"Barrio" - Zeitung für Bielefeld (1988-1994)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 3.1.2020


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"Barrio" erschien ab April 1988 bis vermutlich Weihnachten 1994 (Nr. 18) aus der autonomen Bewegung heraus. Konzipiert war sie ursprünglich als Zeitung des Bielefelder Stadtteils Kamphof, konnte das Konzept aber nicht durchhalten. Sie trug zunächst verschiedene Untertitel, hieß ab Nr. 12 (1992) im Impressum aber nur noch "Zeitung für Bielefeld". (Vgl. "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2 und Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA)

Leider können wir hier nicht alle Ausgaben der "Barrio" vorstellen. Wir bitten um Ergänzungen.

Wir danken der Geschichtswerkstatt Dortmund für die freundliche Unterstützung.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1988:
In Bielefeld erscheint die Nr. 1 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung mit dem Untertitel: "Zeitung gegen den goldenen Westen". Sie erscheint in "deutscher und türkischer" Sprache. "Als Stadtteilzeitung wird sie von den KamphofbewohnerInnen herausgegeben.
Gleichzeitig wird die Kamphofhütte parallel zu einem zweiwöchigen Frühlingsfest auf einer Wiese im Kamphof errichtet. Zum Erhalt derselben wird eine Demo durch das Viertel gemacht und stark angegriffen. Die Hütte wird auf Beschluss der SPD abgerissen. Eine Demo mit 400 Menschen geht durch die Innenstadt".
Quelle: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

Mai 1988:
In Bielefeld erscheint die Nr. 2 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Quelle: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

Dezember 1988:
In Bielefeld erscheint die Nr. 3 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Familie aus Kurdistan von Abschiebung bedroht", über einen Antrag einer kurdischen Familie auf Asyl, über politisch Verfolgte und drohende Abschiebung
- "LEG-Mieterversammlung", über Mieterversammlungen am 14.101988 und 30.10.1988, Mieten, Miethöhe, Mietrecht
- "Häuser, Wände und Farben", über einen Wandmaler und Künstler aus Chile
- "Protestbrief für Selbstbestimmung und Hütten im Kamphof", über das Kamphofviertel, die Berichterstattung in der Presse und einen Protestbrief
- "Räumungen", über Räumungen an der Mellerstraße, Seilbahn zur Kamphofhütte, Kamphofhütte und örtliche SPD
- "Wohnungsnot in Bielefeld", über leerstehende Wohnungen in Bielefeld, Sozialwohnungen, den Kamphof, Vermietungen der leerstehenden Wohnungen
- "Eine neue ehrenwerte Gemeinschaft", über einen Brief der 'Anwohnergemeinschaft für lebenswertes Wohnen im Kamphof'
- "Zum Film 'Komplizinnen', über einen Film von Margit Czenki
- "… so dass die Mauern ein bisschen dünner und poröser werden", über ein Interview mit Margit Czenki
- "Die sogenannte Stunde Null hat es nie gegeben", über einen Brief von Ingrid Strobl
- "Diskussion zu Gewalt gegen Frauen", über einen Vergewaltiger
- "Grenzenlos", über Ausgrenzung der Tamilen
- "Interview mit tamilischen Flüchtlingen", über das Leben von Tamilen
- "Westfalenblatt", über eine "Stellungnahme von Leuten, die beim Westfalenblatt eine Aktion machten
- "Ein nichtgeführtes Gespräch in der Innenstadt", über die 'Punkeraufbewahrstation"
- "Zeitung mit fragwürdigen Methoden", über eine autonome Nahost-Gruppe
- "Solidarität mit dem Volksaufstand in Palästina", über das Buch "Kinder der Steine" und 1 Jahr Infifada
- "Termine"

Berichtet wird über den Film "Komplizinnen" in der Kamphofhütte am 3./4.11. Eingeladen wird zum Ernte-Dank-Fest der italienischen Gruppen in Bielefeld am 15.1.1989, zum Film "Der Rabe" am 24.12. und zu einem kurdischen Essen am 28.12.
Quelle: Barrio, Jg 1., Nr. 3, Bielefeld, Dezember 1988.

Juni 1989:
In Bielefeld erscheint die Nr. 4 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung. Dieses Mal mit dem Untertitel: "Stadtteilzeitung für den Kamphof".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Stein des Anstoßes", über ein Barrio-Redaktionstreffen
- "Wir sind Frauen, wir sind viele, wir haben die Schnauze voll", über die Auseinandersetzung um Sexismus und Patriarchat, Frauen-Barrio
- Stellungnahme der Redaktionsmänner, über die Beteiligung von Frauen an der redaktionellen Gestaltung der Barrio
- "Apartheid in Südafrika und Israel: Jibi macht's möglich
- "Die Rundhüte und die Spitzhüte. Oder: wem der Hut passt, der leg ihn ab", über ein real existierendes Märchen
- "Bericht über den Polizeieinsatz im Kamphof in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai", über einen Polizeieinsatz im Konfliktbereich Kamphof
- "Gedächtnisprotokoll eines Beteiligten", über die Ereignisse vom 2./3. Mai im Kamphof
- "Kamphof 5", über den Brief eines Rechtsanwaltes zum 19.5. im Kamphof Wohnungen zu räumen
- "Brief der BIs an das Hüttenplenum, über die 'Bielefelder Selbsthilfe e. V.'
- "Offener Brief", über ein Scheiben an die 'Landesentwicklungsgesellschaft NRW'
- "Lieber bunt gelebt als grau gestorben', über Sprüche an Hauswänden
- "Kurdische Yesidi in der Bundesrepublik", über Aufenthaltsgenehmigungen, Flüchtlinge und Erfahrungsberichte
- "Fragen und Antworten zum Mietrecht", über Mieter und Vermieter, Rechte und Pflichten
- "Die Eskalation der Gewalt im Kamphof muss gestoppt werden", über die Eskalation der Gewalt im Kamphof
- "Kommentar zu dem eskalierenden Artikel von V. M.", über eine Stellungnahme der Redaktion, Anregungen und Kritiken
- "Über das Frauenhaus in Jerusalem", über Palästinenserinnen
- "Zur Geschichte und Funktion des §129a", über die Artikel des §129a im StGB
- "Sofortige Freilassung von Christopf und allen andern haftunfähigen Gefangenen", über Gefangene aus dem Widerstand vom Mai 1988
- "Der Kampfhof und die Linke. Kritik und Selbstkritik", über die Situation im Kampfhof, die Medien, die Linke. Widersprüche und den Widerstand
- "Kommentar zur §218-Kampagne im Stadtblatt" über eine Abtreibungskampagne, Diskriminierungen von Frauen, Frauenrechte, internationale Ausbeutungspolitik
- "Aktionskreis für die Freilassung der kurdischen Gefangenen": Freilassung der kurdischen Häftlinge. Schluss mit der Kurdenverfolgung!", über den Krieg der Türkei gegen die Kurden
- "Rückblick auf die Arbeit des Bündnisplenums zur Unterstützung des Hungerstreiks", über den Hungerstreik von RAF-Gefangenen
- "Zum Hungerstreik im Frauenknast Plötzensee", über einen unbefristeten Hungerstreik von Frauen
- "Skaterbahn zum Kampfhof?", über Spiel- und Treffmöglichkeiten und eine Skaterbahn
- "Solidarität mit der palästinensischen Revolution", über Zionismus, Hitlerfaschismus Solidaritätsaktionen, Kampagnen, und eine Soli-Demo am 6.12. 1988
- "Kommentar zu dem nebenstehenden Artikel", über eine Leserzuschrift und die Gleichung 'Zionismus-Hitlerfaschismus'
- "Stichstraße", über die Anbindung von Verkehrsstraßen an Autobahnen
- "Aufruf für ein neues Plenum", über die Initiative für eine anarchistische Gruppe
- "Über die Situation von alleinerziehenden Frauen", über eine Informationsveranstaltung im Frauenkulturzentrum

Berichtet wird über das "Bündnisplenum" zur "Unterstützung des Hungerstreiks" der RAF-Gefangenen. Das Plenum trifft sich "erstmals weiter jeden Freitag".
Q: Barrio, Jg. 2, Nr. 4, Bielefeld, Juni 1989.

Oktober 1989:
In Bielefeld erscheint für Oktober/November die Nr. 5 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung, u. a. mit Artikel der Frauenredaktion. "Interne Diskussionen der zwei Redaktionen dauern an. Zum ersten Mal werden Beiträge zum Ladendiebstahl veröffentlicht".
Q: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

Dezember 1989:
In Bielefeld erscheint eine "Sonderausgabe" der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung "zur bevorstehenden Hüttenzerstörung". "300 Männer und Frauen-(-block) machen eine kämpferische Demo durch die Stadt".
Q: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

Januar 1990:
In Bielefeld erscheint für Januar/Februar die Nr. 6 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Mündlich und in Leserbriefen wird an "Barrio" kritisiert, dass sie weniger eine Stadtteil- denn eine Scenezeitung sei bzw. dass sie gar kein Konzept habe. Im "Vorwort" erklären die Redaktionsfrauen u. a.: "Nach Erscheinen der letzten Barrio haben wir Redaktionsfrauen beschlossen, aus der Barrio auszusteigen, was teilweise mit der genannten Kritik im Zusammenhang steht: es gab und gibt kein Konzept für die Zeitung - und erst recht kein Konzept für die Zeitung, da es eine inhaltliche Auseinandersetzung aller Barriofrauen-und Männer nie gab-und eine Frauenredaktion nicht mehr möglich ist. (…) Weiter ist es eine zweifelhafte Sache, eine Zeitung mit Männern zu machen, mit denen wir sonst kaum (noch) etwas zu tun haben. Ein letzter Punkt in der Entscheidung ist, dass wir kein gemeinsames Konzept wollen, in dem die Auseinandersetzungen zwischen uns (Männer und Frauen) zur Nebensache werden. (…) Trotzdem würden wir gerne weiter Zeitung machen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Stand der Dinge in der Hütte", über den Trägerverein der Hütte und einen Brief, der aussagt, dass "wir die Hütte innerhalb von 2 Wochen, d. h. bis zum 22. Januar selbst abreißen müssen, über einen Widerspruch dagegen und den Wiedereintritt in den 'Bauantrag'
- "Leserzuschrift", über Barrio und den Artikel 'Wir sind Frauen, wir sind viele, wir haben die Schnauze voll'
- "Psychiatrisierung der Gesellschaft. Psychiatrie ist Folter", über Gefühle, Gedanken, Frauen und Männer, Psychopharmaka, Entmündigungen usw.
- "Hausbesetzung", über Hausbesetzungen in Göttingen, Minden, Wiesbaden und Bielefeld
- "Hausbesetzung in Bielefeld", über die Besetzung der Kreuzstraße 34
- "Alltäglicher Sexismus? Oder wo ist die Grenze?", über einen Porno in der AJZ-Kinogruppe und die Diskussion darüber
- "Interview mit Antifaschisten aus Ostberlin", über ein Antifa-Gruppe, die seit dem April 1989 in Ost-Berlin existiert
- "Antifa Göttingen", über einen Polizeieinsatz, bei dem Conny Wissmann am 17.11.1989 zu Tode kam
- "Antifa Bielefeld", über Neofaschisten in Bielefeld
- "Kurdistan-Information", über die Kriminalisierung gegen kurdische Organisationen
- "Prozessberichte", über Prozesse gegen Kurdinnen und die Forderung nach "Einstellung des Verfahrens gegen 18 Kurdinnen und für die Änderung der Haftbedingungen
- "Keine Wahl?, über die Landtagswahlen am 13.5., den Parlamentarismus, Boykott der Wahlen, 'rot-grün',
- "Frauenglück", über das Bundesfamilienministerium und Werbung für Kinder
- "Vater werden ist nicht schwer", über einen Beitrag der Männergruppe
- "Antifa-West/Bürgerinitiative Bürgerwache e. V.", über 'Frei(e)räume für freie Gruppen, die u. a. fordern: "Sofortige Bewilligung des Raumes für die Antifa-West in der Bürgerwache"
- "Da wurde das Grammophon angekurbelt und 'Völker hört die Signale…", über den Antifa-Selbstschutz im Stadtteil Kampfhof 1932
- "Diskussion um 'Projekt Arthur", über die Gewaltfrage
- "Wir kämpfen gegen die Israelis, weil sie unser Land rauben und wir einen eigenen Staat wollen", über einen Dokumentarfilm von Gordian Troeller
- "Termine"

Berichtet wird über eine "Presseerklärung des 'Gesundheitsladens e. V.' vom Januar 1990 zur "Kamphofhütte", über die 'Bielefelder Selbsthilfe e. V.', die gegen die "Berichterstattung über die Kamphofhütte und den Ratsbeschluss zur Versiegelung der Kampfhofhütte" agitiert.
Geworben wird für J. Meynert/A. Klönne: "Verdrängte Geschichte. Verfolgung und Vernichtung in Ostwestfalen 1933-1945".
Q: Barrio, Jg. 3, Nr. 6, Bielefeld, Januar/Februar 1990.

Mai 1990:
In Bielefeld erscheint für Mai/Juni die Nr. 7 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung. "Die Altmännerredaktion verabschiedet sich zunehmend aus der Barrio".
Q: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

November 1990:
In Bielefeld erscheint für November/Dezember die Nr. 8 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Q: "Geschichte der Barrio", in: Barrio, Nr. 14 (1993), S. 2.

April 1991:
In Bielefeld erscheint für April/Mai die Nr. 9 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Im "Editorial" heißt es u. a.: "Einerseits haben wir verständlicherweise die Arbeit an der 'Barrio' während des offenen Krieges zugunsten anderer Schwerpunkte vernachlässigt. Aber andererseits ist uns während des Krieges die eigene Schwäche als radikale Kraft dermaßen krass vor Augen geführt worden, dass wir uns eine Menge Fragen stellen. (…) Zudem ist der Versuch der alten Redaktion gescheitert, die 'Barrio' in die Hände eines (autonomen) Gesamtplenums zu legen. Trotz des gescheiterten Versuchs hat sich erfreulicherweise eine doppelt so starke Redaktion herausgebildet. (…) Wir jedenfalls haben den Eindruck gewonnen, dass unsere Zeitung für am Rande der Autonomen stehende Menschen, mit uns sympathisierende Linke und Unorganisierte mehr Bedeutung hat, als für das autonome Spektrum".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Nachschlag zum großen Fressen" Stadthallenprozesse …", über Aktionen gegen die Bielefelder Stadthalle die Stadthallendemo und sich anschließende Prozesse, u. a. wegen "Landfriedensbruch"
- "Interview mit der autonomen Flüchtlingsgruppe", über Flüchtlingspolitik und die autonome Flüchtlingsgruppe Bielefeld
- "Sabotage im Kaufhaus", über einen Lagerarbeiter, der in verschiedenen Abteilungen arbeitet (Küche, Kantine usw.) und "Dienst nach Vorschrift" macht
- "Kriminaltango", über Veränderungen bei Karstadt, Kameras und Kaufhausdetektive
- "Innenansichten aus dem 'BAJ", über eine "sozialdemokratische Variante des Arbeitsdienstes"
- "Erneuter Abwerbeversuch des Verfassungsschutzes gescheitert", über Spitzel, Anwerbungen, den Verfassungsschutz
- "Der Krieg am Golf, nur eine Episode?", über eine "Chronologie der Aktionen gegen den Golfkrieg in Bielefeld"
- "Dokumentation: Anschlagserklärungen", über das Kommando 'Die roten Blutkörperchen'
- "Jahnplatz", über die polizeiliche Räumung des Platzes
- "Die Checker, Macher, Macker", über Autonome, Friedensbewegte, Ökos, Unorganisierte, "die wissen, wo es lang geht"
- "Redebeiträge von de Veranstaltung des autonomen Antikriegsplenum am 7.3.1991", über die Aufrüstung der BRD nach 1945", "Beteiligung an äußerer Kriegsführung zur inneren Kriegsführung", "die ökonomische Aufrüstung", "NATO und Kriegsstrategien", die "Rolle der BRD", Kurden, Palästinenser
- "Zivildienst ist Kriegsdienst", über eine Alternative zum Wehrdienst und die Kritik am Zivildienst
- "Wahlboykottanalyse", über die zurückliegende Bundestagswahl und eine Analyse aus der Sicht von 'Barrio'
- "Wer kämpft im Wasser (3)-Kopf der Bestie?", über die politische Kultur, die Uni als Wissenschaftsfabrik
- "Keine Kriminalisierung des irischen Befreiungskampfes", über den Prozess gegen Gerry Hanratty und Gerry McGeough
- "Die Rolle der RUC im Nordosten Irlands", über 'Royal Ulster Constabulary'
- "Redebeitrag von der Demo am 18.1.1991 zu den britischen Kasernen", über eine Demo in Bielefeld am 18.1. kurz nach Ausbruch des Krieges am Golf
- "Erklärung der Jugendlichen aus Derry", über einen 1990er Slogan: "für den Kampf für ein sozialistisches Irland"
- "Zur Auslieferung von Dessie Ellis", über Ellis, die sich im Hungerstreik befindet und ausgeliefert werden soll
- "Zum Prozess gegen Holger und zu Ute's Situation", über den Prozess nach §129a gegen Holger Deilke und Ute's Verfahren, über: wer sind Ute und Holger?, Geschichte ihrer Kriminalisierung
- "Bericht zur Situation von Thomas Thoene, ein Gefangener aus dem Widerstand", über den antiimperialistischen Widerstand und Thomas Thoene
- "Repression gegen Infoläden und Zeitungen", über Infoläden, die von Autonomen, Zeitungsprojekte, Kriminalisierungen

Berichtet wird über Aktionen gegen den Golfkrieg in Bielefeld, u. a.:
- 08.12.1990: Abschlusskundgebung der Kurdistanwoche
- 12.01.1990: Erste Bündnisdemo
- 17.01.1990: Demo gegen die ersten Angriffe am Golf auf den Jahnplatz
- 19.01.1990: Demo an der Britischen Kaserne
- 23.01.1990: Blockade gegen Gildemeister-Projekte
- 07.02.1991: Demo gegen den Golfkrieg
- 14.02.1991: Donnerstagsdemo
- 24.02.1991: Versuch auf die beginnende Bodenoffensive mit einer Blockade auf den Jahnplatz
- 04.03.1991: Demo vor der Stadthalle gegen den CDU-Parteitag
Q: Barrio, Jg. 4, Nr. 9, Bielefeld, April/Mai 1991.

August 1991:
In Bielefeld erscheint die Nr. 10 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Im "Editorial" heißt es u. a.: "Uns ist es wichtig, viele verschiedene Punkte aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. Wir wollen uns und euch mit den Widersprüchen im Alltag konfrontieren (Krankfeiern, Klauen, Sabotage am Arbeitsplatz), an Bereichen arbeiten die wir hier konkret in der Stadt erfahren. (…) Außerdem ist es uns wichtig, dass wir uns mit Rassismus und Sexismus auseinandersetzen, weil wir merken, dass bestimmte Verhaltensweisen und das Privileg weiß zu sein, noch tief in uns drin stecken. So ist es wichtig, sich hier mit Flüchtlingspolitik auseinanderzusetzen und mehr und mehr Diskussionen unter uns und mit den Betroffenen zu führen … (Dies gilt selbstverständlich auch in Bezug auf den zunehmenden Faschismus. So verstehen wir die solidarische Kritik an der 'Antifaschistischen Aktion. (…) Auch internationalistische Themen, wie die Befreiungsbewegungen und Widerstand in anderen Ländern, (…) liegen uns am Herzen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "LeserInnenbriefe", u. a. über autonome Flüchtlingspolitik
- "Sie genießen ihr Unrecht und ihren Wahnsinn in Beton", über einen Nachschlag zur Stadthalleneröffnung, Stadtplanung, Stadtsanierung- und Umstrukturierung
- "Bielefeld im Jahr 2016", über eine Vision
- "Das Krankfeiern als nützliche Kunst betrachtet", über eine Medienkampagne und im Spiegel der Kritik
- "Aus Fehlern nichts gelernt?", über den autonomen Antifaschismus und zur Organisierung eines antifaschistischen Selbstschutzes
- "Treuhand", über "die Fortsetzung des SED-Staates mit untauglichen Mitteln"
- "Zerstören wir die Mythen. Zerstören wir unsere Privilegien", über das Internationalismusverständnis von 'Barrio'
- "Palästina-Israel", über die Neuordnung im Nahen Osten und die Perspektive des palästinensischen Kampfes
- "Der Golfkrieg geht weiter", über eine politische Abrechnung mit den USA
- "Rasse-Geschlecht-Weltmarktwirtschaft", über Linke und Arbeit, Rassismus, Sexismus, den Weltmarkt, und Ansätze einer linken Politik
- "Keine Kriminalisierung des irischen Befreiungskampfes!", über die RUC, die Prozesse gegen die beiden Gerrys und den aktuellen Prozessverlauf in Düsseldorf
- "Frauen in Irland", über frauenfeindliche Ideologien und den Kampf der Frauen in Irland

Berichtet wird über das "AJZ".
Geworben wird für: "FMLN. Für eine neue Art der Avantgarde" (Schriftenreihe Nr. 1), für Geronimo: "Feuer und Flamme. Zur Geschichte, Gegenwart und Perspektive der Autonomen".
Q: Barrio, Jg. 4, Nr. 10, Bielefeld, August 1991.

Dezember 1991:
In Bielefeld erscheint für Dezember/Januar die Nr. 11 der Zeitung "Barrio" aus der autonomen Bewegung.
Im "Editorial" heißt es u. a.: "Die Angriffe von Stadtverwaltung, Parteien und Westfalenblatt gegen das AJZ, von Verfassungsschutz und Bullen gegen Leute aus dem AJZ, von Faschos und Rassisten gegen Flüchtlinge, Linke usw. Haben uns ganz schön in Atem gehalten. Wir denken, dass es an der Zeit ist uns diejenigen näher anzuschauen, die hinter diesen Angriffen stehen, die die reaktionäre Politik in dieser Stadt machen. In dieser Ausgabe schreiben wir über Oetker und seine BÜM, die treibende Kraft dieser Politik". (…) Der Blick hinter die Kulissen, vielleicht auch aus ungewohnter Perspektive, kann Gedanken über Ansätze und Ideen zum Widerstand ermöglichen."

Artikel der Ausgabe sind:
- "Diskussionsbeitrag zum AJZ", über das AJZ-Bielefeld
- "Welches Schweinerl hätten's denn gern?", über Politiker und Polizeibeamte in Bielefeld
- "Bielefeld, der (kapital-)freundliche Industriestandort zwischen A 2und A 33!", über Umstrukturierungen und die "Umwandlung von Städten in kapitalgerechte Gewerberäume"
- "Pudding mit brauner Soße", über Oetker
- "Der große BÜM-Report", über die 'Bürgergemeinschaft für Bielefeld', Oetker-Familienbiographie und andere
- "Kriminaltango", über die Situation in Kaufhäusern, Detektiven und Justiz, Selbstanzeige
- "Nur alle fünf Jahre erwischen lassen!?", über das Erwischt werden, versuchter Ladendiebstahl, Hausverbote etc.
- "Viva Vandalismo", über Sprayer und Sachbeschädigung
- "Neues aus der Diebessinnung", über den Kaufhausumsatz, Diebe und Diebinnen
- "Weltausstellung Expo 2000, oder: Wie der 'Eifelturm' nach Hannover kommen soll", über Konkurrenz, verschuldete Kommunen und die Folgen
- "Schöne neue Eisenbahn", über die Komplexität der Bahn
- "Geschlechtsspezifische Flucht. Ursachen und deren Hintergründe", über einen Redebeitrag von autonomen Frauen auf der Antirassismusdemo am 9. November"
- "Solidarität ist eine Waffe!", über einen Redebeitrag der Gruppe 'Antirassistische Autonome' auf der Demo am 9.11."
- "Dokumentation: Keinen Fußbreit dem faschistischen Terror"
- "Lügen haben kurze Beine", über die Situation im Hamburger Schanzenviertel und die Verhaftung von Ralf und Knud
- "Frauen in Irland", über Frauenportraits
- "Veranstaltungen"

Geworben wird für die Zeitung "Unfassba".
Q: Barrio, Jg. 4, Nr. 11, Bielefeld, Dezember 1991/Januar 1992.

April 1992:
Es erscheint für April/Mai/Juni 1992 die Nr. 12 von "Barrio". Im Impressum heißt der Untertitel nun "Zeitung für Bielefeld".
Im "Editorial" heißt es u. a.: "Manche haben vielleicht schon gehofft (oder auch gehofft), dass wir aufgegeben haben. Aber so schnell geht das nicht, schmeißen wir das Handtuch nicht hin. Wir haben halt so lange gebraucht, für diese Ausgabe, wie wir brauchten, damit sie gut wird. Ein Faktor darin ist natürlich die beginnende Kriminalisierung der Zeitung gewesen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Zur Kriminalisierung", über die politischen Angriffe auf 'Barrio' und die "zunehmende Kriminalisierung von autonomen Gruppen"
- "Militante Diskussion", über die 'Revolutionären Zellen'
- "Bielefelder Stadtbahn", über das Schwarzfahren in Bielefeld
- "Pfoten weg von de Bürgerwache", über das JZ Wellensieck und die Bürgerwache in Bielefeld
- "Presseerklärung", über die Bürgerwache
- "Alle reden vom Stasi. Wir ham ihn auf dem Hals!", über den VS
- "Wohnen in Bielefeld. Das unmögliche wagen?!", über Wohnungsnot und Wohnungsmarkt, über Hausbesetzung (Elsa-Brandströmstraße)
- "Her mit der Knete", über die "Möglichkeiten des Existenzgeldes"
- "Dokumentation: Aufruf ostdeutscher Springerfeinde", über die "Bild"
- "Sozialbetrug", über Sozialhilfe-Empfänger und die "Sozialhilfe- und Arbeitsloseninitiative"
- "EXPO 92 in Sevilla", über die in EXPO-Sevilla im April 1992
- "Lügen haben kurze Beine. Teil 2. Ralf und Knud sind draußen!", über den Prozess gegen die 'Flora-Aktivisten'
- "Totgesagte leben länger!", über das Buch aus dem Kieler 'Kamalatta-Verlag" und über 'Claus' einem Bankräuber
- "Anarchie und Sinnlichkeit", über Schwule, Radikale und Antipatriarchale
- "Unsichtbare GenossInnen: Schwule und Lesben innerhalb des Kampfes", über die Bewegung in Irland und das Leben von Schwulen und Lesbe
- "Zum Verfahren gegen die beiden Iren Gerry Hanraty und Gerry McGeough", über die Auslieferungsanträge
- "Kriminaltango", über Neues von Detektiven (Gemini, Karstadt)
- "Alexander-Marius Jacob", über die Lebensgeschichte eines anarchistischen Diebes
Q: Barrio, Jg. 5, Nr. 12, Bielefeld, April/Mai/Juni 1992.

Oktober 1992:
Es erscheint für Oktober/November 1992 die Nr. 13 von "Barrio". Untertitel im Impressum: "Zeitung für Bielefeld".
Im "Editorial" heißt es u. a.: "Gerade in einer solchen Zeit eine radikale, autonome, anarchistische Zeitung als Raum für Diskussionen und Gegenöffentlichkeit auf- bzw. Auszubauen, erscheint uns sehr wichtig. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung".

Artikel der Ausgabe sind:
"Zuckerguss, der neueste Hit auf Bielefelds Wänden!?", über SprayerInnen, entfernen von Graffitis
- "Kriminaltango. Diskussion", über Leserbriefe, u. a. "Herr mit der Knete" (Barrio 12) und eine Antwort der Redaktion
- "Das tägliche Desaster. Aktuelle Zahlen, Daten, Fakten zur Wohnungsnot", über die derzeitige Wohnsituation in Bielefeld
- "Dieses Schweinerl hätten wir gerne", u. a. über die "BürgerInnenwache
- "Grenzen auf", über die Ursachen rassistischer Asylpolitik, Abschottung, Sammelstellen, Flüchtlingsunterkünfte, Versorgung in den Sammellagern, Grenzen, Abschiebungen
- "Rostock. Ein Demobericht-Chronologie", über die Demo am 29.8. gegen die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen
- "Blick nach vorn. Stellungnahme", über die Entscheidung gegen eine Unibesetzung
- "Im Zorn-Einschätzung", über den Weltwirtschaftsgipfel in München"
- "23 Jahre Krieg in Nord-Irland", über die IRA, das POW-Departement und ein Interview
- "Stop Strip Searches", über die beiden Gerrys
- "Class War", über "Riots, Aufruhr, Aufstände als politische Strategie?"
- "Politik gegen die Gesundheit", über die Gesunderhaltung, Krankenkassen, die Gesundheitsreform, Krankenversicherungskarte, Pflegeversicherung, Gesundheitssystem, Patienten, Leistungen etc.
- "Hot Town, Summer in the City", über Umweltschäden, das Auto, Ozon, den Treibhauseffekt (Kohlendioxid), den Öko-Gipfel (Mai 1992)
- "Culture Vulture. Schwarze Tage im AJZ", über KünstlerInnen, literarische Kunst

Angekündigt werden "libertäre Tage 1993" zu Ostern 1993. Berichtet wird von einer Demo in Bielefeld gegen den Weltwirtschaftsgipfel. Geworben wird für die "Direkte Aktion", für die "Sondernummer: Diskussion um die RAF und RZ-Papiere", für das "Baskenland-Archiv" im "Papiertiger", für die Zeitung "Unfassba" Nr. 12.
Q: Barrio, Jg. 5, Nr. 13, Bielefeld, Oktober/November 1992.

Mai 1993:
Vermutlich im Mai erscheint die Nr. 14 von: "Barrio". Untertitel im Impressum: "Zeitung für Bielefeld". Auf der Titelseite heißt es: "Abschieds-Barrio".
Im "Editorial" wird u. a. ausgeführt: "Nach fünf Jahren Barrio steht die Zukunft der Zeitung in den Sternen. Aus Liebe zu dem Projekt und zu euch als LeserInnen, haben wir uns entschlossen bzw. noch einmal auferappelt, um uns gebührend und verbindlich von euch zu verabschieden. Ihr haltet also die Abschiedsnummer in den Händen. Damit reihen wir uns ein in den Trend des allgemeinen Zeitungssterbens in der bundesweiten autonomen Szene. (…)
Die Gründe hierfür sind vielfältig und stellen sich für jeden von uns anders dar. (…) Die Barrio mit ihrem bisherigen Konzept, hergestellt von der Redaktion in ihrer jetzigen Zusammensetzung, wird es nicht mehr geben. Das muss heißen, dass es keine Zukunft mehr für das Projekt gibt".

In: "Unsere Vorschläge" heißt es u. a.: "Wir stellen (Barrio, d. Vf.) ersatzlos ein und lösen die Redaktion auf. Es finden sich mindestens fünf Leute, möglichst noch mehr, die in die Redaktion einsteigen und die Zeitung mit uns in der bisherigen oder einer ähnlichen Form weitermachen wollen. Es finden sich nur wenige Leute, die sich eine verbindliche Form der Mitarbeit vorstellen können. In diesem Fall wäre für uns nur eine Zeitung mit geringerem Niveau und wesentlich weniger Arbeitsaufwand vorstellbar. Das hieße eine Art Flugblattsammlung. (…) Wir haben dann noch die Idee einer verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Projekten und Gruppen. Vielleicht ein gemeinsames Zeitungsprojekt für die Stadt".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Geschichte der Barrio", über die Ausgabe 1 (1988) bis Mai 1993
- "So nicht mehr", über einen Leserbrief zu 'Barrio'
- "Wo ist er geblieben, der lange Atem?", über die "subjektiven und objektiven Bedingungen für ein Zeitungsprojekt mit revolutionärem Anspruch"
- "Eine Zeitung wär schön", über die Entscheidung, Barrio einzustellen
- "Die Seite für den Mann", über die 'libertären Tage' in Frankurt/M. an Ostern
- "Schaffe, schaffe, Häusle besetze", über die 'Bunkerbesetzung' in Bielefeld und den 'Milanweg'
- "Bunker-Nachschlag', über die "Bunkerbesetzung und Räumung in Bielefeld"
- "Presseerklärung", über die "Besetzung im neuen Rathaus"
- "Offener Brief an alle Bielefelder wohnungspolitisch interessierte Gruppen und Personen", über Wohnungsnot und Hausbesetzung in Bielefeld
- "Lagerunterbringung als geschlossenes System", über Asylanten, Asylantenrechte, Lagerunterbringungen, Abschiebungen
- "Abschiebelager", über das neue "Asylverfahrensgesetz"
- "Dokumentation: Lager zerstören Menschen", über das "ehemalige Kasernengebäude an der Lemgoer Straße", "hier soll in naher Zukunft ein Sammellager für Flüchtlinge eingerichtet werden"
- "Macht kaputt, was euch kaputt macht!", über einen Erfahrungsbericht aus Ummeln - "Kriminaltango. DiebInneninnungen zum gestohlenen Sparen", über Klauen und finanzielle Nöte
- "Ladendiebstahl hat dramatisch zugenommen", über Inventardifferenzen
- "Gegen den Sozialabbau hilft der Klautaschen-Klau", über Alarm im Kaufhaus, Detektive, Sicherheitsdienst und die Einkaufstasche
- "Redebeitrag von Michael Ferguson. Irland", über einen Beitrag von Ferguson während einer Reise im November/Dezember 1992
- "Faschisten in Deutschland-Beheimatet in Uniform", über "Vorfälle vor dem AJZ in den frühen Morgenstunden des 3.4."
- "20 Jahre AJZ. 20 Jahre Ärger", über das Bielefelder Arbeiterjugendzentrum

Berichtet wird über die "Geschichte der Barrio". Aufgerufen wird zu einer Protestaktion "gegen die Abschaffung des Asylrechts" am 13. oder 14.5. in Bonn, zu einer Diskussion am 8.5. zum Thema: "Straftat Antifaschismus".
Geworben wird für die Dokumentation: "Keine Lager! Keine Abschiebungen! Fight racism!"
Q: Barrio, Jg. 6, Nr. 14, Bielefeld, (Mai) 1993.

Oktober 1993:
Im Herbst erscheint die Nr. 15 von: "Barrio". Untertitel im Impressum: "Zeitung für Bielefeld".
Im "Editorial" wird u. a. ausgeführt: "Wir haben uns zwar letztes Mal schon verabschiedet, aber wir verabschieden uns jetzt nochmal. (…) Wir hoffen, dass euch die Nr. 15 gefällt. Der Rest der alten Redaktion und neue Leute haben diese Ausgabe gemach. (…) In der Redaktion bestehen zur Zeit sehr verschiedene Ansichten, wie (es) mit der 'Barrio' nun weitergehen wird. (…) Also vielleicht gibt's im Januar eine Nr. 16, vielleicht aber auch erst Ostern, oder auch gar nicht".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Neofaschismus & Männlichkeit", über die Männlichkeit, die "in der antifaschistischen Analyse und Arbeit bisher weitgehendst fehlt"
- "Dokumentation", über das Asylrecht zum 1. Juli und ein Bericht der RZ
- "Hardcore á la Carte", über Spirit, Lebensgefühl, Gesellschaft, Freiräume, Privates und Gruppensieger- "Häuserk(r)ampf in Bielefeld", über Hausbesetzungen in Bielefeld, individuelle Lösungen, Forderungen, Nutzungen, Wohnungsnot und städtische Wohnungspolitik
- "Redebeitrag der STAPI am 30.6.1093", über eine Kundgebung zum Mietvertragsende
- "Besetzt Häuser", über Ersatzhäuser, Androhung von Räumungen und Räumungsklagen
- "Aktionstage im Anti A 33-Hüttendorf", über das 'Hüttendorf Dissen' und die Besetzung eines Teilstücks der A 33, das 'Wohnprojekt Hüttendorf', 'Aktionsprogramme praktisch und theoretisch'
- "Das ist die letzte Chance die Stadt Herford endlich in ihre Verantwortung zu nehmen!!", über das besetzte Haus Altensenner Weg 41
- "Hüttendorf", über 'Anatopia', mögliche Räumung und Telefonketten
- "Das Moor-Viel zu kostbar für die neue S-Klasse", "über Informationen zur geplanten Teststrecke im Papenburger Moor"
- "Gegen Bullenterror", über Auseinandersetzungen mit der Polizei und "Kriminalisierung im Zusammenhang mit der HausbesetzerInnengeschichten"
- "Antifa", über die "Wiking Jugend" und "Nazis weg"
- "Anarcho/A Geschichte 1", über die "Machno-Bewegung"
- "Quo Vadis, Antifa", über "Streitereien im Organisationsdschungel"
- "Kriminaltango", über "Informationen und Anregungen rund um den Kaufhausklau"
- "Die Kaufhäuser rüsten auf… und das Sind ihre Waffen", über Schutzgemeinschaften der Geschäfte, über das Bundeskriminalamt, die BRD, Kaufhausbesitzer und Sicherheitsdienste in den Innenstädten
- "Jammert nicht, organisiert euch", über anarchistische/autonome Zusammenhänge"

Aufgerufen wird u. a. zu: Antifa-Prozess (5.11.), Klaus der Geiger, Anti-A33-Camp (6.11.), Die angefahrenen Schulkinder (11.11.), Zehn Jahre Kultur im AJZ (4.12.), zu den "Aktionstagen im Anti A33-Hüttendorf vom 20.-31.10.
Q: Barrio, Jg. 6, Nr. 15, Bielefeld, Herbst 1993.

Februar 1994:
Es erscheint die Nr. 16 von: "Barrio". Untertitel im Impressum: "Zeitung für Bielefeld".
Im "Editorial" wird u. a. ausgeführt: "Es ist mal wieder soweit! Allerdings, dass ihr eine weitere Nummer in den Händen haltet, und dann nach relativ kurzem Abstand (knapp 3 Monate) grenzt schon an Wunder. Jede Nummer kostet uns einen Haufen Mühe und wir wollen nicht versprechen, dass es über die gerade fertiggestellte Nummer hinaus noch eine weitere geben wird. (…) Eine Zeitung, die nicht zustandekommt, wird vielleicht auch nicht gebraucht. Punktum!"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Zu den jüngsten Vorgängen um die 'Barrio', über einen Leserbrief an die Redaktion, betrifft "Quo Vadis, Antifa?"
- "Antwort der antifaschistischen Aktion Passau zum Artikel "Quo Vadis, Antifa?", über einen Leserbrief und "mehr Bewegung in die Kraft"
- "Betrifft Nazi", über die radikale Rechte und ihrfe Rolle "bei der Abschaffung der Flüchtlingsgesetze"
- "Es reicht! Antifa: Rechte aus den Städten ins Umland", über Auseinandersetzungen mit den Rechten
- "Wir lassen uns nicht verarschen!", über die Hausbesetzung in der Beckhausstraße, der Stapenhorststraße 91 und dem stattfindenden Prozess am 13.10.
- "Gegen die A 33!", über das Hüttendorf in Dissen und über die mögliche Räumung
- "Kriminaltango", über Detektive
- "Info zur Kunst-Aktion am 3.10.93", über die Aktion vor Karstadt
- "Wandbilder", über Kunst als Politikum
- "Wandbild kontrovers", über einige Anmerkungen zum Wandbildinterview von Januar/Februar
- "Uni-Special", über den bundesweiten StudentInnenstreik im Dezember 1993
- "Gegen Konzeptbildung", über die studentische Protestbewegungen 1968, 1977 und die Gegenuniprojekte
- "Für das Recht auf Faulheit", über ein Zitat von Paul Lafargue
- "Was den Bossen stinkt", über die Arbeit, Arbeitsmoral und Fehlverhalten
- "Ein Stimmungsbild aus Mexiko", über "Ejercito Zapatista de Liberacion Nacional) in Mexiko
- "Wo warst Du am 10. März 1980?", über einen Anschlag von IRA-Anhängern am 10.3.80 in Osnabrück auf britische Soldaten und die mögliche Auslieferung von Gerard Power aus Irland
- "Der Oetker-Blues", über die Festschrift zu 103-Jahre Oetker

Aufgerufen wird u. a. zur Demo Pivitsheide (5.2.), AJZ-Kulturfest (26.2.).
Geworben wird für die "Antifaschistische Aktion", die "Direkte Action" und Marius Jacob: "Die Lebensgeschichte eines anarchistischen Diebes".
Q: Barrio, Jg. 7, Nr. 16, Bielefeld, Februar 1994.

Letzte Änderung: 05.01.2020