Entwicklungsprozeß der proletarischen Avantgarde 1. Teil";
- - "Politischer und ökonomischer Kampf";
- - "Ökonomismus und politisches Klassenbewusstsein";
- - "Die Polizei - die Hebamme des kommunistischen Bewusstseins?";
- - "Können ökonomische Kämpfe in politische 'hinüberwachsen'?";
- - "Das Elend des Reformismus unterm Regime des totalitären Monopolkapitals";
- - "Über die Notwendigkeit von Sprüngen";
- "'Die Zukunft sichern' - Zum 2. Bundeskongress der SDAJ 2. Teil";
- - "Die Berufsausbildung und die reformistische Politik der SDAJ";
- - "Der Kampf für den Frieden";
- "Arbeiterkontrolle oder Mitbestimmung? Leninisten contra Reformisten! Wie die SEW das Programm der Kommunistischen Internationale vertieft";
- - "Die SEW und der Klassenkampf";
- - "Klassenkampf contra Arbeitsgemeinschaft der Klassen";
- - "Über die Entwicklung des Klassenbewusstseins";
- - "Noch einmal die Revisionisten und die proletarische Revolution";
- "Schulung für den Klassenkampf? Wie die ML die Grundschulung mystifiziert";
- - "Die 'Finsternis, die sich das Licht gebar'";
- - "Eine Entdeckung und ihre Folgen";
- - "Unklare Hausordnung";
- - "Schulung wofür?";
- - "Dialektische Methode und 'Welterkenntnis'";
- - "Schulung in Widersprüchen…";
- - "…und Widersprüche in der Schulung";
- - "Grundlinien für die Schulung";
- - "Orthodoxes Wortgeklingel";
- "Entwurf eines Grundschulungsprogramms";
- "Arbeitskonferenz im Sauerland" (vgl. 14.3.1970).
Q: Spartacus Nr. 12/13, Berlin Apr./Mai 1970

Juni 1970:
Spartacus - Kommunistische Jugendorganisation (KJO) bzw. deren Vorläufer geben erstmals bundesweit ihr 'Spartacus' Nr. 14/15 für Juni und Juli (vgl. Apr. 1970, Sept. 1970) heraus mit einem Titelbild vom 1. Mai in Berlin und dem Leitartikel "Berliner Mai" mit den Abschnitten:
- "Die Konzeption";
- "Die Kampagne wird zuende geführt!";
- "Der Verlauf";
- "Die SEW/FDJ …";
- "… und die Ultralinken";
- "Ein Schritt voran".

Weitere Artikel sind:
- "SPARTACUS-Beitrag auf dem Kambodscha-teach-in" in Berlin (vgl. 8.5.1970);
- "Der Platz der kommunistischen Jugendorganisation im Entwicklungsprozeß der proletarischen Avantgarde II. Teil Durch die Einheit der Arbeiterjugend zur proletarischen Einheitsfront";
- - "Zwischenbilanz", wobei u.a. festgestellt wird, es sei "der im System der kapitalistischen Produktion und Reproduktion aufgelegte Zwang zur intellektuellen und psychischen Anpassung der Individuen an Profit- und Leistungsprinzip, der den natürlichen Bedürfnissen der Jugendlichen durchaus widerspricht … Die individuellen Konflikte, …, erzeugen zwar massenhaft eine spontane Bereitschaft zur Rebellion gegen 'das Bestehende', aber sie eröffnen doch noch keineswegs einen direkten Zugang zu einem materialistischen Verständnis … . Denn diese … ist noch durchaus nicht klassenspezifisch; auch die Masse der kleinbürgerlichen Jugend, ja selbst die Jugend der Bourgeoisie ist ihr weitgehend ausgesetzt, … . Die erhöhte politische Sensibilisierung der Jugend, die sie erzeugt, kann zwar die Grundlage für eine ANTIAUTORITÄRE - in einem ideologischen Sinne sogar sozialistische - Bewegung abgeben (…); aber sie ist noch längst nicht der erste Schritt … zum entfalteten proletarischen Klassenbewußtsein.";
- - "Entqualifizierung der Arbeitskraft Spaltung der Arbeiterklasse";
- - "Strukturelle Jugendarbeitslosigkeit";
- - "Kampf gegen Entqualifizierung heisst Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse";
- "Ein Schlag ins Wasser" zum KJVD der KPD/ML-ZB;
- - "Der 'Bolschewik' und die Geschichte: eine liederliche Beziehung";
- - "Über die Massenorganisation zur Partei?" zum demokratischen Zentralismus (DZ), wozu es heißt "Es wird aber zu einer bloßen Formalie degradiert, wenn es keine politische Grundlage hat, d.h., wenn nicht die Jugendorganisation auch POLITISCH unabhängig ist (…). Die kommunistische Jugendorganisation kann als Massenorganisation nicht demokratisch zentralisiert sein; sie wird durch den Einfluß der Partei 'zentralisiert'." Die KJO "kann nur dann die zentrale Achse im Entstehungsprozeß der Partei sein, wenn sie die Aufgabe der Partei bereits übernimmt. D.h. sie muß den Klassenkampf der Arbeiterjugend FÜHREN, sie muß folglich eine KADERorganisation sein. Kader aber können nicht anders organisiert werden als auf demokratisch-zentralistische Weise. … Als hauptsächliches Rekrutierungsreservoir für die Partei ist die kommunistische Jugendorganisation allerdings auch nach dem traditionellen Konzept, …, nicht gedacht.";
- "Redaktionelle Notiz" zur stärker agitatorischen Ausrichtung von 'Spartacus', da die Arbeit in Berlin diesen Schritt erfordere, wobei die theoretische Zeitschrift 'Die Vierte Internationale' angekündigt wird;
- "Offener Brief an die Teilnehmer des Kongresses 'Jugend gegen Kriegsdienst'", am 16.-18.5.1970 in Essen, dessen Positionen sich als identisch mit den eigenen erwiesen, obwohl zumeist Anhänger von DKP und SDAJ teilnahmen;
- - "Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln";
- - "Die Bundeswehr - Bürgerkriegstruppe der Bourgeoisie";
- - "Die Bundeswehr - Schule der Nation";
- - die Abschlußerklärung des Kongresses.

Kontaktadressen gibt es für Berlin im Norden in Kiel, im Nordwesten in Oldenburg, für Rhein/Ruhr in Köln und für Rhein/Main in Frankfurt-Bornheim.
Q: Spartacus Nr. 14/15, Berlin Juni/Juli 1970

September 1970:
Die KJO Spartacus bzw. deren Vorläufer geben die Nr. 16 des 'Spartacus' (vgl. Juni 1970, Okt. 1970) heraus mit einem Titelbild zum BVG bzw. zur Schweigepflicht und dem Leitartikel "Der Kampf ums Betriebsverfassungsgesetz - Ein Lehrstück über das Zusammenspiel von Arbeiterverrätern und Kapitalistenklasse" mit den Abschnitten:
- "1945 - 1952: Ein neuer Anfang - das alte Ende?";
- "Das Betriebsverfassungsgesetz von 1952: Verrat der Bonzen an der Arbeiterklasse";
- "Die gegenwärtige Lage im Kampf ums Betriebsverfassungsgesetz";
- "Schluß mit vertrauensvoller Zusammenarbeit und Friedenspflicht";
- "Wir fordern: Aufhebung der Schweigepflicht für den Betriebsrat";
- "Freie politische Betätigung der Arbeiter und ihrer Institutionen im Betrieb";
- "Wie beginnen wir den Kampf gegen das Betriebsverfassungsgesetz?";
- "Aus der Resolution der der zentralen Jugendgruppe der IG Druck und Papier-Berlin vom 8. Juli 1970".

Weitere Artikel sind:
- "Kämpfen wir für eine zentrale Versammlung der Gewerkschaftsjugend!" zum BVG, organisiert vom DGB LBJA Berlin;
- "Spartacus in Nordrhein-Westfalen - Zur Gründung des Regionalausschusses" von Spartacus-NRW;
- - "Die ersten Ansätze" über die Arbeit der IKD im Lehrlingskomitee Köln, das Sozialistische Zentrum Sauerland in Lüdenscheid und die ehemalige Gruppe der Falken in Wuppertal;
- - "Organisatorische Festigung und die kommenden Aufgaben" zur Konferenz vom 26.4.1970;
- "Sympathisantenarbeit in Essen";
- - "Entstehung der Gruppe" (vgl. Dez. 1969). Dort habe man nach dem Seminar in Bochum (vgl. 27.6.1970) den offenen Bruch mit den DKPlern im Arbeitskreis ML (AKML) vollzogen;
- - "Zur politischen Situation in Essen". Spartacus interveniere im Forum kritischer Auszubildender der IG Metall, der Arbeitsgemeinschaft Essener Lehrlinge und der SMV der Berufsschulen, die die Zeitung 'Bete und arbeite' herausgebe. Auf den KJVD sei man noch nicht gestoßen;
- "Am Beispiel der CSSR";
- - "Das Gespenst der Konterrevolution";
- - "Eine Summe von Fehlern oder ein fehlerhaftes System?";
- - "Der Druck des Westens und die doppelte Moral der Breschnjew-Führung";
- - "Der Weltmarkt und die bürokratische Deformation";
"Durch die Einheit der Arbeiterjugend zur proletarischen Einheitsfront - Der Platz der kommunistischen Jugendorganisation im Entwicklungsprozeß der proletarischen Avantgarde III.";
- - "Die Forderungen der Arbeiterjugend und ihr Platz im Programm der Übergangslosungen";
- - "Der vermittelte Übergangs-Charakter der 'drei Forderungen'";
- - "Von der Jugendorganisation zur Partei";
- - "Statt einem Schlußwort";
- "Handwerk in Not!" zur Aktion der Roten Garde Westberlin gegen den Fleischer Sasse und einem Artikel der 'Wahrheit' der SEW vom 26.8.1970.
Q: Spartacus Nr. 16, Berlin Sept. 1970

Oktober 1970:
Die KJO Spartacus bzw. deren Vorläufer geben die Nr. 17 ihres 'Spartacus' (vgl. Sept. 1970, Dez. 1970) heraus mit dem Leitartikel "Stärkt die Gewerkschaftsbasis gegen die Bürokratie! Die Lehre aus dem Tarifkampf der Metallarbeiter" zur Metalltarifrunde (MTR), wobei auf die Warnstreiks bei DWM und KWU Berlin eingegangen wird.

Weitere Artikel sind:
- "Die Bonzen und ihre Basis - Zum Jugendmonat der IG-Metall in Westberlin" im Aug. 1970;
- - "Lenin und die FDJW";
- - "Gegen den prinzipienlosen Pakt";
- "Ein allzu durchsichtiges Manöver der DGB-Führung - 'Neue' Leitsätze der Gewerkschaftsjugend";
- "Die Bürokratie geht auf Bauernfang - Das jugendtarifpolitische Programm der IG-Chemie-Papier-Keramik";
- - "Das wiederentdeckte Interesse für die Jugend";
- - "Nehmen wir die Bürokraten beim Start";
- "Die sozialistische Revolution im Nahen Osten: Auf dem Weg in eine Sackgasse?";
- - "Das Abkommen von Kairo";
- - "Kompromiß und Kapitulation - oder entschiedene Wendung nach links";
- - "Die Politik der kleinbürgerlichen Militärregimes: am Beispiel Ägyptens";
- "Für den Sieg des palästinensischen Widerstandes!" zu Jordanien, von IKD und Spartacus KJO;
- - "Zionismus, Imperialismus und der Nahe Osten";
- - "Der palästinensische Kampf und seine Perspektiven";
- "Am Beispiel der CSSR II Für die politische Revolution in den bürokratisch deformierten Arbeiterstaaten";
- - "Weltgeschichte als Schmierentheater";
- - "Phrasensyndikalismus - und was dahinter steckt";
- - "Die trotzkistische Position";
- "Der Wahlsieg Allendes - Eine vorrevolutionäre Situation in Chile";
- - "'Der friedliche Weg an die Macht'";
- - "Zu einer Arbeiterregierung";
- "Suharto in Bonn: Die Stalinisten demonstrieren ihren Bankerott" zu Indonesien bzw. dem 5.9.1970;
- - "In Djakarta!";
- - "..und in Bonn!";
- "Gelobt sei, was rot ist - Die RKJ und der 'Hochschulkampf'", den sie an der Uni Mannheim führt.
Q: Spartacus Nr. 17, Berlin Okt. 1970

Dezember 1970:
Die KJO Spartacus geben die Nr. 18 ihres 'Spartacus' (vgl. Okt. 1970, Feb. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Arbeitskonferenz in Dortmund - Ein Schritt voran zur Gründung der Kommunistischen Jugendorganisation SPARTACUS auf Bundesebene" (vgl. 31.10.1970) mit den Abschnitten:
- "Die Auseinandersetzung über die Plattform";
- "Vom Charakter der Epoche zur KJO";
- "Von der Lage der Arbeiterjugend zur KJO";
- "Die Fragen der Gewerkschaftstaktik";

Weitere Artikel sind:
- "Rede zum Programm - Referat des Genossen Wolfgang Zeller", darin heißt es u.a.: "Die politische Demoralisierung der Arbeiter ist … das Resultat ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit. Diese Demoralisierung besteht aber nicht bei den jungen Teilen der Klasse, die … die Vergangenheit nur vom Hörensagen kennen. Daher ist die proletarische Jugend jener Teil der Klasse, der bereit ist, seine Probleme auch im politischen Zusammenhang zu sehen";
- "Die Delegiertenkonferenz vom 15.11.1970", die die Ergebnisse der Arbeitskonferenz ratifizierte;
- "Gründungsaufruf" vom 15.11.1970;
- - "Der Verrat der sozialdemokratischen und stalinistischen Führungen";
- - "Die Perspektivlosigkeit der Studentenbewegung und des Links-Stalinismus";
- - "Der strategische Weg zum Aufbau der Kommunistischen Partei";
Vorwärts zur Gründung der Kommunistischen Jugendorganisation", bis zu der es allerdings noch etwas hin ist (vgl. 27.3.1971);
- "Die Eklektik der Interventionssektoren" der GIM und RKJ;
- - "Zur Lehre vom Widerspruch";
- - "Arbeiterklasse und Studentenbewegung - ein dialektischer Widerspruch?";
- - "Und doch ein Widerspruch!";
- - "Dialektik als Mummenschanz".
Q: Spartacus Nr. 18, Berlin Dez. 1970

Februar 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 19 des 'Spartacus' (vgl. Dez. 1970, März 1971) heraus mit dem Leitartikel "Vorwärts zum 1. Mai".

Weitere Artikel sind:
- "Gegen das reformistische Geschwätz der DGB-Bürokratie - für ein konsequentes Aktionsprogramm der Gewerkschaftsjugend" zum IGM OJA Berlin bzw. dem Jugendmonat der IGM;
- "Wehners junge Garde - Lehrlingskongreß in Düsseldorf" (vgl. 28.11.1970), auf dem auch die Essener Lehrlings-Arbeisgemeinschaft auftrat;
- - "Das Ziel der Jusos";
- - "Was haben uns die Jusos anzubieten?";
- - "'Propaganda- oder Arbeitskongreß?'";
- - "SPD, Jusos und die revolutionären Organisationen";
- - "Eine maoistische Folkloretruppe…" zum KJVD der KPD/ML-ZB,
- - "…oder eine Nachhut der Jusos als Avantgarde der Arbeiterjugend?";
- - "Eine Zusammenarbeit mit den Jusos?";
- "Arbeiterkandidaten ins Parlament! Kritische Unterstützung für die DKP" zu den Landtagswahlen (LTW) in Hessen;
- - "Der Wahlkampf - das Ergebnis";
- - "Die Rolle der DKP";
- - "Die Position der kritischen Unterstützung der DKP";
- - "Die Auseinandersetzung mit der DKP";
- - "Die Auseinandersetzung mit konkurrierenden linken Gruppen" u. a. zu KPD/ML-ZK, GIM und den Posadisten, vor allem aber zur Jungen Garde (JG) und der IAK;
- - "Die Vermittlung unserer Perspektive im Bereich der proletarischen Jugend";
- "Krise in Spanien";
- - "Ein Pyrrhus-Sieg";
- - "Das Dilemma der spanischen Bourgeoisie";
- - "Die Triebkräfte der spanischen Revolution";
- "Streikende Arbeiter besetzen das Parlament!" in den Niederlanden am 15.12.1970;
- "Die Axt im Hause erspart den Zimmermann?" zu Polen;
- - "Die ökonomische Krise";
- - "Der einzige Ausweg: Politische Revolution";
- "Hugo Blanco und Regis Debray in Freiheit - eine Bilanz" zu Bolivien und Peru;
- "Griechenland: Volksfront oder proletarische Revolution";
- "Rote Revue" zum Europäischen Kongreß des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale in Brüssel am 21./22.11.1970 mit der "'Brüsseler Erklärung' der vier trotzkistischen Organisationen" IKD, RCL Großbritannien, SLUS USA und SLANZ Australien/Neuseeland;
- "Undialektische Nachlese" zum Artikel "Perspektiven der Jugendradikalisierung" in der 'Was tun' der GIM und RKJ;
- - "Verhegelt, verhagelt, vernagelt";
- - "Die Studentenbewegung als proletarische Avantgarde";
- - "Substitutionalismus und Sektenwesen"

Kontakt ist möglich in Kiel, in Weser-Ems, in Ostwestfalen in Werste, in NRW in Essen und in Rhein/Main in Frankfurt. Geworben wird für den 'Spartacist' der SLUS und für die 'Workers' Action' des Committee for a Labor Party in den USA sowie für 'Die vierte Internationale' der IKD und die Beiträge zur Strategie und Taktik der internationalen Arbeiterbewegung Nr. 1.
Q: Spartacus Nr. 19, Berlin Feb. 1971

März 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 20 des 'Spartacus' (vgl. Feb. 1971, Apr. 1971) heraus mit einem Titelbild vom Postarbeiterstreik in England und dem Leitartikel "Kill the bill".

Weitere Artikel sind:
- "Der Tarifvertrag in der Druckindustrie - der Lohnraub wird vorbereitet" zur DTR;
- - "Die Forderungen";
- - "Die 'Tarifrunde'";
- - "Die innergewerkschaftlichen Auseinandersetzungen zum Tarifkampf am Beispiel von Frankfurt/M." zum DruPa Ortsverein, wo Solidarität mit UPI und Lufthansa geübt wurde;
- "Prozenttarif für Lehrlinge?";
- "Wie man aus dem Jour fixe eine fixe Idee macht" zur Koordinationstagung der Lehrlingszentren am 13./14.2.1971;
- "Steht der Faschismus vor der Tür?", was SEW und PL/PI befürchten;
- - "Die einzig richtige Analyse";
- - "Strauß ein Faschist?" zu FJS;
- "Wohin treibt die Bundeswehr? Schmidt-Schnauze und seine Reformierung des Militärs";
- - "Abrüstung von oben?";
- - "Arbeiterjugend gegen Militarismus!";
- "Nordamerika vor großen Klassenauseinandersetzungen - Kämpft gegen die wachsende Unterdrückung!" aus 'Workers' Action' (USA);
- - "Der wahre Feind";
- - "Polizeistaat Kanada";
- - "Wachsende Rezession";
- "Bolivien vor der Revolution?";
- - "Gibt es eine solche Partei in Bolivien?";
- - "Torres - die Regierung der Arbeiter?";
- - "Kämpfen wir für die Arbeiter- und Bauernregierung!";
- "Polen: Bürokratische Reform - Illusion und Wirklichkeit" u.a. zur PL/PI Berlin;
- - "Plan oder Verplanung?";
- - "Bürokratie in der Sackgasse";
- - "Reform - Illusion und Wirklichkeit";
- - "Die einzige Lösung";
- "Freiheit für die 16 in der CSSR angeklagten Kommunisten! SPARTACUS-Rede auf der Kundgebung" in Berlin am 27.2.1971;
- "CDU-Tribunal in Essen" am 30.1.1971;
- - "CDU und SPD als Parteien des Kapitals";
- - "Jusos und SDAJ: Feinde der SPD?";
- "Die KPD/AO und der Wahlkampf" zu den Abgeordnetenhauswahlen (AW) in Westberlin.

Geworben wird für den 'Spartacist' der SLUS und für die 'Workers' Action' des Committee for a Labor Party in den USA sowie für 'Die vierte Internationale' der IKD.
Q: Spartacus Nr. 20, Berlin März 1971

April 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 21 ihres 'Spartacus' (vgl. März 1971, Mai 1971) heraus mit einem Titelbild zur Konzertierten Aktion und dem Inhalt:
- "Der 1. Mai und die Gewerkschaftstaktik der Stalinisten";
- - "Die Offensive des Kapitals und der 1. Mai";
- - "Was aber machen die Stalinisten?";
- - "Spaltertum und Ultimatismus der SEW und AO" in Westberlin;
- "'Jugendarbeitsschutz'" zum JuArSchG;
- "'Nicht auf die Gewerkschaften schielen'" zur Pl/PI Westberlin;
- "SPARTACUS auf Bundesebene gegründet" (vgl. 27.3.1971);
- "Die Lehren der Kommune";
- - "Die marxistische Auffassung vom Staat";
- - "Die Kommune als Diktatur des Proletariats";
- - "Die Kommune und die Gedenkfeiern";
- - "Die Fehler der Kommune…";
- - "…und ihre Ursachen";
- "Naher Osten: Entwicklung nach rechts";
- - "Die allgemeine Lage";
- - "Der palästinensische Widerstand nach den September-Ereignissen…";
- - "…und der Ruck nach rechts im Nahostraum";
- - "Die Notwendigkeit einer kommunistischen Partei für die Länder des Nahen Ostens";
- "Die SEW und das Wahlergebnis" bei den Abgeordnetenhauswahlen (AW) in Westberlin;
- - "Eine falsche Taktik und ihre widersprüchlichen Konsequenzen";
- - "Der Selbstbetrug der SEW";
- - "Die Reaktion: Eine verstärkt opportunistische Wendung";
- - "Der Nährboden des Stalinismus".
Q: Spartacus Nr. 21, Berlin Apr. 1971

Mai 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 22 des 'Spartacus' für Mai und Juni (vgl. Apr. 1971, Sept. 1971) vermutlich im Mai heraus mit einem Titelbild "Die Gewerkschaft gehört uns. Nicht den Bürokraten!" und dem Inhalt:
- "Bilanz der Maikampagne";
- - "Die Bürokratie liquidiert den 1. Mai";
- - "Die gewerkschaftlichen Mai-Komitees", in denen die KJO Spartacus in Berlin, Darmstadt, Essen, Frankfurt, Hanau, Kiel und Oldenburg mitarbeitete;
- - "Der Bankrott der Stalinisten" u.a. zu den Demonstrationen von KPD/ML-ZB und KPD/ML-ZK in Dortmund;
- - "Berlin und Hamburg: Stalinisten im Gewerkschaftsmäntelchen";
- - "Frankfurt/Main: Ein Erfolg für die Arbeiterjugend und die KJO";
- - "…und ein taktischer Fehler";
- - "Die Lehren der Kampagne";
- "1. Mai in Essen", wobei Spartacus in den Jugendgruppen der ÖTV, IGM und DruPa und dem Zentrum Kritischer Auszubildender aktiv war;
- "Die Konjunkturlage in der BRD und die SPD-Regierung";
- - "Das Weltwährungssystem und die Entwicklung der amerikanischen Konjunktur";
- - "Was bedeutet die Freigabe der Wechselkurse?";
- - "Die Konkurrenz der nationalen Bourgeoisien Europas und die EWG";
- - "Staatsintervention und Kapitalinteressen";
- - "…und die Gleichschaltung der Gewerkschaftsbürokratie";
- "Die bengalische Tragödie - 1. Teil: der weltpolitische Hintergrund";
- - "Chinesische Großmachtpolitik";
- - "'Ping-Pong-Diplomatie'";
- - "Die Rolle Indiens";
- "Paris, 16. Mai: Der Jahrestag der Kommune und der Kampf um die Vierte Internationale";
- "Ceylon: Volksfront = Konterrevolution";
- - "Die Kernprobleme der ceylonesischen Revolution";
- - "Die Volksfront";
- - "Der Weg zum Verrat";
- - "Die Volksbefreiungsfront";
- "Friedliche Koexistenz à la Peking" zum Kredit an Ceylon;
- "Stalin auf Kuba?" von Charles Bettelheim aus 'Le Monde' vom 12.5.1971 mit einer Vorbemerkung;
- "Die RKJ, das ABC des Marxismus und die Organisationsfrage" zum Modell der Jugendkaderorganisation (JKO);
- "Die 'Revolutionäre Internationale der Jugend' und die Aufgaben der Trotzkisten" mit der "Antwort der Internationalen Kommunisten Deutschlands (Trotzkisten) und der Kommunistischen Jugendorganisation SPARTACUS auf den Aufruf in Jeune Révolutionnaire Nr. 21" der AJS des Internationalen Komitee (IK) der Vierten Internationale bzw. IAK / Junge Garde (JG), wozu es auch heißt, "die Massen handeln bekanntlich nach den Interessen, die sich aus ihrer Klassenlage ergeben, … . … Was für die Klassen insgesamt richtig ist, gilt aber entsprechend auch für die Jugend." Hier sollten doch Oberschüler und Studenten von der Arbeiterjugend unterschieden werden, denn "wir meinen nicht, daß es einen Kampf 'der' Jugend gibt, wenn man darunter mehr versteht als die äußerliche Gemeinsamkeit der Form";
- "Lehrlingszentren-Treffen von NRW in Essen" (vgl. 14.4.1971);
- "Walter U. - Werdegang eines Bürokraten" zu Ulbricht in der DDR.

Geworben wird für die Beiträge zur Strategie und Taktik der internationalen Arbeiterbewegung Schulungstext Nr. 3: "Zur Konzeption der bolschewistischen Partei", u.a. mit einer Kritik der Jungen Garde (JG).
Eine neue Kontaktmöglichkeit besteht in Hildesheim.
Q: Spartacus Nr. 22, Berlin Mai/Juni 1971

September 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 23 des 'Spartacus' (vgl. Mai 1971, 4.10.1971) heraus mit einem Titelbild "Verteidigt die bolivianische Revolution!" und dem Inhalt:
- "Lohnfragen sind Machtfragen" zur Chemietarifrunde (CTR);
- - "Die Machtprobe";
- - "Die ökonomische Situation der Chemieindustrie";
- - "Lohnleitlinien und die gewerkschaftlichen Forderungen";
- - "Die Bourgeoisie verschärft den Klassenkampf";
- - "Der Verrat von Rheinland-Pfalz";
- - "Die Streiktaktik - Taktik auch der Gewerkschaftsbürokratie gegenüber den Arbeitern";
- - "Die ersten großen Chemiestreiks seit bestehen der BRD";
- - "Bereiten wir uns deshalb schon jetzt auf die Metallrunde vor" zur MTR;
- - ein Kasten "Für ein einheitliches Lehrlingsentgelt - Die Intervention von Spartacus-Rhein-Main bei der Aufstellung der Lehrlingsforderungen" der IG Chemie;
- - ein Kasten "Antrag der Vertrauensleute von Hoesch" zur MTR bei der Hoesch MF Deutschland Dortmund;
- "Erklärung der Zentralen Leitung von SPARTACUS-KJO zum Kampf gegen das Betriebsverfassungsgesetz" (BVG)
- "DGB-Satzungskongreß in Düsseldorf: Viele 'Reformen' - kein Fortschritt" (vgl. 14.5.1971);
- - "Die Delegierten: Ein Querschnitt durch die Bürokratie";
- - "Die Bürokratie als Apologet der SPD";
- - "Die Satzungsdiskussion";
- - "Innergewerkschaftliche Demokratie - mal anders gesehen";
- - "Zentralismus oder Föderalismus?";
- "SDAJ-Kongreß in Recklinghausen - Schlagkräftige Argumente" (vgl. 22.5.1971) mit der "Resolution zum Kongreß 'Arbeiterjugend kontra Monopole'" des Essener Lehrlingszentrums gegen die Gewalt der SDAJ;
- "Verteidigt die bolivianische Revolution!";
"Die bengalische Tragödie II - Der geschichtliche Hintergrund";
- - Die britische Herrschaft in Bengalen…";
- - "…und in Westpakistan";
- - "Gibt es eine 'pakistanische Nation'?";
- - "Die sozialen Wurzeln des bengalischen Nationalismus";
- - "Der Charakter der Awami-Liga";
- - "Scheich Mujiburs 'Unabhängigkeitspolitik'";
- "Maos 'neue' Außenpolitik: Ein schwerer Schlag für die Weltrevolution" zur VR China;
- - "Nationalstaatliche Machtpolitik oder Proletarischer Internationalismus";
- - "Der sowjetisch-chinesische Konflikt…";
- - "…eine Spaltung der Arbeiterstaaten durch den Imperialismus";
- - "Die revolutionäre Perspektive";
- "Der Rubikon ist überschritten!" zur chinesischen Unterstützung des Numeiri-Regimes im Sudan;
- "Offener Brief an die Alliance des Jeunes pour le Socialisme (AJS) und die 'Organisation Communiste Internationaliste' (OCI)" in Frankreich zum Internationalen Kongreß der Jugend in Essen (vgl. 3.7.1971) von IKD und KJO vom 13.7.1971;
- "Liste oppositioneller Gewerkschafter: Analyse der Jugendvertreterwahlen bei den Farbwerken Hoechst" in Frankfurt;
- - "Beteiligung an Wahlen zur Betriebs-Jugendvertretung?" zu den JVW;
- - "Oppositionelle Gewerkschaftsliste?"
- - "Die Entwicklung der Auseinandersetzung bei Hoechst";
- - "Das Wahlergebnis" bei der eine Oppositionelle die meisten Stimmen erhielt;
- - "Unser Auftreten";
- - "Folgerungen und Konsequenzen";
- "Zwischen Lustprinzip und Jugendsyndikalismus - Das Beispiel des Hamburger Jour fix";
- - "Herbst 1968: Erste Aktionen der Hamburger Arbeiterjugend";
- - "1. Mai 1969: Die Bürokratie erleidet eine empfindliche Schlappe";
- - "Das Jugendpolitische Sofortprogramm und der Jour Fix";
- - "September 1969: Der Jour Fix nimmt die Arbeit auf" am 24.9.1969;
- - "Mai/November 1970: Die Auseinandersetzung um die Konzeption des Jour Fix" zwischen SDAJ und SLZ (jetzt SALZ) auf der einen und der jugendsyndikalistischen RKJ auf der anderen Seite;
- - "Die Perspektiven des Jour Fix Hamburg";
- "Drei Lehrlingsbücher - Keine Perspektive" zu Haug / Maessen: "Was wollen die Lehrlinge", Michels / Pfeiffer: "Lehrlingsbuch" und Crusius / Söhl / Wilke: "Praxis und Theorie gewerkschaftlicher Entwicklung";
- "Werden die Kommunisten aus dem DGB ausgeschlossen?" zu den UVB;
- "Berlin, 13. August: Wie man die Faschisten nicht bekämpfen darf";
- "Schlechte Komödie" zur Parteiproklamation der früheren KPD/AO.

Bei den Kontaktadressen fehlen nun Hildesheim und Rellingen für Hamburg (läuft nun über Kiel), dafür aber gibt es eine neue in Kornwestheim. Geworben wird für 'Die vierte Internationale' Nr. 2/1971.
Q: Spartacus Nr. 23, Berlin Sept. 1971

04.10.1971:
Die KJO Spartacus gibt vermutlich heute eine Sonderausgabe "Metall Tarif Runde 71 - Die Aufgaben der Kommunisten in den kommenden Klassenauseinandersetzungen" ihres 'Spartacus' (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) zur MTR heraus mit den Abschnitten:
- "Die Krise des Währungssystems";
- "Die Offensive des Kapitals" wobei von Rheinstahl, KHD, Buderus, Klöckner Bremen, AEG, Magirus, Pfaff, Zeiss Ikon berichtet wird;
- "Die Antwort der Metallarbeiter" bei Siemens München und Hoesch Dortmund;
- "Der Verrat wird vorbereitet";
- "Wie kann der Verrat verhindert werden?";
- "Politischer Kampf oder plumper Ökonomismus?" u.a. zur KPD/ML-ZK und zum KAB Hamburg;
- "Die innere Entwicklung der kommunistischen Jugendorganisation".
Q: Spartacus Sonderausgabe Metall Tarif Runde 71 - Die Aufgaben der Kommunisten in den kommenden Klassenauseinandersetzungen, Berlin 1971

November 1971:
Die KJO Spartacus gibt die Nr. 24 ihres 'Spartacus' (vgl. 4.10.1971, Jan. 1972) heraus mit dem Inhalt:
- "IGM-Gewerkschaftstag - Schulter an Schulter…";
- - "Der 10. ordentliche Gewerkschaftstag der IG-Metall";
- - "…in der konzertierten Aktion…";
- - "…gegen die politischen Rechte der Arbeiterklasse…";
- - "Gewerkschaftstag ohne Perspektiven";
- "BVG-Kampagne in Baden-Württemberg: Aktionseinheit gegen das Betriebsverfassungsgesetz!" zum BVG;
- - "Die Ausgangslage und die Konzeption";
- - "Die politische Landschaft" zu DKP, KAB(ML) und KPD/ML-ZB sowie der Freien Sozialistischen Jugend (FSJ);
- - "Ein Versuch der Aktionseinheit";
- "Die BetrVG-Kampagne im Bundesgebiet";
- "Upper Clyde: der kranke Mann an der Themse" zu UCS;
- - "Der Niedergang Großbritanniens";
- - "Der Kampf um Upper Clyde";
- - "Arbeiterkontrolle und weiter?";
- - "Kurs auf den Generalstreik!";
- "'Heath raus!'" zu Plessey in Glasgow-Alexandria, Großbritannien;
- "Italien: Die Krise des italienischen Kapitalismus und die krise der proletarischen Führung!";
- - "Der weltpolitische Hintergrund";
- - "Die Streikkämpfe der letzten Jahre";
- "Bengalen: Marxismus und nationale Frage";
- - "Lenin und das Selbstbestimmungsrecht der Nation";
- - "Wie Lenin von Stalin verbessert wurde…";
- - "Die historische Bedingtheit der nationalen Frage";
"'Marxistisch-leninistische' Zirkel: Mit uns beginnt die Geschichte des Klassenkampfes" zu den Gruppen der Aktionseinheit zur Metalltarifrunde (MTR-AE);
- - "Die internationale Spaltung des Stalinismus und der Zerfall der Studentenrevolte";
- - "Notwendige Verwirrung bei den westdeutschen Maoisten";
- - "Wodurch zeichnen sich nun diese Zirkel aus?";
- - "Die Arbeiterbewegung in Westdeutschland: spontan und geschichtslos?";
- - "Zur Dialektik zwischen Partei und Klasse";
- - "Der Zirkelschluß der Zirkelgenossen oder: Parteiaufbau als intellektueller Kraftakt";
- "7,5% 120 DM 'Über unsere Köpfe'" zur Metalltarifrunde (MTR).

Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet im Zusammenhang mit dem Übertritt von vier seiner Genossen zur KJO in Delmenhorst (vgl. Dez. 1971, Jan. 1972):"
Trotzkismus, das ist die Position der Mäkelei, des außerhalb der Bewegung stehenden Räsonnierens über die Bewegung. Unfruchtbarkeit ist das Hauptcharakteristikum, kleinbürgerlich die Gesamthaltung. Heute in Westdeutschland ist das Ganze ein Sektenkuriosum, in einer anderen, schwierigeren und verantwortungsvolleren Situation kann diese Strömung in der kommunistischen Bewegung direkt zu einer konterrevolutionären Gefahr werden."

Man schaue sich ein Argument wie das folgende an, das der Spartacus-Zeitschrift Nr. 24 entnommen ist und die Unfruchtbarkeit dieser Strömung schlagend belegt. Dort heißt es über die marxistisch-leninistischen Zirkel in Westdeutschland, daß sie 'mittelfristig gegenüber dem revolutionären Marxismus eine konkurrierende Strömung darstellen, aus der für die weitere Entfaltung unserer Organisation (des Spartacus) und somit für die Ausbreitung revolutionär-proletarischer Politik ernste Gefahren entstehen können' (S. 19). Jeder unbefangene Leser würde erwarten, daß nun eine scharfe Abrechnung mit - nach Ansicht des Spartacus - falschen Positionen folgt. Aber weit gefehlt. Die 'Gefahr' besteht nicht darin, daß eine falsche Linie vertreten wird, sie besteht darin, daß die falschen Leute die richtige Linie vertreten. Es heißt nämlich weiter: 'Denn diese Leute verstehen es, ihre Probleme in ein Vokabular zu kleiden, das dem unsrigen, dem revolutionär-marxistischen sehr ähnlich klingt; in der Charakterisierung des Standes der Arbeiterbewegung und in der Bestimmung der strategischen Orientierung unterlaufen ihnen Formulierungen, die auch von uns stammen könnten…' Wenn das keine Perle ist, wenn das kein Beispiel für 'lebendigen Trotzkismus' ist!

So geht das durch den ganzen Artikel. Die Autoren werfen den Zirkeln vor, ohne Verbindung zur revolutionären Tradition der deutschen Arbeiterklasse zu sein und in lokaler Beschränktheit zu arbeiten und deshalb ständig Fehler zu machen. Sehr tiefschürfende Vorwürfe sind das! So etwa klingen die strategischen Ratschläge pensionierter Unteroffiziere am Biertisch, wenn sie hören, daß eine Armee zerschlagen und zersprengt ist und ihre Führer zum Feind übergelaufen sind. Während diese Armee sich wieder zu sammeln und aufzustellen versucht, während sie darangeht, sich eine neue Leitung zu schaffen, die sich stützen kann auf klare strategische und taktische Grundsätze, in denen die Erfahrungen der erlittenen Niederlagen verarbeitet sind, während die zersplitterten Truppenteile gleichzeitig in dauernden kleinen Gefechten mit dem Feind stehen, währenddessen schallt es aus dem Wirtshaus: Große Schlachten muß man schlagen, Beschränktheit und Zersplitterung sind von Übel. Euer 'eigenes beschränktes Dasein' (S.21) - ihr versprengten Truppenkörper -, es hemmt unsere große strategische Biertischinitiative!

Das aufschlußreichste Merkmal dieses räsonnierenden Unteroffizierstums aber besteht in einer besonderen Form der Arroganz, die aus jeder Zeile der Spartacus-Zeitschrift blitzt. Der schlimmste Vorwurf, den diese Anhänger Trotzkis glauben erheben zu können, ist - der Vorwurf der Dummheit. Ihn halten sie für tödlich und schleudern ihn deshalb auf die marxistisch-leninistischen Zirkel. Als Oberlehrer von Welt wissen die Genossen allerdings zu unterscheiden: Der Heidelberger 'Kommunistischen Gruppe' (KG(NRF) Mannheim-Heidelberg, d.Vf.) z.B. machen sie das Kompliment 'die wohl intellektuell potentesten Genossen' in ihren Reihen zu haben (S. 20).

In solchen Charakterisierungen und 'Komplimenten' wird das klassenmäßige Wesen dieser trotzkistischen Strömungen offenbar. Die politisch-theoretischen Auseinandersetzungen in der Arbeiterbewegung, sie gehen immer um die Frage, ob eine Politik richtig oder falsch ist, ob sie der Arbeiterklasse nützt oder der Bourgeoisie. Die Genossen vom Spartacus aber versuchen, sich ÜBER diese Auseinandersetzungen zu stellen, indem sie zu verstehen geben, im Grunde sei das alles nicht intelligent genug gemacht. Dabei verteilen sie dann Zensuren: 'intellektuell potent', bzw. weniger potent oder ganz unter dem Strich. Diese Position aber, im Kampf um die verschiedenen Linien in der kommunistischen Bewegung in die Rolle des zensurengebenden Schiedsrichters zu schlüpfen, sie ist Ausdruck eines kleinbürgerlichen Elements in der kommunistischen Bewegung selbst.

Die Existenz dieses Elements ist nicht verwunderlich. Die kommunistische Bewegung in Westdeutschland ist zu einem beträchtlichen Teil hervorgegangen aus der antiautoritären Studenten- und Schülerrevolte. Der Gedankenkreis dieser Revolte aber ließ sich letztlich immer wieder darauf reduzieren, daß großes Mißtrauen gegen alle Führungen und Leitungen geboten sei. Mit der allmählichen Hinwendung zum Kommunismus fand die kleinbürgerliche Furcht vor der Autorität als solcher in der kommunistischen Tradition ihren fruchtbarsten Nährboden im Trotzkismus und seiner panischen Bürokratenangst.

Die Genossen, die heute über Trotzki den Weg zum Kommunismus suchen, müssen lernen, daß die Demokratie in der Organisation nicht dadurch lebt, daß immer wieder leere Debatten über das Wesen der innerorganisatorischen Demokratie an sich geführt werden, sondern einzig und allein dadurch, daß konkrete Kritik an konkreten Fehlern geübt und an der Entwicklung der Gesamtlinie mitgearbeitet wird. Und sie müssen gleichzeitig lernen, daß die Massenarbeit die Voraussetzung aller Ernsthaftigkeit in der Politik ist. 'Ohne diese Arbeit würde die politische Tätigkeit unweigerlich in eine Spielerei ausarten, denn ernsthafte Bedeutung gewinnt diese Tätigkeit für das Proletariat nur dann und nur in dem Maße, in dem sie die Masse einer bestimmten Klasse aufrüttelt, ihr Interesse weckt und sie zur aktiven, führenden Teilnahme an den Ereignissen mobilisiert.' (Lenin, Werke Bd.8, S. 451)

Wir halten es für falsch, junge Genossen, die sich auf ihrem Weg zum Kommunismus an Trotzki orientieren, im Geschimpfe untergehen zu lassen. Dazu erinnern wir uns zu genau, wie viele von den jüngeren westdeutschen Revolutionären ihren Weg über Wilhelm Reich, Bakunin und Herbert Marcuse zum wissenschaftlichen Sozialismus gefunden haben. Lernen können diese Genossen allerdings nur, wenn sie die Auseinandersetzung um die aktuellen Fragen unserer Bewegung führen und nicht beständig auf ein historisches Schattenboxen ausweichen."

Neue Kontaktadressen erscheinen für Hamburg und Rhein/Main in Frankfurt.
Q: Spartacus Nr. 24, Berlin Nov. 1971; Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 7

Letzte Änderung: 29.11.2019