Initiativkomitee für die Stärkung des (revolutionären) vietnamesischen Film- und Fernsehwesens: "Bulletin" / Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): "Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf" (1973-1975)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 31.8.2019


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Das "Initiativkomitee für die Stärkung des (revolutionären) vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.", später auch mit dem Zusatz "in der DRV" konstituierte sich am 8. Januar 1973 in Köln als unabhängiges Komitee, zunächst als "Vietnamesisches Filmwesen (FNL-Studio Befreiung)". Gemessen an anderen Vietnam-Solidaritätskomitees in der BRD dürfte das IK im Hinblick auf das vietnamesische Filmwesen wohl mit zu den bedeutendsten in der BRD gezählt haben.

Das IK gab ab Frühjahr 1973 als Zeitung zunächst das "Bulletin" heraus; ab Februar 1975 dann die monatlich erscheinende Zeitung "Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf", die ab 1. Mai 1975 das zentrale Mitteilungsblatt des neu gegründeten "Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" werden sollte. Das neue "Initiativkomitee" ging aus aus einer Erweiterung des im dritten Jahr arbeitenden "IK für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens" hervor (vgl. Viet Nam, Nr. 20, S. 11).

Bedeutende Vertreter aus der Anfangszeit waren u. a. Professor Jochen Hiltmann, Vizepräsident der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg, gegen den im Sommer 1975 ein Disziplinarverfahren wegen seiner politischen Tätigkeit eingeleitet worden war. U. a. wurde ihm laut "Kämpfende Kunst" die Zusammenarbeit mit dem IK zum Vorwurf gemacht (Kämpfende Kunst Nr. 1/1975), Dr. Klaus Kreimeier (Publizist, Dozent an der "Deutschen Film- und Fernsehakademie", Mitherausgeber der "Kämpfenden Kunst", der 1974 dem "Radikalenerlass" zum Opfer fiel und vom Niedersächsischen Kultusministerium als Hochschullehrer abberufen wurde), Wolfgang Staudte (DEFA, "Rosen für den Staatsanwalt" (1959).

Bereits im März 1974 soll es, laut KPD, zu ernsthafte Differenzen im IK gekommen sein. Dazu hieß es in der "Roten Fahne" in einer "Erklärung" des "Initiativkomitees für die Stärkung des (revolutionären) vietnamesischen Filmwesens:

"Das INITIATIVKOMITEE FÜR DIE STÄRKUNG DES REVOLUTIONÄREN VIETNAMESISCHEN FILMWESENS, das im Januar 1973 von antiimperialistischen Film-und Fernsehschaffenden gegründet wurde und im Laufe eines Jahres Filmausrüstungen im Werte von ca. 70. 000 DM an die Studios 'Hanoi" in der Demokratischen Republik Vietnam und 'Befreiung' (Republik Südvietnam) geliefert hat, erklärt: Mit Wirkung vom 19. Januar 1974 hat die Mehrheit des Initiativkomitees den bis zu diesem Zeitpunkt amtierenden Sekretären Hans Rüdiger Minow und Ernst Peterka (ab dem Mai 1975 sind Minow und Peterka allerdings wieder Sekretäre des IK, d. Vf.) das Vertrauen entzogen und ein neues Sekretariat, bestehend aus Esther Dayan, Jochen Hiltmann und Klaus Kreimeier, gewählt.

Das frühere Sekretariat hat eigenmächtig den Versuch unternommen, politische und organisatorische Grundsatzentscheidungen ohne Konsultation der Mehrheit und gegen ihren erklärten Willen durchzusetzen. Es hat überdies in verantwortungsloser, den uneigennützigen Zielsetzungen des Initiativkomitees schädlicher Weise, über die Spendengelder fortschrittlicher Filmschaffender verfügt. Die Mitglieder Dr. Konrad Böhmer, Esther Dayan, Professor Jochen Hiltmann, Michael König, Dr. Klaus Kreimeier und Ulrich Seifert sind der Auffassung, dass Karrierismus und Opportunismus den Interessen des vietnamesischen Volkes und den Interessen aller fortschrittlichen, mit dem Kampf der unterdrückten Völker sympathisierenden Menschen unversöhnlich gegenüberstehen. Das 'INITIATIVKOMITEE FÜR DIE STÄRKUNG DES REVOLUTIONÄREN VIETNAMESISCHEN FILMWESENS' wird ausschließlich durch seine demokratisch gewählten Organe repräsentiert. Die Mitglieder Minow und Peterka sind nicht berechtigt, im Namen des Initiativkomitees Erklärungen abzugeben oder zu Spenden aufzurufen". (Rote Fahne, Nr. 11/1974, S. 6.). Danach wurde ein neues Sekretariat gebildet. Ob es in der Folge zwei Komitees gegeben hat, kann nicht gesagt werden. Zumindest geben die hier vorgestellten Ausgaben keinerlei Hinweise darauf.

Das IK erklärte ebenfalls im "Bulletin" Nr. 7/1974, dass die in der "Roten Fahne" (11/1974) genannten Personen "ihre Mitarbeit" eingestellt hätten. Sie hätten Differenzen zur "Plattform" des IK vom 8.1.1973 gehabt, "die nicht mehr vereinheitlicht werden konnten". Sie traten am 17.1.1974 aus dem IK aus. (vgl. Bulletin, 7/1974, S. 10).

Erste größere Aktivitäten des Initiativkomitees bestanden im Ankauf des chinesischen Films "Die Bäume des Frl. Tham" (1967), der in den dritten Fernsehprogrammen der ARD, des NDR, des HR und des SR zur Ausstrahlung vorgesehen war. "Eine Spielfilmproduktion des Studio 'Hanoi' über den bewaffneten Widerstand der Bevölkerung der Demokratischen Republik Vietnam (DRV) gegen die USA-Aggression, wird das westdeutsche Fernsehen im September vorerst im 3. Programm des WDR zur Ausstrahlung bringen", was als Erfolg des IK bezeichnet wurde: "Dies ist das erste Mal in der Geschichte des BRD-Fernsehens, dass der willkürliche Boykott von Eigenproduktionen der indochinesischen Völker durch die Solidaritätsaktionen … durchbrochen werden konnte". (vgl. Bulletin, Nr. 4, S. 1.) Einen Überblick über chinesische Filme vermittelte übrigens der "Verleihkatalog: Vietnamesische Filme im Verleih des Initiativkomitees" vom Mai 1975. Die Nummer 8/9 des "Bulletins" aus dem April 1974 stellte eine "Dokumentation: Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974" dar und war sozusagen als "Filmographie" (ab 1953) angelegt, die in gewisser Weise mit dem "Verleihkatalog" korrespondierte.

Engere Bande wurden vor diesem Hintergrund mit Delegationen des "Studios Befreiung" und "Hanoi" geknüpft. Eine Delegation des "Studios Befreiung" weilte wohl im April/Mai 1974 in Köln, wo es mit Vertretern des IK zu einem regen Austausch über das Film- und Fernsehwesen kam. Offiziell eingeladen wurde das IK bzw. eine Reisedelegation im Juni/Juli 1975, worüber das "Bulletin" Nr. 24/1975 berichtet. Kontakte geknüpft wurden auch mit dem niederländischen Komitee "Film voor Vietnam". So übergab das Kölner IK "dem Vertreter der holländischen Korrespondenzorganisation 'Film voor Vietnam' einen Tonübertragungswagen, der als Grundstock für die akustischen Anlagen in dem geplanten Neubau des Studios 'Giai Phong' (Befreiung) der Republik Südvietnam dienen wird" (vgl. Viet Nam 18/1975, S. 13). Ebenfalls stand das IK mit einen Schweizer Komitee, einem französischen, der holländischen "Sektion Film: Komitee Wissenschaft und Technik für Vietnam, Laos und Kambodscha" in Verbindung und wohl auch mit dem Dokumentarfilmer Joris Ivens (vgl. Bulletin, Nr. 5-6/1974, S. 2 und 11).

Mit der Filmschauspielerin und Vietnam-Aktivisten Jane Fonda bestanden ebenfalls freundschaftliche Bande. "Das Kölner Sekretariat des IK nahm im Herbst 1973 Kontakt mit Jane Fonda auf und unterrichtete sie von den Aktivitäten ihrer westdeutschen und westeuropäischen Berufskollegen. (…) Zwischen dem Kölner Sekretariat und der Kollegin Fonda wurde eine regelmäßige gegenseitige Information über die Arbeit in der Bundesrepublik und den USA vereinbart". (vgl. Bulletin, Nr. 5-6/1974, S. 7f.). Fonda sprach auch auf einer Solidaritätsveranstaltung des IK am 1.12.1974 in Köln (vgl. KVZ, Nr. 27/1974, S. 1.).

Zu den 19. Kurzfilmtagen in Oberhausener im April 1973 verbreitete das IK ein "Extrablatt" des "Bulletins": "Unterstützen wir die Filmstudios 'Hanoi' und 'Befreiung'. Die Unterstützung der vietnamesischen Kinematographie bestand vornehmlich im Aufruf für den "Einkauf filmtechnischer Materialien" (Filmausrüstung), die den Studios dazu verhelfen sollten, den Aufbau des Fernsehwesens zu unterstützen. U. a. wurde ein "Fernsehübertragungszug" bereitgestellt (vgl. Bulletin, Nr. 12-13/1974). Später kamen noch andere technische Ausrüstungen (etwa Kameraausrüstung und ein weiterer Fernsehübertragungswagen) hinzu (vgl. Bulletin, Nr. 18, S. 12). Seit ca. März 1973 wurde für die Unterstützung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die über mehrere Monate hinweg lief. An diese Kampagne knüpfte eine weitere an: "Spenden für den Aufbau einer ambulanten Gesundheitsstation in Südvietnam" (Ambulatorium), die ab ca. Oktober 1975 lief. (vgl. Spendenaufruf, Oktober 1975).

Am 10.4.1973 fand in Oberhausen im Rahmen der Festspiele eine Protestdemonstration zur Unterstützung des "endgültigen Sieges des kämpfenden vietnamesischen Volkes!" statt, an der auch das IK teilnahm, um seine Solidarität zu bekunden. Am 11.4. fand eine "Informationsveranstaltung" statt. Es wurde der Dokumentarfilm des 'Studios Hanoi': "Die eiserne Front von Vinh Linh" gezeigt. Daran schloss sich eine "Pressekonferenz der Komitees für die Stärkung des vietnamesischen Filmwesens mit Vertretern aus der Bundesrepublik, der Schweiz, Frankreich und Holland" an.

Programmatisch erklärte sich das IK im Mai 1975 erneut. Veröffentlicht wurde das "Programm und Aufgaben des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen". Dazu hieß es:

"1. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist ein Zusammenschluss von Freunden des vietnamesischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland. (…)

2. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist eine parteipolitisch unabhängige Organisation der Völkerfreundschaft. (…)

3. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) richtet auf verschiedenen Gebieten der Hilfs- und Unterstützungsarbeit Abteilungen ein, die in ihren Bereichen die allgemeinen Aufgaben des Komitees konkretisieren. Ständige Abteilungen werden für die Bereiche 'Geschichte und Politik', 'Erziehungswesen', 'Medizinische Versorgung' 'Kunst und Literatur' sowie 'Informationswesen' ins Leben gerufen. (…)

4. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) wird von ständigen Förderern unterstützt. Ständige Förderer können entsprechend ihrer beruflichen Qualifikation und ihres allgemeinen Interesses in den Abteilungen des Komitees mitarbeiten. Wo mehrere Förderer zusammentreffen richtet das Komitee Sektionen ein.

5. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) veröffentlicht die monatlich erscheinende Zeitung 'Viet Nam Kultur und Befreiungskampf'. (…)

6. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) arbeitet in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, die sich für die Vertiefung der Freundschaft mit dem vietnamesischen Volk einsetzen. In der Bundesrepublik strebt das Komitee den Zusammenschluss dieser Organisationen zu der einheitlichen 'Gesellschaft für deutsch-vietnamesische Freundschaft (BRD)' an.

7. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ruft alle Freunde des vietnamesischen Volkes auf, ihre Solidarität zu verstärken und durch die Förderung der Komiteeziele einen wertvollen Beitrag für die Einheit des Handelns zu leisten, wie es Präsident Ho Chi Minh in seinem Testament vorschlug.

Köln, den 1. Mai 1975.
Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD).
Hans Rüdiger Minow, Ernst Peterka, 1. Sekretär, 2. Sekretär".
(Vgl. Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, 1. Mai 1975).

Ein erster Förderkreis des IK "für die Stärkung des (revolutionären) vietnamesischen Film- und Informationswesens" (bzw. Filmwesens) wurde am 19.2.1974 in Köln eingerichtet. Am 1. Mai 1975 gründete sich das "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen". Es sei aus "der Erweiterung des im dritten Jahr arbeitenden IK für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens hervorgegangen" und erarbeite "für die einzelnen Abteilungen (Geschichte und Politik, Erziehungswesen, medizinische Versorgung, Kunst- und Literatur, Informationswesen … Programme, die dazu beitragen sollen, die Gründung einer 'Deutsch-vietnamesischen Freundschaftsgesellschaft' zu beschleunigen und den Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Persönlichkeiten einer solchen einheitlichen Organisation befördern". (Vgl. Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, Nr. 20/1975, S. 11). Ob das realisiert wurde, konnte bisher noch nicht verifiziert werden. Laut "Kämpfenden Kunst" 4/1975 kamen übrigens weitere Förderkreise in München und West-Berlin hinzu. (ebd.)

Über die Provokationen in Oberhausen 1974 berichtete ausführlich das "Bulletin" Nr. 10/1974. Unter der Überschrift: "Vergebliche Provokationen während der Oberhausener Kurzfilmtage" erklärte das Sekretariat des IK, dass "verschiedene reaktionäre Kräfte eine Reihe von Provokationen, in deren Mittelpunkt die Filmbeiträge aus der Demokratischen Republik Vietnam, der Republik Südvietnam, der DDR sowie Informationsbeiträge aus der Bundesrepublik Deutschland standen starteten". Diese Provokationen konnten durchgeführt werden, weil Auswahlkommission, Festivalleitung und verschiedene internationale Jurys in politischer Orientierungslosigkeit jedwedem Druck nachgaben, der gegen fortschrittliche Filme organisiert wurde. Bereits die Platzierung eingereichter Festivalbeiträge machte deutlich, dass die Auswahlkommission wegen politischer Rücksichten gegenüber dem Veranstalter - der Stadt Oberhausen - auf die Formulierung eines klaren Filmprogramms verzichtet hatte. Anders als im vergangenen Jahr fanden Filme über die Kämpfe der Völker auf den fünf Kontinenten für Freiheit, Unabhängigkeit, Demokratie und Sozialismus eine mindere Berücksichtigung. Dies drückte sich auch darin aus, dass anfänglich weder der Festivalbeitrag aus der Demokratischen Republik Vietnam noch der Film aus der Republik Südvietnam in das Wettbewerbsprogramm aufgenommen wurden. Der Beitrag 'Es blüht auf verbrannter Erde' des Studios 'Befreiung' der Republik Südvietnam wurde erst in allerletzter Minute und nach verschiedenen Protesten fortschrittlicher Festivalteilnehmer im Wettbewerbsprogramm platziert. Zusammen mit dem hervorzuhebenden norwegischen Wettbewerbsbeitrag 'Jane Fonda an Vietnam' lief der Film 'Es blüht auf verbrannter Erde' jedoch zu einem Zeitpunkt, der seine ausreichende Berücksichtigung im Rahmen der Jurydiskussionen um die Preisvergabe unmöglich machte.

Bereits zu Beginn des Festivals häuften sich verschiedene, bis heute nicht aufgeklärte Zwischenfälle: der südvietnamesische Regisseur Luog Xuan Tam stellte fest, dass an seinem Film 'Es blüht auf verbrannter Erde' Schnitte und Tonmanipulationen durchgeführt worden waren, die angeblich einer besseren Synchronität dienen sollten. Während der Aufführung eines Films über den faschistischen Putsch der chilenischen Militärjunta fehlte plötzlich eine Filmrolle, in der die Politik der Bundesrepublik angeprangert wurde. Die Stadt Oberhausen verbot schließlich die Aufführung eines Films. (…)

Ihren Höhepunkt erreichten diese Provokationen in der Nacht vom 26. zum 27.4., als die Fahne der Demokratischen Republik Vietnam, die vor dem Eingang zur Stadthalle gehißt war, heruntergerissen worden war. Zur selben Zeit beschädigten unbekannte Täter den Stand des Initiativkomitees in der Stadthalle und stahlen die Fahnen der DRV und der RSV. Die Festivalleitung erklärte sich außerstande, diesen übergriffen Einhalt zu gebieten und unterließ die Abgabe einer entsprechenden öffentlichen Erklärung.

Während der Vorführung des Films 'Es blüht auf verbrannter Erde' der Republik Südvietnam am 27.4. kam es im großen Saal der Stadthalle zu Störungen, die nach Kenntnis des Initiativkomitees von Personen, die der illegitimen Vertretung der Thieu-Verwaltung in Bonn nahestehen, organisiert wurden. Angesichts der Massierung dieser Übergriffe sah sich die Delegation des Studios 'Giai Phong' der Republik Südvietnam gezwungen, der Festivalleitung mitzuteilen, dass sie an der Abschlußveranstaltung der Oberhausener Kurzfilmtage nicht teilnehmen werde. (…)

Das Initiativkomitee betrachtet die diesjährige Entwicklung der Oberhausener Kurzfilmtage als einen Beweis für die weitere Zuspitzung der innenpolitischen Widersprüche in der BRD, die sich auf dem Gebiet des Kulturlebens widerspiegeln. Durch ihr zögerndes, die reaktionären Kräfte teilweise favorisierendes Verhalten haben die verantwortlichen Personen der Festivalleitung tatsächlich jenen Auftrieb gegeben, die die Oberhausener Kurzfilmtage als ein Forum fortschrittlichen Filmschaffens eliminieren wollen." (ebd.)

Die Abwiegelungstaktiken in Oberhausen stellte das IK in den Zusammenhang der Schwächung der Vietnam-Solidarität und der "zunehmenden Umtriebe unserer einheimischen Reaktion". Aufgerufen wurde daher dazu, "mit allen bereitwilligen Menschen und Organisationen" die Zusammenarbeit zu suchen, "die Freiheit unterschiedlicher Meinungen in anderen Fragen zu respektieren und punktuelle Bündnisse einzugehen". (Vgl. Bulletin, Nr. 10, S. 8.)

Zusammen mit dem IK wollte man, wie schon 1974, als die Festspielleitung sich weigerte, den Parteifilm "Hände weg von der KPD" ins Programm mit aufzunehmen und die Vorführung verhinderte, auch 1975 zusammen mit den "ISK-Genossen die Widersprüche von Oberhausen aufzeigen und, an der Seite des 'Initiativkomitees zur Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens' für fortschrittliche und revolutionäre Filme eintreten". (Vgl. Kämpfende Kunst, 4/1975, S. 23)

Mit der Schrift: "Kulturimperialismus der USA in Film & Fernsehen" wollte das IK "eine Darstellung der imperialistischen Medienarbeit vorlegen", die sich zwangsläufig nach der Doku "Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974" ergeben würde. Die Lektüre zum "Kulturimperialismus" sollte schlussendlich "auch für jeden Laien die politische Brisanz der gegenwärtigen Enzwicklung offenlegen" (Bulletin, Nr. 14/1974, S. 4).

Das IK führte regelmäßig Film- und Solidaritätsveranstaltungen durch. Über eine solche berichtete etwa "Viet Nam. Kultur und Befreiungskampf" (Nr. 18/1975): "Solidaritätsveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Gründung der Kommunistischen Partei Indochinas. Das Initiativkomitee führte am 15.2. in Köln eine Veranstaltung durch, auf der es die Dia-Serie 'Frauen in Vietnam' zeigte. Der Einladung waren Freunde und Förderer des Komitees gefolgt, das die Veranstaltung zu einem Vortrag über die Entwicklung der vietnamesischen Befreiungsbewegung nutzte. In diesem Zusammenhang wurde besonders die organisierende Kraft der vietnamesischen Revolution, die Partei der Werktätigen Vietnams und ihre Vorläufer, hervorgehoben. Anlass dazu war die 45. Widerkehr des Gründungstages der Kommunistischen Partei Indochinas. Auf dem bereits in Nr.17 von 'Viet Nam Kultur und Befreiungskampf' angekündigten öffentlichen Meeting, dass das Komitee zum 2. Jahrestag des Pariser Abkommens durchführte, waren 320 Besucher anwesend, um den Film 'Kampf am Ho-Chi-Minh-Pfad' zu sehen und sich an der anschließenden Diskussion zu beteiligen. Das Komitee begrüßte auch eine Gruppe von ca. 20 vietnamesischen Studenten und führte mit ihren Vertretern anschließend Gespräche, um die fortschrittliche und unabhängige Arbeit der Südvietnamesen in der Bundesrepublik noch besser unterstützen zu können. Vom Initiativkomitee vorbereitete oder mitgetragene Veranstaltungen fanden im Februar außerdem in Hamburg, Frankfurt, Saarbrücken und München statt. In Hamburg sahen ca. 350 Menschen im Abaton-Kino den Film 'Introduction to the Enemy', den die "Indochina Peace Campaign' im vergangenen Jahr in Vietnam realisierte".

Eine "Ausstellung des IK, "Dreißig Jahre Demokratische Republik Vietnam", sollte in Köln vom 26.10.-2.11. und in weiteren Städten (Hamburg, Frankfurt/M. und München) gezeigt werden. In diesem Rahmen sollten auch "Vietnamesische Filmtage" veranstaltet werden. (Vgl. Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, Nr. 24/1975, S. 8.)

Das IK versuchte dem vietnamesischen Film eine neue Romantik aufzudrücken, die mit beschaulicher Pseudo-Realistik untermalt war. Vor allem wollte das "Bulletin" und später "Viet Nam. Kultur und Befreiungskampf" mit dem "revolutionären vietnamesischen Filmwesen" den sog. "sozialistischen Realismus" befeuern, um das Feindbild "bürgerlicher Film" zu zerstören. So entstand ein Konglomerat von heroischen Berichten, ellenlangen Abhandlungen über das" Film- und Fernsehen in Vietnam" und die neuesten Fernsehproduktionen der Studios "Hanoi" und "Befreiung" (vgl. etwa Bulletin, Nr. 7 und 8/9).

Zur Einstellung der Zeitschrift haben wir z. Zt. keine Informationen. Die "Zeitschriftendatenbank" (ZDB) verzeichnet Ausgaben von "Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf" bis 1976/77 (Nr. 39-40). Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Ausgaben

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

08.01.1973:
Laut "Bulletin" Nr. 7/1974 wird am 8. Januar 1973 das "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens" in der BRD gegründet.
Quelle: Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens, Bulletin, Nr. 7, Köln, 1974, S. 10.

24.01.1973:
In der "Roten Fahne" der KPD Nr. 4 erscheint der "Aufruf an alle fortschrittlichen Film- und Fernsehschaffenden in der Bundesrepublik Deutschland und in Westberlin: "Zeichnet den Solidaritätsfond für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam: 100. 000 DM!" Unterzeichner des Aufrufs ist das "Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam!" Im IK arbeiten, laut "Rote Fahne", u. a. Wolfgang Staudte (Filmregisseur), Konrad Böhmer (Filmkomponist), Michael König (Schauspieler), Hans-Rüdiger Minow (Filmregisseur), Uwe Nettelbeck (Filmjournalist) mit.
Q: Rote Fahne Nr. 4, Dortmund, 24.1.1973, S. 2.

März 1974:
Im Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens wird, laut KPD, vermutlich Anfang März nach internen Auseinandersetzungen ein neues Sekretariat gebildet. .
Q: Rote Fahne Nr.11, Dortmund 13. März 1974, S. 7.

10.04.1973:
Die KPD berichtet in ihrer "Roten Fahne" Nr. 16 über die 19. Kurzfilmtage in Oberhausen:
"OBERHAUSEN: FILMAUSRÜSTUNGEN AN VIETNAMESISCHE GENOSSEN! STÄRKT DAS FILMWESEN DER DRV. Während der Kurzfilmtage in Oberhausen waren erstmalig Vertreter der Filmschaffenden Südvietnams - sie gehören zum Studio 'Befreiung' - anwesend. Das 'Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der DRV' überreichte den Genossen die ersten Ergebnisse der in der BRD und Westberlin unter den fortschrittlichen Film- und Fernsehschaffenden durchgeführten Spendenaktion: Eine 16 mm Kamera (Pilotton). Die ebenfalls anwesenden Mitglieder des schweizerischen und holländischen Komitees überreichten ein Pilottonbandgerät, eine Kopiermaschine und mehrere wichtige Super-8-Kameras und andere Geräte. Das Zusammentreffen zwischen fortschrittlichen deutschen und vietnamesischen Filmern verlief in herzlicher Atmosphäre. Die Mitglieder der verschiedenen nationalen Initiativkomitees kamen auf einer Konferenz überein, die weitere gemeinsame Arbeit unter die Losung zu stellen: "Alles für den endgültigen Sieg des kämpfenden vietnamesischen Volkes!" Am Dienstag, dem 10.4. veranstalteten die fortschrittlichen Teilnehmer der Oberhausener Kurzfilmtage in der Innenstadt eine Protestdemonstration gegen den Staatsbesuch des Massenmörders Thieu."
Q: Rote Fahne Nr.16, Dortmund, 16.4.1973, S. 6.

10.04.1973:
Vermutlich zur Eröffnung der 19. Oberhausener Kurzfilmtage erscheint ein Extrablatt des "Bulletins". Ausgeführt wird u. a.:
"FÜR ALLE TEILNEHMER DER 19. OBERHAUSENER KURZFILMTAGE.
Auf dem Höhepunkt der barbarischen Bombardierungen der USA-Luftwaffe auf das-Territorium der Demokratischen Republik Vietnam, am 9.1.73, wurde in der Bundesrepublik das 'Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der DRV' gegründet. Unsere Kollegen der Hanoier Dokumentar-und Spielfilmstudios hatten uns mitgeteilt: die Verbrechen der Nixon-Regierung richten sich auch gegen das Informationswesen in der DRV, Filmstudios und Geräteparks werden vernichtet. Die Absicht dieser heimtückischen Anschläge war klar: die USA-Regierung wollte verhindern, daß die Folgen ihrer Terrorpolitik den Menschen in aller Welt vor Augen geführt werden könnten.

Aber wie so oft scheiterten die Aggressoren auch auf diesem Feld des Kampfes am entschlossenen Widerstand unserer vietnamesischen Kollegen und an der entschiedenen Solidarität fortschrittlicher Filmschaffender in der ganzen Welt. Während die USA-Regierung am 27.1. in Paris ein Abkommen über die Wiederherstellung des Friedens in beiden Teilen Vietnams unterzeichnen musste, während in Hanoi an die Rückführung der kurzfristig evakuierten filmtechnischen Anlagen gegangen wurde, erklärten immer mehr Film-und Fernsehschaffende in der Bundesrepublik und in Westberlin, dass sie mithelfen werden, das nordvietnamesische Filmwesen zu stärken: sie zeichneten den vom Initiativkomitee eingerichteten Solidaritätsfonds, der auf mindestens 100.000.-DM anwachsen soll, mit bedeutenden Beträgen. (…) Ihr Beispiel führte auch in anderen westeuropäischen Ländern zu ähnlichen Solidaritätsmaßnahmen. In der Schweiz schlossen sich Filmschaffende dem Aufruf des Initiativkomitees an und setzten sich ein Sammlungsziel von mindestens 20.000 Schweizer Franken. In Frankreich erklärten sich prominente Kollegen solidarisch und nahmen die Initiative auf französischem Boden in ihre Hände. In den Niederlanden arbeitet eine Sektion des dortigen Vietnam-Komitees für die Unterstützung der Kollegen vom Filmstudio 'Befreiung'(Südvietnam). Alle diese Initiativen führten zu einem internationalen Projekt: Stärkung des fortschrittlichen und revolutionären Filmwesens in beiden Teilen Vietnams! Alles für den endgültigen Sieg des kämpfenden vietnamesischen Volkes! Keinen Pfennig der faschistischen Film-und Fernsehpropaganda des Thieu-Regimes! (…) Das Initiativkomitee wird auf verschiedenen Informationsveranstaltungen zeigen, dass die weit verbreitete Unkenntnis über den hohen Entwicklungsstand der vietnamesischen Kinematographie das Ergebnis der Film-und Fernsehpolitik verantwortlicher Stellen in der Bundesrepublik ist.

Die täglich größer werdende Zahl der in Film und Fernsehen beschäftigten Kollegen, die den Aufruf des Initiativkomitees unterstützen, wird dafür sorgen, dass dieser Unterdrückung ein Ende bereitet wird".

Aufgerufen wird dazu "Solidaritätsfonds" zu zeichnen. Der "Solidaritätsfonds" diene "dem Einkauf filmtechnischer Materialien in der Bundesrepublik und im Ausland". Ein Dokumentarfilm des "Studios Hanoi", "Die eiserne Front von Vinh Linh", "über den Kampf gegen die USA-Aggression" soll am 11.4. aufgeführt werden. Eine Pressekonferenz der Komitees aus der BRD, Schweiz, Frankreich und Holland soll am 12.4. im Auditorium der Stadthalle Oberhausen stattfinden.
Angehängt ist ein Flugblatt der Kölner Vietnamausschüsse, die u. a. zu einer Demo am 14.1. aufruft.
Q: Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der demokratischen Republik Vietnam (DRV), Bulletin, Extrablatt, Köln, o. J. (10. April 1973).

16.04.1973:
Laut einem Handzettel des "Film- und Fernsehclub Dortmund e.V." soll im Filmstudio der VHS Dortmund eine Filmveranstaltung unter dem Motto "Für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam" stattfinden. Es soll der Film "Ein Tag in Hanoi" gezeigt werden. In dem Handzettel heißt es:"Der Film schildert eine Episode aus dem Kampf der Viet Minh gegen die französischen Kolonialisten: eine Fährmannsfamilie verteidigt einen wichtigen Flußübergang unter Einsatz des eigenen Lebens und Besitzes erfolgreich gegen die Übergriffe der Kolonialarmee und hilft so, das Land von den ausländischen Aggressoren zu befreien." Veranstalter ist der "Film- und Fernsehclub Dortmund e.V." in Zusammenarbeit mit dem Filmstudio der VHS. Einnahmen aus der Veranstaltung fließen einem Vietnam-Solidaritätsfond zu.
Q: Film und Fernsehclub Dortmund e. V.: Sonderveranstaltungen. Für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam, Dortmund o.J. (1973).

19.04.1973:
Laut einem Handzettel des Film- und Fernsehclub Dortmund e.V. soll im Studio des Fritz-Henßler-Hauses (FHH) eine Filmveranstaltung zu Vietnam (vgl. 16.4.1973) stattfinden, auf der der Film "Die Bäume des Fräulein Tham" gezeigt werden soll: "Dieser 1968 entstandene Film zeigt, wie die Bauern eines südlichen Distrikts der Demokratischen Republik Vietnam die aktive Verteidigung gegen die Bombardements der USA-Luftwaffe aufnehmen. Trotz dauernden Bombenhagels werden die Straßen in den Süden, zur Front, mit einfachen Mitteln repariert, Bomben entschärft und der 'Pfad zur Freiheit' offengehalten. " Mit den beiden Filmveranstaltungen am 16. und 19. April soll der "Aufruf des Initiativkomitees für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam unterstützt werden".
Q: Film und Fernsehclub Dortmund e. V.: Sonderveranstaltungen Für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam, Dortmund o. J. (1973).

11.05.1973:
Der AStA der LMU München berichtet, dass heute die Reihe der Vietnamfilm-Aufführungen im Rio-Kino beginnen soll, deren Erlöse an das "Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der DRV" gehen.
Q: Münchner Studentenzeitung, Nr. 3, München, 4.Mai 1973.

18.05.1973:
Der AStA der LMU München berichtet, dass heute die Reihe der Vietnamfilm-Aufführungen im Rio-Kino fortgeführt werden soll deren Erlöse an das 'Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der DRV' gehen.
Q: Münchner Studentenzeitung, Nr. 3, München, 4.Mai 1973

25.05.1973:
Der AStA der LMU München berichtet, dass heute die Reihe der Vietnamfilm-Aufführungen im Rio-Kino beendet werden soll deren Erlöse an das 'Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der DRV' gehen.
Q: Münchner Studentenzeitung, Nr. 3, München, 4. Mai 1973.

Juni 1973:
Vom "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens" erscheint vermutlich im Frühsommer, die Nr. 4 des "Bulletin" mit der Schlagzeile: "Erster vietnamesischer Spielfilm im BRD-Fernsehprogramm." Der Artikel: "Eine Filmklasse im Dschungel" berichtet über das "FNL-Studio Befreiung" und einen ersten Film in den BRD-Fernsehprogrammen.

Aufgerufen wird zu Spenden für "filmtechnische Geräte" und für die "Anschaffung einer 35mm-Kamera … die für die Herstellung von Filmen voll geeignet wäre". Das IK "appelliert an alle Kollegen und Filmfreunde, das vietnamesische Film- und Informationswesen weiter zu stärken". Parole ist: "Alles für den endgültigen Sieg des vietnamesischen Volkes".
Q: Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens: Bulletin, Nr. 4, Köln, o. J. (Juni 1973).

22.06.1973:
Vermutlich erscheint zur Eröffnung der "23. Internationalen Filmfestspiele Berlin", zum 22.6. oder einige Tage später, vom "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens" ein "Bulletin-Extra": "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens. Unterstützen wir weiter die Filmstudios 'Hanoi' und 'Befreiung".

Es erscheint auch der Artikel: "Dem Faschisten Thieu keinen Pfennig!" Darin wird aufgerufen: "Für den weiteren Aufbau eines revolutionären Filmwesens in der DRV und in den befreiten Gebieten Südvietnams!" und zu "Massenaktionen gegen das Thieu-Regime". Aufgerufen wird noch zu Spenden für das IK.

Aufgerufen wird zu folgenden Veranstaltungen: 27.6.: "Die eiserne Front von Vinh Linh" in der "Lupe", 2.7.: "Die Bäume des Frl. Tham" im Audi max.
Q: Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesen: Bulletin, Extra (Zur Eröffnung der 23. Internationalen Filmfestspiele Berlin), Köln, o. J. (22. Juni 1973).

30.06.1973:
Vermutlich zum Monatsende erscheint ein Flugblatt des "Initiativkomitees für die Stärkung des (revolutionären) vietnamesischen Filmwesens: "Unterstützen wir die Filmstudios Hanoi und Befreiung!" Aufgerufen wird zu einer Solidaritätsveranstaltung am 2.7.1973 in der Kölner TU, Audi-Max. Es soll der Film: "Die Bäume des Fräulein Tham" aufgeführt werden. Parolen sind: "Unterstützt die revolutionären Filmstudios in Vietnam!", "Keinen Pfennig für das faschistische Thieu-Regime!", "Alles für den endgültigen Sieg des vietnamesischen Volkes!"
Quelle: Initiativkomitee für die Stärkung des (revolutionären) Filmwesens in der demokratischen Republik Vietnam (DRV), Flugblatt: Unterstützen wir die Filmstudios Hanoi und Befreiung, Köln, o. J. (30. Juni 1973).

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Januar 1974:
Vermutlich noch im Januar, spätestens aber im Februar, erscheint, vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens") herausgegeben, die Nr. 5/6 des "Bulletin".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Seit dem 8. Januar 1973: Ein Jahr internationale Unterstützung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens: Komitees sammeln 134.000 DM"
- "Bericht des Sekretärs des Initiativkomitees"
- "Jane Fonda: Euer Sieg ist unser Sieg!"
- "Roshan Dhunijbhoy: Der Kampf der indochinesischen Völker wird das Gesicht Asiens verändern!"
- "Das niederländische Filmkomitee berichtet: 50.000 Gulden gesammelt!"
- "Joris Ivens: Ich unterstütze das vietnamesische Volk und seine Filmschaffenden"
- "Neue Initiativen des Komitees zur internationalen Ausweitung der Solidaritätsarbeit"
- "Das Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens (BRD) erhält Einladung des staatlichen Fernsehens der demokratischen Republik Vietnam zur Entsendung einer Filmdelegation in die DRV"
- "Fachschaft Theaterwissenschaft der Uni Köln diskutiert Unterstützungsprogramm 74 für Solidaritätsfonds!"
- "Kassenbericht vom 8.1.1973-8.1.1974"
- "Ein Jahr nach Unterzeichnung des Pariser Abkommens: Krieg, nicht Frieden ist die reaktionäre Losung der Saigoner Marionettenclique und des USA-Imperialismus"
- "Hilfe beim Aufbau des DRV-Fernsehens wird organisiert!"

Der Sekretär des IK berichtet u. a.: "Es war der Eindruck der barbarischen USA-Luftbombardements im Dezember 1972, der vor nunmehr zwölf Monaten Film- und Fernsehschaffende verschiedener politischer Anschauungen zu der Überzeugung brachte, dass auch auf ihrem Berufsgebiet und mit ihren Mitteln der Kampf für die gerechte Sache des vietnamesischen Volkes geführt werden muss. Parteilose Kollegen, Sozialdemokraten und Kommunisten vereinigten sich auf einer Plattform, von der aus sie bei Ausklammerung unterschiedlicher Auffassungen in anderen Fragen Partei ergriffen gegen die mörderische Politik der Nixon-Regierung, gegen den Versuch der imperialistischen Versklavung der vietnamesischen Nation; für die unabhängige und freiheitliche Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens in Südvietnam, für den sozialistischen Aufbau im Norden. Dass sich unser Komitee mit seinem Aufruf an alle Berufskollegen in der Bundesrepublik und Westberlin wandte, um seine geplante Hilfe auf das vietnamesische Filmschaffen zu konzentrieren, hatte seinen Grund nicht in der Beschränkung auf ein technisches Spezialgebiet, das nur von untergeordneter Bedeutung wäre. Wir hatten bereits auf dem Höhepunkt der USA-Luftbombardements erfahren, dass deren Ziele auch die Schwerpunkte des Informationswesen in der DRV und der RSV waren: Radio- und Fernsehstationen, Filmstudios und andere technische Anlagen, die als 'militärische Objekte' eingestuft wurden. (…) Mit den Angriffen auf Film-und Fernsehanlagen ging die US-Luftwaffe dazu über, besonders populäre und massenwirksame Mittel der Kultur- und Informationsarbeit in der Demokratischen Republik Vietnam und in der Republik Südvietnam unter Feuer zu nehmen.

Die Darlegung dieses Zusammenhangs, allein die Tatsache des entschiedenen Engagements bekannnter und weniger bekannter Film- und Fernsehschaffender für ihre vietnamesischen Berufskollegen hat in den ersten Wochen nach Gründung des Komitees eine außerordentlich breite publizistische Aufmerksamkeit gefunden. So wurde die vom Sekretariat des Komitees herausgegebene umfangreiche Presseerklärung von der 'Süddeutschen Zeitung' in voller Länge veröffentlicht. (…) 120 lokale Blätter meldeten die Gründung des Komitees, seine Spendenkonten und Sekretariatsadresse. Das Westdeutsche Fernsehen sendete einen Interviewbericht über die IK-Aktivitäten, verschiedene Rundfunkmeldungen waren zu verzeichnen. Diese publizistische Breite drückte die Aufmerksamkeit weiter Teile der Öffentlichkeit in der BRD an dem Fortgang des Geschehens in Vietnam aus und widerspiegelte die Empörung auch vieler Film- und Fernsehjournalisten in den Feuilletonredaktionen und einiger Kollegen in den politischen Abteilungen des Fernsehens. Auf dem Hintergrund dieser spontanen politischen Bewegung gelang es dem Sekretariat, mit Kollegen der Film- und Fernsehbranche in der gesamten Bundesrepublik Kontakt aufzunehmen".

Am 28.1.1973 fand eine erste Vollsitzung seit der Gründung des Komitees statt. Im Februar und März d. J. organisierte das Komitee u. a. in Köln, West-Berlin, Frankfurt/M., Hamburg und München Verkaufsaktionen des Bulletins. Berichtet wird auch davon, dass das Organ der westdeutschen Filmwirtschaft, "Filmecho/Filmwoche", das "Initiativkomitee zur Förderung des vietnamesischen Filmwesens" vehement kritisiert. Die Berichterstattung sei "unverfälschter Stürmer-Stil". Berichtet wird noch von den "Oberhausener Kurzfilmtagen" vom April 1973, wo das IK aktiv wurde. Vermutlich findet dann auch zu diesem Termin eine Demo des IK in Oberhausen statt. Parole: "Schluss mit der Unterstützung des Thieu-Regimes". Erklärt wird auch, dass Jane Fonda das IK unterstützt und sich dafür einsetzen will, dass auch in den USA ein Komitee gegründet wird. Ein Artikel beschäftigt sich mit Joris Ivens, der das Amsterdamer Komitee unterstützt. Kontakte des BRD-Komitees wurden geknüpft mit: Schweiz, Schweden und Italien. Eine Einladung des IK durch das staatliche Fernsehen der DRV zur "Entsendung einer Delegation" wurde angenommen.
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Bulletin, Nr. 5/6, Köln, o. J. (Januar 1974).

19.02.1974:
Nach dem "Bulletin" Nr. 7/1974 konstituiert sich am 19.2. das Kölner "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Film- und Informationsdienst" und richtet einen "Förderkreis" ein. Die Beteiligten sehen "in der Unterstützung des antiimperialistischen vietnamesischen Films eine wichtige politische Aufgabe" und erkennen den "Aufruf des IK vom 8.1.73 als politische Grundlage ihrer Arbeit an und befürworten die organisatorische und politische Unabhängigkeit des Komitees". Das Komitee gibt gleichzeitig bekannt, dass eine Reihe von Mitarbeitern ihre Arbeit am 17.1.1974 eingestellt haben. "Dieser Schritt war notwendig geworden, nachdem über die Plattform des IK vom 8.1.1973 hinausgehende organisatorische und politische Bedingungen, die von den genannten ehemaligen Komitee-Mitgliedern aufgestellt worden waren, innerhalb des IK nicht vereinheitlicht werden konnten".
Q: IK-Sekretariat (Hrsg.): Bulletin, Nr. 7, Köln, März 1974, S. 8f.

März 1974:
Vermutlich im März erscheint, vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens") herausgegeben, die Nr. 7 des "Bulletin".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Film- und Kulturschaffende fordern: Freiheit für die 200.000 politischen Gefangenen in den Kerkern des Thieu-Regimes"
- "Anzeigenkampagne des IK: Neue Bewegung unter Film- und Kulturschaffenden für Rechte des vietnamesischen Volkes und die Arbeit unserer Berufskollegen"
- "Im März: 35mm-Spielfilmeinheit für Studios Hanoi bereitgestellt"
- "Neue Dokumentar- und Spielfilmproduktion der Studios Hanoi"
- "Initiativkomitee richtet Förderkreise für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Film- und Informationswesens ein"
- "Werden Sie Förderer des Initiativkomitees für die Stärkung des revolutionären Film- und Informationswesens!"
- "Neue Dokumentar- und Spielfilmproduktionen"
- "Holländisches und Schweizer Komitee: Die Rolle der USA-Propagandamaschinerie in Vietnam"
- "Kölner Vietnam-Prozess: Was ich vor Gericht nicht sagen durfte. Auszüge aus einem Bericht von Prof. Dorothee Sölle-Steffensky"

Berichtet wird vom Pariser Vietnamabkommen vom 27.1.1974 und von der Initiative nach "sofortiger Freilassung der 200.000 politischen Gefangenen in den Kerkern des Thieu-Regimes". Weiter heißt es: "Gerade, weil unser Komitee Sammlungen für die Film-und Fernsehstudios Hanoi und Befreiung durchführt, versteht es seine Tätigkeit auch als eine politische Aufforderung an sich selbst und alle Kollegen, nach ihren Möglichkeiten die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verteidigen oder an ihrer Herstellung mitzuwirken, die allein eine produktive Entwicklung der Kultur-und Filmarbeit ermöglichen und deren Basis sind: der sozialistische Aufbau im Norden Vietnams, die Stärkung eines freien und unabhängigen Südvietnam sowie die Vereinigung beider Landesteile. (…) Die Reaktionen auf die in diesen Tagen begonnene Kampagne des Initiativkomitees für die Freilassung der politischen Gefangenen in den Kerkern des Thieu-Regimes beweisen, dass diese internationale Solidarität weiter ausgebaut werden kann. Das Komitee erreichen viele Solidaritätsadressen von bisher nicht angesprochenen Kollegen, aber auch materielle Beweise der anhaltenden Unterstützung für das vietnamesische Volk".

Berichtet wird von "Vietnamesischen Filmtagen", bei denen u. a. die Produktionen: "Die Bäume des Frl. Tham" und der "Zaunkönig" gezeigt wurden. "Die vom Initiativkomitee bisher in der Bundesrepublik eingesetzten Produktionen des Spielfilmstudios Hanoi geben nur einen ungefähren Überblick über die umfangreiche und sich gerade jetzt schnell entwickelnde Arbeit der Spielfilmschaffenden der DRV". Spielfilmproduktionen des Studios Hanoi stehen in "einem Zusammenhang mit den großen Inhalten der vietnamesischen Revolution und des Befreiungskampfes", u. a. von Pham Van Kho. "Nach dem Sturm".

Berichtet wird noch von der Gründung des "Förderkreises" des IK am 19.2.1974 in Köln. Parole: "Unterstützen wir die Filmstudios 'Hanoi' und 'Befreiung" und von der Trennung einiger Mitarbeiter, die eine Plattform des IK vom 8.1.1973 nicht mehr mittragen konnten.
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Bulletin, Nr. 7, Köln, o. J. (März 1974).

März 1974:
Laut "Rote Fahne" der KPD Nr. 11/1974 wird nach internen Auseinandersetzungen im "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens" vermutlich Anfang März ein neues Sekretariat gebildet.

Ausgeführt wird dazu: "Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens: Erklärung: Das INITIATIVKOMITEE FÜR DIE STÄRKUNG DES REVOLUTIONÄREN VIETNAMESISCHEN FILMWESENS, das im Januar 1973 von antiimperialistischen Film-und Fernsehschaffenden gegründet wurde und im Laufe eines Jahres Filmausrüstungen im Werte von ca. 70.000 DM an die Studios 'Hanoi' in der Demokratischen Republik Vietnam und 'Befreiung' (Republik Südvietnam) geliefert hat, erklärt: Mit Wirkung vom 19. Januar 1974 hat die Mehrheit des Initiativkomitees den bis zu diesem Zeitpunkt amtierenden Sekretären Hans Rüdiger Minow und Ernst Peterka das Vertrauen entzogen und ein neues Sekretariat, bestehend aus Esther Dayan, Jochen Hiltmann und Klaus Kreimeier, gewählt. Das frühere Sekretariat hat eigenmächtig den Versuch unternommen, politische und organisatorische Grundsatzentscheidungen ohne Konsultation der Mehrheit und gegen ihren erklärten Willen durchzusetzen. Es hat überdies in verantwortungsloser, den uneigennützigen Zielsetzungen des Initiativkomitees schädlicher Weise, über die Spendengelder fortschrittlicher Filmschaffender verfügt. Die Mitglieder Dr. Konrad Böhmer, Esther Dayan, Professor Jochen Hiltmann, Michael König, Dr. Klaus Kreimeier und Ulrich Seifert sind der Auffassung, daß Karrierismus und Opportunismus den Interessen des vietnamesischen Volkes und den Interessen aller fortschrittlichen, mit dem Kampf der unterdrückten Völker sympathisierenden Menschen unversöhnlich gegenüberstehen. Das INITIATIVKOMITEE FUR DIE STÄRKUNG DES REVOLUTIONÄREN VIETNAMESISCHEN FILMWESENS wird ausschließlich durch seine demokratisch gewählten Organe repräsentiert. Die Mitglieder Minow und Peterka sind nicht berechtigt, im Namen des Initiativkomitees Erklärungen abzugeben oder zu Spenden aufzurufen".
Q: Rote Fahne Nr.11, Dortmund. 13.3.1974, S. 6.

April 1974:
Vermutlich im April erscheint, vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens") herausgegeben, die Nr. 8/9 des "Bulletins" als "Dokumentation: Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974". Die Doku erscheint im Selbstverlag des IK.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Willi Lüdecke: Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974"
- "Truong Quy: 5 Tage Kampf um Hanoi"
- "Rede von Truong Chih vor Mitarbeitern des Film- und Fernsehwesens in der Demokratischen Republik Vietnam"
- "Zur westdeutschen Vietnamberichterstattung: Die Ideologie des Völkermords!"
- "Kommentar des Weltspiegel'-Beitrags vom 14. Januar 1973"
- "Anlässlich des 20. Jahrestages des vietnamesischen Filmschaffens. Rede von Ha Xuan Truong, Präsident der Vereinigung der Filmschaffenden Vietnams"
- "Filmografie: Die besten Filme der Periode 1953-1964"
- "Filmografie: Die besten Filme der Periode 1965-1968"
- "Film- und Kulturschaffende fordern: Freiheit für die 200.000 politischen Gefangenen in den Kerkern des Thieu-Regimes"

Aufgerufen wird dazu, das "Bulletin" zu abonnieren.
Q: Sekretariat des IK (Hrsg): Bulletin, Nr. 8/9, Köln, o. J. (April1974).

Mai 1974:
Vermutlich im Mai erscheint, vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.") herausgegeben, die Nr. 10 des "Bulletins".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Delegation des Studios 'Befreiung' der Republik Südvietnam beendet Besuch in der BRD"
- "FIPRESCI-Preis der Jury der Filmjournalisten für DRV-Dokumentarfilm über den Ho-Chi-Minh-Pfad"
- "Erklärung des Sekretariats des Initiativkomitees: Vergebliche Provokationen während der Oberhausener Kurzfilmtage"
- "Der Reaktion keine Chance lassen! Die Verschärfung der innenpolitischen Widersprüche und die Entwicklung der Vietnam-Solidarität"
- "Erfolgreiche Spendensammlungen des IK in Köln (WDR, Deutsche Welle), Frankfurt/M. (Hessischer Rundfunk), Bremen (Radio Bremen) und Hamburg (Norddeutscher Rundfunk)"
- "Kameraausrüstung für Spielfilmstudio Hanoi auf dem Weg in die DRV)"
- "Initiativkomitee sammelte bereits 100.000 DM. Schwierige Transportwege"
- "Situation in Südvietnam verschärft"
- "Nachrichten: Jane Fonda kehrt aus Vietnam zurück, IK jetzt eingetragener Verein"

In der "Erklärung des Sekretariats des Initiativkomitees: Vergebliche Provokationen während der Oberhausener Kurzfilmtage" wird u. a. erklärt: "Während der Oberhausener Kurzfilmtage inszenierten verschiedene reaktionäre Kräfte eine Reihe von Provokationen, in deren Mittelpunkt die Filmbeiträge aus der Demokratischen Republik Vietnam, der Republik Südvietnam, der DDR sowie Informationsbeiträge aus der Bundesrepublik Deutschland standen. Diese Provokationen konnten durchgeführt werden, weil Auswahlkommission, Festivalleitung und verschiedene internationale Jurys in politischer Orientierungslosigkeit jedwedem Druck nachgaben, der gegen fortschrittliche Filme organisiert wurde. Bereits die Platzierung eingereichter Festivalbeiträge machte deutlich, dass die Auswahlkommission wegen politischer Rücksichten gegenüber dem Veranstalter - der Stadt Oberhausen - auf die Formulierung eines klaren Filmprogramms verzichtet hatte. Anders als im vergangenen Jahr fanden Filme über die Kämpfe der Völker auf den fünf Kontinenten für Freiheit, Unabhängigkeit, Demokratie und Sozialismus eine mindere Berücksichtigung. Dies drückte sich auch darin aus, dass anfänglich weder der Festivalbeitrag aus der Demokratischen Republik Vietnam noch der Film aus der Republik Südvietnam in das Wettbewerbsprogramm aufgenommen wurden.

Der Beitrag 'Es blüht auf verbrannter Erde' des Studios 'Befreiung' der Republik Südvietnam wurde erst in allerletzter Minute und nach verschiedenen Protesten fortschrittlicher Festivalteilnehmer im Wettbewerbsprogramm plaziert. Zusammen mit dem hervorzuhebenden norwegischen Wettbewerbsbeitrag 'Jane Fonda an Vietnam' lief der Film 'Es blüht auf verbrannter Erde' jedoch zu einem Zeitpunkt, der seine ausreichende Berücksichtigung im Rahmen der Jurydiskussionen um die Preisvergabe unmöglich machte. Bereits zu Beginn des Festivals häuften sich verschiedene, bis heute nicht aufgeklärte Zwischenfälle: der südvietnamesische Regisseur Luog Xuan Tam stellte fest, dass an seinem Film 'Es blüht auf verbrannter Erde' Schnitte und Tonmanipulationen durchgeführt worden waren, die angeblich einer besseren Synchronität dienen sollten. Während der Aufführung eines Films über den faschistischen Putsch der chilenischen Militärjunta fehlte plötzlich eine Filmrolle, in der die Politik der Bundesrepublik angeprangert wurde. (…) Ihren Höhepunkt erreichten diese Provokationen in der Nacht vom 26. zum 27.4., als die Fahne der Demokratischen Republik Vietnam, die vor dem Eingang zur Stadthalle gehißt war, heruntergerissen worden war. Zur selben Zeit beschädigten unbekannte Täter den Stand des Initiativkomitees in der Stadthalle und stahlen die Fahnen der DRV und der RSV. (…) Während der Vorführung des Films 'Es blüht auf verbrannter Erde' der Republik Südvietnam am 27.4. kam es im großen Saal der Stadthalle zu Störungen, die nach Kenntnis des Initiativkomitees von Personen, die der illegitimen Vertretung der Thieu-Verwaltung in Bonn nahestehen, organisiert wurden.

Angesichts der Massierung dieser Übergriffe sah sich die Delegation des Studios 'Giai Phong' der Republik Südvietnam gezwungen, der Festivalleitung mitzuteilen, dass sie an der Abschlußveranstaltung der Oberhausener Kurzfilmtage nicht teilnehmen werde. Das Initiativkomitee beendete ebenfalls seine Teilnahme und protestierte gegen die Unfähigkeit der Festivalleitung, die Übergriffe des Staatsapparates, seiner Polizei- und Spitzelorgane und gekauften Helfer zurückzuweisen. Das Initiativkomitee betrachtet die diesjährige Entwicklung der Oberhausener Kurzfilmtage als einen Beweis für die weitere Zuspitzung der innenpolitischen Widersprüche in der BRD, die sich auf dem Gebiet des Kulturlebens widerspiegeln. Durch ihr zögerndes, die reaktionären Kräfte teilweise favorisierendes Verhalten haben die verantwortlichen Personen der Festivalleitung tatsächlich jenen Auftrieb gegeben, die die Oberhausener Kurzfilmtage als ein Forum fortschrittlichen Filmschaffens eliminieren wollen".

Berichtet wird weiter davon, dass die Unterstützerin des Komitees, Jane Fonda, aus Vietnam zurückgekehrt sei, und dass das Kölner IK jetzt ein eingetragener Verein sei. Dabei wurde anscheinend der bisherige Name des IK geändert in "Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.".

Geworben wird für das eigene Organ, für die "Dokumentation. Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974".
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Bulletin, Nr. 10, Köln, o. J. (Mai 1974).

Juni 1974:
Vermutlich erscheint noch im Juni die Nr. 11 des "Bulletins", vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.") herausgegeben.

Danach strahlt die ARD am 19.6. einen Filmbericht, der in der DRV entstand, aus. Titel: "Die Erben Ho Chi Minhs". Verantwortet wird er "von dem Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk und Sonderkorrespondenten der ARD, Winfried Scharlau". Daran übt das IK Kritik: "Der am 19.6. von der ARD ausgestrahlte Film setzt diese Linie des bürgerlichen Kampfjournalismus fort und bereichert die altbekannte USA-Kriegspropaganda um neue, zynische Varianten. (…) Eine weitere ernst zu nehmende Stoßrichtung der Vietnamberichterstattung besteht in der Verächtlichmachung und Verleumdung aller Gegner der USA-Politik. (…) Für die fortschrittlichen Organisationen auf dem Gebiet der Vietnamsolidarität steht fest, dass sie sich von einer solchen Propaganda bei der Verfolgung ihrer Ziele nicht irre machen lassen. Für die im Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Filmwesens zusammengeschlossenen Kollegen beweist die am 19.6. ausgestrahlte Sendung, dass sie mit ihrer Arbeit für den Aufbau eines starken und unabhängigen Informationswesens in de DRV und RSV ein wichtiges Ziel verfolgen: die materiellen Grundlagen der Film- und Fernseharbeit in Vietnam so zu verstärken, dass es dem vietnamesischen Volk noch besser gelingt, die wirklichen Verhältnisse bei seinem Kampf in der eigenen Informationsarbeit widerzuspiegeln, ohne dass dazu Journalisten wie Winfried Scharlau vonnöten wären".

Aufgerufen wird dazu, den "Solidaritätsfonds des Initiativkomitees durch Spenden für den Ankauf von Filmgeräten für die Studios 'Hanoi' und 'Befreiung'" zu unterstützen.
Geworben wird für die "Dokumentation: Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974".
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Bulletin, Nr.11, Köln, o. J. (Juni 1974).

August 1974:
Vermutlich im August erscheint, vom Sekretariat des IK ("Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.") herausgegeben, die Nr. 12/13 des "Bulletins".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Mit Hilfe der Kollegen in den Fernsehanstalten und viele Einzelspender: TV-Übertragungszug für das staatliche Fernsehen der DRV bereitgestellt!"
- "Noch 45.000 DM für die endgültige Fertigstellung des Fernsehübertragungszug!"
- "Zum fünften Jahrestag des Todes von Präsident Ho Chi Minh am 3.9.1974. Ist der Yankee geschlagen…"
- "Politische Kurzinformationen"
- "Nach 18 Monaten systematischer Verletzung des Pariser Vietnam-Abkommen durch Thieu: Die Antwort!"
- "Aus der Arbeit des Komitees. Blutspendeaktionen, Geldsammlungen"
- "Vietnamesische Filmtage"
- "Verurteilung der ARD-Sendung"
- "Neulieferungen"
- "Internationale Kooperation"
- "Nhaan Dan, Zentralorgan der Partei der Werktätigen Vietnams berichtet über IK-Arbeit"
- "Glosse: Eine Sprache, die auch Thieu spricht"

Berichtet wird darüber, dass für die DRV ein "Fernsehübertragungszug" gekauft wurde, "der noch in diesem Jahr in die Demokratische Republik Vietnam Nordvietnam) verschickt werden wird". Aufgerufen wird in diesem Zusammenhang dazu, das noch "45.000 DM für die endgültige Fertigstellung des Fernsehübertragungszugs" fehlen würde. Berichtet wird noch über "Blutspendeaktionen" des IK in Köln aus dem Juni und über Haussammlungen für die "Anschaffung von Ü-Wagen für das vietnamesische Fernsehen".

Vietnamesische Filmtage wurden im vergangenen Jahr (Herbst und Winter) in verschiedenen westdeutschen Städten durchgeführt. Dadurch konnte "der Kreis fortschrittlicher Gruppen und Organisationen erweitert werden". Aktivitäten fanden auf dieser Ebene in Hamburg, Münster und in Saarbrücken statt. Verurteilt wird noch einmal der Vietnambericht in der ARD von Winfried Scharlau. In Köln fand dazu Ende Juni "eine Podiumsdiskussion mit Redakteuren des WDR und dem Schriftsteller Hans G. Helms statt, die den Scharlau-Bericht zum Anlass nahmen, sich umfassend mit der Vietnam-Berichterstattung des Westdeutschen Fernsehens auseinanderzusetzen. Diese Veranstaltung mit dem Titel 'Nixons fünfte Kolonne im Westdeutschen Fernsehen?", wurde in Zusammenarbeit mit der evangelischen Studentengemeinde organisiert".

Zu einer "internationalen Kooperation" wird erklärt, dass ein "Koordinationsausschuss" mit Vertretern des westdeutschen und holländischen Komitees für die Unterstützung der vietnamesischen Filmschaffenden" gebildet wird. Der Ausschuss soll in Köln und Amsterdam in regelmäßigen Abständen zusammenkommen.

"Nhan Dan" berichtet in seinem Zentralorgan über die Unterstützung des westdeutschen "Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens".

Geworben wird für die "Dokumentation Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974", für das "Testament Ho Chi minhs". Geworben wird für das "Bulletin".
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Bulletin, Nr. 12/13, Köln, o. J. (August 1974).

Oktober 1974:
Es erscheint die Nr. 14 des "Bulletins" als "Dokumentation: Kulturimperialismus der USA in Film und Fernsehen". Die Doku wird herausgegeben vom "Autorenkollektiv des Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V."

Im "Vorwort" heißt es dazu: "Die vorliegende Dokumentation "Kulturimperialismus der USA in Film und Fernsehen" erscheint als Nr.14 in der Reihe der Bulletins des 'Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Informationswesens e.V.' Die Lektüre stellt an den Leser, der sich mit den Fragen einer fortschrittlichen Kultur beschäftigt, Anforderungen in verschiedener Hinsicht. Nach der Herausgabe der Dokumentation 'Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974' hatte sich das Autorenkollektiv des Komitees entschlossen, eine Darstellung der imperialistischen Medienarbeit vorzulegen. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass es außerordentlich schwierig war, neuere Angaben über die Entwicklung der Film- und Elektronikkonzerne zu erhalten, die insgesamt geeignet gewesen wären, die beabsichtigte Veröffentlichung auf materialistisches Faktenmaterial zu gründen. Es ist ein von uns erneut empfundener Mangel, dass seit Peter Bächlins grundlegender Arbeit über den 'Film als Ware' in den ersten Nachkriegsjahren eine fortschreitende Beobachtung der darin festgehaltenen Tendenzen, gerade was die Fernsehentwicklung anbelangt, nicht existiert.

Die Autorengruppe des Komitees griff deswegen auf eine Arbeit des Publizisten Armand Mattelart zurück, die dieser vor dem faschistischen Putsch in Chile an der Universität von Santiago erstellt hatte. Mattelarts Untersuchungen zeichnen sich vor allem durch eine umfangreiche Sammlung von ökonomischem Detailwissen über die Elektronikkonzerne der USA aus. Mattelart ist es jedoch nicht gelungen, dieses reiche Material so zu ordnen, dass die darin versteckten politischen Tendenzen offensichtlich würden und eine perspektivische Einschätzung der Entwicklung des Kulturimperialismus zuließen. Es war deswegen notwendig, der Übersetzung der Mattelart-Arbeit völlig neue Passagen anzufügen und auch Hinweise auf die westeuropäische und bundesrepublikanische Situation unterzubringen. Trotzdem mangelt es dem ersten Teil der vorliegenden Dokumentation noch immer an einer vertiefenden Ordnung, die nicht durch Streichungen oder Zufügungen, sondern nur durch weitere wissenschaftliche Arbeit erreicht werden kann. Das Autorenkollektiv des Komitees hat sich außerstande gesehen, eine solche wissenschaftliche Arbeit in seinem organisatorischen Rahmen durchzuführen. Gleichwohl bietet der erste Teil der Dokumentation eine solche Fülle von Fakten, daß es gerechtfertigt ist, sie dem daran weiterarbeitenden Leser anzubieten.

Der zweite Teil versucht die klar werdenden Tendenzen auf einen Spezialbereich des Kulturimperialismus, der von zunehmender Wichtigkeit ist, nämlich im Bereich des Satellitenfernsehens wieder aufzunehmen und die politische Dimension der Aggression zu verdeutlichen. Auf den ersten Blick wird es scheinen, als ginge die Behandlung solcher Fragen mit spezialisiertem technischen Wissen einher. Zwar war es für die Verfasser notwendig, sich mit technischen Details auseinanderzusetzen, jedoch wird eine weitergehende Lektüre auch für jeden Laien die politische Brisanz der gegenwärtigen Entwicklung offenlegen.

Der dritte Teil wendet die Schlußfolgerungen der Arbeit über den Kulturimperialismus auf die Aktivitäten des vietnamesischen Volkes und seiner Freunde an, sich von der ideologischen und technologischen Vorherrschaft des Imperialismus zu befreien und einen eigenen, unabhängigen Weg in der Informations- und Kulturarbeit zu gehen. Theoretische und praktische Überlegungen greifen in diesem Teil ineinander über und geben eine Antwort auf die Frage, was wir in dem behandelten Bereich tun können, um gegen den Kulturimperialismus Front zu machen".

Artikel der Ausgabe sind:
"I. Ökonomische Konzentration und politische Konsequenzen
II. Sattelitentechnologie im Dienste imperialistischer Politik
Eine neue Generation im All. Politische Gründe erschweren die direkte Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über Satteliten
III. Der politische Kampf braucht eine materielle Basis
Dokument Nr. I: Vorschlag der Vereinigten Staaten von Amerika
Dokument Nr. II: Vorschlag Kandas und Schwedens
Dokument Nr. III: Vorschlag der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken".
Geworben wird für das eigene Organ und die "Dokumentation Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974".
Q: Autorenkollektiv des Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V., Bulletin, Nr. 14, Köln, Oktober 1974.

01.12.1974:
Laut KBW findet in Köln auf 'Initiative des Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens' eine Solidaritätsveranstaltung mit dem Kampf des vietnamesischen Volkes statt.
Q: Kommunistische Volkszeitung, Nr. 27, Mannheim, 5. Dezember 1974, S. 1.

05.12.1974:
Der KBW gibt seine "Kommunistische Volkszeitung" Nr. 27 heraus. Berichtet wird auch über das 'Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens', das am 1.12. In Köln eine Solidaritätsveranstaltung mit dem Kampf des vietnamesischen Volkes durchführte. Uraufgeführt wurde auch der Film: 'Introduction to the Enemy" (Heranführung an den Feind). Besucht wurden die Veranstaltungen, nach Angaben der "KVZ", von ca. "1. 300 Menschen". "Als Gäste haben auf dieser Veranstaltung gesprochen: ein Vertreter der Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam), Ho Xuan, ein Vertreter der provisorischen revolutionären Regierung Südvietnams, Duong Dinh Ba und Jane Fonda als Vertreterin der amerikanischen Antikriegsorganisation 'Indochina Peace Campaign".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 5. Dezember 1974, S. 1.

04.01.1975:
In Frankfurt-Bockenheim soll, laut KPD, ein zweitägiges Vietnam-Fest ihrer ISK und des Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens beginnen.
Q: Rote Fahne, Nr. 51/52 und 3, Dortmund, 18.Dezember 1974 bzw. 22. Dezember 1974, 22. Januar 1975.

10.01.1975:
In Köln kommt, laut KBW, auf Initiative des Kölner Initiativkomitees für die Stärkung des vietnamesischen Film und Fernsehwesens e.V. ein Treffen der Vietnam-Solidaritätsorganisationen zustande. Anwesend sind u.a.:
- Initiative Internationale Vietnamsolidarität (IIVS),
- Hilfsaktion Vietnam e. V
- Kölner Initiativkomitee Indochina Komitees (KBW-nahe),
- Komitee zur Wahrung der Rechte der vietnamesischen Studenten in der BRD

Zweck des Treffens ist es, "die Möglichkeiten eines einheitlichen Vorgehens im Hinblick auf den 2. Jahrestag des Pariser Abkommens angesichts der Zuspitzung der Lage in Südvietnam zu klären". Eine Einigung über einheitliche Aktionen kommt nicht zustande. In einer Erklärung des Koordinationsausschuss der Indochina-Komitees Bochum, Freiburg, Frankfurt, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Kiel, Mannheim, Wiesbaden und Wuppertal heißt es dazu: "Die in der IIVS vertretenen Organisationen weigerten sich, gemeinsam mit den Indochinakomitees öffentlich aufzutreten, da dies die Gefahr der Spaltung ihres Bündnisses beinhalte."
Q: Kommunistische Volkszeitung, Nr. 3, Mannheim, 23.Januar 1975, S. 15.

März 1975:
Vom "Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens" erscheint die Nr. 18 von: "Viet Nam Kultur und Befreiungskampf". Das "Mitteilungsblatt" soll monatlich erscheinen. Es setzt wohl die Zählweise des "Bulletins" fort, hier mit der Nr. 18. Herausgegeben wird das Blatt vom IK-Sekretariat. Eine nächste reguläre Ausgabe soll am 1. April 1975 erscheinen.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Aufbauleistungen in der DRV. Ökonomische Krise Saigons weiter verschärft"
- "Kommentar: Fleisch und Kern. Zum Jahrestag des Partei der Werktätigen Vietnams"
- "Ein offener Brief an Graham Martin"
- "Dokument: Erklärung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Demokratischen Republik Vietnam zur Verurteilung der Verletzung des gesamten Pariser Vietnam-Abkommens durch die USA"
- "Erklärung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Südvietnam über die Verleumdung des Außenministeriums der USA und der Nguyen-Van-Thieu-Verwaltung und die Sabotage des Pariser Vietnam-Abkommens durch die USA und Thieu-Clique"
- "Interview mit Tran Van Lam"
- "Aus der Solidaritätsarbeit"
- "Fernsehübertragungswagen in Hanoi eingetroffen"
- "CDU-Landtagsfraktion in NRW erwägt kleine Anfrage"
- "Neue Solidaritätskooperation BRD-Niederlande"
- "Erfolgreiche Gespräche mit DRV und RSV Vertretern"
- "Solidaritätsveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Gründung der Kommunistischen Partei Indochinas"
- "Demonstration für Anerkennung der RSV"
- "Das Vietnam-Komitee für Frieden- und Befreiungskampf berichtet"
- "Nachruf zum Tode von Willi Wehring"
- "Dia-Vortrag im Verleih des IK"
- "Dokument: Politische Thesen der Kommunistischen Partei Indochinasd (Oktober 1930)"
- "Unsere lange Reise. 1. Teil eines Reiseberichts der Transportbegleitung des IK mit Solidaritätsgütern auf dem Schiffsweg nach Nordvietnam"
- "Kunst: Ausstellung vietnamesischer Volkskunst in Düsseldorf"
- "Lin Hoa: Bildende Kunst in Vietnam"
- "Kurzgeschichte: Erinnerungen an Sotan"

Berichtet wird von der Kölner Uraufführung des Dokumentarfilms "Vorstellung des Feindes" durch das IK am 1.12.1974. Der Film wurde am 20.2. in Augsburg und in München am 23.2. aufgeführt. Berichtet wird in einem "Rückblick" über die Solidarität mit Vietnam nach dem "Tongking-Zwischenfall" ab dem 13.8.1964. Weiter über einen Reisebericht über die Verschiffung von "Solidaritätsgütern" nach Nordvietnam.
Geworben wird für das "Album vietnamesischer Volk- und Kampflieder und "Viet Nam. Kultur und Befreiungskampf", für "Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974" und "Kulturimperialismus der USA in Film & Fernsehen"
Q: Sekretariat des IK (Hrsg.): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, 3. Jg., Nr. 18, Köln, März 1975.

April 1975:
Vermutlich im April erscheint der "Verleihkatalog" des Initiativkomitees: "Vietnamesische Filme im Verleih des Initiativkomitees". Der Katalog ist gültig ab Mai 1975.

Im "Vorwort" heißt es u. a.: "Mit der vorliegenden Verleihliste systematisiert das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) seine Informationsarbeit über Geschichte und Gegenwart des vietnamesischen Volkes auf dem Filmgebiet. (…) Mit der Verbreitung des vorliegenden Filmmaterials wollen wir dazu beitragen, die Freundschaft zwischen dem vietnamesischen Volk und der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland zu vertiefen".
Im Verleih sind u. a. erhältlich:
- "Dokumentarfilme"
- "Spielfilme"
- "Trickfilme"
- "Diaserien"
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Viet Nam. Kultur und Befreiungskampf, Verleihkatalog, Köln, o. J. (April1975).

April 1975:
Vermutlich im April gibt das " Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen" einen "Sonderdruck" von "Viet Nam Kultur und Befreiungskampf" heraus. Einziger Artikel de Ausgabe ist:
- "DRV-Premierminister Pham Van Dong: Erzwingung der Einhaltung des Pariser Abkommens und Kampf bis zur endgültigen Befreiung Südvietnams"

Berichtet wird über ein Gespräch des Premiers der DRV am 29.3. 1975 in Hanoi mit dem 1. Sekretär des Kölner IK. Bei dem Gespräch ging es u. a. um die "gegenwärtige Entwicklung in Südvietnam". Pham Van Dong erklärte u. a.: "Ebenso danke ich allen fortschrittlichen Menschen verschiedener politischer Anschauungen in der Bundesrepublik Deutschland für die Hilfe, die sie unserer gerechten Sache gewährt haben".
Q: Initiativkomitee (Hrsg.): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, Sonderdruck, Köln, o. J. (April 1975).

April 1975:
Die "Kämpfende Kunst. Zeitschrift der Initiative zur Gründung einer Vereinigung sozialistischer Kulturschaffender" berichtet auch über die "21. Internationalen westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen" aus dem Mai. Danach will man auch in diesem Jahr "an der Seite des Initiativkomitees zur Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens für fortschrittliche und revolutionäre Filme eintreten" (KK 4/1975).
Q: Kämpfende Kunst. Zeitschrift der Initiative zur Gründung einer Vereinigung sozialistischer Kulturschaffender, West-Berlin, Nr. 4, 4. April 1975.

01.05.1975:
Vom "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" erscheint das "Programm und Aufgaben des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)". Zur Programmatik wird u. a. ausgeführt:

"1. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist ein Zusammenschluss von Freunden des vietnamesischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland.
Die in ihm zusammenarbeitenden Menschen erkennen es als ihre Aufgabe an, die Beziehungen zwischen der Bevölkerung der Bundesrepublik und dem vietnamesischen Volk auf allen Gebieten des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens zu stärken und zu vertiefen.

2. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist eine parteipolitisch unabhängige Organisation der Völkerfreundschaft.
Das Komitee leistet in der Bundesrepublik einen Beitrag zur Aufklärung über den langjährigen Kampf des vietnamesischen Volkes für Unabhängigkeit und Freiheit und informiert über das gegenwärtige gesellschaftliche Leben in Vietnam. (…)

3. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) richtet auf verschiedenen Gebieten Hilfs- und Unterstützungsarbeit Abteilungen ein, die in ihren Bereichen die allgemeinen Aufgaben des Komitees konkretisieren.
Ständige Abteilungen werden für die Bereiche "Geschichte und Politik", "Erziehungswesen", "Medizinische Versorgung" "Kunst und Literatur" sowie "Informationswesen" ins Leben gerufen. (…)

5. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) veröffentlicht die monatlich erscheinende Zeitung "Viet Nam Kultur und Befreiungskampf".(…)

6. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) arbeitet in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, die sich für die Vertiefung der Freundschaft mit dem vietnamesischen Volk einsetzen.
In der Bundesrepublik strebt das Komitee den Zusammenschluss dieser Organisationen zu der einheitlichen "Gesellschaft für deutsch-vietnamesische Freundschaft (BRD)".
"Förderer des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) kann jeder werden, der Programm und Aufgaben des Komitees unterstützen will".
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, Programm und Aufgaben des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD), Köln, 1. Mai 1975.

Mai 1975:
Vom "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" erscheint die Nr. 20 von: "Viet Nam. Kultur und Befreiungskampf". Mit der Nr. 20 nennt sich der Herausgeberkreis: "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesisch Kulturbeziehungen (BRD)".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kommentar: Der amputierte Polyp"
- "Saigon ist frei. Von unserem IK-Mitglied in Saigon"
- "Das Flüchtlingsproblem"
- "Die Situation Saigons"
- "Zum 85. Geburtstag von Ho Chi Minh"
- "Dokument: Sieben-Punkte-Erklärung der Provisorischen Revolutionären Regierung"
- "Kambodscha befreit"
- "Aus der Solidaritätsarbeit"
- "Spendenaufruf des Initiativkomitees"
- "Informationsveranstaltungen des IK in allen Teilen der BRD"
- "Neue vietnamesische Filme im Verleihprogramm des IK"
- "Menschenhandel mit vietnamesischen Kindern in der BRD"
- "Delegation des Komitees in der Demokratischen Republik Vietnam. 3. Teil des Reiseberichts"
- "Buchbesprechung: Vietnam-A Historical Sketch"

Berichtet wird über das Kölner "IK für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)". Das Komitee "ist aus einer Erweiterung des im dritten Jahr arbeitenden IK für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens hervorgegangen. (…) Das IK-Sekretariat bereitete daraufhin seit Dezember 1974 die Umwandlung der Organisation vor und diskutierte ausführlich die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten". Eine erste Konsequenz dieser Planung war die Herausgabe der seit Februar erscheinenden Zeitung 'Viet Nam Kultur und Befreiungskampf', die ab 1. Mai das zentrale Mitteilungsblatt des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist".

Weiter heißt es: "Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) ist eine parteipolitisch strikt unabhängige Organisation. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Vertiefung der Freundschaft zwischen unseren Völkern unter den gesellschaftlichen Verhältnissen in der Bundesrepublik. Wie in Programm und Aufgaben des Komitees erklärt wird, will das IK für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) die Gründung einer deutsch-vietnamesischen Freundschaftsgesellschaft beschleunigen und den Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Persönlichkeiten einer solchen einheitlichen Organisation befördern.

Das Komitee schlägt dafür das Testament des Präsidenten Ho Chi Minh als politische Grundlage vor und wird in seiner praktischen Arbeit zeigen, dass sich die Sammlung vieler Freunde des vietnamesischen Volkes unterschiedlicher politischer Auffassungen in weitergehenden Fragen auf einer solchen Basis realisieren läßt.

Voraussetzung für die Stärkung der Solidarität mit dem vietnamesischen Volk durch einen Zusammenschluß ist für das IK die freundschaftliche Kooperation bereits zum jetzigen Zeitpunkt. Das Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD) tritt deswegen nicht in Konkurrenz zu anderen Hilfs- und Solidaritätsorganisationen auf, sondern stimmt seine Projekte mit ihnen ab".

Berichtet wird über die "Hilfsaktion Vietnam e. V.", die mit der DDR-Fluggesellschaft 'Interflug' Medikamente, Kindernahrung, Verbandsstoff etc. via Hanoi in Gebiete der provisorischen Regierung geschickt hat, über Informationsveranstaltungen des IK in Köln am 11.4. zusammen mit der ESG Köln, über eine Veranstaltung des IK am 17.4. in der Hamburger Uni, über eine Solidaritätsveranstaltung am 13.4. in Aachen. Am 22.4. berichteten Vertreter des IK vor einer Klasse einer Berufsschule in Bergisch-Gladbach über ihre Reise in die DRV. Am 23.4. wurde in der FH Köln ein DIA-Vortrag gezeigt. Am 24.4. folgt eine Veranstaltung in Saarbrücken, am 29.4. eine in Bonn, zu der die ESG und die KSG eingeladen hatten. Weitere Veranstaltungen und Solidaritätsmeetings fanden statt in: Mainz (5./6.4), Kassel (9.4.), Braunschweig (15.4.), Kiel (17.4.), Gernsheim (24. 4.), Frankfurt/M. (25.4.).
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, 3. Jg., Nr. 20, Köln, Mai 1975.

Juni 1975:
Vermutlich erscheint in dieser Woche Sonderdruck der "Kämpfenden Kunst Zeitschrift der Vereinigung sozialistischer Kulturschaffender (VSK)" mit der Schlagzeile: "Jochen Hiltmann muss Hochschullehrer bleiben!" Gegen Professor Jochen Hiltmann, Vizepräsident der Hochschule für Bildende Künste (HBK), Hamburg, wurde ein Disziplinarverfahren wegen seiner politischen Tätigkeit eingeleitet:"Als Gründe für das angedrohte Berufsverbot gibt der Hamburger Senat u. a. Hiltmanns Mitgliedschaft im 'Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens e. V.' an.
Q: Kämpfende Kunst, Sonderdruck: Jochen Hiltmann muss Hochschullehrer bleiben, o. O., o. J. 1975.

September 1975:
Vom "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" erscheint die Nr. 24 von "Viet Nam Kultur und Befreiungskampf".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kommentar: Nach dreißig Jahren"
- "Dokument: Die Unabhängigkeitserklärung der Demokratischen Republik Vietnam vom 2. September 1945"
- "Große Aufgaben im 30. Jahr der Gründung der Demokratischen Republik Vietnam"
- "Ausstellung: Dreißig Jahre Demokratische Republik Vietnam in mehreren Städten der Bundesrepublik"
- "Interview: Die Wiedervereinigung ist gesichert"
- "Thailand: Thailändische Regierung weiter auf Aggressionskurs"
- "Nguyen Thuy Tram: Thailand unter dem Einfluss der USA. 2. Teil"
- "Ergebnisse der Militärhilfe"
- "Im Dienst der aggressiven US-Politik"
- "Aus der Solidaritätsarbeit"
- "Indonesien"

Berichtet wird über die Ausstellung: "Dreißig Jahre Demokratische Republik Vietnam" in mehreren Städten der Bundesrepublik. Vom 26.10.-2.11. soll sie in Köln eröffnet werden. Es folgen Hamburg, Frankfurt/M. und München. Es sollen u. a. auch "Vietnamesische Filmtage" eröffnet werden.
"Viet Nam-Kultur- und Befreiungskampf" wird in seiner Novemberausgabe, die als Sondernummer erscheint, eine ausführliche Darstellung der Ausstellung '30 Jahre Demokratische Republik Vietnam' bringen".
Zu "Viet Nam- Kultur- und Befreiungskampf" heißt es, dass sie "die einzige in der Bundesrepublik erscheinende Monatszeitschrift ist, die über die Geschichte Nord- und Südvietnams und über die Probleme des aktuellen Aufbaus berichtet".
Berichtet wird noch über die Übergabe eines VW-Bus an die DRV in der DDR. Am 13.7. "folge das IK einer Einladung zu einem Jugendlager im Odenwald und zeigte dort Dia-Vorträge und Filme". Auf Einladung nahm das IK am 8.8. an einem "Europa-Afrika-Treffen" in Italien teil.
Geworben wird für die "Dokumentation: Frauen in Vietnam".
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, 3. Jg., Nr. 24, Köln, September 1975.

Oktober 1975:
Vom "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" erscheint die Nr. 25 von "Viet Nam Kultur und Befreiungskampf".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kommentar: Vorposten in Asien"
- "Ausstellung"
- "Feiern zum 30. Jahrestag der Unabhängigkeit Hanoi"
- "Zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen BRD-DRV"
- "Interview mit SPD MdB Egon Lutz: Unfähig zu analysieren und vernünftige Schlüsse zu ziehen"
- "Über die medizinische Versorgung in der Demokratischen Republik Vietnam"
- "Projekt: Planung, Aufbau und Errichtung einer ambulanten Gesundheitsstation. Ein Unterstützungsprojekt für den Wiederaufbau des Gesundheitswesens in der Republik Südvietnam"
- "Projekt: Ambulatorium, Südvietnam. Planungsstand: 15. September 1975"
- "Projekt: Gesundheitsstation, architektonischer Plan. Planungsstand: 15.9.1975"
- "Aus der Solidaritätsarbeit"
- "Politische Nachrichten: Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Osttimor"
- "Spendenaufruf zur Unterstützung des vietnamesischen Volkes"
- "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD), Abteilung Erziehung: Aufruf zur Unterstützung des Erziehungswesens in Vietnam. Projekt: Schulbusse für die DRV".

Berichtet wird über die Ausstellung "30 Jahre Demokratische Republik Vietnam", die vom 26.-2.11. in Köln stattfindet. Am 2.11. sollen auch die "Vietnamesischen Filmtage" in der Kölner Cinemathek eröffnet werden. Geworben wird für die "Blätter des iz3W" und "Frauen in Vietnam", dass von einem Autorenkollektiv des IK herausgegeben wird. Das sei "die erste umfassende Arbeit zu diesem Thema in deutscher Sprache".
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Viet Nam. Kultur- und Befreiungskampf, 3. Jg., Nr. 25, Köln, Oktober 1975.

Oktober 1975:
Vermutlich im Herbst erscheint vom "Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD)" der "Spendenaufruf für den Aufbau einer ambulanten Gesundheitsstation in Südvietnam". Das IK ruft auf: "Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und andere im Gesundheitswesen Beschäftigte stellen sie ihre medizinischen und praktischen Kenntnisse für die Hilfe in Südvietnam zur Verfügung, arbeiten sie mit in der Abteilung medizinische Versorgung des Initiativkomitees für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD). Wir rufen auf: Unterstützen Sie unser Projekt durch individuelle Spenden durch Sammlungen".
Q: Initiativkomitee für deutsch-vietnamesische Kulturbeziehungen (BRD): Spendenaufruf für den Aufbau einer ambulanten Gesundheitsstation in Südvietnam, Köln, o. J. (Oktober 1975).

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Letzte Änderung: 04.11.2019