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Main-Taunus Kreis

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 24.3.2009

Separate Darstellungen aus dem Main-Taunus-Kreis liegen bisher vor zu den Phrix-Werken Okriftel sowie über den in Hattersheim erzeugten Mythos von der Hitze bei Sarotti (vgl. Juli 1971).

Der Main-Taunus Kreis scheint, nach unserer äußerst unvollständigen Quellenauswertung, durch seine unmittelbare Nähe zu Frankfurt oft durch die Entwicklungen dort berührt bzw. beeinflusst. Auch bereits früh im Kreis ansässige Kader von linksradikalen Gruppen wie der Internationalen Arbeiterkorrespondenz (IAK – vgl. Mai 1965) scheinen eher in Frankfurt aktiv zu werden, während die DKP vermutlich zumindest in Eschborn örtlich tätig wird (vgl. 1.5.1969). Später gibt es dort auch eine SDAJ (vgl. Juni 1974, zuvor sorgt die DKP sich u.a. auch noch um die Existenz des kleinen deutschen Einzelhandels, der bedroht wird durch internationale Finanzierungsgesellschaften, wie für das Main-Taunus Zentrum in Sulzbach (vgl. Juli 1972).

Der Konflikt um das Eschborner Lehrlingswohnheim der Hoechst AG (vgl. 3.6.1969, 4.6.1969, 13.6.1969, 14.6.1969) ist wiederum eng verwoben mit der allgemeinen Auseinandersetzung um die Lehrlingsheime der Firma.

Während in Hochheim die Belegschaft die Kosten für die fehlgeschlagene Forschung und Entwicklung bei den Techite Rohrwerken mit Arbeitsplatzabbau bezahlt (vgl. 11.1.1971, 8.2.1971), wird bei Opel Rüsselsheim die enge Verbindung zwischen Betriebsrat, Gewerkschaft und Gemeindevertretungen auch im Main Taunus Kreis dargestellt (vgl. 23.8.1971).

Sowohl die KPD (vgl. 19.6.1974, 24.7.1974) als auch die KPD/ML (vgl. 10.5.1975) sind später im Main Taunus Kreis vertreten, wobei die KPD/ML von gleich zwei Berufsverboten betroffen scheint (vgl. 15.3.1975, 3.5.1975), die KPD von einer politischen Entlassung (vgl. 12.7.1976). Vermutlich sind auch der KB (vgl. 22.1976) sowie die SAG (vgl. 22.9.1976, Dez. 1976, 9.2.1977) präsent, bevor diese wie immer unvollständige Darstellung ihr vorläufiges Ende mit Berichten über die zentrale hessische Asylbewerberaufnahmestelle in Schwalbach findet, wo es nicht nur zu Selbstmorden kommt (vgl. 1.4.1991), sondern auch zu mutmaßlich rassistisch motivierten Brandanschlägen (vgl. 8.6.1991, 8.6.1991).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Mai 1965:
Es erscheint die Nr.1 der 'Internationalen Arbeiter Korrespondenz' (IAK - vgl. Juli 1965), für die Peter Anton von Arnim in Eschborn/Ts. Verantwortlich zeichnet. Die nach ihrem Organ ebenfalls IAK heißende trotzkistische Gruppe (angeschlossen an das Internationale Komitee (IK) der Vierten Internationale um Healy und Lambert, und nach dessen Spaltung (vgl. 10.9.1971) wiederum auf Lambert ausgerichtet) meinte später selbst zu ihrer Gründung, daß sie ab 1965 vom Internationalen Komitee und der französischen OCI aufgebaut worden sei, aus ehemaligen studentischen Mitgliedern des SDS. =Internationale Arbeiter Korrespondenz Nr.1 und 40/41,Eschborn bzw. Bochum, Mai 1965 bzw. Jan. 1973

01.05.1969:
Die DKP bringt die Nr.5 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 24.4.1969, 8.5.1969). Berichtet wird u.a. aus Eschborn.
Quelle: Unsere Zeit Nr.5,Essen 1.5.1969

03.06.1969:
Aus dem Wohnheim der Hoechst AG in Eschborn bei Frankfurt, Berliner Str.2, werden heute vier Lehrlinge in andere Heime verlegt. Darüber berichtet die Heimverwaltung:"
Das nahmen einige Jugendliche, zur Hauptsache Heimfremde, zum Anlaß, um gegen die Heimordnung zu protestieren."
Die Lehrlinge tragen, nach eigenen Angaben, heute ihre Forderungen dem Bürgerforum Eschborn vor (vgl. 4.6.1969).
Quelle: SC-Info Nr.14,Frankfurt 27.9.1969

04.06.1969:
Im Wohnheim der Hoechst AG in Eschborn bei Frankfurt werden die Auseinandersetzungen zwischen Lehrlingen und Heimverwaltung fortgeführt (vgl. 3.6.1969, 13.6.1969). Darüber berichtet die Heimverwaltung an ihre Lehrlinge:"
Heute beabsichtigt ein sog. Bürgerforum aus Eschborn, eine private Organisation politisch interessierter Bürger, das Heim zu besichtigen und mit ihnen zu diskutieren. Wir sind jederzeit gerne bereit, mit der Gemeindevertretung von Eschborn als gewählter Sprecherin der Bürgerschaft alle anstehenden Fragen zu besprechen und haben sie zu diesem Zweck in das Wohnheim eingeladen. Wir sind auch bereit, mit Ihnen über die Heimordnung zu reden. Wir sind jedoch nicht geneigt, einer privaten Bürgergruppe eine Schiedsrichterrolle zuzugestehen. Aus diesem Grunde haben wir den in ultimativer Form vorgetragenen Wunsch des Bürgerforums auf Heimbesichtigung abgelehnt. Sollten sich Mitglieder dieser Gruppe auf andere Weise – etwa durch Besuch bei einzelnen Heimbewohnern - Einlaß verschaffen, dann geschieht das gegen unseren ausdrücklichen Willen."

Vermutlich jedoch versuchen Anhänger des Bürgerforums das Heim zu betreten, woraufhin die Polizei einschreitet. Die Lehrlinge aus dem Heim antworten noch heute mit einem Text "Warum Polizeieinsatz im Wohnheim?", in dem es u.a. heißt:"
Welche Probleme haben wir?

Ca. 600 Lehrlinge der Farbwerke Hoechst AG aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland sind in Wohnheimen der Farbwerke Hoechst AG untergebracht. Wir sind nicht nur durch den Lehrvertrag, sondern zusätzlich durch einen sogenannten 'Mietvertrag' gebunden, den der Direktor der Wohnungswirtschaft der Farbwerke Hoechst AG als BETTPLATZBENUTZUNGSVERTRAG im Sinne der Jugendherbergsordnung auslegt.

Bestandteil dieses Vertrags ist eine HEIMORDNUNG, die uns keine Rechte läßt, sondern nur Pflichten und Beschränkungen auferlegt:

Wir haben keine Unverletzlichkeit der Wohnung - Zimmer und Schränke wurden in Abwesenheit der Bewohner kontrolliert. Unter anderem wurden private Tonbänder abgehört. Wir haben keine Informationsfreiheit. Mitteilungen kirchlicher, politischer und gewerkschaftlicher Organisationen dürfen nicht verteilt werden. (Die Werksleitung wendet sich mit Flugblättern an uns, aber WIR dürfen keine verteilen.)
Wir haben keine Meinungsfreiheit: ein privater Brief mit kritischen Fragen über die Farbwerke Hoechst wurde mit dem Entzug einer außertariflichen Zulage - Zuschuß zu den Heimkosten - bestraft.
Wir haben keine Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung. Eigene Gestaltung von Wandschmuck und Einrichtungen der Zimmer sind verboten. Wir dürfen keine Freunde und Freundinnen in unseren Zimmern empfangen. Diese Ordnung wird mit Zwang durchgesetzt. Stets drohen Rausschmiß und Auflösung des Lehrverhältnisses. Uns wird bestritten, eigene Interessen haben und vertreten zu dürfen. Auf unsere Versuche, diese Ordnung zu ändern, insbesondere auf eine angebotene Diskussion, antworteten die Farbwerke mit einem brutalen Polizei-Einsatz. Zu einer Diskussion mit den Eschborner Bürgern wurde uns kein Raum zur Verfügung gestellt.
DESHALB WENDEN WIR UNS AN DIE VERANTWORTUNGSBEWUSSTEN BÜRGER ESCHBORNS!
Wir bitten um Ihre Unterstützung in unserer Auseinandersetzung mit der Werksleitung.

Zum Schutz vor weiteren Repressalien gegen die Lehrlinge zeichnet dieses Flugblatt der Vorsitzende des DGB-Ortskartells Eschborn: Reinhard Welteke".
Quelle: SC-Info Nr.14,Frankfurt 27.9.1969,S.*

13.06.1969:
Im Wohnheim der Farbwerke Hoechst AG in Eschborn bei Frankfurt (vgl. 4.6.1969, 14.6.1969) wird dem Lehrling Rolf Hans. bis zum Monatsende sein Zimmer gekündigt.
Quelle: SC-Info Nr.14,Frankfurt 27.9.1969

14.06.1969:
Frühestens heute, aber noch im Juni, gibt der Republikanische Club (RC) Frankfurt-Höchst eine Dokumentation zu den Kämpfen um die Heimordnung in den Heimen der Farbwerke Hoechst AG in und um Frankfurt (vgl. 3.6.1969) heraus. Enthalten ist in der Dokumentation u.a. ein Offener Brief des Arbeitskreises 11er-Rat der Lehrlinge im Wohnheim Eschborn an Amthauer, im dem u.a. gefordert wird:"
Volle Informations- und Meinungsfreiheit,
Unverletzlichkeit der Wohnung,
Freie Entfaltung der Persönlichkeit,
Wahrung der Persönlichkeitssphäre,
Aufhebung jeglichen Besuchsverbotes,
einen Mietvertrag auf der Basis des Mietrechts"
Quelle: SC-Info Nr.14,Frankfurt 27.9.1969

11.01.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche (vgl. 8.2.1971):"
Die Techite-Rohrwerke GmbH, Hochheim, an der Gesellschaften der internationalen Eternit-Gruppe beteiligt sind, soll spätestens am 15. Februar stillgelegt werden; dadurch werden etwa 120 Arbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Begründet wird die Stillegung damit, daß mit einem neuen Produktionsverfahren keine 'Rentabilität' erzielt worden sei."
Quelle: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.4,Bochum 16.1.1971,S.9

08.02.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche (vgl. 11.1.1971):"
Die Techite Rohrwerke GmbH in Hochheim werden nicht wie angekündigt stillgelegt (...). Auf Protest des Betriebsrats hin werden jetzt nur 50 der gut 100 Arbeiter entlassen und künftig nur noch eine Schicht verfahren."
Quelle: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.12,Bochum 13.2.1971,S.7

Juli 1971:
Bei Siemens Frankfurt und Voigt und Haeffner (V+H) in Offenbach gibt die Rote Arbeiter Gruppe (RAG) eine Ausgabe ihrer 'Roten Arbeiter Zeitung' (vgl. Mai 1971) heraus. Berichtet wird u.a. von der Hitze bei Sarotti in Frankfurt-Hattersheim.
Quelle: Rote Arbeiter Zeitung - Siemens und V+H,Frankfurt Mai 1971

Juli 1971:
Bei Faber und Schleicher (F+S) in Offenbach gibt die Rote Arbeiter Gruppe (RAG) eine Ausgabe ihrer 'Roten Arbeiter Zeitung' (vgl. 29.6.1971) heraus. Berichtet wird auch über die Hitze u.a. bei Sarotti in Frankfurt-Hattersheim.
Quelle: Rote Arbeiter Zeitung - Faber und Schleicher,Frankfurt Juli 1971

23.08.1971:
Laut KPD/ML-ZK soll eine Opel-Gesamtbetriebsratskonferenz in Berlin beginnen, die bis zum 25.8.1971 dauert. Aus Rüsselsheim berichtet die Rote Opelbetriebsgruppe (RBG) der KPD/ML-ZK:"
Rüsselsheim, den 18.8.1971

GESAMTBETRIEBSRATSKONFERENZ IN BERLIN
...
Kollegen,
was an den richtigen und notwendigen Dingen zuwenig in den Anträgen steht, steht an falschen Dingen zuviel drin.

Wer die Richtung dieser Anträge einmal genau untersucht, dem wird klar, mit was für einer Art von Gewerkschaft wir es heute zu tun haben.

Die Gewerkschaftsbonzen haben in erster Linie die Aufgabe die Interessen der Kapitalisten gegen die Arbeiter durchzusetzen. Dazu werden sie von Kapital und Staat mit dicken Posten bestochen. Sie sitzen in Ministersesseln wie Herr Arendt (Bundesarbeitsminister), in den Aufsichtsräten (die kann man gar nicht alle aufzählen). Sie sitzen in Polizeipräsidien und in Gemeinderäten. Hahn sitzt im Stadtrat von Flörsheim (in Hessen,d.Vf.).

SIE SIND OFT SELBST KAPITALISTEN".
Quelle: Zündkerze Extrablatt,Rüsselsheim 18.8.1971

Juli 1972:
Der der DKP nahestehende 'Mittelstandskurier' (vgl. 14.8.1972) berichtet vermutlich u.a. aus dem Juli:"
USA-KAPITAL AUF DEM VORMARSCH
ÜBERFREMDUNG ERDRÜCKT MITTELSTÄNDISCHEN EINZELHANDEL

Die Entwicklung im Einzelhandel weist auf einen weiter steigenden Umsatzanteil der Groß- und Konzernunternehmen zu Lasten der Klein- und Mittelbetriebe.
...
FINANZIERUNGSGESELLSCHAFTEN

In den letzten Jahren ist das ausländische und deutsche Finanzkapital außerdem über neue Handelsformen in den Einzelhandel eingedrungen. Ausländische Finanzgruppen gründeten gemeinsam mit deutschem Bankkapital spezielle Finanzierungsgesellschaften, deren Tätigkeit darin besteht, vor allem im Einzelhandel weitere neue Konzentrationsformen nach ausländischem Muster wie Einkaufszentren bzw. Shopping-Centers zu errichten. Untersucht man, wer hinter den Supermärkten, Verbrauchermärkten und Selbstbedienungswarenhäusern steht, wer die Einkaufszentren finanziert, so zeigt sich, daß diese Handelsformen noch viel weniger als die übrigen vom Einzelhandel selbst errichtet werden. Da die Finanzierung eines Einkaufszentrums etwa 50 bis 130 Millionen DM erfordert, ist selbst ein großer Handelskonzern kaum in der Lage einen solchen Bau aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Das erste Einkaufszentrum, das Main-Taunus-Zentrum (1969 Umsatz 175 Millionen DM), wurde von der Deutschen Einkaufszentrum GmbH (in Sulzbach,d.Vf.) errichtet. An dieser Finanzierungsgesellschaft sind die Intershop Holding AG, Zürich, zu 72 Prozent und die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG,d.Vf.) zu 18 Prozent beteiligt. An der Intershop Holding AG (Aktienkapital 37,5 Millionen sfrs) ist schweizerisches, holländisches, englisches, französisches, italienisches, amerikanisches und deutsches Kapital beteiligt. Zu den Aktionären gehören internationale Versicherungsunternehmen (z.B. Winterthur) sowie führende Banken aus der Bundesrepublik (Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, Bayerische Vereinsbank), Frankreich (La Compagnie Financere sowie Rothschild Freres), der Schweiz (Neue Bank, Zürich), den Niederlanden (Nederlandse Overzee Bank NV), England (Hambros Bank Ltd., J. Henry Schröder, Wagg and Co. Ltd.), Italien (Banco Nazionale de Lavoro, Rom) und den USA (T. L. E. C., New York). Weiterer Aktionär der Intershop ist die General Shopping S.A. in Luxemburg (Aktienkapital 50 Millionen Dollar), die wiederum sehr eng mit westeuropäischen und amerikanischen Banken verbunden ist.
...
TOCHTERGESELLSCHAFTEN

Die Errichtung von Tochtergesellschaften besteht als weitere Form des Eindringens von Auslandskapital in den Einzelhandel. Als Beispiel seien die Tochtergesellschaften des Woolworth-Konzerns (Gesamtumsatz 1970 2,5 Milliarden Dollar), F. W. Woolworth Co. GmbH Frankfurt/M. und Westberlin, und die Spiegel Inc., Frankfurt/M., genannt, die Filiale des größten amerikanischen reinen Versandunternehmens (ohne angeschlossene Warenhausfilialen) Spiegel Inc., Chicago. In letzter Zeit faßt der Woolworth-Konzern auch in den Einkaufszentren Fuß. Im Main-Taunus-Zentrum wurde die erste Filiale errichtet, es folgte das Franken-Einkaufszentrum und das Donau-Einkaufszentrum, Regensburg. Insgesamt verfügt der Woolworth-Konzern über 153 Filialen in der Bundesrepublik. Allein 1971 kamen sechs weitere Häuser hinzu."
Quelle: Mittelstandskurier H.4,Köln Juli/Aug. 1972,S.13f

Juni 1974:
Eventuell im Juni erscheint die 'RBJ-Kommunikation' Nr.3 (vgl. Apr. 1974, Sept. 1974). Berichte von außerhalb Hamburgs beschäftigen sich u.a. mit der SDAJ Eschborn der DKP.
Quelle: RBJ-Kommunikation Nr.3,Hamburg 1974

19.06.1974:
In der Nr.25 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 12.6.1974, 26.6.1974) berichtet die KPD u.a. über Parteitagsspenden. Diese gingen u.a. ein aus Flörsheim.
Quelle: Rote Fahne Nr.25,Dortmund 19.6.1974

24.07.1974:
In der Nr.30 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 17.7.1974, 31.7.1974) berichtet die KPD u.a. über Parteitagsspenden. Diese gingen u.a. ein aus Flörsheim und Okriftel.
Quelle: Rote Fahne Nr.30,Dortmund 24.7.1974

16.10.1974:
In der Nr.42 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 9.10.1974, 23.10.1974) berichtet die KPD u.a. über 'Polizeiterror' in Hofheim.
Quelle: Rote Fahne Nr.42,Dortmund 16.10.1974

15.03.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.11 (vgl. 8.3.1975, 22.3.1975) heraus und berichtet von Berufsverboten (BV) für Lehramtsanwärter (LAA) der KPD/ML an den Gesamtschulen (GS) Schwalbach und Hattersheim. An der GS Hattersheim unterrichtet der LAA in der 10. Realschulklasse. In Schwalbach empörten sich die Schüler. Die eigene Rote Garde (RG) rief mit einem Flugblatt vor beiden GS zu einer Veranstaltung auf, die dann auch von Lehrern von anderen Schulen besucht wurde.
Quelle: Roter Morgen Nr.11,Dortmund 15.3.1975

03.05.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.18 (vgl. 26.4.1975, 10.5.1975) heraus und berichtet u.a. vom Kampf der Lehrer und Schüler an der GS Hattersheim gegen die Berufsverbote (BV).
Quelle: Roter Morgen Nr.18,Dortmund 3.5.1975

10.05.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.19 (vgl. 3.5.1975, 17.5.1975) heraus. Spenden für den 'Roten Morgen' gingen u.a. ein aus Kelkheim.
Quelle: Roter Morgen Nr.19,Dortmund 10.5.1975

22.01.1976:
An einer Veranstaltung der Aktion gegen den Paragraphen 218 in Frankfurt nehmen, laut KB, ca. 100 Menschen teil. In der Aktion sind u.a. zusammengeschlossen: die Frauengruppen aus den Jugendzentren Eschborn und Königstein, die Arbeitsgruppe Frauen des KB und die GIM.
Quelle: Arbeiterkampf Nr.74,Hamburg 16.2.1976,S.25

12.07.1976:
In dem Druckbetrieb Ackerlund Hochheim wird, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein kommunistischer Arbeiter entlassen, wogegen der KJVD ein Flugblatt verteilt.
Quelle: Rote Fahne Nr.29,Köln 21.7.1976

22.09.1976:
Die SAG gibt die Nr.9 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 8.9.1976, 6.10.1976) heraus, ein Leserbrief kommt aus Hofheim.
Quelle: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.9,Frankfurt 22.9.1976

Dezember 1976:
In Hofheim kommt es, laut SAG, im Dezember oder Anfang Januar zum Schulstreik an der Carl Schurz Schule.
Quelle: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.15,Frankfurt 12.1.1977

Dezember 1976:
Im Main-Taunus Kreis kommt es, laut SAG, im Dezember oder Anfang Januar zum Schulstreik an der Main-Taunus Schule.
Quelle: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.15,Frankfurt 12.1.1977

09.02.1977:
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.17 (vgl. 26.1.1977, 23.2.1977) heraus und berichtet u.a. vom ÖTV KV Main-Taunus.
Quelle: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.17,Frankfurt 9.2.1977

26.06.1977:
Die Gruppe Arbeiterstimme-Mehrheitsgruppe gibt ihre 'Arbeiterstimme' (ARSTI - vgl. 9.3.1977, 20.9.1977) Nr.3/4 (29/30) heraus und berichtet u.a. aus dem Juso-UB Main-Taunus.
Quelle: Arbeiterstimme Nr.3/4,Nürnberg 26.6.1977

01.04.1991:
R.ZIPPEL@EAST-END berichtet am 2.1.1994 im Brett Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK:"
Ende März/Anfang April:

- Immer mehr Asylbewerber fliehen aus den Unterkünften in der ehemaligen DDR in die westdeutschen Aufnahmelager: ... Sieben Afrikaner, die ein Wohnheim in Eisenhüttenstadt verlassen hatten und in die hessische Aufnahmestelle Schwalbach geflohen waren, werden wieder zurückgeschickt. Ein aus Ostdeutschland nach Schwalbach geflohener Marokkaner, der ebenfalls zurückgeschickt werden soll, unternimmt einen Selbstmordversuch - nach Angaben des Schwalbacher Unterkunftsleiters kein Einzelfall".
Quelle: Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK-R.ZIPPEL@EAST-END:Noch mehr Opfer_1,2.1.1994

20.04.1991:
R.ZIPPEL@EAST-END berichtet am 2.1.1994 im Brett Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Ende April:
- Brandanschlag auf eine Gemeinschaftsunterkunft im hessischen Schwalbach. Das Sekretariat des Bundesamtes zur Anerkennung ausländischer Flüchtlinge brennt völlig aus".
Quelle: Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK-R.ZIPPEL@EAST-END:Noch mehr Opfer_1,2.1.1994

08.06.1991:
R.ZIPPEL@EAST-END berichtet am 2.1.1994 im Brett Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK:"
Samstag, 8.Juni:
- Brandanschläge auf Wohnheime für Asylbewerber in Bochum/NRW und Schwalbach/Hessen".
Quelle: Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK-R.ZIPPEL@EAST-END:Noch mehr Opfer_1,2.1.1994

Letzte Änderung: 28.08.2015

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