Berlin-Moabit:
AEG Sickingenstrasse: 'Das rote System'

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 3.7.2012

Das hier bisher leider nur lückenhaft (wir bitten um Ergänzungen) dokumentierte, von der KPD/ML-Zentralbüro (ZB) für die AEG Werke in der Sickingenstraße herausgegebene 'Rote System' war in Jahren 1970 bis 1972 dort die vermutlich wohl wichtigste linksradikale Betriebszeitung, da die KPD/Aufbauorganisation in ihrer 'Kommunistische Arbeiterpresse' für AEG Telefunken nur ab und an aus der Sickingenstrasse berichtete.

Die Betriebszeitung 'Das rote System' wurde ergänzt durch die stadtweiten 'Extrablätter der Betriebsgruppen der KPD/ML', die auch mit dem Kopf des 'Roten Systems' erschienen.

Mit der Auflösung der KPD/ML-Zentralbüro (ZB) wurde vermutlich auch das 'Rote System' eingestellt.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

August 1970:
Bei AEG Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB im August die Nr. 1 von 'Das Rote System' (vgl. Sept. 1970) heraus mit der Schlagzeile "Lohnerhöhung statt Überstunden. Durch Überstunden wird das Letzte aus uns herausgepresst". Neben Streikberichten findet sich auch der Artikel "Eine kommunistische Betriebsgruppe".
Quelle: Das Rote System Nr. 1, Berlin Aug. 1970

September 1970:
In der Nr. 2 ihrer Betriebszeitung 'Das rote System' (vgl. Aug. 1970, Sept. 1970) gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. Berlin der KPD/ML-ZB bekannt, daß ab sofort das Zentralorgan der KPD/ML-ZB, die 'Rote Fahne' vor dem Betrieb verkauft werde.
Weiter wird auf den 10 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Stefanie Endlich in Berlin u.a. in Leitartikel "Mit den ausländischen Kollegen und Kolleginnen gemeinsam kämpfen" eingegangen auf die Ausländerinnen, u.a. aus Griechenland und der Türkei und deren Wohnheime. Es finden sich auch Artikel auf Griechisch, auf Serbokroatisch für Jugoslawen und ein von Isci Köylü stammender Artikel auf Türkisch. Ebenfalls finden die Jungarbeiter und Lehrlinge Beachtung.

Aufgefordert wird: "Entschlossen den Lohnkampf führen". Enthüllt wird: "Die Lohn-Preis-Spirale' ein Kapitalistenmärchen".

Aus Berlin wird berichtet von der IG Metall (IGM) Verwaltungsstelle, aus Baden-Württemberg vom Tarifgebiet Nordbaden und aus NRW von Pierburg Neuß (vgl. Juni 1970) und dem Salzbergbaubetrieb Solvay in Borth (vgl. Aug. 1970).
Q: Das rote System Nr. 2, Berlin Sept. 1970

September 1970:
Bei AEG Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB im September die Nr. 3 von 'Das Rote System' (vgl. Sept. 1970, Okt. 1970) heraus mit 8 Seiten und Stefanie Endlich als Verantwortlicher mit dem Leitartikel "Unerträgliche Arbeitshetze am Fliessband". Berichtet wird aus der Gitterwickelei (Abteilung 154) über Akkordkürzungen sowie von Jungarbeitern und Lehrlingen, besonders den Jungarbeiterinnen die von den Meistern als Botinnen benutzt werden. Aus Berlin wird berichtet von der DIAG Reparaturwerft in Spandau (vgl. Sept. 1970). Aus Bremen wird berichtet von der Vulkanwerft (vgl. Sept. 1970). Aufgerufen wird: "Kampf dem Mietwucher! Kampf dem Lohnraub!".
Q: Das rote System Nr. 3, Berlin Sept. 1970

Oktober 1970:
In der Nr. 4 von 'Das rote System' (vgl. Sept. 1970, Nov. 1970) - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. Berlin der KPD/ML-ZB findet sich der Hinweis, daß diese Zeitung im Verlag der KPD/ML Bochum Bongardstr.15 gedruckt worden sei. Aus dem eigenen Betrieb wird auf den 8 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Stefanie Endlich in Berlin berichtet: "Betriebsrat vertuscht Entlassungen" wie in der Gitterwickelei. Aufgerufen wird: "Kampf den Agenten der Kapitalistenklasse!" womit die Führer von DGB und SPD gemeint sind.

Aus Bayern wird berichtet von MAN Augsburg (vgl. 20.10.1970) und BMW München (vgl. Okt. 1970), aus NRW von Krupp Essen (vgl. 13.10.1970) und aus Schleswig-Holstein u.a. von der Flenderwerft in Lübeck (vgl. 7.10.1970).
Q: Das Rote System Nr. 4, Berlin Okt. 1970

November 1970:
Vermutlich im November gibt die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstraße der KPD/ML-ZB die Nr. 5 ihres 'Roten Systems' (vgl. Okt. 1970, Dez. 1970) heraus, die uns bisher nicht vorlag.
Q: Das Rote System Nr. 4 und 6, Berlin Okt. 1970 bzw. Dez. 1970

Dezember 1970:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB die Nr. 6 von 'Das rote System' (vgl. Nov. 1970, Feb. 1971) mit einem Umfang von 5 Seiten und dem Leitartikel "Auch in Berliner AEG-Betrieben häufen sich die Anzeichen der Krise" heraus. Berichtet wird über das Anlagenwerk, die Abteilungen der Maschinenbauer und Werkzeugmacher sowie die Abteilungen Empfängerröhre und Röntgenröhre die eventuell stillgelegt bzw. an SEL oder Siemens übergeben werden sollen.
Von der AEG wird berichtet über Kurzarbeit und Produktionsstillegung im Dezember und Januar aus den Werken Quickbornerstraße, Sickingenstraße und Schwedenstraße sowie über den Überstundenstop in der V15-Fabrik im Werk Brunnenstraße und der Abteilung Senderöhren in der Sickingenstraße, die an Siemens verkauft werden soll.
Q: Das Rote System Nr. 6, Berlin Dez. 1970

Februar 1971:
Bei AEG Werk Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB, nach eigenen Angaben, ein Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Dez. 1970, 1.3.1971) zu den Betriebsratswahlen (BRW) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
Q: Das Rote System Nr. 16, Berlin 13.7.1971

01.03.1971:
Beim AEG Werk Sickingenstraße in Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Feb. 1971, 8.3.1971) zum Röhrenwerk unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus. Eingegangen wird unter der Schlagzeile "Schon wieder Kurzarbeit! Fordern wir auf der Betriebsversammlung Klarheit über unsere Lage!" auch auf die Lehrlinge in den AEG Werken Ackerstraße und Holländerstraße sowie auf den Fachbereich R2.
Q: Das Rote System Extrablatt Schon wieder Kurzarbeit! Fordern wir auf der Betriebsversammlung Klarheit über unsere Lage!, Berlin März 1971

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08.03.1971:
Beim AEG Werk Berlin-Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich in dieser Woche die Nr. 10 ihres 'Roten Systems' (vgl. 1.3.1971, 22.3.1971) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum mit dem Leitartikel "Auch auf der Betriebsversammlung keine klare Stellungnahme zu unserer Lage" heraus. Berichtet wird vom Halbleiterbereich im Röhrenwerk, dem Fachbereich R2 und den Lehrlingen in der Produktion. Aufgerufen wird zu den Abgeordnetenhauswahlen (AW – vgl. 14.3.1971): "Gegen die Verrätereien der SPD-Regierung die geschlossene Kampffront der Arbeiterklasse!", eingetreten wird: "Für einen kämpferischen 1.Mai". Berichtet wird aus Frankreich vom Bergbau in Lothringen und aus Finnland, erklärt wird, wer die Verteiler sind.
Q: Das Rote System Nr. 10, Berlin März 1971

22.03.1971:
Beim AEG Werk Sickingenstraße in Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich in dieser Woche die Nr. 11 ihres 'Roten Systems' (vgl. 8.3.1971, 20.4.1971) mit 8 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.
Berichtet wird im Leitartikel "Kolleginnen und Kollegen der AEG-Sickingenstrasse" von der eigenen Kurzkundgebung (vgl. 19.3.1971), die ausländischen Beschäftigten und aus Berlin vom Streik bei KWU (vgl. Apr. 1970) und von NCR aus dem Rohmateriallager.

Weitere Artikel sind:
- "Die Gerüchte über den verkauf der Senderöhre verdichten sich!" über die drohende Verlagerung der Abteilung Röntgenröhre nach Erlangen in Bayern;
- "Die Proletarische Revolution wird auch in der DDR siegen";
- "Für einen kämpferischen 1.Mai!"; sowie
- Berichte vom britischen Antistreikgesetz und aus Neapel in Italien.
Q: Das Rote System Nr. 11, Berlin März 1971

20.04.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB verteilt die Nr. 12 ihrer Betriebszeitung 'Das rote System' (vgl. 22.3.1971, 11.5.1971), auf deren 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum neben Berichten über geplante Entlassungen und Umstrukturierungen (vgl. Nov. 1970) u.a. in der Empfängerröhre und Röntgenröhre sowie die stillgelegte Abteilung Röntgenaufbau, trotz schlechter Erfahrungen (vgl. 19.3.1971) eine Kurzkundgebung vor dem Haupttor für denselben Tag angekündigt wird.

Eingegangen wird auch auf das AEG Hydrawerk in der Drontheimer Straße und den Fachbereich R2. Von den Lehrlingen wird berichtet über die Arbeit in der Produktion und den Elektromechanikern.

Über diese Ausgabe heißt es später in einem Leserbrief:"
Die letzte Ausgabe des 'Roten Systems' wurde gierig gelesen und war im Nu vergriffen."

Eingetreten wird: "Für eine einheitliche 1.Mai-Demonstration im Wedding!" und auch die Jugend vom KJVD aufgerufen: "Heraus zum 1.Mai!". Aufgefordert wird: "Von der chinesischen Revolution lernen". Berichtet wird: "Die Unidad Popular in Chile erringt bedeutenden Sieg!".
Q: Das Rote System Nr. 12 und 13, Berlin 20.4.1971 bzw. 11.5.1971

11.05.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB gibt die Nr. 13 ihres 'Roten Systems' (vgl. 20.4.1971, 1.6.1971) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.

Berichtet wird im Leitartikel "Schon wieder Entlassungen – Erste Versetzungen" aus Bayern von 400 Entlassungen (überwiegend Frauen) bei AEG Ingolstadt seit Dez. 1970, aus Hessen von der Stillegung des AEG Telefunken Phonowerkes in Kassel-Waldau (gegründet Juni 1970, 500 Besch., 85% Frauen) und aus Niedersachsen von den AEG Telefunken Werken in Celle und Hannover, wo u.a. Radiogeräte und Schwarzweißfernseher produziert werden.

Aus Berlin wird berichtet vom AEG Fachbereich R2, der AEG Schwedenstraße und aus dem eigenen Werk von der Halbleiterproduktion, dem Röhrenwerk und dem Anlagenwerk.
Ein Leserbrief bzw. eine telefonische "Mitteilung eines Kollegen" befaßt sich u.a. mit der Abteilung 161, den Angestellten und der letzten Ausgabe des 'Roten Systems'. Berichtet wird vom 1.Mai in Berlin und Dortmund, Paris in Frankreich und Japan sowie von der eigenen Kurzkundgebung am 20.4.1971. Mit Hilfe der 'Roten Fahne' wird vorgestellt: "Das neue Betriebsverfassungsgesetz" (BVG). Auslandsmeldungen behandeln Italien, Renault Frankreich, Argentinien und die Niederlande.
Q: Das Rote System Nr. 13, Berlin 11.5.1971

01.06.1971:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB die Nr. 14 ihres 'Roten Systems' (vgl. 11.5.1971, 22.6.1971) mit 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, u.a. mit Berichten über die Maidemonstration und die Demonstration gegen den rechtsradikalen BHJ (vgl. 14.5.1971).

Aus dem eigenen Werk wird im Leitartikel "30 Entlassungen in der Planiermontage angekündigt" berichtet von der Abteilung BTA 32 Planiermontage (48 Besch.). In "Betriebsratsvorsitzende Fleischhauer erneut entlarvt!" wird deren Zustimmung zu zwei arbeitsfreien Tagen am 21.5. und 18.6. angeprangert. In "Erste Selbstkündigungen" wird berichtet von den Ingenieuren und Technikern in der Halbleiter- und Entwicklungsabteilung, in "20 Kolleginnen sollen versetzt werden" über Versetzungen von Kolleginnen vom Röhrenwerk als Botinnen in der AEG Hauptgeschäftsstelle am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf. Geschildert wird der "Angriff auf die Akkordpreise". Eingegangen wird in "Was geschieht mit dem Anlagenwerk?" auch auf die Senderproduktion im Anlagenwerk und in Baden-Württemberg in Ulm.

Aus NRW wird berichtet von HOAG Oberhausen (vgl. 21.5.1971), aus Niedersachsen von Conti Hannover (vgl. 7.5.1971).

Aufgerufen wird zu Veranstaltungen der KPD/ML-ZB (vgl. 25.6.1971, 28.6.1971).
Q: Das Rote System Nr. 14, Berlin 1.6.1971

22.06.1971:
In Berlin bringt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. die Nr. 15 ihres 'Roten Systems' (vgl. 1.6.1971, 13.7.1971) mit 14 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, die sich u.a. ausführlich mit der Chemietarifrunde (CTR) in Hessen und Nordrhein aber auch Berlin befaßt. Zu Metalltarifrunde heißt es von der Hoesch MFD Dortmund: "HOESCH-Kollegen fordern 15 Prozent".

Eingegangen wird im Leitartikel "Angriffe auf unsere Arbeitsplätze häufen sich" auf die drohende Kurzarbeit und die Entlassungen im Röhrenwerk, in "Nicht Fehlplanung sondern Krise" auf den AEG Fachbereich R2, und in "Resolution des R2-Betriebsrats" im Werk Schwedenstrasse auf die Solidarität mit Carlos Pardo (vgl. 11.6.1971). Der KJVD stellt fest: "Weniger Ausgaben – dank der Lehrlinge".

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der KPD/ML-ZB (vgl. 29.6.1971).
Für den Nachmittag wird der Verkauf der 'Roten Fahne' Nr.12 (vgl. 21.6.1971) angekündigt.
Q: Das Rote System Nr. 15, Berlin 22.6.1971

13.07.1971:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. die Nr. 16 ihres 'Roten Systems' (vgl. 22.6.1971, 19.8.1971) mit 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, in der sie u.a. in "Lohndiktat der SPD-Regierung voll durchgesetzt" auf den Verlauf der Chemietarifrunde (CTR) und in "Streik bei AEG in Kassel-Waldau" auf die Schließung des AEG-Phonowerks Kassel-Waldau in Hessen eingeht, wo es zu einem Streik und einer Demonstration kam.

Aus Berlin wird im Leitartikel "Droht Stillegung des Röhrenwerkes?" berichtet von KWU, aus dem eigenen Betrieb vom Anlagenwerk, vom Röhrenwerk, der Halbleiterproduktion. Festgestellt wird: "Auch auf der Betriebsversammlung keine Klarheit über unsere Arbeitsplätze". Angeprangert wird: "SPD-Regierung statt Reformen Aufrüstung und Preistreiberei", geworben wird für "50 Jahre Aufbau des Sozialismus in China", obwohl eigentlich nur die KP Chinas ihren 50. Gründungstag begeht und nicht die Volksrepublik; eine Meldung berichtet aus dem Großsenderbau (Abteilung W 234/235).

Angekündigt wird der Verkauf der 'Roten Fahne' (RF) für jeden zweiten Mittwoch.
Q: Das rote System Nr. 16, Berlin 13.7.1971

19.08.1971:
In Berlin veröffentlicht die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB in der Nr. 17 ihres 'Roten Systems' (vgl. 13.7.1971, 23.9.1971) auf den 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum neben dem Leitartikel zur MTR: "Aufruf des Zentralbüros der KPD/ML zur Metalltarifrunde '71: Kampf dem Lohndiktat der SPD-Regierung!" auch ihr "Betriebliches Kampfprogramm. Gegen das Lohndiktat der SPD-Regierung geschlossen den Kampf im Betrieb aufnehmen!".

Außerdem wird ein Offener Brief an die SEW zu ihrem Verhalten bei den Antifa-Aktionen am 13.8.1971 abgedruckt.
Q: Das Rote System Nr. 17, Berlin 19.8.1971

23.09.1971:
In Berlin erscheint die Nr. 18 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. 19.8.1971, 28.9.1971) mit einem Umfang von 8 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum und dem Leitartikel "Verschärftes Lohndiktat der SPD-Regierung" zur MTR.

Erstmals findet der Buchladen der KPD/ML-ZB, das Arbeiterbuch, in der Charlottenburger Goethestraße 70 Erwähnung. Berichtet wird von der KWU Berlin und aus dem eigenen Betrieb in "Unsere Betriebsräte und Vertrauensleute: Handlanger der SPD-Regierung!" vom Röhrenwerk, der ehemaligen Abteilung Senderöhre (vgl. Nov. 1970), der Wendelherstellung, den Frauen, den Ausländern, dem Anlagenwerk und dem Relaisbau.

Festgestellt wird zu Albanien und der VR China: "Die Überlegenheit des Sozialismus gegenüber dem Kapitalismus wird immer deutlicher".
Q: Das Rote System Nr. 18, Berlin 23.9.1971

Oktober 1971:
Vermutlich im Oktober gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr. 19 (vgl. 28.9.1971, Nov. 1971) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
Q: Das Rote System Nr. 18 und 23, Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

November 1971:
Vermutlich im November gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr. 20 (vgl. Okt. 1971, 11.11.1971) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
Q: Das Rote System Nr. 18 und 23, Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

11.11.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Nov. 1971, 12.11.1971) "Heute Betriebsversammlung" unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.
Q: Das Rote System Extrablatt Heute Betriebsversammlung, Berlin 11.11.1971

12.11.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. 11.11.1971, 25.11.1971) zur gestrigen Betriebsversammlung (BV) unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum mit der Schlagzeile "Die Betriebsversammlung: Ein einziges Täuschungsmanöver des Betriebsrats" heraus.
Q: Das Rote System Extrablatt Die Betriebsversammlung: Ein einziges Täuschungsmanöver des Betriebsrats, Berlin 12.11.1971

25.11.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB geht in einem vierseitigen Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. 12.11.1971, Dez. 1971) mit der Schlagzeile "Mit den Kommunisten gegen die Faschisten!" unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum unter auf zwei Vorfälle beim 'Rote Fahne' (RF)-Verkauf vor dem Betrieb (vgl. 24.11.1971) ein. Einmal sei eine 'Rote Fahne'-Verkäuferin von zwei Kolleginnen für Marianne Herzog (RAF) gehalten und durch die Polizei festgenommen worden.
Q: Das Rote System Extrablatt Mit den Kommunisten gegen die Faschisten!, Berlin 25.11.1971

Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr. 21 (vgl. 25.11.1971, Jan. 1972) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
Q: Das Rote System Nr. 18 und 23, Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr. 22 (vgl. Dez. 1971, 5.2.1972) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag. Eingegangen wird u.a. auf die Abteilung Röhrenaufbau.
Q: Das Rote System Nr. 18 und 23, Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

15.02.1972:
In Berlin erscheint die Nr. 23 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. Jan. 1972, 23.3.1972) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus mit dem Leitartikel "Betriebsratswahlen – Wahltag ist Zahltag!" zur Betriebsratswahl (BRW).

Vom eigenen Werk wird berichtet in "Erfolgreicher Kampf gegen verschärfte Arbeitshetze in der Abt. Röhrenaufbau" und von der Betriebsratswahl (BRW) im Anlagenwerk, wo es während der Metalltarifrunde (MTR) zu einem dreiviertelstündigen Streik im Senderbau gekommen war.

Aus Berlin wird in "Solidarität mit den kämpfenden Völkern Indochinas und ihren revolutionären Streitkräften!" berichtet von der letzten Vietnamdemonstration (vgl. 12.2.1972), im Artikel "Ein neuer Schritt zum Faschismus! Brandt will Staatsapparat säubern" auch von der Flensburger Berufsverbotedemonstration (vgl. 29.1.1972).
Q: Das Rote System Nr. 23, Berlin 15.2.1972

23.03.1972:
In Berlin erscheint die Nr. 24 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. 15.2.1972), wobei es sich um die letzte uns bisher vorliegende Ausgabe handelt. Auf den 10 Seiten unter Verantwortung von Horst Kwiatkowski findet sich ein Vorschlag für die betriebliche Einheitsfront, der sich speziell auch an die SEW wendet. Eingegangen wird in Leitartikel zu den BRW "Auf zu den Betriebsratswahlen!" sowie in "Arbeiter und Angestellte in eine Kampffront! Ja zur gemeinsamen Betriebsratswahl!" auf das Anlagenwerk und die dortigen Angestellten sowie auf das Röhrenwerk und die dortigen Angestellten und die Abteilung 161.

Gegenübergestellt werden in einem Artikel die "Kapitalistische Rationalisierung bei AEG-Telefunken – und wie die Arbeiter in Vlora (Albanien) die Produktion selbst bestimmen:".

Für den Nachmittag wird der Verkauf der 'Roten Fahne' Nr.6 (vgl. 20.3.1972) angekündigt.
Q: Das Rote System Nr. 24, Berlin 23.3.1972

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