Köln:
"Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe - Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße"

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 27.7.2018


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Nach drei Nullnummern (vgl. Dez. 1975, Jan. 1976 und ???) erscheint im Juni 1976 die Nr. 1 der "Unabhängigen Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe - Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße". Weitere Ausgaben erscheinen dann in unregelmäßiger Folge bis wenigstens Mai 1977. Wie viele Ausgaben wirklich erschienen sind, wissen wir derzeit nicht. Daher bitten wir unsere Leserinnen und Leser um weitere Ausgaben und ergänzende Informationen.

Wir danken dem "Archiv für alternatives Schrifttum (afas)" in Duisburg, in dem sich die Originale der hier vorgestellten Dokumente befinden, für die freundliche Unterstützung.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Dezember 1975:
Es erscheint die erste Null-Nummer des: "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Bisher mindestens ein 25 Millionen-Ding!"
Im Artikel "Bleiwurm. Weil der Wurm im Blei ist" heißt es u. a.: "Viele von uns haben den Bleiwurm in ihrer Lehre gesucht und Lehrgeld bezahlt. Wir suchten ihn - wo sonst als im Blei …

Wir befinden uns heute wieder in einer Situation, in der wir Lehrgeld zahlen sollen. Der Wurm ist im Blei. Es wäre jedoch fatal, ihn im Blei zu suchen … Der moderne Bleiwurm, der uns verpasst wird, sitzt ebensowenig wie der überkommene im Blei oder der zukünftige im Licht. Die modernen Bleiwürmer sind die rigoros gegen unsere Interessen durchgesetzten Verlegerinteressen. Wir werden nicht gefragt, ob wir nass werden wollen. Ganze Touren, Schichten, Abteilungen und Belegschaften werden einfach aus dem Schiff geworfen, landen im Wasser.

Es gilt den modernen Bleiwurm in Form der Unternehmerwillkür, das beliebige Verfügen von Menschen über Menschen, abzuschaffen. D.h., wir müssen den Unternehmerbleiwurm unseren Bleiwurm (unsere Interessen) entgegenstellen und die Entwicklungen die unsere Existenz unmittelbar betreffen, kontrollieren … Was wird aus der Krise des Kapitalismus? Wohin steuert die Druckindustrie? Was hat das für Folgen für unsere Arbeitsplätze, unseren Lohn, unsere soziale Sicherheit? Wie können wir unsere Situation verbessern, halten oder noch Schlimmeres verhindern? Was müssen wir tun, um die Kontrolle über die Bedingungen unserer Existenz zu erreichen? Ausgehend von diesen Fragen stellt sich der Bleiwurm die Aufgabe: Die Einsicht in die Notwendigkeit der Kontrolle unserer Arbeits- und Lebensbedingungen durch uns zu fördern, den Willen zur Kontrolle zu fördern und die für diese Kontrolle notwendigen Informationen, Analysen und Kenntnisse öffentlich zu machen. Bleiwurm wird diese Aufgabe haut-, arbeitsplatz-, betriebsnah und parteilich nachgehen. Es geht um unsere Existenz.

Schaffen wir dem Verleger ein, zwei, drei, vier, viele Bleiwurm-Erlebnisse!"

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Der große Rundschlag wird eingeleitet. GPA-Kommission legt Bericht vor"
- "Eine Frage an Unternehmer"
- "Betriebsversammlung"
- "Knochenmühle Rotation"
- "Dicke Luft in der Anzeigensetzerei!"
- "Betriebsfrieden gestört"
- "Kämpfe gegen Arbeitshetze. Madsack-Kollegen sauer"
- "Tarifrunde 1976: Forderungen jetzt aufstellen"
- "Warnstreik beim Merkur"
- "Gegenöffentlichkeit"

Aufgerufen wird zur Betriebsversammlung zum 10.12. Berichtet wird über Kämpfe gegen Arbeitshetze bei Madsack in Hannover. Aufgerufen wird dazu, für die Tarifrunde 76 Forderungen aufzustellen.
Quelle: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, 1. Null-Nummer, Köln, Dezember 1975.

Januar 1976:
Es erscheint die zweite Null-Nummer des "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Einige wissens - alle sind betroffen".

In eigener Sache heißt es zur zweiten Null-Nummer u. a.: "Die erste 0-Nummer des Bleiwurm kam für viele Kollegen überraschend. Die Aufnahme war, soweit uns bekannt, positiv. Hervorgehoben wurde die gute Information, das ausgewogene-Verhältnis von Information und Analyse, die parteiliche Auseinandersetzung mit den anstehenden Problemen, ohne diffamierend zu sein. Zurückhaltend bei der Entgegennahme des Bleiwurm verhielten sich die Kollegen Angestellten und vor allem unsere Kolleginnen. Offensichtlich haben sie so massive antikommunistische Vorurteile, dass sie jedes Presseprodukt, das zur Verteilung kommt, ungeprüft als kommunistische Hetze ablehnen. Bei vielen ist die Ablehnung sicherlich nur der Ausdruck von Unsicherheit und Angst.

Bleiwurm hetzt nicht, Bleiwurm ist eine parteiliche Zeitung von Kollegen für Kollegen, Bleiwurm will durch genaue Information und Analyse Vorurteile und Angst abbauen helfen. Es lohnt sich ihn zu nehmen, zu lesen und tatkräftig zu unterstützen

… Bleiwurm ist eine Betriebszeitung wie wir sie brauchen. Wir teilen die Vorstellung des Verlegers nicht. Er leitet aus dem Recht am eingerichtetn und ausgeübten Gewerbebetrieb und aus dem Hausrecht ein privates Herrschaftsverhältnis ab. Das heißt, dass er sich gegenüber denen, die ihm ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, die totale Verfügungsgewalt auch über das anmaßt, was sie über die Arbeit hinaus machen … Bleiwurm ist u n s e r e Betriebszeitung, gemacht von Kollegen für Kollegen …"

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Satzautomation"
- "Versand: Gefahr für die Arbeitsplätze"
- "Spender-Olympiade"
- "Rotation: Achtung Plattenschlag"
- "Es war einmal das sogenannten Jahr der Frau
- "Anzeigensetzerei: Asterix und die Vertrauensleute-Wahl"
- "Tarifrunde 76"
- "Was BIM und MDS aus unseren Steuergeldern machen"
- "Termine"

Aufgerufen wird zu einer dju-MV am 3.2.76 in Köln, Venloer Straße (Stadtgartenrestaurant), u. a. mit Hans Büttner und Dr. Bernischke (dpa Chef). Am 9.2. trifft sich im Gewerkschaftshaus der AK "Wirtschaftliche und technische Entwicklung in der Druckindustrie und gewerkschaftspolitische Antworten".
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, 2. Null-Nummer, Köln, Januar 1976.

Juni 1976:
Es erscheint die Nr. 1 des "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Der Kampf muss weitergehen. DM 275;- und 6% - Es ging aber um mehr".

In eigener Sache heißt es u. a.: "Wir haben ein Experiment unter äußerst schwierigen Bedingungen angefangen. Dieses Experiment könnte man z.B. so nennen: 'Wir, das seid Ihr.' - Wird es gelingen? -

Wir meinen, dass wird davon abhängen, ob möglichst viele an diesem Experiment Betriebszeitung mitarbeiten, ob die Angst und Gleichgültigkeit abgelegt werden kann.

BLEIWURM Nr. 1 ist da. Wir machen also weiter. Drei 0-Nummern und die abschließende Fragebogenaktion haben uns Mut gemacht, nicht aufzuhören. Es wäre politisch auch unverantwortlich gewesen, diesen Versuch zur Herstellung von Betriebsöffentlichkeit aufzuhören. Alles öffentlich machen, alles zur Diskussion stellen, alles allen Kolleginnen und Kollegen zur Entscheidung vorlegen, sind Grundvoraussetzungen für eine wirksame Betriebspolitik durch die Belegschaft und ihre Vertretungsorgane. Diese Grundvoraussetzungen bemüht sich der BLEIWURM mit zu schaffen.

… Uns, die wir Öffentlichkeit im Dienste der Herrschenden produzieren, wurde noch mehr klar, wie wichtig es ist, eigene Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Der BLEIWURM ist ein Ergebnis dieser Einsicht …"

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Superding geplant?"
- "Pressefreiheit ist die Freiheit der wirtschaftlich Mächtigen, ihre Meinung durch 200 Verleger verbreiten zu lassen"
- "Profitmache auf unsere Knochen"
- "Betriebsversammlung. Zentrales Thema: keiner darf entlassen werden!"
- "Solidarität gegen Polizeiterror"
- "Köln: Tarifstreik 1976"
- "Bitte ausfüllen und abschicken: Bleiwurm-Fragebogen

Aufgerufen wird zur Betriebsversammlung am 9.6. Solidarität wird mit den am 7.5. im Rahmen der Arbeitsniederlegungen in der Druckindustrie verhafteten 41 Streikposten bekundet. Aufgefordert wird die Geschäftsleitung des 'Reutlinger Generalanzeigers' ihre Anzeigen zurückzunehmen.
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, Nr. 1, Köln, Juni 1976.

Juli 1976:
Es erscheint die Nummer 2 des "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Wir haben die Nasen und Ohren voll und - wen wunderts - die Schnauze auch!" (Ab jetzt erscheint die Zeitung ohne explizite Angabe der Nummer.)

In eigener Sache heißt es u. a.: "Diese Nummer 2 (die drei 0-Nummern eingerechnet eigentlich die Nr. 5) ist mindestens ein Doppelwurm. Wir legen jetzt bis September eine Erscheinungspause ein, weil zu viele von uns Bleiwürmern (andere liebevolle Bezeichnungen, die im Hause die Runde machen, lauten: Ohrwurm, Holzwurm, Regenwurm, Mehlwurm, Lindwurm, Spulwurm (bah) u.a.) in Urlaub gehen. Und das heißt auch Urlaub vom Bleiwurm, Urlaub von der aufwendigen redaktionellen, technischen und organisatorischen Arbeit. Sicherlich wird die Geschäftsleitung jetzt sofort wieder die Urlaubslisten überprüfen lassen, um die Bleiwürmer zu orten. Denn er wurmt sie ganz schön der Bleiwurm, sein gutes Informationssystem, seine kritischen Fragestellungen, seine klares Aussagen. Er wurmt sie, weil der Bleiwurm für jeden deutlich macht, dass Gegenwehr möglich ist. Es wurmt die Geschäftsleitung, dass deutlich wird, dass sie ihre Grenze dann findet, wenn sie auf organisierten Widerstand trifft. Entsprechend wütend und daher aber auch hilflos sind ihre Gegenangriffe.

In der ersten 0-Nummer stand: 'Kolleginnen und Kollegen zögert nicht und macht mit. Sperrt Augen und Ohren auf. Nehmt die Feder, den Zeichenstift und haltet in Text und Bild fest, was im Betrieb los ist … selbst den kleinsten Konflikt. Führt Betriebstagebuch. Schreibt, was an Problemen da ist und worüber diskutiert werden sollte. Vertraulichkeit ist Ehrensache …'"

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Lärm, Pest, Schwerhörigkeit"
- "Außen Hui und Innen Pfui"
- "Alfred Neven und der Lärm"
- "Gegen die Lärmfabrikanten"
- "BR-Informationen"
- "Salz von zufriedenen Arbeitern aus deutschen Landen"
- "Versand"
- "Unser 'Prämienträchtiger' Vorschlag"
- "Unvermögen, oder … was?"
- "Vereinbarung zur Vermeidung von Überstunden und zur Entlastung des Arbeitsmarktes"
- "Bleiwurm - Obskures Blatt aus dem Wolkenkuckucksheim"
- "Welche Römer quiekten nach Stuttgart?
- "Ergebnisse der Fragebogenaktion"
- "Ein Lehrstück: Stück für Stück zurück"
- "Prozesse gegen MDS"
- "Unsere Meinung: Zu den Hochrufen auf Israels Husarenstück"
- "Express"
- "Arbeitslos und Hohn dazu"
- "Ortsvereinsversammlung"
- "Für uns Sonderbeitrag"
- "Für die Unternehmer Sonderbonus
- "Arme Verleger. Profit stieg um 70%"
- "Betriebsversammlung"

Berichtet wird über die Ortsvereinsversammlung vom 15.6., wo u. a. über Druckertarifabschluss und über Aussperrung debattiert wurde.
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, (Nr. 2), Köln, Juli/August 1976.

September 1976:
Es erscheint der "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Dieses Jahr wird groß gefeiert - wird dafür nächstes Jahr gefeuert?"

In eigener Sache heißt es u. a.: "Der Urlaub ist leider vorbei. Wir unterliegen wieder der Doppelbelastung von KStA/Express- und Bleiwurm-Produktion. Das zweite macht wenigstens Spaß, auch wenn es dabei um unsere nicht gerade rosigen Perspektiven geht, die uns zugedacht sind.

VERZAGEN ODER WEHREN

Am liebsten keins von beiden. Aber das hilft uns nicht weiter. Wir haben deshalb in der Bleiwurm-Redaktion beschlossen - hoffentlich nicht zu spät - eine Analyse der laufenden Entwicklung zu erstellen und uns zu fragen, was uns für Möglichkeiten bleiben, die fatalen Folgen dieser Entwicklung abzuwehren. Wir werden unsere Ergebnisse in absehbarer Zeit in Sonderveröffentlichungen zur Diskussion stellen …"

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Beruhigungspritzen - oder?"
- "Satz-Korrektur-Umbruch. Alles durch die Redaktion"
- "Betriebsversammlung"
- "Zentrale Themen"
- "MS/TTS. Hier ist es aber sehr laut"
- "Rotation"
- "Sonderbeitrag unberechtigt?"
- "Umschulung wohin?"

Aufgerufen wird zur Betriebsversammlung am 21.9. und zu Spenden für den "Bleiwurm".
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, Köln, September 1976.

Januar 1977:
Es erscheint der "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Warnsignal! ? Bildschirmterminals als 'Testgeräte' ?"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Notiert"
- Dokument. Computer-Anwendung im Journalismus"
- "Planung offenlegen"
- "Interview"
- "Druckerstreik in Frankreich"
- "Öfter mal nachrechnen"
- "Unternehmerpresse"
- "Arbeiterpresse"
- "Z. B. Rotation"
- "Das Jahr-Bleiwurm"
- Sonder-Sonder Beitrag"
- "Zensur beim Fernsehen"
- "An den Programmdirektor des Westdeutschen Rundfunk, Werner Höfer".
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, Köln, Januar 1977.

Mai 1977:
Es erscheint der "Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße" mit der Schlagzeile: "Solidarität mit den Frauen im Versand!"

In eigener Sache heißt es u. a.: "Der Bleiwurm - trotz gegenteiliger Behauptungen (…) - von Kollegen für Kollegen gemacht, erscheint weiter, wenn auch unregelmäßiger als vorher. Dies liegt daran, dass wir momentan viel über Sinn und Zweck der Betriebszeitung reden.

Von Nummer zu Nummer haben immer mehr Kolleginnen und Kollegen die Zeitung genommen. Das Informationsbedürfnis steigt mit der wachsenden Bedrohung durch die geplanten Rationalisierungsmaßnahmen. Bedauerlich ist, dass der Bleiwurm noch zu viel zur Aufbesserung des _persönlichen_ Informationsstandes benutzt wird-und weniger als Anregung zur gemeinsamen Diskussion von Gegenmaßnahmen im Betrieb. Genau dies aber wäre notwendig. Wir sind nicht einzeln bedroht, sondern alle.

Die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und der Ortsvereinsvorstand sind nicht an einer umfassenden Öffentlichkeit über die anstehenden Maßnahmen und auch nicht an einer breiten Diskussion von Abwehrmaßnahmen interessiert. Sie wollen die Rationalisierung glatt und ohne Widerstand und gegen uns über die Bühne ziehen. Darum der Ausbau des Spitzelwesens im Betrieb. Darum die Knüppel zwischen die Beine des Bleiwurm (Klagen, Kontosperrung usw.). Darum die Diffamierungen durch Betriebsräte und den SPD-druckreport.

Das hindert uns alles jedoch nicht weiterzumachen. Da das Spendenkonto bei der Stadtsparkasse gesperrt worden ist, bitten wir Euch darum, den Verteilern was zu geben.

Nehmt den Bleiwurm auch für Kollegen mit, die in Urlaub sind. Bedenkt, wir sind alle betroffen und wir sind auf uns gestellt. Spendet für den Bleiwurm, damit wir auch in Zukunft Gegenöffentlichkeit herstellen können".

Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Was ist das? Orgware"
- "Rahmenbedingungsvereinbarung"
- "1. Mai"
- "Ohne Rotation geht es nicht: Solidarität"
- "Schönwetterpolitik in der Rotation zielt auf Spaltung"
- "Neue Technik in der Druckindustrie"
- "Gleitzeit für Angestellte. Vorteil für wen?"
- "Aufbau der Rahmenbetriebsvereinbarung GPA"
- "Unsere Meinung: RBV-Pokla: Geschäftsleitung gegen Betriebsrat"
- "Versand. Keine Minute ohne Kontrolle"
- "Warum der Wurm drin ist"
- "Jahreshauptversammlung"
- "Dänemark: Der Kampf der Druckarbeiter gegen Rationalisierung und Entlassungen"

Berichtet wird über Druckerstreik in Dänemark Ende Januar.
Q: Bleiwurm - Unabhängige Betriebszeitung für das Kölner Druckgewerbe. Ausgabe für das Pressehaus Breite Straße, Köln, Mai 1977.

Letzte Änderung: 31.08.2018